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Protest in luftiger Höhe "Tripods": Der neue Trend der radikalen Umweltschützer

Sehen Sie im Video:  "Tripods" – Der neue Trend der radikalen Umweltschützer.




In luftiger Höhe, notdürftig gehalten durch drei miteinander verschränkte Baumstämme: mit diesen sogenannten Tripods und anderen Mitteln verbarrikadieren Umweltschützer seit Mittwoch die Zufahrten zum Dannenröder Wald. Es handelt sich hierbei um ein Trinkwasserschutzgebiet, das wegen dem Bau einer neuen Autobahn gerodet werden soll. "Wir werden den Wald verteidigen, solange es notwendig ist. Wir werden nicht gehen und mit allen Mitteln verhindern, dass dieser Wald gerodet wird", sagt Umweltschützerin Charlie Linde. Tobias Kemp von der Hessener Polizei hat da ganz andere Absichten. "Jetzt haben wir das Problem: Die junge Frau ist dort oben. Die ganze Konstruktion ist sehr instabil, und wir können jetzt natürlich nicht einfach gehen und die junge Frau dort oben sitzen lassen. Wir haben, wenn man so will, eine potentiell lebensgefährliche Situation, weil - ich bin schlecht im Schätzen, würde aber trotzdem sagen: 10, 15 Meter hoch sitzt sie bestimmt." Am Mittwoch rückten Dutzende Polizisten an, um die Barrikaden zu räumen. Die A49 soll künftig Gießen und Kassel miteinander verbinden. Ab Oktober darf dafür der Dannenröder Forst in Mittelhessen gerodet werden. Bundesweit fordern Umweltschützer schon länger einen Stopp des Autobahnbaus. Sie sehen in dem Projekt ein Symbol einer rückwärtsgewandten Verkehrspolitik. Bereits vor Wochen wurden Baumhäuser gebaut. Deren Räumung war am Mittwoch jedoch nicht Ziel des Polizeieinsatzes.
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Mit sogenannten "Tripods" verbarrikadieren Umweltschützer Zufahrten bedrohten Wäldern. Und so hing eine junge Aktivistin im Dannenröder Forst in mindestens zehn Metern Höhe an drei Baumstämmen in der Luft.

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