HOME
Ticker

News des Tages: Easyjet-Maschine muss auf Weg nach Hamburg umkehren

Ältester Mensch der Welt wird 117 +++ Hamelner Opfer aus künstlichen Koma erwacht +++ UN untersuchen Foltervorwürfe in der Türkei +++ Spektakuläre Geysir-Eruption in Neuseeland +++  Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Easyjet-Maschine beim Start - Ein Flug nach Hamburg musste umkehren

Easyjet-Maschine beim Start: Ein Flug von Edinburgh nach Hamburg verlief anders als geplant

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.25 Uhr: Lufthansa-Piloten dürfen ab Mitternacht weiter streiken +++

Die Lufthansa-Piloten dürfen weiter streiken. Der Konzern nahm eine Beschwerde vor dem Landesarbeitsgericht München am Abend zurück. "Damit dürfen Sie ab Mitternacht streiken", sagte die Vorsitzende Richterin Camilla Rösch zu den Gewerkschaftsvertretern. 

+++ 21.22 Uhr: Muslimische Erzieherin darf in der Kita Kopftuch tragen +++

Eine muslimische Erzieherin darf bei ihrer Arbeit in einer Kindertagesstätte ein Kopftuch als Ausdruck ihrer religiösen Selbstbestimmung tragen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Fall einer Erzieherin in einer kommunalen Kita in Baden-Württemberg hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. "Ein 'islamisches Kopftuch' ist in Deutschland nicht unüblich, sondern spiegelt sich im gesellschaftlichen Alltag vielfach wider", schrieben die Richter in Karlsruhe zur Begründung. Es gebe keinen verfassungsrechtlichen Anspruch darauf, "von der Wahrnehmung anderer religiöser oder weltanschaulicher Bekenntnisse verschont zu bleiben", hieß es in dem Beschluss weiter. Der Arbeitgeber hatte der Erzieherin wegen Verstoßes gegen ein zu dem Zeitpunkt in Baden-Württemberg bestehendes Kopftuchverbot eine Abmahnung ausgesprochen. Dagegen wehrte sich die in der Türkei geborene Deutsche.

+++ 21 Uhr: Wahlleitung: Trump offiziell Wahlsieger in Michigan +++

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat nun auch den Bundesstaat Michigan offiziell gewonnen. Trump habe sich mit einem Vorsprung von 10.700 Stimmen gegen seine Kontrahentin Hillary Clinton durchgesetzt, teilte die Wahlleitung in Michigan mit. Das Ergebnis war so knapp, dass es fast drei Wochen dauerte, bis es nun feststeht. Damit erhöht sich Trumps Vorsprung bei den Wahlmännern um 16 auf 306 gegenüber 232 für Clinton. Allerdings muss ein Teil der Stimmen nachgezählt werden, da die US-Grüne Jill Stein einen entsprechenden Antrag stellen wird.

+++ 20:43 Uhr: Frau wird in Köln von Straßenbahn mitgeschleift +++

Eine 63 Jahre alte Frau ist in Köln von einer Straßenbahn mitgeschleift und schwer verletzt worden. Ein Polizeisprecher hat entsprechende Medienberichte bestätigt. Nach seinen Angaben wollte die Frau in die Straßenbahn steigen. Jedoch schlossen sich die Türen, und die Hände der 63-Jährigen wurden eingeklemmt. Die Straßenbahn fuhr an und schleppte die Frau mehrere Meter mit, ehe ein Fahrgast die Notbremse zog. Die schwer verletzte Frau musste in ein Krankenhaus gebracht werden, der Bahnfahrer erlitt einen Schock. Die Polizei stellte den Straßenbahnwagen sicher um zu untersuchen, wie sich der Unfall ereignen konnte.

+++ 20:13 Uhr: US-Grüne Stein beantragt auch neue Auszählung in Pennsylvania +++

Die Initiativen zur Neuauszählung von Stimmen bei der US-Präsidentschaftswahl gewinnen weiter an Fahrt. Die Präsidentschaftskandidatin der US-Grünen, Jill Stein, hat mitgeteilt, dass sie ihrem entsprechenden Antrag im Bundesstaat Wisconsin nun auch einen in Pennsylvania habe nachfolgen lassen. Am Mittwoch wolle sie dann noch die Neuauszählung der Stimmen in Michigan formell beantragen. In den drei Staaten hatte der republikanische Kandidat Donald Trump jeweils knapp gegen seine Rivalin Hillary Clinton von den Demokraten gewonnen. Sein überraschender Sieg in diesen drei Schlüsselstaaten war ein Ausschlag gebender Faktor für seinen Gesamtsieg bei der Wahl. Dass die Neuauszählungen etwas am Wahlsieg Trumps ändern, gilt allerdings als unwahrscheinlich.

+++ 19:23 Uhr: Easyjet-Maschine auf Weg nach Hamburg muss umkehren +++

Ein Flugzeug der britischen Airline Easyjet ist auf dem Weg aus dem schottischen Edinburgh nach Hamburg wegen eines "technischen Defekts" umgeleitet worden. Easyjet bestätigte, der Kapitän habe die Maschine als "Vorsichtsmaßnahme" im nordenglischen Newcastle vorzeitig gelandet. Dort sei sie gemäß geltender Richtlinien von Rettungsfahrzeugen in Empfang genommen worden. Details zur Ursache des technischen Defekts nannte die Fluggesellschaft nicht.

+++ 17:50 Uhr: Ältester Mensch der Welt wird 117 Jahre +++

Sie ist wohl der einzige lebende Mensch, der noch im 19.
Jahrhundert geboren wurde: Die Italienerin Emma Martina Luigia Morano wird 117 Jahre alt. Damit ist sie der wohl älteste Mensch der Welt - und diesen zu seinen Einwohnern zu zählen, macht einen Ort am Lago Maggiore mächtig stolz. Morano, die 1899 als erstes von später acht Geschwistern im piemontesischen Örtchen Civiasco das Licht der Welt erblickte, erlebte zwei Weltkriege, drei Könige und elf Päpste. Franziskus schickte ihr zum 116. Geburtstag seinen Segen aus dem Vatikan.

Emma Martina Luigia Morano wird am Dienstag 117 Jahre alt

Unglaublich, aber wahr: Emma Martina Luigia Morano wird am Dienstag 117 Jahre alt


+++ 17.06 Uhr: Sohn will posthum Schmerzensgeld für künstliche Ernährung des Vaters +++

Für die jahrelange künstliche Ernährung seines schwerkranken und dementen Vaters verlangt ein Sohn Schadenersatz von dem Arzt. Das Landgericht München I befasste sich mit dem Fall: Der Sohn macht Schmerzensgeld und Behandlungskosten in Höhe von 150.000 Euro geltend. Sein Vater war von 2006 an über eine Magensonde ernährt worden. Spätestens ein Jahr vor seinem Tod sei dies nicht mehr fachärztlich angemessen gewesen, argumentiert der Sohn. Der Mann starb 2011. Anwalt Wolfgang Putz listete eine ganze Reihe von Leiden des Mannes auf: von Atemnot bis Druckstellen. Die künstliche Ernährung sei nicht mehr gerechtfertigt gewesen, sondern habe das Leiden nur verlängert.

+++ 17.00 Uhr: Warnung vor Bewaffnetem auf US-Uni-Campus - Sieben Verletzte

Kurz nach einer Warnung vor einem bewaffneten Mann auf dem Campus der State University im US-Bundesstaat Ohio sind sieben Menschen mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden. Das bestätigte ein Sprecher der Feuerwehr in Columbus dem Sender CNN. Ob es sich bei den Verletzungen um Schussverletzungen handelte, war zunächst nicht bekannt. Augenzeugen berichteten in US-Medien, es seien Schüsse gefallen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.


+++ 16.41 Uhr: 19-jährige Mutter stirbt kurz nach Geburt von Baby +++

Eine 19-jährige Berliner Mutter ist nur wenige Stunden nach dem Tod ihres unerwartet zur Welt gekommenen Babys gestorben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Mutter und das am Sonntagnachmittag zu Hause geborene Kind nicht mehr leben. Die Hintergründe des Notfalls in Buckow im Süden des Bezirks Neukölln waren noch unklar. Beide Leichen sollten obduziert werden, um die Todesursache zu ermitteln. Nach einem Bericht der Zeitung "B.Z." sollen die Eltern und der Freund der Frau nichts von der Schwangerschaft gewusst haben. Nach dem Zeitungsbericht soll das Baby in einem Badezimmer zur Welt gekommen sein.

+++ 16.39 Uhr: Ohio University warnt vor bewaffnetem Mann auf dem Campus +++

Auf dem Campus der Ohio State University in der US-Stadt Columbus ist einer Warnung der Universität zufolge ein bewaffneter Schütze unterwegs. Die Universität forderte via Twitter die Studenten auf: "Lauft weg, versteckt Euch, kämpft!". Ob Schüsse gefallen sind oder Menschen verletzt wurden, ist bislang nicht bekannt. Auf dem Campus studieren rund 66.000 junge Leute. Fernsehbilder zeigten eine große Zahl von Einsatzfahrzeugen von Polizei und Feuerwehr in der Nähe des Campus.

+++ 15.49 Uhr: Zehn Monate altes Baby fährt allein im Zug von Wattenscheid nach Bochum +++

Ein zehn Monate altes Baby ist unfreiwillig alleine im Zug von Bochum-Wattenscheid zum Hauptbahnhof in der Bochumer Innenstadt gefahren. Die Mutter war nach Polizeiangaben im Wattenscheider Bahnhof aus einem Regionalexpress ausgestiegen und wollte nach ihrem Gepäck auch den Kinderwagen mit dem Jungen aus dem Zug heben. Doch dann schlossen sich die Zugtüren, und das Baby fuhr alleine weiter.

Bahnmitarbeiter erkannten das Missgeschick, das sich am ersten Advent zutrug, und informierten umgehend die Bundespolizei. Die Beamten nahmen das Kind dann wohlbehalten im Bochumer Hauptbahnhof in Empfang. Während der kurzen Zugfahrt hatten sich drei junge Leute aus Guinea, die derzeit einen Deutschkurs im Ruhrgebiet absolvieren, um den kleinen Bahnreisenden gekümmert.

In der Polizeiwache am Bochumer Hauptbahnhof konnte die 21-jährige Mutter ihren Sohn dann wieder in die Arme schließen. Der Kleine hatte offensichtlich während der Zugfahrt friedlich geschlafen.

+++ 15.26 Uhr: Lufthansa sagt für Dienstag 816 Flüge ab +++

Die Lufthansa sagt wegen der erneuten Pilotenstreiks Hunderte Flüge am Dienstag ab. 816 Verbindungen vor allem auf der Kurz- und Mittelstrecke würden gestrichen, teilte die Lufthansa mit. Am Mittwoch fielen zudem 890 Verbindungen auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke aus. 

Die will gegen die Streiks gerichtlich vorgehen. Die Fluggesellschaft habe am Montag beim Arbeitsgericht München eine einstweilige Verfügung eingereicht, erklärte ein Sprecher. Der Konzern halte die Lohnforderungen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) für in Teilen rechtswidrig. 

+++ 15.22 Uhr: Opfer nach Hamelner Gewaltverbrechen aus dem Koma zurückgeholt +++

Der Zustand der Frau, die in Hameln an ein Auto gebunden und mitgeschleift wurde, hat sich leicht gebessert. "Die Ärzte haben die Frau aus dem künstlichen Koma zurückgeholt", sagte ein Polizeisprecher in Hameln. Die 28-Jährige reagiere auf Ansprache, könne sich aber nicht äußern.

Der Ex-Lebensgefährte der Frau steht im Verdacht, sie am Sonntag vergangener Woche im Streit um den gemeinsamen Sohn zunächst mit Messerstichen verletzt zu haben. Dann soll er sie mit einem Seil ans Auto gebunden und 250 Meter weit über die Straße geschleift haben. Das zweijährige Kind saß während der Fahrt im Auto. Der Mann befindet sich wegen des Verdachts auf versuchten Mord in Untersuchungshaft. Das genaue Motiv für die Tat ist weiter unklar.

+++ 15.13 Uhr: Kinder missbraucht und gefilmt - Zehn Jahre Haft für 46-Jährigen +++

Ein Mann hat mehrere Kinder sexuell missbraucht, seine Übergriffe gefilmt und mehr als Tausend eigene Kinderpornos auf Festplatten gespeichert - für diese Taten hat das Landgericht Gera den 46-jährigen Angeklagten zu zehn Jahre Haft verurteilt. "Sie haben das Vertrauen der Kinder und ihrer Eltern in erheblichem Maße ausgenutzt", sagte Richter Berndt Neidhardt in der Urteilsbegründung.

Der Kontakt zwischen dem Mann und den Kindern war über Freundschaften zu den Familien zustandegekommen. Zu den Übergriffen kam es nach Überzeugung des Gerichts, als die bei ihm übernachteten - eines von ihnen war bei einem Missbrauch erst fünf Jahre alt. Die Opfer hätten bis heute mit psychischen Problemen zu kämpfen, sagte der Richter. Außerdem sah das Gericht den 46-Jährigen als extrem rückfallgefährdet an. Neben den 1100 selbst gefilmten Aufnahmen fanden die Ermittler bei ihm rund 18.000 andere Dateien mit kinder- und jugendpornografischen Dateien.

+++ 14.34 Uhr: Lufthansa will Pilotenstreik erneut mit Klage stoppen +++

Die Lufthansa zieht abermals gegen den Streik der Piloten vor Gericht. Die Fluggesellschaft habe beim Arbeitsgericht München eine einstweilige Verfügung gegen den für Dienstag angekündigten Streik eingereicht, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Der Konzern halte die Lohnforderungen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) für in Teilen rechtswidrig. Bereits vergangenen Dienstag hatte die Lufthansa versucht, die Streiks gerichtlich zu stoppen. Sie scheiterte aber vor zwei Arbeitsgerichten in Frankfurt.

VC will nach einer Streikunterbrechung ab Dienstag erneut Lufthansaflüge bestreiken. Sie fordert in dem seit 2014 andauernden Tarifkonflikt höhere Löhne und hatte am ein Angebot der Lufthansa abgelehnt. 

+++ 14.09 Uhr: Polizei sucht mit neuem Foto nach vermisster Kollegin +++

Mit einem neuen Foto sucht die Hamburger Polizei nach einer vermissten Kollegin. Das Bild aus einer Überwachungskamera zeige die 22-Jährige am vergangenen Mittwochmorgen um 8.56 Uhr am S-Bahnhof Hamburg-Bergedorf, teilte die Polizei mit. Die Beamtin habe sich kurz im Bahnhofsbereich aufgehalten und sei wenig später wieder in eine S-Bahn eingestiegen. Dort sei sie um 9.15 Uhr angekommen. Die junge Frau trug den Angaben zufolge eine dunkle enge Hose, eine dunkle Jacke, einen hellen Wollschal und einen schwarzen Rucksack der Marke "Adidas". Die Polizei bittet um Hinweise.

Maxime Linder vergangenen Mittwoch im S-Bahnhof Hamburg-Bergedorf

Wer hat die junge Polizistin gesehen? Maxime Linder vergangenen Mittwoch im S-Bahnhof Hamburg-Bergedorf.

Die etwa 1,65 Meter große, schlanke Frau war vergangenen Mittwoch nicht zum Dienst erschienen und am Donnerstag vermisst gemeldet worden. Am Freitagabend hatte die ein erstes Foto der 22-jährigen Maxime Linder aus Hamburg veröffentlicht. Am Wochenende hatten Beamten eine Waldgegend abgesucht. Dabei waren auch Hunde und ein Hubschrauber zum Einsatz gekommen.

+++ 13.38 Uhr: Hund fällt in Brunnen - Herrchen springt hinterher +++

Anderthalb Stunden mussten ein junger Mann und sein Hund in einem Brunnen in Niedersachsen ausharren - dann wurden sie gerettet. Wie die Polizei mitteilt, war der Vierbeiner beim Gassigehen auf einem Feld in Bassum bei Diepholz durch eine kaputte Abdeckung in den Brunnen gefallen. Der Besitzer sprang hinterher, um das Tier zu retten. Doch auch der 29 Jahre alte Mann konnte sich am Sonntag nicht wieder aus dem Brunnen befreien. Die beiden wurden erst gerettet, als nach rund eineinhalb Stunden zufällig drei Reiter aufmerksam wurden. Diese alarmierten die Rettungskräfte, Feuerwehrleute befreiten dann Hund und Herrchen. Der 29-Jährige wurde in ein Krankenhaus geflogen, der Hund den Eltern des Mannes übergeben.

+++ 13.29 Uhr: Jusos fordern Wahlrecht für 16-Jährige +++

Die SPD-Jugendorganisation Jusos hat eine Absenkung des Wahlalters gefordert. Jugendliche müssten in der Politik ernst genommen werden, forderte die Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann. "Studien zeigen, dass das politische Interesse junger Menschen so hoch ist, wie seit Jahren nicht mehr. Wir machen diese Jugendlichen mündig, wenn wir das Wahlalter auf 16 Jahre senken."
Junge Menschen ernst zu nehmen heiße auch, jungen Menschen eine Stimme zu geben, fügte Uekermann hinzu. Das gelte auch für die SPD und die laufende Aufstellung von Kandidaten für die Bundestagswahl im kommenden Jahr. "Wir haben junge Leute in unseren Reihen, die wissen, was unsere Generation bewegt", erklärte die Juso-Chefin. "Wenn unsere Partei es ernst meint mit uns, dann gehören wir auf aussichtsreiche Listenplätze."

+++ 13.31 Uhr: Frau liegt mehr als ein Jahr lang tot in ihrer Wohnung +++

Eine alte Frau hat in Köln wohl mehr als ein Jahr lang tot in ihrer Wohnung gelegen. Jetzt wurde die Leiche von Polizei und Feuerwehr entdeckt, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine Zeugin habe sich gemeldet und berichtet, dass sie die 84-Jährige schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr gesehen habe. "Wir sind dann mit der Feuerwehr über den Balkon in die Wohnung", sagte der Polizeisprecher. Dort habe man die Frau im Wohnzimmer entdeckt. Nach derzeitigem Stand starb sie vor gut einem Jahr eines natürlichen Todes. Aufgrund des Zustands der Leiche war es zunächst nicht möglich, die Frau direkt zu identifizieren. Die Polizei geht aber mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich um die Bewohnerin der Wohnung handele.  

+++ 13.13 Uhr: Anti-EU-Partei wählt Europa-Abgeordneten zum Vorsitzenden +++

Die britische Brexit-Partei Ukip hat den Europa-Abgeordneten Paul Nuttall zum neuen Vorsitzenden gewählt. 62 Prozent der Parteimitglieder stimmten für den 39-Jährigen, teilte die Partei mit. Nuttall gehört seit 2009 dem Europaparlament an. Er setzt darauf, dass die rechtspopulistische Ukip künftig vor allem unter enttäuschten Labour-Anhängern Wählerstimmen suchen sollte.

Ukip, deren oberstes Ziel der Austritt Großbritanniens aus der EU ist, befindet sich seit dem Rücktritt ihres Langzeit-Vorsitzenden Nigel Farage in einer Führungskrise. Farage war kurz nach dem Ukip-Triumph beim britischen EU-Referendum überraschend zurückgetreten.

+++ 13.01 Uhr: Spaziergänger findet Schuh von ermordeter Joggerin +++

Drei Wochen nach dem Mord an einer Joggerin in Endingen bei Freiburg ist der von der Polizei gesuchte Laufschuh der Getöteten gefunden worden. Ein Spaziergänger mit Hund entdeckte ihn am Sonntag in den Weinbergen des Ortes, wie die Ermittler mitteilen. In der Nähe war die Leiche der Frau gefunden worden, der Schuh fehlte aber. Die Polizei hatte daher einen Suchaufruf veröffentlicht. Der Schuh lag laut Polizei in dichtem Gestrüpp abseits der Fahr- und Fußwege. Die 27-Jährige war Anfang November alleine zum Joggen aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Sie wurde von einem Unbekannten vergewaltigt und ermordet.

In dem Fall gebe es weiter keine heiße Spur, hieß es. Die Auswertung von DNA-Material dauere an. Sie brachte bislang nicht den entscheidenden Hinweis. Auch der Schuh und dessen Fundort würden nun von Spezialisten näher untersucht.

+++ 12.31 Uhr: Nordkorea ehrt toten Castro mit dreitägiger Staatstrauer +++

Das kommunistische Regime Nordkoreas hat zu Ehren des gestorbenen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro eine dreitägige Trauerzeit verordnet. Die Flaggen an wichtigen öffentlichen Gebäuden und Plätzen würden auf halbmast gesetzt werden, berichten die Staatsmedien. Das Regime entsandte außerdem eine hochrangig besetzte Trauerdelegation nach Kuba. Obwohl Castro gestorben sei, würden "seine Taten für die kubanische Revolution und die brüderlichen Beziehungen der Freundschaft zwischen beiden Ländern für immer fortbestehen", hieß es in einem Kondolenzschreiben an Castros Bruder Raul Castro.

Kuba ist einer der wenigen Staaten, die seit Jahrzehnten enge Kontakte zum international isolierten Regime in Pjöngjang pflegen. Beide Länder hatten 1960 diplomatische Beziehungen aufgenommen, 1986 reiste Fidel Castro zu einem Staatsbesuch nach Nordkorea. Castro, der die sozialistische Karibikinsel 47 Jahre lang regierte, war am Freitagabend im Alter von 90 Jahren gestorben.

+++ 12.25 Uhr: ICE-Strecke wegen Schäden an Oberleitung vorübergehend gesperrt +++

Wegen Schäden an der Oberleitung ist die ICE-Strecke zwischen Frankfurt und Köln am Morgen zeitweise gesperrt worden. Bahnreisende mussten sich währenddessen auf Verspätungen und einige Ausfälle einstellen. Vermutlich sei Raureif die Ursache, sicher lasse sich das aber noch nicht sagen, sagte eine Bahnsprecherin in Frankfurt. Im Verlauf des Vormittags wurde die Strecke dann wieder freigegeben, nachdem Techniker im Einsatz waren.

Die Züge wurden während der Sperrung über die links- und rechtsrheinische Strecke umgeleitet und waren dadurch nach Angaben der Bahnsprecherin bis zu zwei Stunden länger unterwegs. Die Stopps in Limburg-Süd, Montabaur sowie Siegburg/Bonn entfielen.

+++ 11.53 Uhr: UN untersuchen Foltervorwürfe in der Türkei +++

Der UN-Sonderberichterstatter zu Folter, Nils Melzer, untersucht seit heute die Foltervorwürfe in der nach dem Putschversuch im Juli. Der Schweizer werde bis Freitag mit mutmaßlichen Folteropfern sprechen und Haftanstalten besuchen, teilte die Uno in Ankara mit. Melzers Untersuchungen in Polizeiwachen, Haftanstalten und Untersuchungsgefängnissen sollen demnach in einen Bericht für den UN-Menschenrechtsrat einfließen, der im März 2018 vorliegen soll.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte der türkischen Polizei im Oktober vorgeworfen, seit der Verhängung des Ausnahmezustands nach dem Putschversuch systematisch Gefangene zu foltern. Ehemalige Häftlinge hatten demnach über Stresspositionen, Schlafentzug, Schläge und sexuellen Missbrauch in der Haft berichtet. Die türkische Regierung wies die Vorwürfe vehement zurück.

+++ 11.18 Uhr: Baby von 18-Jähriger stirbt in Berlin - Polizei ermittelt +++

Der Säugling einer 18 Jahre alten Mutter ist nach einer Hausgeburt in Berlin gestorben. Die junge Frau schwebte nach den Entbindung am Sonntagnachmittag in Lebensgefahr und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie eine Sprecherin der Feuerwehr mitteilt. Die Hintergründe des Notfalls in einem Privathaus im Bezirk Neukölln sind noch unklar. Die Polizei ermittelt die Todesursache. Die Babyleiche sollte noch heute obduziert werden.

+++ 11.11 Uhr: Arbeitsagenturen erwartet weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit +++

Die Arbeitslosigkeit wird nach Einschätzung der Arbeitsagenturen auch nach dem Jahreswechsel weiter zurückgehen. Die Arbeitsagenturen rechnen bis ins Jahr 2017 hinein mit neuen Jobs, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mit. Der Beschäftigungsaufbau verliere zwar "ein wenig an Schwung", erläuterte IAB-Experte Enzo Weber. Dennoch gehe der Abbau der Arbeitslosigkeit "erst einmal weiter".

Das vom IAB ermittelte Arbeitsmarktbarometer ging im November minimal um 0,2 Punkte zurück und lag bei 103,2 Punkten. Das bedeute "nach wie vor gute Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt", teilte das IAB mit. Für das Arbeitsmarktbarometer des IAB, das zur Bundesagentur für Arbeit gehört, werden einmal im Monat die Arbeitsagenturen nach ihren Einschätzungen für die kommenden drei Monate gefragt. Die Skala reicht von 90 Punkten für eine sehr schlechte Entwicklung bis zu 110 Punkten für eine sehr gute Entwicklung.

+++ 11.36 Uhr: Kein Olympia bei ARD und ZDF - Eurosport sendet exklusiv +++

ARD und ZDF werden nicht von den Olympischen Spielen 2018 bis 2024 berichten können. Das US-Unternehmen Discovery und die öffentlich-rechtlichen Sender konnten sich nicht auf den Verkauf von Sub-Lizenzen einigen. Die Verhandlungen sind damit gescheitert. Stattdessen wird Eurosport nach eigenen Angaben in Deutschland exklusiv live Wettkämpfe übertragen. Das Discovery-Tochterunternehmen ist in Deutschland frei zu empfangen. "Das Programm, das aus Deutschland heraus entwickelt und produziert wird, stellt die nationalen Sportgrößen in den Fokus und setzt den Schwerpunkt auf die packenden Geschichten der Athleten, die die deutschen Fans am meisten interessieren", heißt es in einer Mitteilung.

ARD und ZDF sollen für die Sub-Lizenzen der Winterspiele 2018 in Pyeongchang und der Sommerspiele 2020 in Tokio maximal 100 Millionen Euro geboten haben. Discovery soll geschätzte 150 Millionen Euro verlangen. Offizielle Bestätigungen der Zahlen gibt es nicht. Discovery hatte sich im Sommer 2015 überraschend die Rechte für den europäischen Markt von 2018 bis 2024 gesichert. Das Internationale Olympische Komitee erhält dafür 1,3 Milliarden Euro.

+++ 11.01 Uhr: Staat zahlt offenbar so viele Subventionen wie nie zuvor +++

Der deutsche Staat hat nach einer Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) im vergangenen Jahr so viele Subventionen verteilt wie noch nie. Mit knapp 169 Milliarden Euro lagen die Finanzhilfen und Steuervergünstigungen von Bund, Ländern, Kommunen, Sonderhaushalten und EU um 2,5 Milliarden Euro über dem bisherigen Spitzenwert von 2010, wie das IfW in Kiel mitteilte. Im langfristigen Vergleich über 15 Jahre hätten vor allem die "weichen Subventionen" für private und staatliche Institutionen ohne Erwerbszweck stark zugenommen. Das IfW benutzt eine andere Definition für Subventionen und kommt deshalb auf drei Mal höhere Werte als der amtliche Subventionsbericht der Bundesregierung.

+++ 10.08 Uhr: Fast jeder Zehnte erhielt 2015 soziale Mindestsicherung +++

Knapp acht Millionen Menschen in Deutschland haben Ende 2015 soziale Mindestsicherungsleistungen erhalten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entspricht das einem Anteil von 9,7 Prozent der Bevölkerung. Ein Jahr zuvor hatten knapp 7,4 Millionen Menschen Hilfen erhalten. Zu dem Anstieg trug vor allem die starke Zunahme leistungsberechtigter Asylbewerber bei - ihre Zahl wuchs von 363.000 im Jahr 2014 auf rund 975.000 Ende vorigen Jahres. Gut 5,9 Millionen Menschen und damit 73,1 Prozent aller Hilfsempfänger erhielten Hartz IV-Leistungen. Überdurchschnittlich hoch war die Zahl der Empfänger in Berlin, wo fast jeder Fünfte (19,4 Prozent) Geld zur Mindestsicherung erhielt sowie in Bremen (18,5 Prozent).

+++ 10.03 Uhr: Südkoreas Präsidentin verweigert Ermittlern Antworten zum Korruptionsskandal +++

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye will keine Fragen der Staatsanwaltschaft zu der Korruptionsaffäre um ihre langjährige Vertraute beantworten. Park könne der Bitte der Ermittler um eine persönliche Befragung am Dienstag leider nicht nachkommen, erklärte ihr Anwalt Yoo Young Ha. Die Präsidentin sei zu beschäftigt mit den Regierungsgeschäften und der Vorbereitung ihrer Verteidigungsstrategie gegen die Anschuldigungen.

Park hatte eigentlich versprochen, "aufrichtig" mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten, eine Vernehmung dann aber doch abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihr deshalb in der vergangenen Woche ein Ultimatum gestellt: Am Dienstag wäre demnach die letzte Möglichkeit für eine Befragung, bevor im Dezember eine unabhängige Untersuchungskommission die Ermittlungen übernimmt. In Seoul hatten am Samstag erneut hunderttausende Menschen gegen Park protestiert. Einer aktuellen Umfrage zufolge fordern mittlerweile neun von zehn Südkoreanern ihren Rücktritt.

+++ 09.39 Uhr: BGH bestätigt Urteil gegen Ex-SS-Mann Oskar Gröning +++

Im Fall des früheren SS-Mannes Oskar Gröning hat der Bundesgerichtshof (BGH) erstmals eine Verurteilung wegen Beihilfe zum massenhaften Mord in einem NS-Vernichtungs- und Konzentrationslager höchstrichterlich bestätigt. Der Schuldspruch gegen den 95-Jährigen sei rechtskräftig, sagte Grönings Verteidiger Hans Holtermann der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe.

+++ 09.10 Uhr: 900.000 Router von Telekom-Störung betroffen +++

Von den massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom sind nach Angaben des Unternehmens bundesweit rund 900.000 sogenannte Router betroffen. Das sagte ein Sprecher am Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Die Geräte dienen der Einwahl ins Netz der Telekom und ermöglichen damit Telefonie, Internet und auch den Online-Fernsehempfang. Am frühen Morgen sei eine neue Software in das Netz eingespeist worden, die den Fehler beheben soll. Erneut riet das Unternehmen betroffenen Kunden, den Router vom Netz zu trennen, eine Weile zu warten und dann wieder einzuschalten. Die Störung betreffe zwar das gesamte Bundesgebiet, aber nur bestimmte Router-Typen. Derzeit werde untersucht, welche das genau seien.

+++ 08.58 Uhr: Assad-Regime nimmt Nordosten Aleppos vollständig ein +++

Syriens Regimeanhänger haben den nördlichen Teil der Rebellengebiete in Ost-Aleppo vollständig eingenommen. Die Armee und ihre Verbündeten hätten die Kontrolle über die Stadtteile Al-Sachur und Al-Haidarija gewonnen, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Opposition habe damit seit Samstag 30 Prozent des von ihr kontrollierten Gebietes in der Stadt verloren. Ihr droht nun ein totaler Zusammenbruch.

Ein Panzer in Masaken Hanano, dem größten bisher von Rebellen gehaltenen Stadtteil Aleppos

Ein Panzer in Masaken Hanano, dem größten bisher von Rebellen gehaltenen Stadtteil Aleppos. Die Truppen des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad hatten vor knapp zwei Wochen eine Offensive zur vollständigen Eroberung von der Stadt begonnen.

"Das ist die schwerste Niederlage der Rebellen, seitdem sie Aleppo 2012 eingenommen haben", sagte der Leiter der Menschenrechtler, Rami Abdel Rahman. Auch die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete große Geländegewinne des Militärs.

Die Truppen von Staatschefs Baschar al-Assad hatten vor knapp zwei Wochen eine Offensive zur Rückeroberung von ganz Aleppo begonnen. Ihr Vormarsch hatte am Wochenende rund 10.000 Zivilisten in die Flucht getrieben, wie die oppositionsnahe Beobachtungsstelle berichtete. Rund 6000 von ihnen seien aus ihren Wohngebieten im Osten Aleppos in von Rebellen kontrollierte Zonen geflohen, der Rest habe Zuflucht in Regierungsgebieten gesucht.

+++ 08.08 Uhr: Grünen-Fraktionsvize von Notz fordert schärfere Waffenkontrollen +++

Der Vizefraktionschef der Grünen, Konstantin von Notz, hat sich für strengere Vorgaben beim Kauf legaler Waffen ausgesprochen. "Das Hochrüsten der Zivilbevölkerung führt zu einer größeren Gefahr für die Zivilbevölkerung, auch für die Sicherheitsbehörden. Deswegen brauchen wir schärfere Kontrollen und klare Regelungen", sagte von Notz im ARD-"Morgenmagazin". Strengere Regeln für Gas-Pistolen sowie Höchstmengenabgaben von chemischen Stoffen seien ebenfalls eine Option.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte am Sonntag vor einer zunehmenden Gewaltbereitschaft sogenannter Reichsbürger in Deutschland gewarnt. In der ARD brachte er als Konsequenz eine Verschärfung des Waffenrechts ins Gespräch. Über Sicherheitsfragen diskutieren auch die Innenminister von Bund und Ländern bei ihrer Herbstkonferenz am Dienstag und Mittwoch in Saarbrücken.

+++ 07.16 Uhr: Millionen Erwachsene können nur eingeschränkt lesen +++

Rund 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland können nur eingeschränkt oder überhaupt nicht lesen und schreiben. Das sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan (SPD), mit Blick auf die "Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung", die heute mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin eröffnet wird. Bund und Länder wollen sich gemeinsam mit vielen Partnern in den kommenden zehn Jahren dafür einsetzen, die Grundbildung in Deutschland zu verbessern.

Analphabetismus ist nach Einschätzung der Bremer Bildungssenatorin Bogedan ein vielschichtiges Problem. Die Ursachenforschung müsse ausgebaut werden, um präventiv zu arbeiten und Betroffenen frühzeitig zu helfen. "Die Bedeutung schriftsprachlicher Kompetenzen wird in allen Lebensbereichen noch zunehmen, gerade auch mit Blick auf die Auswirkungen der weiter voranschreitenden Digitalisierung", erklärte Bogedan. Angebote seien auch für Asylsuchende wichtig. "Es gibt in der Gruppe der Geflüchteten und auch der Zuwanderer einige Menschen ohne schulische Erfahrungen."

+++ 07.06 Uhr: Philippinische Polizei entschärft Bombe nahe der US-Botschaft +++

Die Polizei hat in der Nähe der US-Botschaft in der philippinischen Hauptstadt Manila eine Bombe entschärft. Die Beamten hätten das Gebäude geräumt und die Straße nahe der Botschaft für zwei Stunden abgesperrt, berichtet der Radiosender DZMM. Zuvor sei ein "verdächtiges Packet" in einer Mülltonne gefunden worden. Es habe sich um einen flaschenartigen Behälter gehandelt, der über Drähte mit einem Mobiltelefon verbunden war.

Dem Sender zufolge waren bei der Entschärfung in der Gegend zwei Explosionen zu hören. Die Polizei habe das Areal durchsucht und für sicher erklärt. Der improvisierte Sprengsatz habe laut Polizei der Bombe geähnelt, mit der bei dem Terroranschlag auf einen Nachtmarkt im südphilippinischen Davao im September 15 Menschen getötet worden waren. 

+++ 06.56 Uhr: Polizei bringt entführte Zwerg-Äffchen in australischen Tierpark zurück +++

In einer dramatischen Suchaktion hat die australische Polizei nach einer entführten Zwergaffen-Familie gefahndet. Die Zwergseidenäffchen-Eltern waren mit ihrem vier Wochen alten Baby am Wochenende aus einem Tierpark bei Sydney gestohlen worden. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung nahm die Polizei dann zwei junge Männer fest. Die Affen-Mutter und das Baby wurden gerettet, der Affenvater blieb aber verschwunden, wie die Polizei mitteilte.

Die Pfleger des Tierparks hatten vor allem um das Leben des empfindlichen Neugeborenen gebangt. Zu den Motiven der Täter machte die Polizei keine Angaben. Der Tierpark hatte vermutet, dass die Entführer die Tiere für viel Geld an Liebhaber verkaufen wollten. Australischen Medienberichten zufolge werden für Zwergseidenäffchen auf dem Schwarzmarkt umgerechnet mehr als 3000 Euro bezahlt. Käufer halten sich die kleinen Affen, die allenfalls 20 Zentimeter groß werden, als Haustiere.

+++ 06.04 Uhr: Dallas beendet ohne Nowitzki Negativserie +++

Ohne Basketball-Superstar Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks ihre Negativserie in der NBA beendet. Nach zuletzt acht Niederlagen in Serie gewannen die Texaner gegen die New Orleans Pelicans mit 91:81 (44:42) und holten sich den dritten Saisonsieg. Harrison Barnes war mit 23 Punkten Top-Scorer bei den Mavs, auch Wesley Matthews überzeugte mit 21 Zählern. Nowitzki wurde wegen leichter Achillessehnenbeschwerden geschont.

Für die Atlanta Hawks und Dennis Schröder wird die Krise dagegen immer größer. Zwei Tage nach dem deutlichen 68:95 bei den Utah Jazz, verlor das Team des deutschen Spielmachers auch bei den Los Angeles Lakers klar mit 94:109 (48:56). Für die Hawks war es die fünfte Pleite aus den vergangenen sechs Partien. Schröder kam bei der siebten Niederlage auf elf Punkte und acht Assists. Bester Werfer bei Atlanta war Kent Bazemore (21).

+++ 05.54 Uhr: Afghanischer Vizepräsident verprügelt und entführt Widersacher +++

Der afghanische Vizepräsident Abdul Raschid Dostum hat während eines Sportturniers im Norden des Landes einen Widersacher zuerst selbst geschlagen, dann von seinen Wächtern verprügeln lassen und schließlich entführt. Das berichtet die "New York Times". Der Vorfall habe sich bereits am Freitag ereignet, am Rande eines Buskaschi-Turniers, bei dem zwei Mannschaften zu Pferde versuchen, eine kopflose Ziege über eine gegnerische Linie zu schleifen. Der entführte Mann sei ein Politiker aus Dostums eigener Junbesch-Partei namens Ahmed Ishchi. Er habe Dostum zuvor kritisiert.

Dostum, ein Kriegsherr, dem viele Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, ist seit Monaten unglücklich mit der afghanischen Einheitsregierung von Präsident Aschraf Ghani und Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah. Sie ignorierten ihn, klagte er. Er drohte öffentlich damit, Ärger zu verursachen, sollte er nicht ernst genommen werden. Die Schlägerei geschah der Zeitung zufolge kurz nach einem weiteren Wutausbruch gegen Präsident Ghani. Hunderte Demonstranten verlangten am Sonntag vor dem Haus Dostums die Freilassung des Entführten. Ohne Erfolg.

+++ 05.12 Uhr: Festnahmen nach Baustellenunglück mit 74 Toten in China +++

Nach dem schweren Unglück mit 74 Toten auf einer Baustelle eines Kraftwerkes im Osten Chinas hat die Polizei neun Verantwortliche festgenommen. Unter ihnen sei auch der Chef der zuständigen Baufirma Hebei Yineng, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Auch ein leitender Ingenieur des Kraftwerks in Fengcheng (Provinz Jiangxi) und zwei Sicherheitsbeauftragte einer Bau-Unternehmungsberatung aus Shanghai seien in Haft.

Am Donnerstag war eine Plattform mit Bauarbeitern im Inneren eines Kühlturms aus großer Höhe eingestürzt. Bereits kurz nach dem Unglück wurde der Verdacht laut, dass wegen Zeitdrucks notwendige Sicherheitsvorkehrungen auf der Baustelle möglicherweise nicht eingehalten worden seien.

+++ 05.05 Uhr: Deutsche Ökonomen erwarten US-Aufschwung durch Trump +++

Eine große Mehrheit von 130 befragten deutschen Wirtschaftsprofessoren erwartet nach Angaben des Ifo-Instituts einen Aufschwung durch die angekündigten Investitionen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. 80 Prozent der vom Münchner Wirtschaftsinstitut befragten Ökonomen rechnen demnach mit einer moderaten Stimulierung des Wachstums, rund 75 Prozent erwarten mehr Beschäftigung, wenn Trump wie angekündigt mehr Geld in die Infrastruktur steckt. Etwa jeder siebte Volkswirt erwartet sogar eine starke Belebung der Konjunktur.

Gleichzeitig sind die Ökonomen aber äußerst kritisch, was Trumps Steuer- und Handelspläne angeht, wie aus dem Ökonomenpanel hervorgeht, das in Zusammenarbeit mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" entsteht. "Den Handel einzuschränken und neue Schulden zu machen, das wäre allerdings eine bittere Pille", sagte Niklas Potrafke, Leiter des ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie. Anders als Trump plant, raten die deutsche Volkswirte dazu, die Pläne durch Steuererhöhungen zu finanzieren. Trump will stattdessen die Steuern senken und dürfte damit eine deutlich höhere Neuverschuldung in Kauf nehmen.

Auf starke Ablehnung stoßen auch Trumps handelspolitische Absichten. Ein Drittel der Ökonomen erwartet eine deutlich protektionistischere Politik, also hohe Zölle und Hürden für US-Importe; 61 Prozent glauben nur an eine leicht protektionistische Wende. Diese werde sowohl den USA, aber mehr noch Deutschland wirtschaftlich schaden, sagt die große Mehrheit der Ökonomen. 

+++ 04.43 Uhr: Spektakuläre Geysir-Eruption in Neuseeland +++

Ohne jede Vorankündigung ist aus dem zweitgrößten Binnensee der neuseeländischen Nordinsel am frühen Montagmorgen ein 30 Meter hoher Geysir ausgebrochen. Die Eruption aus dem Lake Rotorua sei geräuschvoll und spektakulär gewesen, man müsse sich aber keine Sorgen machen, die Gegend sei für ihre geothermischen Aktivitäten bekannt, sagte der Aufseher des Rats von Lake Rotorua, Peter Brownbridge. Es sei so gewesen, als ob der Deckel einer gut geschüttelten Flasche eines Sprudelgetränks abgeflogen wäre.

Durch das Naturereignis seien die am Rande des Sees lebende Menschen aufgeweckt worden, sagte Brownbridge. "Hydrothermale Eruptionen ereignen sich in dieser Gegend des Sees regelmäßig, allerdings verursachen sie eher ein leichtes Aufsprudeln des Wassers und Schlamms vom Grund des Sees als einen Geysir." Vor acht Jahren noch seien solche Eruptionen ganz normal gewesen, zuletzt habe es sie aber kaum noch gegeben.

Anwohnerin Tawhanga Nopera sagte dem Sender Newshub, sie sei von einem tiefen, rumpelnden Geräusch geweckt worden. Sie habe schon immer in dieser Gegend gelebt, aber so etwas wie diesen Ausbruch niemals zuvor. Der Lake Rotorua liegt in einem großen erweiterten Krater eines Vulkans, der vor 240.000 Jahren ausgebrochen war. 

+++ 04.20 Uhr: Jeder dritte Arbeitslose zu arm für viele Alltagsgüter +++

Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. Im vergangenen Jahr waren 30,1 Prozent der Erwerbslosen von erheblicher materieller Entbehrung betroffen, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Statistik hervorgeht. Die Zahlen aus der Befragung "Leben in Europa" stammen vom Statistischen Bundesamt. Die Behörde stellte die Werte auf Anfrage der Linken im Bundestag zusammen.

Erhebliche materielle Entbehrung liegt Definition vor, wenn man sich vier von neun bestimmte Gütern oder Aktivitäten nicht leisten kann. Dazu zählt, wenn man nicht rechtzeitig Miete, Wasser und Strom zahlen kann oder sich kein Auto, keine Waschmaschine, keinen Fernseher oder kein Telefon leisten kann.

+++ 04.05 Uhr: Jeder vierte Dschihad-Rückkehrer kooperiert offenbar mit Behörden +++

Ein Viertel der aus Dschihad-Kampfgebieten nach Deutschland zurückgekehrten Islamisten arbeitet einem Bericht zufolge mittlerweile mit den Sicherheitsbehörden zusammen. Das meldet die "Welt" unter Berufung auf eine als Verschlusssache eingestufte Studie zu Radikalisierungshintergründen, die den Angaben zufolge vom Hessischen Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus, dem Bundeskriminalamt (BKA) und dem Bundesamt für Verfassungsschutz erstellt wurde.

Demnach reisten mehr als 850 Islamisten in den letzten Jahren in das Kriegsgebiet nach Syrien und den Irak aus. Für die Studie seien 784 Lebensläufe von Menschen zwischen 13 und 62 Jahren untersucht worden, die sich dort den Terrorgruppen angeschlossen hätten. 274 seien inzwischen wieder in Deutschland. 48 Prozent der Heimkehrer bleibe ihrem extremistischen Milieu treu. Bei acht Prozent gingen die Behörden nur von einer "taktisch motivierten Rückkehr aus, etwa um sich zu erholen oder um neue Ausrüstung oder Geld zu besorgen". Lediglich etwa jeder zehnte Ausgereiste sei bislang frustriert oder desillusioniert zurückgekehrt.

Etwa ein Drittel der ausgereisten Islamisten soll sich der Studie zufolge noch im Kriegsgebiet aufhalten. Ein Drittel sei mittlerweile zurückgekehrt, zwölf Prozent von ihnen seien inhaftiert. Die restlichen Personen befänden sich wohl im Ausland, oder ihr Aufenthaltsstatus sei unbekannt.

+++ 03.38 Uhr: Telekom sucht weiter nach Grund für Netzstörung +++

Die Ursache für die Störung im Netz der Deutschen Telekom ist nach wie vor unklar. "Die Störung besteht weiterhin", schreibt das Unternehmen auf seiner Facebookseite "Telekom hilft" in der Nacht. Ausmaß und Umfang des Problems seien unbekannt, sagte ein Telekom-Sprecher. Betroffen waren am Sonntag Internet, Telefonie und Fernsehen. Der Konzern riet seinen Kunden, den Router kurz vom Netz zu trennen. Nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" soll es sich wohl um eine bundesweite Störung handeln. Schwerpunkte seien das Ruhrgebiet, die Region rund um Frankfurt am Main sowie die Großstädte Hamburg und Berlin.

+++ 02.21 Uhr: Firmen wollen laut DIHK 2017 rund 450.000 neue Stellen schaffen +++

Wegen des Fachkräftemangels will die deutsche Wirtschaft einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zufolge auch im kommenden Jahr fast eine halbe Million neue Stellen schaffen. Das meldete "Bild" unter Berufung auf die Erhebung. Danach wollen die Unternehmen 450.000 neue Mitarbeiter einstellen. Besonders groß sei die Nachfrage in den Branchen Gesundheit und Pflege sowie Bildung. Dort wollten die Firmen 150.000 neue Jobs schaffen.

Im Handel und Gastronomiegewerbe sollen 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen, in der Industrie rund 30.000 Stellen, wie es weiter hieß. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte "Bild", der Beschäftigungsaufbau gehe damit in das zwölfte Jahr. Dabei sei der Fachkräftemangel "mittlerweile das Top-Risiko für die Unternehmen".

Das sei zugleich ein Grund für die höhere Nachfrage mancher Unternehmen. "Die Betriebe wollen sich qualifiziertes Personal sichern, bevor sich die Engpässe weiter zuspitzen", sagte Wansleben. 

+++ 01.21 Uhr: Rentenausgaben steigen bis 2045 angeblich um halbe Billion Euro +++

Auch ohne die Reformvorschläge von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sollen die Ausgaben der gesetzlichen Rente bis 2045 einem Bericht zufolge um eine halbe Billion Euro auf fast 784 Milliarden Euro steigen. Das berichtete die "Bild" unter Berufung auf Berechnungen des Bundessozialministeriums. Nach den Prognosen sollen die Ausgaben bis dahin von derzeit 282,7 Milliarden Euro um 177 Prozent auf 783,5 Milliarden Euro jährlich steigen. Das wäre eine Zunahme von mehr als 500 Milliarden Euro.

Derzeit kommen dem Bericht zufolge durch Beiträge nur 214,8 Milliarden Euro in die Kasse. Die Lücke von rund 68 Milliarden Euro stopft der Bund mit Zuschüssen. Bis 2045 sollen die Beitragseinnahmen nur auf 606,6 Milliarden Euro zulegen. In der Rentenkasse würden dann knapp 177 Milliarden Euro fehlen. Die müsste der Bund aus dem Haushalt zuschießen.  

+++ 01:12: Polizei nimmt kurdische Aktivistin an Flughafen Istanbu fest +++

Die türkische Polizei hat eine kurdische Aktivistin unter Terrorverdacht festgenommen. Der Zugriff sei auf dem Flughafen von Istanbul erfolgt, als die Aktivistin Sara Aktas nach Deutschland habe ausreisen wollen, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu. Die Behörden werfen ihr demnach vor, einer Unterorganisation der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) anzugehören. Wegen Mitgliedschaft in einer "Terrorvereinigung" drohten ihr 15 Jahre Haft.

Kurdische Politiker bestritten diese Darstellung. Die Abgeordnete Dilan Dirayet Tasdemir von der linksliberalen prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP) erklärte, Aktas gehöre nicht zur PKK, sondern sei Mitglied des Freien Kurdischen Frauenkongresses (KJA). Aktas habe auch nicht versucht, nach Deutschland auszureisen, sondern sei am Flughafen festgenommen worden, als sie von einem Besuch in Igdir in der Osttürkei zurückgekehrt sei. Ähnlich äußerte sich die HDP-Abgeordnete Besime Konca.
Seit dem gescheiterten Putschversuch am 15. Juli wurden in der Türkei zehntausende vermeintliche Regierungsgegner festgenommen oder vom Dienst suspendiert. Zahlreiche kurdische Aktivisten kamen unter dem Vorwurf von PKK-Verbindungen in Haft.

+++ 00:31: Offensive in Ost-Aleppo treibt 10.000 Zivilisten in die Flucht +++

Der Vormarsch der syrischen Regierungstruppen in Aleppo soll am Wochenende rund 10.000 Zivilisten in die Flucht getrieben haben: Diese Zahl nannte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Rund 6000 von ihnen seien aus ihren Wohngebieten im Osten Aleppos in von Rebellen kontrollierte Zonen geflohen, der Rest habe Zuflucht in Regierungsgebieten gesucht.

Am Sonntagnachmittag hatte die Beobachtungsstelle die Zahl der Geflohenen noch mit 4000 angegeben. Die in Großbritannien ansässige Organisation stützt sich auf ein breites Netzwerk von Informanten in Syrien, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen. Die Truppen des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad hatten vor knapp zwei Wochen eine Offensive zur vollständigen Eroberung von Aleppo begonnen. Am Wochenende nahmen sie im Ostteil Aleppos sechs Stadtviertel ein, wie Armee und Aktivisten übereinstimmend berichteten.

+++ 00:09: Polizei will Zugangskontrollen wegen Silvesternacht +++

Die deutschen Polizeibehörden wollen umfangreiche Konsequenzen aus den massenhaften sexuellen Übergriffen in der vergangenen Silvesternacht ziehen. Wie der Kölner "Express" unter Berufung auf Arbeitsergebnisse der Bund-Länder-Projektgruppe "Silvester" berichtet, soll es künftig bei vergleichbaren Massenveranstaltungen häufiger Einlasskontrollen geben, außerdem sollen verstärkt Videoüberwachung, Polizeipferde und Hubschrauber zum Einsatz kommen.

In Köln hatten in der Silvesternacht Gruppen von Männern Frauen umzingelt, bestohlen und sexuell bedrängt. Unter den Verdächtigen waren auch Asylbewerber.

kg/kis/mad