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News von heute Drei Omikron-Verdachtsfälle in Bayern nun bestätigt

Ein Mitarbeiter zeigt in einer Corona-Abstrichstelle einen Abstrich für einen Corona-Test
Die drei Omikron-Verdachtsfälle in Bayern sind nun zweifelsfrei bestätigt
© Tom Weller / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

19.19 Uhr: Zehntausende britische Haushalte nach Sturm nächtelang ohne Strom

Drei Tage nach einem heftigen Herbststurm ist in Zehntausenden britischen Haushalten noch immer die Stromversorgung unterbrochen. Der Energy Networks Association zufolge waren am Montagnachmittag noch rund 155.000 Haushalte im Land ohne Strom, nachdem am Freitag der Sturm Arwen gewütet hatte. Die Organisation beschrieb die Störungen als erheblichste in Großbritannien seit 2005. Wann sich die Situation entspannen würde, war zunächst unklar. Der Sturm löste Ende der vergangenen Woche in vielen Teilen Großbritanniens Verkehrschaos und Sturmschäden aus. Mancherorts kam heftiger Sturm hinzu. Dutzende Besucher des höchstgelegenen Pubs in England verbrachten mehrere Nächte eingeschneit in einem Pub.

18.51 Uhr: Biden sieht keinen "Grund zur Panik" wegen neuer Virusvariante

US-Präsident Joe Biden hat dazu aufgerufen, angesichts der neu entdeckten Coronavirus-Variante Omikron nicht in Panik auszubrechen. Die neue Variante sei ein "Grund zur Sorge, aber kein Grund zur Panik", sagte Biden im Weißen Haus. Heute gebe es mehr Möglichkeiten, gegen die Variante zu kämpfen als "jemals zuvor", sagte Biden weiter. Südafrikas Regierung hatte am vergangenen Donnerstag die Entdeckung der neuen Variante bekanntgegeben. Experten befürchten, dass sie hochgradig ansteckend ist und die derzeitigen Impfstoffe möglicherweise weniger wirksam sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Omikron-Variante wegen der großen Zahl an Mutationen als "besorgniserregend" und das weltweite Risiko durch den neuen Erreger als "sehr hoch" ein. 

17.54 Uhr: 30 Breitmaulnashörner von Südafrika nach Ruanda ausgeflogen

In einem beispiellosen Versuch zur Rettung der Breitmaulnashörner vor dem Aussterben haben Tierschützer 30 Exemplare dieser Art von Südafrika in den Akagera-Nationalpark in Ruanda ausgeflogen. Die Nashörner, die bis zu zwei Tonnen wiegen können, wurden mit einer Boeing 747 vom Phinda-Reservat in den mehr als 3400 Kilometer entfernten Nationalpark gebracht. Breitmaulnashörner sind wegen der Verfolgung durch Wilderer vom Aussterben bedroht. Vor der Kolonialzeit gab es in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara zahlreiche Breitmaulnashörner. Die europäischen Siedler dezimierten die Art jedoch beträchtlich. Die Verfolgung durch Wilddiebe bleibt für den Erhalt der Breitmaulnashörner weiter ein Problem.

17.52 Uhr: Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte ab Mittwoch in MV

In Mecklenburg-Vorpommern treten aufgrund der hohen Belastung der Kliniken mit Corona-Patienten am Mittwoch weitere Einschränkungen in Kraft. Dann gelten Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Nur noch fünf ungeimpfte oder nicht genesene Personen aus zwei Haushalten dürften zusammenkommen, erklärte ein Sprecher der Staatskanzlei. Kinder unter 14 Jahren zählten nicht mit. Auf Weihnachtsmärkten gilt ab Mittwoch 2G plus - das heißt, nur noch Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Corona-Test haben Zugang. Läden dürfen nur noch von Geimpften und Genesenen betreten werden (2G), wobei Ausnahmen für Geschäfte des Grundbedarfs gelten. Dazu zählen den Angaben zufolge etwa Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Buchläden und Baumärkte.

17.39 Uhr: Tschechien – Coronainfizierter Präsident trifft Ministerkandidaten

In Tschechien kommt die Regierungsbildung in kleinen Schritten voran. Der mit Corona infizierte Präsident Milos Zeman begann auf Schloss Lany bei Prag eine Serie von Gesprächen mit den 17 Ministerkandidaten des künftigen liberalkonservativen Kabinetts. Als Erster war der Vorsitzende der Piratenpartei, Ivan Bartos, an der Reihe. Er soll künftig für die Themen Regionalentwicklung und Digitalisierung zuständig sein. 

Wie bereits bei der Ernennung des neuen Ministerpräsidenten Petr Fiala am Sonntag saß Zeman wieder in einem Kasten aus transparentem Plastik, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren. Die künftige Koalition aus fünf Parteien verfügt seit der Wahl im Oktober über 108 der 200 Sitze im Abgeordnetenhaus. Die scheidende Regierung des populistischen Multimilliardärs Andrej Babis führt noch bis zur Vereidigung der gesamten neuen Ministerriege die Geschäfte. Mit der Übergabe wird Mitte Dezember gerechnet.

17.17 Uhr: Vier weitere Omikron-Verdachtsfälle in Hessen

In Hessen gibt es vier weitere Verdachtsfälle der neu entdeckten Coronavirus-Variante Omikron. Das bestätigte das hessische Sozialministerium. Woher die betroffenen Personen stammen und in welchem Gesundheitszustand sie sind, dazu konnte das Ministerium keine Angaben machen. Die Betroffenen befänden sich in Quarantäne, teilte die Behörde mit. Am Sonntag hatte sich der Verdacht bei einem Reiserückkehrer aus dem Rhein-Main-Gebiet bestätigt. Die Person war nach Angaben des Ministeriums am 21. November mit dem Flugzeug aus Südafrika in Frankfurt angekommen. Zu diesem Zeitpunkt sei Südafrika weder als Hochrisiko- noch als Virusvariantengebiet eingestuft gewesen. Sie war den Angaben zufolge vollständig geimpft, entwickelte dann im Laufe der Woche Symptome und ließ sich testen. Laut Ministerium befindet auch sie sich in häuslicher Isolation.

16.54 Uhr: Zwei Corona-Testzentren in Brandenburg mit Buttersäure beschmiert

In Brandenburg sind zwei Corona-Testzentren mit Buttersäure beschmiert worden. Die bislang unbekannten Täter brachten die übel riechende und leicht reizende Flüssigkeit in der Nacht zum Montag an den Außenbereichen zweier Zentren in Brandenburg an der Havel an, wie die dortige Polizeidirektion West mitteilte.

In einem Fall war demnach ein als Testzentrum genutzter Bauwagen vorerst nicht mehr für Testungen nutzbar – die Mitarbeiter testen aber außerhalb des Wagens weiter. Das andere betroffene Testzentrum konnte den Betrieb ohne Einschränkungen fortsetzen. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf.

16.46 Uhr: Twitter-Chef Jack Dorsey tritt zurück

Twitter-Mitgründer Jack Dorsey gibt den Chefposten bei dem Online-Dienst auf. Nachfolger soll der bisherige Technikchef Parag Agrawal werden, wie das Unternehmen aus San Francisco bekanntgab. Zuvor hatte der Sender CNBC berichtet, dass der 45-Jährige sich von der Firmenspitze zurückziehen wolle. Die Twitter-Aktie startete daraufhin in den US-Handel mit einem Plus von gut zehn Prozent.

Dorsey stand zuletzt seit 2015 an der Twitter-Spitze. Er gilt als Erfinder des Kurznachrichtendienstes: Dorsey hatte 2006 den allerersten Tweet abgesetzt. Er führte die Firma in der Anfangszeit von Mai 2007 bis Oktober 2008. Danach gründete er den Bezahldienst Square und trat bei Twitter kürzer.

16.37 Uhr: Genomsequenzierung bestätigt Omikron-Verdacht bei drei bayerischen Infizierten

Die drei Omikron-Verdachtsfälle in Bayern sind nun zweifelsfrei bestätigt. Auch eine Gesamtgenomsequenzierung habe die neue Corona-Variante nachgewiesen, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in München mit. Zuvor hatten spezifische PCR-Tests die Infektion der drei Betroffenen mit der Omikron-Variante belegt. LGL-Präsident Walter Jonas erklärte, die Behörden betrachteten die neue Variante mit großer Sorge. "Gerade jetzt ist es daher umso wichtiger, nach Möglichkeit auf Reisen in Virusvariantengebiete zu verzichten." Die drei Infizierten waren in der vergangenen Woche per Flugzeug nach Bayern gereist.

16.25 Uhr: Treibhausgas-Emissionen in der EU niedriger als vor der Pandemie

Nach dem Einbruch von Treibhausgas-Emissionen während der Corona-Pandemie wird in der EU immer noch weniger klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO2) ausgestoßen als vor dem Ausbruch des Virus. Das geht aus neuen Daten hervor, die die Statistikbehörde Eurostat veröffentlichte. Demnach wurden im zweiten Quartal 2021 rund 867 Million Tonnen CO2 und andere Treibhausgase in der EU ausgestoßen – in den zehn Jahren vor der Pandemie war ein Quartalswert nie kleiner.

Trotzdem handele es sich um ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2020. Der Anstieg sei dem wirtschaftlichen Aufschwung zuzuschreiben, schrieb Eurostat. Zwischen April und Juni 2020 erreichten die Emissionen mit rund 735 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent demnach einen Tiefpunkt, da die Wirtschaft während der Corona-Pandemie heruntergefahren wurde.

16.19 Uhr: Grüne halten Parteitag im Januar wegen Corona nur digital ab

Wegen der Corona-Lage halten auch die Grünen ihren Parteitag im Januar nur als Online-Veranstaltung ab. Wie Bundesgeschäftsführer Michael Kellner mitteilte, beschloss dies der Parteivorstand. Demnach findet der Parteitag am 28. und 29. Januar digital statt. In den vergangenen Tagen hatten bereits SPD und CDU mitgeteilt, dass ihre regulären Parteitage wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Fällen digital abgehalten werden. Die AfD sagte ihren für den 11. und 12. Dezember in Wiesbaden geplanten Parteitag ganz ab. Er soll im kommenden Jahr nachgeholt werden.

16.10 Uhr: Impfpflicht – Buschmann wirbt für Abstimmung ohne Fraktionszwang

Der designierte Justizminister Marco Buschmann (FDP) hat sich dafür ausgesprochen, dass die Abgeordneten des Bundestags ohne Fraktionszwang über eine Corona-Impfpflicht entscheiden. "Bei solchen medizinethischen Themen hat es sich in der Vergangenheit bewährt, sie zur Gewissensfrage zu erklären", sagte Buschmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das Parlament diskutiert dann anhand von Gruppenanträgen." Solche Gruppenanträge sind dem RND-Bericht vom Montag zufolge bereits in Vorbereitung.

Parlamentsabgeordnete sind zwar grundsätzlich nur ihrem Gewissen verpflichtet, aber in der Regel wird von ihnen erwartet, dass sie sich bei Abstimmungen an der Mehrheit ihrer Fraktion orientieren. Bei grundlegenden ethischen Fragen – etwa bei der Sterbehilfe – wird diese sogenannte Fraktionsdisziplin jedoch regelmäßig aufgehoben.

16.07 Uhr: Erster Verdachtsfall der Omikron-Variante in Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es einen ersten Verdachtsfall der Omikron-Variante des Coronavirus. Nach einem Aufenthalt in Südafrika bestehe bei einem Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel der begründete Verdacht, dass er mit dieser Variante infiziert sein könnte, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Derzeit befinde er sich in Isolation. Laboruntersuchungen beim Landesgesundheitsamt sollen nun im Laufe der Woche Klarheit bringen, ob sich der Verdacht bestätigt.

Nach einem Aufenthalt in Südafrika in der vergangenen Woche traten demnach bei dem Mann Erkältungssymptome auf. Sowohl ein Schnelltest als auch ein PCR-Test haben den Angaben zufolge eine Infektion mit SarsCov 2 bestätigt. Ob es sich dabei um die Omikron-Variante handelt, ermittelt das Landesgesundheitsamt nun mithilfe eines Sequenzierverfahrens, das eine genaue Bestimmung der Virus-DNA ermöglichen soll.

Laut Landesgesundheitsamt-Präsident Fabian Feil hatte der Mann nach seiner Rückkehr aus Südafrika nur Kontakt im häuslichen Umfeld. Alle im Haushalt wohnenden Menschen seien ebenfalls in Isolation.

16.01 Uhr: Bericht – Twitter-Chef Jack Dorsey will Posten abgeben

Der Chef und Mitbegründer des Kurzbotschaftendienstes Twitter, Jack Dorsey, will einem Medienbericht zufolge die Unternehmensführung abgeben. Der US-Sender CNBC berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, Dorsey werde von seinem Posten zurücktreten. Twitter reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Dorsey hatte Twitter 2006 gemeinsam mit mehreren Mitstreitern gegründet. Drei Jahre später gründete er dann den Bezahldienst Square. Er ist heute Chef beider Unternehmen. In der Vergangenheit hatte Dorsey bereits ein Mal die Twitter-Leitung abgegeben, bevor er 2015 an die Unternehmensspitze zurückkehrte.

15.48 Uhr: 19-Jähriger läuft in Bahnhof in NRW über Gleise und wird tödlich verletzt

Im nordrhein-westfälischen Haltern am See ist ein 19-Jähriger bei einem Unfall im Bahnhof tödlich verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen wollte der Mann aus Marl am Freitagabend gegen 21.45 Uhr die Gleise überqueren, um seinen Anschlusszug noch zu erreichen, wie die Polizei in Recklinghausen mitteilte. Dabei sei es zum Zusammenstoß mit einem heranfahrenden Zug gekommen. Der Zugführer habe die Kollision trotz sofort eingeleiteter Notbremsung und eines Warnsignals nicht mehr verhindern können. Den Angaben zufolge starb der 19-Jährige noch am Unfallort. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden lagen demnach nicht vor.

15.28 Uhr: Zweitstärkste Impfwoche gegen Corona

Mit weit mehr als 3,1 Millionen Corona-Impfungen war die vergangene Woche in Deutschlands Arztpraxen die zweitstärkste Impfwoche aller Zeiten. Das teilte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Berlin mit. Die Zahl von 3.161.348 Schutzimpfungen wurde demnach lediglich in der 23. Kalenderwoche im Juni dieses Jahres übertroffen, als die niedergelassenen Ärzte rund 3,38 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft hatten. Die Hausarztpraxen übernehmen den Angaben zufolge mit 75 Prozent den Löwenanteil aller Impfungen.

14.22 Uhr: Noch immer im Einsatz – Britische Soldaten beliefern Tankstellen

Auch fast zwei Monate nach ihrem ersten Einsatz helfen britische Soldaten weiterhin bei der Belieferung von Tankstellen. Landesweit seien 210 Kräfte eingespannt, erfuhr die Nachrichtenagentur DPA aus Regierungskreisen in London. Damit hat sich die Zahl der eingesetzten Armee-Angehörigen seit Beginn der "Operation Escalin" nicht verringert. Ein Ende ist nicht absehbar. Der Einsatz werde vermutlich noch etwa einen Monat fortgesetzt und regelmäßig überprüft, hieß es weiter. Das Militär hilft seit dem 4. Oktober aus. Hintergrund ist der eklatante Mangel an Lastwagenfahrern, der vor allem in London und Südostengland tagelang zu zahlreiche leeren Zapfsäulen geführt hatte.

14.19 Uhr: Magdalena Andersson erneut zu Schwedens Ministerpräsidentin gewählt

Die Sozialdemokratin Magdalena Andersson ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage zur Ministerpräsidentin von Schweden gewählt worden. Wie bei einem ersten Votum am vergangenen Mittwoch erhielt die 54-Jährige auch bei einer neuen Abstimmung am Montag die nötige Unterstützung des Parlaments in Stockholm. Am Mittwoch war sie nur Stunden nach der Abstimmung im Zuge eines Haushaltsstreits zurückgetreten.

14.08 Uhr: Länder-Spitzenrunde mit Scholz und Merkel zu Corona am Dienstag

Die Regierungschefs der Länder werden am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) über schärfere Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich dabei aber noch nicht um die geplante Ministerpräsidentenkonferenz. Bei den Beratungen, über die zunächst die "Welt" berichtet hatte, dürfte es auch um das für Dienstag erwartete Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Corona-Maßnahmen gehen.

14.06 Uhr:  Strengere Corona-Maßnahmen im Saarland – vor allem für Ungeimpfte

Im Saarland werden die Corona-Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte deutlich verschärft. Der Landtag nahm bei einer Sondersitzung das geänderte Covid-19-Maßnahmengesetz in zweiter Lesung einstimmig an; Linke, AfD und Saar-Linke enthielten sich. Am Dienstag soll es im Ministerrat beschlossen werden und voraussichtlich zwei Tage später in Kraft treten. Für Ungeimpfte soll demnach künftig gelten: Der eigene Haushalt darf sich im öffentlichen und privaten Raum nur noch mit einer weiteren Person treffen. Für Geimpfte, Genesene, Schüler sowie Kinder unter sechs Jahren gilt diese Regelung nicht. In der Gastronomie, Hotellerie, bei körpernahen Dienstleistungen, in Schwimmbädern, Thermen und Saunen, beim Sport im Innenraum und für alle kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen gilt künftig die Regelung 2G-plus: Das heißt, Ungeimpfte haben keinen Zutritt, und Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich einen negativen Test vorweisen.

14.06 Uhr: Inflation springt im November auf 5,2 Prozent

Die Inflation in Deutschland hat sich im November deutlich beschleunigt: Die Verbraucherpreise stiegen um voraussichtlich 5,2 Prozent im Vorjahresvergleich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Im Oktober hatte die Teuerung bei 4,5 Prozent zum Vorjahresmonat gelegen. 

14.03 Uhr: Sturm in Istanbul – Frau wird von herabstürzendem Dach erschlagen

Im Zuge eines heftigen Unwetters ist eine Frau in Istanbul von einem herabfallenden Hausdach erschlagen worden. Sie sei gemeinsam mit ihrem Sohn darunter begraben worden, berichtete der staatliche Sender TRT. Das Kind werde im Krankenhaus behandelt, hieß es. Augenzeugen der Situation berichteten TRT zufolge, die Mutter habe sich im letzten Moment schützend über ihr Kind geworfen. Der Unfall ereignete sich im Stadtteil Esenyurt.  Der türkische Wetterdienst warnte vor starken Regenfällen und Winden mit einer Stärke von bis zu 100 Stundenkilometern in der West- und Zentraltürkei.

13.34 Uhr: Festnahmen bei Protesten in Tiflis nach Prozesseröffnung gegen Saakaschwili

Die georgische Polizei hat in der Hauptstadt Tiflis dutzende Teilnehmer einer Demonstration für den früheren Präsidenten Michail Saakaschwili festgenommen. Die Anhänger des inhaftierten Oppositionsführers protestierten dagegen, dass Saakaschwili unter dem Vorwurf des Machtmissbrauchs der Prozess gemacht wird. Der 53-Jährige war am 1. Oktober nach acht Jahren im Exil aus der Ukraine nach Georgien zurückgekehrt und kurz darauf festgenommen worden. Der Gerichtstermin war Saakaschwilis erstes Erscheinen in der Öffentlichkeit seit der Rückkehr aus dem Exil. Ein kurzer Video-Bericht des unabhängigen Senders Pirweli TW zeigte, ihn in einer Glas-Box sitzend im Gericht. Mehr als tausend Anhänger versammelten sich vor dem Gebäude. Sie schwenkten georgische Flaggen und Flaggen der Europäischen Union.

News von heute: Drei Omikron-Verdachtsfälle in Bayern nun bestätigt

13.30 Uhr: Erdogan verteidigt trotz Lira-Absturz Politik niedriger Zinsen

Trotz schwächelnder Lira will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weiter an seiner umstrittenen Niedrigzinspolitik festhalten. Er sei immer gegen eine Erhöhung der Zinsen gewesen und werde es auch in Zukunft sein, sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Er werde diesbezüglich keine Kompromisse eingehen. "Spielchen" mit dem Lira-Kurs und den Zinsen werde man nicht zulassen. Er verfolge mit seiner Wirtschaftspolitik einen "Unabhängigkeitskampf", der "Angriffe" von innen und außen nach sich ziehe, sagte Erdogan. Nach ähnlichen Aussagen Erdogans war die türkische Lira am vergangenen Dienstag regelrecht eingebrochen und verzeichnete zum Dollar einen Tagesverlust von rund 14 Prozent.

13.29 Uhr: Darts-WM ohne frühere deutsche Nummer eins Max Hopp

Die ehemalige deutsche Nummer eins Max Hopp hat die Qualifikation für die Darts-WM verpasst. Der 25 Jahre alte Hesse schaffte es beim letzten Qualifikationsturnier im englischen Barnsley nicht, einen der insgesamt drei Top-Plätze für die WM in London (15. Dezember bis 3. Januar) zu erreichen. Der "Maximiser", wie Hopp genannt wird, verlor stattdessen direkt in der ersten Runde mit 4:6 gegen den Australier Gordon Mathers, den er im Vorjahr bei der WM im Alexandra Palace noch mit 3:0 besiegt hatte. Für Hopp endet damit ein erfolgloses Darts-Jahr. Gabriel  Clemens, Martin Schindler sowie die beiden Debütanten Florian Hempel und der 16 Jahre junge Fabian Schmutzler sind bereits für das wichtigste Turnier des Jahres qualifiziert.

13.23 Uhr Viele Unfälle im Sauerland nach Schneefall

Mit einsetzendem Schneefall ist es im Sauerland zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen. "Es kracht am laufenden Band", meldete die Polizei im Märkischen Kreis via Twitter. Ein Sprecher sagte, man zähle fast 50 Verkehrsunfälle, weitestgehend witterungsbedingt. Es habe einige leicht verletzte Personen gegeben. Aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens hieß es, die Lage sei ruhig. "Gegen 9.00 Uhr hat es angefangen zu schneien, seitdem rappelt es ununterbrochen", berichtete der Polizeisprecher im Märkischen Kreis. Die Kollegen seien pausenlos im Einsatz. Vor allem in den höheren Lagen bleibe der Schnee liegen.

13.14 Uhr: Schläge und rassistische Pöbeleien: Arminen-Anhänger randalieren

Anhänger von Arminia Bielefeld sollen am Wochenende rassistisch gepöbelt und einen Bahn-Mitarbeiter geschlagen haben. Wie die Polizei mitteilte, soll es am frühen Sonntagmorgen auf der Rückfahrt der Arminen-Fans vom Auswärtsspiel bei Bayern München (0:1) in einem ICE zu mehreren Vorfällen gekommen sein. Demnach soll ein 34 Jahre alter Arminen-Fan den Leiter des ICE-Bordbistros mit der Faust ins Gesicht geschlagen, diesen rassistisch beleidigt und mit dem Tod gedroht haben. In Bielefeld soll dann ein weiterer Fan der elf-köpfigen Gruppe gedroht haben, den Bordbistro-Leiter umzubringen.

12.43 Uhr: Immer mehr Menschen wegen psychischer Krankheiten erwerbsunfähig

Immer mehr Menschen beziehen aufgrund psychischer Erkrankungen Rente wegen Erwerbsminderung. Haben im Jahr 2000 noch rund 51.500 Menschen erstmals eine Erwerbsminderungsrente wegen einer psychischen Erkrankung erhalten, waren es 2020 bereits rund 73.000, wie aus der Deutsche Presse-Agentur vorliegenden Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht. Grund seien etwa Angststörungen, Depressionen, Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit.

Dabei entfielen im Jahr 2000 noch 24,2 Prozent der erstmals gezahlten Erwerbsminderungsrenten auf psychische Leiden. 2020 waren es bereits 41,5 Prozent. Grund für diese Entwicklung sei, dass psychische Erkrankungen immer häufiger erkannt und diagnostiziert würden, sagte der Vorsitzende der Vertreterversammlung der DRV Bund, Rüdiger Herrmann. Gleichzeitig sei die Stigmatisierung in der Gesellschaft bei dem Thema rückläufig. Psychische Erkrankungen würden heute von Betroffenen eher offenbart, erklärte der ärztliche Direktor beim Reha-Zentrum Seehof, Volker Köllner.

12.30 Uhr: Hamburger Kliniken sollen planbare OPs verschieben

Angesichts steigender Corona-Patienten-Zahlen sollen die Hamburger Krankenhäuser planbare Operationen absagen. Um auch weiterhin freie Kapazitäten auf den Intensivstationen zu sichern, seien die Krankenhäuser angewiesen worden, abhängig vom Belegungsdruck vor Ort geplante Behandlungen und Operationen ganz oder teilweise zurückzustellen, sagte die für Gesundheit zuständige Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Mit der Absage sogenannter elektiver Eingriffe solle sichergestellt werden, dass in Hamburg auch weiterhin jederzeit Notfälle intensivmedizinisch behandelt werden können. Gegenwärtig seien die Krankenhäuser bereits sehr ausgelastet, wenn auch noch nicht überlastet.

"Es ist sehr bitter, dass wir diese Maßnahme nun wieder ergreifen müssen, insbesondere, weil durch verhältnismäßig strenge Maßnahmen in Hamburg das Pandemiegeschehen hier lange überschaubar war und auch weiterhin hinter dem Bundesdurschnitt zurückbleibt", sagte Leonhard. "Nun sind wir dennoch wieder in einer sehr viel schwierigeren Lage. Das hat damit zu tun, dass durch saisonale Effekte erwartbar mehr Infektionen entstehen." Erschwerend komme hinzu, "dass das Pandemiegeschehen durch Entwicklungen in anderen Teilen der Bundesrepublik erheblich an Fahrt aufgenommen hat".

12.22 Uhr: Neuer Corona-Krisenstab soll "baldmöglichst" starten

Der von den voraussichtlichen Koalitionspartnern SPD, Grüne und FDP geplante neue Corona-Krisenstab soll nach Angaben der geschäftsführenden Bundesregierung "baldmöglichst" starten. Über die Einsetzung und die Aufgabenstellung stehen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) in engem Kontakt, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin sagte. Es gehe dabei auch um Abstimmung mit den Ländern, dazu gebe es ebenfalls Gespräche. Als eine wichtige Aufgabe des Gremiums nannte Seibert, die Impfkampagne stärker voranzutreiben.

Auf die Einrichtung eines ständigen Bund-Länder-Krisenstabs hatten sich SPD, FDP und Grüne verständigt. Zur Leitung des Gremiums äußerte sich die geschäftsführende Regierung vorerst nicht. Im Gespräch ist laut "Süddeutscher Zeitung" (Montag) Generalmajor Carsten Breuer. Der 56-Jährige führt das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, das unter anderem für die Zusammenarbeit militärischer Kräfte mit zivilen Organisationen in Deutschland zuständig ist. Seibert machte auf eine entsprechende Frage hin deutlich, dass über den Corona-Kurs auch künftig politische Entscheidungen zu fällen seien.

12.10 Uhr: Lukaschenko wirft Litauen Tötung von Migranten im Grenzgebiet vor

Nach Berichten über einen weiteren Todesfall an der litauischen EU-Außengrenze hat der autoritäre belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko Litauen die Tötung von Migranten vorgeworfen. "In dieser Migrationskrise sind die Schurken so weit gegangen, dass sie Menschen töten", sagte Lukaschenko während einer Sitzung mit Vertretern des belarussischen Verteidigungsministeriums. Migranten würden "tot oder vielleicht halbtot" von EU-Seite aus an die belarussische Grenze gebracht und dort abgelegt, behauptete der immer wieder als "letzter Diktator Europas" kritisierte 67-Jährige, der in Militäruniform auftrat.

Der belarussische Grenzschutz teilte am Montagmorgen mit, dass an der Grenze zu Litauen erneut ein Mann tot aufgefunden worden sei. Bereits am Wochenende war dort ein Leichenfund gemeldet worden. Von unabhängiger Seite überprüfen lassen sich die Angaben aber nicht. Das Internationale Rote Kreuz sprach zuletzt von mehr als zehn Menschen, die in dem Waldgebiet bislang ums Leben gekommen seien.

11.25 Uhr: Länderbeschäftigte bekommen 2,8 Prozent mehr Gehalt und 1300 Euro

Mehr als eine Million Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Bundesländer bekommen ab Dezember 2,8 Prozent mehr Geld und spätestens im kommenden März eine steuer- und abgabenfreie Corona-Sonderzahlung von 1300 Euro. Darauf haben sich Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) als Arbeitgeber in Potsdam geeinigt. Nach mehreren Warnstreiks in den vergangenen Wochen, etwa an Unikliniken, sind weitere Ausstände damit vom Tisch.

11.21 Uhr: Tödliche Schüsse aus Eifersucht – Angeklagter räumt Tat ein

Ein 67-Jähriger hat die tödlichen Schüsse auf seine von ihm getrennte Frau und einen Bekannten vor dem Nürnberger Landgericht gestanden. Zum Prozessauftakt äußerte er sich über seinen Verteidiger, wie ein Justizsprecher sagte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, seine Frau und den gemeinsamen Bekannten aus Eifersucht ermordet zu haben. Auf einer Straße in Nürnberg soll er die beiden vor etwa einem Jahr erschossen haben. Der Taxifahrer hatte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft fälschlicherweise vermutet, dass die beiden Opfer eine Liebesbeziehung führten. Der Angeklagte sei der Überzeugung gewesen, dass seine Frau keine neue Beziehung haben dürfe, weil sie sonst ihn und die beiden gemeinsamen Söhne entehre, heißt es in der Anklageschrift. Deshalb habe er den Entschluss gefasst, sie und ihren vermeintlichen Liebhaber zu töten.

11.19 Uhr: Vierjährige stirbt bei Rodelausflug - Angeklagter entschuldigt sich

Zum Auftakt eines Prozesses um einen tödlichen Rodelunfall eines vierjährigen Mädchens hat sich der Angeklagte bei den Eltern des Opfers entschuldigt. "Es war absolut nicht meine Absicht, dass der Tag so ausgeht", sagte der 26-Jährige vor dem Amtsgericht Gera. Er sei mit dem Vater des Mädchens und einem weiteren Paar samt deren drei Kindern an einem Januartag auf ein schneebedecktes Feld in Gera gefahren. Dort hätten sie die Schlitten der Kinder an ihre Autos gebunden und über das Feld gezogen. Die Erwachsenen seien in Rodelpausen mit ihren Autos über das Feld gedriftet. Als er nach einer solchen Driftfahrt zu der Gruppe zurückfuhr, habe er die Kontrolle über seinen SUV verloren und sei gegen einen abgestellten Transporter geprallt, sagte er weiter. Erst aus der Gruppe heraus habe er dann mitbekommen, dass etwas Schlimmes geschehen sei.

10.20 Uhr: Polizei stoppt betrunkenen Fahrer - der will Frauen noch heimfahren

Ein betrunkener Autofahrer hat in Hagen erst noch seine beiden Begleiterinnen heimfahren wollen, nachdem die Polizei ihn gerade gestoppt hatte. Wie die Behörde mitteilte, war der Wagen am Sonntagmorgen aufgefallen, weil er so langsam unterwegs war. Als die Polizisten den Mann anhielten, bemerkten sie sofort "starken Alkoholgeruch". Der Fahrer gab demnach an, mit seinen beiden Begleiterinnen auf einer Party gewesen zu sein. Er selbst habe nur ein Bier getrunken und könne noch fahren. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm 1,6 Promille, er sollte zur Blutprobe mit auf die Wache kommen. Der 38-Jährige antwortete, er wolle zuerst seine Begleiterinnen nach Hause fahren. Daraus wurde nichts. Die Polizisten nahmen den Schlüssel ab.

10.20 Uhr: Eingeschneit: Englische Pub-Gäste verbringen dritte Nacht in Kneipe

Wegen Schnee und Wind am Wochenende haben Besucher eines Pubs in Nordengland eine dritte Nacht in der Kneipe verbringen müssen. Wie die Wirtin des Tan Hill Inn, Nicola Townsend, im BBC-Radio sagte, sei noch unklar, wann die Straße zu dem im Nationalpark Yorkshire Dales gelegenen Pub wieder freigeräumt werden könne. Die rund 60 Gäste waren nach dem Auftritt einer Oasis-Cover-Band am Freitagabend gestrandet.  Die Pub-Besucher vertrieben sich die Zeit mit Karaoke, Pub-Quiz und Brettspielen, wie Townsend berichtete. Viele von ihnen hatten ohnehin ein Zimmer für die Nacht auf Samstag in der Gaststätte mit Hotel gebucht. Andere schliefen teils auf Sofas oder auf Matratzen auf dem Boden.  Eine Frau soll sogar den Wunsch geäußert haben, gar nicht mehr zu gehen.  Der angeblich höchst gelegene Pub Englands war häufig Kulisse für Werbespots.

10.16 Uhr: WHO stuft Risiko durch Omikron-Variante als "sehr hoch" ein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Risiko durch die neue Omikron-Variante des Coronavirus weltweit als "sehr hoch" ein. Ein starker Anstieg der Infektionsfälle durch die Omikron-Variante könne schwerwiegende Folgen haben, warnte die WHO in Genf. Sie wies aber zugleich auf die vielen noch bestehenden Unsicherheiten zur Übertragbarkeit und Gefährlichkeit der neuen Virusvariante hin. So sei bisher etwa noch kein Todesfall im Zusammenhang mit der Omikron-Variante registriert worden.

9.55 Uhr: Bewohnerin verursacht beim Kerzenanzünden Brand in Pflegeheim

Beim Anzünden einer Kerze hat eine Bewohnerin einen Brand in einem Pflegeheim in Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern verursacht. Die 69-Jährige habe versucht, mit einem brennenden Stück Papier die Kerze in ihrer Wohnung anzuzünden, sagte ein Polizeisprecher. Die Flammen griffen erst auf den Sessel der Frau und dann auf die gesamte Wohnung über. Die eigenen Löschversuche der Seniorin blieben ohne Erfolg. Die alarmierte Feuerwehr konnte die Flammen später löschen. Allerdings musste in der Zwischenzeit das Heim evakuiert werden. Davon waren sieben ältere Bewohnerinnen und Bewohner betroffen. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Der Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

9.25 Uhr: Fidschi-Inseln entsenden 50 Sicherheitskräfte auf die Salomonen

Nach tagelangen Ausschreitungen mit mindestens drei Toten auf den Salomonen wollen die Fidschi-Inseln 50 Sicherheitskräfte in den Pazifikstaat entsenden. Die Beamten sollen "zur Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit beizutragen", schrieb Regierungschef Frank Bainimarama auf Twitter. Zuvor hatten bereits Australien und Papua-Neuguinea insgesamt rund 150 Sicherheitskräfte entsandt. Was auf den Salomonen als kleiner Protest begonnen hatte, entwickelte sich zu gewaltsamen Ausschreitungen und Plünderungen. Wütende Mobs zogen durch die Straßen der ansonsten eher verschlafenen Küstenstadt Honiara und forderten den Rücktritt von Premierminister Manasseh Sogavare. Mindestens drei Menschen starben. Die rund 800.000 Einwohner zählende Inselgruppe, 2000 Kilometer nordöstlich von Australien, war Anfang der 2000er Jahre in Gewalt zwischen verschiedenen Volksgruppen versunken. Bis 2017 war auf dort eine von Australien geführte Friedenstruppe stationiert.

9.16 Uhr: Brasilien brennt Boote von illegalen Goldsuchern ab

Im Kampf gegen illegale Goldsucher haben die Behörden in Brasilien fast 70 Boote niedergebrannt. Brasiliens Justizminister Anderson Torres erklärte, die 69 Boote seien zerstört worden. Er veröffentlichte Fotos und ein Video der brennenden Boote am Ufer des Madeira, einem Nebenfluss des Amazonas. "Herr Minister, herzlichen Glückwunsch zu diesem Einsatz", schrieb der rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro auf Twitter. Gerüchte über Goldfunde hatten in der Region einen regelrechten Goldrausch ausgelöst.

8.50 Uhr: Fußball-Spiele in Hamburg ohne Auswärtsfans und mit 2G plus möglich

In der Debatte um volle Fußballstadien in der sich immer weiter zuspitzenden Corona-Pandemie hat Hamburg mögliche Verschärfungen der Corona-Auflagen für Sportveranstaltungen angekündigt. "Die Stimmung geht vermehrt in die Richtung: "Passt das eigentlich in die Zeit?". Es kann also sein, dass auch bei den großen Veranstaltungen wir ein obligatorisches 2G-plus-Verfahren wählen", sagte Hamburgs Sport-Staatsrat Christoph Holstein im Radiosender NDR 90,3. Und ergänzte: "Es kann sein, dass wir Kapazitätseinschränkungen bekommen. Und es kann auch sein, dass wir keine Tickets mehr an Auswärtsfans verkaufen können." Das sei ein Schritt, um zu verhindern, dass in der Pandemie große Reisebewegungen stattfinden - ausgelöst durch Fußballspiele. Beim Sport in Halle sei ebenfalls eine 2G-plus-Variante möglich. "Wir hoffen, dass wir bei Kindern bis 18 Jahren, die ja in der Schule ohnehin getestet werden, dass wir da weiterhin etwas großzügig sein wollen." Es solle auf jeden Fall vermieden werden, dass Kinder unter den Einschränkungen der Pandemie leiden. "Wir wollen, dass die Kinder weiter Sport treiben können."

8.37 Uhr: China-kritische "Simpsons"-Folge bei Disney+ in Hongkong nicht verfügbar

Eine Folge der beliebten US-Zeichentrick-Serie "Die Simpsons" mit einem Hinweis auf die blutige Niederschlagung von Protesten auf dem Tiananmen-Platz 1989 in Peking ist im Disney-Streamingdienst in Hongkong nicht aufrufbar. Nach Hinweisen von aufmerksamen Kunden stellte die Nachrichtenagentur AFP bei einem eigenen Test fest, dass Episode zwölf der 16. Staffel bei Disney+ in Hongkong fehlt - die Folgen elf und 13 sind hingegen verfügbar. In der fehlenden Folge reist die Familie Simpson nach China, um ein Baby zu adoptieren. Dabei besuchen sie auch den Tiananmen-Platz. Dort ist ein Schild zu sehen, auf dem steht: "Auf diesem Platz ist 1989 nichts passiert" - eine satirische Anspielung auf Chinas Kampagne, die Erinnerungen an die Demokratie-Bewegung von 1989 auszulöschen.

8.28 Uhr: Mobilfunklizenzen könnten ohne Versteigerung verlängert werden

Bei der Vergabe der Mobilfunkfrequenzen zeichnet sich eine Wende ab: Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland können darauf hoffen, dass ihre auslaufenden Lizenzen ohne teure Versteigerung verlängert werden. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Ich kann mir ein Vorgehen vorstellen, die Frequenzen kurzfristig und bedingt zu verlängern und zu einem späteren Zeitpunkt in einem Vergabeverfahren mit weiteren Flächenfrequenzen bereitzustellen." Drei Pakete sind laut Bericht verfügbar, neben den etablierten drei Mobilfunkanbietern hat auch der Newcomer 1&1 Interesse angemeldet, der ein eigenes viertes Mobilfunknetz aufbauen will. 

7.55 Uhr: Taliban bitten EU um Hilfe bei Aufrechterhaltung von Flughafenbetrieb

Bei Gesprächen in Doha haben die radikalislamischen Taliban die EU um Hilfe beim Betrieb der afghanischen Flughäfen gebeten. Wie der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) mitteilte, bekräftigten die Taliban-Vertreter ihr Versprechen, Afghanen und Ausländern die Ausreise aus Afghanistan zu gestatten, wenn diese es wünschten. Im Gegenzug baten sie demnach um Unterstützung bei der Aufrechterhaltung des Flughafenbetriebs. In der EU-Erklärung hieß es weiter, dass die Taliban ihr Versprechen einer "Amnestie" für Afghanen einhalten wollen, die vor der Machtübernahme der Islamisten im August gegen die Taliban gearbeitet hatten. Dazu gehören beispielsweise Sicherheitskräfte und Mitarbeiter der internationalen Streitkräfte in Afghanistan.

7.51 Uhr: Drei Viertel der Industrieunternehmen klagen über Materialmangel

Der Materialmangel in Deutschlands Industrieunternehmen hat sich im November laut einer Umfrage noch verstärkt. Drei Viertel (74,4 Prozent) aller Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. Das waren vier Prozentpunkte mehr als im Oktober.  "Die erhoffte Entspannung ist ausgeblieben", erklärte das Ifo. Ein Ende der "Flaschenhals-Rezession" in der Industrie sei nicht in Sicht.  Die weiterhin angespannte Beschaffungslage bei gleichzeitig sehr gutem Auftragsbestand hat Folgen für die Preisentwicklung. "Noch nie haben so viele Unternehmen angekündigt, ihre Preise zu erhöhen", erklärte das Ifo.

6.45 Uhr: Japan schließt wegen Omikron-Variante erneut Grenzen für Ausländer

Nur wenige Wochen nach einer Lockerung der strengen Corona-Einreisebestimmungen schließt Japan wegen der Omikron-Variante erneut seine Grenzen für Ausländer. "Wir werden die Einreise von Ausländern aus der ganzen Welt ab dem 30. November untersagen", sagte Ministerpräsident Fumio Kishida. Wegen der Omikron-Variante hatte Japan bereits Quarantäne-Maßnahmen für Reisende aus neun Ländern des südlichen Afrikas verhängt. Bislang wurden keine Omikron-Fälle festgestellt.

6.17 Uhr: WM-Bronze als Trostpflaster: Timo Boll verliert Halbfinale knapp

Für mehr als die zweite Einzel-Bronzemedaille bei einer WM hat es für Timo Boll am Ende einfach nicht mehr gereicht. Stark beeinträchtigt von einer schmerzhaften Bauchmuskelverletzung unterlag der 40-Jährige in Houston dem erst 19 Jahre alten Schweden Truls Möregardh 3:4 (11:8, 11:8, 6:11, 8:11, 12:10, 8:11, 5:11) und verpasste den zwischenzeitlich greifbaren Einzug ins Finale. "Das schmerzt zwar, aber am Ende muss ich das anerkennen und sagen: Mehr ging einfach nicht", sagte Boll nach dem Halbfinale in den USA. "Ich bin glücklich, es geschafft zu haben, noch einmal bei einer WM eine Medaille zu holen."

5.31 Uhr: Mangel an Busfahrern in Großbritannien größer als angenommen

Der Mangel an Busfahrern in Großbritannien ist einer Umfrage zufolge noch größer als bislang angenommen. Das geht aus einer neuen Untersuchung der Gewerkschaft Unite hervor, für die 500 Gewerkschaftsmitglieder aus der Branche befragt wurden. Klares Ergebnis ist, dass seit dem Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr die Zahl der offenen Stellen zugenommen hat. In 99 Prozent der in der Befragung vertretenen Betriebe soll es einen Mangel an Fahrerinnen und Fahrern geben. Branchenexperten zufolge sollen viele Busfahrer in die Logistikbranche gewechselt sein, da wegen eines eklatanten Mangels an Lkw-Fahrern mit verheerenden Folgen dort mittlerweile bessere Löhne gezahlt werden.

5.27 Uhr: Claudia Jung für Stoffhund statt Welpen als Weihnachtsgeschenk

Schlagersängerin und Schauspielerin Claudia Jung rät von Tieren als Geschenk unterm Christbaum eher ab. "Bitten denken Sie wirklich darüber nach, wenn sie zu Weihnachten ein Tier verschenken wollen. Ein Hund oder eine Katze können bis zu 20 Jahre alt werden", sagte die bayerische Künstlerin bei einem Besuch des Gnadenhofs Gut Aiderbichl in Henndorf bei Salzburg. Als Tierliebhaberin und Mutter räumte sie ein: "Ich weiß natürlich, wie schwer es ist, den Kindern zu widerstehen. "Mama, Mama, ich brauche einen Hund, eine Katze oder ein Meerschwein."" Dazu gehöre aber auch viel Verantwortung. Ihr Rat: "Verschenken Sie im Zweifel doch bitte zuerst ein Stofftier. Dann kann die ganze Familie sich beraten und nach Weihnachten zusammen ein Tier aussuchen."

5.05 Uhr: Hainer kündigt Konsequenzen an und will mit Bayern-Mitgliedern reden

Präsident Herbert Hainer hat nach der turbulenten Jahreshauptversammlung beim FC Bayern München Konsequenzen angekündigt. "Wir analysieren sehr genau, wie es zu diesem Verlauf der Jahreshauptversammlung kommen konnte", sagte er dem "Kicker". "Wir werden daraus lernen, und es steht fest, dass wir die Kommunikation mit unseren Mitgliedern überdenken und intensivieren werden." Er habe zudem mit drei Mitgliedern, die nicht mehr zu Wort gekommen waren, nachdem er die Versammlung für beendet erklärt hatte, inzwischen Kontakt aufgenommen und Gespräche vereinbart.

5.00 Uhr: Studie: Weltgrößte Autokonzerne machen mehr Gewinn als je zuvor

Lieferengpässe und der Chipmangel zwingen Autobauer weltweit zum zeitweisen Stopp der Bänder - doch die 16 weltgrößten Autohersteller haben zuletzt mehr Gewinn erwirtschaftet als je zuvor. Wie das Analyseunternehmen EY mitteilte, kletterte der operative Gewinn dieser Firmen im dritten Quartal um über elf Prozent auf fast 23,1 Milliarden Euro. Das sei ein "neues Rekordniveau". Beim Absatz verzeichneten die Konzerne deutliche Einbußen um 16 Prozent – 13 Hersteller verkauften weniger Autos als im Vorjahreszeitraum, erklärte EY. Der Gesamtumsatz der 16 Unternehmen schrumpfte demnach um 1,6 Prozent auf 371 Milliarden Euro. Dennoch hätten die Top-Autokonzerne, darunter VW, Daimler, General Motors und Honda, die Halbleiterkrise bislang "bemerkenswert gut überstanden", erläuterten die EY-Experten: So würden die knappen Chips vor allem in "hochpreisige und margenstarke Fahrzeuge eingebaut".

5.00 Uhr: SPD, Grüne und Linke in Berlin stellen Koalitionsvertrag vor

Gut zwei Monate nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus stellen SPD, Grüne und Linke um 12 Uhr ihren Koalitionsvertrag vor. Dann dürfte auch der Ressortzuschnitt im neuen Senat feststehen und die Frage beantwortet sein, welche Partei wie viele Senatorenposten bekommt. Den Chefsessel im Roten Rathaus soll die SPD-Vorsitzende und frühere Bundesfamilienministerin Franziska Giffey übernehmen. Daneben darf es laut Verfassung bis zu zehn Senatoren geben – so heißen die Ministerinnen und Minister in Berlin.

4.55 Uhr: OLG Frankfurt entscheidet im Streit zwischen DFB und Spielerberater

Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main fällt am Dienstag eine Entscheidung im jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und der Spielerberater-Agentur Rogon. Deren Geschäftsführer Roger Wittmann will nicht hinnehmen, dass sich die Vermittler dem DFB-Reglement unterwerfen müssen. "Müssen sich Spielervermittler der Sportgerichtsbarkeit des DFB und dem Reglement für Spielervermittlung unterwerfen – ohne dass man als Spielervermittler Mitglied des Verbandes ist und auch nicht werden kann?", sagte DFVV-Geschäftsführer Philipp Wehler der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn wir nicht mitreden können, dann kann man uns auch keine Pflichten aufbürden. Die Deutsche Fußballspieler-Vermittler Vereinigung steht "absolut" hinter der Klage seines Mitglieds.

News von heute: Drei Omikron-Verdachtsfälle in Bayern nun bestätigt

4.30 Uhr: Neues Parlamentsvotum über künftige Ministerpräsidentin in Schweden

Fünf Tage nach ihrer Wahl zur ersten Ministerpräsidentin von Schweden mit anschließendem Turbo-Rücktritt stellt sich Magdalena Andersson einem neuen Votum im Parlament. Bei der Abstimmung in den Mittagsstunden des Montags gegen 13 Uhr, reicht der Sozialdemokratin erneut, wenn sich keine Mehrheit gegen sie ausspricht. Ihre Chancen stehen gut: Dieselben Parteien, mit deren Stimmen sie schon am Mittwoch zur Ministerpräsidentin gewählt worden war, haben der bisherigen Finanzministerin vorab wieder die nötige Unterstützung signalisiert.

4.30 Uhr: Rund zwei Drittel befürworten 3G-Regel in Bus und Bahn

Die 3G-Regelung in öffentlichen Verkehrsmitteln findet großen Zuspruch in der Bevölkerung. 68 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur DPA befürworteten die Regelung, wonach Passagiere in Bussen und Bahnen entweder gegen das Coronavirus geimpft, darauf getestet oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sein müssen. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der 2167 Teilnehmer der Online-Umfrage erklärte, die Vorgabe "voll und ganz" zu befürworten, weitere 19 Prozent befürworteten sie "eher". Ablehnend äußerten sich 26 Prozent der Befragten, davon lehnten 17 Prozent die Regelung "voll und ganz" ab.

4.15 Uhr: BGH entscheidet über Millionen-Entschädigung für Kohls Witwe

Kurz vor seinem Tod 2017 bekam Altkanzler Helmut Kohl eine Millionen-Entschädigung zugesprochen - hat seine Witwe darauf noch Anspruch? Das entscheidet um 11 Uhr in letzter Instanz der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Der Streit um das Geld ist Teil einer ganzen Reihe gerichtlicher Auseinandersetzungen, die Kohls Witwe und Alleinerbin Maike Kohl-Richter mit dessen früherem Ghostwriter Heribert Schwan führt. Wegen verletzter Persönlichkeitsrechte hatte das Kölner Landgericht dem 87-Jährigen Journalisten 2017 eine Million Euro zugesprochen – die höchste Entschädigung der deutschen Rechtsgeschichte. Das Urteil wurde vor Kohls Tod nur wenige Wochen später aber nicht mehr rechtskräftig.

4.04 Uhr: Prozess gegen Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell beginnt in New York

In New York beginnt der Prozess gegen die langjährige Vertraute des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell. Die US-Justiz wirft der 59-Jährigen vor, über Jahre Minderjährige für Epstein rekrutiert zu haben, die dann von dem Finanzinvestor sexuell missbraucht wurden. Sie soll sich an dem Missbrauch teilweise auch selbst beteiligt haben. Die wegen Sexhandels angeklagte Maxwell weist alle Vorwürfe zurück. Bei einer Verurteilung droht ihr eine Haftstrafe von bis zu 80 Jahren. Die Tochter des verstorbenen britischen Medienmoguls Robert Maxwell war im Juli 2020 im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der verurteilte Sexualstraftäter Epstein war 2019 nach einer erneuten Festnahme tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden. Er nahm sich nach offiziellen Angaben das Leben.

4.00 Uhr: Cannabis-Legalisierung spaltet laut Umfrage die Bevölkerung

Die geplante Legalisierung von Cannabis spaltet einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge die Menschen in Deutschland. 43 Prozent sprachen sich in einer Befragung für die "Augsburger Allgemeine" für die Idee der künftigen Ampel-Koalition aus. Genauso viele lehnen sie ab. Auch durch die Generationen geht ein Riss. Zwei Drittel der 18- bis 29-Jährigen sind laut Umfrage dafür, Cannabis freizugeben, zwei Drittel der über 65-Jährigen sind dagegen oder unentschieden.

3.45 Uhr: RKI registriert 29.364 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 452,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 452,4 an. Zum Vergleich: Am Sonntag hatte der Wert bei 446,7 gelegen, vor einer Woche bei 386,5 (Vormonat: 64,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 29.364 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 30.643 Ansteckungen gewesen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 73 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 62 Todesfälle. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI mit 5,97 an.

1.43 Uhr: Thüringens Innenminister will mehr Befugnisse für Verfassungsschutz gegen Rechtsextreme

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat vor der Innenministerkonferenz erweiterte Befugnisse für den Verfassungsschutz zur Überwachung rechtsextremer Finanzströme gefordert. "Rechtsextremisten verfügen über diverse Einnahmequellen zur Finanzierung ihrer Strukturen und Aktivitäten", sagte Maier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zur wirksamen Bekämpfung des Rechtsextremismus sei es deshalb erforderlich, deren nationale und internationale Finanzströme stärker in den Blick zu nehmen. Ein Großteil der Finanzierungsaktivitäten rechtsextremer Organisationen verlaufe aber "nicht im strafrechtlich relevanten Bereich und somit grundsätzlich außerhalb des polizeilichen Fokus." Es sei deshalb "kurzfristig zu prüfen, ob die Nachrichtendienste bei der Nachverfolgung von Transaktionen zur Terrorismusfinanzierung über ausreichend Möglichkeiten verfügen", sagte Maier.

0.48 Uhr: Drosten: "Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt"

Der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, hat sich angesichts der neuen Omikron-Variante besorgt gezeigt. "Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt", sagte Drosten im ZDF-"heute Journal". "Das Einzige was man wirklich mit Sicherheit sagen kann, es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist." Ob Impfungen verändert werden müssten, würden die nächsten zwei bis drei Wochen beantworten müssen, sagte Drosten weiter. Eine Anpassung der mRNA-Impfungstoffe sei möglich. "Das wird man technisch relativ einfach machen können. Aber wir sprechen hier doch von Monaten."

0.24 Uhr: Niederländische Polizei nimmt Paar nach Flucht aus Quarantäne-Hotel fest

Die niederländische Grenzpolizei hat ein Paar nach der Flucht aus einem Quarantäne-Hotel festgenommen. Die beiden seien in einem Flugzeug gefasst worden, das in Richtung Spanien starten sollte, teilte die Behörde mit. Das Paar war zuvor aus einem Hotel geflohen, in dem positiv auf Corona getestete Reisende aus Südafrika untergebracht sind, bei denen zum Teil auch die neue Omikron-Variante festgestellt worden war. Die Polizei übergab die beiden der Gesundheitsbehörde. Das Paar wurde daraufhin erneut unter Quarantäne gestellt.

0.02 Uhr: Frankreich: Hunderte Menschen stecken auf verschneiter Autobahn fest

Heftiger Schneefall hat in Frankreich den Verkehr auf der Autobahn zwischen Lyon und Clermont-Ferrand zeitweise zum Erliegen gebracht. Hunderte Autos steckten am Sonntagabend auf der A89 bei Thiers fest, teilte die Präfektur mit. Langsam komme der Verkehr wieder in Bewegung. Der Autobahnbetreiber Vinci verteilte Essen und Trinken an die blockierten Insassen. Räumfahrzeuge seien im Einsatz, etliche Wagen seien noch ohne Winterreifen unterwegs gewesen. Am höchsten Punkt der am Rande des Zentralmassivs verlaufenden Autobahn fielen rund 30 Zentimeter Schnee.

0.01 Uhr:  Lindner ruft Fachkundige zu Unterstützung beim Impfen auf

Die Parteichefs von FDP und Grünen haben eine deutliche Ausweitung der Impfkampagne gefordert. Bis Weihnachten müssten viele Millionen Menschen Auffrischungsimpfungen bekommen und Erstimpfungen verabreicht werden, sagte FDP-Chef Christian Lindner in der ARD-Sendung "Anne Will". "Jeder, der medizinisch verantwortbar eine Spritze halten kann, um eine Impfung zu geben, soll das in den nächsten Wochen tun", sagte Lindner. Aus seiner Sicht sollte sich auch Apotheken beteiligen, wenn das medizinisch möglich und jemand ausgebildet sei. Er wisse, dass das unter Ärzten kritisch gesehen werde, das müsse aber zurückstehen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte in der ARD-Sendung, das Boostern sei jetzt entscheidend. Es müssten zudem Vorbereitungen für Kinder-Impfungen getroffen werden. Sobald dieser Impfstoff da sei, sollten vor jeder Schule mobile Impfbusse stehen, um Kinder zu impfen, forderte Baerbock.

nik / rw DPA AFP

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