HOME

Reaktionen auf Dresden-Rede: "Björn Höcke ist eine Schande für dieses Land und für die AfD"

Die Rede von AfD-Mann Björn Höcke, in der er das Holocaust-Mahmal als "Denkmal der Schande" bezeichnete, hat ihm und seiner Partei massive Kritik eingebracht. Auch Parteimitglieder distanzieren sich.

Die Titelbild des "Berliner Kurier", der "Hamburger Morgenpost" und der "B.Z." zu der Rede von Björn Höcke

Die Titelbild des "Berliner Kurier", der "Hamburger Morgenpost" und der "B.Z." zu der Rede von Björn Höcke

Björn Höckes Rede in Dresden hat für eine Welle der Empörung gesorgt. Der thüringische AfD-Fraktionsvorsitzende hatte offensichtlich mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." Später wies er die "bösartige und bewusst verleumdende Interpretationen" seiner Rede zurück. Er habe "den Holocaust, also den von Deutschen verübten Völkermord an den Juden, als Schande für unser Volk bezeichnet". Kritik und Unverständnis hagelte es von allen Seiten und aus der eigenen Partei. Ein Überblick:

Reaktionen aus der deutschen Presse

Der "Berliner Kurier" und die "Hamburger Morgenpost" verglichen Höcke auch in Anbetracht des Gesamtkontextes und der Präsentation der Rede in Dresden auf ihren Titelseiten mit Adolf Hitler respektive Joseph Goebbels, dazu der Satz "Er ist wieder da!". Die "B.Z." aus Berlin bildete das Holocaust-Mahnmal auf der einen ("Keine Schande") und Höcke auf der anderen ("Eine Schande") ab.

"Hessische Niedersächsische Allgemeine" (Kassel): "Das Deutschland-erwache-Gefasel des AfD-Mannes ist eine bösartige Variation des Irgendwann-muss-mal-Schluss-sein-Geredes. Dabei hält nur dieses Gerede die Gespenster der Vergangenheit wach. (...) Das soll eine Alternative für Deutschland sein? Mit Neo-Nazis wie Björn Höcke sicher nicht."

"Nordbayerischer Kurier" (Bayreuth): "Die AfD, will sie von Demokraten wählbar sein, muss sich glasklar gegen rechtsaußen abgrenzen. Leute wie Höcke sind nicht tragbar. Mit Demagogen, die die Geschichte verzerren, das Holocaust-Mahnmal als "Denkmal der Schande" verunglimpfen und die deutsche Schuld an Krieg und Judenvernichtung relativieren wollen, sollten deutsche Demokraten nichts zu tun haben wollen."

"Süddeutsche Zeitung" (München): "Höcke hat das Holocaust-Denkmal ein "Denkmal der Schande" genannt, und es ging ihm überhaupt nicht darum, sein Publikum zu lehren, welche Schande der Holocaust war (wie er am Tag darauf weismachen wollte). (...) Höcke überließ seinem Publikum die Interpretation, was er mit "Denkmal der Schande" gemeint haben könnte. Im Fach Perfidie ist er perfekt."

"Frankfurter Rundschau": "Der Auftritt Björn Höckes in Dresden ist eine gezielte Provokation. Ein Tabubruch mit Ansage, für den er den Ort und den Zeitpunkt offensichtlich bewusst ausgewählt hat. (...) Höcke zu ignorieren, verbietet sich dennoch. Es wäre falsch, die Gefahr zu unterschätzen, die von dem auf diese Weise verbreiteten Gedankengut ausgeht - bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein. Mit jedem der wohl kalkulierten Tabubrüche von Höcke und seinesgleichen droht die Menschenfeindlichkeit der extremen Rechten ein Stück mehr salonfähig zu werden."

"Die Welt": "Höcke redet von 'Schande' und dem 'brutal besiegten Volk' - so, als ob sich die Deutschen im Jahr 1935 befänden und bis heute an irgendwelchen 'Schanddiktaten' litten. Sie tun es nicht. Sicher, nach der Debatte über die schwächelnde NPD mag Höcke hoffen, ihre Wähler für sich zu gewinnen. Aber jeder brave Konservative, der einst für die CDU stimmte oder seit Langem nicht wählen geht, doch die Demokratie bejaht, wird durch Höckes Geschmacklosigkeiten von der AfD eher abgestoßen sein. Und das zu Recht."

"Thüringer Allgemeine" (Erfurt): "Wenn Björn Höcke nur zum Ausdruck bringen wollte, wie identitäts- und zukunftsstiftend es sei, auf die herausragenden Leistungen der deutschen Dichter, der deutschen Musikgenies, der großen Maler zurückzublicken, ja dann hätte er wohl recht. Dann hätte er gewiss auch Beifall verdient. Aber: Wenn man einzig dies zum Ausdruck bringen wollte, bemüht man dann wirklich das Beispiel des Mahnmals, das an den vermutlich schrecklichsten Völkermord in der Geschichte erinnert und spricht von einem 'Denkmal der Schande'?"

"Neue Osnabrücker Zeitung": "Höcke verunglimpft Deutschlands zentrale Gedenkstätte für die Opfer des größten Völkermords der Menschheitsgeschichte. Und das Publikum auf der Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation in Dresden applaudiert ihm stehend. Der gelernte Gymnasiallehrer ist der Scharfmacher am braunen Rand einer Gruppierung, die einst als rechtskonservativ-liberale Partei antrat. Höcke geriert sich als Patriot. In Wirklichkeit aber entwürdigt er Deutschland.

"Passauer Neue Presse": Nein, das Holocaust-Mahnmal ist keine Schande für Deutschland, wohl aber ist Björn Höcke eine Schande für dieses Land, für die deutsche Politik und für die AfD.

Reaktionen aus der Politik

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel ging Höcke in einem Facebook-Post hart an. "Björn Höcke verachtet das Deutschland, auf das ich stolz bin", heißt es dort. Höcke unterstelle, der Umgang mit unserer Nazi-Vergangenheit mache uns klein. Das Gegenteil sei richtig: "Dass wir uns unserer Geschichte gestellt, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben, war die Voraussetzung dafür, dass Deutschland weltweit respektiert wird." SPD-Vize Ralf Stegner sprach auf Twitter von einer "Hetz-Rede". "Björn Höcke spricht die Sprache der NSDAP", sagte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber nannte Höckes Äußerungen eine "widerliche Entgleisung". Sie zeige "einmal mehr: die blaubraune Truppe ist keine Alternative für Deutschland", schrieb Tauber auf Twitter. 

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter bezeichnete die Rede Höckes als "unsäglich". Die Fraktionschefs der Linken im Bundestag warfen Höcke Volksverhetzung vor. Sie würden deshalb gegen ihn Strafanzeige erstatten, kündigten Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch an. Ihr Parteifreund Diether Dehm stellte bereits eine entsprechende Anzeige. In Thüringen wurde die Entlassung Höckes als Beamter gefordert. Er ist als Lehrer für Geschichte und Sport derzeit beurlaubt. 

Reaktionen aus der AfD

AfD-Chefin Frauke Petry nannte Höcke "mit seinen Alleingängen und ständigen Querschüssen" eine "Belastung für die Partei". Die AfD müsse sich entscheiden, ob sie den Weg der Republikaner gehen wolle oder den anderer erfolgreicher Parteien wie der FPÖ. Der nordrhein-westfälische AfD-Vorsitzende Marcus Pretzell warf Höcke vor, er treibe zum wiederholten Male "kluge und kritische bürgerliche Wähler" der Partei zurück in das Lager der Nichtwähler. "Zum wiederholten Male drückt sich Björn Höcke sehr missverständlich aus, um es vorsichtig zu formulieren. Zum wiederholten Male rührt er dabei mit größter Ignoranz an einer 12-jährigen Geschichtsepoche, deren Revision wahrlich nicht die Aufgabe der AfD ist." AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel sagte: "Solche unsäglichen, rückwärtsgewandten Debatten sind überflüssig und kontraproduktiv." Höckes Alleingänge schadeten der Akzeptanz der Partei bei den Bürgern.

AfD-Vize Alexander Gauland hingegen sprang Höcke bei. "Die Frage, ob man das mitten in die deutsche Hauptstadt stellen muss", sei vor der Errichtung des Mahnmals breit diskutiert worden, sagte Gauland. Dass Höcke diese Frage nun noch einmal aufgeworfen habe, tauge nicht zum Skandal. "Björn Höcke hat in keiner Weise Kritik an der Erinnerung an den Holocaust geübt." Wenn Höcke darauf hinweise, dass die Leistungen der deutschen Geschichte im öffentlichen Diskurs oftmals "unter der Erinnerung an diese zwölf Jahre" verschwänden, sei das für ihn nachvollziehbar.

fin / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(