HOME
+++ Ticker +++

News vom Wochenende: Gegenstand fliegt aus Hochhaus und tötet Achtjährigen auf Fahrrad

Drei Menschen sterben bei Landemanöver eines Kleinflugzeuges +++ Trump deutet den Abschied seines Verteidigungsministers an +++ Terrorhelfer Motassadeq kann laut Medienbericht abgeschoben werden +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Polizisten stehen vor einem Hochhaus im Märkischen Viertel in Berlin

Polizisten stehen vor einem Hochhaus im Märkischen Viertel in Berlin. Dort wurde ein acht Jahre alter Junge auf seinem Fahrrad von einem Gegenstand getroffen und tödlich verletzt.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Kleinflugzeug rast bei Landung in drei Passanten (17.11 Uhr)

  • Trump deutet Abschied seines Verteidigungsministers an (16:00 Uhr)

  • Terrorhelfer Motassadeq kann laut Medienbericht abgeschoben werden (15.43 Uhr)

  • Hofreiter fordert bundesweit Ein-Euro-Tickets für Nahverkehr (14.47 Uhr)

  • 13 Verletzte bei Unfall von deutschem Reisebus im Schweizer Kanton Tessin (14.33 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:        

+++ 21.45 Uhr: 27-jährige Deutsche bei Busunfall in der Schweiz gestorben +++

Bei dem Unfall eines deutschen Reisebusses in der Schweiz ist nach neuen Angaben eine 27-jährige Deutsche ums Leben gekommen. Das berichtete die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) unter Berufung auf die Tessiner Kantonspolizei. Nachdem zunächst von 13 Verletzten die Rede gewesen war, umfasste die Opferbilanz neben dem Todesopfer nun 14 Verletzte.

+++ 19.55 Uhr: Gegenstand fliegt aus Hochhaus und trifft Kind - Junge tot +++

Ein achtjähriger Junge ist in Berlin gestorben, als ein Gegenstand aus einem Hochhaus flog und das Kind traf. Der Achtjährige fuhr mit einem Fahrrad vor dem 15-geschossigen Gebäude entlang. Das Objekt sei aus großer Höhe aus einem Fenster geworfen worden, teilte die Polizei mit. Der Junge starb noch am Unfallort in Berlin-Reinickendorf. Eine Mordkommission ermittelte. Die Polizei sperrte den Bereich um den Eingang des Hauses ab. Niemand wurde in das Gebäude herein- oder aus ihm herausgelassen. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Gegenstand um einen Baumstumpf. Dies bestätigte die Polizei nicht.

+++ 19.12 Uhr: Drei Tote und vier Verletzte bei Flug-Unfall in Hessen +++

Bei dem Flugunfall auf der Wasserkuppe mit drei Toten sind fünf weitere Menschen verletzt worden. Die Verletzten seien die vier Insassen der Maschine vom Typ Cessna und eine Augenzeugin, sagte ein Polizeisprecher am  Sonntagabend. Sie hätten alle einen schweren Schock erlitten.

Das Kleinflugzeug hatte bei einer missglückten Landung auf Hessens höchstem Berg am Nachmittag eine Absperrung des Flugplatzes durchbrochen und drei Passanten auf einem Gehweg neben der Landebahn erfasst. Die beiden Frauen und das etwa neun bis zehn Jahre alte Kind seien sofort tot gewesen, sagte der Sprecher.

Eine der beiden getöteten Erwachsenen sei mittlerweile als eine im Jahr 1978 geborene Frau identifiziert worden, von ihr habe man Ausweispapiere gefunden. Die Maschine stamme aus dem Raum Ludwigshafen/Mannheim und habe einen Ausflug zur Wasserkuppe unternommen.

+++ 17.50 Uhr: Sportflugzeug verunglückt bei Landeanflug und reißt drei Menschen in den Tod +++  

Bei einem missglückten Landeanflug hat ein Sportflugzeug in der Rhön drei Menschen in den Tod gerissen. Zwei Erwachsene und ein Kind starben am Sonntagnachmittag, als das Flugzeug sie auf der Wasserkuppe - dem höchsten Berg in Hessen - erfasste. Die Maschine habe nach dem schief gegangen Landemanöver noch einmal durchstarten wollen, sagte eine Polizeisprecherin.

Medienberichte, wonach es auch Verletzte gegeben haben soll, konnte die Polizei in Fulda am Abend nicht bestätigen. Polizei und Rettungskräfte waren im Einsatz.

Der Unfall ereignete sich gegen 15.45 Uhr. Die Maschine vom Typ Cessna traf nach Angaben einer Polizeisprecherin die Landebahn nicht richtig und wollte deswegen noch einmal durchstarten. Sie bekam jedoch keinen richtigen Auftrieb mehr, durchbrach einen Schranke und erfasste die Gruppe, die am Rande des Flugplatzes stand.

Ob es sich bei den drei tödlich Verletzten um eine Familie handelte, konnten die Ermittler zunächst nicht sagen. Die Sprecherin betonte, eine Menschenmenge habe sich zum Zeitpunkt des Unglücks nicht an der Stelle befunden.

+++ 17.46 Uhr: Gegenstand fliegt aus Hochhaus und tötet Kind +++

Ein achtjähriger Junge ist am Sonntag in Berlin gestorben, als ein Gegenstand aus einem Hochhaus flog und das Kind traf. Der Achtjährige fuhr mit einem Fahrrad vor dem 15-geschossigen Gebäude entlang. Das Objekt sei aus großer Höhe aus einem Fenster geworfen worden, teilte die Polizei mit. Der Junge starb noch am Unfallort in Berlin-Reinickendorf. Eine Mordkommission ermittelte.

Die Polizei sperrte den Bereich um den Eingang des Hauses ab. Niemand wurde in das Gebäude herein- oder aus ihm herausgelassen. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Gegenstand um einen Baumstumpf. Die bestätigte die Polizei nicht.

   

+++ 17.36 Uhr: Polizei: Tote bei Flugunglück auf Wasserkuppe in Hessen +++

Bei einem Flugunglück auf der Wasserkuppe in Hessen hat es nach Angaben der Polizei am Sonntag Todesopfer gegeben. Nach Angaben des Portals "Hessenschau" des Hessischen Rundfunks kamen mindestens drei Menschen ums Leben, als offenbar eine Sportmaschine in eine Fußgängergruppe raste. Die Wasserkuppe in der Rhön ist der höchste Berg in Hessen und als Ausflugsziel beliebt.

Die Polizei teilte mit, der Unfall habe sich gegen 15.45 Uhr ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen seien Menschen tödlich verletzt worden. Polizei und Rettungsdienste seien im Einsatz.

+++ 17.11 Uhr: Kleinflugzeug tötet bei Landemanöver drei Menschen +++

Ein Sportflugzeug hat beim Landeanflug drei Passanten in Osthessen tödlich verletzt. Die Maschine erfasste die beiden Erwachsenen und ein Kind, als sie beim missglückten Landemanöver auf der Wasserkuppe noch einmal durchstarten wollte, wie eine Sprecherin der Polizei Fulda sagte. Laut des Portals "Hessenschau" soll sich das Unglück um 15.45 Uhr ereignet haben.

+++ 16.52 Uhr: Hessen: Cessna rast in Menschengruppe +++

In Osthessen ist ein Kleinflugzeug auf eine Menschengruppe gestürzt. Es soll drei Tote geben, berichtet die "Bild"-Zeitung. Die Hessenschau bestätigt den Vorfall, nennt aber keine Opferzahl. Mehr in Kürze.

+++ 16.42 Uhr: Deutschland, Frankreich und Großbritannien fordern Aufklärung im Fall Khashoggi +++

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens haben Saudi-Arabien eindringlich aufgefordert, das Verschwinden des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi aufzuklären. "Wir nehmen diesen Vorfall überaus ernst", hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Erwartet werde "eine detaillierte und umfassende Antwort" der saudiarabischen Regierung. Diese Botschaft sei direkt an die saudiarabischen Behörden übermittelt worden.

Die Verteidigung der freien Meinungsäußerung und einer freien Presse sowie die Gewährleistung des Schutzes von Journalisten stellten für die drei Länder "zentrale Prioritäten" dar, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Das Verschwinden Kashoggis, dessen Familie seit dem 2. Oktober keinen Kontakt mehr zu ihm habe, müsse aufgeklärt werden.

+++ 16.20 Uhr: Mindestens 17 Menschen bei Hurrikan "Michael" in den USA getötet +++

Nach dem Durchzug von Hurrikan "Michael" ist die Suche nach möglichen Opfern noch nicht beendet: Erst am Samstag drangen erste Bergungsteams mit Spürhunden in schwer zugängliche Gebiete im Nordwesten Floridas vor, wo der Hurrikan auf Land getroffen war. Bisher zählten die Behörden 17 Tote in vier US-Bundesstaaten, doch könnte die Zahl der Opfer weiter steigen.

Allein in Florida meldeten die Rettungsdienste acht Tote. Fünf Menschen starben in Virginia, drei kamen in North Carolina und einer in Georgia ums Leben. Hunderttausende Menschen in Florida, Georgia und Virginia waren weiter ohne Strom, weite Teile der Nordwestküste Floridas waren zudem ohne Telefon oder Internet. Bis alle Sturmschäden beseitigt sind, könnten Monate vergehen.

+++ 16 Uhr: Trump deutet den Abschied seines Verteidigungsministers an +++  

US-Präsident Donald Trump hat sich vage zur Zukunft seines Verteidigungsministers geäußert. In einem Interview mit dem Sender CBS deutete Trump an, dass James Mattis schon bald gehen könnte. Eigentlich verstehe er sich mit Mattis gut, so Trump. Doch irgendwann käme für jeden die Zeit, zu gehen. Noch hätte Mattis aber nichts zu ihm gesagt.

In der Vergangenheit soll der Verteidigungsminister immer wieder mit John Bolton aneinander geraten sein. Bereits Anfang Oktober hatte die US-Botschafterin bei der UN  ihren Abschied angekündigt.

+++ 15.43 Uhr: Terrorhelfer Motassadeq kann laut Medienbericht abgeschoben werden +++

Der in Hamburg einsitzende Terrorhelfer vom 11. September 2001, Mounir el Motassadeq, kann einem Medienbericht zufolge abgeschoben werden. Am Freitagnachmittag trafen die benötigten Passersatzpapiere aus Marokko bei der Hamburger Ausländerbehörde ein, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Die Abschiebung sei für diesen Montag vorgesehen. Die zuständige Hamburger Innenbehörde war am Wochenende für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der wegen Beihilfe zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu 15 Jahren Haft verurteilte Marokkaner sitzt in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Den geplanten Abschiebungstermin hatte der Hamburger Senat im August mitgeteilt. Motassadeqs reguläre Haftzeit würde früheren Angaben zufolge im November enden. Die Behörden wollten den genauen Termin nicht nennen.

+++ 14.47 Uhr: Fraktionschef der Grünen fordert bundesweit Ein-Euro-Tickets für Nahverkehr +++

Im Kampf gegen den Klimawandel fordern die Grünen die bundesweite Einführung von Ein-Euro-Tagestickets für öffentliche Busse und Bahnen. "Jeder Verkehrsverbund in Deutschland soll das Ein-Euro-Ticket pro Tag einführen. Damit kostet der öffentliche Nahverkehr jeden Nutzer nur noch 365 Euro im Jahr", sagte der Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter der "Bild am Sonntag". Schüler und Auszubildende sollten zudem gratis mitfahren können. Die Forderung ist dem Bericht zufolge Teil eines Drei-Punkte-Plans, mit dem die Grünen erreichen wollen, dass die Menschen mehr Bahn oder Bus und weniger Auto fahren. So sollen Treibhausgas-Emissionen gesenkt werden, die viele Wissenschaftler für die globale Erwärmung verantwortlich machen.

Ein weiterer Punkt des Plans sei die Einführung eines Tickets, mit dem man alle öffentlichen Verkehrsmittel, Auto- und Rad-Sharing-Angebote nutzen kann. "Schluss mit dem Ticket-Wirrwarr! Ich fordere die Bundesregierung auf, darüber mit den Verkehrsbetrieben und Sharing-Anbietern zu verhandeln", sagte Hofreiter der Zeitung. Zudem solle die Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt werden. Damit würde Bahnfahren auf Langstrecken deutlich billiger.

 

+++ 14.37 Uhr: Saudi-Arabien weist Sanktionsdrohungen im Fall Khashoggi zurück +++

Saudi-Arabien hat die Androhung von Sanktionen im Zusammenhang mit dem Fall des verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi zurückgewiesen. Das Königreich lehne jeglichen Versuch ab, durch Androhungen wirtschaftlicher Sanktionen oder politischen Drucks geschwächt zu werden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur SPA eine amtliche Quelle. "Das Königreich bekräftigt außerdem, dass es jedwede Maßnahme mit einer größeren beantworten wird", hieß es weiter.

Angesichts des Verdachts, dass der mächtige Kronprinz Mohammed bin Salman den prominenten Regierungskritiker Khashoggi im saudiarabischen Konsulat in Istanbul ermorden ließ, sind zahlreiche westliche Unternehmen auf Distanz gegangen. Selbst Firmen, die den Reformkurs des Kronprinzen bisher unterstützten, sagten ihre Teilnahme an einem Wirtschaftsgipfel Ende Oktober ab.

+++ 14.33 Uhr: 13 Verletzte bei Unfall von deutschem Reisebus im Schweizer Kanton Tessin +++

Beim Unfall eines deutschen Reisebusses in der Schweiz sind am Sonntag 13 Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Alle Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden, unter ihnen auch der Busfahrer, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Der Unfall ereignete sich im Kanton Tessin.

Der Bus mit 25 Insassen sei auf der Autobahn A2 in Sigirino nördlich von Lugano offenbar gegen einen Pfosten geprallt, berichtete SDA unter Berufung auf die Polizei. Die Zeitung "Corriere del Ticino" veröffentlichte Fotos, auf denen neben dem Bus der Pfeiler einer Konstruktion mit Verkehrsschildern zu sehen ist, die sich über die Fahrbahn spannt.

Der Bus war auf dem Weg nach Italien. Nach dem Unglück wurde der Autobahnabschnitt gesperrt.

+++ 12.51 Uhr: Bus mit Jugendlichen aus Region Köln in der Schweiz verunglückt +++

In dem deutschen Reisebus, der im Tessin verunglückt ist, waren nach Angaben der Polizei überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene. An Bord sei eine Gruppe von etwa 16 bis 23-Jährigen gewesen sowie drei Betreuer und der Fahrer, sagte ein Polizeisprecher. Er korrigierte seine frühere Angabe, dass der Unfall ein Menschenleben forderte. Offiziell könne die Polizei zunächst drei Schwerverletzte bestätigen, von denen einer äußerst schwer verletzt gewesen sei. Der Bus kam aus der Region Köln.

+++ 11.55 Uhr: Bus aus Region Köln in der Schweiz verunglückt - ein Toter +++

Bei einem schweren Unglück mit einem Reisebus aus der Region Köln ist am Sonntag in der Schweiz ein Mensch ums Leben gekommen. 13 weitere wurden verletzt, wie der Sprecher der Kantonspolizei sagte. Alle seien inzwischen geborgen und in Krankenhäuser gebracht worden. An Bord des Busses waren nach seinen Angaben 25 Menschen. Er korrigierte erste Schätzungen, dass 40 Passagiere an Bord waren. Der Busfahrer sei unter den Verletzten.

Die Zeitung "Corriere del Ticino" zeigte mehrere Fotos mit zahlreichen Einsatzwagen und einem weißen Reisebus, der im Bereich der Fahrerkabine schwer beschädigt war.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei rammte der Bus offenbar einen Pfosten. Auf den Fotos ist neben dem Bus der Pfosten einer Anlage mit Verkehrsschildern zu sehen, die sich über die Fahrbahnen spannt. Der Unfall ereignete sich aus zunächst ungeklärter Ursache auf der Autobahn 2 Richtung Süden bei Sigirino, unweit des Sees Lago Maggiore. Die Autobahn wurde gesperrt.

+++ 11.30 Uhr: Israels Verteidigungsminister droht Hamas mit hartem Schlag +++

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat der im Gazastreifen herrschenden Hamas mit einer neuen Militäroperation gedroht. "Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem wir der Hamas einen Schlag versetzen müssen, der so hart wie möglich ist", sagte Lieberman der israelischen Nachrichtenseite ynet Sonntag. Die Entscheidung liege am Ende aber in den Händen der israelischen Regierung.

Bei neuen Protesten an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen waren am Freitag sieben Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Nach Angaben des israelischen Militärs hatten sich rund 15 000 Palästinenser an der Grenze versammelt und Steine, Brandsätze und Granaten geworfen. Seit Ende März sind bei teilweise gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze mehr als 200 Palästinenser getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen. In Israel landen immer wieder Ballons mit Brandsätzen, die aus dem Gazastreifen aufgestiegen sind.

+++ 11.05 Uhr: Tropensturm "Leslie" zieht über Portugal - Warnungen für Spanien +++

Wenige Tage nach dem verheerenden Unwetter auf Mallorca hat ein heftiger Sturm Portugal heimgesucht. Der Hurrikan "Leslie" war am Samstag vom Atlantik aus auf die Küste des Landes zugesteuert und war am späten Abend nördlich von Lissabon auf Land getroffen - jedoch in abgeschwächter Form, so dass er mittlerweile als tropischer Wirbelsturm eingestuft wird. Das spanische Wetteramt Aemet sprach von Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern.

Portugiesischen Medienberichten zufolge waren Hunderttausende Menschen zeitweise ohne Strom, zudem gab es mehrere Leichtverletzte. Schäden habe der Sturm vor allem nördlich von Lissabon rund um die Städte Coimbra und Leiria angerichtet, berichtete die Zeitung "Publico". Dutzende Flüge wurden vorsorglich gestrichen, speziell auf dem Flughafen Lissabon. 

+++ 10.35 Uhr: Deutscher Reisebus in der Schweiz verunglückt +++

Ein Reisebus aus Deutschland ist am Sonntag im Schweizer Kanton Tessin verunglückt. An Bord waren nach Angaben der Kantonspolizei etwa 40 Gäste. Die Polizei sei dabei, Verletzte zu bergen, sagte ein Sprecher. Er könne noch nicht sagen, wie viele Menschen verletzt seien und ob es Tote gegeben habe.

Der Bus sei Richtung Süden nach Italien unterwegs gewesen. Der Polizeisprecher konnte nicht sagen, woher der Bus aus Deutschland genau stammte.

Nach seinen Angaben ereignete sich der Unfall auf der Autobahn A2 in der Nähe von Sigirino, rund 20 Kilometer westlich des Sees Lago Maggiore. Der Bus sei nach ersten Erkenntnissen an einen Pfosten mit Signalanlagen geprallt.

+++ 10.28 Uhr: Kremlkritiker Nawalny aus Haft entlassen +++

Der Kremlkritiker Alexej Nawalny ist nach weiteren 20 Tagen Arrest wieder auf freiem Fuß. Er twitterte am Sonntagmorgen ein Bild von sich, wie er mit einem Koffer ein Moskauer Gefängnis bei Dunkelheit verließ. Dazu schrieb er die Worte: "Hallo zusammen. Ich habe Euch vermisst." Der 42-jährige Blogger war erst vor zweieinhalb Wochen nach 30 Tagen Haft am Ausgang des Gefängnisses abermals festgenommen worden. Kurz darauf wurde er erneut verurteilt.

Nawalny sagte nach seiner Entlassung vor Journalisten, er lasse sich von seinen Verhaftungen nicht einschüchtern. Während der 50 Tage, in denen er in Haft saß, "haben wir viele Beweise gesehen, dass dieses Regime im Niedergang begriffen ist", zitierten ihn russische Medien.

+++ 9.48 Uhr: Weltbank sagt Indonesien nach Erdbeben-Tsunami Milliardenkredit zu +++

Die Weltbank hat Indonesien nach den jüngsten Naturkatastrophen Kredite in Höhe von bis zu einer Milliarde Dollar (863 Millionen Euro) zugesagt. Die Mittel könnten von den indonesischen Behörden für den Wiederaufbau, aber auch für die Vorbereitung auf künftige Katastrophen genutzt werden, sagte Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva am Sonntag auf der indonesischen Insel Bali. "Katastrophen werden weiter zuschlagen und wegen des Klimawandels werden es mehr", fügte Georgieva hinzu.

Bei dem schweren Beben und dem anschließenden Tsunami am 28. September kamen auf der Insel Sulawesi mehr als 2000 Menschen um, das Schicksal von weiteren 5000 Menschen ist nach Behördenangaben ungeklärt. Sie werden unter den Trümmern und Schlammmassen der zu Palu gehörenden Dörfer Balaroa, Petobo und Jono Oge vermutet. Die Suche nach Vermissten war am Donnerstag nach knapp zwei Wochen eingestellt worden.

+++ 9.45 Uhr: Viele tote Migranten bei LKW-Unfall in der Türkei +++

Bei einem LKW-Unfall im westtürkischen Izmir sind mindestens 15 Migranten ums Leben gekommen. Der Laster sei während der Fahrt vom westtürkischen Aydin nach Izmir von der Fahrbahn abgekommen und habe sich überschlagen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. Unter den Toten seien auch Kinder. Zahlreiche weitere Menschen seien verletzt worden. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete von 18 Todesopfern.

Bei den Insassen handelte es sich den Angaben zufolge um Migranten, die sich illegal im Land aufhielten. Deren Nationalität war zunächst unklar.

Auf Bildern waren Krankenwagen zu sehen, die zum Unfallort eilten. Ein DHA-Reporter berichtete, die Helfer versuchten, Verletzte unter dem Laster zu bergen.


+++ Das war der Samstag +++

+++ 23.02 Uhr: Grönemeyer bei Demo in Berlin: "Niemand ist deutscher als andere" +++

 Anlässlich der "Unteilbar"-Demonstration in Berlin hat sich Sänger Herbert Grönemeyer zum Rechtsruck in Deutschland geäußert. "Wir sind ein sehr, sehr junges, zerbrechliches Land und wir haben uns unsere Freiheit über Jahre sorgsam gemeinsam erarbeitet. Sie ist nicht selbstverständlich oder in Stein gemeißelt", sagte Grönemeyer am Abend an der Siegessäule, wo er zwei Lieder spielte. "Wir stehen auf dem Prüfstand und es gilt viel zu verteidigen. Niemand ist deutscher als andere, es gibt nicht das Deutschland, sondern es gibt Millionen Deutschlands. Und das ist die untrennbare Schönheit dieses Landes."

+++ 22 Uhr: US-Präsident Trump hält Tod von Journalist Khashoggi für wahrscheinlich +++

US-Präsident Donald Trump hält es offenbar für wahrscheinlich, dass der vermisste saudiarabische Journalist Jamal Khashoggi tot ist. Nach Khashoggis Verschwinden Anfang Oktober in Istanbul habe noch die Hoffnung bestanden, von dem regierungskritischen Journalisten ein Lebenszeichen zu erhalten, sagte Trump vor Journalisten in Washington. "Das war unsere erste Hoffnung, unsere erste Hoffnung war es, dass er nicht getötet wurde, aber vielleicht sieht es nicht allzu gut aus", fügte der Präsident hinzu.

Von Khashoggi fehlt seit seinem Besuch im saudiarabischen Konsulat in Istanbul am 2. Oktober jede Spur. Türkische Ermittler gehen davon aus, dass der Regierungskritiker dort von saudiarabischen Agenten ermordet wurde. Riad bestreitet dies, ist bisher aber den Beweis dafür schuldig geblieben, dass der damals 59-jährige Khashoggi das Gebäude lebend verließ. 

+++ 20.50 Uhr: Hurrikan "Michael" - Zahl der Todesopfer steigt +++

Nach dem schweren Hurrikan "Michael" steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Mindestens 17 Menschen kamen durch den Sturm und seine Folgen an der Südostküste der USA ums Leben, wie mehrere US-Medien  berichteten. Teilweise wurden noch höhere Zahlen genannt. Rund 300 Menschen hatten sich entschieden, die Aufrufe zur Evakuierung zu ignorieren und in ihren Häusern zu bleiben.

+++ 19.46 Uhr: Mindestens 16 Tote bei Selbstmordanschlägen in Somalia +++

Bei einem doppelten Selbstmordanschlag auf ein beliebtes Restaurant und ein Hotel sind in der somalischen Stadt Baidoa mindestens 16 Menschen getötet worden. Rund 50 weitere wurden teils schwer verletzt, wie ein Polizist erklärte. 

+++ 17.53 Uhr: Außenminister der Türkei fordert erneut Zugang zum saudischen Konsulat +++

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat Saudi-Arabien mangelnde Unterstützung der Ermittlungen zu dem vermissten Journalisten Jamal Khashoggi vorgeworfen. Es gebe immer noch keine Zusammenarbeit bei der Aufklärung des Falls, sagte Cavusoglu am Samstag in London laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Er forderte Riad auf, türkischen Ermittlern Zugang zu dem saudiarabischen Konsulat in Istanbul zu verschaffen, das Khashoggi vor seinem Verschwinden aufgesucht hatte.

Nach Angaben Ankaras hatten sich beide Seiten auf eine Durchsuchung des Konsulats geeinigt, und auch Riad hatte eine Zusammenarbeit versprochen. Berichten zufolge sind sich beide Seiten aber noch nicht über die Modalitäten einig, da die türkischen Ermittlungen in dem Fall auf saudiarabischem Territorium stattfänden.

+++ 17.27 Uhr: Portugal steht der schwerste Orkan seit über 170 Jahren bevor +++

Portugal hat sich am Samstag auf die Ankunft von "Leslie", des voraussichtlich schwersten Orkans seit mehr als 170 Jahren, vorbereitet. Die Behörden gaben für das gesamte Gebiet höchste Sturmwarnung aus und riefen die Bewohner auf, die Küstengebiete zu meiden und nicht ins Freie zu gehen. Nach Angaben des Wetterdienstes dürften erste Sturmböen und Regenschauer gegen 18.00 Ortszeit (19.00 Uhr MESZ) die Region um Lissabon treffen.

In den Wetteraufzeichnungen sind erst fünf Orkane in diesem Teil des Atlantiks registriert. "Leslie" könnte Portugals stärkster Orkan seit 1842 werden.

Auch in Spanien trafen die Behörden Vorbereitungen für den mächtigen Sturm. Nach den Berechnungen der Wetterdienste dürfte er am frühen Morgen den Westen des Landes erreichen. Erst am Dienstag hatte ein schweres Unwetter die spanische Mittelmeerinsel Mallorca heimgesucht, zwölf Menschen, darunter auch drei Deutsche, kamen ums Leben.

+++ 16.28 Uhr: Geruch im Cockpit: Lufthansa-Pilot setzt in Genf Notruf ab +++

Wegen eines auffälligen Geruchs im Cockpit ist eine Lufthansa-Maschine unter besonderen Bedingungen in Genf gelandet. Der Pilot hatte am Samstag kurz davor im Cockpit den Geruch wahrgenommen und einen Notruf abgesetzt, wie die Sprecherin des Flughafens, Taline Abdel Nour, der dpa sagte. Die Lufthansa bestätigte den Vorfall.

Der Flieger aus München sei dann ohne Zwischenfall gelandet, die 38 Passagiere und vier Crew-Mitglieder seien unverletzt, sagte die Flughafensprecherin. Es habe sich kein Rauch entwickelt. Die Maschine vom Typ CRJ900 sei aus München gekommen und sollte planmäßig in Genf landen. Wegen des Notrufs war die Feuerwehr auf die Landebahn ausgerückt. Die Passagiere stiegen dort durch die normalen Türen aus und wurden dann mit Bussen zum Terminal gebracht. Die Ursache für den Geruch war zunächst unklar. Ein Lufthansasprecher sprach von einem "elektrischen Geruch".

Die Lufthansa erklärte, Techniker untersuchten nun die Bordelektronik des Fliegers. Bis zur Klärung bleibe die Maschine am Boden.

Air Force One im Porträt

+++ CDU-Vize Bouffier macht CSU für Vertrauensverlust verantwortlich +++

Kurz vor der Landtagswahl in Bayern hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die CSU scharf kritisiert. "Die CSU war leider in den letzten Monaten für das Ansehen der Union insgesamt nicht besonders hilfreich", sagte der stellvertretende CDU-Chef der "Welt am Sonntag". Er sei immer sehr nah bei der CSU gewesen, halte aber einige Handlungen der Partei für falsch: "Die CSU hat die Union in der letzten Zeit viel Vertrauen gekostet. Man kann nicht über Monate den Eindruck erwecken, dass vieles durcheinander geht und die Regierung nicht handlungsfähig ist, und dann erwarten, dass die Leute der Union vertrauen." An diesem Sonntag wählen die Bayern einen neuen Landtag, in zwei Wochen die Hessen.

Der CDU-Vize bezeichnete die Debatte um die Zurückweisung abgelehnter Asylbewerber an der Grenze als überflüssig und ging damit indirekt CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer an. "Wer die Backen aufbläst und den Leuten erzählt, jetzt alles zu lösen, und am Ende gelingt die Zurückweisung von nur einer Handvoll Migranten im Monat, der macht sich unglaubwürdig."

      

+++ 16.15 Uhr: Elf Passagier verbrennen in Transporter +++   

Im Norden Griechenlands sind alle elf Insassen eines mutmaßlich illegalen Flüchtlingstransporters bei einem Verkehrsunfall verbrannt. Nach Angaben der Polizei war der Fahrer des Wagens am Samstag auf dem Weg nach Thessaloniki, als er in der Nähe von Kavala frontal mit einem Lastwagen kollidierte. Beide Fahrzeuge gerieten in Brand, der Lkw-Fahrer konnte sich unverletzt retten. Aus dem anderen Wagen barg die Feuerwehr nur noch verkohlte Leichen.

Laut Polizei war das Unglücksfahrzeug schon in der Vergangenheit von Schleusern benutzt worden. Bereits im Juni waren beim Unfall eines illegalen Flüchtlingstransporters in Griechenland sechs Menschen getötet worden, darunter auch drei Kinder. An Bord waren insgesamt 16 Passagiere, die meisten von ihnen stammten aus Syrien und dem Iran.

+++ 15.57 Uhr: 19 Menschen sterben bei Öl-Pipeline-Explosion in Nigeria +++

Bei der Explosion einer Öl-Pipeline in Nigeria sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Die Dorfbewohner hätten vermutlich an einem Leck der Pipeline Öl abgeschöpft, als sich die Explosion ereignete, erklärte Behördensprecher Eke Onyekachi am Samstag. Die Opferzahl könne noch weiter ansteigen, warnte er. Das Unglück ereignete sichh demnach in der Nähe des Dorfes Umu Aduru im Bezirk Osisioma im südlichen Bundedsstaat Abia.

Die staatliche Betreibergesellschaft der Pipeline NNPC sagte, das Unglück sei durch Diebe verursacht worden, die Öl aus der Pipeline stehlen wollten. Wie viel Öl in Folge der Explosion in die Umwelt gelangte, blieb zunächst unklar. Das westafrikanische Nigeria und das südwestliche Angola sind die größten Ölproduzenten Afrikas.

+++ 15.24 Uhr: 150.000 Menschen bei Berliner Demonstration gegen Rassismus +++

Zu einer Demonstration gegen Rassismus sind in Berlin nach Veranstalterangaben bis Samstagnachmittag rund 150 000 Menschen gekommen, weit mehr als erwartet. Angemeldet hatten die Organisatoren lediglich 40.000. Die Polizei wollte keine eigenen Angaben dazu machen.

Als die Demonstrationsspitze auf ihrem Weg bereits das Brandenburger Tor erreicht hatte, standen die letzten Teilnehmer noch auf dem gut zwei Kilometer entfernten Alexanderplatz. Ziel war die Siegessäule im Tiergarten, wo die Abschlusskundgebung mit Auftritten verschiedener Musiker stattfinden sollte.

"Wir sind wahnsinnig zufrieden mit der Resonanz", sagte Felix Müller von der Inititive "Unteilbar" der dpa. Dies bestätige, dass viele Menschen ein Zeichen gegen rechts und für Solidarität hätten setzen wollen.

Unter dem Motto "Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung" hatte das Bündnis "Unteilbar" zu dem Protest aufgerufen. Er richtet sich gegen rechte Hetze, Diskriminierung, das Flüchtlingssterben auf dem Mittelmeer und Kürzungen im Sozialsystem.

+++ 13.51 Uhr: Mediamarkt und Saturn schmeißen ihre Chefs raus +++

Der Elektronikhändler Ceconomy trennt sich von Vorstandschef Pieter Haas und Finanzchef Mark Frese. Der Aufsichtsrat und Haas hätten in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, sich mit sofortiger Wirkung zu trennen, teilte die Ceconomy AG in der Nacht zum Samstag mit. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers übernehme Frese gemeinsam mit Vorstandsmitglied Dieter Haag Molkenteller die bisherigen Aufgaben von Haas. Auch Frese habe sich mit dem Aufsichtsrat auf eine einvernehmliche Aufhebung seines Arbeitsvertrages verständigt, werde aber bis zur Berufung eines Nachfolgers seine Aufgaben als Mitglied des Vorstands weiterhin wahrnehmen.

Ceconomy hatte erst am Dienstag eingeräumt, dass der Gewinn wegen schleppender Geschäfte bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 noch stärker zurückgegangen sei, als zunächst angenommen. An der Börse sprach man von einem "Desaster". Die Aktie brach zeitweise um mehr als 20 Prozent ein.

+++ 13.44 Uhr: Mindestens zwölf Tote bei Anschlag auf Wahlveranstaltung in Afghanistan +++

Bei einem Anschlag auf die Wahlkampfveranstaltung einer Politikerin in Afghanistan sind am Samstag zahlreiche Menschen getötet worden. Ein Sprecher der Provinz Tachar im Norden des Landes bezifferte die Zahl der Toten auf mindestens zwölf. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden. Den Angaben zufolge explodierte ein mit Sprengstoff beladenes Motorrad inmitten der Anhänger der Parlamentskandidatin Nasifa Jusefibek. Die Politikerin blieb unverletzt.

In Afghanistan, wo am 20. Oktober ein neues Parlament gewählt wird, wurden Wahlkampfveranstaltungen in den vergangenen Wochen häufig zum Ziel von Anschlägen. Mindestens neun Kandidaten wurden nach Angaben der Wahlkommission bislang getötet.

Die radikalislamischen Taliban hatten die Kandidaten vor einigen Tagen aufgefordert, sich aus dem Wahlkampf zurückzuziehen. Sie bezeichneten die geplante Wahl als "böswillige amerikanische Verschwörung" und kündigten Angriffe auf Wahllokale und Teilnehmer an   

+++ 13.17 Uhr: Neun Bergsteiger sterben in Schneesturm im Himalaja +++

Alle neun Mitglieder einer Bergexpedition in Nepal sind in einem Schneesturm ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben vom Samstag wurde ihr Zeltlager auf dem Mount Gurja im Westen des Landes komplett verwüstet. Bei den Toten handele es sich um fünf Bergsteiger aus Südkorea und ihre nepalesischen Führer, die den selten bestiegenen Berg auf einer neuen Route bezwingen wollten.

Wegen des unbeständigen Wetters und der Kälte konnten die Leichen zunächst nicht geborgen werden. Nach Angaben des südkoreanischen Außenministeriums wurden die Bergsteiger am Freitag von den heftigen Sturmböen im Basislager von Mount Gurja überrascht. "Sie wurden über eine Klippe geweht und starben". Nach 24 Stunden ohne Kontakt mit dem Team schlugen die Organisatoren der Tour Alarm.

+++ 13.14 Uhr: Sigmar Gabriel sagt für Europa schwierige Phase voraus +++

Nach der Europawahl im kommenden Jahr steht der EU nach Ansicht des früheren SPD-Chefs und Außenministers Sigmar Gabriel "eine ganz schwierige Periode" bevor. Angesichts des Zuspruchs für populistische Parteien kämen wahrscheinlich Konservative und Sozialdemokraten im Europa-Parlament zusammen erstmals auf keine absolute Mehrheit mehr, sagte der Bundestagsabgeordnete auf der Frankfurter Buchmesse.

Allerdings sei Europa nach dem Zweiten Weltkrieg "in einer viel dramatischeren Situation" gegründet worden, gab der langjährige ehemalige SPD-Vorsitzende zu bedenken. Er geht davon aus, dass nach der Wahl die Regierungen die EU zusammenhalten müssten. Das Parlament werde eine schwächere Rolle spielen.

Gabriel stellte auf der Messe sein neues Buch "Zeitenwende in der Weltpolitik" vor, in dem er ein stärkeres finanzielles Engagement Deutschlands für den sozialen Zusammenhalt Europas fordert. 40 Jahre lang sei den Deutschen hierzulande eingeredet worden, sie seien "der Lastesel" Europas, sagte Gabriel. In Wahrheit sei Deutschland als "Exportweltmeister" der Netto-Gewinner. 60 Prozent der Ausfuhren gingen in die EU. Gabriel verlangte zugleich eine stärkere Rolle Europas auf der globalen Bühne. Man könne nicht mehr "Vegetarier unter Fleischfressern" sein.

+++ 13.00 Uhr: Nach Kritik an Juden-Vereinigung: Weidel will Gedeon aus AfD werfen +++

Nach seiner Kritik an der Vereinigung der Juden in der AFD will Fraktionschefin Alice Weidel den Stuttgarter Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon loswerden. Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion sagte der dpa: "Nach Gedeons neuerlichen Ausfällen gegen die Vereinigung der Juden in der AfD ist es an der Zeit, dass er endlich aus der Partei fliegt".

Gedeon hatte die Gründung der Vereinigung als "problematische Angelegenheit" bezeichnet. Auf seiner Facebook-Seite schrieb er: "Im günstigsten Fall ist diese Gründung überflüssig wie ein Kropf, im ungünstigsten Fall handelt es sich um eine zionistische Lobbyorganisation, die den Interessen Deutschlands und der Deutschen zuwider läuft."

+++ 12.48 Uhr: 85-Jährige unter Taxi eingeklemmt - Passanten heben Auto an +++

Passanten haben in Duisburg mit vereinten Kräften ein Taxi angehoben, um eine leicht verletzte Seniorin zu befreien. Ein Bein der 85-Jährigen hatte am Freitagabend unter dem rechten Hinterrad geklemmt, wie die Polizei mitteilte. Die Seniorin war zuvor erst mit einem Bein in ein Taxi gestiegen, als dessen 23 Jahre alter Fahrer bereits losfuhr. Die Frau stürzte aus

dem Taxi auf die Straße. Dabei wurde ihr Bein vom rechten Hinterrad des Wagens überrollt. Mehrere Passanten eilten ihr zur Hilfe, da ihr Unterschenkel noch unter dem Rad eingeklemmt war. Mit vereinten Kräften hoben sie das Taxi an und befreiten die Frau.

+++ 11.55 Uhr: RWE bereitet sich nach Rodungsstopp auf Stellenabbau vor +++

Nach dem Rodungsstopp im Hambacher Forst droht beim Energiekonzern RWE ein Arbeitsplatz-Abbau. Der Rückgang der Braunkohle-Förderung werde nicht ohne Auswirkung auf die Beschäftigung bleiben, sagte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz der "Rheinischen Post". "Am Tagebau Hambach hängen 4600 Arbeitsplätze, davon 1300 allein im Tagebau und 1500 in der Veredlung der Braunkohle", erklärte der Vorstandsvorsitzende. Es sei noch offen, wie viele Arbeitsplätze am Ende tatsächlich gestrichen werden müssten.

Sobald es einen Überblick gebe, werde RWE mit Gewerkschaften und Betriebsräten sprechen. Zum Thema Kündigungen sagte er, derzeit sei nichts ausgeschlossen. Doch bislang habe RWE immer betriebsbedingte Kündigungen vermeiden und sozialverträgliche Lösungen finden können.

Kurzarbeit sei kein Instrument in einem Kraftwerk. "Das muss, wenn es am Netz ist, immer in Betrieb sein und im Schichtdienst gefahren werden", sagte Schmitz der Zeitung.

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster hatte am 5. Oktober die Rodung des Hambacher Forsts bis zu einem endgültigen Urteil untersagt.

     

+++ 10.55 Uhr: Elf Baby-Leichen in Decke eingemauert +++

In einem ehemaligen Bestattungsunternehmen in der US-Großstadt Detroit sind die Leichen von elf Babys gefunden worden. Ein anonymer Tipp habe die Polizei zu dem Fundort geführt, berichtete die Tageszeitung "The Detroit News". Die Überreste der Babys befanden sich demnach im Zwischenraum einer Decke des Gebäudes. Das Institut habe im April wegen unzulänglicher Zustände schließen müssen, zitierte die Zeitung die Polizei.

Der anonyme Hinweis auf den Fundort sei am Freitag per E-Mail bei der Polizei eingegangen, sagte Inspektor Brian Bowser der Zeitung zufolge auf einer Pressekonferenz. Die Beamten seien den exakten Beschreibungen in dem Brief gefolgt.

Der Fundort sei wie eine "falsche Decke" zwischen dem ersten und dem zweiten Stock des Gebäudes gewesen. Dort fanden sie demnach eine Kiste mit neun der Leichen und einen Korb mit zwei weiteren Leichen vor. Bei den Babys habe es sich um Totgeburten gehandelt. "Sie waren in gewisser Weise versteckt", sagte Bowser weiter. Er sprach von einer "Gleichgültigkeit des Betreibers, des Eigentümers, der Angestellten".

Die zuständige Aufsichtsbehörde hatte das Institut schließen lassen, weil Leichen unter anderem nicht fachgerecht behandelt wurden. Das Haus steht den Informationen der Zeitung zufolge derzeit leer und wird restauriert. Eine frühere Managerin zeigte sich laut der Zeitung geschockt über den Fund.

+++ 10.38 Uhr: 22 Tote nach Überschwemmungen in Indonesien +++

Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen auf der indonesischen Insel Sumatra sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen wurden nach Angaben der Behörden vom Samstag noch vermisst. Starke Regenfälle hatten seit Mittwoch Überschwemmungen und Erdrutsche in mehreren Bezirken ausgelöst.

In der Provinz Nord-Sumatra starben in den vergangenen drei Tagen mindestens 17 Menschen, fünf weitere in West-Sumatra, wie die Behörden mitteilten. Elf Schüler eines muslimischen Internats in dem Dorf Muara Saladi im Bezirk Mandailing Natal in Nord-Sumatra seien am Freitagnachmittag gestorben, sagte Sutopo Purwo Nugroho, Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Sie seien von einem Gebäude getroffen worden, das von den Wassermassen zerstört worden war. Dutzende Häuser seien zerstört worden.

 

+++ 10.19 Uhr: Ursache von ICE-Brand war technischer Defekt +++

Die Ursache für den ICE-Brand auf der Schnellfahrstrecke von Köln nach Frankfurt am Main war nach Angaben der Bundespolizei ein technischer Defekt. Ermittlungen gemeinsam mit dem Brandsachverständigen hätten ergeben, dass eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden könne, teilte die Bundespolizei mit. Nun müssten weitere Untersuchungen im Labor klären, wie genau es zu dem Brand kommen konnte. Diese Ermittlungen würden sicher "noch mehrere Wochen andauern".

Am Freitagmorgen hatte der mit etwa 500 Menschen besetzte  Zug im Westerwald nahe des Orts Kleinmaischeid Feuer gefangen. Alle Passagiere und das Zugpersonal konnten den ICE verlassen. Es gab fünf Leichtverletzte. Laut Bahn brannten zwei Waggons aus.

Inzwischen wurde der Zug freigegeben, wie die Bundespolizei am Samstag mitteilte. Die Bahn habe noch in der Nacht mit den Abschlepp- und Reparaturarbeiten beginnen können. Die Streckensperrung werde "sicher noch das gesamte Wochenende andauern".

+++  8.10 Uhr: Acht Bergsteiger bei Schneesturm in Nepal gestorben +++

Mindestens acht Bergsteiger sind in Nepal bei einem starken Schneesturm ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben vom Samstag wurde ihr Zeltlager auf dem Mount Gurja im Westen des Landes verwüstet. Bei den acht Toten handele es sich um Kletterer aus Südkorea und ihre nepalesischen Bergführer. Rettungskräfte hätten ihre Leichen am frühen Morgen entdeckt. Ein neunter Kletterer werde vermisst. Die Suche werde aber durch unbeständiges Wetter und die Kälte erschwert.

Ein Hubschrauber konnte demnach oberhalb des Zeltlagers landen. Die Leichen könnten jedoch wegen der schwierigen Wetterlage vorerst nicht geborgen werden.

"Wir vermuten, dass das Unglück durch einen Schneesturm ausgelöst wurde, weil Bäume geknickt und die Zelte zerstört sind", sagte Polizeisprecher Sailesh Thapa der Nachrichtenagentur AFP. "Selbst die Toten liegen verstreut." Das Expeditionsteam hatte am Fuße des 7193 Meter hohen Mount Gurja gezeltet und auf gutes Wetter gewartet, um den Gipfel zu besteigen.

+++ 7.10 Uhr: Autobauer könnten mit Millionen-Rückzahlung aus Diesel-Fonds rechnen +++ 

Die deutschen Autohersteller BMW, Daimler und Volkswagen können mit einer Rückzahlung im zweistelligen Millionenbereich aus dem Diesel-Fonds rechnen, in den sie insgesamt 250 Millionen Euro eingezahlt hatten. Das geht aus Antworten des Bundesverkehrsministeriums auf Anfragen der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor, aus denen die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben) zitieren.

Die 250 Millionen Euro hatte die Autoindustrie bei einem Diesel-Gipfel im August 2017 zugesagt, der Bund gab die gleiche Summe dazu. Aus dem Fonds sollten Kommunen, die besonders stark von Stickoxid-Emissionen betroffen sind, Fördermittel bekommen. Dem Bericht zufolge hat sich jetzt aber gezeigt, dass die rund 60 Städte, in denen die Stickoxid-Grenzwerte überschritten werden, das Geld nicht vollständig abrufen können.

Ausgezahlt werden maximal 451,5 Millionen Euro, wie dem Bericht zufolge aus den Unterlagen des Verkehrsministeriums hervorgeht: Neben schon zugeteilten 95,5 Millionen seien bis Fristablauf Ende August Anträge für weitere 356 Millionen Euro eingegangen. Welche Summe unterm Strich an die Kommunen ausgezahlt werde, sei noch offen.

+++ 5.50 Uhr: BER könnte nochmals teurer werden +++

Das jahrelange Warten auf den neuen Hauptstadtflughafen könnte das dort geplante Regierungsterminal noch teurer machen. Waren zum geplanten Start des BER 2012 noch rund 299 Millionen Euro veranschlagt, geht der Bund jetzt von 344 Millionen Euro aus, wie das Bundesbauministerium mitteilte.

Das ist aber möglicherweise nicht das letzte Wort: "Vor dem Hintergrund des deutlich späteren Baubeginns kann es auf Grund der allgemeinen Baupreisentwicklung zu Kostenanpassungen kommen", heißt in der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der FDP im Bundestag.

Der Großflughafen in Schönefeld soll 2020 eröffnen - mit dann neun Jahren Verspätung. Der Kostenrahmen liegt bei 6,5 Milliarden Euro, drei Mal so hoch wie zu Baubeginn. Baubeginn für das Regierungsterminal soll Ende 2021 oder Anfang 2022 sein. 2025 soll das Abfertigungsgebäude stehen, wie aus der Antwort hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

+++ 5.15 Uhr: Zahl der Hurrikan-Toten in den USA auf mindestens 16 gestiegen +++                

Die Zahl der Toten durch Hurrikan "Michael" in den USA ist auf mindestens 16 gestiegen. Die Behörden von Jackson County in Florida meldeten am Freitag drei Tote, wie US-Medien berichteten. Zuvor waren in dem Bundesstaat vier Sturm-Tote bestätigt worden. Fünf Menschen kamen in Virginia ums Leben, drei in North Carolina und einer in Georgia. Die Behörden rechnen noch mit weiteren Todesopfern.

Der Wirbelsturm der zweithöchsten Kategorie 4 war am Mittwoch im Nordwesten Floridas auf Land getroffen. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, Bäume entwurzelt und Stromleitungen umgerissen. In dem Ort Mexico Beach in Florida, wo "Michael" zuerst auf Land getroffen war, bot sich ein Bild der Verwüstung. Ganze Häuser waren dem Erdboden gleichgemacht, Boote lagen in Gärten, die Straßen waren übersät mit umgestürzten Bäumen und Strommasten.

Floridas Gouverneur Rick Scott sagte nach einem Besuch in Mexico Beach, die Stadt sei völlig verwüstet. "Es sieht aus, als wäre eine Bombe hochgangen, wie in einem Kriegsgebiet", sagte Scott. Das Wichtigste sei nun, das Schicksal der Bewohner zu klären, die sich den Evakuierungaufforderungen vor dem Sturm widersetzt hätten.

sos / DPA / AFP