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Germanwings-Trauerfeier: "Wir sind konfrontiert mit verstörender Vernichtungstat"

Deutschland hat Anteil genommen: In den Mittagsstunden fand im Kölner Dom eine Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Absturzes statt. Die Ereignisse im stern-Newsticker zum Nachlesen.

Die zentralen Trauerfeierlichkeiten zum Gedenken an die Opfer des Germanwings-Absturzes sind nach zwei Stunden in Köln zu Ende gegangen. Im Dom fanden der Kölner Kardinal Rainer Woelki und Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, tröstende Worte für die rund 500 Angehörigen. Seelsorger und eine Hinterbliebene sprachen Fürbitten für die 150 Opfer, die bei der Katastrophe am 24. März ums Leben gekommen waren.

Bei dem anschließenden staatlichen Trauerakt wandten sich Bundespräsident Joachim Gauck und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit bewegenden Ansprachen an die Hinterbliebenen. "Dieser eine hat die vielen anderen mit in den Tod gerissen, den er für sich selber gesucht hatte. Uns fehlen Worte für diese Tat" Unter den insgesamt rund 1400 Trauergästen waren auch Kanzlerin Merkel sowie Vertreter aus Spanien und Frankreich.

Hier die Ereignisse im Newsticker zum Nachlesen:

+++ 13.57 Uhr: Trauerfeier im Kölner Dom beendet +++

Die Trauerfeier im Kölner Dom ist in diesen Minuten zu Ende gegangen. Neben Repräsentaten aus Politik und Gesellschaft hat dort auch eine junge Angehörige in einer Fürbitte für Lebensmut gebetet: "Herr, ich bitte Dich: Trockne unsere Tränen, stärke die schönen Erinnerungen und schenke uns allen neuen Lebensmut", sagte sie bewegt. Sie bat darum, Liebe stärker sein zu lassen als Verzweiflung. "Lieber Gott, gib unseren verunglückten Verwandten und Freunden ein neues Zuhause und pass immer auf sie auf."

+++ 13.41 Uhr: Bundespräsident Gauck spricht von "verstörender Vernichtungstat" +++

Nach der Germanwings-Katastrophe kommt zu Trauer und Schmerz nach Ansicht von Bundespräsident Joachim Gauck tiefes Erschrecken vor den Abgründen der menschlichen Seele hinzu. Das sagt das Staatsoberhaupt zum Gedenken an die 150 Todesopfer des Absturzes in den französischen Alpen im Kölner Dom. "Vielleicht ist es das, was uns so sehr erschreckt hat: die Sinnlosigkeit des Geschehens. Wir sind konfrontiert mit einer verstörenden Vernichtungstat." Am 24. März sei etwas zerstört worden, das in dieser Welt nicht mehr geheilt werden könne. Der Copilot soll den Airbus auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf absichtlich zum Absturz gebracht haben.

"In schweren und in fordernden Zeiten zeigen wir, welche Kraft zum Guten in uns steckt", sagt Joachim Gauck im Kölner Dom

"In schweren und in fordernden Zeiten zeigen wir, welche Kraft zum Guten in uns steckt", sagt Joachim Gauck im Kölner Dom

"Dieser eine hat die vielen anderen mit in den Tod gerissen, den er für sich selbst gesucht hatte. Uns fehlen die Worte für diese Tat", sagt Gauck im Kölner Dom vor rund 1400 Gästen, darunter 500 Angehörigen. Bei vielen Menschen sei die Trauer in Wut und Zorn umgeschlagen. "Gleichzeitig fühlten wir uns den Hinterbliebenen noch näher." Die Katastrophe zeige auch: "Weder vor technischen Defekten noch vor menschlichem Versagen gibt es absolute Sicherheit - und erst recht nicht vor menschlicher Schuld."

Immer wieder werde nachgedacht über die Motive für die Tat. "Aber hier gilt: Wir wissen nicht, wie es im Innern des Copiloten ausgesehen hat, der sich und 149 anderen das Leben nahm." Aber auch dessen Angehörigen hätten einen Menschen verloren. Zugleich versucht der Bundespräsident Trost zu spenden: "Was uns aber dennoch Ja sagen lässt zu einem Leben, das von Bedrohung und Tod begleitet ist, ist die Tatsache, dass der Mensch zum Guten fähig ist." Und: "In schweren und in fordernden Zeiten zeigen wir, welche Kraft zum Guten in uns steckt."

Hans-Ulrich Jörges: "Klartext": Nach Germanwings-Absturz: Danke, Frankreich!

+++ 13.24 Uhr: Schüler spielen "Schindlers Liste" +++

Schüler aus dem Ensemble des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern, die 16 Mitschüler und zwei Lehrer bei dem Absturz verloren haben, spielen das Thema aus "Schindlers Liste" von John Williams.

+++ 13.17 Uhr: Ministerpräsidentin Kraft spricht +++

"Wir trauern in tiefer Verbundenheit um jeden Einzelnen", sagt NRWs Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zur Trauergemeinde.

+++ 13.08 Uhr: Angehörige spricht Fürbitte +++

Eine Angehörige, die bei dem Germanwings-Absturz ihre Schwester verloren hat, spricht die Fürbitte für die Opfer. Zum Schluss sagt sie unter Tränen: "Lieber Gott, gib unseren Verunglückten ein neues Zuhause und pass immer auf sie auf."

Bundespräsident Joachim Gauck (l) bekommt von einem Notfallseelsorger einen der kleinen Engel überreicht

Bundespräsident Joachim Gauck (l) bekommt von einem Notfallseelsorger einen der kleinen Engel überreicht

+++ 12.55 Uhr: Kleine Engel sollen Angehörigen der Absturz-Opfer Halt geben +++

Kleine Engel sollen den Angehörigen und Helfern der Germanwings-Katastrophe symbolisch Halt und Zuversicht geben. Die Holzengel liegen bei der Trauerfeier im Kölner Dom an jedem Platz. Sie sollen dazu ermutigen, trotz aller Trauer nach Quellen der Kraft und Bestärkung zu suchen, sagt ein Notfallseelsorger.

Kardinal Rainer Maria Woelki, Präses Annette Kurschus und zwei Notfallseelsorger überreichen die Holzfiguren stellvertretend an eine Angehörige sowie an Bundespräsident Joachim Gauck, stellvertretend für Hinterbliebene aus den verschiedenen Ländern, und an den spanischen Innenminister Jorge Fernández Díaz für die Opfer aus Spanien. Der französische Staatsminister Alain Vidalies und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nehmen je einen Engel als Zeichen der Dankbarkeit für die Helfer und Einsatzkräfte entgegen. Germanwings-Chef Thomas Winkelmann erhält einen Engel stellvertretend für die Mitarbeiter aller Fluggesellschaften.

Die Holzengel wurden nach einem Entwurf des Mülheimer Bildhauers Jochen Leyendecker in einer Behindertenwerkstatt im russischen Pskow gefertigt, einem Versöhnungsprojekt der "Initiative Pskow" der Evangelischen Kirche im Rheinland.

+++ 12.46 Uhr: Ihr seid nicht allein, so Kardinal Woelki +++

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki hat den Hinterbliebenen der Opfer des Germanwings-Absturzes versichert, dass sie nicht allein sind. Bloße Worte seien zu schwach, um zu trösten, sagt Woelki. Aber dass so viele Menschen den Betroffenen in diesem Moment Mitleid und Beileid zeigen wollten, solle den Betroffenen Trost sein. Sie seien nicht allein "in diesen Stunden der Einsamkeit". Die Betroffenen seien "auf ganz unterschiedliche Weise verzweifelt, tief traurig und versteinert vor Schmerz". Jeder Moment des Lebens sei unwiederbringlich. Auch die Trauerfeier werde schon bald Teil des Lebens nach dem Unglück sein, nach dem schrecklichen Einschnitt.

+++ 12:42 Uhr: Kardinal Woelki beginnt Predigt +++

Mittlerweile hat die Predigt des Kölner Erzbischofs Kardinal Rainer Maria Woelki begonnen. Er sagt: "Wir glauben, dass diese 150 Menschen nicht verschwunden und nicht ins Nichts gegangen sind."

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki (M) und Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (r)

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki (M) und Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (r)

+++ 12.34 Uhr: Menschen rücken laut Präses Kurschus zusammen +++

In der Trauer um die Opfer der Germanwings-Katastrophe rücken die Menschen nach Worten der evangelischen Präses Annette Kurschus zusammen. "Unbegreifliches ist geschehen. Eltern und Kinder, Männer und Frauen, Freundinnen und Freunde, Kollegen und Kolleginnen wurden aus dem Leben gerissen", sagt Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, zu Beginn des ökumenischen Trauergottesdienstes im Kölner Dom. "Familien, Häuser und Nachbarschaften, Schulen, Dörfer und Städte, ein ganzes Land, ja mehr als nur ein Land, rücken zusammen im Aushalten-Müssen und im Begreifen-Wollen."

Man teile "Kräfte und Ohnmacht", betont Kurschus in ihrer Predigt vor 1400 Gästen, darunter rund 500 Angehörigen. Dennoch könnten kein Luftfahrtexperte oder Psychologe, keine Bischöfin und kein Kardinal eine Brücke schlagen "über den Abgrund, der aufgerissen ist".

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen redet während der Trauerfeier

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen redet während der Trauerfeier

+++ 12.28 Uhr: "Unbegreifliches ist geschehen, und Unbegreifliches wurde getan" +++

Nach Erzbischof Woelki spricht jetzt Präses Annette Kurschus von der evangelischen Kirche zur Trauergemeinde. "Unbegreifliches ist geschehen, und Unbegreifliches wurde getan", sagt sie. Vor dem Kölner Dom haben sich inzwischen zahlreiche Menschen versammelt, die den Trauergottesdienst via Leinwand verfolgen.

+++ 12.12 Uhr: Hinterbliebene der Überlingen-Katastrophe gedenken Germanwings-Opfer +++

Hinterbliebene der Flugzeugkatastrophe von Überlingen sind nach Köln gereist, um der Opfer des Germanwings-Unglücks zu gedenken. Zwar könnten der Vorsitzende der baschkirischen Angehörigen-Organisation und der frühere Direktor des dortigen Unesco-Komitees aus organisatorischen Gründen nicht an der Trauerfeier im Kölner Dom teilnehmen, teilt der Überlinger Freundeskreis "Brücke nach Ufa" mit, der die Reise mitkoordiniert hat. Die Anwesenheit der Hinterbliebenen sei aber ein Zeichen der Solidarität.

In Überlingen waren bei dem Zusammenstoß eines DHL-Flugzeugs mit einer russischen Tupolew-Passagiermaschine am 1. Juli 2002 alle 71 Insassen ums Leben gekommen, unter ihnen mehrere Dutzend Schulkinder.

+++ 12.04 Uhr: Trauergottesdienst läuft +++

Im Kölner Dom hat der Trauergottesdienst für die Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen begonnen. Rund 1400 Gäste sind zum gemeinsamen Gedenken gekommen, darunter viele Angehörige, Bundespräsident Joachim Gauck, Kanzlerin Angela Merkel sowie Regierungsvertreter aus Spanien und Frankreich. Den Gottesdienst leiten der Kölner Kardinal Rainer Woelki und Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.

+++ 11:51 Uhr: Ministerpräsidentin vor Ort +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begrüßt am Kölner Dom die geladenen Gäste.

Hannelore Kraft (M) zusammen mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr (l) und Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann (2. v. l.)

Hannelore Kraft (M) zusammen mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr (l) und Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann (2. v. l.)

+++ 11.39 Uhr: Erste geladene Gäste treffen ein +++

Die ersten geladenen Gäste der Trauerfeier treffen am Kölner Dom ein - unter ihnen Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, und Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann.

Carsten Spohr (M) und Thomas Winkelmann (Mitte rechts) treffen am Kölner Dom ein

Carsten Spohr (M) und Thomas Winkelmann (Mitte rechts) treffen am Kölner Dom ein

+++ 10.42 Uhr: Erhöhte Alarmbereitschaft rund um den Kölner Dom +++

Da bei der Trauerfeier im Kölner Dom auch Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel erwartet werden, herrscht rund um den Veranstaltungsort erhöhte Alarmbereitschaft.

+++ 10.38 Uhr: Lufthanseaten trauern weltweit mit +++

Zur offiziellen Gedenkfeier für die Opfer des Germanwings-Absturzes gibt die Lufthansa ihren Mitarbeitern weltweit die Möglichkeit mitzutrauern. Es werde an kleinen und größeren Standorten Trauerakte geben, sagt ein Unternehmenssprecher. Es sind dem Vernehmen nach auch kleine Ansprachen führender Manager geplant. Zu Details wollte er sich nicht äußern, weil an diesem Tag die Angehörigen der Opfer im Mittelpunkt stehen sollen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sowie die Spitze der Fluggesellschaft Germanwings nehmen an der Kölner Trauerfeier teil.

+++ 10.28 Uhr: Erste Besucher warten auf Einlass +++

Die ersten Besucher des Trauergottesdienstes warten vor dem Dom auf Einlass. Für alle, die keinen Platz im Inneren der Kirche bekommen, ist eine große Leinwand auf dem Domplatz aufgebaut worden.

+++ 10.20 Uhr: Gedrückte Stimmung in Köln +++

Kurz vor dem Trauergottesdienst in Köln zum Gedenken an die Opfer des Germanwings-Absturzes ist die Stimmung gedrückt. Vor dem abgesperrten Dom, wo am Mittag die zentrale Trauerfeier stattfinden soll, sind erste Blumen niedergelegt worden. Auf vielen Werbetafeln der Innenstadt sind statt bunter Bilder schwarze Trauerschleifen zu sehen - mit der Flugnummer 4U9525 der in den französischen Alpen zerschellten Maschine. "Köln trauert", heißt es in den sozialen Netzwerken. Für ganz Deutschland ist Trauerbeflaggung angeordnet.

+++ 10.09 Uhr: Berliner Dom stellt Kondolenzbuch online +++

Wie der Berliner Dom in einer Pressemitteilung bekannt gibt, haben sich vom 25. März bis zum 2. April mehrere Tausend Menschen in das Kondolenzbuch für die Opfer und Hinterbliebenen des Flugzeugabsturzes eingetragen. Die Besucher sind aus ganz Deutschland gekommen, aber auch aus dem Ausland, was die vielen Einträge in Englisch oder auch asiatischer Schrift zeigen.

Zu den ersten, die in das Buch bereits am Tag nach dem tragischen Unglück geschrieben haben, gehörten neben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Ralf Wieland auch Mitarbeiter von Germanwings und Lufthansa. Zum Nachlesen stellt der Berliner Dom das Kondolenzbuch als PDF-Datei heute im Laufe des Tages auf seiner Webseite online.

Die Traueranzeige der Lufthansa für die Germanwings-Opfer und deren Angehörigen

Die Traueranzeige der Lufthansa für die Germanwings-Opfer und deren Angehörigen

+++ 9.39 Uhr: Lufthansa schaltet erneut Traueranzeige +++

Mit einer ganzseitigen Traueranzeige in mehreren großen Tageszeitungen hat die Lufthansa erneut der Todesopfer des Germanwings-Absturzes in Frankreich gedacht. "Wir trauern um unsere Passagiere und Kollegen, die am 24. März 2015 bei dem Flugzeugunglück der Germanwings in der Nähe von Seyne-les-Alpes ihr Leben verloren haben", heißt es in der Anzeige der Lufthansa Group, die in mehreren überregionalen Blättern veröffentlicht wurde. "Wir werden sie nie vergessen."

Der Germanwings-Mutterkonzern wendet sich auch an die Hinterbliebenen der 150 Opfer. Angehörigen, Freunden und Kollegen der Verstorbenen gehöre das aufrichtige Mitgefühl der Lufthansa. "Wir werden Ihnen beistehen." Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte bereits bei einem Besuch der Unfallstelle in den französischen Alpen langfristige Hilfen für die Hinterbliebenen zugesagt.

+++ 9.10 Uhr: Trauer nicht nur in Köln +++

Nicht nur in Köln wird getrauert, auch an öffentlichen Gebäuden in anderen deutschen Städten - etwa in Bremen - ist Trauerflor an den Flaggen angebracht worden.

+++ 8.37 Uhr: Woelki will Mann klarer Worte und guter Taten sein +++

Kardinal Rainer Woelki wird zusammen mit der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, den ökumenischen Trauergottesdienst für die Opfer des Germanwings-Absturzes zelebrieren. Woelki ist als Erzbischof von Köln Nachfolger von Joachim Meisner, der 25 Jahre lang das größte und reichste deutsche Bistum führte. Der Kontrast zu dem gestrengen Meisner könnte größer kaum sein: Woelkis Herzensanliegen ist die Flüchtlingshilfe, für die er zusätzliche Millionen locker gemacht hat.

Obwohl Woelki noch kein Jahr im Amt ist, genießt er bei den Kölnern bereits hohes Ansehen. Die Predigten des gebürtigen Kölners, der zuvor Erzbischof von Berlin war, sind oft hochpolitisch.

150 Kerzen - 149 für die Opfer und eine für den Piloten - stehen auf einer Treppe vor dem Altar im Dom in Köln

150 Kerzen - 149 für die Opfer und eine für den Piloten - stehen auf einer Treppe vor dem Altar im Dom in Köln

+++ 8.03 Uhr: Trauerfeier für Germanwings-Opfer im Kölner Dom +++

Mit einem Trauergottesdienst und einem staatlichen Trauerakt im Kölner Dom gedenkt Deutschland ab 12 Uhr der Opfer des Germanwings-Absturzes. Etwa 500 Angehörige werden erwartet. Beim Trauerakt spricht unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck. Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt ebenfalls an der Trauerfeier teil. Auch aus Frankreich und Spanien haben sich Regierungsvertreter angekündigt.

An der Trauerfeier wollen zudem zahlreiche Menschen aus Haltern teilnehmen. 16 Schüler und 2 Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums der westfälischen Stadt waren bei der Katastrophe am 24. März ums Leben gekommen. Die Germanwings-Maschine war in den französischen Alpen zerschellt. Der Copilot wird verdächtigt, das Flugzeug mit Absicht zum Absturz gebracht zu haben. Insgesamt starben 150 Menschen.

and/DPA / DPA