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News des Tages: Türkischer Staatsanwalt fordert zehn Jahre Haft für Erdogan-Kritiker Dündar

Facebook startet Projekt gegen Fake News +++ 280.000 Asylsuchende in Deutschland im vergangenen Jahr +++ Frau lässt betrunkenen Ehemann aus Furcht vor Glätte ans Steuer +++ Die News des Tages im Überblick.

Can Dündar

Soll mundtot gemacht werden: der türkische Journalist Can Dündar

Die News des Tages im Überblick.

+++ 18.36 Uhr: Modedesigner Joop will in das Haus seiner Kindheit ziehen +++

Modedesigner Wolfgang Joop (72) will von seiner Villa am Potsdamer Heiligen See auf das Gut seiner Kindheit im Stadtteil Bornstedt ziehen. "In der Villa Metz sind mir die Decken zu hoch", sagte Joop dem Kulturmagazin "AD". "Ich glaube, dass ich auf Gut Bornstedt kreativer sein kann, ich hoffe es." Auf dem Gut habe seine Familie in der Nachkriegszeit als Selbstversorger überleben können, erinnerte sich Joop. "Es kamen Flüchtlinge aus dem Osten, ganze Lastwagen von Leuten gingen in das große Haus, zu meinem Großvater", erzählte der 72-Jährige. "Es war eng, aber immer war da diese Nähe, die ich heute so mühsam rekonstruiere."

+++ 17.53 Uhr: US-Inspekteur vermutet zehntausende "Geistersoldaten" in afghanischer Armee +++ 

Der afghanischen Armee gehören nach Angaben des US-Generalinspekteurs für den Wiederaufbau Afghanistans, John Sopko, vermutlich immer noch zehntausende sogenannte Geistersoldaten an. Washington zahle den Sold für diese Soldaten, obwohl sie nur auf dem Papier existierten, erklärte Sopko am Mittwoch in Washington. Das Geld heimsten oft afghanische Kommandeure ein. Es gebe zudem Hinweise darauf, dass die radikalislamischen Taliban ihre Feldkommandeure anwiesen, den afghanischen Soldaten von den USA gelieferte Waffen, Treibstoff und Munition abzukaufen, sagte Sopko in einer Rede im Politikinstitut CSIS. Für die Aufständischen sei das leichter und preiswerter, fügte der Generalsinspekteur hinzu, der die Korruption in den afghanischen Sicherheitskräften anprangerte.

+++ 17.44 Uhr: Türkische Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre Haft für Journalist Can Dündar +++ 

Die türkische Staatsanwaltschaft hat zehn Jahre Haft für den früheren Chefredakteur von "Cumhuriyet", Can Dündar, gefordert. Auch für den früheren Büroleiter der regierungskritischen Zeitung in Ankara, Erdem Gül, verlangte sie eine zehnjährige Haftstrafe, während für ihren angeblichen Informanten Enis Berberoglu eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert wurde. Auch ein Vertreter von Reporter ohne Grenzen musste sich in Istanbul vor Gericht verantworten. Dündar und Gül hatten im Mai 2015 in "Cumhuriyet" einen Artikel zu geheimen Waffenlieferungen des Geheimdienstes MIT an islamistische Rebellen in Syrien veröffentlicht. Berberoglu, der für die oppositionelle CHP im Parlament sitzt, soll ihnen die Informationen gegeben haben. Hinter den Enthüllungen soll die verbotene Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen stecken, die auch für den gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli verantwortlich gemacht wird.

+++ 17.22 Uhr: Auto fährt in Magdeburger Hafenbecken - Fahrer stirbt +++

Ein 58 Jahre alter Mann ist mit seinem Auto in Magdeburg ins Hafenbecken gestürzt und gestorben. Feuerwehrtaucher konnten den Fahrer am Mittwochmorgen aus dem Fahrzeug holen, er starb jedoch wenig später im Krankenhaus. Der Mann sei auf dem Weg zur Arbeit auf einem Schiff gewesen, teilte die Polizei mit. Das Auto durchbrach ein Metallgeländer und stürzte fünf Meter in die Tiefe. Dort prallte das Fahrzeug auf eine Spundwand und stürzte schließlich ins Hafenbecken. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst unklar. Einsatzkräfte bargen das Auto, es soll jetzt untersucht werden.

+++ 17.13 Uhr: Lehrer gibt Veruntreuung von mehr als 100.000 Euro an Schule zu +++

Mit einem Geständnis hat der Prozess gegen einen Lehrer im hessischen Bensheim wegen gewerbsmäßiger Untreue in 231 Fällen begonnen. Der 51 Jahre alte Mann räumte am Mittwoch vor dem Amtsgericht ein, mehr als 100.000 Euro veruntreut zu haben. Der Mann war für die Budgetverwaltung des Ganztagsangebotes an der Schule verantwortlich, an der er unterrichtete. Als Grund für die Taten nannte der Angeklagte, dass er unter einer hohen finanziellen Belastung gestanden habe. Er habe mehrere Häuser besessen und mit hohen Sanierungskosten zu kämpfen gehabt. 

+++ 16.47 Uhr: Rechercheteam: 2014 schlampte gut jede vierte Klinik bei der Hygiene +++

Mehr als jedes vierte Krankenhaus in Deutschland hat 2014 einer Studie zufolge die Hygienevorschriften nicht erfüllt. Nach einem Bericht von "Correctiv" und dem ARD-Magazin "Plusminus" verfügten damals gut 25 Prozent der rund 2000 Kliniken in Deutschland nicht über die vorgeschriebene Zahl an Hygienepersonal. Schlusslicht war demnach Bremen, wo 43 Prozent aller Kliniken die Vorgaben nicht erfüllen. Auf dem vorletzten Platz liege Thüringen mit 42 Prozent, danach folge Berlin mit 37 Prozent. Am besten habe Hamburg abgeschnitten, wo nur zehn Prozent der Kliniken die Hygienevorgaben verfehlten. Allerdings hatten seit dieser Zeit das Robert-Koch-Institut und das Bundesgesundheitsministerium Kampagnen gestartet, um die Hygiene in den Kliniken zu verbessern. Das Ministerium finanziert derzeit mit 365 Millionen Euro ein Programm für mehr Qualifizierung des Klinikpersonals in diesem Bereich. Das Programm wurde nach Angaben des Ministeriums jetzt auf Wunsch der Länder bis 2019 verlängert.

+++ 16.44 Uhr: Facebook startet nach Fake-News-Kritik Journalismus-Projekt +++

Facebook startet nach heftiger Kritik an der Ausbreitung von gefälschten Nachrichten im US-Wahlkampf ein breit angelegtes Journalismus-Projekt. Dabei gehe es unter anderem darum, gemeinsam mit Medienunternehmen neue Nachrichten-Produkte zu entwickeln und Journalisten besser über Möglichkeiten zur Nutzung von Facebook in ihrer Arbeit zu informieren, erklärte das weltgrößte Online-Netzwerk. Das "Facebook Journalism Project" erinnert damit an die Digital News Initiative von Google, in der der Internet-Konzern mit Medienunternehmen zusammenarbeitet.

+++ 16.41 Uhr: Mordprozess nach Dönermesser-Angriff beginnt Ende Januar +++

Sechs Monate nach dem tödlichen Angriff mit einem Dönermesser in Reutlingen kommt es zum Prozess. Der mutmaßliche Täter steht ab dem 24. Januar in Tübingen vor Gericht. Er wird wegen Mordes sowie zweifachen versuchten Mordes angeklagt, wie das Landgericht mitteilte. Ein Urteil wird Anfang April erwartet. Der zum Tatzeitpunkt noch 21 Jahre alte Imbissangestellte hatte am 24. Juli 2016 seine 45 Jahre alte Kollegin und Freundin in eine Gasse unweit des Lokals gelockt und nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft unvermittelt mit einem Dönermesser auf sie eingeschlagen. Sie starb an ihren Kopf- und Halsverletzungen. Der Mann lief daraufhin laut Staatsanwaltschaft durch die Innenstadt, schlug auf mehrere Imbissgäste und ein Auto sowie die Insassen ein. Ein Autofahrer fuhr ihn an und stoppte ihn so.

+++ 16.18 Uhr: Frühere Weltranglisten-Dritte Petrowa beendet Tennis-Karriere +++

Nach jahrelangen Verletzungsproblemen hat die frühere Weltranglisten-Dritte Nadia Petrowa ihre Tennis-Karriere beendet. "Ich werde nicht länger Wettkämpfe bestreiten, aber ich werde niemals weit vom Platz weg sein. Mein Herz wird immer dorthin gehören", sagte die 34 Jahre alte Russin. Verletzungsbedingt war die 13-fache Turniersiegerin bereits seit dem Frühjahr 2014 nicht mehr auf der WTA-Tour angetreten.

+++ 15.52 Uhr: Randalierender Mann prügelt mit Stock auf 81-jährige Mutter ein +++

Ein Mann hat in einem Wohnhaus in der Pfalz seine Mutter geschlagen und einen Nachbarn angegriffen. Wie die Polizei mitteilte, prügelte der 41-Jährige am Vorabend aus noch ungeklärten Umständen in Frankenthal mit einem Holzstock auf seine mit ihm in der Wohnung lebende 81-jährige Mutter ein. Dann griff er einen zur Hilfe kommenden Nachbarn an. Polizeibeamte konnten den Randalierer nur mit Gewalt davon abhalten, weiter um sich zu schlagen. Die 81-Jährige erlitt bei dem Vorfall Prellungen, ihr Sohn zog sich nach Polizeiangaben eine leichte Verletzung zu. Er wurde zur Beobachtung in eine Klinik gebracht.

+++ 15.35 Uhr: Indische Polizei nimmt Schmugglern mehr als 6400 Schildkröten ab +++

Versteckt in 140 Jutesäcken haben indische Polizisten mehr als 6400 Schildkröten in einem Lastwagen entdeckt. Die Indischen Klappen-Weichschildkröten wurden im Bundesstaat Uttar Pradesh gefunden und sollten nach China, Hongkong, Myanmar, Thailand, Singapur, Malaysia und Bangladesch geschmuggelt werden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Polizei nahm den Chef der Schmugglerbande fest und kündigte weitere Festnahmen an. Klappen-Weichschildkröten sind in Indien noch nicht besonders selten, aber durch das Tierschutzgesetz geschützt. Nach Angaben von Tierschützern stellt die Wilderei zunehmend eine Bedrohung für die Reptilien dar. Ihr Fleisch ist in Asien ein begehrtes Aphrodisiakum, ihre Knochen werden zu Pulver zermahlen für traditionelle Medizin verwendet oder zu Suppen weiterverarbeitet.

+++ 15.30 Uhr: 2016 mindestens 17 Obdachlose in Deutschland getötet +++

Mindestens 17 Obdachlose sind im vergangenen Jahr nach Erhebungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe durch Gewalttaten getötet worden. Zudem gab es mindestens 128 Fälle von Körperverletzungen, Vergewaltigungen, Raubüberfällen und bewaffneten Drohungen gegen wohnungslose Menschen in Deutschland, wie der Verband mitteilte. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, da in der Regel nur schwere Fälle von Gewalt bekannt würden. Sind die Täter nicht selbst wohnungslos, spielen nach Erkenntnissen des Verbands "menschenverachtende und rechtsextreme Motive häufig eine zentrale Rolle". Dabei handele es sich nicht immer um organisierte Rechtsextreme. "Vorurteile und Abwertungen gegenüber wohnungslosen Menschen kommen in breiten Schichten der Bevölkerung vor", erklärte die Bundesarbeitsgemeinschaft.

+++ 15.25 Uhr: Deutsche durch Lawine am Arlberg getötet +++

Bei einem Lawinenabgang in den österreichischen Alpen ist eine Deutsche ums Leben gekommen. Die Schneemassen erfassten und verschütteten die 54-Jährige am Arlberg, wie die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Polizei meldete. Demnach war die Verunglückte in einer Vierer-Gruppe unterhalb der Maroispitze in Stuben unterwegs. Die Einsatzkräfte wurden sofort alarmiert, konnten die Frau aber nicht mehr wiederbeleben. Am Arlberg herrschte am Mittwoch oberhalb von 2000 Metern erhebliche Lawinengefahr.

+++ 15.10 Uhr Schleuserring fliegt auf - Festnahmen in Deutschland und Italien +++

Ein internationaler Schleuserring ist in Deutschland und Italien aufgeflogen. Die Bande bestehe aus mehreren Pakistanern, die Dutzende Menschen aus ihrem Herkunftsland über die Balkanroute geschmuggelt hätten, teilte die italienische Polizei am Mittwoch in Ancona mit. Zwei Verdächtige wurden in Italien und im Raum Erfurt zeitgleich festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Hof bekanntgab. Sie leitet das Ermittlungsverfahren. Den Männern wird neben Schleusung auch erpresserischer Menschenraub vorgeworfen.

+++ 15.06 Uhr: NS-Verbrecher Brunner soll 2001 in syrischem Keller gestorben sein +++

Der Nazi-Kriegsverbrecher Alois Brunner ist einem französischen Magazinbericht zufolge im Jahr 2001 im Alter von 89 Jahren unter elenden Bedingungen in Syrien gestorben. Der frühere Mitarbeiter von Adolf Eichmann habe die letzten Jahre im Keller eines Wohnblocks der syrischen Hauptstadt Damaskus verbracht, sagten drei ehemalige Mitglieder des syrischen Geheimdienstes dem französischen Magazin "XXI". 

Dem Bericht zufolge stand Brunner seit 1989 in seiner Wohnung im Diplomatenviertel von Damaskus praktisch unter Hausarrest. Ende der 1990er Jahre habe er dann aus "Sicherheitsgründen" in den Keller umziehen müssen, wo er bis zu seinem Tod gelebt habe. Einer der Wachmänner berichtete dem Magazin, Brunner habe "gelitten und viel geweint". Den Wachmännern zufolge blieb er bis zum Ende ein fanatischer Antisemit und Nazi. 

Der ehemalige SS-Hauptsturmführer Brunner galt als "Ingenieur der Endlösung" und war nach Angaben des Simon-Wiesenthal-Zentrums verantwortlich für die Deportation von 128.500 Juden aus mehreren Ländern. Das Zentrum hatte 2014 bekannt gegeben, dass Brunner nach Angaben eines deutschen Geheimdienstmitarbeiters schon Jahre zuvor in Damaskus gestorben und beigesetzt worden sei.

+++ 14.01 Uhr: Nach Keiminfektion: Neugeborenes stirbt auf Frühchenstation +++

In einer Klinik in Nordrhein-Westfalen ist ein Frühchen nach einer Keiminfektion gestorben. Nach dem Tod des drei Wochen alten und gerade einmal 840 Gramm schweren Jungen am 2. Januar verhängte das Evangelische Krankenhaus in Lippstadt (Kreis Soest) einen Aufnahmestopp für die Frühchenstation, wie ein Sprecher sagte. Zuerst hatte der WDR über das Thema berichtet.

Bereits im Juli 2014 war ein Mädchen auf der Station nach einer Keiminfektion gestorben. Daraufhin wurden nach Krankenhausangaben Maßnahmen für eine bessere Hygiene getroffen. 

Das jetzt gestorbene Baby hatte sich mit dem Bakterium "Serratia marcescens" angesteckt. Der Keim gehört zur Familie der Darmbakterien, die für gesunde Menschen in der Regel ungefährlich sind. Frühchen haben aber oft ein sehr schwaches Immunsystem. 

Derzeit befinden sich in dem Krankenhaus in Lippstadt sieben Neugeborene auf der Frühchenstation. Zwei von ihnen seien ebenfalls mit dem Keim infiziert. Ein Antibiotikum zeige aber Wirkung und ihr Zustand sei stabil, sagte der Sprecher. Die Kinder werden getrennt von den anderen Neugeborenen versorgt. 

+++ 13.04 Uhr: Verdächtiges Pulver in Briefen an drei Gerichte gefunden +++

Ein noch nicht identifiziertes weißes Pulver hat im Gerichtsgebäude von Coburg (Bayern) Einsatzkräfte auf den Plan gerufen. Zuvor hatte es in Thüringen und in Mecklenburg-Vorpommern ähnliche Fälle gegeben. Das Pulver von Coburg werde derzeit untersucht, sagte ein Sprecher der Polizei Oberfranken. Die Feuerwehr war mit speziellen Anzügen angerückt, und auch die Polizei kam.

Zuvor hatte weißes Pulver in einem Brief auch am Amtsgericht Ludwigslust zu einem Großeinsatz geführt. Ebenfalls war im Justizzentrum Gera ein derartiger Brief aufgefallen. Beide Gebäude wurden gesperrt. Der Brief von Gera wurde bereits zur Untersuchung in ein Labor gebracht. Ein Ergebnis wird frühestens am Nachmittag erwartet.

+++ 12.56 Uhr: Laut Unicef fast 1400 Kinder bei Kämpfen im Jemen getötet +++

Bei den Kämpfen im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen schon fast 1400 Kinder getötet worden. Seit dem Beginn eines von Saudi-Arabien angeführten Militäreinsatzes gegen die schiitischen Huthi-Rebellen seien zudem mehr als 2140 Kinder verletzt worden, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Mittwoch in der Hauptstadt Sanaa mit. Erst am Dienstag seien bei einem Luftangriff nahe einer Schule ein Kind getötet und vier weitere verletzt worden.

Am Mittwochmorgen war bereits im Justizzentrum Gera ein Brief mit einem weißen Pulver darin aufgefallen. Auch dort wurde das Gerichtsgebäude gesperrt. Der Brief von Gera wurde bereits zur Untersuchung in ein Labor nach Bad Langensalza gebracht. Ein Ergebnis wird frühestens am Nachmittag erwartet.

+++ 12.15 Uhr: Frau versteckt im BH Lautsprecherbox und Filme +++

In ihrem BH hat eine junge Frau in Celle umfangreiches Diebesgut versteckt. Die 21-Jährige wurde von einem Ladendetektiv in einem Warenhaus erwischt, wie die Polizei mitteilte. Zunächst händigte sie dem Detektiv mehrere DVDs mit indischen Bollywood-Filmen aus, die sie aus ihrem BH fischte. Der zweifelte, dass die junge Frau alles ausgepackt hatte - und er behielt recht. Als die 21-Jährige dann von Polizistinnen durchsucht wurde, kamen am Ende sieben DVDs, eine WLAN-Lautsprecherbox und ein USB-Kabel mit Netzstecker zum Vorschein. "Vielleicht hat die Frau nicht damit gerechnet, dass sie an der Stelle durchsucht wird", sagte Celles Polizeisprecher Thorsten Wallheinke. Es habe sich aber nicht um ein für den Beutezug präpariertes Kleidungsstück gehandelt, sondern um einen "handelsüblichen BH".

+++ 12.07 Uhr: 280.000 Asylsuchende in Deutschland im vergangenen Jahr +++

Im vergangenen Jahr haben 280.000 Menschen in Deutschland Schutz gesucht. Damit war die Zahl weit kleiner als im Vorjahr, als 890.000 Flüchtlinge im Land Asyl gesucht hatten, wie das Bundesinnenministererium in Berlin mitteilte.

+++ 12.01 Uhr: Stahlkugeln mit Zwille auf Polizeiwache geschossen +++

Im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid soll ein Mann mit einer Zwille Stahlkugeln auf die Fenster einer Polizeiwache geschossen haben. Ein 26-jähriger Tatverdächtiger wurde am Dienstagabend vor seiner Wohnung vorläufig festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Er soll wenige Stunden zuvor auf drei Fenster der Wache geschossen haben. Dabei wurde niemand verletzt, es entstand aber Sachschaden.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen wurde auch die mutmaßliche Tatwaffe gefunden. Die Staatsanwaltschaft und die Mordkommission Hagen nahmen die Ermittlungen auf. Angaben zu einem möglichen Motiv machte die Polizei zunächst nicht.

+++ 11.43 Uhr: Frau lässt betrunkenen Ehemann aus Furcht vor Glätte ans Steuer +++

Aus Furcht vor glatten Straßen hat sich ein Ehepaar in Baden-Württemberg großen Ärger eingehandelt. Weil die Ehefrau bei Schneefall am Dienstagnachmittag in Lörrach Angst vor dem Fahren hatte, ließ sie ihren Mann ans Steuer des nur mit Sommerreifen ausgerüsteten Autos, wie die Polizei in Freiburg berichtete. Das Problem: Er war betrunken und besitzt keinen Führerschein. Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes erkannten Polizisten den Mann, von dem sie wussten, dass er nicht fahren darf. Die Beamten konfiszierten die Fahrzeugschlüssel und zeigten den Fahrer an. 

+++ 11.28 Uhr: Lehrer gibt Veruntreuung von mehr als 100.000 Euro an Schule zu +++

Mit einem Geständnis hat der Prozess gegen einen Lehrer im hessischen Bensheim wegen gewerbsmäßiger Untreue in 231 Fällen begonnen. Der 51 Jahre alte Mann räumte vor dem Amtsgericht ein, mehr als 100.000 Euro veruntreut zu haben. Der Mann war für die Budgetverwaltung des Ganztagsangebotes an der Schule verantwortlich, an der er unterrichtete. Als Grund für die Taten nannte der Angeklagte, dass er unter einer hohen finanziellen Belastung gestanden habe. Er habe mehrere Häuser besessen und mit hohen Sanierungskosten zu kämpfen gehabt. Der Angeklagte berichtete von monatlichen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 4500 Euro. Zudem befinde er sich in Behandlung wegen Depressionen, außerdem habe man bei ihm eine narzisstische Persönlichkeitsstörung festgestellt. 

+++ 11.07 Uhr: Technischer Defekt: Air-Berlin-Maschine muss zwischenlanden +++

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Air Berlin ist nach einem technischen Defekt außerplanmäßig in Nürnberg gelandet. An Bord des Fluges AB6479 auf dem Weg von Saarbrücken nach Berlin-Tegel habe es einen technischen Defekt an einem Triebwerk gegeben, teilte Air Berlin mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Demnach schaltete die Pilotin das Triebwerk ab und entschied sich für eine priorisierte Landung in Nürnberg. Dies sei ein standardisiertes Verfahren. Für die 45 Passagiere und vier Crewmitglieder an Bord habe es keine Gefahr gegeben.

Laut eines Sprechers des Flughafens landete das Flugzeug sicher in Nürnberg. Die Menschen an Bord seien alle wohlauf, die Weiterreise der Passagiere werde von Air Berlin geplant.

+++ 10.21 Uhr: Athen schickt Schiff für frierende Flüchtlinge nach Lesbos +++

Athen hat ein Schiff der Kriegsmarine zur Unterbringung von Flüchtlingen auf der von einem Wintersturm heimgesuchten Insel Lesbos geschickt. Der Truppentransporter "Lesbos" wurde um die Mittagszeit in Lesbos erwartet, teilten die Behörden mit. Das Schiff bringe Heizlüfter, warme Decken und anderes Material auf die Insel. An Bord der "Lesbos" sollten mehr als 500 Menschen untergebracht werden. 

Vorangegangen waren Proteste humanitärer Organisationen und Kritik seitens der EU, Athen kümmere sich nicht ausreichend um die frierenden Menschen auf Lesbos. Etwa 1000 Migranten und Flüchtlinge harrten seit Tagen in Zelten aus. Auf der Insel sind insgesamt gut 6000 Migranten und Flüchtlinge. Die meisten von ihnen sind in Containerwohnungen untergebracht. Auf Lesbos herrschten seit dem Wochenende Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Zudem schneite es fast ununterbrochen.

+++ 10.18 Uhr: Kreml dementiert Besitz von belastenden Dokumenten zu Trump +++

Der Kreml hat US-Medienberichte zurückgewiesen, wonach Moskau im Besitz brisanter Informationen über das Privatleben und die Finanzen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump sein soll. Russland besitze keine kompromittierenden Dokumente zu Trump, sagte ein Kremlsprecher. Es handele sich um Falschinformationen mit dem Ziel, den Beziehungen Russlands zu den USA zu schaden.


+++ 9.55 Uhr: Bruder und Neffe Ban Ki Moons sollen Staatschef bestochen haben +++

Zwei engen Verwandten des ehemaligen UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon wird einem Bericht zufolge Bestechung vorgeworfen. In einer 39-seitigen Anklageschrift eines Gerichtes in Manhattan nimmt die Staatsanwaltschaft den jüngeren Bruder Bans und dessen Sohn ins Visier, wie der Sender BBC berichtete. Sie hätten einem Staatschef eines ungenannten Landes aus dem Nahen Osten mehrere Millionen Dollar an Bestechungsgeld bezahlt. 

Mithilfe der Prominenz ihrer südkoreanischen Familie hätten sie versucht, das Staatsoberhaupt zu überreden, einen Kauf eines Komplexes durch den Staatsfonds seines Landes zu veranlassen, hieß es weiter. Anfang 2013 habe eine südkoreanische Baufirma, in der Bans Bruder eine Führungskraft gewesen sei, versucht, angesichts wachsender Schulden diesen Gebäudekomplex in Vietnam zu verkaufen. Die beiden Verdächtigen hätten damit bei einem Verkauf Millionen Dollar erzielen können. Ihnen werde Korruption, Geldwäsche und Verschwörung vorgeworfen.

Ban Ki Moon war von 2007 bis 2016 Generalsekretär. Sein Nachfolger ist seit dem 1. Januar der Portugiese António Guterres. 

+++ 9.17 Uhr: Verletzter Hund mit Sonderzug von Bahn-Brücke gerettet +++

 Mit großem Einsatz ist im Saarland ein verletzter Hund von einer Bahn-Brücke gerettet worden. Zunächst hatte ein Zug das Tier am Dienstagabend im saarländischen Heusweiler erfasst und schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Da der angefahrene Hund in zehn Metern Höhe lag, konnte er aber nicht so einfach geborgen werden. Zwei Polizisten fuhren schließlich mit einem Sonderzug auf die Brücke, bargen das Tier und brachten es zum Tierarzt. Sie ermittelten den Besitzer und konnten ihn informieren. Durch den Unfall verzögerten sich die Fahrten der Privatbahn auf der Strecke zwischen Heusweiler und Lebach.

+++ 8.01 Uhr: Drei Tote bei Brand in Hochhaus +++

Bei einem Feuer in einem Hochhaus in Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt sind drei Menschen ums Leben gekommen. 13 Menschen wurden bei dem Brand in der Nacht verletzt, wie eine Polizeisprecherin in Halle mitteilte. Das Feuer brach aus bisher ungeklärter Ursache in einer Wohnung im vierten Stock des Mehrfamilienhauses aus. Etwa 80 Bewohner mussten nach Polizeiangaben in Sicherheit gebracht werden. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe lagen zunächst keine Angaben vor. 

+++ 7.08 Uhr: Polizei sucht weiterhin vermissten HSV-Mitarbeiter +++

Das Verschwinden des HSV-Mitarbeiters Timo Kraus bleibt rätselhaft. Die Polizei sucht weiterhin nach dem 44 Jahre alte Merchandising-Chef des Fußball-Bundesligisten, der am Samstag nach einer Party an den Landungsbrücken am Hafen spurlos verschwand. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, setzte die Polizei bei ihrer Suche am Dienstagnachmittag einen Spurhund an, der im Bereich des Museumsschiffes "Rickmer Rickmers" anschlug. Dort war laut "Mopo" auch sein Handy zum letzten Mal geortet worden.

Die Suche konzentriert sich auch auf einen Taxifahrer, in dessen Fahrzeug Kraus gegen 23.30 Uhr gestiegen sein soll. Die Fahrt sollte von den Hamburger Landungsbrücken in seinen Heimatort Buchholz in der Nordheide führen. Dort ist er aber nicht angekommen. Der "Mopo" zufolge ließ sich Kraus, nachdem er am Hamburger Hauptbahnhof angekommen war, wieder zurück an den Hafen bringen. Die Polizei appelliert an den Taxifahrer, sich als Zeuge zu melden.

+++ 6.57 Uhr: Schreiender Busfahrer vertreibt mit Pistole bewaffnete Räuber +++

Ein Busfahrer hat durch lautes Schreien zwei Räuber aus seinem Linienbus vertrieben. Die beiden Männer seien am Dienstagabend in Koblenz mit einer Pistole in den Bus gestiegen und hätten vom Fahrer Geld gefordert, teilte die Polizei mit. Als der Busfahrer begonnen habe, laut zu schreien, hätten die Räuber zu Fuß und ohne Beute die Flucht ergriffen. Die Fahndung nach den Männern dauert noch an.

+++ 6.55 Uhr: Opfer von Berlin-Anschlag erhalten Hilfe vom Bund +++

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche haben nach einem Bericht der "Rhein-Neckar-Zeitung" mittlerweile die ersten Verletzten und Angehörigen von Opfern Unterstützung vom Bund erhalten. Bisher seien etwa zehn Anträge auf eine Härtefallleistung eingegangen, schreibt das Blatt unter Berufung auf das zuständige Bundesamt für Justiz in Bonn. Die Höhe der Leistung wird im Einzelfall geregelt. Bei schweren Verletzungen kann sie dem Bericht zufolge 100.000 Euro oder mehr betragen. Unterstützung gab es bereits auch schon durch private Spenden. 

Am 19. Dezember war der Attentäter Anis Amri mit einem gekaperten Sattelschlepper auf den Weihnachtsmarkt gerast. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Zwölf Menschen starben, darunter ein polnischer Lastwagenfahrer. Italienische Polizisten erschossen Amri später, als er auf seiner Flucht in Mailand auftauchte.

+++6.53 Uhr: Achterbahn-Fahrer in Australien stecken fest +++

In einem Vergnügungspark an der australischen Goldküste haben mehr als ein Dutzend Urlauber den Alptraum eines jeden Achterbahn-Fahrers erlebt: Auf der Fahrt nach ganz oben hingen die etwa 20 Menschen am Mittwoch mehrere Meter über dem Boden fest, weil die Bahn wegen eines mechanischen Defekts stehengeblieben war. Um sie wieder herunterzuholen, musste die Feuerwehr mit einer Teleskop-Leiter ausrücken, wie ein Sprecher der Rettungsdienste von Queensland sagte. Verletzt wurde niemand.

Die "Arkham Asylum"-Achterbahn des Vergnügungsparks "MovieWorld", wo sich der Zwischenfall ereignete, ist bis zu 32 Meter hoch. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 85 Stundenkilometern. Während der Fahrt tragen die Passagiere sogenannte Virtual-Reality-Brillen, um das Erlebnis nochmals zu steigern.

Vermutet wird, dass die Achterbahn wegen der hohen Temperaturen schlapp gemacht haben könnte. An der Goldküste war es am Mittwoch bis zu 32 Grad heiß.

kis / DPA / AFP