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News von heute Nach Explosion in Leverkusen: Drei weitere Tote gefunden – kaum Hoffnung für Vermisste

Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen unweit einer Zufahrt zum Chempark über dem eine dunkle Rauchwolke aufsteigt
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen unweit einer Zufahrt zum Chempark über dem eine dunkle Rauchwolke aufsteigt
© Oliver Berg / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

18.21 Uhr: EU drängt Irak zu besserer Kontrolle von Migranten-Flügen von Bagdad nach Belarus

Die Europäische Union drängt die irakische Regierung, bei der Eindämmung der Schleusung von Migranten über Belarus nach Litauen zu helfen. In einem Brief von EU-Innenkommissarin Ylva Johansson an die zuständigen Minister der EU-Mitgliedstaaten hieß es, Brüssel habe Kontakt zur irakischen Regierung aufgenommen, damit diese "Flüge nach Belarus besser kontrolliert und irakische Staatsangehörige, die freiwillig zurückkehren wollen, wieder einreisen lässt". 

Litauen beschuldigt Belarus, gezielt Flüchtlinge einzuschleusen – aus Rache für die EU-Sanktionen gegen die autokratische Führung in Minsk. Die litauische Regierung ist eine scharfe Kritikerin des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko. Zudem hat der EU- und Nato-Staat viele in Belarus verfolgte Aktivisten aufgenommen, darunter Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja.

17.59 Uhr: Apotheken – Impfzertifikate schrittweise wieder erhältlich

Erste Apotheken in Deutschland stellen nach einer Unterbrechung wieder digitale Corona-Impfzertifikate aus. Schrittweise werde begonnen, den Service für Geimpfte wieder anzubieten, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) in Berlin mitteilte. Wer das Zertifikat haben möchte, solle sich jedoch vorab auf der Internetseite www.mein-apothekenmanager.de informieren, welche Apotheke man zu dem Zweck aufsuchen kann. Wie viele Apotheken bereits wieder Zertifikate ausstellen, war zunächst nicht bekannt. Man rechne damit, dass in den nächsten Tagen die Allermeisten wieder an das notwendige System angeschlossen seien, sagte ein Abda-Sprecher. Dies hänge von den jeweiligen IT-Dienstleistern ab.

17.42 Uhr: Bundestagswahl-Show bei ProSieben findet ohne Laschet statt

ProSieben hat ein Showformat für die Kanzlerkandidaten auf die Beine gestellt, muss sich aber mit den Wahlkämpfern Annalena Baerbock und Olaf Scholz begnügen. Die Grünen-Politikerin und der SPD-Mann stellen sich im September ProSieben-Moderator Louis Klamroth und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, wie der Sender mitteilte. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet nehme an dem Format nicht teil. "Wir haben Armin Laschet angefragt und er hat abgesagt", sagte eine ProSieben-Sprecherin dazu auf DPA-Anfrage.

Ein CDU-Sprecher sagte auf DPA-Anfrage zu Laschets Nicht-Teilnahme: "Wir waren in Gesprächen mit ProSieben über ein Triell bei ProSieben und Sat.1. Dazu hatte Herr Laschet bereits zugesagt. Diese Sendung wurde dann von Seiten von ProSieben abgesagt."

17.03 Uhr: Bericht: Bundesregierung erzielt Einigung über Testpflicht für Reiserückkehrer

In der Bundesregierung gibt es einem Bericht zufolge eine Einigung auf die allgemeine Testpflicht für Reiserückkehrer. Ein entsprechender Beschluss wurde in einer Runde der Staatssekretäre der beteiligten Ministerien gefasst, wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" berichtete. Bedenken seien aus dem Weg geräumt. Es gebe nun einen Konsens. Die Verordnung soll am Freitag vom Bundeskabinett beschlossen werden und ab Sonntag gelten. Demnach sollen künftig nicht nur Flugreisende, sondern auch Menschen, die mit Auto, Bahn oder Schiff nach Deutschland kommen, bei der Einreise einen Test vorlegen. Für Flugreisende gibt es diese Testpflicht bereits. 

Am Entwurf des Bundesgesundheitsministerium, der bereits zwischen den Ressorts vorabgestimmt war, habe es nur noch kleine Änderungen gegeben, hieß es dem Bericht zufolge weiter. Grundsätzlich sollen künftig alle Einreisenden ab sechs Jahren über einen negativen Testnachweis, Genesenennachweis oder Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen müssen – egal von wo sie nach Deutschland kommen. Bei Einreise aus einem Gebiet mit besorgniserregenden Virusvarianten soll immer ein Testnachweis nötig sein – auch bei Geimpften.

16.53 Uhr: Mehrere Tote nach Bränden an türkischer Mittelmeerküste

Im Zuge der Brände an der türkischen Mittelmeerküste und in weiteren Regionen sind mehrere Menschen gestorben. Bei dem Feuer in der Region Antalya seien drei Menschen getötet worden, sagte Bekir Pakdemirli, Minister für Land- und Forstwirtschaft. Es gebe 183 Verletzte. Unter anderem in den Regionen Mersin, Alanya und Mugla gab es weitere Feuer. Der staatliche Fernsehsender TRT berichtete, in der Mittelmeerstadt Marmaris seien auch Hotels evakuiert worden, nachdem ein Brand nahe der Stadt ausgebrochen war. Auch in der Nähe des Urlaubsortes Bodrum habe ein Hotel evakuiert werden müssen, sagte Pakdemirli. Insgesamt seien 53 Waldbrände in unterschiedlichen Provinzen des Landes ausgebrochen, von denen 36 unter Kontrolle seien, sagte Pakdemirli.

16.19 Uhr: Mehr als 200 Corona-Fälle in Österreich nach Festival in Kroatien

In Österreich sind 215 Corona-Infektionen unter Reiserückkehrern nach einem Festival in Kroatien registriert worden. Die Veranstaltung "Austria goes Zrce" fand vorige Woche auf der Insel Pag statt. Knapp 8000 Menschen im Alter zwischen 19 und 27 Jahren waren zu der mehrtägigen Strandparty gereist, wie der Veranstalter Martin Reitstätter der Deutschen Presse-Agentur sagte. Österreichische Gesundheitsbehörden haben Besucher nun aufgefordert, sich testen zu lassen, um weitere mögliche Infektionen aufzuspüren.

Laut Reitstätter wurden alle Partygäste vor dem Betreten des Geländes zwei Mal überprüft, ob sie geimpft, getestet oder von Corona-19 genesen waren. "Wir haben uns an die Vorgaben der österreichischen und kroatischen Regierungen gehalten", sagte er. Reitstätter wies Vorwürfe einer Besucherin zurück, die im Gespräch mit der Zeitung "Der Standard" über teils laxe Kontrollen berichtete. Rund 60 Prozent der Gäste waren laut einer von den Veranstaltern durchgeführten Umfrage zumindest teilgeimpft. "Was uns am allermeisten schreckt: Dass es so viele Geimpfte unter den positiv Getesteten gibt", sagte Reitstätter.

16.04 Uhr: Nach Explosion in Leverkusen: Drei weitere Tote gefunden

Zwei Tage nach der verheerenden Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage haben Einsatzkräfte drei weitere Menschen tot in den Trümmern gefunden. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln mit. Die Zahl der nunmehr entdeckten Todesopfer erhöhte sich damit auf fünf. Zwei Menschen würden weiter vermisst, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Detonation hatte sich am Dienstagmorgen in einem Tanklager des Chemparks - einem Gelände mit Chemie-Unternehmen - ereignet. Die Suche nach Vermissten gestaltete sich schwierig.

15.52 Uhr: Leopoldina-Forscher: Sich nicht impfen lassen, ist Eigennutz

Der Verhaltensforscher Armin Falk von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat das Ablehnen von Corona-Schutzimpfungen scharf kritisiert. "Sich nicht impfen zu lassen, hat nichts mit Rationalität zu tun, sondern einfach nur mit Eigennutz", sagte Falk der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Allgemeinheit muss hier zahlen für die Trägheit und die Dummheit der Impfgegner."

Weil die Nebenwirkungen des Impfens überschaubar und der Nutzen für die Gesellschaft riesig sei, forderte Falk eine "Impfverpflichtung", mindestens aber, den Zugang zu Restaurants, Reisen und Veranstaltungen für Nicht-Geimpfte zu erschweren. Sonst laufe es darauf hinaus, dass "die Kooperativen die Dummen sind". Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, nahm der Wissenschaftler von seiner Kritik aus.

15.39 Uhr: Katalonien verlängert nächtliche Ausgangssperre

Die Ausgangssperre in Barcelona und weiten Teilen der Urlaubsregion Katalonien ist bis 6. August verlängert worden. Ein Gericht habe grünes Licht für die zweite Verlängerung der Mitte Juli beschlossenen Corona-Maßnahme gegeben, erklärte eine Sprecherin der Regionalregierung. Die nächtliche Ausgangssperre von 1.00 Uhr nachts bis 6.00 Uhr morgens gilt für alle Ortschaften mit mehr als 5000 Einwohnern. 

15.09 Uhr: Tödliche Schüsse in US-Kino – Verdächtiger festgenommen

Nach tödlichen Schüssen in einem Kino im US-Bundesstaat Kalifornien hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 20-jährigen Mann, in dessen Wohnung eine Waffe gefunden worden sei, teilte die Polizei in der Stadt Corona am Mittwoch mit. 

Die Beamten ermittelten unter anderem wegen Mordes, nachdem am Montag in einem Kino in dem Ort eine 18-Jährige erschossen und ein 19-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden waren, wie es hieß. Neben der Schusswaffe fanden die Ermittler während einer Wohnungsdurchsuchung bei dem Verdächtigen weitere Hinweise.

14.52 Uhr: Hitzewelle und Waldbrände in Bulgarien

In Bulgarien ist es zu großen Waldbränden gekommen, außerdem sind die Temperaturen an die 40-Grad-Marke geklettert. 60 Hektar Nadelwälder wurden bei einem Großbrand bei Twardiza in Mittelbulgarien vernichtet. Das Feuer wurde unter Kontrolle gebracht, konnte aber nicht gelöscht werden, wie bulgarische Medien berichteten. Ein Hubschrauber, Soldaten, Feuerwehrleute und Freiwillige waren im Einsatz. Der Brand soll sich von einer Mülldeponie ausgebreitet haben. Kleinere Waldbrände tobten zudem im Südwesten des Balkanlandes.

14.46 Uhr: Ökologische Belastungsgrenze der Erde erreicht

Die Welt hat nach Berechnungen von Experten den sogenannten Erdüberlastungstag erreicht. Dieser gibt an, ab wann die Menschheit durch alle ihre ökonomischen Aktivitäten mehr Ressourcen in Anspruch nimmt, als die ökologischen Kreisläufe binnen eines Jahres auf natürliche Weise erneuern. Dabei berechnen Experten des Global Footprint Networks in einem komplizierten Verfahren, wann der durchschnittliche theoretische Flächenbedarf der Menschheit etwa für Urbanisierung, Nahrungsmittelanbau und industrielle Produktion die Pufferkapazitäten der Erde übersteigt.

14.41 Uhr: US-Wirtschaft wächst im zweiten Quartal erneut solide

Die US-Wirtschaft erholt sich weiter von dem schweren Einbruch durch die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres nahm die Wirtschaftsleistung auf das Jahr hochgerechnet um 6,5 Prozent zu, wie aus Daten der US-Regierung hervorging. In den USA werden Wachstumszahlen für die Quartale stets auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben damit an, wie sich die Wirtschaft entwickeln würde, wenn das Wachstumstempo ein Jahr lang anhielte. In Europa wird auf diese Methode verzichtet, weshalb die Zahlen nicht unmittelbar miteinander vergleichbar sind.

14.32 Uhr: Polizei warnt vor kursierenden Falschmeldungen

Mit Blick auf die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal hat die Polizei vor kursierenden Falschmeldungen gewarnt. "Aktuell wird in sozialen Medien über angeblich 600 Kinderleichen berichtet", sagte Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Gegen solche Fake News wolle er sich stellen. Er rief dazu auf, ausschließlich seriösen Quellen zu vertrauen und sich nicht "am unreflektierten Verbreiten von Meldungen im Internet" zu beteiligen.

14.25 Uhr: Kämpfe in der Ostukraine – Separatisten melden drei tote Kämpfer

In der Ostukraine sind trotz geltender Waffenstillstandsvereinbarung offensichtlich drei Separatistenkämpfer getötet worden. Ein weiterer sei im Süden des Donezker Gebiets unweit des Asowschen Meeres schwer verletzt worden, teilten örtliche Medien mit. Regierungseinheiten sollen die Stellungen der Aufständischen mit Mörsern des Kalibers 120 Millimeter beschossen haben.

14.15 Uhr: Zug kollidiert mit Lkw und entgleist – acht Verletzte

Bei einem Zugunglück auf der Bahnstrecke von Stettin (Szczecin) nach Berlin sind am Morgen acht Menschen verletzt worden. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn AG in Berlin sagte, war ein Regionalzug mit 39 Reisenden an einem Bahnübergang mit einem Lastwagen zusammengestoßen und entgleist. Nach ersten Ermittlungen war der Lkw-Fahrer im polnischen Dorf Kolbaskowo unmittelbar an der Grenze über den unbeschrankten Übergang gefahren und hatte den Zug übersehen. Reisende müssten nun bis zum 8. August mit Behinderungen auf der Bahnstrecke Berlin-Stettin rechnen.

14.02 Uhr: Inflationsrate steigt im Juli auf voraussichtlich 3,8 Prozent

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli um voraussichtlich 3,8 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mit. Im Vergleich zum Vormonat Juni nahm die Teuerung demnach um 0,9 Prozent zu. 

Verantwortlich für den hohen Anstieg der Inflationsrate im Juli ist laut Bundesamt insbesondere ein Basiseffekt, der auf die coronabedingte Senkung der Mehrwertsteuersätze im Juli 2020 zurückzuführen ist. Seit Januar 2021 befinden sich die Mehrwertsteuersätze für fast alle Waren und Dienstleistungen wieder auf dem vorherigen Niveau. 

13.56 Uhr: Altmaier und Scholz versprechen Entlastungen beim Strompreis

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) haben den Bürgern bei den Anstrengungen für mehr Klimaschutz Entlastungen versprochen. "Wir müssen sehr genau darauf achten, dass bei der Umsetzung unserer Klimaziele keine sozialen Schieflagen entstehen", sagte Altmaier der Deutschen Presse-Agentur. SPD-Kanzlerkandidat Scholz sagte: "Unsere Lösung einer sozialen Klimapolitik setzt beim Strompreis an: Der Strompreis muss sinken, denn es soll ja attraktiv sein, auf sauberen Strom umzusteigen. Wir wollen, dass die Umlage für Erneuerbare Energien nicht mehr wie heute den Strompreis verteuert. Eine Familie spart dann über 300 Euro im Jahr."

Brigitte Live: Auf diese Frage nach seiner Frau reagiert Olaf Scholz empört.

13.43 Uhr: Schweden: Waldbrände hier, Starkregen dort

Schweden hat derzeit sowohl mit Waldbränden als auch mit lokalem Starkregen zu kämpfen. Einsatzkräfte waren dabei, einen am Mittwoch entstandenen Brand im Wald nahe Ånge gut 450 Kilometer nördlich von Stockholm in Schach zu halten. Wie die schwedische Nachrichtenagentur TT berichtete, umfasste das Feuer am Morgen weiterhin ein Gebiet mit einer Länge von etwa 1000 Metern. Ein Risiko, dass sich die Flammen auf bebaute Gebiete ausbreiteten, bestand demnach nicht. Die Einsatzkräfte hofften im Kampf gegen den Brand auf Regen – der andernorts in dem skandinavischen Land dagegen für Probleme sorgte: Nach Tagen mit teils kräftigen Schauern in Südschweden warnte die meteorologische Behörde SMHI vor Starkregen und Gewittern, darunter in den mittelschwedischen Provinzen Gävleborg und Dalarna. 

13.22 Uhr: Mindestens 40 Tote bei Sturzflut in Afghanistan

Bei einer Sturzflut in Afghanistan sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Rund 150 weitere Bewohner wurden nach Angaben der Behörden vermisst, nachdem Wassermassen zahlreiche Häuser rund 200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kabul zerstört hatten. Vor der Flut hatte es im Bezirk Kamdesch in der Provinz Nuristan heftige Niederschläge gegeben. Der Vorsitzende des Provinzrates, Saeedullah Nuristani, sagte der Nachrichtenagentur AFP, es seien rund 80 Häuser zerstört worden. 

13.20 Uhr: Brexit – EU-Kommission erlaubt Millionen-Hilfe für deutsche Fischer

Deutschland darf vom Brexit betroffene Fischereiunternehmen mit fünf Millionen Euro unterstützen. Von der Maßnahme sollen Unternehmen profitieren, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2021 mindestens 30 Prozent ihres Einkommens aufgrund des Handelsabkommens zwischen der EU und Großbritannien eingebüßt haben, wie die EU-Kommission mitteilte. Die Einbußen sollen anhand des durchschnittlichen Einkommens im gleichen Zeitraum der Jahre 2018 bis 2020 berechnet werden. Die Entschädigungen werden den Angaben zufolge als Zuschüsse ausgezahlt und anhand der Schiffsgrößen berechnet.

12.46 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Afrika sinkt leicht – 1,6 Prozent geimpft

Obwohl in Afrika erst 1,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft sind, beginnt die Zahl der Fälle leicht zu sinken. Im Wochenvergleich gingen die Neuinfektionen laut John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) um 15 Prozent auf insgesamt 239 000 Fälle zurück. Allerdings warnte die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Matshidiso Moeti: "Der Kontinent befindet sich noch immer im Griff der dritten Infektionswelle, wir sind definitiv noch nicht aus dem Gröbsten raus."

12.43 Uhr: Rekordzahl an "Pings" in England und Wales nach Corona-Kontakten

Wegen hoher Corona-Fallzahlen sind in England und Wales erneut so viele Menschen von der Corona-App als enge Kontakte von Infizierten benachrichtigt worden wie nie zuvor. In der Woche bis zum 21. Juli wurde laut Zahlen, die der Gesundheitsdienst veröffentlichte, eine Rekordzahl von 689.313 Kontakten "gepingt", die sich daraufhin in Quarantäne begeben mussten. In der Woche zuvor waren es 618.903 Kontakte. Die App schlägt an, wenn sich Nutzer eine gewisse Zeit in direkter Nähe eines positiv Getesteten aufgehalten haben.

12.34 Uhr: Mindestens drei Tote bei Waldbränden nahe Antalya

Bei heftigen Waldbränden in der türkischen Urlaubsregion Antalya sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden. Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung auf, nachdem die Brände am Mittwoch gleichzeitig an vier verschiedenen Stellen östlich des Badeortes ausgebrochen waren. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden mindestens 122 Menschen verletzt, 58 von ihnen sind noch im Krankenhaus. 18 Dörfer und Siedlungen in der Region Manavgat wurden evakuiert. Urlaubsorte waren den Behörden zufolge nicht bedroht.

12.19 Uhr: Seehofer lobt Laschet: Aus diesem Holz werden Kanzler gemacht

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat den CDU-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Armin Laschet ausdrücklich gelobt und gegen Kritik auch aus der CSU in Schutz genommen. "Ich finde Armin Laschet gut, weil er Stehvermögen hat und Maßstäbe hat. Aus diesem Holz werden Kanzler gemacht", sagte Seehofer der "Mittelbayerischen Zeitung". Auf die Frage, ob Laschet nicht kantiger sein müsse, fügte Seehofer hinzu: "Ich glaube, gerade in der aktuellen politischen Situation ist es wichtig, eine ausgleichende, nicht polarisierende Persönlichkeit im Kanzleramt zu haben."

12 Uhr: Autofahrer mit mehr als vier Promille verursacht Unfall in Berlin

In Berlin hat am Mittwoch ein 64-Jähriger mit mehr als vier Promille Alkohol im Blut einen Verkehrsunfall verursacht. Dabei wurden er selbst und eine 66-jährige Frau verletzt, zudem entstand hoher Sachschaden, wie die Polizei mitteilte. Nach bisherigen Erkenntnissen sei der Mann am Mittwochabend im Stadtteil Tempelhof mit seinem Renault ungebremst auf einen stehenden Audi aufgefahren, der durch die Wucht auf einen vor ihm stehenden BMW geschoben wurde. Beide Fahrzeuge hätten gestanden, da die Ampel rot zeigte. An allen Fahrzeugen entstand den Angaben zufolge erheblicher Sachschaden. 

11.52 Uhr: Fünf Tote bei Absturz von irakischem Militärhubschrauber auf Einsatz

Beim Absturz eines Militärhubschraubers während eines Einsatzes im Irak sind fünf Soldaten ums Leben gekommen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen befand sich der Helikopter am Donnerstag auf einem Kontrollflug nördlich von Bagdad, als er unter Beschuss vom Boden geriet und abstürzte. Das irakische Militär unternimmt in dem Gebiet regelmäßig Einsätze gegen mutmaßliche Schläferzellen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

11.37 Uhr: Oberverwaltungsgericht untersagt Rückführung von Flüchtlingen nach Italien

Das Oberverwaltungsgericht von Nordrhein-Westfalen hat die Rückführung zweier Flüchtlinge nach Italien wegen der dort zu erwartenden Lebensbedingungen untersagt. Es bestehe die "ernsthafte Gefahr", dass die Männer aus Somalia und Mali in dem Land über längere Zeit "elementare Bedürfnisse" wie Unterkunft und Verpflegung nicht befriedigen könnten, teilte das Gericht in Münster mit. Als Grund nannte das OVG Italiens System für Flüchtlinge, das nur für besonders verletzliche Menschen wie Kranke oder Familien mit Kindern "ausnahmsweise" eine Versorgung und Unterbringung in Aufnahmeeinrichtungen vorsehe. Für die Kläger dagegen stünden weder Unterkünfte noch Wohnungen bereit, sie seien zudem mittellos und hätten auch keine Chance auf Arbeitsplätze.

11.10 Uhr: 16 Menschen sterben bei Sturzflut in Indien

Mindestens 16 Menschen sind bei Sturzfluten im Zusammenhang mit dem Monsunregen in Indien gestorben. Zudem werden mindestens 20 weitere Menschen in den hügeligen Regionen in Jammu und Kashmir und Himachal Pradesh vermisst, wie Behördenmitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur sagten. Häuser, Brücken und Straßen seien auch beschädigt worden.

10.48 Uhr: Bundestagswahl-Show bei ProSieben findet ohne Laschet statt

ProSieben hat ein Showformat für die Kanzlerkandidaten auf die Beine gestellt, muss sich aber mit den Wahlkämpfern Annalena Baerbock und Olaf Scholz begnügen. Die Grünen-Politikerin und der SPD-Mann stellen sich im September ProSieben-Moderator Louis Klamroth und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, wie der Sender in Unterföhring bei München mitteilte. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet nehme an dem Format nicht teil. "Wir haben Armin Laschet angefragt und er hat abgesagt", sagte eine ProSieben-Sprecherin dazu.

10.45 Uhr: 32 Jahre nach Hillsborough-Katastrophe 97. Todesopfer festgestellt

Mehr als 30 Jahre nach der Tragödie im Hillsborough-Stadion im englischen Sheffield ist die Zahl der Todesopfer noch einmal gestiegen. Der 55-jährige Andrew Devine, der seiner Familie zufolge am Dienstag gestorben war, gilt nach Feststellung eines Gerichts als 97. Todesopfer der Katastrophe, wie die BBC jetzt berichtet. Bei dem tödlichen Massengedränge im Jahr 1989 wurden zusätzlich viele Zuschauer schwer verletzt – darunter auch Devine. Da er bei den Vorfällen "lebensverändernde Verletzungen" erlitten hatte, erklärte ihn das Liverpool Coroner's Court als weiteres Todesopfer der Katastrophe.

10.28 Uhr: Berlin verbietet "Querdenken"-Demos am Wochenende

Die Berliner Polizei hat zwei für das Wochenende geplante Demonstrationen gegen die Corona-Politik verboten. Wie die Polizei bestätigte, wurden "nach Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen und unter Bewertung der objektiven Sachlage" zwei Versammlungen untersagt. Eine davon hätte am Samstag, die andere am Sonntag stattfinden sollen. Um welche Demonstrationen es sich genau handelt, teilte die Polizei nicht mit. Wie der RBB berichtete, soll es sich bei einer davon um die geplante Großdemo der "Querdenken"-Bewegung am 1. August handeln, zu der 22.500 Teilnehmer angemeldet waren.

10.12 Uhr: Brände an türkischer Mittelmeerküste - ein Toter

Im Zuge der Brände an der türkischen Mittelmeerküste und in weiteren Regionen ist ein Mensch gestorben. "Leider haben wir einen Mitbürger in Akseki verloren", teilte Bekir Pakdemirli, Minister für Land- und Forstwirtschaft, via Twitter mit. Zwischen gestern und heute seien insgesamt 41 Waldbrände in 13 Provinzen des Landes ausgebrochen, von denen ein Großteil gelöscht worden sei. Die Arbeiten gehen noch weiter. Laut Pakdemirli waren unter anderem 29 Hubschrauber und mehr als 1800 Rettungskräfte im Einsatz.

News von heute: Nach Explosion in Leverkusen: Drei weitere Tote gefunden – kaum Hoffnung für Vermisste

9.55 Uhr: Zahl der Arbeitslosen sinkt im Juli auf 2,59 Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli entgegen saisonüblicher Muster weiter zurückgegangen. Der Statistik der Bundesagentur für Arbeit zufolge waren im Juli bundesweit 2,59 Millionen Menschen ohne Job, 24.000 weniger als im Juni und 320.000 weniger als im Juli 2020. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,6 Prozent.

9.46 Uhr: Erdbeben der Stärke 8,2 vor der Küste Alaskas – Warnung vor Tsunami

Ein starkes Erdbeben hat sich vor der Südküste des US-Bundesstaates Alaska ereignet. Die zuständige US-Behörde USGS gab die Stärke mit 8,2 an. Es sei am späten Mittwochabend 104 Kilometer südöstlich auf dem auf einer Halbinsel gelegenen Ort Perryville in einer Tiefe von 32 Kilometern aufgetreten. Der Nationale Wetterdienst der USA (NOAA) gab eine Tsunami-Warnung aus. Er sprach zunächst von einer Stärke von 8,1, korrigierte dann ebenfalls auf 8,2, ortete das Beben aber knapp 121 Kilometer südöstlich des ebenfalls auf der Halbinsel gelegenen Ortes Chignik.

9.33 Uhr: Farbton des Lindt-"Goldhasen" genießt laut BGH Markenschutz

Der goldene Farbton des Schokoladen-Osterhasen von Lindt genießt Markenschutz. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Der Schweizer Hersteller habe nachgewiesen, dass weit mehr als die erforderlichen 50 Prozent der potenziellen Käufer das Gold mit Lindt verbänden. Damit habe sich die Farbe als sogenannte Benutzungsmarke durchgesetzt. Dass Lindt das Gold nicht als Hausfarbe für alle seine Produkte verwendet, spielt nach diesem Urteil keine Rolle – auch nicht, dass der Hase noch an anderen charakteristischen Merkmalen wie dem roten Halsband mit Glöckchen zu erkennen ist.

Allerdings ist damit noch nicht entschieden, dass der verklagte Konkurrent, die schwäbische Confiserie Heilemann, nicht ebenfalls einen Schokohasen in Goldfolie vertreiben darf. Der Fall geht noch einmal zurück ans Oberlandesgericht München. Dort ist nun zu prüfen, ob Heilemann die Lindt-Marke tatsächlich verletzt, zum Beispiel weil zwischen beiden Hasen Verwechslungsgefahr besteht.

9.28 Uhr: Japans Regierungsberater warnt vor Überlastung des Gesundheitssystems

Der wichtigste Coronavirus-Berater der japanischen Regierung befürchtet angesichts der rasant gestiegenen Infektionszahlen eine Überlastung des Gesundheitssystems. "Wenn das Krisenbewusstsein nicht geteilt wird, wird der Druck auf das Gesundheitssystem früher oder später noch gravierender", warnte der Mediziner Shigeru Omi bei einer Ausschusssitzung im Parlament. Am Vortag waren die Neuinfektionen in der Olympia-Stadt auf den Höchststand von 3177 Fällen gestiegen. Landesweit wuchs die Zahl der Neuinfektionen in Folge der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante erstmals binnen eines Tages über die Marke von 9000 Fällen auf insgesamt 9576.

9.25 Uhr: Corona-Kontrollen auf griechischen Inseln werden verstärkt

Im Kampf gegen steigende Corona-Zahlen auf mehreren griechischen Inseln will die Regierung die Zahl der Polizisten vor Ort erhöhen. Die Beamten sollen dafür sorgen, dass im Nachtleben die vorgegebenen Corona-Maßnahmen eingehalten werden, wie die griechische Zeitung "Kathimerini" unter Berufung auf den Zivilschutz berichtete. Betroffen sind vor allem die Kykladen-Inseln Paros und Ios. Auch auf Kreta stiegen die Coronafälle in den vergangenen Wochen an. Es gelte dringend, auf den bei Touristen beliebten Inseln einen Lockdown zu vermeiden, hieß es.

9.21 Uhr: Containerschiff "Ever Given" läuft im Hafen von Rotterdam ein

Mehr als vier Monate nach der Blockade des Suez-Kanals ist das riesige Containerschiff "Ever Given" am Morgen in den Hafen von Rotterdam eingelaufen. "Ein besonderer Moment", sagte der Chef des Containerhafens, Hans Nagtegaal, der Nachrichtenagentur AFP. "Endlich können wir mit dem Entladen anfangen." 

Die "Ever Given" hatte den Suezkanal im März sechs Tage lang blockiert; nachdem das Schiff endlich freigeschleppt werden konnte, beschlagnahmte es die Kanalverwaltung, um über eine Entschädigung zu verhandeln. Anfang Juli wurde eine Einigung mit dem japanischen Schiffseigentümer Shoei Kisen Kaisha erzielt, am 7. Juli konnte das Schiff die Anker lichten.

9.10 Uhr: Zypern schickt Migranten im Boot zurück in den Libanon

Die Republik Zypern hat abermals Migranten aus dem Libanon die Einreise verweigert. Die zyprische Küstenwache hatte am Mittwochabend vor der Küste im Südosten der Insel 14 Menschen in einem Boot aufgegriffen, darunter zwei Kinder. Die Migranten verbrachten die Nacht auf dem Schiff der Küstenwache. Sie sollen noch mit Proviant ausgestattet und in ihrem Boot zurück in den Libanon begleitet werden, berichtete der zyprische Rundfunk (RIK).

9.06 Uhr: Israel: Grüner Pass soll steigende Corona-Zahlen bremsen

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Israel wieder der sogenannte Grüne Pass. Bei Versammlungen von mehr als 100 Menschen müssen Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis. Dies gilt unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser.

9 Uhr: Bundespolizei zeichnet alarmierendes Lagebild für Hochwassergebiete

Die Bundespolizei hat der Regierung einen alarmierenden Bericht zur Lage in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz übermittelt. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung wird darin die "Versorgung der Bevölkerung insgesamt als problematisch" bewertet. Viele Betroffene seien "stark traumatisiert" und "die Akzeptanz gegenüber den Einsatzkräften sinkt stetig".

In Rheinland-Pfalz behindern dem Bericht zufolge, aus dem "Bild" zitiert, "Reichsbürger in polizeiähnlicher Uniform" die Hilfsarbeiten. Die Leute versuchten demnach "Einsatzkräften Platzverweise zu erteilen" – und so die Aufräumarbeiten zu behindern. Zuvor hatte es bereits Berichte gegeben, wonach in den Katastrophengebieten Helferinnen und Helfer beschimpft oder mit Müll beworfen wurden, unter anderem von sogenannten "Querdenkern".

8.30 Uhr: Chempark-Firma bereitet Aufräum- und Bergungsarbeiten vor

Nach der schweren Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage konzentrieren sich die Einsatzkräfte vor Ort nach Unternehmensangaben nun in Abstimmung mit den Ermittlern auf die Vorbereitung der Aufräum- und Bergungsarbeiten. Im Zuge dessen laufe auch die Vermisstensuche weiter, sagte ein Sprecher der Chempark-Betreiberfirma Currenta am Morgen der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor war die Hoffnung, Überlebende zu finden, immer weiter gesunken. "Wir haben keine Hoffnung mehr, jemanden lebend zu finden", so der Sprecher. Die Behörden würden jetzt die Ermittlungen zur Ursache der Detonation aufnehmen.

8.05 Uhr: Israels Armee untersucht Tod eines elfjährigen Palästinensers

Nach dem Tod eines elfjährigen Palästinensers im südlichen Westjordanland untersucht Israels Armee den Vorfall. Israelische Soldaten hätten in der Nähe eines militärischen Stützpunktes bei Hebron "verdächtigte Aktivität" beobachtet, teilte das Militär am späten Mittwochabend mit. Einige Männer seien aus einem Auto ausgestiegen und hätten im Boden gegraben. Bei einer Untersuchung hätten die Soldaten dort zwei Säcke gefunden, in einem die Leiche eines neugeborenen Babys.

Kurz darauf hätten die Truppen ein heranfahrendes Fahrzeug gesehen und seien davon ausgegangen, es handele sich um dasselbe Auto wie zuvor. Der Fahrer habe trotz Rufen und Warnschüssen in die Luft nicht angehalten. Daraufhin hätten die Soldaten auf die Reifen geschossen. Nach palästinensischen Medienberichten saß der Elfjährige im Auto seines Vaters, als er tödlich verletzt wurde. Das palästinensische Gesundheitsministerium teilte mit, er sei später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben.

7.49 Uhr: Ärzteverband nennt Situation in Flutgebiet "nach wie vor erschreckend"

Zwei Wochen nach den verheerenden Fluten in Rheinland-Pfalz haben Amtsärzte erhebliche Mängel in der medizinischen Grundversorgung in den Hochwassergebieten kritisiert. Die Situation sei "nach wie vor erschreckend" und in den betroffenen Regionen herrsche Seuchengefahr, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

7.42 Uhr: US-Serienstar Bob Odenkirk nach Kollaps am Set "in stabilem Zustand"

Nach seinem Kollaps am Set der Fernsehserie "Better Call Saul" ist der US-Schauspieler Bob Odenkirk nach Angaben seines Sprechers "in stabilem Zustand". Der 58-Jährige sei wegen Herzproblemen ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte der Sprecher am Mittwoch. Odenkirk und seine Familie dankten "den unglaublichen Ärzten" und dem Pflegepersonal, die sich um ihn kümmerten.

7.15 Uhr: Belgische Justiz ermittelt nach Hochwasser wegen Totschlags

Nach den Überschwemmungen in Belgien mit mindestens 38 Todesopfern ermittelt die belgische Justiz wegen mutmaßlichen Totschlags. Untersucht werde der Verdacht der "unfreiwilligen Tötung durch Mangel an Voraussicht oder Vorsorge", erklärte die Staatsanwaltschaft in Lüttich am Mittwochabend. Die in der französischsprachigen Region Wallonie gelegene Stadt Lüttich war am schwersten von der Hochwasserkatastrophe in Belgien Mitte Juli getroffen.

6 Uhr: US-Bericht: Afghanische Luftwaffe zunehmend überbeansprucht

Die für den Kampf gegen die militant-islamistischen Taliban wichtige afghanische Luftwaffe wird zunehmend überbeansprucht. Das geht aus einem Bericht des US-Generalinspektors für den Wiederaufbau in Afghanistan (Sigar) hervor, der in der Nacht zum Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach seien alle Flugzeugtypen der Luftwaffe mindestens 25 Prozent mehr in der Luft, als in ihren planmäßigen Wartungsintervallen empfohlen.

5.50 Uhr: Bidens Infrastrukturpaket nimmt Hürde im US-Senat

Im Ringen um ein hunderte Milliarden Dollar schweres Infrastrukturpaket hat der US-Senat das Prestige-Projekt von Präsident Joe Biden vorangebracht. Die Senatoren stimmten nach wochenlangen Verhandlungen am Mittwoch dafür, das Gesetzgebungsverfahren anzustoßen. 17 Republikaner schlossen sich bei der Abstimmung den 50 Demokraten der Kammer an. Der Plan, der Teil von Bidens weitreichender innenpolitischer Agenda ist, umfasst rund 550 Milliarden Dollar an neuen Ausgaben. Biden und seine Demokraten wollten den Gesetzgebungsprozess unbedingt vor Sommerpause des Kongresses anstoßen.

5.11 Uhr: Kritik an Großbritannien und EU im Brexit-Streit über Nordirland

Im Streit zwischen Großbritannien und der EU über Brexit-Regeln für Nordirland hat ein Ausschuss des britischen Oberhauses beide Seiten deutlich kritisiert. Die "grundlegend fehlerhaften Ansätze" beider Seiten hätten zu einer ernsthaften Verschlechterung der Beziehungen gefährt, wie ein Bericht des Ausschusses festhält, über den die Nachrichtenagentur PA berichtete. Der Ausschuss warf der EU einen "Mangel an Ausgewogenheit, Verständnis und Flexibilität" vor, stellte jedoch auch fest, der britische Ansatz sei nicht klar und transparent genug.

5 Uhr: Linksfraktion fordert mehr Geld für mobile Luftfilter in Schulen

Die Linksfraktion fordert von der Bundesregierung mindestens 400 Millionen Euro an Zuschüssen an Länder und Kommunen für mobile Luftfilter in Schulen. "Das Ziel muss garantierter und sicherer Präsenzunterricht sein", sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Gohlke, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Noch eine Schließungsrunde wäre für Kinder, Eltern und Lehrkräfte nicht verkraftbar." 

4.45 Uhr: Intensivmediziner befürchten Erstarken viraler Erreger neben Corona

Intensivmediziner in Deutschland rechnen für Herbst und Winter wieder verstärkt mit Menschen mit diversen Atemwegserkrankungen. "Durch das Tragen von Masken und die anderen Regeln war die Zahl der Patienten mit Grippe und anderen viralen Krankheitserregern während der Corona-Zeit verschwindend gering", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir befürchten, dass dieser positive Effekt nun verschwinden wird und wir zu den potenziellen Corona-Patienten zwischen Oktober und März auch die anderen Patienten mit viralen Erkrankungen betreuen werden."

4.35 Uhr: Bundesumweltministerium will Klima-Schadenskataster

Nach der Flutkatastrophe vor allem im Westen Deutschlands will das Bundesumweltministerium ein Klima-Schadenskataster auf den Weg bringen. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Deutschland braucht dringend eine bessere Wissensgrundlage zu Schäden und Kosten des Klimawandels. Das hat uns die jüngste Unwetterkatastrophe vor Augen geführt. Doch was wirklich auf uns zukommt, ist heute nicht immer leicht zu ermitteln: Klimafolgen sind komplex, Studien betrachten oft nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit, Informationsflüsse zwischen relevanten Stellen sind nicht ausreichend etabliert."

4.25 Uhr: Bundestagswahl: Mehr als jeder Dritte will per Brief abstimmen

Der Anteil der Briefwähler wird bei der anstehenden Bundestagswahl wohl deutlich höher ausfallen als bei der Wahl vor vier Jahren. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Dabei gaben rund 38 Prozent der Befragten an, sie wollten zur Bundestagswahl am 26. September nicht ins Wahllokal gehen, sondern ihre Stimme per Brief abgeben. Ungefähr genauso viele Deutsche - rund 39 Prozent - planen demnach ihren Zettel am Wahltag selbst in die Urne zu werfen. Etwa 22 Prozent der Wähler sind noch unschlüssig.

4.26 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 16 – RKI meldet 3520 Neuinfektionen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist innerhalb eines Tages deutlich gestiegen und liegt nun bei 16,0. Wie das Robert-Koch-Institut am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 3520 Neuinfektionen sowie zehn weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Am Vortag betrug die Inzidenz noch 15. Vor einer Woche lag sie bei 12,2 und die Zahl der Neuansteckungen bei 1890. 

4 Uhr: Israels Verteidigungsminister verspricht Paris Aufklärung in Pegasus-Affäre

Bei seinem Besuch in Paris hat Israels Verteidigungsminister Benny Gantz Frankreich versichert, den Spionage-Vorwürfen durch die israelische Software Pegasus nachzugehen. Die Vorwürfe würden "ernst" genommen, hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums am Mittwoch nach dem Treffen mit Gantz' Kollegin Florence Parly. Parly forderte Aufklärung von Israels Regierung, nachdem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mögliches Ziel des Späh-Programms geworden war.

3.30 Uhr: Schäuble fordert Corona-Einschränkungen nur noch für Nichtgeimpfte

Im Zuge der Diskussion um eine Impfpflicht in Deutschland fordert Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte. Die Impfpflicht-Debatte gehe "in die falsche Richtung", sagte Schäuble im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Er sprach sich für eine Aufhebung von Corona-Auflagen nur für Geimpfte aus, um Impf-Unwillige zur Immunisierung zu bewegen.

1 Uhr: Länder unterstützen Regierungspläne für allgemeine Testpflicht bei Reiserückkehrern

In der Debatte um die Testpflicht bei Reiserückkehrern unterstützen viele Bundesländer die Pläne der Bundesregierung ausdrücklich. "Die Tests sind der zentrale Baustein, um das Infektionsgeschehen in der ungeimpften Bevölkerung einzudämmen", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Deshalb sollten alle Reiserückkehrer "entweder einen negativen Test, einen Genesenen-Nachweis oder einen Impfnachweis vorweisen können". Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) forderte angesichts des baldigen Endes der Sommerferien eine schnelle Entscheidung.

0.25 Uhr: Google und Facebook verhängen in den USA Impfpflicht für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter der Internetriesen Google und Facebook in den USA müssen sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilten die Unternehmen unabhängig voneinander am Mittwoch mit. Google-Chef Sundar Pichai erklärte, die Regelung betreffe zunächst die USA, werde in den kommenden Monaten aber auch für andere Regionen gelten, sobald dort Impfungen weithin verfügbar seien.

mad / les / fs DPA AFP

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