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News von heute: London: Europäische Schutzmission für Schifffahrt im Persischen Golf geplant

Istanbul will syrische Flüchtlinge ohne gültige Papiere deportieren +++ Bombendrohungen gegen Moschee und Parteizentrale +++ Hongkong: Demonstranten von Schlägern attackiert +++ Hitzewelle in den USA bricht Rekorde +++ Die News von heute im stern- Ticker.  

Ein Schnellboot der iranischen Revolutionsgarden steuert auf den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker "Stena Impero" zu

Ein Schnellboot der iranischen Revolutionsgarden steuert auf den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker "Stena Impero" zu

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • London: Europäische Schutzmission für Schifffahrt im Golf geplant (18.28 Uhr)
  • Istanbul will syrische Flüchtlinge ohne gültige Papiere deportieren (15.23 Uhr)
  • "Fresse halten": Polizeipräsident hat Ärger wegen Dieter-Nuhr-Zitat (11.14 Uhr)
  • Deutschland: Ungewöhnlich viele Hitzewellen (9.56 Uhr)
  • Iran deckt nach eigenen Angaben CIA-Netzwerk auf (9.25 Uhr)
  • Hongkong: Demonstranten von Schlägern attackiert (6.52 Uhr)
  • Große Wohnungsnot in deutschen Metropolen (5.58 Uhr)


Die Nachrichten des Tages:  

+++ 22.19 Uhr: Oppositionelle Aktivistin in St. Petersburg tot aufgefunden +++ 

In der russischen Stadt St. Petersburg ist eine oppositionelle Aktivistin tot aufgefunden worden. Jelena Grigoryewa, die sich unter anderem für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT) eingesetzt habe, sei in der Nacht zum Samstag "in der Nähe ihres Hauses brutal ermordet" worden, schrieb der oppositionelle Aktivist Dinar Idrisow am Montag bei Facebook. Grigoryewa sei zuletzt wiederholt "Opfer von Gewalt" gewesen und habe Morddrohungen erhalten. Sie habe die Vorfälle bei der Polizei angezeigt, schrieb Idrisow weiter. Die Polizei bestätigte, die Leiche einer 41-jährigen Frau mit zahlreichen Stichverletzungen sei am Sonntag in St. Petersburg aufgefunden worden. Die St. Petersburger Online-Zeitung "Fontanka" berichtete, Grigoryewas Leiche sei mit Stichverletzungen im Rücken und Gesicht entdeckt worden. Zudem sei die Frau gewürgt worden. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden.

+++ 21.13 Uhr: 26-Jähriger angeschossen - auch fremdenfeindliches Motiv möglich +++ 

Ein 26-Jähriger ist am Montag im hessischen Wächtersbach zwischen Frankfurt und Fulda durch Schüsse schwer verletzt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt/Main teilte am Montag mit, dahinter könne ein fremdenfeindliches Motiv stecken. Der Angeschossene, ein eritreischer Staatsangehöriger, wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht und operiert. Der mutmaßliche Schütze sei später von Polizisten lebensgefährlich verletzt gefunden worden - und kurz danach im Krankenhaus gestorben. 

Laut Mitteilung floh der mutmaßliche Täter nach den Schüssen zunächst in unbekannte Richtung. Die Staatsanwaltschaft betonte, "dass der Tod des mutmaßlichen Schützen nicht von Polizeikräften verursacht" worden sei.

+++ 20.18 Uhr: Drogenbaron "El Chapo" legt Berufung gegen lebenslange Haftstrafe ein +++ 

Der mexikanische Drogenbaron Joaquín "El Chapo" Guzmán hat Berufung gegen seine lebenslange Haftstrafe eingelegt. Wie aus einem am Montag veröffentlichten Dokument hervorgeht, reichte Guzmáns Anwalt Marc Fernich den Berufungsantrag am Donnerstag ein - wenige Stunden nach dem Urteilsspruch gegen seinen Mandanten vor einem Gericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn. In den USA führt ein Berufungsantrag nicht zu einer Neuaufnahme des Verfahrens. Der zuständige Richter muss lediglich prüfen, ob die erstinstanzliche Entscheidung im Einklang mit dem geltenden Gesetz zustande kam. Die Entscheidung über die Berufung wird erst in einigen Monaten erwartet.  Guzmán hatte seine Haftstrafe am Freitag in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat Colorado angetreten. Der Mexikaner galt einst als der mächtigste Drogenbaron der Welt. Ein halbes Jahr nach seiner letzten Flucht im Juli 2015 wurde er in seinem Heimat-Bundesstaat Sinaloa festgenommen und ein Jahr später an die USA ausgeliefert. 

Im Februar wurde er in sämtlichen Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter wegen Drogenschmuggels in großem Stil, Waffenhandels und Geldwäsche. Als Strafmaß setzte das New Yorker Gericht am Mittwoch eine lebenslange Haft plus symbolische weitere 30 Jahre fest.

+++ 19.55 Uhr: Mehrheit der Linken in Bremen für Rot-Grün-Rot +++

Die Mitglieder der Linken in Bremen haben in einer Urabstimmung mehrheitlich für eine rot-grün-rote Regierungskoalition mit SPD und Grünen in dem Bundesland gestimmt. Das teilte die Partei am Montag nach der Auszählung der Stimmzettel mit. 78,5 Prozent der teilnehmenden Mitglieder sprachen sich demnach für die Koalition aus.

+++ 19.40 Uhr: Gefängnisstrafe für Polizisten wegen sexueller Übergriffe im Dienst +++ 

Das Landgericht im fränkischen Ansbach hat einen Polizeibeamten wegen sexueller Übergriffe im Dienst zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die Kammer sah es am Montag als erwiesen an, dass der 57-Jährige zwei Frauen in ihren Wohnungen besuchte und sie dann unsittlich berührte. Der suspendierte Beamte verliert damit seinen Job und auch seine Pensionsansprüche. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten, sein Verteidiger auf Freispruch plädiert.

Einer heute 76-Jährigen griff der Mann nach Überzeugung der Richter an die Brust und nutzte dabei seine Position als Polizist aus. Weil er außerdem seine geladene Dienstwaffe mitführte, wurde er in diesem Fall wegen eines schweren sexuellen Übergriffs verurteilt. Im zweiten Fall verurteilte das Gericht den Beamten wegen sexueller Belästigung: Einer heute 50-jährigen Frau hatte der Polizist nach Überzeugung der Richter unvermittelt an die Brust gegriffen und verlangt, sie solle sich ausziehen.

+++ 18.28 Uhr: London: Europäische Schutzmission für Schifffahrt im Golf geplant +++ 

Großbritannien hat eine europäische Schutzmission für die Schifffahrt im Persischen Golf angekündigt. Das sagte der britische Außenminister Jeremy Hunt am Montag nach einer Dringlichkeitssitzung des Krisenkabinetts in London. Zugleich betonte Hunt, sein Land suche keine "Konfrontation" mit Teheran nach der Festsetzung des unter britischer Fahne fahrenden Tankers "Stena Impero" durch den Iran

"Wir werden nun die Aufstellung einer europäisch-geführten maritimen Schutzmission anstreben, um die sichere Durchfahrt sowohl der Besatzungen als auch der Ladungen in dieser zentralen Region zu unterstützen", sagte Hunt. Die geplante Mission sei jedoch "kein Teil der Politik des Drucks der USA auf den Iran", sagte er. "Wir suchen keine Konfrontation mit dem Iran." Die Beschlagnahme der "Stena Impero" durch ein Kommando der Revolutionsgarden war am Freitag wenige Stunden nach einer Entscheidung des Obersten Gerichts von Gibraltar erfolgt, die Festsetzung des iranischen Tankers "Grace 1" um 30 Tage zu verlängern. Die britischen Behörden hatten den Tanker am 4. Juli im Mittelmeer unter dem Verdacht festgesetzt, dass er unter Verstoß gegen EU-Sanktionen Öl nach Syrien bringen wollte. Der Iran bestreitet dies und sieht das britische Vorgehen als illegal an.

+++ 18.05 Uhr: Kenias Finanzminister wegen Korruptionsvorwurfs festgenommen +++ 

Kenias Finanzminister Henry Rotich ist wegen mutmaßlichen Betrugs und Korruption im Zusammenhang mit dem Bau zweier Staudämme festgenommen worden. Rotich habe sich zusammen mit einem engen Mitarbeiter und dem Chef der Umweltbehörde freiwillig der Polizei gestellt, teilten die Beamten am Montag mit. Zuvor hatten die Ermittlungsbehörden Haftbefehle gegen Rotich und 27 weitere hochrangige Beamten erlassen. "Sie befinden sich in Untersuchungshaft und warten darauf, vor Gericht gestellt zu werden", sagte der Chef der kenianischen Polizei der Nachrichtenagentur AFP. Die Suche nach den weiteren Angeklagten laufe noch. Rotich wies die Vorwürfe zurück.     

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war es bei den Staudammprojekten zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Der Bau sollte die Wasserversorgung in dem dürregeplagten Land verbessern und Strom produzieren. Die Vergabe des Projekts an eine italienische Firma sei jedoch nicht nach den Vorschriften erfolgt.     

+++ 17.40 Uhr: Hochhausbrand in Mumbai – Dutzende in Sicherheit gebracht +++

Mehrere Dutzend Menschen sind am Montag aus einem brennenden Hochhaus in der westindischen Millionenstadt Mumbai gerettet worden. Mindestens 89 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, wie ein Sprecher der Feuerwehr in der Wirtschaftsmetropole mitteilte. Viele hätten sich auf eine Terrasse geflüchtet und seien dort mit Hilfe von Drehleitern gerettet worden. 

Ein Feuerwehrmann wurde demnach leicht verletzt. Es sei nicht damit zu rechnen, dass sich noch weitere Personen in dem neunstöckigen Gebäude befinden. Es beherbergt Büros des staatlichen Telekom-Unternehmens MTNL. 16 Löschzüge und rund 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Brandursache war zunächst unklar.

+++ 17.08 Uhr: Verkehrsministerium stellt auch zweiten Vertrag zur Pkw-Maut online +++

Nach dem Vertrag zur Erhebung der mittlerweile gescheiterten Pkw-Maut hat das Bundesverkehrsministerium am Montag auch den Vertrag zur Kontrolle der Infrastrukturabgabe veröffentlicht. Das rund 430 Seiten umfassende Dokument war am Nachmittag auf der Website des Ministeriums zu finden. Der Vertrag regelt die Entwicklung und Unterhaltung eines automatischen Kontrolleinrichtungssystems für die Maut, so zum Beispiel die genauen Autobahnabschnitte zur Kontrolle.    

Mehrere Anlagen des Vertrags wurden nicht veröffentlicht, weil die Auftragnehmer diese als "Betriebs- und Geschäftsgeheimnis" eingestuft und eine Veröffentlichung verweigert hätten, erklärte das Ministerium. Außerdem sind einige Stellen geschwärzt, um Daten sowie Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Dritter zu wahren. Keine Einsicht gibt es etwa in die Anlage zum finalen Angebot des beauftragten Unternehmens samt Preisblatt, die nach Angaben des Ministeriums allein fast 760 Seiten umfasst.

+++ 16.43 Uhr: Aktivisten: Mehr als 40 tote Zivilisten bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens +++

Bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach jüngsten Angaben von Aktivisten mehr als 40 Zivilisten getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von mindestens 41 toten Zivilisten, darunter 35 auf einem Markt in der Stadt Maaret al-Numan in der Provinz Idlib. Zuvor war von mindestens 23 Toten in Maaret al-Numan die Rede gewesen.

+++ 16.38 Uhr: Fuchs beißt Patientin in Schweizer Krankenhaus in den Arm +++

Ein Fuchs hat einer Patientin im Zürcher Universitätsspital in den Arm gebissen und sie dabei leicht verletzt.  "Der Fuchs hat sich durch die geöffnete Balkontüre ins Zimmer geschlichen", sagte Krankenhaussprecherin Cindy Mäder der Schweizer Agentur SDA am Montag und bestätigte damit eine Meldung von Tele Top. Die Patientin habe den Zwischenfall nicht schwer genommen. "Es war aber wirklich ein unglücklicher Zufall." Vermutlich habe ihr Arm über den Bettrand gehangen, sagte Mäder. Das Personal kümmerte sich um die Patientin und desinfizierte die Wunde. "Es gibt sehr viele Stadtfüchse", erklärte Mäder. Unklar bleibe, warum der Fuchs sich überhaupt in das Krankenhaus geschlichen habe.

+++ 16.03 Uhr: Iran: Festgesetzter Tanker war auf falscher Richtungsspur +++

Die Beschlagnahmung des britischen Tankers "Stena Impero" war nach iranischen Angaben sowohl legal als auch legitim und "keineswegs eine Vergeltungsmaßnahme". Teheran könne Dokumente vorweisen, dass der Tanker in iranischen Gewässern gewesen und auf der falschen Richtungsspur von Süden in die Straße von Hormus eingefahren sei, sagte Regierungssprecher Ali Rabiei am Montag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Zugleich deutete Rabiei auf seiner Twitter-Seite die Bereitschaft des Irans für eine diplomatische Lösung des Problems an. 

Die iranischen Revolutionsgarden hatten den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker "Stena Impero" am Freitag in der Straße von Hormus mit der Begründung gestoppt, dass er nach einer Kollision mit einem Fischereischiff einfach weitergefahren sei. Außerdem soll die "Stena Impero" ihr GPS-System ausgeschaltet und umweltschädigende Materialien am Bord gehabt haben. 

+++ 15.37 Uhr: Trump dementiert iranische Angaben zu Aufdeckung von CIA-Netzwerk +++

US-Präsident Donald Trump hat Angaben des iranischen Geheimdienstes zur Aufdeckung eines CIA-Netzwerkes in der Islamischen Republik dementiert. Es handele sich um Lügen und Propaganda eines "religiösen Regimes", das versage und keine Ahnung habe, was es machen solle, schrieb Trump am Montagmorgen (Ortszeit) auf Twitter. Der iranische Geheimdienst hatte zuvor erklärt, ein Netzwerk des US-Auslandsgeheimdienstes enttarnt zu haben. In diesem Zusammenhang seien 17 Agenten verhaftet worden, sagte der Leiter der Spionageabwehr des iranischen Geheimdienstes. Einigen von ihnen drohe die Todesstrafe.

+++ 15.32 Uhr: Erneute Bombendrohung – diesmal gegen Moschee +++

Die Ditib-Moschee im nordrhein-westfälischen Duisburg ist nach einer Bombendrohung geräumt worden. Sie wurde weiträumig abgesperrt und durchsucht. Am Vormittag sei eine Drohung per E-Mail eingegangen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Man gehe von einem rechtsextremistischen Hintergrund aus. Weitere Angaben könne man aber erst nach Abstimmung mit dem Staatsschutz machen. Am Nachmittag war die Aktion nach mehr als vier Stunden noch nicht abgeschlossen. Die Merkez-Moschee in Duisburg ist eine der größten deutschlandweit. 

Blick in die Merkez-Moschee in Duisburg

Blick in die Merkez-Moschee in Duisburg

DPA

Erst vor gut zwei Wochen hatte es Bombendrohungen gegen Moscheen in München und Iserlohn sowie gegen die Ditib-Zentralmoschee in Köln - den bundesweit größten Moscheekomplex - gegeben. In beiden Fällen gab die Polizei nach umfangreichen Durchsuchungen Entwarnung.

Am Vormittag ging außerdem eine Bombendrohung gegen die Parteizentrale der Linken in Berlin ein (mehr dazu lesen Sie weiter unten).

+++ 15.23 Uhr: Istanbul will syrische Flüchtlinge ohne gültige Papiere deportieren +++

Die türkische Regierung hat allen Syrern in Istanbul ohne gültige Papiere eine Frist bis zum 20. August gesetzt, um die Bosporus-Metropole zu verlassen. Bis dahin müssten Syrer, die in anderen türkischen Provinzen registriert seien, dorthin zurückkehren, teilte das Istanbuler Gouverneursamt am Montag mit. Wer anschließend noch in Istanbul sei, werde in die entsprechende Provinz zurückgeschickt. Syrer ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in der Türkei würden nach Syrien deportiert.    

Unter Syrern sorgte die neue Kampagne für große Unruhe. Laut dem Gouverneursamt sind in der Provinz Istanbul derzeit knapp 547.500 Syrer mit einem temporären Schutzstatus registriert. Eine Registrierung in Istanbul ist laut dem Gouverneursamt nicht mehr möglich. In den vergangenen Tagen verstärkten die Sicherheitskräfte die Personalkontrollen in den Metrostationen, den Busbahnhöfen und in Vierteln, in denen viele Syrer leben.

+++ 15.18 Uhr: Griechische Polizei befreit Migranten – Schleuser festgenommen +++

Der griechischen Polizei ist erneut ein Schlag gegen eine Schleuserbande gelungen. Beamte konnten bei einer Razzia 19 Migranten aus einer Lagerhalle in der Nähe der Hafenstadt Thessaloniki befreien, wie die Polizei mitteilte. Die Migranten seien von ihren Schleusern dort gefangengehalten worden. Ein mutmaßlicher Schleuser sei festgenommen worden. Nach weiteren Komplizen werde gefahndet. Die Razzia fand am Sonntag statt, teilte die Polizei weiter mit. Die Sicherheitskräfte entdecken immer wieder Migranten in zahlreichen Regionen des Landes, die gefangen gehalten werden. Schleuser versuchen damit noch mehr Geld von Angehörigen in den Herkunftsländern der Migranten zu erpressen.

+++ 14.44 Uhr: Erneut fällt in New York während Hitzewelle der Strom aus +++

Während einer Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad Celsius ist es in New York erneut zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Rund 50 000 Haushalte im Stadtteil Brooklyn und in Westchester County im Norden der Stadt seien am Sonntagabend betroffen gewesen, teilten die Behörden in der Nacht zum Montag mit. Die Stromversorgung von rund 30 000 dieser Haushalte sei gezielt abgeschaltet worden, "um einen noch größeren Stromausfall zu verhindern", teilte Bürgermeister Bill de Blasio via Twitter mit. 

Der Stromversorger Con Edison ging davon aus, dass alle betroffenen Haushalte bis zum Montagabend wieder mit Strom versorgt werden würden. Die Hitze hatte am Montag etwas nachgelassen, Gewitter und Regen waren angekündigt.

Bereits am Wochenende zuvor war in einem Teil der Millionenmetropole New York stundenlang der Strom ausgefallen. Von deiser Panne waren rund 70 000 Menschen mitten in Manhattan betroffen gewesen.

+++ 14.19 Uhr: Britischer Außenstaatssekretär tritt aus Protest gegen Johnson zurück +++

Der Widerstand gegen Boris Johnson als möglichen Nachfolger der britischen Premierministerin Theresa May wächst. Am Montag erklärte der proeuropäische Außenstaatssekretär Alan Duncan seinen Rücktritt. "Im Vorgriff auf den Wechsel am Mittwoch" lege er sein Amt nieder, erklärte er in seinem Rücktrittsgesuch an die scheidende Regierungschefin. Am Wochenende hatten bereits Finanzminister Philip Hammond und Justizminister David Gauke ihren Rücktritt für den Fall von Johnsons Sieg bei der parteiinternen Wahl angekündigt.

"Es ist tragisch, dass wir genau in dem Moment, da wir die dominierende intellektuelle und politische Kraft in Europa und darüber hinaus sein könnten, jeden Tag unter der dunklen Wolke des Brexit arbeiten müssen", erklärte Duncan.

Der frühere Außenminister und Brexit-Hardliner Johnson gilt als Favorit im parteiinternen Duell gegen den amtierenden Außenminister Jeremy Hunt um die May-Nachfolge. In einer Online-Umfrage unter 1199 Tory-Mitgliedern der Website Conservative Home erhielt Johnson 73 Prozent der Stimmen. Er ist nach eigenem Bekunden bereit, das Vereinigte Königreich auch ohne Austrittsvertrag aus der EU zu führen. 

+++ 14.11 Uhr: Tote in Nomadenzelt nach Luftangriff in Afghanistan +++

Bei einem Luftangriff sind am Montag mindestens neun Zivilisten in einem Nomadenzelt in Ostafghanistan getötet worden. Mindestens sechs Menschen seien verletzt worden, sagte die Provinzrätin Huma Ahmadi. Im Bezirk Baraki Barak in der Provinz Logar sei ein Zelt von Kuchi-Nomaden getroffen worden. Unter den Getöteten seien sechs Kinder. Der Bezirk befinde sich bis auf das Zentrum unter Kontrolle der radikalislamischen Taliban, sagte Ahmadi. Die Kuchi sind die Nomaden Afghanistans. Sie gehören überwiegend der paschtunischen Volksgruppe an.

+++ 14.02 Uhr: Patientin erstreitet 12.000 Euro nach Fixierung ohne richterliche Genehmigung +++

Wegen der Fixierung und Zwangsmedikation einer Psychiatriepatientin trotz fehlender richterlicher Genehmigung muss der Land Hessen der Frau 12.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Aufgrund der nicht vorliegenden Genehmigung durch einen Richter seien die Fixierungen rechtswidrig gewesen, urteilte das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main in einer am Montag veröffentlichten Entscheidung. Dasselbe gelte für die Zwangsbehandlung der Klägerin. 

Die betroffene Patientin war 2014 gegen ihren Willen in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingewiesen und während ihres gut zweiwöchigen Klinikaufenthalts teilweise fixiert und mit Medikamenten therapiert worden. Eine solche Fixierung sei nicht von der richterlichen Unterbringungsanordnung gedeckt, befand das Frankfurter OLG in seinem nicht anfechtbaren Urteil. Auch die Zwangsbehandlung der Frau sei aus demselben Grund rechtswidrig gewesen.

+++ 13.57 Uhr: Mindestens 50 Eingeschlossene bei Hausbrand im indischen Mumbai +++

Ein Feuer in einem mehrstöckigen Haus in der westindischen Millionenstadt Mumbai hat Medienberichten zufolge zwischen 50 und 100 Menschen den Weg ins Freie versperrt. Auf Aufnahmen im staatlichen TV-Sender MTLN waren am Montag dicke Rauchwolken zu sehen, die von dem neunstöckigen Gebäude aufstiegen. 14 Feuerlöschzüge waren am Unglücksort in dem Viertel Bandra West im Einsatz, wie es weiter hieß. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Angaben. In den Medien ging die Zahl der Eingeschlossenen weit auseinander. Der TV-Sender Times Now berichtete von 50, der Sender NDTV von 100. Auch die Brandursache war zunächst unklar.

+++ 13.28 Uhr: Zugchaos in Italien nach mutmaßlicher Brandstiftung +++

Mitten in der Urlaubssaison ist in Italien nach einem Brand im Bahnverkehr Chaos ausgebrochen. Auf der wichtigen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Florenz und Rom kam der Verkehr am Montag zeitweise komplett zum Erliegen. An Bahnhöfen strandeten Tausende Reisende, es bildeten sich lange Schlangen.

Züge hätten bis zu vier Stunden Verspätung, mehr als 40 wurden komplett gestrichen, erklärte die staatliche Eisenbahngesellschaft RFI. Grund war ein Feuer in einem Schaltkasten zur Regelung der Hochgeschwindigkeitszüge in Rovezzano bei Florenz. Das Unternehmen geht von Brandstiftung durch Unbekannte aus.

Von 5 Uhr bis 8 Uhr morgens wurde die gesamte Strecke zwischen Florenz und Rom gesperrt – es ist die Verbindungsachse zwischen Nord und Süditalien. Zwar rollten danach wieder Züge, aber es könnte noch den ganzen Tag zu Problemen kommen, so RFI.

+++ 13.14 Uhr: Sperrung von Linken-Zentrale nach Drohung aufgehoben +++

Die Sperrung der Berliner Bundeszentrale der Linken nach einem Drohschreiben (mehr dazu lesen Sie weiter unten) ist wieder aufgehoben. Wie eine Polizeisprecherin am Montag sagte, sei das Schreiben geprüft, eine Ernsthaftigkeit aber verneint worden. Der polizeiliche Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen. Ein Strafverfahren gegen unbekannt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat sei eingeleitet worden. 

+++ 13.08 Uhr: 2500 Schweine sterben bei Brand einer Mastanlage in Mecklenburg +++

Beim Brand in einer Schweinemastanlage bei Kolbow in Mecklenburg-Vorpommern ist fast die Hälfte der dort untergebrachten 6000 Tiere verendet. Das Unternehmen gehe vom Tod von etwa 2500 Schweinen aus, sagte Landrat Stefan Sternberg (SPD). Drei der fünf Ställe seien n Mitleidenschaft gezogen worden.

+++ 12.56 Uhr: Deutsche Urlauberin soll auf Mallorca vergewaltigt worden sein +++

Eine deutsche Mallorca-Touristin ist am Wochenende an der Playa de Palma mutmaßlich vergewaltigt worden. "Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Sonntag", bestätigte ein Sprecher der Nationalpolizei der Deutschen Presse-Agentur. Eine weitere Frau sei in der gleichen Nacht ebenfalls Opfer sexueller Gewalt geworden und im Krankenhaus behandelt worden, habe aber keine Anzeige erstattet. Weitere Informationen wolle die Polizei nicht herausgeben, weil derzeit ermittelt werde.

Die Zeitung "Diario de Mallorca" berichtete, die deutsche Touristin habe bei der Polizei angegeben, in einem bekannten Lokal an der Partymeile Playa de Palma einen spanischsprachigen Mann kennengelernt zu haben, mit dem sie später zum Strand gegangen sei. Dort habe dieser die 20-Jährige ausgezogen und zum Sex gezwungen, soll die Frau den Beamten erzählt haben. Eine ärztliche Untersuchung im Krankenhaus soll Hinweise auf eine Vergewaltigung bestätigt haben, berichtete das "Mallorca Magazin".

Anfang Juli hatte die Vergewaltigung einer 18-jährigen deutschen Mallorca-Urlauberin Schlagzeilen gemacht. Eine Gruppe Deutscher war im Zusammenhang mit der Tat festgenommen worden, zwei der Männer sitzen in Untersuchungshaft. Kurz nach dem Angriff gab es in mehreren Orten der Baleareninsel Demonstrationen gegen Gewalt gegen Frauen.

+++ 12.45 Uhr: Deutsche Bahn kauft 17 Fernverkehrszüge aus Österreich +++

Die Deutsche Bahn hat 17 gebrauchte Fernverkehrszüge von der österreichischen Westbahn gekauft. Die ersten IC-Doppelstock-Züge sollen im Dezember geliefert und ab Frühjahr des kommenden Jahres eingesetzt werden, teilte das Unternehmen mit. Demnach werden sie dann als Intercity 2 im Zwei-Stundentakt auf der neuen Linie Dresden-Berlin-Oranienburg-Rostock verkehren. Zum Kaufpreis machte die Deutsche Bahn keine Angaben. Die Pläne für den Kauf waren bereits im Frühjahr bekannt geworden. Damals verlautete aus Aufsichtsratskreisen eine Investitionssumme von 300 Millionen Euro. "Mit dem Kauf der Züge von der Westbahn erweitern wir das Platzangebot für unsere Kunden um fast 7000 Sitzplätze", teilte Personenverkehrs-Vorstand Berthold Huber mit. Die Züge vom Schweizer Hersteller Stadler Rail seien größtenteils zwei Jahre alt und erreichten eine Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern.

+++ 12.33 Uhr: Papst schreibt Assad: Katastrophe in Syrien stoppen +++

Papst Franziskus hat in einem Brief an den syrischen Machthaber Baschar al-Assad seine tiefe Sorge über die Lage in dem Bürgerkriegsland zum Ausdruck gebracht. Der Pontifex habe vor allem an die "dramatischen Bedingungen" für die Zivilbevölkerung in Idlib erinnert, teilte der Vatikan mit. "Was dort geschieht, ist wirklich unmenschlich und inakzeptabel. Der Papst bittet den Präsidenten, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um diese humanitäre Katastrophe zu stoppen", sagte Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin, der "Außenminister" des Vatikans. Den Brief überreichte Kurienkardinal Peter Turkson am Montag bei einem Besuch in Damaskus.

+++ 12.26 Uhr: Ufo stoppt Urabstimmung bei Eurowings – keine Streiks im Sommer +++

Passagiere der Eurowings müssen in diesem Sommer doch keine Streiks der Flugbegleiter mehr befürchten. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat die Urabstimmung über einen unbefristeten Arbeitskampf bei der Lufthansa-Tochter gestoppt, wie ein Gewerkschaftssprecher bestätigte. Grund sind juristische Zweifel, ob der derzeitige Ufo-Vorstand rechtmäßig ins Amt gekommen ist. Die Gewerkschaft will mit dem Abstimmungsstopp möglichen Schadenersatzansprüchen aus dem Weg gehen. Die Abstimmung sei nur unterbrochen, bis der Sachverhalt beim Vereinsregister des Amtsgerichts Darmstadt geklärt sei, sagte der Ufo-Sprecher.

+++ 12.08 Uhr: Linken-Zentrale in Berlin wegen Bombendrohung geräumt +++

Die Bundeszentrale der Linken in Berlin ist am Montag wegen eines Drohschreibens geräumt worden. Eine Sprecherin der Partei sprach von einer Bombendrohung, die als Email eingegangen sei. Am Vormittag hätten daher alle Mitarbeiter das Karl-Liebknecht-Haus in Berlin-Mitte verlassen müssen. Die Partei vermutet den Absender wegen des Wortlauts im rechtsextremistischen Lager. 

Vor dem Eingangsbereich des Gebäudes errichtete die Polizei einen kleinen Sperrkreis. Eine ursprünglich für 13 Uhr geplante Pressekonferenz mit der stellvertretenden Parteichefin Martina Renner wurde abgesagt. Die Berliner Polizei erklärte, die Ernsthaftigkeit des Schreibens werde geprüft. Die Evakuierung sei auf Initiative der Linken erfolgt. Der Linken-Politiker Malte Fiedler sprach in einem Tweet von "rechtem Terror". 

+++ 11.41 Uhr: Französisches U-Boot mehr als 50 Jahre nach Verschwinden wiedergefunden +++

Mehr als 50 Jahre nach dem Verschwinden des französischen U-Boots "La Minerve" ist das Wrack im Mittelmeer entdeckt worden. Wie Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly am Montag mitteilte, liegt das Wrack 45 Kilometer vor der Küste von Toulon in 2370 Metern Tiefe. "Wir haben die 'Minerve' wiedergefunden", schrieb Parly im Onlinedienst Twitter. "Das ist ein Erfolg, eine Erleichterung und eine technische Meisterleistung", fügte sie hinzu.

Dieses Foto von 1965 zeigt die "Minerve" im Hafen von Marseille

Dieses Foto von 1965 zeigt die "Minerve" im Hafen von Marseille

AFP

Das Militär-U-Boot war am 27. Januar 1968 mit 52 Besatzungsmitgliedern an Bord bei einer Übung im Mittelmeer verschwunden. Obwohl sofort eine Suchaktion eingeleitet wurde, wurde das Wrack nie gefunden. Im Oktober hatten die Familien der Seeleute gefordert, die Suche wieder aufzunehmen. Parly erklärte am Montag, sie sei in Gedanken bei den Hinterbliebenen, "die so lange auf diesen Moment gewartet haben".

+++ 11.27 Uhr: Rakete zu Indiens erster Mondlandemission gestartet +++

Im zweiten Anlauf hat Indiens erste Mondlandemission begonnen: Die Rakete mit dem Orbiter Chandrayaan-2 startete am Montag planmäßig um 14.43 Uhr (Ortszeit, 11.13 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichteten. Vor eine Woche war der Start knapp eine Stunde vorher wegen eines technischen Problems abgesagt worden. Mit der Mission will Indien das vierte Land nach den USA, Russland und China werden, dem eine Mondlandung gelingt.

+++ 11.23 Uhr: Nordkorea vermeldet 99,98 Prozent Beteiligung bei Kommunalwahlen +++

Bei Kommunalwahlen in Nordkorea haben offiziellen Angaben zufolge fast 100 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Auch Machthaber Kim Jong Un sei am Sonntag wählen gegangen, berichteten die staatlichen Medien am Montag. Die kommunistische Führung ließ Volksvertreter auf Provinz-, Stadt- und Kreisebene wählen.

Wie die Wahlen zum nordkoreanischen Parlament gelten auch die alle vier Jahre stattfindenden Kommunalwahlen in dem abgeschotteten Staat als reine Formsache, da die Wahlberechtigten pro Gemeinde nur mit Ja oder Nein für einen von der Arbeiterpartei ausgesuchten Kandidaten stimmen können. "Ein Kandidat für jeden Sitz und ein Name auf jedem Stimmzettel", schrieb der britische Botschafter in Pjöngjang, Colin Crooks, auf Twitter.

+++ 11.14 Uhr: "Fresse halten": Polizeipräsident hat Ärger wegen Dieter-Nuhr-Zitat +++

"Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten": Das hat der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob über einen lokalen Bezirksbürgermeister gesagt. Letzterer hatte zuvor Umstrukturierungspläne der Polizei kritisiert. Jacob gab in der "Bild"-Zeitung zu, bei einer internen Veranstaltung eben jenen Satz gesagt haben, der vom Kabarettisten Dieter Nuhr geprägt wurde. Der Bezirksbürgermeister habe laut Jacob ohne Sachkenntnis Aussagen gemacht, "die bei den Menschen Ängste verursachen könnten." Er habe deshalb gesagt, dass er dazu gern den Kabarettisten Nuhr zitieren würde.

Wegen eines Dieter-Nuhr-Zitats hat Uwe Jacob nun Ärger am Hals

Wegen eines Dieter-Nuhr-Zitats hat Uwe Jacob nun Ärger am Hals

DPA

Der Vorgang war durch eine Landtags-Anfrage des Kölner SPD-Politikers Martin Börschel publik geworden. Börschel hatte Jacob vorgeworfen, erst vor 40 und dann noch einmal vor 400 Polizisten den "Fresse-halten"-Satz über den Bezirksbürgermeister von Köln-Mülheim, Norbert Fuchs, gesagt zu haben. Fuchs ist wie Börschel SPD-Mitglied.

Der Spruch von Dieter Nuhr stammt aus einem mehrere Jahre alten Bühnenprogramm. Er wurde so populär, dass Nuhr über seine Internetseite T-Shirts und Tassen damit verkauft.

+++ 11.09 Uhr: Aktivisten: Mindestens 16 Tote bei Luftangriffen in Syrien +++

Bei Luftangriffen auf Syriens letztes großes Rebellengebiet im Nordwesten des Bürgerkriegslandes sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 16 Zivilisten ums Leben gekommen. Die Bomben hätten einen Markt in der Stadt Maarat al-Numan in der Provinz Idlib getroffen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Sie machte russische Jets für die Angriffe verantwortlich. Mehr als 35 Menschen seien verletzt worden. Die oppositionelle Nachrichtenseite Ennab Baladi meldete 20 Todesopfer.

+++ 11.06 Uhr: Heftige Ausschreitungen in Hongkong +++

Bei den Demonstrationen am Sonntag in Hongkong hat es zum Teil heftige Ausschreitungen gegeben. Ein Video zeigt die Zusammenstöße zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften. Als maskierte Demonstranten das Gebäude der chinesischen Vertretung mit Eiern bewarfen, schritten die Sicherheitskräfte zunächst nicht ein. Später stürmte die Polizei den Platz vor dem Gebäude und drängte die Demonstranten zurück. Dann eskalierte die Lage. Einsatzkräfte mit Schutzmasken und Schilden gingen unter Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zudem wurde bekannt, dass am späten Sonntagabend (Ortszeit) eine Gruppe maskierter Männer Regierungsgegner in einem Bahnhof der Stadt attackiert hatte. 

Die Demonstrationen, an denen sich zehntausende Menschen beteiligten, verliefen zunächst weitgehend friedlich. Sie richteten sich gegen die Regierungschefin Carrie Lam und ein auf Eis gelegtes Auslieferungsgesetz, das erstmals Überstellungen an Festland-China ermöglicht hätte. Die Demonstranten fordern unter anderem demokratische Reformen, ein allgemeines Stimmrecht und Lams Rücktritt.

+++ 11.01 Uhr: Vier Wanderer sterben bei Überschwemmung in China +++

Bei einer Überschwemmung im Südosten Chinas sind vier Wanderer ums Leben gekommen. Wie lokale Behörden in der Provinz Jiangxi am Montag mitteilten, kam es zu der plötzlichen Überschwemmung, als in einem bergigen Gebiet am Sonntag ein Regensturm wütete. Etwa 280 Menschen, die verschiedenen Reisegruppen angehörten, wurden zeitweise eingeschlossen, aber später gerettet. Vor allem im südlichen Teil des Landes kommt es in den Sommermonaten immer wieder zu Überschwemmungen, die zahlreiche Opfer und hohe ökonomische Schäden zur Folge haben. Auch bei Erdrutschen sterben immer wieder Menschen.

+++ 10.51 Uhr: Angebliche CIA-Spione im Iran zum Tode und zu langen Haftstrafen verurteilt +++

Im Iran sind mehrere angebliche Spione des US-Geheimdienstes CIA zum Tode verurteilt worden. Seit der "erfolgreichen" Zerschlagung eines CIA-Spionagenetzwerks im Juni seien 17 Verdächtige festgenommen worden, sagte der Leiter der Spionageabwehr des iranischen Geheimdienstministeriums am Montag vor Journalisten in Teheran. Einige von ihnen seien inzwischen zum Tode und andere zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Der Iran hatte die Aufdeckung und Zerschlagung des Spionagenetzwerks schon im Juni vermeldet. Nähere Angaben zur Zahl der Spione oder zu ihren Aktivitäten hatte Teheran damals aber nicht gemacht. Der Leiter der Spionageabwehr sagte nun, bei allen 17 Verdächtigen handele es sich um Iraner. Sie arbeiteten demnach in "sensiblen und wichtigen Zentren" im Iran oder in damit verbundenen Privatunternehmen. Sie wurden den Angaben zufolge von der CIA rekrutiert, als sie ein Visum für die USA beantragten oder ein älteres Visum erneuern wollten.

+++ 10.39 Uhr: Mit 1,8 Promille und Tempo 160 Kind totgefahren – Angeklagte gesteht vor Gericht +++

Eine angeklagte Autofahrerin hat gestanden, sich betrunken hinters Steuer gesetzt und einen tödlichen Unfall verursacht zu haben. Die Vorwürfe würden "voll umfänglich" eingeräumt, sagte der Verteidiger der 43-Jährigen am Montag zu Beginn des Prozesses vor dem Amtsgericht Friedberg.

Bei dem Unfall auf der Autobahn 5 in der Nähe von Bad Nauheim in Hessen war im vergangenen Oktober ein fünf Jahre alter Junge gestorben. Laut Anklage hatte die 43-Jährige mit Tempo 160 und 1,8 Promille intus die Fahrspur gewechselt und war dabei mit dem Auto seiner Familie kollidiert. Der Vater des Jungen sowie zwei Geschwister wurden verletzt. Die Angeklagte sagte vor Gericht unter Tränen, dass ihr das Geschehen sehr leid tue.

+++ 10.36 Uhr: Attentat von Utøya soll Bestandteil norwegischer Lehrpläne werden +++

Die Terroranschläge in Oslo und Utøya mit 77 Toten sollen künftig in den Lehrplan von norwegischen Schulen einfließen. Kinder und Jugendliche sollten zu dem Terrorismus unterrichtet werden, der Norwegen vor acht Jahren heimgesucht habe, berichtete die norwegische Zeitung "Verdens Gang" nach einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestags am späten Sonntagabend in Oslo. Es sei nicht nur wichtig, die Angriffe zu verstehen, sondern auch, sie in einen größeren Zusammenhang zu setzen, wurde Bildungsminister Jan Tore Sanner von dem Blatt zitiert. Deshalb sei es selbstverständlich, dass der Stoff in Schulen gelehrt werden solle, sagte er demnach. Ein Zeitplan wurde nicht genannt. 

Survivors: Emma Martinovic überlebte das Attentat auf Utøya

Die Anschläge des Rechtsterroristen Anders Behring Breivik jährten sich am Montag zum achten Mal. Er hatte am 22. Juli 2011 zunächst eine Autobombe im Regierungsviertel von Oslo gezündet und im Anschluss auf der Insel Utøya Dutzende Teilnehmer eines Ferienlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei erschossen. Insgesamt wurden bei den Anschlägen 77 Menschen getötet.

+++ 9.56 Uhr: Klimaforscher sieht ungewöhnliche viele Hitzewellen in Deutschland +++

Die Häufigkeit von Hitzewellen in Deutschland ist nach Ansicht des Klimaforschers Mojib Latif "nicht mehr normal". Die Zahl der Hitzewellen sei inzwischen sehr hoch, sagte der Experte des Kieler Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung der "Augsburger Allgemeinen". "Sie hat sich seit 1980 verdoppelt und zum Teil sogar verdreifacht." Dies sei letztlich eine Folge des Klimawandels.

In Deutschland werden in den kommenden Tagen erneut teils sehr hohe Temperaturen erwartet. Der Deutsche Wetterdienst sagt für morgen bis Donnerstag in weiten Teilen des Landes 32 bis 38 Grad voraus. Im Westen und Südwesten kann es laut Prognosen örtlich sogar noch heißer werden. Huete bleiben die Temperaturen laut DWD zunächst allerdings noch unter 30 Grad.

+++ 9.51 Uhr: Nach Diebstahl aus Asservatenraum: Polizist unter Verdacht +++

Nach einem Diebstahl aus dem Asservatenraum einer Polizeidienststelle ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft in Lüneburg gegen einen 40-jährigen Polizisten. Bei der Straftat, die sich bereits im August 2018 ereignete, verschwand nach Ermittlerangaben auch eine größere Bargeldsumme. Nach intensiven Ermittlungen geriet schließlich der Mitarbeiter der betroffenen Polizeidienststelle in Lüneburg unter dringenden Tatverdacht. Im Zuge von Durchsuchungen bei dem Polizisten beschlagnahmten die Ermittler umfangreiches Material. Der vom Dienst suspendierte Mann schweigt zu den Vorwürfen. Weitere Einzelheiten teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht mit.

+++ 9.25 Uhr: Iran deckt nach eigenen Angaben CIA-Netzwerk auf +++

Der iranische Geheimdienst hat eigenen Angaben zufolge ein Netzwerk des US-Geheimdienstes CIA im Iran aufgedeckt. In diesem Zusammenhang seien 17 Agenten verhaftet worden, sagte der Leiter der Spionageabwehr des iranischen Geheimdienstes. Alle seien Iraner. Einigen von ihnen droht die Todesstrafe. Auch einige europäische und asiatische Länder sollen bei den CIA-Einsätzen gegen den Iran mitgewirkt haben. Mehr Details zu dem Fall sollen demnächst öffentlich gemacht werden, sagte der Offizielle in einem Pressebriefing im Kultusministerium.

+++ 9.08 Uhr: Knapp jeder Zweite zweifelt an Schutz durch Polizei +++

Rund die Hälfte der Bürger in Deutschland zweifelt einer Umfrage zufolge an der Fähigkeit des Staates, sie vor Verbrechen zu schützen. In einer Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der "Bild"-Zeitung stimmten 44 Prozent der Aussage zu, dass der Staat "die Sicherheit der Bürger nicht mehr ausreichend gewährleisten kann". 46 Prozent waren der Meinung, dass "die Polizei die Bevölkerung nicht effektiv beschützen kann".     Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage vor einem Jahr gingen diese Zahlen leicht zurück. Die Mehrheit der Befragten - 57 Prozent - fühlen sich der Umfrage zufolge nach wie vor "generell sicher".

"Das allgemeine oder abstrakte Sicherheitsgefühl ist gestiegen", erklärte Insa-Chef Hermann Binkert zu der Entwicklung. "Wenn es aber konkret wird, die Bürger vor die Türe treten oder mit der U-Bahn fahren, haben sie Angst, dass die Polizei ihnen in einer echten Gefahrensituation nicht helfen kann."

+++ 8.55 Uhr: Großbrand in Schweinestall mit 10.000 Tieren +++

Ein Schweinestall mit bis zu 10.000 Tieren brennt in Kolbow in Mecklenburg-Vorpommern. Wie die Polizei mitteile, sollen ersten Erkenntnissen zufolge bereits mehr als 1000 Schweine verendet sein. Die angerückten Feuerwehren versuchten, so viele Schweine wie möglich ins Freie zu bringen. Laut Polizei steht rund 200 Meter vom Brandort entfernt eine Biogasanlage. Es bestehe jedoch keine Gefahr, dass das Feuer übergreifen könnte.

+++ 8.51 Uhr: Beim "Wacken Open Air" soll Drohne für Sicherheit sorgen +++

Beim beliebten Heavy-Metal-Festival "Wacken Open Air" Anfang August soll in diesem Jahr eine Drohne für Sicherheit sorgen. Sie wird die Einsatzkräfte mit Übersichtsaufnahmen vom Gelände in Schleswig-Holstein versorgen, um kritische Situationen frühzeitig zu erkennen, wie die Polizei heute mitteilte. Die Drohne soll auch Aufnahmen vom Campingbereich machen. Das Gerät unterstützt die Einsatzkräfte in Wacken in dieser Art zum ersten Mal. Im Vorjahr seien bereits Testflüge gemacht worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch auf der Kieler Woche war nach seinen Angaben bereits eine Drohne im Einsatz.

Das Wacken Open Air 2019 ist vom 1. bis zum 3. August. Für die 30. Ausgabe des Festivals werden wieder Zehntausende Heavy-Metal-Fans erwartet. Das Festival ist bereits seit rund einem Jahr ausverkauft.

Wacken-Gründer Thomas Jensen: "Der Metal stirbt nicht!"

+++ 8.32 Uhr: Frau vor Zug gestoßen: Pendler halten am Tatort inne +++

Pendler und Reisende haben nach der tödlichen Tat an einem Bahnsteig im niederrheinischen Voerde für das 34 Jahre alte Opfer Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet. Menschen blieben am Morgen auf dem Weg zur Arbeit am Tatort auf Gleis 1 stehen und hielten inne, wie ein DPA-Reporter berichtete. Weiße Rosen und eine kleine Engelsfigur waren zu sehen.

Die 34-Jährige war am Samstag von einem ihr völlig unbekannten Mann am Bahnhof Voerde vor einen einfahrenden Zug gestoßen worden. Das Amtsgericht Duisburg erließ Haftbefehl wegen Mordes gegen einen 28-Jährigen. Der Beschuldigte soll die Frau aus Voerde heimtückisch und aus Mordlust ins Gleisbett vor den Zug gestoßen haben. Täter und Opfer kannten sich demnach nicht. Auch gab es am Gleis keinen Streit zwischen den beiden, wie die Ermittler erklärten. Laut Polizei ist der Mann Serbe, kommt aus Hamminkeln im Kreis Wesel und ist dort bei den Ermittlern bekannt. Er war nach der Tat von Zeugen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten worden.

+++ 8.01 Uhr: Israel beginnt mit Abriss palästinensischer Häuser +++

Israelische Truppen haben am Morgen damit begonnen, Häuser von Palästinensern südlich von Jerusalem abzureißen. Dutzende Polizisten und Soldaten riegelten mehrere mehrstöckige Wohnhäuser in Sur Baher ab, bevor ein Bagger anrückte und mit dem Abriss eines noch im Bau befindlichen Hauses begann. Die Zerstörung der Häuser hatte schon im Vorfeld international Besorgnis ausgelöst. Die israelischen Behörden hatten die Bewohner im Juni über den Abrissplan informiert. Ihnen wurde 30 Tage Zeit gegeben, die Häuser zu verlassen

Israel gibt an, die Gebäude seien zu nah an der Sperranlage errichtet worden, die Israel, das annektierte Ost-Jerusalem und grenznahe Siedlungsblöcke vom besetzten Westjordanland abschottet. Die Palästinenser werfen Israel vor, sie aus dem Sicherheitsgebiet rund um die Sperranlage verdrängen zu wollen, um israelische Siedlungen und Verbindungsstraßen ausbauen zu können. Die Uno hatte Israel aufgefordert, auf den Abriss der Häuser in Sur Baher zu verzichten.

+++ 6.52 Uhr: Kritik an Hongkongs Polizei nach Attacke von Schlägertrupp auf Demonstranten +++

Nach einer gewaltsamen Attacke eines Schlägertrupps auf regierungskritische Demonstranten in Hongkong ist scharfe Kritik an Polizei und Regierung laut geworden. Der bekannte Demokratie-Aktivist Nathan Law schrieb in der Nacht auf Twitter, wenn "chinesische Mobs" Bürger angreifen würden, greife die Polizei nicht ein. "Schande über die Regierung." Der bei der Attacke verletzte Abgeordnete Lam Cheuk Ting kritisierte die Polizei ebenfalls. Er machte für den Angriff Mitglieder krimineller chinesischer Banden, der sogenannten Triaden, verantwortlich. An einem Bahnhof im Norden von Hongkong waren gestern Abend nach einer erneuten Protestkundgebung regierungskritische Demonstranten von Männern angegriffen worden, die mit Metallstangen und Holzstöcken bewaffnet waren. Dabei wurden 45 Menschen verletzt. Sechs Menschen erlitten schwere Verletzungen, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr.

+++ 5.58 Uhr: Studie: Große Wohnungsnot in deutschen Metropolen +++

In den deutschen Metropolen werden einer Studie zufolge viel zu wenige Wohnungen gebaut. So werde der Bedarf an Neubauwohnungen in Köln noch nicht mal zur Hälfte gedeckt (46 Prozent), heißt es in der Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Die Autoren verglichen hierbei die Zahl der von 2016 bis 2018 fertiggestellten Wohnungen mit dem Bedarf, den sie anhand von Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung und den Leerständen schätzten. Auch in anderen Großstädten sieht es schlecht aus, etwa in Stuttgart oder München. Die Städte müssten sich anstrengen, um die Mietenentwicklung zu bremsen, mahnen die Autoren.

+++ 5.15 Uhr: Trump setzt Auseinandersetzung mit Demokratinnen fort +++

In seiner Auseinandersetzung mit vier weiblichen Abgeordneten der Demokraten hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag (Ortszeit) zu einem neuen Schlag ausgeholt. "Ich glaube nicht, dass diese vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben", twitterte Trump. "Sie sollten sich bei Amerika (und Israel) für die schrecklichen (hasserfüllten) Sachen entschuldigen, die sie gesagt haben." Die vier Frauen zerstörten die Demokratische Partei, als "schwache und unsichere Menschen" könnten sie Amerika aber niemals zerstören, twitterte der Republikaner.

+++ 4.27 Uhr: Temperaturrekorde bei Hitzewelle in den USA +++

Bei einer Hitzewelle in den USA sind am Wochenende mehrere Temperaturrekorde gebrochen worden. Der nationale Wetterdienst teilte mit, an sieben Orten seien historische Höchstwerte gemessen worden, unter anderem in Atlantic City und am New Yorker Flughafen JFK. Viele Messstationen verzeichneten Temperaturen zwischen 38 und über 43 Grad Celsius. Heute soll es abkühlen - wohingegen in Europa eine neue Hitzewelle erwartet wird. Die Hitzewelle in den USA zog sich am Wochenende vom Mittleren Westen bis zur Atlantikküste. Am Samstag galten Hitzewarnungen für Gebiete, in denen 157 Millionen Menschen leben. Am Sonntag waren noch rund 95 Millionen Menschen betroffen. Medienberichten zufolge starben mindestens sechs Menschen an den Folgen der Hitze. New York richtete 500 öffentlich zugängliche klimatisierte Räume ein, sogenannte Abkühlzentren. Der für Sonntag geplante New York City Triathlon wurde wegen der Hitze abgesagt - zum ersten Mal seit seiner Gründung im Jahr 2001.

+++ 4.05 Uhr: Japans Regierungschef Abe verfehlt Zwei-Drittel-Mehrheit bei Wahl +++

Japans rechtskonservativer Ministerpräsident Shinzo Abe hat die Oberhauswahl gewonnen, die für eine Verfassungsänderung nötige Zwei-Drittel-Mehrheit jedoch verfehlt. Seine Liberaldemokratische Partei LDP und ihr kleinerer Koalitionspartner Komeito gewannen nach dem offiziellen Wahlergebnis 71 der zur Wahl stehenden Sitze, die Opposition kam auf 53 Sitze. Damit hält das Regierungslager in der zweiten Kammer des Parlaments jetzt 141 Mandate und die Opposition 104. In Japan wird alle drei Jahre rund die Hälfte der Kammer neu gewählt. Das Ergebnis bedeutet, dass Abes politisches Lebensziel einer Änderung der Nachkriegsverfassung in die Ferne gerückt ist. 

+++ 3.55 Uhr: Aktivisten: 18 Zivilisten bei Luftangriffen im Norden Syriens getötet +++

Bei Luftangriffen in der umkämpften syrischen Provinz Idlib sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 18 Zivilisten getötet worden. Unter den Toten sei der Bürgerjournalist Anas al-Djab, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Er sei bei einem russischen Luftangriff auf seine Heimatstadt Chan Scheichun getötet worden. Die Hilfsorganisation der Weißhelme, der al-Djab angehörte, bestätigte seinen Tod. Der Anfang Zwanzigjährige berichtete als Fotograf und Kameramann aus den umkämpften Gebieten. Auch die Nachrichtenagentur AFP verwendete sein Material. Al-Djab wurde in der Stadt Idlib beigesetzt. Idlib gilt als letzte große Bastion syrischer Rebellen. In der Provinz gilt seit letztem September eine Waffenruhe, doch Truppen von Machthaber Baschar al-Assad fliegen dort mithilfe der russischen Luftwaffe seit Ende April verstärkt Luftangriffe gegen die Rebellen. Der Großteil von Idlib wird von der Dschihadistenallianz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) dominiert, die aus dem syrischen Al-Kaida-Ableger hervorgegangen ist.

+++ 3.35 Uhr: Nach Protesten: Puerto Ricos Gouverneur will nicht wieder kandidieren

Nach mehr als einer Woche täglicher Proteste gegen ihn will der Gouverneur von Puerto Rico bei der nächsten Wahl im kommenden Jahr nicht antreten. Er trete außerdem als Chef der PNP (Neue Progressive Partei) zurück, erklärte der Regierungschef des US-Außengebiets, Ricardo Rosselló in einer Fernsehansprache. Seit Ende vorvergangener Woche gehen jeden Tag zahlreiche Menschen in Puerto Ricos Hauptstadt San Juan auf die Straße und fordern Rossellós Rücktritt. Auch in anderen Städten des Karibikarchipels, das seit Jahren in einer schweren Finanzkrise steckt, sowie in den USA und Europa gab es Demonstrationen gegen den Gouverneur.

+++ 2.17 Uhr: Pompeo dankt Mexiko für Bemühungen beim Aufhalten von Migranten +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat sich zufrieden über die Bemühungen Mexikos gezeigt, Migranten an einer Durchreise in Richtung USA zu hindern. Pompeo dankte seinem mexikanischen Amtskollegen Marcelo Ebrard bei einem Treffen in Mexiko-Stadt für die "verstärkten" Bemühungen bei der Durchsetzung von Migrationsregeln, wie das US-Außenministerium erklärte. Dies habe nach ersten Erkenntnissen dazu geführt, dass weniger "illegale Einwanderer" an der Südgrenze der USA ankämen. Pompeo bescheinigte Mexiko "wirkliche Fortschritte". "Die Zahlen sind gut", sagte der US-Außenminister nach seiner Weiterreise von Mexiko nach El Salvador. Es gebe aber noch "viel Arbeit". US-Präsident Donald Trump hatte Mexiko im Mai und Juni Strafzölle angedroht, sollte das Nachbarland nicht entschiedener gegen Migranten auf dem Weg in die USA vorgehen. Mexiko liegt auf der Route von Menschen aus den zentralamerikanischen Staaten Honduras, El Salvador und Guatemala, die auf der Flucht vor Armut und Gewalt in ihrer Heimat in die USA gelangen wollen.

+++ 1.20 Uhr: Britischer Außenminister Hunt spricht mit Maas und Le Drian über Tanker-Krise +++

Im Tanker-Konflikt mit dem Iran hat der britische Außenminister Jeremy Hunt mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und dem französischen Chefdiplomaten Jean-Yves Le Drian telefoniert. Die drei Minister seien sich einig gewesen, dass eine freie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus für die europäischen Staaten "oberste Priorität" habe, erklärte das britische Außenministerium. Zugleich müsse jede "mögliche Eskalation" vermieden werden. Wegen der Beschlagnahmung eines britischen Tankers in der Straße von Hormus durch den Iran kommt am Montag das britische Krisenkabinett zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Das Gremium werde unter dem Vorsitz von Premierministerin Theresa May über die "Wahrung der Sicherheit für die Schifffahrt im Persischen Golf" beraten, teilte Mays Büro in London mit.

+++ 0.15 Uhr: Venezuelas inhaftierter Vize-Parlamentspräsident Zambrano beendet Hungerstreik

In Venezuela hat der inhaftierte Oppositionspolitiker und Vize-Parlamentspräsident Edgar Zambrano nach zehn Tagen seinen Hungerstreik beendet. Seine Ehefrau Sobella Mejias schrieb am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Behörden hätten ihrem Mann erlaubt, Besuch von seiner Familie zu bekommen. Daraufhin habe ihr Mann seinen Hungerstreik schrittweise eingestellt. Zambrano war am 8. Mai festgenommen worden, weil er einen gescheiterten Aufstand von Soldaten gegen Staatschef Nicolás Maduro unterstützt hatte. Im venezolanischen Parlament hat die von Maduros Gegenspieler Juan Guaidó geführte Opposition die Mehrheit. Das Parlament ist aber weitergehend entmachtet worden. Maduro und Guaidó liefern sich in dem südamerikanischen Krisenstaat seit Monaten einen erbitterten Machtkampf. Parlamentspräsident Guaidó erklärte sich im Januar selbst zum Übergangspräsidenten und wird von mehr als 50 Staaten anerkannt, unter ihnen Deutschland und die USA.

mad / mik / rw / DPA / AFP