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+++ News des Tages +++: Spanisches Parlament wählt Rajoy zum Ministerpräsidenten

+++ Erdogan will türkisches Parlament über Todesstrafe abstimmen lassen +++ Rajoy zum spanischen Ministerpräsidenten gewählt +++ Polizist stiehlt und wird durch eigene Körperkamera überführt +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Der konservative Politiker Mariano Rajoy wurde am Samstagabend zum spanischen Ministerpräsidenten gewählt

Der konservative Politiker Mariano Rajoy wurde am Samstagabend zum spanischen Ministerpräsidenten gewählt

Die wichtigsten News des Tages im Überblick.

+++ 20.26 Uhr: Rajoy zum spanischen Ministerpräsidenten gewählt +++

Der konservative Politiker Mariano Rajoy ist zum spanischen Ministerpräsidenten gewählt worden. Nach einer zehnmonatigen politischen Blockade hat das Land damit wieder eine reguläre Regierung. Eine einfache Mehrheit von 170 der 350 Abgeordneten stimmte am Samstagabend in Madrid für Rajoy, der bis dahin nur übergangsweise regierte. Seine Wahl nach monatelanger Hängepartie war möglich geworden, weil die oppositionellen Sozialisten (PSOE) sich enthielten.

+++ 19.30 Uhr: Schweizerin in Spanien soll ihre Kinder sieben Jahr komplett isoliert haben +++

Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben bei Alicante zwei Jugendliche befreit, die von ihrer Schweizer Mutter sieben Jahre lang völlig von der Außenwelt isoliert worden waren. Wie die Guardia Civil am Samstag mitteilte, wurde die 49-Jährige kurzzeitig festgenommen, gegen sie laufen Ermittlungen unter anderem wegen Kindesmisshandlung.

Auf den Fall gestoßen waren die Ermittler durch die heute 17-jährige Tochter, der es trotz strikten Verbots Ende August gelungen war, den spanischen Kinderschutzverein Anar per E-Mail zu kontaktieren.

+++ 19.18 Uhr: Neun Autos auf Autobahn zusammengekracht +++

Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn A4 sind östlich von Dresden neun Autos zusammengekracht. Sechs Menschen wurden am Samstag nahe Pulsnitz verletzt, zwei davon schwer, wie die Polizei in Görlitz mitteilte. Ein 66-Jähriger wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen, seine zehn Jahre jüngere Ehefrau kam in ein Krankenhaus. Ein dreijähriges Mädchen und ihr fünfjähriger Bruder erlitten leichte Verletzungen und wurden zusammen mit der Mutter ambulant behandelt. Ein weiterer Autofahrer zog sich Schnittverletzungen an der Hand zu.

Ursache des Unfalls waren nach ersten Erkenntnissen zu geringer Sicherheitsabstand und ein Bremsmanöver, so dass die Fahrzeuge ineinander fuhren.

+++ 19.15 Uhr: Polizist stiehlt und wird durch eigene Körperkamera überführt +++

Ein Polizeibeamter soll in der US-amerikanischen Stadt Denver einen Verdächtigen bestohlen haben - den wichtigsten Beweis lieferte seine eigene Körperkamera. Das berichtete die "Denver Post" unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. Demnach zeichnete die Bodycam bei einem Einsatz auf, wie der 48-jährige die Kleidung eines Mannes durchsuchte, der bei einer Verfolgungsjagd verunglückt war. Dabei stieß er auf ein Geldbündel inklusive einer 100-Dollar-Note und hantierte damit, wie zu sehen ist.

Als ein Ermittler später das in der Kleidung gefundene Geld als Beweis sicherstellen wollte, fiel ihm auf, dass es nur aus kleineren Banknoten bestand. Da war kein 100-Dollar-Schein mehr, wie er zuvor in den Aufnahmen der Bodycam zu sehen gewesen war. Der Ermittler schlug Alarm. Der Polizist gab an, dass er in seiner eigenen Tasche 1200 Dollar entdeckt habe - sie müssten dort wohl "hineingeflogen" sein. Der Polizist wurde der "Denver Post" zufolge am Freitag unter anderem wegen Diebstahls angeklagt.

+++ 19.12 Uhr: Horror-Clowns müssen im Holiday Park draußen bleiben +++

Nach zahlreichen Schock-Auftritten von Horror-Clowns in Deutschland hat der Holiday Park im pfälzischen Haßloch die Kostümierung verboten. Der Horror-Clown-Trend habe inzwischen auch den Freizeitpark erreicht, teilte der Holiday Park, der derzeit eine "Halloween-Saison" für Groß und Klein anbietet, am Samstag mit. Nun müssen die hässlichen Fratzen draußenbleiben. "Als Horrorclowns verkleidete Besucher dürfen den Park ab sofort nicht mehr betreten", hieß es in der Mitteilung. Auch Masken, die das Gesicht verdecken, sind nicht mehr erlaubt. 

+++ 17.46 Uhr: Erdogan will türkisches Parlament über Todesstrafe abstimmen lassen +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will das Parlament über die umstrittene Wiedereinführung der Todesstrafe entscheiden lassen. Er sei überzeugt, dass die Abgeordneten für die Todesstrafe stimmen werden, sagte Erdogan am Samstag bei einer Kundgebung in Ankara. "Und ich werde sie ratifizieren."

+++ 16.26 Uhr: Löw verlängert angeblich Vertrag +++

Zehn Jahre nach seinem Amtsantritt als Bundestrainer hat sich Joachim Löw zu einer weiteren Vertragsverlängerung entschieden. Der Weltmeister-Coach wird einem Medienbericht zufolge beim Deutschen Fußball-Bund einen neuen Kontrakt bis 2020 unterzeichnen.

Die letzten Details seien am Freitag geklärt worden, schrieb die "Bild"-Zeitung. Die Entscheidung wolle der DFB am Montag bekanntgeben. Keine vier Monate nach dem Halbfinal-Aus bei der Euro in Frankreich will Löw damit auch die Chance auf den erhofften ersten EM-Titel wahren. "Kein Kommentar", erklärte der DFB auf Anfrage. 


+++ 16.22 Uhr: Zahl der Todesopfer nach BASF-Explosion auf vier gestiegen +++

Die Zahl der Todesopfer nach der Explosion bei der BASF in Ludwigshafen ist Unternehmensangaben zufolge auf vier gestiegen. Ein Mitarbeiter der Werksfeuerwehr erlag am Samstag seinen Verletzungen, wie das Chemieunternehmen mitteilte.

Bei einer Explosion mit nachfolgenden Bränden im sogenannten Landeshafen Nord waren am 17. Oktober drei Menschen getötet worden, zwei Mitarbeiter der Werksfeuerwehr und der Matrose eines Tankschiffs. 30 Menschen wurden verletzt, acht davon schwer. Zu ihnen gehörte auch der jetzt verstorbene Feuerwehrmann. Die Ermittler vermuten, dass es zu dem Unglück kam, als ein Mitarbeiter einer Fremdfirma eine falsche Rohrleitung anschnitt.

+++ 16.06 Uhr: Irans Justizminister plädiert für weniger Hinrichtungen +++

Irans Justizminister Mustafa Purmohammedi hat sich dafür ausgesprochen, weniger Menschen zum Tode zu verurteilen und hinzurichten. Man könne Todesurteile nicht völlig ausschließen, aber in den letzten Jahren hätten sie sich nicht immer als effektiv erwiesen. Deshalb sollte man eine Revision in Betracht ziehen, sagte Purmohammedi am Samstag laut Nachrichtenagentur ILNA. Auch die Justizbehörden im Land seien mit solch einer Revision einverstanden.

Der Iran hat weltweit eine der höchsten Hinrichtungsraten. Nach Angaben von Amnesty International wurden 2015 dort 977 Todesurteile vollstreckt.

+++ 16.04 Uhr: Belgien unterzeichnet als letztes EU-Mitglied Ceta-Abkommen +++

Als letzter Mitgliedstaat der Europäischen Union hat Belgien das Handelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada unterzeichnet. "Nichts in Belgien ist einfach, aber wenig ist unmöglich", twitterte Außenminister Didier Reynders am Samstag, nachdem er für sein Land die Unterschrift unter das Vertragswerk gesetzt hatte. Auch EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström, die Ceta ausgehandelt hatte, nahm an der kurzen Zeremonie in Brüssel teil.

+++ 15.43 Uhr: Nur acht Prozent der deutschen Gewässer in akzeptablem Zustand +++

Die meisten Oberflächengewässer in Deutschland sind in mindestens unbefriedigendem ökologischem Zustand. Das geht aus einem Bericht des Bundesumweltministeriums an die EU-Kommission hervor. Demnach sind rund 34 Prozent der Gewässer in einem "unbefriedigenden", 19 Prozent sogar in einem "schlechten" Zustand. Bei 36 Prozent sei die Qualität "mäßig", knapp 8 Prozent werden als "gut" und nur 0,3 Prozent als "sehr gut" bewertet. Über den Report hatte zunächst die "Passauer Neue Presse" berichtet.

+++ 15.43 Uhr: Mann mit Clowns-Maske greift Passanten an +++

Schon wieder ruft ein gewalttätiger Horror-Clown die Polizei auf den Plan. Ermittler in Bayern suchen nach einem Unbekannten, der am Freitagabend in einem Wohngebiet in Augsburg als Clown maskiert einen Passanten angegriffen haben soll. Aus einem Gebüsch heraus soll er den 40 Jahre alten Fußgänger von hinten angefallen, festgehalten und ihm einen Schlag auf den Rücken versetzt haben, teilten die Beamten am Samstag mit. Nach Angaben des Opfers habe der Fremde eine Ganzkopf-Gummimaske mit Clownsmotiv getragen, hieß es, der Angreifer sei unerkannt geflüchtet.

+++ 13:26: Piraten drängen in Island an die Macht +++

Unter dem Eindruck des Skandals um die "Panama Papers" ist in Island am Samstag ein neues Parlament gewählt worden. Die letzten Meinungsumfragen vor dem Urnengang sagten voraus, dass die Wähler die bisherige Rechtskoalition abstrafen wollen - und zwar zugunsten eines Links-Bündnisses unter Führung der Piratenpartei. Allerdings war die Zahl der Unentschlossenen noch bis kurz vor der Wahl hoch. Die Wahllokale sollten um 22 Uhr Ortszeit (Mitternacht MESZ).

+++ 11.48 Uhr: Angela Merkel bleibt CSU-Parteitag fern +++

Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) kommt Ende nächster Woche nicht als Gastrednerin zum Parteitagder Schwesterpartei CSU. Dies verlautete am Samstag aus CSU-Kreisen. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" haben sich Merkel und CSU-Parteichef Horst Seehofer am Freitagabend im Kanzleramt in einem Vier-Augen-Gespräch darauf geeinigt, dass Merkel nicht in München reden werde. Die Annäherung beider Parteien nach anhaltenden Streitigkeiten vor allem um die Flüchtlingspolitik sei noch nicht abgeschlossen, heißt es. Aus dem Fernbleiben der Kanzlerin vom CSU-Parteitag folge nicht automatisch, dass Seehofer auch nicht zum CDU-Parteitag Anfang Dezember in Essen fahre, heißt es.

+++ 09.55 Uhr: Irakische Einheiten starten Angriff im Westen von Mossul +++

Irakische Spezialeinheiten haben am Samstag im Westen der Stadt Mossul eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt Tal Afar gestartet. Mit dem Angriff sollten die Versorgungswege der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) von Mossul zur syrischen IS-Hochburg Rakka gekappt werden, sagte der Sprecher der Spezialeinheiten, Ahmed al-Assadi, der Nachrichtenagentur AFP. Gleichzeitig solle Mossul noch stärker eingekesselt werden.

+++ 09.18 Uhr: Rebellen-Offensive führt zu heftigen Gefechten in Aleppo +++

Nicht einmal eine Woche nach Ende der zeitweiligen Feuerpause haben sich syrische Rebellen und Regierungstruppen in Aleppo schwere Gefechte geliefert. Die Gruppen des islamistischen Rebellenbündnisses Dschaisch al-Fateh starteten am Freitag nach eigenen Angaben eine Offensive, um sich aus der Belagerung im Ostteil der Stadt zu befreien. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach sich gegen eine baldige Wiederaufnahme russischer Luftangriffe auf Aleppo aus.

Die Schlacht werde "die Besetzung der Westbezirke durch das Regime und die unserem Volk auferlegte Belagerung Aleppos beenden", sagte ein Sprecher der einflussreichen islamistischen Ahrar-al-Scham-Miliz. Dem Bündnis gehören unter anderem die Dschihadisten der Fateh-al-Scham-Front (Armee der Eroberung) an, die bis zu ihrer selbsterklärten Abspaltung vom Terrornetzwerk Al-Kaida Al-Nusra-Front hieß. Seit Juli sind die Rebellen im Osten der Stadt eingekesselt. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, feuerten die Rebellen "hunderte" Geschosse auf den Westteil Aleppos ab. Dabei seien mindestens 15 Zivilisten getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden.

Bob Dylan

Bob Dylan will seinen Literaturnobelpreis in Stockholm entgegennehmen


+++ 08.41 Uhr: Bob Dylan nimmt Literaturnobelpreis an +++

Der US-Musiker Bob Dylan hat nach zweiwöchigem Schweigen erstmals auf die Verleihung des Literaturnobelpreises reagiert: "Ob ich den Preis annehme? Natürlich", zitierte die Schwedische Akademie den 75-Jährigen am Freitag. Die Auszeichnung habe ihn "sprachlos" gemacht, sagte er demnach in einem Telefonat in dieser Woche mit der ständigen Sekretärin der Akademie, Sara Danius.

In einem Interview kündigte Dylan außerdem an, "falls möglich" zur Preisverleihung am 10. Dezember nach Stockholm zu reisen. Es sei "kaum zu glauben", dass er mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden sei, sagte er dem "Daily Telegraph". Dylan war 13. Oktober als erstem Musiker überhaupt der Nobelpreis für Literatur zugesprochen worden. Seitdem hüllte er sich in Schweigen. Auch die Kontaktversuche der Schwedischen Akadamie ignorierte er zunächst, was ihm den Vorwurf der Arroganz einbrachte.

+++ 07.13 Uhr: Hurrikan "Matthew" richtete auf Haiti Schäden von fast zwei Milliarden Dollar an +++

Der Hurrikan "Matthew" hat auf der Karibikinsel Haiti Schäden in Höhe von fast zwei Milliarden Dollar angerichtet. Untersuchungen der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank bezifferten die Schäden und wirtschaftlichen Verluste auf 124 Milliarden haitianische Gourde (1,89 Milliarden Dollar), teilte das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen am Freitag in Port-au-Prince mit.

Die Schäden machen demnach etwa ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukts aus. Der verheerende Sturm, bei dem Anfang Oktober nach offiziellen Angaben 546 Menschen starben, traf ein Land, das als eines der ärmsten der Welt gilt. Besonders stark wurde der Süden Haitis getroffen, der als Kornkammer des Landes gilt. Dort wüteten Stürme mit 250 Stundenkilometern und sintflutartige Regenfälle.

+++ 06.47 Uhr: Tausende Thailänder nehmen an Sarg Abschied von König Bhumibol +++

Gut zwei Wochen nach seinem Tod ist der Leichnam des thailändichen Königs Bhumibol Adulyadej in Bangkok aufgebahrt worden. Zehntausende Menschen versammelten sich am Samstag vor dem Großen Palast, um am Sarg des verstorbenen Monarchen zu defilieren. Viele von ihnen hatten vor der Königsresidenz in Zelten übernachtet. "Ich habe hier seit 01.00 Uhr gewartet", sagte der 84-jährige Saman Daoruang. Nach Behördenangaben sollen 10.000 Besucher pro Tag zum Sarg des Königs vorgelassen werden.

Viele Thailänder verehren den König mit nahezu religiöser Hingabe. Vor dem Großen Palast fanden sich seit dem Tod des dienstältesten Monarchen der Welt am 13. Oktober tausende Menschen - zum Teil von weit her - zu Trauerbekundungen ein.

+++ 04.55 Uhr: Clown-Ausbilder: "Horror"-Clowns missbrauchen positives Image +++

Die derzeit viel diskutierten "Horror"-Clowns missbrauchen nach Ansicht eines Clown-Ausbilders das eigentliche Wesen der als Spaßmacher gedachten Figur. "Das positive Image des fröhlichen, liebevollen Clowns wird durch Angst und Schrecken ersetzt", sagte der Akademiedirektor der Clownschule in Hofheim, Michael Stuhlmiller, der Deutschen Presse-Agentur. Auch äußerlich habe das Bild nichts mit dem des tatsächlichen Clowns zu tun. "Wir echten Clowns laufen kaum noch mit bunten Anzügen und voll geschminkt herum. Das Kostüm kennen wir meist nur noch von Fasching."

+++ 03.12 Uhr: Stoiber: Merkel sollte Kanzlerkandidatur nicht "vorschnell" erklären +++

Der CSU-Ehrenvorsitzende und frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat sich dagegen ausgesprochen, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) jetzt schon erneut zur Kanzlerkandidatin zu erklären. Erst müsse man die Inhalte - Stichwort: Flüchtlingsobergrenze - festlegen, dann erst die Personen, sagte Stoiber der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung (Samstag). "Ein reiner Formelkompromiss, der bei den Leuten den Eindruck erweckt, die CSU hätte ihre Position in der Flüchtlingspolitik aufgegeben, wäre schlimm. Dann sind schnell fünf bis zehn Prozent Wähler weg", fügte der 75-Jährige hinzu.

In einem Leitantrag zum CSU-Parteitag Ende kommender Woche, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag, heißt es: "Die Zahl von max. 200 000 neuen Flüchtlingen pro Jahr bildet die Obergrenze für unsere Aufnahmefähigkeit ab. Wir wollen die Obergrenze gesetzlich festschreiben." Das ist der zentrale Streitpunkt zwischen CSU-Chef Horst Seehofer und Merkel. 

+++ 02.44 Uhr: Bundeswehr will für Cyber-Kriegführung zivile Experten anwerben +++

Für die Cyber-Kriegführung will die Bundeswehr künftig auch auf Experten aus der freien Wirtschaft zurückgreifen. Die Bundeswehr werde "gezielt eine hoch qualifizierte und schlagkräftige "Cyber-Reserve"" aufbauen, heißt es im Entwurf eines Konzepts für eine solche Einheit. Dabei wolle man "auch auf ungediente Freiwillige und Seiteneinsteiger" zurückgreifen, steht in dem internen Dokument aus dem Verteidigungsministerium, das der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt.

In dem Konzept werden vier Zielgruppen definiert, um die man sich besonders bemühen wolle. Zum einen gehe es um "Exzellenzen" sowie "Top-Führungskräfte", die für einzelne Projekte oder "spezifische Beratungsleistungen" gewonnen werden sollen. Zum anderen sollen ausscheidende Soldaten mit IT-Kenntnissen an die Truppe gebunden werden. Vor allem aber will man sich um Seiteneinsteiger bemühen.

+++ 01.32 Uhr: Venezuela-Krise: Ban Ki Moon warnt vor Eskalation +++

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die sozialistische Regierung und die Opposition in Venezuela vor einer weiteren Eskalation der Lage gewarnt. Alle Akteure müssten die Polarisierung reduzieren und in einen Dialogprozess eintreten, teilte ein Sprecher in New York mit. Nach Massendemonstrationen hatte die Opposition zu einem Generalstreik aufgerufen, weil der von den Sozialisten dominierte nationale Wahlrat ein Referendum zur Abwahl von Präsident Nicolás Maduro vorerst blockiert hat.

Ban Ki Moon begrüßte die Bereitschaft des Vatikans und der Union südamerikanischer Staaten (Unasur), in dem Konflikt zu vermitteln. Am Sonntag sollen Gespräche zwischen beiden Lagern auf der Isla Margarita beginnen. "Der UN-Generalsekretär verfolgt die Situation weiterhin mit Sorge", erklärte der Sprecher. Das geltende Recht, die Verfassung und Menschenrechte inklusive das Recht auf freie Meinungsäußerung müssten eingehalten werden.

Die Opposition wirft Maduro vor, Venezuela in eine Diktatur zu verwandeln. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet wegen des Mangels an Devisen, Korruption und Misswirtschaft unter einer dramatischen Versorgungskrise. Das Parlament, in dem die Opposition die Mehrheit hat, wurde faktisch ausgeschaltet, seit Monaten regiert Maduro mit umstrittenen Notstandsdekreten.

amt/anb / DPA / AFP