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News des Tages: Trump-Sprecher verteidigt seine Zahlen zu Antrittsfeier

USA steigen aus Handelsabkommen aus +++ Bundespolizei leitet Ermittlungen gegen Berliner S-Bahn-Mitarbeiter ein +++ Trump behält Steuererklärung nun doch für sich - Wikileaks greift an +++ AfD will Höcke nicht ausschließen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Sean Spicer, Pressesprecher des Weißen Hauses, bei seiner ersten offiziellen Pressekonferenz

Sean Spicer, Pressesprecher des Weißen Hauses, bei seiner ersten offiziellen Pressekonferenz

Die News des Tages im Überblick:

+++ 21.28 Uhr: Sprecher des Weißen Hauses sieht sich Wahrheit verpflichtet +++

Der der Lüge bezichtigte Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, sieht sich der Wahrheit verpflichtet. "Es ist unsere Absicht, Sie nie anzulügen", sagte Spicer bei einem Briefing vor Journalisten im Weißen Haus. "Ich glaube, wir müssen ehrlich sein zum amerikanischen Volk", betonte Spicer und fügte hinzu: "Wir tun alle unseren Job so gut wie wir können." 

Er blieb allerdings bei seiner Darstellung, Trumps Vereidigung habe die größte Zahl von Zuschauern aller Amtsantritte von US-Präsidenten angezogen. Er erklärte dies damit, dass Millionen von Menschen das Ereignis auf Internetkanälen wie Youtube verfolgt hätten. Diese Möglichkeiten standen bei früheren Präsidenten nicht oder nicht in der derzeitigen Ausbaustufe zur Verfügung. Allerdings hatte Spicer bei seinem in den sozialen Netzwerken bereits legendär gewordenen Auftritt gesagt, dass die Zuschauerschaft bei Trumps Inaugurationsfeier "sowohl vor Ort als auch rund um den Globus" die "größte aller Zeiten" war. Nutzungszahlen der öffentlichen Verkehrsmittel sowie Fotovergleiche deuten allerdings daraufhin, dass dies zumindest vor Ort nicht stimmt.


+++ 19.44 Uhr: Mexiko will sich unabhängiger von USA machen +++

Nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump will sich Mexiko unabhängiger von den Vereinigten Staaten machen. "Wir sind eine weltoffene Nation. Wir werden unsere wirtschaftlichen Beziehungen diversifizieren", kündigte der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto an. Mexiko werde sein Verhältnis zu Argentinien und Brasilien stärken, das Freihandelsabkommen mit der EU modernisieren und bilaterale Verträge mit asiatischen Ländern schließen. Mexiko ist wirtschaftlich sehr eng mit den USA verbunden. 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die Vereinigten Staaten.

+++ 18.44 Uhr: Trump vollzieht ersten Schritt gegen Abtreibung +++

US-Präsident Donald Trump hat zu Beginn seiner ersten vollen Woche im Amt eine Regelung im Umgang mit Abtreibung geändert. Ausländische Organisationen dürfen künftig nur dann Entwicklungshilfe von den USA bekommen, wenn sie keine Abtreibungsberatung anbieten oder Abtreibungsempfehlungen aussprechen. Die Regelung, als "Mexiko-City-Politik" bekannt, wird seit 1984 jeweils im Wechsel von republikanischen Präsidenten eingesetzt und von demokratischen Präsidenten wieder aufgehoben. Die Republikaner lösen damit Wahlversprechen an ihre streng christlich-religiösen Wählerschichten ein.

+++ 18.35 Uhr: Ex-Präsident Bush verlässt nach Lungenentzündung Intensivstation +++

Der an einer Lungenentzündung erkrankte frühere US-Präsident George H.W. Bush hat die Intensivstation verlassen. Das teilten Ärzte des Krankenhauses in Houston (Texas) bei einer Pressekonferenz mit. Der Gesundheitszustand des Vaters des früheren Präsidenten George W. Bush habe sich stabilisiert. "Er sitzt aufrecht, schaut Fernsehen und scherzt mit den Ärzten", sagte der Mediziner Clint Doerr. Der 92-Jährige war künstlich beatmet worden. Seine Frau Barbara (91) war ebenfalls wegen einer schweren Erkältung in ein Krankenhaus gebracht worden, konnte dieses aber inzwischen verlassen.

+++ 18.13 Uhr: Kein Durchbruch am Ende des ersten Tags der Syrien-Konferenz +++

Der erste Verhandlungstag der Syrien-Konferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana ist ohne greifbare Fortschritte zu Ende gegangen. Dies teilten Vertreter der syrischen Regierung und ein Sprecher der Rebellen am Verhandlungsort mit. An dem Treffen hatten Vertreter der syrischen Regierung und mehrerer Rebellengruppen unter Vermittlung Russlands und der Türkei teilgenommen. Direkte Gespräche mit der Regierung hatten die Rebellen am Montag zunächst abgelehnt. Zum Auftakt des Treffens hatte ein Rebellensprecher für den Fall eines Scheiterns der Konferenz eine Wiederaufnahme der Kämpfe angedroht.

+++ 17.56 Uhr: USA ziehen sich aus Transpazifik-Handelsabkommen zurück +++

Die Vereinigten Staaten steigen aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP aus. Der neue US-Präsident Donald Trump unterzeichnete ein entsprechendes Dekret. Er setzte damit eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen um.

Den Ausstieg aus dem unter seinem Vorgänger Barack Obama ausgehandelten Abkommen mit elf Staaten bezeichnete Trump vor den Fernsehkameras im Oval Office als "großartige Sache für den amerikanischen Arbeiter".

In der geplanten Freihandelszone sollten sich die USA mit Australien, Brunei, Chile, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam zusammenschließen. Zusammen stehen diese Länder für rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

+++ 17.16 Uhr: AfD will Landeszuschüsse für Mahnmal für NS-Opfer streichen +++

Die AfD im Stuttgarter Landtag will die Zuschüsse des Landes für eine französische Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes streichen. "Die Landesregierung vernachlässigt ihre Kernaufgaben", hieß es zu Begründung. Es geht um 120.000 Euro pro Jahr für das Mémorial National de Gurs. Aus dem Lager am Fuße der Pyrenäen wurden ab 1942 Tausende Menschen in deutsche Vernichtungslager verschleppt. Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) nannte die Forderung ein Zeichen der geschichtsvergessenen Haltung der AfD.

+++ 16.59 Uhr: Retter bergen drei Hundewelpen aus verschüttetem Hotel +++

Italienische Rettungsteams haben drei Hundewelpen aus dem von einer Lawine verschütteten Berghotel in den Abruzzen geborgen. Dass die wenige Wochen alten Hirtenhunde noch lebten, gab auch ihrer Suche nach 23 noch vermissten Hotelinsassen wieder Auftrieb. Unterdessen stellt sich mehr und mehr die Frage, ob sich die Tragödie hätte verhindern lassen.

+++ 16.38 Uhr: Kontrolleure sollen Berliner S-Bahn-Gäste abgezockt haben +++

Kontrolleure sollen in der Berliner S-Bahn gezielt Hauptstadt-Touristen abgezockt haben. Die Bundespolizei habe Ermittlungen gegen mehrere Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens wegen Betrugs und Unterschlagung eingeleitet, teilte die Behörde mit. Die Fahrkartenkontrolleure erhoben danach wiederholt betrügerisch Geld und steckten es selber ein. Touristen aus dem In- und Ausland ohne gültigen Fahrschein sollen für das erhöhte Entgelt von 60 Euro keine Quittung bekommen haben. Die Mitarbeiter der eingesetzten Sicherheitsfirma hielten laut Bundespolizei gezielt nach ausländischen Fahrgästen Ausschau, die nicht mit den hiesigen Bestimmungen vertraut waren. Ertappte Reisende seien unter Druck gesetzt worden. 

+++  15.18 Uhr: Skifahrerin fällt aus Sessellift in Windschutzscheibe eines Autos +++ 

Ein Skifahrerin ist in Österreich aus einem Sessellift gestürzt und hat nach ihrem sieben Meter tiefen Fall die Windschutzscheibe eines Autos durchschlagen. Sie erlitt viele Brüche, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein etwa 30 Jahre altes Paar aus Ungarn auf der Talfahrt des Sessellifts im Skigebiet Stuhleck auf Höhe der Mittelstation aus unerfindlichen Gründen den Sicherheitsbügel geöffnet. Daraufhin stürzten beide aus dem Lift. Der Mann fiel in ein an der Station aufgespanntes Sicherheitsnetz, die Frau stürzte auf das fahrende Auto. Der Fahrer des Wagens wurde durch die Splitter leicht verletzt.
Ein Sturz auf die Straße wäre wahrscheinlich noch schlimmer für die Ungarin ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 14.37 Uhr: Kaum Hoffnung auf Überlebende in verschüttetem Hotel +++

Trotz schwindender Hoffnung haben die Bergungsteams die Suche nach Überlebenden im dem von einer Lawine verschütteten Berghotel in den Abruzzen fortgesetzt. Unter großen Gefahren suchten sie die letzten Nischen ab, in die sich noch Überlebende hätten flüchten können. "Wir kämpfen gegen die Zeit, wir wissen, dass wir uns beeilen müssen", sagte Feuerwehrsprecher Luca Cari am Montag im Fernsehen. Doch die Umstände seien wenig günstig. Seit dem Lawinenabgang am späten Mittwochnachmittag wurden zehn Menschen gerettet, darunter drei Kinder. Sechs Leichen wurden geborgen, 23 Menschen gelten noch als vermisst. Doch von ihnen fehlt jedes Lebenszeichen, zudem müssen die Rettungsmannschaften neue Lawinenabgänge fürchten.

+++ 14.33 Uhr: Tödlicher Schuss in Maisfeld: Jäger verurteilt +++

Nach einem tödlichen Schuss auf ein Paar in einem Maisfeld ist ein Jäger zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der 31-Jährige habe ganz erheblich gegen seine Sorgfaltspflicht im Umgang mit dem Gewehr verstoßen, erklärte der Vorsitzende Richter des Amtsgerichts Nauen in Brandenburg. Der Jäger hatte an einem Abend im September 2015 in einem Maisfeld in der Dämmerung auf ein vermeintliches Wildschwein schießen wollen. Die Kugel traf jedoch die im Feld sitzenden Opfer, tötete einen 31-Jährigen und verletzte dessen damals 23-jährige Begleiterin schwer am Arm. Nach einem außergerichtlichen Vergleich bekommen die Eltern des Toten sowie die Verletzte außerdem ein Schmerzensgeld von 15.000 beziehungsweise 25.000 Euro.

+++ 14.18 Uhr: Wiener Terrorverdächtiger hatte Kontakt zu strafunmündigem Kind +++

Der in Wien gefasste Terrorverdächtige stand mit einem möglichen Komplizen in Verbindung, der noch keine 14 Jahre alt ist. "Die beiden haben miteinander intensiven Kontakt gehabt", sagte der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, in Wien. Es sei in Österreich das erste Mal, das praktisch ein Kind im Umfeld eines möglichen Attentäters aufgespürt werde. Es habe eine erste Anhörung des noch Strafunmündigen und seiner Eltern gegeben.

+++ 13.47 Uhr: Eigenen Sohn erschossen: Tatverdächtiger wohl dement +++

Ein wegen Mordes an seinem Sohn angeklagter 89-Jähriger war bei der Tat wahrscheinlich an Demenz erkrankt. Der psychiatrische Gutachter stellte im Prozess am Landgericht Memmingen eine zumindest leichte Demenz mit paranoiden Zügen fest.
Dies hätten auch Tests nach der Tat ergeben. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er zum Zeitpunkt der Tat gesund gewesen ist", sagte der Sachverständige. Das Gericht muss nun entscheiden, ob der greise Mann wegen seiner Krankheit vermindert schuldfähig ist.

Er soll bei einem Familienstreit im Unterallgäu seinen 65 Jahre alten Sohn erschossen haben. Der 42 Jahre alte Ehemann der Enkelin des Angeklagten überlebte leicht verletzt - die Kugeln waren an seinem Handy und seinem Schlüsselbund abgeprallt. Der 89-Jährige hatte eine ganze Reihe Schusswaffen legal besessen, weil er ein Sportschütze war. Die Schüsse hat er vor Gericht zugegeben, er habe aber niemanden töten wollen.

+++ 13.29 Uhr: Hat Berliner Rentnermörder ein weiteres Opfer auf dem Gewissen? +++

Nach dem Mord an einem 90-Jährigen in Berlin, der rund zehn Jahre in einer Tiefkühltruhe lag, könnte dem mutmaßlichen Täter eine weitere Rentnerin zum Opfer gefallen sein. Der in der vergangenen Woche verhaftete Mann hatte auch Zugriff auf die Rentenzahlungen einer vor mehr als sechs Jahren verschwundenen Frau, die mit ihm im selben Haus wohnte, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin mitteilten.

Die Ermittler gehen demnach auch in diesem Fall davon aus, dass die Seniorin ermordet wurde. Ihre Wohnung befand sich ganz in der Nähe der Wohnung des tot aufgefundenen Rentners, in einer angrenzenden Straße im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Die Leiche des 90-Jährigen war vor zwei Wochen in dessen Wohnung in einer Tiefkühltruhe gefunden worden, wo sie offenbar seit etwa zehn Jahren eingefroren lag. Nach Polizeiangaben wurde das Opfer getötet. Die Mordkommission kam dem mutmaßlichen Täter durch Videoaufnahmen auf die Spur.

+++ 13.10 Uhr: Bundespolizei stoppt Kindesverschleppung nach Tunesien +++

Die Bundespolizei hat in München das Verschleppen von zwei kleinen Kindern nach Tunesien verhindert. Wegen des Fehlens der Mutter skeptisch gewordene Beamte hätten am Freitag einen 51 Jahre alten Österreicher mit tunesischer Herkunft daran gehindert, sich ohne die österreichische Kindsmutter mit den gemeinsamen zwei und fünf Jahre alten Kindern in sein Heimatland abzusetzen, teilte die Bundespolizeidirektion in München mit.

Demnach gab der Mann bei den Ermittlern an, wegen eines Trauerfalls nach Tunis fliegen zu wollen. Weiter habe er ausgesagt, die Mutter sei schon vorgereist, sei telefonisch aber nicht zu erreichen. Da der Mann von der Frau aber keine schriftliche Einverständniserklärung für die Ausreise vorlegen konnte, stellten die Bundespolizisten weitere Ermittlungen an.

Zur selben Zeit habe die 29 Jahre alte Mutter in Österreich die Polizei alarmiert und den Verdacht geäußert, dass ihr Mann sich wegen der bevorstehenden Scheidung absetzen wolle. Der Mann wurde daraufhin festgenommen, die Frau reiste nach München und bekam dort ihre Kinder ausgehändigt. Inwieweit das Vorgehen des Manns strafbar war, muss nun die Staatsanwaltschaft klären.

+++ 13.00 Uhr: Rodelunfall am Feldberg: Fünf Verletzte +++

Beim Schlittenfahren am Feldberg im Schwarzwald sind bei einem Unfall fünf Menschen verletzt worden, darunter drei Kinder. Eine 38 Jahre alte Frau und ihre neunjährige Tochter konnten ihren gemeinsamen Schlitten auf einer rasanten Fahrt einen Hang hinunter nicht stoppen, wie die Polizei mitteilte. Zudem konnten sie, weil sie zu schnell unterwegs waren, nicht richtig lenken. Der Schlitten erfasste einen 36 Jahre alten Familienvater und seine beiden Töchter im Alter von einem und und vier Jahren. Alle fünf Beteiligten wurden leicht verletzt, sie erlitten Prellungen.

Gegen die Rodlerin wird den Angaben zufolge ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Das Unglück hatte sich am Sonntagnachmittag ereignet.

+++ 12.51 Uhr: Wie im Actionfilm: Polizist klammert sich an Auto fest +++

In Actionfilm-Manier ist ein Schweizer Polizist auf die Motorhaube eines Autos gehechtet, dessen Fahrer ihn offenbar anfahren wollte. Der Beamte klammerte sich fest und wurde 200 Meter mitgeschleift, wie die Polizei berichtete. Der 19 Jahre alte Fahrer habe schließlich angehalten und sei festgenommen worden.
Der Polizist sei nicht verletzt worden.

Der Fahrer habe versucht, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen. Der Zwischenfall passierte in der Nacht zu Sonntag in Wetzikon bei Zürich. Ob der Mann alkoholisiert war oder einen anderen Grund hatte, die Polizeikontrolle zu fürchten, teilte die Polizei nicht mit.

+++ 12.33 Uhr: Wann trifft Trump die Kanzlerin? Seibert: "Alles hat seine Zeit" +++

Die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel setzt auf einen starken Zusammenhalt der Europäischen Union gegenüber dem neuen US-Präsidenten Donald Trump und seiner Administration. Zusammenzustehen sei generell ein Kernpunkt der EU-Politik, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er sehe keine innereuropäische Konkurrenz darin, dass die britische Premierministerin Teresa May als erste Regierungschefin der EU bereits am Freitag Trump in Washington treffen werde. Die USA und Großbritannien hätten immer schon besonders enge Beziehungen gehabt. 

+++ 12.10 Uhr: AfD-Spitze verzichtet auf Parteiausschlussverfahren gegen Höcke +++

Der AfD-Bundesvorstand verzichtet offensichtlich auf ein Parteiausschlussverfahren gehen den umstrittenen Thüringer Fraktionschef Björn Höcke. Das berichtete die ARD unter Berufung auf eigene Recherchen. Der Vorstand warf nach Angaben von Parteichefin Frauke Petry aber Höcke parteischädigendes Verhalten vor und will Ordnungsmaßnahmen gegen ihn einleiten. Dem ARD-Bericht zufolge fand ein Parteiausschlussverfahren in dem Gremium keine Mehrheit. Der Sender MDR zitierte jedoch Petry mit den Worten: "Der Bundesvorstand stellt fest, dass Höckes Äußerungen im Rahmen dessen Rede vom 17. Januar 2017 dem Ansehen der Partei geschadet haben." Daher halte man es für erforderlich, parteiliche Ordnungsmaßnahmen einzuleiten. Geprüft würden dabei alle rechtlichen und politischen Gesichtspunkte, die dabei zu bedenken seien.


+++ 11.59 Uhr: FDP unterstützt Steinmeier +++

Die FDP hat ihre Unterstützung für die Kandidatur von Frank-Walter Steinmeier (SPD) für das Amt des Bundespräsidenten erklärt. Parteichef Christian Lindner sagte in Berlin, er werde den Wahlleuten der FDP in der Bundesversammlung empfehlen, für Steinmeier als Nachfolger von Joachim Gauck zu stimmen. Steinmeier sei ein "erfahrener Regierungspolitiker", der sich immer als Anwalt der Grundwerte dieser Republik verstanden und auch bewiesen habe.

+++ 11.46 Uhr: 61-Jährige stirbt bei Winterwanderung in Thüringen +++

Bei einer Winterwanderung in Thüringen ist eine 61-Jährige tödlich verunglückt. Sie sei am Sonntagnachmittag zusammen mit ihrem Ehemann in der Nähe von Suhl auf schwer zugänglichen Waldwegen und auch quer durch den Wald gelaufen, teilte die Polizei mit. Anwohner hätten am Abend Hilferufe gehört und die Polizei alarmiert. Mit Unterstützung von Feuerwehr, Bergwacht und einer Rettungshundestaffel wurde der 63 Jahre alte Mann stark unterkühlt gefunden. Er berichtete, dass er gestürzt sei und das Bewusstsein verloren habe.

Die Frau wurde laut Polizei erst gegen 2.00 Uhr entdeckt - für sie kam jede Hilfe zu spät. Offensichtlich sei sie bei hohem Schnee und vereisten Wegen gestürzt und habe sich schwer verletzt, erklärte die Polizei. In der Nacht herrschten zweistellige Minusgrade. Nähere Erkenntnisse zu den Todesumständen erhoffen sich die Ermittler von einer Obduktion.

+++ 11.35 Uhr: Vermisster Kater nach Monat lebend in Kanalisation gefunden +++

Ein vermisster Kater ist mehr als einen Monat nach seinem Verschwinden lebend in der Kanalisation gefunden worden und nach Hause zurückgekehrt. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine Passantin am Sonntag in Leutenbach bei Stuttgart Miauen aus einem verschlossenen Kanal gehört und die Beamten verständigt. Als die den Kanaldeckel geöffnet hatten, stieg eine Beamtin in den vier Meter tiefen Schacht, lockte den Kater mit Leckerlis und befreite ihn schließlich aus seiner misslichen Lage. Die 29-jährige Besitzerin hatte den Ausreißer namens "Merlin" bereits seit Mitte Dezember vermisst und mit Flugblättern gesucht, so dass sie schnell ausfindig gemacht wurde.

+++ 11.27 Uhr: Putin kommt nicht zur Münchner Sicherheitskonferenz +++

Kremlchef Wladimir Putin wird nicht an der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar teilnehmen. "Das ist im Kalender des Präsidenten nicht vorgesehen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Im vergangenen Jahr hatte Regierungschef Dmitri Medwedew Russland in München vertreten.
Die diesjährige Sicherheitskonferenz vom 17. bis 19. Februar wird besonders im Zeichen des Regierungswechsels in den USA stehen. Für die USA wird der neue Verteidigungsminister James Mattis teilnehmen. Russlands Präsident werde bald mit seinem neuen Kollegen Donald Trump telefonieren, sagte Peskow. Ein Treffen sei jedoch noch nicht geplant.

+++ 10.51 Uhr: Zwei Tote und viele Verletzte bei Stierkampf in Indien +++

Bei eigentlich verbotenen Stierkämpfen sind in Indien zwei Menschen gestorben und mehr als 90 verletzt worden. Das bestätigte die Polizei. Die Unfälle passierten im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, kurz nachdem die Staatsregierung ein seit Jahren geltendes gerichtliches Verbot am Samstag vorläufig aufgehoben hatte. Die zwei Männer wurden beim Kampf mit einem Bullen schwer verletzt und starben am Sonntagabend auf dem Weg ins Krankenhaus.

Der Stierkampf, der in Südindien seit Jahrhunderten rund um das Erntefest Pongal im Januar praktiziert wird, heißt Jallikattu. Dabei werden Bullen Preise, meistens Bündel mit Münzen, an die Hörner gebunden. Die teilnehmenden Männer versuchen dann, die Bullen zu Boden zu ringen, um an die Preise zu gelangen. Dabei sterben regelmäßig Menschen, auch Tiere werden häufig verletzt.

+++ 10.47 Uhr: Amokfahrer von Melbourne soll wegen Fünffach-Mordes angeklagt werden +++

Der mutmaßliche Amokfahrer von Melbourne soll sich wegen fünffachen Mordes vor Gericht verantworten. Der 26-Jährige war am vergangenen Freitag mit einem gestohlenen Auto in die Fußgängerzone der australischen Millionenmetropole gerast - offenbar mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu töten. Zum ersten Termin, bei dem die Vorwürfe verlesen wurden, erschien er heute nicht. Das Hauptverfahren soll im August beginnen.

+++ 10.46 Uhr: Ägypten: Angreifer töten fünf Soldaten +++

Auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel haben Angreifer fünf Soldaten getötet. Wie die Armee mitteilte, wurden die Männer am Sonntag von "fundamentalistischen Elementen" getötet. Einzelheiten zu dem Angriff gab die Armee nicht bekannt. Zunächst bekannte sich auch niemand zu der Tat.

In Ägypten haben Dschihadisten seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 hunderte Polizisten und Soldaten getötet. Die meisten Angriffe gab es auf der Sinai-Halbinsel, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt. Sie wurden meist vom Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verübt.

+++ 10.35 Uhr: Nach tödlichen Schüssen von Reichsbürger: Ermittlungsverfahren gegen Polizisten +++

Nach den tödlichen Schüssen eines sogenannten Reichsbürgers in Franken hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ein Ermittlungsverfahren gegen einen Polizeibeamten eingeleitet. Der Beamte habe die von dem "Reichsbürger" ausgehende Gefahr erkannt und hätte die tödliche Schussabgabe auf einen 32 Jahre alten Polizisten womöglich verhindern können, teilte die Anklagebehörde mit. Ihm werde Beihilfe zum Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen.

+++ 10.33 Uhr: Tugce-Schläger schlägt Beschwerde gegen Abschiebung ein +++

Der wegen des gewaltsamen Todes von Tugce Albayrak verurteilte Täter hat Beschwerde gegen seine Abschiebung eingelegt. Die Beschwerde von Sanel M. gegen den Eilbeschluss des Wiesbadener Verwaltungsgerichts vom 10. Januar sei am vergangenen Freitag eingegangen, sagte Gerichtssprecherin Patricia Evers der Deutschen Presse-Agentur. Das Verwaltungsgericht hatte den Eilantrag des 20-Jährigen gegen seine Abschiebung und Ausweisung zurückgewiesen. Die Beschwerde werde an den Verwaltungsgerichtshof in Kassel weiter geleitet, der dann rechtskräftig entscheide. Bis dahin kann Sanel M., der derzeit noch seine Strafe verbüßt, nicht nach Serbien abgeschoben werden.

+++ 10.23 Uhr: Brandstiftung in Flüchtlingsunterkunft: Zwei Verdächtige festgenommen +++

Nach dem Brand in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Baden-Württemberg sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Beide räumten eine Beteiligung an der Brandstiftung ein und sitzen nun in Untersuchungshaft, wie die Polizei Heilbronn und die Staatsanwaltschaft Stuttgartmitteilten. Die 24 und 33 Jahre alten Männer wurden demnach bereits am Wochenende festgenommen.

Die beiden Verdächtigen sollen für den Brand an zwei Neubauten einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein in der Nacht zum Freitag verantwortlich sein. Bereits am Samstag kamen die Ermittler den Verdächtigen aus dem Hohenlohekreis auf die Spur.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 33-Jährigen fanden sie den Angaben zufolge "belastendes Beweismaterial". Er räumte demnach die Brandstiftung in seiner Vernehmung ein.

Auch bei dem 24-Jährigen wurde belastendes Beweismaterial gefunden. Er räumte ebenfalls ein, an der Brandstiftung beteiligt gewesen zu sein. Ein Haftrichter erließ am Sonntag gegen beide Männer Haftbefehle.

+++ 10.18 Uhr: London: Viele Flugausfälle wegen Nebels +++

Dichter Nebel hat am Montag den Flugverkehr in Teilen Großbritanniens behindert. Besonders betroffen war London. Allein am Airport Heathrow mussten etwa 100 von 1300 Flügen wegen schlechter Sicht abgesagt werden. Auch der Südosten und der Südwesten Englands steckten am Morgen unter einer dicken Nebeldecke. Im Laufe des Tages sollte sich das Wetter Meteorologen zufolge bessern.

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+++ 9.44 Uhr: Wikileaks bittet um Zusendung  von Trumps Steuererklärung +++

Die Enthüllungsplattform Wikileaks bittet um die Zusendung von Trumps Steuererklärung, damit sie auf der Enthüllungsplattform veröffentlicht werden kann.


Zudem kritisierte Wikileaks den Rückzieher des Präsidenten: "Trumps Verletzung seines Versprechens hinsichtlich der Veröffentlichung seiner Steuererklärung ist noch weniger begründet als (Hillary) Clintons Verheimlichung ihrer Goldman Sachs-Abschriften", schrieb Wikileaks am Sonntag auf Twitter. Damit beziehen sich die Enthüller auf angebliche Abschriften von drei hoch bezahlten Reden, die Trumps Gegnerin im Präsidentenwahlkampf vor Vertretern der Investmentbank gehalten hat. Wikileaks hatte die Texte veröffentlicht.


+++ 9.39 Uhr: Syrien-Friedensgespräch beginnen in Astana +++

Nach monatelangen heftigen Kämpfen und der vollständigen Eroberung Aleppos durch das Regime haben neue Syrien-Gespräche in Kasachstan begonnen. "Ich bin zuversichtlich, dass Astana die notwendigen Grundlagen für alle beteiligten Parteien schaffen wird, um eine passende Lösung für die syrische Krise zu finden", sagte der Außenminister Kasachstans, Kairat Abdrachmanow, zur Eröffnung der Verhandlungen in der Hauptstadt Astana. Regime und Rebellen werden dort Teilnehmern zufolge zunächst nicht am gleichen Tisch sitzen. Inhaltlich soll es zunächst um die Stärkung der brüchigen Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland gehen.

+++ 9.12 Uhr: Hamas warnt USA vor Botschaftsverlegung nach Jerusalem +++

Die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas hat dem neuen US-Präsident Donald Trump vor einer geplanten Verlegung der US-Botschaft in Israel gedroht. "Wir warnen vor den Gefahren des Umzugs der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv in das besetzte Jerusalem", hieß es in einer Mitteilung der Hamas, die im Gazastreifen herrscht. Damit "überschreitet die amerikanische Regierung alle roten Linien".

Der Pressesprecher von Trump, Sean Spicer, hatte am Sonntag laut dem Sender CNN gesagt, dass das Weiße Haus sich in den "sehr frühen Phasen" von Gesprächen mit Israel über eine Verlegung der Botschaft nach Jerusalem befinde. Trump hatte bereits mehrfach angekündigt, die Botschaft zu verlegen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

+++ 8.55 Uhr: Schlittschuhläufer bricht in See ein - Lebensgefahr +++

Nach Stunden im eiskalten Wasser und mit einer Körpertemperatur von nur noch 28 Grad ist ein Schlittschuhläufer aus einem See gerettet worden. Der 51-jährige Mann wurde am Sonntag in eine Klinik gebracht, für ihn bestand Lebensgefahr, wie die Polizei im niedersächsischen Cloppenburg am Montag mitteilte. Zuvor war der Mann zusammen mit einem 46-Jährigen auf dem Dümmer See in Damme beim Schlittschuhlaufen durch die Eisdecke gebrochen. Der 46-Jährige konnte jedoch von Passanten gerettet werden; Lebensgefahr bestand bei ihm nicht. Zur Rettung des älteren Mannes musste die Feuerwehr anrücken.

+++ 8.47 Uhr: Vermisste Isländerin tot aufgefunden +++

Eine Woche lang wurde in Island nach einer jungen Frau gesucht - jetzt ist die 20-Jährige tot am Strand gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass die 20-Jährige getötet wurde, wie Medien berichteten. Zwei Männer, die auf einem grönländischen Fischerboot arbeiten, sitzen in Untersuchungshaft. Sie hatten ein Auto gemietet, in dem Spuren der Frau gefunden wurden. Die Isländerin war am vorvergangenen Freitag gemeinsam mit Freunden in Reykjavik unterwegs gewesen und danach nicht zu Hause angekommen.
Handysignale führten die Ermittler in den Ort Hafnarfjördur südlich von Reykjavík, wo ihre Schuhe gefunden wurden. In dem Hafen des Ortes hatte das Boot der Grönländer angelegt.

+++ 7.31 Uhr: US-Geheimdienste durchleuchten angeblich Trumps Sicherheitsberater +++

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, ist einem Zeitungsbericht zufolge wegen seiner Kontakte zu Russland ins Visier der US-Geheimdienste geraten. Der pensionierte Drei-Sterne-General sei von der Spionageabwehr überprüft worden, berichtete das "Wall Street Journal". Gegenstand der Untersuchung sei die Kommunikation zwischen russischen Regierungsvertretern und Trump-Vertrauten gewesen. Ob die Untersuchung noch läuft, ist dem Bericht zufolge unklar. Auch das Untersuchungsergebnis ist demnach nicht bekannt.

+++ 6.40 Uhr: Juristen werfen Donald Trump Verfassungsverletzung vor +++

Verfassungsrechtler in den USA wollen eine Klage gegen Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit seinen Geschäftsinteressen einreichen. Sie werfen dem neuen Staatsoberhaupt vor, dass Einkünfte seiner Hotels und anderer Geschäfte gegen eine Klausel verstoßen, wonach Amtsträger keine Geschenke oder Nebeneinkünfte von ausländischen Regierungen annehmen dürfen, wie die "New York Times" berichtete. Die liberale Überwachungsorganisation fürchtet demnach Einflussnahme ausländischer Mächte auf die US-Politik.

Präsidentensohn Eric Trump, der dem Familiengeschäft als Vizepräsident vorsteht, wehrte sich gegen die Vorwürfe. "Das ist reine Schikane zu politischen Zwecken, und, ehrlich gesagt, finde ich das sehr, sehr traurig", sagte er in einem Interview am Sonntag.
Donald Trumps Anwälte argumentierten unterdessen, die Klausel beziehe sich auf besondere Zuwendungen oder Geschenke, aber nicht auf die reguläre Bezahlung eines Hotelzimmers. "Als die Verfassung aufgesetzt wurde, hätte niemand gedacht, dass es sich bei der Bezahlung einer Hotelrechnung um Nebenbezüge handelt", sagte Sheri A. Dillon diesen Monat bei einer Pressekonferenz.

+++ 5.18 Uhr: Samsung findet Problem beim Galaxy Note 7 +++

Der Smartphone-Marktführer Samsung hat die Brände bei seinem Vorzeigegerät Galaxy Note 7 auf Design- und Produktionsfehler bei den Batterien zurückgeführt. Probleme mit der Hardware und Software des Telefons schloss das südkoreanische Technologieunternehmen hingegen aus.

Fast 700 Experten hätten bei der monatelangen Ursachenforschung mehr als 200.000 Smartphones und mehr als 30.000 Batterien getestet, teilte Samsung am Montag mit. Das Unternehmen übernehme die Verantwortung für "unser Versagen, die Probleme beim Batterie-Design und beim Produktionsprozess vor der Markteinführung des Note 7 zu erkennen und bestätigen", sagte der Leiter der Smartphone-Sparte, Koh Dong Jin, in Seoul. 

Samsung hatte mit dem Telefon, das gegen Apples iPhone 7 antreten sollte, ein für die Branche beispielloses Debakel erlebt. Die Verluste im operativen Geschäft bezifferten die Südkoreaner auf 5,3 Milliarden Dollar (etwa 4,9 Milliarden Euro).

Samsung: überraschende Fakten über den Weltkonzern aus Südkorea

+++ 4.34 Uhr: Terrorverdächtiger aus Neuss wird verhört +++

Nach der Festnahme eines 21-jährigen Terrorverdächtigen im rheinischen Neuss sind umfangreiche grenzüberschreitende Ermittlungen angelaufen. Der Mann soll heute intensiv befragt werden. Außerdem werden die Datenträger untersucht, die am Samstagabend bei der Festnahme beschlagnahmt wurden, wie ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums sagte.

Gegen den 21-Jährigen war am Sonntagabend Haftbefehl ergangen. Er steht im Verdacht, einem 17-jährigen Terrorverdächtigen aus Wien bei den Vorbereitungen für einen Anschlag in Österreich geholfen haben. Die beiden Männer sollen in der Neusser Wohnung mit Mitteln zur Herstellung von Sprengstoff experimentiert haben.

+++ 4.23 Uhr: Super-Bowl-Finale steht fest +++

Die New England Patriots haben in der National Football League zum neunten Mal den Super Bowl erreicht. Die favorisierten Gastgeber bezwangen am Sonntag (Ortszeit) im Playoff-Halbfinale die Pittsburgh Steelers mit 37:16 und treffen im Finale am 5. Februar in Houston auf die Atlanta Falcons, die mit den Green Bay Packers beim 44:21 im zweiten Semifinale ebenfalls keine Probleme hatten. Patriots-Quarterback Tom Brady warf drei Touchdown-Pässe, sein Gegenüber Ben Roethlisberger konnte dagegen nicht überzeugen.

+++ 3.38 Uhr: Sexualmord an Freiburger Studentin: Altersgutachten zu Hussein K. in Arbeit +++

Im Fall des Sexualmords von Freiburg rechnen die Behörden in den nächsten vier Wochen mit einem Gutachten zum Alter des Tatverdächtigen. Rechtsmediziner der Freiburger Universität seien in der entscheidenden Phase ihrer Arbeit, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Vom Ergebnis hänge ab, ob der Verdächtige nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angeklagt wird und wie das maximal mögliche Strafmaß aussehe. Nach Jugendstrafrecht sind höchstens zehn Jahre Haft möglich, nach Erwachsenenstrafrecht eine lebenslängliche Gefängnisstrafe.

Dem verdächtigen Hussein K. wird vorgeworfen, Mitte Oktober vergangenen Jahres eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und ermordet zu haben. Er war Anfang Dezember festgenommen worden und sitzt seither in Haft. Zu den Vorwürfen schweigt er. Auch von den Rechtsmedizinern habe er sich nicht befragen lassen, hieß es.
DNA-Spuren von ihm hatte die Polizei am Tatort gefunden. Der Verdächtige behauptet, 17 Jahre alt zu sein und aus Afghanistan zu stammen. Doch daran gibt es Zweifel. 

+++ 3.18 Uhr: Spektakulärer Unfall auf A81 endet glimpflich +++

Ein spektakulärer Unfall auf der Autobahn 81 ist für zwei Männer erstaunlich glimpflich ausgegangen. Die Klappe eines Pommesbuden-Anhängers habe sich bei Boxberg im Main-Tauber-Kreis am Sonntagabend während der Fahrt geöffnet und beim Überholen die Seitenwand eines Wohnmobils aufgeschlitzt, teilte die Polizei mit.
Dabei sei eine Metallschiene in das Wohnmobil eingedrungen und habe dem 44-jährigen Fahrer die Wollmütze vom Kopf gezogen, ohne ihn zu verletzen. "Der Fahrer hat Riesenglück gehabt", sagte ein Polizeisprecher.

Der Pommesbuden-Anhänger schleuderte anschließend in die Mittelschutzplanke und prallte gegen das Wohnmobil, so dass dieses ebenfalls von der Fahrbahn abkam. Auch der 50-jährige Fahrer des Imbissbuden-Gespanns blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von mehr als 120.000 Euro.

+++ 2.48 Uhr: Frankreich: Hamon fordert Valls bei Sichwahl heraus +++

Bei der Kür ihres Präsidentschaftskandidaten stehen Frankreichs Sozialisten vor einer Zerreißprobe. In der ersten Runde der Vorwahl setzte sich der stramm linke Ex-Minister Benoît Hamon überraschend an die Spitze. Er trifft nun in der Stichwahl am kommenden Sonntag auf den früheren Regierungschef Manuel Valls, der sich mit dem zweiten Platz begnügen musste. Die beiden sind programmatisch unversöhnlich und verkörpern die zerstrittenen Flügel der Partei. Die Regierungspartei steckt auch infolge der glücklosen Präsidentschaft von François Hollande in einer tiefen Krise.

Valls war ursprünglich als Favorit ins Rennen gegangen. Doch Hamon lag mit 36,3 Prozent gut fünf Prozentpunkte vor ihm - und bekam zudem noch am Sonntagabend die Unterstützung des Drittplatzierten Arnaud Montebourg, der knapp 18 Prozent holte. Damit erscheint ein Linksruck der Sozialisten vorgezeichnet.

+++ 2.28 Uhr: AfD berät wohl über Parteiausschluss von Björn Höcke +++

Nach seinen heftig kritisierten Äußerungen zum Berliner Holocaust-Mahnmal und zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit erwägt die AfD einem Medienbericht zufolge, sich von Björn Höcke zu trennen. Wie die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf AfD-Parteikreise berichtete, will der Bundesvorstand der rechtspopulistischen Partei in einer Telefonkonferenz über ein Parteiausschlussverfahren gegen den umstrittenen thüringischen Landeschef beraten.

Ein Grund dafür sei offenbar Höckes Rede in Dresden am vergangenen Dienstag, bei der er das Berliner Holocaust-Mahnmal als "Denkmal der Schande" bezeichnet hatte. Laut einem im Internet kursierenden Video sprach er zudem von einer "dämlichen Bewältigungspolitik" und forderte eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad".

+++ 0.53 Uhr: Atlanta Falcons stehen im Super Bowl-Finale +++

Die Atlanta Falcons haben sich als erstes Team für den 51. Super Bowl am 5. Februar in Houston qualifiziert. Die Mannschaft um Quarterback Matt Ryan besiegte am Sonntag im Playoff-Halbfinale der National Football League NFL überraschend deutlich die Green Bay Packers mit 44:21 und steht zum zweiten Mal in der Club-Historie im Finale. Überragend bei den Gastgebern war Passgeber Ryan, dem ein Touchdown und vier Touchdown-Pässe gelangen. Auf der Gegenseite ließ die Defensive der Falcons den zuletzt starken Packers-Quarterback Aaron Rodgers kaum zur Entfaltung kommen.

+++ 0.50 Uhr: Gambia: Ex-Staatschef holt sich Extra-Millionen für sein Exil +++

Gambias entmachteter Staatschef Yahya Jammeh hat vor seinem Abflug ins Exil noch einmal kräftig in die Staatskasse gegriffen. Wie am Sonntagabend aus dem Stab seines Amtsnachfolgers Adama Barrow verlautete, soll Jammeh in der Zeit nach seiner Wahlniederlage im Dezember und während des Streits um die Amtsübergabe mindestens 12 Millionen US-Dollar (11,2 Mio Euro) von der Zentralbank Gambias erhalten haben.

Jammeh hatte Gambia am Samstag verlassen und traf am Sonntag in seinem Exil im zentralafrikanischen Staat Äquatorialguinea ein. Anhänger verabschiedeten Jammeh auf dem Flughafen Banjul am Samstag - einige unter Tränen. Sein Gepäck wurde mit einem zweiten Flugzeug transportiert. Anhänger seines Nachfolgers Barrow kritisierten, dass Jammeh seine "Beute" in einer extra Maschine außer Landes bringen dürfe.

Jammeh hatte den kleinen westafrikanischen Staat 22 Jahre mit harter Hand regiert. Nach seiner Abwahl am 1. Dezember vergangenen Jahres hatte sich der bisherige Präsident geweigert, seine Niederlage einzugestehen und sein Amt zu räumen. Erst angesichts der Drohung einer Entmachtung durch 7000 Mann starke Interventionstruppen aus Nigeria, Ghana, Togo und dem Senegal sowie nach Marathonverhandlungen mit Vertretern anderer westafrikanischer Staaten steuerte er um. 

+++ 0.46 Uhr: 16 Tote bei Unwettern in den USA +++

Bei Unwettern im Süden der USA sind am Wochenende mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Nach Behördenangaben starben allein im südöstlichen Bundesstaat Georgia in der Nacht zum Sonntag zwölf Menschen. Darunter waren sieben Einwohner einer Wohnwagenkolonie, wie ein Gerichtsmediziner der Zeitung "Atlanta Journal-Constitution" sagte. Sechs weitere Menschen wurden den Behörden zufolge in Georgia verletzt.

Vier Todesopfer und 20 weitere Verletzte gab es am Samstagmorgen durch einen Tornado im Süden von Mississippi, wie die Behörde für Innere Sicherheit und Rettungswesen des Bundesstaates mitteilte. Die Unwetter richteten zudem in der ganzen Region erhebliche Sachschäden an. Bäume wurden entwurzelt und Stromleitungen beschädigt. Zahlreiche Gemeinden waren dadurch vorübergehend ohne Elektrizität. Die Behörden warnten vor weiteren Wirbelstürmen mit neuen heftigen Regenfällen am Sonntagabend.

+++ 0.42 Uhr: Trump-Beraterin: "Er wird seine Steuerunterlagen nicht veröffentlichen" +++

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben seiner Topberaterin Kellyanne Conway nicht die Absicht, seine Steuerunterlagen zu veröffentlichen. Damit weicht Trump markant von Wahlkampf-Äußerungen ab, in denen er eine andauernde Steuerprüfung als Grund für seine Weigerung angeführt hatte, seine Steuererklärungen offenzulegen.

Conway wies in einem Interview des Senders ABC News am Sonntag darauf hin, dass die Angelegenheit die Bürger auch gar nicht kümmere. "Es hat die Leute nicht interessiert. Sie haben ihn gewählt, und lassen Sie mich das sehr klar machen: Die meisten Amerikaner sind sehr darauf konzentriert, wie ihre eigenen Steuererklärungen während Trumps Amtszeit aussehen werden - nicht wie seine aussehen."

Die Äußerungen der Beraterin stehen in deutlichem Widerspruch zu einer jüngsten "Washington Post"/ABC-Umfrage, der zufolge 74 Prozent der Amerikaner meinen, dass der milliardenschwere Ex-Immobilienunternehmer seine Steuerunterlagen veröffentlichen sollte.

tkr / DPA / AFP