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News von heute: Regierungspartei PiS bei Parlamentswahl in Polen deutlich vorn

Zahl der Taifun-Opfer in Japan auf mindestens 19 gestiegen +++  Parlamentswahl in Polen hat begonnen +++ Spezialkräfte befreien Frau aus Auto in NRW - Drei Festnahmen +++ Kalifornien verbietet Rauchen an Stränden und in Naturparks +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Jaroslaw Kaczynski, Chef der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) gibt seine Stimme ab

Jaroslaw Kaczynski, Chef der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) gibt seine Stimme ab

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Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Regierungspartei PiS bei Parlamentswahl in Polen vorn (21.11 Uhr)
  • "Unteilbar"-Demo gegen Antisemitismus in Berlin (13.41 Uhr)
  • Über hundert Angehörige von IS-Kämpfern fliehen aus Lager in Syrien (11.56 Uhr)
  • Stinkmorchel ist Pilz des Jahres 2020 (10.04 Uhr)
  • Zahl der Taifun-Opfer in Japan auf mindestens 19 gestiegen (7.47 Uhr)
  • Parlamentswahl in Polen hat begonnen (7.35 Uhr)


Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 21.39 Uhr: Halles OB Wiegand verpasst direkte Wiederwahl: Stichwahl +++

Eine Stichwahl muss das Rennen um den Oberbürgermeisterposten in Halle entscheiden. Bei der Abstimmung, wenige Tage nach dem Terroranschlag in der größten Stadt Sachsen-Anhalts, lag Amtsinhaber Bernd Wiegand zwar mit 44 Prozent der Stimmen deutlich vorn, wie die Wahlleitung bekannt gab. Der parteilose Politiker verpasste jedoch die absolute Mehrheit und muss am 27. Oktober in der Stichwahl gegen den rot-rot-grünen Kandidaten Hendrik Lange (Linke) antreten. Lange kam dem vorläufigen Ergebnis zufolge auf gut 25 Prozent der Stimmen.

Der verlängerte Wahlkampf der verbliebenen Kandidaten wird nicht von der Aufarbeitung des Terroranschlags vor wenigen Tagen zu trennen sein. Nach der Tat hatten die Kandidaten ihren Wahlkampf eingedampft und die meisten Veranstaltungen abgesagt.

+++ 21.29 Uhr: Staats-TV: Erdrutschsieg von Kaïs Saïed bei Präsidenten-Stichwahl in Tunesien +++

Der konservative Juraprofessor Kaïs Saïed hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Tunesien den Staatsmedien zufolge haushoch gewonnen. Saied habe sich fast 77 Prozent der Stimmen gesichert, meldete der staatliche Fernsehsender Wataniya. Sein Konkurrent, der umstrittene Medienmogul Nabil Karoui, kam demnach auf 23 Prozent.

+++ 21.11 Uhr: Regierungspartei PiS bei Parlamentswahl in Polen vorn +++

In Polen bleibt die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki stärkste politische Kraft. Bei der Parlamentswahl stimmten Prognosen zufolge 43,6 Prozent der Wähler für die PiS. Das größte Oppositionsbündnis, die liberalkonservative Bürgerkoalition (KO), kam demnach auf 27,4 Prozent der Stimmen. "Dieses Ergebnis gibt uns einen großen gesellschaftlichen Auftrag, wir haben Vertrauen gewonnen", sagte Morawiecki vor jubelnden Anhängern. 

Nach den ersten Prognosen könnte Morawiecki wie bisher allein ohne Koalitionspartner regieren: Der PiS wurden 239 Sitze im neuen Parlament vorhergesagt, für die absolute Mehrheit sind 231 Abgeordnetenmandate im Sejm notwendig.   

Video: #Unteilbar-Demo in Berlin

+++ 19:30 Uhr: Damaskus schickt wegen türkischer Offensive Truppen in den Norden +++ 

Als Reaktion auf die türkische Offensive in Nordsyrien entsendet die syrische Armee nach Angaben von Staatsmedien Truppen in das Gebiet. Die Armee werde sich der türkischen "Aggression" entgegenstellen, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Nähere Details zu der Mobilmachung wurden zunächst nicht genannt.

+++ 17.38 Uhr: Fahrer von Motorrad und Fahrrad sterben bei Kollisio +++

Die Fahrer eines Motorrads und eines Fahrrads sind bei einer Kollision in Oberbayern ums Leben gekommen. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der 72 Jahre alte Fahrradfahrer beim Überqueren einer Bundesstraße 305 bei Grassau den 53 Jahre alten Motorradfahrer übersehen, wie die Polizei mitteilte. Beide seien sofort tot gewesen. Die Straße blieb für mehrere Stunden gesperrt, rund 60 Helfer umliegender Feuerwehren waren im Einsatz.

+++ 17.34 Uhr: Aktivisten: Zehn Tote bei türkischem Luftangriff auf zivilen Konvoi in Syrien +++

Bei einem türkischen Luftangriff auf einen Konvoi mit Zivilisten und ausländischen Journalisten in Nordsyrien sind laut einer Aktivistengruppe zehn Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, traf der Angriff den Konvoi in der nordsyrischen Grenzstadt Ras al-Ain. Damit sei die Zahl der zivilen Opfer der türkischen Offensive am Sonntag auf mindestens 26 gestiegen.

+++ 17.13 Uhr: Richterbund: Zahl der Fluggast-Klagen deutlich gestiegen +++

Gerichte in Deutschland haben dem Deutschen Richterbund (DRB) zufolge dieses Jahr mit deutlich mehr Klagen von Fluggästen zu kämpfen als zuletzt. Bereits bis Ende August hätten diejenigen Amtsgerichte, die für die 15 größten deutschen Flughäfen zuständig sind, mehr als 50.000 Neuzugänge an sogenannten Reisevertragssachen verzeichnet, wie der DRB mit Bezug auf eine Umfrage bei den Amtsgerichten am Sonntag bestätigte. Dies sei getrieben durch Entschädigungsklagen von Kunden wegen verspäteter oder ausgefallener Flüge. Zuvor hatte die "Rheinische Post" (Samstag) über die Zahlen berichtet.

+++ 16 Uhr: Trump ordnet Rückzug weiterer US-Soldaten aus Nordsyrien an +++

Inmitten der Militäroffensive der Türkei hat US-Präsident Donald Trump den Rückzug weiterer US-Soldaten aus Nordsyrien angeordnet. Es bestehe die Gefahr, dass die USA zwischen zwei sich gegenüberstehenden Armeen gerieten, die in Nordsyrien vorrückten, sagte US-Verteidigungsminister Mark T. Esper dem US-Sender CBS. Das sei eine "sehr unhaltbare" Situation. Esper habe deshalb mit Trump gesprochen, der angeordnet habe, dass mit einem Rückzug von Kräften aus Nordsyrien begonnen werde. Die US-Regierung wolle sicherstellen, dass keine US-Soldaten verletzt oder getötet würden, sagte Esper. Im Nordosten Syriens befanden sich zuletzt rund 1000 US-Soldaten.

+++ 15.41 Uhr: Streit am Alexanderplatz: Mann nach Messerangriff in Lebensgefahr +++

Ein junger Mann ist bei einem Streit am Berliner Alexanderplatz mit einem Messer lebensgefährlich verletzt worden. Ein 16 Jahre alter Verdächtiger wurde vorläufig festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Das 20 Jahre alte Opfer und seine beiden Begleiter - 17 und 18 Jahre alt - stritten sich am Samstagabend laut Polizei mit einer "etwa 20 bis 30 Personen starken Gruppe". Es habe sich demnach eine Rauferei entwickelt, bei der dem Mann mit einem Messer in den Rücken gestochen worden ist.

+++ 15.21 Uhr: Teenager mit Spielzeugpistolen lösen Großeinsatz der Polizei aus +++

Zwei Teenager mit täuschend echt aussehenden Spielzeugwaffen haben in Nürnberg einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die 13 und 14 Jahre alten Jungen seien am Freitagabend mit sogenannten Softair-Pistolen bewaffnet und in Tarnkleidung im Bereich eines U-Bahnhofs unterwegs gewesen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Besorgte Zeugen hätten die Einsatzzentrale alarmiert und angegeben, dass zwei bewaffnete Männer in dem Bahnhof unterwegs seien.

+++ 15 Uhr: Merkel fordert "umgehende Beendigung" der türkischen Syrienoffensive +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Stopp der Militäroffensive im Nordosten Syriens aufgefordert. Die Kanzlerin habe sich in einem Telefonat mit Erdogan für eine "umgehende Beendigung der Militäroperation" ausgesprochen, teilte eine Regierungssprecherin mit.

+++ 13.41 Uhr: "Unteilbar": Demonstration gegen Antisemitismus in Berlin gestartet +++

Mit einer Kundgebung hat in Berlin eine große Demonstration gegen Rechts begonnen. Unter dem Motto "Kein Fussbreit! Antisemitismus und Rassismus töten" versammelten sich mehrere Tausend Menschen vor der Humboldt-Universität auf dem Bebelplatz, darunter die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli, Levi Salomon vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus sowie der Berliner Bischof Markus Dröge.

Mit der Demonstration vier Tage nach dem antisemitischen Terroranschlag in Halle will ein breites Bündnis ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen. Gegen 14 Uhr sollte der Protestzug starten, wie ein Sprecher der Initiative "Unteilbar" mitteilte. Sie hatte gemeinsam mit anderen Gruppen zu der Demonstration aufgerufen, angemeldet waren laut Veranstalter 10.000 Teilnehmer. Ziel der Demonstranten war die Neue Synagoge.

+++ 13.09 Uhr: Schlagersänger Thomas Lück mit 76 Jahren gestorben +++

Der Schlagersänger Thomas Lück ("Kurschatten") ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren am Donnerstagabend in seinem Haus in der Nähe von Berlin, wie seine Witwe Uschi Lück sagte. Zuvor hatte die Zeitschrift "Superillu" berichtet. Eine Krebserkrankung hatte Lück Anfang dieses Jahres zum  Karriere-Ende gezwungen. "Ich habe ihn rund um die Uhr gepflegt", sagte seine Witwe, mit der er 20 Jahre verheiratet war.

Seit 1969 hatte der Sänger mit seinem Freund und Kollegen Andreas Holm das beliebte Duo "Holm und Lück" gebildet. Zum Repertoire von Lück zählten Hunderte Songs und viele Hits, wie "Hallo Fräulein Sonnenschein", "Hobbykosmonaut" oder "Kurschatten".

+++ 12.41 Uhr: Neonazi-Konzert in Ellwangen verhindert +++

Die Polizei und die Stadtverwaltung Ellwangen (Baden-Württemberg) haben ein rechtsextremistisches Rockkonzert verhindert. Es habe eindeutige Bezüge zur verbotenen Bewegung "Blood and Honour" gegeben, teilten Stadt, Polizei und Landeskriminalamt mit. Daher sei das Konzert verboten worden. Die Veranstaltung wurde demnach bundesweit beworben und sollte am Samstagabend auf einem Freizeitgelände nahe der Stadt im Ostalbkreis stattfinden. Der Verfassungsschutz habe die ersten Hinweise auf das Konzert geliefert. Den Angaben zufolge wurde beim Vermieter des Geländes lediglich eine Geburtstagsparty angemeldet.

Die weltweit organisierte rechtsextreme Gruppe "Blood and Honour" und ihr Jugendverband "White Youth" wurden im September 2000 vom Bundesinnenministerium verboten. Die Neonazi-Bewegung hat aber nach wie vor aktive Anhänger. Ziel der Gruppe ist es, die Skinhead-Szene durch neonazistische Musik politisch zu beeinflussen.

+++ 11.56 Uhr: Kurden: Über hundert Angehörige von IS-Kämpfern aus Lager in Nordsyrien geflohen +++

Mehr als hundert Angehörige von Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind nach kurdischen Angaben aus einem Lager in Nordsyrien geflohen. Die Frauen und Kinder seien nach Luftangriffen der türkischen Armee aus der Einrichtung in Ain Issa geflüchtet, teilten die kurdische Behörden in der Region mit. Die Türkei hatte am Mittwoch eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien gestartet.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte ebenfalls, dass "rund hundert" ausländische Frauen und Kinder aus dem Lager geflüchtet seien. Zu ihren Nationalitäten machte die in London ansässige Organisation keine Angaben.

+++ 11.17 Uhr: Nach Überfall auf Immobilienmaklerin: Polizei warnt vor Gewalttäter  +++

Vier Tage nach dem Überfall auf eine Immobilienmaklerin in Gelsenkirchen ist der Täter weiter auf der Flucht. Die Polizei fahndet mit einem Foto nach dem 30-Jährigen. Er soll die Maklerin bei einer Wohnungsbesichtigung am Mittwoch verletzt und beraubt haben. Den Angaben zufolge hatte er die 52-Jährige plötzlich mit einem Messer bedroht. Er nahm ihr Bargeld und Wertsachen ab und ließ sie gefesselt zurück, bevor er mit ihrem Auto flüchtete. Die Polizei warnte davor, den Gewalttäter anzusprechen oder festzuhalten. Der 30 Jahre alte David W. war vor dem Überfall aus einer Therapieeinrichtung geflüchtet.

+++ 11.14 Uhr: Zahl der Taifun-Opfer in Japan steigt auf 23 +++

Die Zahl der Todesopfer in Folge des Taifuns in Japan hat sich weiter erhöht. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Sonntag berichtete, stieg die Zahl der Toten auf mindestens 23. Es würden 16 Menschen weiterhin vermisst. Durch den Wirbelsturm, der am Vortag Tokio und andere Gebiete des Landes heimgesucht hatte, wurden mehr als 160 Bewohner in weiten Teilen des Inselreiches verletzt.

+++ 10.07 Uhr: Aktion von Extinction Rebellion in Brüssel aufgelöst +++

Mehrere Hundert Aktivisten der Klimabewegung Extinction Rebellion sind nach der Besetzung eines Platzes in der Nähe des Brüsseler Königspalasts vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Die belgische Polizei räumte den Place Royale, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete.

Die Klimaaktivisten wollten ursprünglich die Gärten des königlichen Palasts besetzen. Wegen eines Demonstrationsverbots in einer Bannmeile um den Palast versammelten sie sich auf dem Platz wenige Hundert Meter entfernt. Sie kündigten eine mindestens 24-stündige Besetzung an, um auf die Dringlichkeit von Klimaschutz hinzuweisen. Doch schritt die Polizei mit einem Wasserwerfer ein.

+++ 10.04 Uhr: Erst Hexenei, dann "unzüchtiger Penis" - Stinkmorchel Pilz des Jahres +++

Geruch und Aussehen haben der Gewöhnlichen Stinkmorchel unschöne Vergleiche eingebracht. Nun hat ihr die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) auf einer Tagung im thüringischen Bad Blankenburg den Titel des "Pilz des Jahres 2020" verliehen. "Neben dem Aasgeruch sind vor allem die einem männlichen Begattungsorgan ähnelnden Fruchtkörper auffällig", teilte die DGfM mit.

Zu Beginn seiner Wachstumsphase bilde der Pilz zunächst eine Hexenei genannte Knolle. Der eigentliche Fruchtkörper wächst dann schnell heran - bis zu zwei Millimeter pro Minute. Am Ende ragt ein bis zu 20 Zentimeter langer und 4,5 Zentimeter breiter Pilz aus der Erde.

+++ 09.34 Uhr: Halle wählt neuen Oberbürgermeister - überschattet von Terroranschlag +++

Wenige Tage nach dem Terroranschlag eines Rechtsextremisten wird in Halle ein neuer Oberbürgermeister gewählt: Seit dem Morgen sind in der größten Stadt in Sachsen-Anhalt die 126 Wahllokale geöffnet, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Rund 191.000 Männer und Frauen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Neben dem parteilosen Amtsinhaber Bernd Wiegand treten sieben Kandidaten an.

Am Mittwoch hatte ein schwer bewaffneter Mann versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der rund 50 Gläubige den jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen. Als der Plan scheiterte, erschoss der Täter eine Passantin und einen Mann in einem Döner-Imbiss. Der 27 Jahre alte Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Er hat antisemitische und rechtsextremistische Motive eingeräumt. Nach dem Anschlag waren viele Wahlkampfaktionen abgesagt worden.

+++ 09.25 Uhr: Tunesier stimmen in Stichwahl über neuen Präsidenten ab +++

Die Tunesier haben damit begonnen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Rund sieben Millionen Stimmberechtigte waren zur Stichwahl zwischen dem konservativen Juraprofessor Kaïs Saïed und dem umstrittenen Medienmogul Nabil Karoui aufgerufen. Die Abstimmung begann um 09.00 Uhr (MESZ). Erste Prognosen sollen nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend vorliegen. Saïed hatte im ersten Wahlgang Mitte September 18,4 Prozent der Stimmen geholt, Karoui kam auf 15,6 Prozent.

+++ 07:47 Uhr: Zahl der Taifun-Opfer in Japan gestiegen +++

Die Zahl der Todesopfer in Japan in Folge eines heftigen Taifuns ist weiter gestiegen. Wie örtliche Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte meldeten, riss der Wirbelsturm, der am Vortag Tokio und andere Gebiete des Landes heimgesucht hatte, mindestens 19 Menschen in den Tod. 16 Menschen galten noch als vermisst. Rund 100 Bewohner in weiten Teilen des Inselreiches erlitten Verletzungen. Der Wirbelsturm "Hagibis" (Philippinisch für "schnell"), der sich inzwischen im Nordosten über dem Meer zu einer Tiefdruckzone abschwächte, hatte mit rekordstarken Regenfällen Flüsse über die Ufer treten lassen und massive Überschwemmungen verursacht.

Das Militär schickte rund 27 000 Soldaten zur Verstärkung der Rettungs- und Bergungstrupps in die betroffenen Gebiete des Landes. Mit Militärhubschraubern und Schlauchbooten wurden Menschen aus Häusern gerettet. Während die Evakuierungsanweisungen am Sonntag in Tokio und den meisten Teilen Zentral- und Ostjapans wieder aufgehoben wurden, warnten die Behörden weiter vor der Gefahr durch Erdrutsche. Demnach gingen in 12 Provinzen mindestens 48 Erdrutsche und Schlammlawinen ab. Neun Flüsse waren durch die Uferdämme gebrochen.

+++ 07.35 Uhr: Parlamentswahl in Polen hat begonnen +++

In Polen hat die Parlamentswahl begonnen. Die mehr als 30 Millionen Wähler entscheiden über die Verteilung der 460 Abgeordnetenmandate im Sejm sowie über die 100 Sitze im Senat, der zweiten Kammer des Parlaments. Erste Prognosen werden nach Schließung der Wahllokale um 21 Uhr erwartet. Laut Umfragen vor der Wahl ist damit zu rechnen, dass die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) stärkste Kraft bleibt. Ob der Spitzenkandidat, Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, eine absolute Mehrheit erzielt, ist ungewiss. In den vergangenen vier Jahren konnte die PiS ohne einen Koalitionspartner regieren.

+++ 05.04 Uhr: Treuhand zahlte Milliardenbetrag für Kali-Fusion +++

Für die umstrittene Fusion der ost- und westdeutschen Kali-Industrie Anfang der 1990er Jahre haben allein die Treuhandanstalt und ihre Nachfolgegesellschaft mehr als 1,15 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Von der Summe entfielen danach mehr als 111 Millionen Euro auf Umweltschäden aus der Vergangenheit.

Nach Angaben der Linken waren die Kosten für die Fusion bisher auf einen Betrag von unter 700 Millionen Euro geschätzt worden.

+++ 03.38 Uhr: Spezialkräfte befreien Frau aus Auto in NRW - Drei Festnahmen +++

Spezialkräfte der Polizei haben in Nordrhein-Westfalen eine 22-jährige Frau aus einem Auto befreit. Drei Männer hatten die Frau in der Nacht zuvor im niederländischen Westfriesland in ihre Gewalt gebracht, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Anschließend fuhren sie zusammen mit der jungen Frau in einem Auto in Richtung Deutschland. Einer der mutmaßlichen Täter soll eine Schusswaffe dabei gehabt haben.

Die Fahndung führte die Polizei zunächst zu einem Mehrfamilienhaus in Bergheim in Nordrhein-Westfalen. Später bemerkten die Ermittler ein verdächtiges Auto, das sie am Samstagabend in Willich stoppten. In dem Wagen hätten sich zwei der mutmaßlichen Täter und die junge Frau befunden, hieß es. Bei der Festnahme wurden beide Männer demnach leicht verletzt. Die Frau sei unverletzt geblieben. Bei der Durchsuchung des Hauses in Bergheim fassten die Polizisten auch den dritten Verdächtigen. Zu den genauen Hintergründen machten die Behörden zunächst keine Angaben. Nähere Informationen seien nicht vor Montag zu erwarten.

+++ 03.08 Uhr: Fast 1400 Suizide im Gefängnis innerhalb von 20 Jahren +++

Fast 1400 Häftlinge haben sich in deutschen Gefängnissen innerhalb von 20 Jahren das Leben gekommen. Das geht aus einer Statistik des Bundesamts für Justiz von 1998 bis 2017 hervor. Die meisten Suizide pro Jahr gab es in diesem Zeitraum mit 112 im Jahr 2000 - die wenigsten (50) im Jahr 2013. Die weitaus meisten Gefangenen, die sich umbrachten, waren Männer, nur 40 von ihnen Frauen. Todesursache war meist Erhängen.

+++ 02.14 Uhr: Kalifornien verbietet Rauchen an Stränden und in Naturparks +++

Kalifornische Strände und Naturparks werden zur rauchfreien Zone. Der Gouverneur des US-Westküstenstaates unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz, das den Konsum von  Zigaretten untersagt. Auch E-Zigaretten und Joints seien davon betroffen, berichtete die Zeitung "Sacramento Bee". Auf Parkplätzen und Zufahrtsstraßen sei das Rauchen aber weiterhin erlaubt.

Die Behörden wollen nun 5600 Warnschilder in den rund 280 staatlichen Parkzonen aufstellen. Rauchsündern droht bei Verstößen eine Strafe in Höhe von 25 Dollar.

+++ 02.12 Uhr: Schlittschuhbahn am Rockefeller Center in New York eröffnet +++

Die weltberühmte New Yorker Schlittschuhbahn am Rockefeller Center hat bei sommerlichen Temperaturen um 20 Grad Celsius ihren Betrieb eröffnet. Zum 83. Saisonstart wurden nach Angaben ihres Sprechers Hunderte Gäste erwartet. Traditionell lockt die Anlage bis Ende April Hunderttausende Besucher an. Die Eislaufbahn wurde erstmals zu Weihnachten 1936 aufgebaut. Die Besucherattraktion ist auch ein beliebter Ort für Heiratsanträge. Leicht zu erkennen ist sie an der goldfarbenen Statue des Prometheus aus der griechischen Mythologie sowie den vielen US-Flaggen.

+++ 01.41 Uhr: Fünf der acht Städte mit Mahnmalen für NSU-Opfer verzeichnen Attacken +++

Die Gedenkorte für Opfer der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) werden einem Zeitungsbericht zufolge immer wieder attackiert. In fünf der acht Städte mit Mahnmalen für NSU-Opfer sei es zur Schändung der Gedenkorte gekommen, teils sogar mehrfach, berichtet die "Welt am Sonntag". Täter seien bisher nicht ermittelt worden.

Den Städten Dortmund, Hamburg und München waren laut "WamS" keine Attacken bekannt. In Köln, wo der NSU zwei Bomben zündete, gibt es kein Mahnmal.

Die Rechtsextremisten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hatten im September 2000 den türkischen Blumenhändler Enver Simsek in Nürnberg erschossen. Der Mord an dem Familienvater war der Auftakt der Mordserie des Nationalsozialistischem Untergrunds mit zehn Toten.

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Nachrichten von Samstag, 12. Oktober

++ 21.44 Uhr: Auch Frankreich schränkt Waffenexporte an die Türkei ein +++

Nach Deutschland und weiteren europäischen Staaten schränkt auch Frankreich seine Rüstungsexporte an die Türkei ein. Alle Exportprojekte mit Rüstungsgütern, die von der Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten, würden mit sofortiger Wirkung ausgesetzt, teilten das französische Außen- und das Verteidigungsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mit. Zuvor hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) angekündigt, die Bundesregierung werde keine neuen Genehmigungen für Rüstungsgüter erteilen, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten. Die Niederlande hatten am Freitag erklärt, alle Anträge für Ausfuhrgenehmigungen von militärischer Ausrüstung in die Türkei würden ausgesetzt. Zuvor hatten bereits Finnland und Norwegen angekündigt, ihre Waffenexporte auszusetzen.

+++ 21.29 Uhr: Schüsse bei der Eheschließung - zwei Verletzte in den USA +++

Während einer Hochzeitsfeier in einer Kirche im US-Bundesstaat New Hampshire sind zwei Menschen durch Schüsse verletzt worden. Der mutmaßliche Täter sei von Hochzeitsgästen überwältigt und anschließend festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Demnach wurden die Beamten am Vormittag zu der Kirche in der Stadt Pelham gerufen.  Erste Ermittlungen ließen darauf schließen, dass es sich nicht um ein "zufälliges Ereignis" gehandelt habe, hieß es. Genauere Angaben machte die Polizei nicht. Die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden.

+++ 21.15 Uhr: Ein Toter nach Einsturz von im Bau befindlichen Hotel in New Orleans +++

In New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana ist beim teilweisen Einsturz eines im Bau befindlichen Hotels ein Mensch ums Leben gekommen. Mindestens 18 weitere Menschen wurden verletzt, drei weitere werden vermisst, wie die Behörden mitteilten. Bei der Feuerwehr gingen am Vormittag (Ortszeit) Notrufe ein, wonach das "Hard Rock Hotel" im Stadtzentrum eingestürzt sei. Die Feuerwehr habe mehrere Bauarbeiter aus dem Hotel befreit, nachdem die "oberen sechs bis acht Stockwerke" eingestürzt seien, sagte Feuerwehrchef Timothy McConnell. Die Behörden leiteten im Umkreis des Hotels Evakuierungen ein. Nahegelegene Gebäude, insbesondere Wohnhäuser, sollten geräumt werden. Menschen wurden aufgefordert, der Unglücksstelle fernzubleiben. 

+++ 20.40 Uhr: Demonstranten in Ecuador verwüsten Regierungsgebäude +++

In Ecuadors Hauptstadt Quito haben vermummte Demonstranten ein Regierungsgebäude verwüstet. Wie ein AFP-Fotograf berichtete, griff eine Gruppe von Demonstranten das Gebäude mit Molotowcocktails an, legte Feuer und drang anschließend ins Innere des Gebäudes ein. Die Behörden kündigten im Kurzbotschaftendienst Twitter an, das Gebiet werde evakuiert, damit die Einsatzkräfte das Feuer löschen und sich um das im Gebäude befindliche Personal kümmern könnten.

+++ 20.27 Uhr: Kalifornien verbietet Rauchen an Stränden und in Naturparks +++ 

Kalifornische Strände und Naturparks werden zur rauchfreien Zone. Der Gouverneur des US-Westküstenstaates unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz, das den Konsum von  Zigaretten untersagt. Auch E-Zigaretten und Joints seien davon betroffen, berichtete die Zeitung "Sacramento Bee". Auf Parkplätzen und Zufahrtsstraßen sei das Rauchen aber weiterhin erlaubt.

+++ 20.22 Uhr: Mindestens zwei Tote durch Taifun "Hagibis" in Japan +++

n Japan sind durch den starken Taifun "Hagibis" mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 80 Menschen wurden verletzt, mehrere weitere gelten als vermisst. Am frühen Samstagabend (Ortszeit) wurde die Region um die Hauptstadt Tokio zudem von einem Erdbeben der Stärke 5,7 erschüttert. Der Taifun traf am Samstagabend (Ortszeit) auf der südwestlich von Tokio gelegenen Izu-Halbinsel auf Land, teilte die japanische Wetterbehörde mit. Neun Menschen werden örtlichen Medienberichten zufolge vermisst.    

In der nördlich von Tokio gelegenen Präfektur Gunma wurden nach einem Erdrutsch mehrere Häuser zerstört. Bereits vor dem Auftreffen des Wirbelsturms an Land war es durch Starkregen und heftige Sturmböen zu Überflutungen und Schlammlawinen gekommen.  Die Wetterbehörde hatte vor einer "schweren Katastrophe" durch "Hagibis" gewarnt und die höchste Alarmstufe für den Großraum Tokio ausgerufen. Die Behörden riefen 7,3 Millionen Menschen dazu auf, ihre Häuser zu verlassen. In Tokio wurden alle Flüge gestrichen. In tausenden Haushalten fiel der Strom aus. 

+++ 20.18 Uhr: Fallschirmspringer stirbt bei Absturz in Österreich +++

Beim Absturz zweier Fallschirmspringer in Österreich ist einer der Springer gestorben. Der Zweite musste mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Polizei und Rotes Kreuz bestätigten der österreichischen Nachrichtenagentur APA einen entsprechenden Bericht des ORF. Die beiden Springer waren in Wels gestartet und stürzten gegen 17.30 Uhr in der Nähe eines Gartencenters ab. Zur Unfallursache gab es zunächst keine Informationen.

+++ 20 Uhr: Demos gegen türkischen Militäreinsatz in Wien und Zürich +++

Auch in Österreich und der Schweiz haben Tausende Menschen gegen den türkischen Militäreinsatz in Syrien protestiert. Unter dem Motto "Nein zum Krieg in Nord- und Ostsyrien!" zog ein Protestzug durch Zürich, wie die Nachrichtenagentur sda berichtete. Die Protestanten machten demnach mit einem Pfeifkonzert sowie kurdischer Musik auf sich aufmerksam und forderten "Stopp den Terror". Auch in Bellinzona fand eine Kundgebung statt, in Bern wurde bereits am Freitag demonstriert. "Türkische Armee, raus aus Kurdistan" hatte die Menge dort lautstark skandiert.

+++ 19.16 Uhr: 16 Tote bei Angriff auf Moschee in Burkina Faso +++

Bei einem Angriff auf eine Moschee im westafrikanischen Burkina Faso sind 16 Menschen getötet worden. Zwei weitere Menschen hätten lebensgefährliche Verletzungen erlitten, hieß es aus Sicherheitskreisen. Der Angriff ereignete sich demnach am Freitagabend in der Stadt Salmossi. Ein Einwohner der nahegelegenen Stadt Gorom-Gorom bestätigte den Angriff und gab an, Bewohner Salmossis seien nach der Tat geflüchtet.

+++ 18.34 Uhr: Sassoli: Amtsantritt der neuen EU-Kommission voraussichtlich im Dezember +++

Nach dem Scheitern mehrerer Kandidaten wird der Amtsantritt der neuen EU-Kommission nach Angaben von EU-Parlamentspräsident David Sassoli voraussichtlich um einen Monat auf den 1. Dezember verschoben. Das ursprünglich für den Amtsantritt geplante Datum des 1. November sei "möglicherweise nicht mehr einzuhalten, weshalb wir auf den 1. Dezember hinsteuern", wurde Sassoli von italienischen Nachrichtenagenturen zitiert. Hintergrund der Verzögerung ist das Scheitern der Kandidaten aus Ungarn, Rumänien und Frankreich für die Posten von EU-Kommissaren. Die drei Länder müssen nun neue Kandidaten vorschlagen. 

+++ 18.27 Uhr: Bewaffneter eröffnet Feuer in Kirche in US-Bundesstaat New Hampshire +++

 In der Kleinstadt Pelham im US-Bundesstaat New Hampshire hat ein bewaffneter Mann am Samstag in einer Kirche das Feuer eröffnet. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Schütze sei festgenommen worden. Zum Zeitpunkt des Angriffs fand in der Kirche eine Begräbnisfeier statt. Laut Polizei war die genaue Zahl der Verletzten zunächst unklar, auch zum Motiv lagen zunächst keine Angaben vor.

+++ 17.03 Uhr: Sachsens Grüne stimmen für Koalitionsverhandlungen mit CDU und SPD +++

Die Grünen in Sachsen wollen in Koalitionsverhandlungen mit CDU und SPD eintreten. Das hat ihre Landesversammlung in Leipzig mit großer Mehrheit beschlossen.

+++ 16.39 Uhr: Tochter von Deutschen stirbt in Österreich - Eltern in Haft +++

Zwei in Österreich wohnende Deutsche stehen im Verdacht, die eigene Tochter (13) durch Unterlassung umgebracht zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft Krems im Bundesland Niederösterreich bestätigte, sitzen die Eltern seit etwa zwei Wochen in Haft. Der Fall war am Samstag durch einen Bericht der "Kronen Zeitung" bekannt geworden. Woran das Mädchen genau gestorben ist, war zunächst noch nicht klar. Laut einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Krems lag am Samstag noch kein Gutachten der Rechtsmedizin vor. Der Vorwurf lautet auf Mord durch Unterlassung.

Laut der "Kronen Zeitung" litt die 13-Jährige an einer chronischen Entzündung und starb Ende September. Die Eltern sind laut der "Krone" streng gläubig und sollen keine ärztliche Hilfe für ihr Kind zugelassen haben.

Video: Abschließende SPD-Regionalkonferenz in München

+++ 16.21 Uhr: Globalisierungskritiker besprühen Fassade des Total-Ölkonzerns in Paris +++

Dutzende Aktivisten der globalisierungskritischen Organisation Attac haben den Pariser Unternehmenssitz des Ölkonzerns Total mit schwarzer Farbe besprüht. Wie ein AFP-Reporter berichtete, führten in weiße Schutzanzüge gekleidete Aktivisten eine globalisierungskritische Protestaktion im Pariser Geschäftsbezirk durch. Derweil blockierten hunderte Klimaaktivisten des Protstbündnisses Extinction Rebellion die Zufahrt zum Parlament in der Innenstadt. Die Polizei löste die Sitzblockaden auf.

+++ 15.20 Uhr: Türkei verkündet Einnahme wichtiger Stadt im Nordosten Syriens +++

Am vierten Tag ihrer Offensive im Nordosten Syriens sind türkische Truppen in den strategisch wichtigen Grenzort Ras al-Ain eingedrungen. Das türkische Verteidigungsministerium meldete auf Twitter, der Ort sei erobert worden. Dagegen erklärte die Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, türkische Streitkräfte und ihre Verbündeten seien zwar in Ras al-Ain, in dem Ort werde aber weiter gekämpft.

+++ 15.08 Uhr: Doch keine Bombe: Evakuierung in Göttingen beendet +++

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat in Göttingen keine Bombe gefunden. Der Verdacht habe sich nicht bestätigt, sagte Stadtsprecher Dominik Kimyon. Die zuvor eingeleitete Evakuierung sei damit beendet. Alle Menschen könnten in ihre Häuser zurückkehren, erklärte der Stadtsprecher am Nachmittag. Welcher Gegenstand im Boden lag, stand zunächst noch nicht fest. 

+++ 14.43 Uhr: Vier Männer durch Schüsse in New York getötet - drei Verletzte +++

Vier Männer sind in New York durch Schüsse getötet worden. Zwei weitere Männer und eine Frau seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich. Die Polizei sei am Samstagmorgen zum Tatort in Brooklyn gerufen worden. Es habe keine Festnahmen gegeben. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Die Informationen seien vorläufig, die Ermittlungen dauerten an, sagte der Sprecher. Laut US-Medien fielen die Schüsse bei einem Privatclub. Laut CNN sei ein Streit in dem Club vorausgegangen. Zwei Waffen seien am Tatort gefunden worden.

+++ 14.19 Uhr: Boeing-Chef Muilenburg tritt als Verwaltungsratsvorsitzender zurück +++

Mehr als sechs Monate nach Inkrafttreten des weltweiten Flugverbots für die Boeing 737 MAX hat der US-Flugzeugbauer einen personellen Umbau seiner Führungsspitze bekanntgegeben. Boeing-Chef Dennis Muilenburg lege sein Amt als Verwaltungsratsvorsitzender nieder, teilte das Unternehmen mit. Er bleibt aber Vorstandschef und soll sich künftig in Vollzeit auf die Bemühungen um die Wiederzulassung der 737 MAX konzentrieren. Neuer Verwaltungsratschef wird der bisherige Top-Manager David Calhoun.

+++ 13.55 Uhr: Apothekerpaar wegen Rezeptbetruges angeklagt +++

Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen hat ein Apothekerpaar wegen bundesweiten Betrugs mit gefälschten Rezepten angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft handele sich um 45 Betrugsfälle und einen Schaden von rund 80.000 Euro. Die Anklage laute auf Betrug und Urkundenfälschung. Nach einem MDR-Bericht sollen die Angeklagten Rezepte für teure Medikamente mit offenbar gestohlenen Patientendaten ausgestellt haben. Diese Rezepte seien dann bundesweit bei Apotheken eingelöst worden, in Thüringen unter anderem in Weimar, Gera, Nordhausen, Meiningen und Waltershausen. Die so erlangten Medikamente sollen über die Apotheke einer der Hauptbeschuldigten abgegeben und bei den Krankenkassen abgerechnet worden sein. Die Apotheke sei auch als Großhändler für andere Apotheken aufgetreten und habe sie dort weiter verkauft. 

+++ 13.36 Uhr: Literaturnobelpreis: Frühere Akademie-Vorsitzende Danius gestorben +++

Sara Danius, die frühere Vorsitzende der Schwedischen Akademie, ist im Alter von 57 Jahren gestorben. Dies teilte die Akademie mit. Danius war 2015 als erste Frau an die Spitze der Akademie gerückt, die den Literaturnobelpreis vergibt. Als Ständige Sekretärin verkündete sie die Literaturnobelpreisträger der Jahre 2015 bis 2017. Im Zuge des Akademie-Skandals um sexuelle Belästigung legte sie im April 2018 den Posten nieder, 2019 verließ sie die Akademie. "Alles, was sie tat, zeichnete sich durch eine seltene Stärke und Leuchtkraft aus", hieß es in der Mitteilung der Schwedischen Akademie.

+++ 13.21 Uhr: Falscher Mann bei Fahndung nach französischem Familienmörder festgenommen +++

Bei der Fahndung nach einem mutmaßlichen französischen Familienmörder hat die Polizei in Schottland den falschen Mann festgenommen. Aus französischen Ermittlerkreisen hieß es, der in Glasgow gefasste Mann sei nicht der seit über acht Jahren gesuchte Xavier Dupont de Ligonnès. Dies habe ein DNA-Abgleich ergeben. Dupont de Ligonnès soll 2011 seine Frau und seine vier Kinder ermordet haben.

+++ 13.16 Uhr: Nach blutigem Streit auf Kirmes: Polizei nimmt drei Männer fest +++

Nach dem Streit zwischen zwei Gruppen auf einer Kirmes in Marburg hat die Polizei drei Männer vorläufig festgenommen. Sie sollen einem Haftrichter vorgeführt werden, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Verdächtigen sind demnach 16, 21 und 29 Jahre alt. Was ihnen konkret vorgeworfen wird, konnte der Sprecher am Samstag nicht sagen. Auch zum Hintergrund der Auseinandersetzung machte er keine Angaben. "Wer auf welche Weise involviert ist, kann ich noch nicht sagen", sagte er. Ebenfalls unklar blieb, wie groß die beiden beteiligten Gruppen waren. Bei dem Streit am Freitagabend wurde der 16-Jährige durch einen Schnitt am Hals schwer verletzt. Er kam ins Krankenhaus, war aber nicht in Lebensgefahr. Im Zuge des Streits sollen auch Schüsse aus einer Gaspistole gefallen sein.

+++ 13.10 Uhr: Migrantenboot vor Mexiko gekentert - Mann aus Kamerun ertrunken +++

Ein Boot mit mehreren Migranten aus Kamerun an Bord ist vor der Pazifikküste im Süden Mexikos verunglückt. Ein 39-jähriger Mann aus dem afrikanischen Land sei dabei ums Leben gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chiapas mit. 

+++ 12.57 Uhr: Armin Wolf als europäischer Journalist des Jahres ausgezeichnet +++

Der Österreicher Armin Wolf ist bei dem Medienpreis Prix Europa als europäischer Journalist des Jahres ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand am Freitagabend in Potsdam statt, wie die Organisatoren mitteilten. Wolf arbeitet als politischer Fernsehjournalist und ist Moderator der Nachrichtensendung ZIB2 im ORF. In seiner Dankesrede warnte er laut der Mitteilung vor Eingriffen der Politik in die Arbeit der Medien. Populisten versuchten, Kontrolle zu erlangen, doch Journalisten dürften sich dem nicht anpassen. "Wir müssen unsere Arbeit machen, so professionell, gewissenhaft, verlässlich und fair wie wir können." 

+++ 12.49 Uhr: Tausende Hongkonger gehen erneut gegen Regierung auf die Straße +++

In Hongkong sind erneut Tausende Demonstranten gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Die Zahl der Protestierenden viel jedoch geringer aus, als an den Wochenenden zuvor, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Trotz eines in der vergangenen Woche verhängten Vermummungsverbots trugen viele Demonstranten Gesichtsmasken, um so ihre Identität zu schützen und gleichzeitig gegen das Verbot zu protestieren.

+++ 12.39 Uhr: CSU will sich einen Vizevorsitzenden unter 40 vorschreiben +++

Die CSU will sich eine Jugendquote für die Führungsgremien geben. "An der Parteispitze wird es bei fünf Stellvertretern bleiben, hier soll einer jünger als 40 sein", sagte Generalsekretär Markus Blume der "Welt" vom Samstag. Auf den unteren Parteiebenen solle jeweils mindestens ein Vizeposten mit einem Menschen unter 35 Jahren besetzt sein. Dazu könne auch ein zusätzlicher Posten geschaffen werden.    

"Das ist ein Ausrufezeichen an die Jugend", sagte Blume über die geplante Neuregelung, die auf dem CSU-Parteitag am Freitag und Samstag in München auf den Weg gebracht werden soll. Bei dem Treffen soll laut Blume auch eine Online-Mitgliedschaft eingeführt werden. "Wir wollen es so einfach wie noch nie machen, Teil der CSU zu werden", sagte er.

+++ 12.29 Uhr: Syrien: Autobombe explodiert nahe Gefängnis mit IS-Häftlingen +++

Eine Autobombe ist laut Aktivisten im Nordosten Syriens in der Nähe eines Gefängnisses explodiert, in dem Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgehalten werden. Die Explosion habe vor der zentralen Haftanstalt in der Stadt Al-Hassaka stattgefunden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit. Die von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hätten Verstärkung geschickt, um die IS-Häftlinge am Ausbruch zu hindern. Berichte über Tote oder Verletzte gab es nicht.

SDF-Sprecher Mustafa Bali machte den IS für die Attacke verantwortlich. Der IS hatte am Vortag bereits Verantwortung für einen Autobombenanschlag in Kamischli in Nordsyrien übernommen, bei dem mindestens drei Zivilisten getötet worden waren.

+++ 12.22 Uhr: Amsterdamer Polizei nimmt 130 Klima-Blockierer fest +++

Die Amsterdamer Polizei hat im Zentrum etwa 130 Demonstranten der Umweltbewegung Extinction Rebellion festgenommen. Sie hätten den Verkehr auf einer Brücke beim Rathaus blockiert, meldete die Polizei am Samstag auf Twitter. 

Am Morgen hatten Dutzende Demonstranten den Verkehr auf der Blauwbrug im Zentrum der niederländischen Hauptstadt blockiert. Sie wollen mit den Blockaden schnelle Maßnahmen zum Klimaschutz erzwingen. "Irgendwann ist die Zeit von freundlichen Bitten und dem Unterzeichnen von Petitionen vorbei", sagte ein Sprecher im niederländischen Radio. Die Aktion war von der Stadt nicht genehmigt worden. Nachdem die Demonstranten der Aufforderung zum Abzug nicht gefolgt waren, sei eingegriffen worden, meldete die Polizei. 

+++ 12.20 Uhr: Heftiger Taifun trifft in Japan auf Land +++

Der außergewöhnlich heftige Taifun "Hagibis" ist am Samstag auf Land getroffen. Er erreichte am Abend (Ortszeit) vom Pazifik kommend die japanische Halbinsel Izu nahe der Hauptstadt Tokio, wie die nationale Wetterbehörde bekanntgab.

Wegen der Gefahr durch sintflutartige Regenfälle gaben die Behörden zuvor für Japans Hauptstadt sowie sechs weitere Regionen die höchste Warnstufe aus. Mehr als eine Million Menschen in Ost- sowie Zentraljapan wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Der Taifun richtete stellenweise Schäden an, mindestens ein Mensch kam ums Leben. Dutzende wurden verletzt. Der Wirbelsturm wird sich laut Vorhersagen in der Nacht weiter Richtung Norden bewegen und am Sonntag abziehen.

+++ 12.19 Uhr: Söder spricht versehentlich von jüdischem Todesopfer in Halle +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich nach einer Äußerung über ein angebliches jüdisches Todesopfer beim Terroranschlag von Halle entschuldigt. "Das, was in Halle passiert ist, ist ein historischer Einschnitt", hatte er am Samstag beim Deutschlandtag der Jungen Union gesagt. "Zum ersten Mal wieder in Deutschland wird ein Jude mit bewussten antisemitischen Motiven ermordet." Dies sei ein schreckliches Ereignis. 

Wenig später korrigierte Söder gegenüber der Deutschen Presse-Agentur diese Äußerung. "Es war ein Fehler. Es ging um den Angriff auf die Synagoge. Ich entschuldige mich ausdrücklich dafür." Er habe gemeint, dass bei dem Anschlag zahlreiche Juden hätten getötet werden sollen. Der rechtsextreme Attentäter von Halle hatte am Mittwoch zunächst versucht, sich mit Waffengewalt Zutritt zu einer Synagoge in Halle zu verschaffen. Er wollte eigenen Aussagen zufolge Juden töten. Als ihm dies jedoch nicht gelang, erschoss er eine Passantin und einen Mann in einem Döner-Imbiss.

+++ 11.53 Uhr: Führerloser Linienbus kracht in Glastür eines Geschäfts +++

Ein führerloser Linienbus ist am Samstag in Würzburg in die Glastür eines Geschäfts gefahren. Weil der Fahrer einen technischen Defekt im Bus beheben wollte, war er im Fahrzeug nach hinten gegangen, wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte. Kurz darauf rollte der Bus am Morgen eine Gasse in der Innenstadt hinunter und knallte gegen das Bekleidungsgeschäft. Die Glastür zersprang. Verletzt wurde niemand, da sich im Laden zur Zeit des Unfalls niemand befand. Der Sachschaden an Bus und Fassade liegt nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Bereich. Warum der Bus losrollte, war zunächst unklar.

+++ 11.52 Uhr: Letzte Ehre für Sänger Karel Gott - Requiem im Prager Veitsdom +++

Tschechien trauert um den Schlagerstar Karel Gott. Mit einem Staatstrauertag und einem Gottesdienst im Prager Veitsdom nahm das Land am Samstag Abschied von einem nationalen Idol. Zum Requiem trafen seine Witwe Ivana, seine Kinder und Hunderte geladene Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft ein. Darunter waren Staatspräsident Milos Zeman, Regierungschef Andrej Babis, Fußball-Legende Antonin Panenka und Vaclav Havels Witwe Dagmar. Karel Gott habe Millionen seiner Zuhörer mit Freude erfüllt, bei sich zu Hause und im Ausland, betonte der Prager Erzbischof Dominik Duka, der die Messe zelebrierte. "Wir wollen Gott für das Geschenk des Lebens danken, wie es das Geschenk des Meisters eines war", sagte der Kardinal. Karel Gott, berühmt für Hits wie "Babicka" und "Biene Maja", wird in Tschechien ehrfurchtsvoll Meister genannt. Die Sängerin Lucie Bila sang das "Ave Maria".

Die Öffentlichkeit konnte die Trauerfeierlichkeiten auf dem Vorplatz über Großbildschirme und live im Fernsehen verfolgen. Bereits am Freitag hatten knapp 50 000 Fans bis kurz vor Mitternacht am aufgebahrten Sarg des Künstlers Abschied nehmen können. Nach Medienberichten soll der Leichnam des Sängers eingeäschert werden. Karel Gott war am 1. Oktober nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren gestorben.

+++ 11.51 Uhr: Nach Tod einer 24-Jährigen: Haftbefehl gegen Exfreund +++

Nach dem Tod einer 24-Jährigen durch Messerstiche hat das Amtsgericht Frankfurt am Samstag Haftbefehl gegen ihren 43 Jahre alten Exfreund erlassen. Das bestätigte eine Polizeisprecherin am Vormittag. Der Schwede soll in der Nacht zu Freitag auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Frankfurt am Main mehrfach mit einem Küchenmesser auf die deutsche Frau eingestochen und sie tödlich verletzt haben, wie die Polizei mitteilte. Die beiden sollen demnach früher ein Paar gewesen sein, ihre Beziehung aber beendet haben. Der Angreifer fügte sich nach der tödlichen Attacke auch selbst Verletzungen mit dem Messer zu und kam ins Krankenhaus. 

Zeugen hatten die Polizei über den Angriff informiert. Demnach versuchte die Frau noch zu fliehen, brach aber auf dem Parkplatz zusammen. Sie starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Einem Bericht der "Hessenschau" zufolge waren die Frau und der Mann zuvor gemeinsam in dem Supermarkt gewesen, um dort das Küchenmesser zu kaufen. Warum der Mann seine Ex-Freundin angriff, blieb am Samstag weiter unklar.

+++ 11.46 Uhr: Erdbeben erschüttert Raum Tokio +++

Ein starkes Erdbeben hat am Samstagabend (Ortszeit) die Tokioter Nachbarprovinz Chiba erschüttert. Die Gefahr eines Tsunamis durch das Beben der Stärke 5,7 bestehe jedoch nicht, berichtete der japanische Fernsehsender NHK. Das Beben ereignete sich zu einem Zeitpunkt, da die Region von Ausläufern eines heftigen Taifuns in Atem gehalten wird.

In Chiba, wo erst im vergangenen Monat ein Wirbelsturm gewütet und für massive Stromausfälle gesorgt hatte, wurden in Folge der starken Regenfälle und Sturmböen mehrere Häuser beschädigt. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. Die Region wurde von dem Beben erschüttert, kurz bevor der 19. Taifun der Saison Vorhersagen zufolge unweit davon auf Land zu treffen drohte.

+++ 11.45 Uhr: Söder bei der JU: Habe meinen Traumjob gefunden +++

 CSU-Chef Markus Söder hat unionsinterne Hoffnungen auf seine Ambitionen für eine Kanzlerkandidatur gedämpft. Er habe mit dem CSU-Vorsitz und der Rolle als bayerischer Ministerpräsident seinen "Traumjob gefunden", sagte Söder am Samstag auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Saarbrücken. Söder bezog sich ausdrücklich auf Berichte über ein regelrechtes Schaulaufen möglicher Unionsbewerber für das Kanzleramt bei dem Kongress des Unionsnachwuchses. 

+++ 11.39 Uhr: Ausschuss soll Tod von Demonstranten im Irak untersuchen +++

Nach Massenprotesten im Irak gegen Korruption und Misswirtschaft mit mehr als 110 Toten soll ein Ausschuss die Todesfälle untersuchen. "Das Komitee soll objektive und gesicherte Erkenntnisse liefern, um die Täter zur Rechenschaft zu bringen", kündigte der irakische Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi am Samstag an. Der Ausschuss soll aus Vertretern irakischer Ministerien, Sicherheitsbehörden, der Gerichtsbarkeit und des Parlaments sowie einer Kommission für Menschenrechte bestehen.

Der Großajatollah Ali al-Sistani hatte die Einrichtung eines solchen Ausschusses gefordert. Der Geistliche hatte den Behörden eine Frist von zwei Wochen gesetzt, um den Tod der Demonstranten aufzuarbeiten. Al-Sistani gilt als Iraks wichtigste moralische Stimme mit großem Einfluss auf die Politik.

+++ 11.36 Uhr: Ankara: Türkische Truppen nehmen syrische Grenzstadt Ras al-Ain ein +++

Die türkische Armee hat nach Angaben der Regierung in Ankara die syrische Grenzstadt Ras al-Ain erobert. Die Stadt sei unter Kontrolle der türkischen Truppen, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara am Samstag mit. Die Türkei hatte am Mittwoch nach einem Rückzug von US-Soldaten aus dem syrischen Grenzgebiet ihre lange angedrohte Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien begonnen.

+++ 11.27 Uhr: Noch sechs SPD-Kandidatenduos: Mattheis/Hirschel ziehen zurück +++

Unmittelbar vor Beginn der Mitgliederbefragung über den künftigen SPD-Vorsitz hat eines der Kandidatenduos seinen Rückzug erklärt. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis und Verdi-Chefökonom Dierk Hirschel zogen sich am Samstag kurz vor Schluss aus dem Wettstreit zurück. Sie begründeten den Schritt auf der letzten von 23 SPD-Regionalkonferenzen in München damit, dass sie damit die Erfolgsaussichten eines anderen linken Kandidatenduos erhöhen wollten. Insgesamt sind nun noch sechs Teams übrig. Von Montag an können die SPD-Mitglieder über die künftige Führung abstimmen.

+++ 11.23 Uhr Söder greift AfD scharf an: Auf dem Weg zur wahren NPD +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat der AfD nach dem Terroranschlag von Halle Heuchelei vorgeworfen. "Ich glaube die Betroffenheit, die an einigen Stellen geheuchelt wird, nicht", sagte Söder am Samstag beim Deutschlandtag der Jungen Union in Saarbrücken. "Die AfD ist nicht auf dem Weg, eine bessere und ehrlichere CDU zu werden. Die AfD ist auf dem Weg, die wahre NPD in Deutschland zu sein." Er rief dem Parteinachwuchs der Union zu: "Deswegen lasst sie uns gemeinsam bekämpfen."

Die AfD sei "alles, aber sie ist nicht bürgerlich". "Denn Bürgerliche tun so etwas nicht. Die AfD will nicht zurück in die 80er und 90er - ein Teil ihrer Funktionäre will zurück in die 30er."

+++ 11.20 Uhr: VW will bis 2024 E-Auto für unter 20.000 Euro anbieten +++

Der Autobauer VW will binnen fünf Jahren mit einer neuen Baureihe günstiger Elektroautos möglichst viele Kunden erreichen. "Wir sehen Mobilität als Bürgerrecht, sie muss erschwinglich sein - und das ist auch eine Aufgabe von Volkswagen", sagte VW-Vorstandschef Herbert Diess der "Automobilwoche" (Montag). VW-Chefstratege Michael Jost sagte dem Magazin, das Unternehmen arbeite an einem E-Citycar, das weniger als 20.000 Euro kosten solle. "Wir wollen ein solches Fahrzeug 2023/2024 auf den Markt bringen." Als Reichweite dürften demnach 220 bis 250 Kilometer genügen.

+++ 11.17 Uhr: Evakuierung wegen Bombenverdachts in Göttingen - Bahnhof gesperrt +++

Wegen einer möglichen Weltkriegsbombe in Göttingen kommt es am Samstag zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Rund 14.000 Menschen waren seit dem frühen Morgen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. "Bisher läuft alles sehr gut und ruhig ab", sagte Stadtsprecher Dominik Kimyon. Auch der Bahnhof wurde am Morgen evakuiert. Fernverkehrszüge fahren ohne Halt durch Göttingen. Über dem Sperrbereich gilt bis zum Abend ein Flugverbot.

Das verdächtige Objekt wurde in der vergangenen Woche bei Bauarbeiten gefunden. Der Kampfmittelräumdienst geht davon aus, dass es sich um einen Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Wenn sich der Verdacht bestätigt, kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst erst im Laufe der Untersuchung entscheiden, ob die Bombe entschärft werden kann oder gesprengt werden muss. Die Experten können mit ihren Arbeiten beginnen, wenn die Evakuierung abgeschlossen ist. Die Deutsche Bahn appellierte an Fahrgäste, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung zu informieren. Einschränkungen werden demnach bis 16 Uhr erwartet.

+++ 11.15 Uhr: SPD-Generalsekretär Klingbeil nennt Regionalkonferenzen einen Erfolg +++

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die Regionalkonferenzen zur Vorstellung der Kandidaten für die künftige Parteispitze als Erfolg bezeichnet. "Wir haben gezeigt, dass diese Partei lebt", sagte Klingbeil am Samstag zum Auftakt der letzten Regionalkonferenz in München. Das Interesse an den in den vergangenen Wochen deutschlandweit abgehaltenen 23 Veranstaltungen sei sehr groß gewesen.    

In den Münchener Löwenbräukeller kamen nach Parteiangaben etwa tausend Menschen, um die Vorstellung der sieben zur Wahl stehenden Kandidatenduos zu verfolgen. Wer sich durchsetzen wird, ist vor der am Montag beginnenden Abstimmung unter den SPD-Mitgliedern völlig offen. Auch der hochrangigste Bewerber, der mit der brandenburgischen Landespolitikerin Klara Geywitz kandidierende Bundesfinanzminister Olaf Scholz, konnte bisher keinen klaren Favoritenstatus erringen.

+++ 11.03 Uhr: Grüne fordern wegen Syrien-Offensive Stopp der Rüstungsverkäufe an die Türkei +++

Nach Beginn der türkischen Offensive in Nordsyrien fordern die Grünen ein Ende der deutschen Rüstungsverkäufe an Ankara. Die Exporte müssten "sofort gestoppt werden", sagte die Parteivorsitzende Annalena Baerbock den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag. "Bereits erteilte Genehmigungen müssen widerrufen werden."    

Baerbock verlangte noch weitere Maßnahmen, um Druck auf die Türkei auszuüben. So sollten keine sogenannten Hermes-Bürgschaften für das Land mehr erteilt werden, mit denen die Bundesregierung wirtschaftliche Aktivitäten im Ausland absichert. Außerdem solle die EU die Verhandlungen über eine Ausweitung der Zollunion so lange auf Eis legen, "bis die Türkei zu einem Kurs der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zurückkehrt".

+++ 10.46 Uhr: Kindesentziehung von Hamburg nach Russland verhindert +++

Die Polizei hat eine Kindesentziehung aus Hamburg in Richtung Russland verhindert. Ein Mann hatte versucht, seine elfjährige Tochter vom Wohnort Hamburg in sein Heimatland zu bringen, wie die Bundespolizeiinspektion Kiel am Samstag mitteilte. Kurz vorher hatte demnach die Mutter das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekommen. Der 39-jährige Russe lebte demnach getrennt von seiner Frau in Hamburg. Einsatzkräfte der dänischen Polizei hatten ihn und seine Tochter am Donnerstag auf einer Fähre kontrolliert und die Bundespolizei alarmiert.

Nach Absprache begleiteten dänische Polizeibeamte daraufhin den Mann und die Elfjährige mit der nächsten Fähre nach Puttgarden und übergaben beide an die Bundespolizei. Die Mutter holte ihre Tochter ab, gegen den Mann erstatteten Hamburger Behörden Anzeige.

+++ 10.28 Uhr: Entwaldung im brasilianischen Amazonasgebiet um 93 Prozent angestiegen +++

Die Vernichtung des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet nimmt rasant zu: Die Entwaldung sei in den vergangenen neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 93 Prozent gestiegen, teilte das brasilianische Institut für Weltraumforschung (Inpe) am Freitag mit.

Demnach könnte in diesem Jahr erstmals die Schwelle einer jährlichen Verringerung der Waldfläche um insgesamt 10.000 Quadratkilometer erreicht werden.

+++ 10.27 Uhr: Junge Union stimmt für Zentralabitur in Deutsch, Mathe und Englisch +++

Die Junge Union hat ein Zentralabitur in Deutsch, Mathematik und Englisch gefordert. Die Delegierten des Unionsnachwuchses stimmten am Samstagvormittag auf ihrem Deutschlandtag in Saarbrücken für einen entsprechenden Antrag. Darin wird für deutschlandweit einheitliche Abiturprüfungen in diesen Kernfächern plädiert. "Dafür soll ein bundesweiter Aufgabenpool erstellt werden, der einerseits inhaltlich die Lehrpläne aller Bundesländer berücksichtigt und andererseits das Leistungsniveau der Aufgaben im oberen Bereich ansiedelt." 

Die Aufgaben sollten dabei nicht ausschließlich von den Bundesländern gestellt werden. Vielmehr solle das Niveau der Aufgaben durch eine externe Expertenkommission sichergestellt werden, heißt es in dem Beschluss. Den Bundesländern solle eine mindestens dreijährige Übergangszeit eingeräumt werden. 

+++ 10.23 Uhr: Antisemitismusbeauftragter fordert einheitlichen Schutz jüdischer Einrichtungen +++

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, fordert beim Schutz des jüdischen Lebens eine Abkehr von den unterschiedlichen Herangehensweisen der Bundesländer. "Wir müssen in Deutschland einheitliche Sicherheitsstandards für jüdische Einrichtungen haben", sagte er dem "Mannheimer Morgen" vom Samstag. "Ich bin mir nicht sicher, ob überall in Deutschland das gleiche Wissen über mögliche Gefährdungslagen gegen jüdische Einrichtungen existiert."    

So gebe es etwa am jüdischen Feiertag Jom Kippur in einer vollbesetzten Synagoge eine "höhere Gefährdungslage", sagte Klein. Dies sei in Halle "fatalerweise falsch eingeschätzt" worden. In der Stadt hatte am Mittwoch während der Jom-Kippur-Feierlichkeiten ein Rechtsextremist die Synagoge angegriffen. Nachdem es ihm nicht gelang, in das Gotteshaus einzudringen, erschoss er eine Frau und einen Mann auf offener Straße.

+++ 10.22 Uhr: Messerattacke in Manchester: Verdächtiger in Psychiatrie +++

Der Verdächtige im Fall des Messerangriffs mit fünf Verletzten in einem Einkaufszentrum in Manchester ist in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Das teilte die Polizei in der nordenglischen Metropole am späten Freitagabend mit. Der etwa 40 Jahre alte Mann war wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Die weiteren Hintergründe blieben zunächst aber unklar. 

Der Polizei zufolge hatte der Mann am Freitag mit einem großen Messer wahllos Menschen im Innenhof des Einkaufszentrums angegriffen. Er konnte nach kurzer Zeit von Einsatzkräften überwältigt werden. Drei Menschen erlitten Stichverletzungen, zwei weitere wurden auf andere Weise verletzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angreifer allein handelte.

+++ 10.19 Uhr: Weltrekordler Kipchoge läuft Marathon in weniger als zwei Stunden +++

Der Kenianer Eliud Kipchoge ist als erster Mensch einen Marathon in weniger als zwei Stunden gelaufen. Der 34-Jährige brauchte für die 42,195 Kilometer am Samstag in Wien nur 1:59:40 Stunden, die aufgrund der Bedingungen des durchorganisierten Laufs aber nicht als Weltrekord gewertet werden. 

+++ 10.14 Uhr: Sondersitzung im Magdeburger Landtag nach Anschlag von Halle +++

Nach dem Anschlag von Halle kommen in Magdeburg außerplanmäßig die Innenexperten des Landtags zusammen. Bei der Sondersitzung des Innenausschusses am Montag soll die Landesregierung zu den Hintergründen der Geschehnisse Auskunft geben, wie die SPD-Fraktion mitteilte. Ihr innenpolitischer Sprecher Rüdiger Erben hat das beantragt. Auch die oppositionelle AfD-Fraktion hatte eine Sondersitzung des Gremiums verlangt. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) solle dabei auch Auskunft zur Reaktionsgeschwindigkeit des Polizeieinsatzes geben, hieß es. 

+++ 9.38 Uhr: Mindestens elf Tote bei Busunfall in Nepal +++

Bei einem Busunfall in Nepal sind mindestens elf Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden. Der Reisebus sei auf dem Weg in die Hauptstadt Kathmandu an einem Abhang verunglückt, teilten die örtlichen Behörden am Samstag mit. Demnach kam das Fahrzeug in einer Kurve von der Straße ab und stützte mehr als 50 Meter in die Tiefe.

108 Insassen wurden nach Behördenangaben verletzt. 39 von ihnen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden. Die Unfallursache blieb zunächst ungeklärt. Der Bus war mit Gläubigen besetzt, die im Bezirk Sindhupalchowk am hinduistischen Dashain-Fest teilgenommen hatten.

+++ 9.19 Uhr: Japans Behörden geben für Tokio höchste Warnstufe wegen Regen aus +++

Wegen der Gefahr durch enorme Regenfälle in Folge eines heftigen Taifuns haben Japans Behörden für Tokio und sechs weitere Regionen die höchste Warnstufe ausgegeben. Die Bewohner Tokios sowie der Provinzen Gumma, Saitama, Kanagawa, Yamanashi, Nagano und Shizuoka erhielten die selten ausgesprochene Warnung am Samstag unter anderem auf ihren Smartphones sowie über Lautsprecher in ihren Wohngebieten. Der außergewöhnlich starke Taifun "Hagibis" ließ Flüsse im Großraum Tokio sowie anderen Gebieten im Osten bedrohlich anschwellen. 

+++ 9.09 Uhr: Macron und Trump telefonieren wegen türkischer Militäroffensive +++

Die türkische Militäroffensive in Nordsyrien muss nach den Worten von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron so rasch wie möglich beendet werden. Das sagte Macron in einem Telefongespräch mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump, wie am Samstag aus Kreisen des Pariser Präsidialamtes verlautete. 

Es müsse ein jegliches Wiederaufleben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Region verhindert werden, sagte Macron in dem Gespräch am Freitagabend. Es müssten diejenigen unterstützt werden, "die sich an Ort und Stelle an unserer Seite gegen die Terroristen geschlagen haben", erklärte Macron den Élyséekreisen zufolge. Er pochte auch auf den Schutz der Zivilbevölkerung. 

+++ 7.59 Uhr: Kalifornien verbietet privat betriebene Gefängnisse +++

Der US-Bundessaat Kalifornien stoppt die Privatisierung von Gefängnissen. Der demokratische Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete am Freitag ein Gesetz, das vorsieht, ab 2020 keine Verträge mehr mit privaten Betreibern von Haftanstalten zu schließen oder zu verlängern. Von 2028 an sollen Privatgefängnisse dann komplett verboten werden. Er habe sich das Ziel gesetzt, die Privatgefängnisse abzuschaffen, "weil diese zu einer übermäßige Inhaftierung beitragen", sagte Newsom. Dies entspreche nicht "unseren Werten". Das Gesetz gilt auch für private Haftzentren, in denen Einwanderer ohne gültige Papiere festgehalten werden.     

Derzeit sind in Kalifornien rund 115.000 Menschen inhaftiert. 1700 von ihnen sitzen in Privatgefängnissen. Menschenrechtsaktivisten kritisieren, dass die Haftbedingungen in diesen Einrichtungen oftmals katastrophal seien. Mehrere Insassen starben in den vergangenen Jahren in privat betriebenen Gefängnissen. 

+++ 7.31 Uhr: Demonstranten in Ecuador lehnen Dialog mit Regierung ab +++

Die Anführer der Proteste in Ecuador haben Verhandlungen mit der Regierung eine Absage erteilt. Das Gesprächsangebot von Staatschef Lenín Moreno sei nicht glaubwürdig, erklärte die Dachorganisation der Ureinwohner (Conaie) am Freitag. Verhandlungen seien erst dann möglich, wenn das Dekret zur Streichung der staatlichen Kraftstoff-Subventionen aufgehoben werde. Die Indigenen-Organisation steht an der Spitze der Proteste, die das Land seit vergangener Woche erschüttern. Moreno hatte angesichts der ausufernden Gewalt zu direkten Gesprächen zwischen Regierung und Demonstranten aufgerufen. "Es ist unerlässlich, die Gewalt zu stoppen", sagte der Präsident am Freitag in einer Fernsehansprache.  

Video: In Ecuador reißen die Proteste gegen die Regierung nicht ab

In dem südamerikanischen Land gibt es seit zehn Tagen soziale Unruhen, die sich an stark gestiegenen Treibstoffpreisen entzündeten. Auch am Freitag lieferten sich Demonstranten und Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Quito gewaltsame Auseinandersetzungen. Bei den Protesten gab es nach offiziellen Angaben bislang fünf Tote und mehr als 2000 Verletzte. Hunderte Demonstranten wurden festgenommen. An den Protesten beteiligen sich auch tausende Indigene.

+++ 6.48 Uhr: Dobrindt für Beobachtung der AfD durch Verfassungsschutz +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat nach dem rechtsextremistisch motivierten Anschlag in Halle eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz gefordert. "Die AfD beschreitet einen Weg, der geradezu Nährboden ist für rechtsradikale Umtriebe", sagte Dobrindt der "Passauer Neuen Presse" (Samstagsausgabe). Die Parteiführung lasse "wohl ganz bewusst Elemente an radikalem und antisemitischem Gedankengut zu". Daher halte er es für richtig, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen.

+++ 6.34 Uhr: Nach Betrugsanklage gegen Winterkorn noch kein Prozessbeginn in Sicht +++

Ein halbes Jahr nach der Betrugsanklage gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und vier weitere Führungskräfte wegen des Abgasskandals ist ein möglicher Prozessbeginn nicht absehbar. Das Landgericht Braunschweig prüft unter anderem noch, ob zusätzlich zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ein Sachverständigengutachten angefordert werden soll. Das sogenannte Zwischenverfahren zu dieser Frage laufe weiter, zur Dauer sei derzeit keine Einschätzung möglich, sagte eine Sprecherin des Gerichts der Deutschen Presse-Agentur.

Im September hatte sich angedeutet, dass sich der Prozess gegen den früheren Konzernchef verzögern könnte. Aus Kreisen der Verfahrensbeteiligten hieß es, die Richter wollten zunächst weitere Punkte klären lassen - etwa die Notwendigkeit eines Gutachtens über die tatsächliche Menge der vom Dieselskandal betroffenen Volkswagen-Fahrzeuge.

+++ 6.18 Uhr: Berlin und Paris erzielen Einigung im Rüstungsexport-Streit +++

Im Streit um Rüstungsexporte haben Deutschland und Frankreich nach AFP-Informationen eine Einigung erzielt: Die Regierungen in Berlin und Paris kamen nach Angaben aus französischen Regierungskreisen überein, dass Deutschland Ausfuhren französischer Rüstungsgüter künftig nicht blockiert, wenn diese weniger als 20 Prozent deutscher Bauteile enthalten.    

Die Einigung soll den Angaben zufolge nur für neue Waffenverträge gelten. Sie muss demnach noch in eine juristisch gültige Form gegossen werden. Das für die Rüstungsexport-Kontrolle zuständige Bundeswirtschaftsministerium erklärte auf Anfrage in Berlin, die Verhandlungen mit Paris seien "weitgehend abgeschlossen, dem Ergebnis der aktuell laufenden Abschlussgespräche können wir aber nicht vorgreifen".    

Nach Pariser Angaben soll die Abmachung kommende Woche Mittwoch beim deutsch-französischen Ministerrat in Toulouse im Südwesten Frankreichs vorgestellt werden. Dazu werden auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron erwartet. 

+++ 5.24 Uhr: Waldbrände wüten in Kalifornien – Tausende auf der Flucht +++

Tausende Menschen sind in Südkalifornien auf der Flucht vor Waldbränden. Die von heftigen Winden angefachten Flammen rund 40 Kilometer nördlich von Los Angeles breiteten sich am Freitag rasch über eine Fläche von 30 Quadratkilometern aus. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, rief am Abend (Ortszeit) den Notstand für die betroffenen Regionen aus. Auf diese Weise können schnell Geld und Hilfsmittel bereitgestellt werden.

Nach Behördenangaben kämpften mehr als 1000 Feuerwehrleute gegen das Buschfeuer nahe der Ortschaft Sylmar an - und die Helfer machten Fortschritte. 13 Prozent des Feuers konnten demnach bis zum Abend eingedämmt worden. 31 Häuser und Gebäude seien beschädigt worden oder völlig abgebrannt. Ein Anwohner in dem Brandgebiet sei an einem Herzinfarkt gestorben, gab die Feuerwehr bekannt.

+++ 5.19 Uhr: Amthor: JU-Votum für Urwahl keine Attacke auf Kramp-Karrenbauer +++

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor hat die klare Entscheidung der Jungen Union für eine Urwahl bei der Kanzlerkandidatur als mutigen Schritt gelobt. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die gegen ein solches Verfahren ist, habe "ja selbst darauf hingewiesen, dass sie im letzten Jahr eigentlich gezeigt hat, dass sie vor keinem demokratischen Auswahlverfahren Angst haben muss", sagte Amthor der Deutschen Presse-Agentur am Rande des JU-Deutschlandtages in Saarbrücken.

"Ganz in diesem Sinne und in Kenntnis der respektvollen Diskussion auf dem Deutschlandtag sollte die Debatte nicht als persönliche Attacke gegen AKK interpretiert werden", sagte der mit 26 Jahren jüngste CDU-Abgeordnete im Bundestag. "Stattdessen geht es um ein sachliches Anliegen, das wir auch sachlich auf dem Weg zum CDU-Bundesparteitag diskutieren sollten."

+++ 5.09 Uhr: Letzte Regionalkonferenz mit Kandidaten für SPD-Vorsitz +++

Endspurt im Wettstreit um den SPD-Vorsitz: Am Samstag (10.30 Uhr) stellen sich die sieben Kandidatenteams ein letztes Mal der Parteibasis vor. In München endet die Serie von 23 Regionalkonferenzen, ab Montag können die SPD-Mitglieder dann über die künftige Führung abstimmen. Um die Nachfolge der zurückgetretenen Parteivorsitzenden Andrea Nahles bewerben sich 14 Kandidaten in sieben Duos.

Sicher ist jetzt schon, dass die SPD künftig von einer Doppelspitze geführt wird. Das Ergebnis der Mitgliederbefragung soll am 26. Oktober feststehen. Eine Stichwahl danach ist allerdings wahrscheinlich, da es bisher keine eindeutigen Favoriten gibt. Endgültig gewählt wird der neue Vorstand auf einem Parteitag Anfang Dezember in Berlin, die Delegierten sollen sich dabei an das Votum der Parteibasis halten. 

+++ 4.48 Uhr: Im Internet mit Waffen posiert – SEK rückt in Dresden an +++

Spezialkräfte der Polizei sind bei einem Mann in Dresden angerückt, der im Internet mit Waffen posiert hat. Ein Zeuge hatte die Fotos gesehen und die Behörden informiert, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten fuhren am Freitagabend zur Adresse des Mannes in Cossebaude. Sie durchsuchten die Wohnung, ohne etwas Gefährliches zu finden. Bei der Vernehmung des 37-Jährigen stellte sich dann heraus, dass die Fotos bei einem Militärfahrzeug-Treffen entstanden waren. Die Beamten ermahnten den Mann, dann rückten sie wieder ab.

+++ 4.41 Uhr: Mutmaßlicher französischer Familienmörder in Schottland festgenommen +++

Ein wegen Mordes an seiner Frau und seinen vier Kindern weltweit gesuchter Franzose ist nach über acht Jahren auf der Flucht in Schottland festgenommen worden. Xavier Dupont de Ligonnès wurde nach Angaben aus französischen Polizeikreisen am Freitag aus Paris kommend am Flughafen Glasgow gefasst. Demnach kamen die Ermittler dem 58-Jährigen durch einen anonymen Tipp auf die Spur. Der aus einer Aristokratenfamilie stammende Geschäftsmann steht im Verdacht, Anfang April 2011 seine damals 48-jährige Frau Agnès und die vier Kinder im Alter von 13 bis 21 Jahren kaltblütig erschossen zu haben. Die Polizei fand die fünf Leichen vergraben unter der Terrasse seines Hauses in Nantes.

+++ 4.39 Uhr: Formel 1 steht wegen Taifun still: "Sicherheit geht vor" +++

Taifun Hagibis hat die Formel 1 am Samstag in Japan zum Stillstand gebracht. Aus Vorsicht vor dem drohenden Wirbelsturm hatten die Organisatoren bereits vorab alle Aktivitäten für den Tag abgesagt. "Das ist eine vollkommen nachvollziehbare Entscheidung, die Sicherheit geht vor", sagte Sebastian Vettels Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zur Absage des Abschlusstrainings und der Verlegung der Qualifikation.

Regen und starker Wind hätten eine reibungslose und sichere Startplatzjagd auf dem Suzuka Circuit nicht erlaubt, hieß es. Die Qualifikation soll am Rennsonntag nachgeholt werden. Die Formel-1-Teams hatten am Freitag unter Hochdruck daran gearbeitet, das Fahrerlager sturmfest zu machen und die sensible Technik vor Nässe zu schützen.

+++ 4.34 Uhr: Luksic verlangt Untersuchungsausschuss zu Pkw-Maut-Pannen +++

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Oliver Luksic, hat einen Untersuchungsausschuss zu den Vorgängen um die gescheiterte Pkw-Maut gefordert. Luksic sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das Verkehrsministerium behauptet weiterhin, dass alle Aufklärungsgespräche zur gescheiterten Pkw-Maut dokumentiert wurden. Das ist ganz offensichtlich unwahr." 

Zudem bestätige ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, dass alle Entscheidungsschritte dokumentiert werden müssten. "Aber zu mindestens fünf hochrangigen Gesprächen gibt es keinerlei Aufzeichnungen, obwohl die zentralen Akteure beteiligt waren", sagte der FDP-Abgeordnete.

+++ 4.29 Uhr: Patientenschützer fordern mehr Hilfen für Sterbenskranke +++

Anlässlich des Welthospiztages an diesem Samstag (12. Oktober) fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz einen Anspruch auf professionelle Begleitung für sterbenskranke Menschen in Kliniken und Pflegeheimen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) müsse dies endlich gesetzlich festschreiben, sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Der allergrößte Teil der Menschen sterbe im Krankenhaus oder Pflegeheim. "Nur 30 000 Schwerstkranke haben die Chance, in einem der 236 stationären Hospize zu sterben." 

In Kliniken oder Pflegeheimen kümmerten sich gerade zur Nachtzeit nur wenige Pfleger um viele Bewohner und Patienten. "Da ist eine würdevolle Begleitung nicht möglich", sagte Brysch. Er kritisierte, dass es kein wirksames Konzept gebe, jedem Sterbenden die Fürsorge zu garantieren, die er benötige. "Gesundheitsminister Jens Spahn muss die palliative und hospizliche Versorgung für jährlich eine halbe Millionen sterbende Menschen endlich verbindlich sichern."

+++ 4.19 Uhr: Künast: Klimaschutz geht nur mit Ernährungswende +++

Die Grünenpolitikerin Renate Künast fordert einen grundlegenden Wandel der Ernährung in Deutschland. "Wir haben ein gescheitertes Ernährungssystem", sagte Künast der Deutschen Presse-Agentur. Die Produktion und der Transport von Nahrung in ihrer heutigen Form sei mit den Klimazielen Deutschlands nicht zu vereinbaren. "Meine These ist, dass Klimaschutz nur mit Ernährungswende geht", sagte Künast.

Die Grünen-Politikerin fordert vor allem, sich saisonaler, regionaler und mehr von ökologisch produzierten Lebensmitteln zu ernähren. "Einen neuen Genuss lernen" müssten die Deutschen, und dazu gehöre eben auch, dass man im Januar keine Erdbeeren isst. Auch der Fleischkonsum müsse für eine klimafreundlichere Nahrungsproduktion zurückgehen. Das würde nicht nur tonnenweise CO2-Emissionen vermeiden, sondern auch große Ackerflächen freigeben, die derzeit zum Futteranbau genutzt werden, sagte Künast. 

+++ 4.08 Uhr: Merkel: Statt Einheits-Sondersitzung zum Symposium für Ehemann Sauer +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verzichtet auf ihre Teilnahme an der Sondersitzung der Unionsfraktion zum 30. Jahrestag der "Friedlichen Revolution" in der damaligen DDR am Montag in Leipzig. Der Grund: ein wissenschaftliches Symposium zu Ehren des 70. Geburtstags ihres Ehemannes Joachim Sauer. Das teilte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Merkel könne "bedauerlicherweise nicht an der außerordentlichen Fraktionssitzung" teilnehmen, teilte die Unionsfraktion mit. Anstelle ihrer geplanten Rede werde dort ein Film über ein Gespräch zwischen der Kanzlerin und Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) gezeigt. Es sei am Donnerstag aufgezeichnet worden. In dem Gespräch gehe es vor allem darum, wie die in der DDR aufgewachsene Merkel die friedliche Revolution in der DDR wahrgenommen habe.

+++ 3.49 Uhr: Unionsfraktion gegen Oppositionsvorschläge zur Wahlrechtsreform +++

Die Unionsfraktion im Bundestag hat sich gegen den Vorschlag von FDP, Linke und Grünen zu einer Wahlrechtsreform ausgesprochen. "Der Vorschlag der Oppositionsfraktionen ist nicht neu. Alle Vorteile nutzen nur den Oppositionsparteien, die Nachteile konzentrieren sich einseitig auf die anderen Parteien", sagte Fraktionsjustiziar Ansgar Heveling der Deutschen Presse-Agentur. Man sei nach wie vor bereit, sich fairen und gerechten Lösungen zu öffnen. "Aber den föderalen Belangen und der Tatsache, dass das Gewinnen von Wahlkreisen unmittelbarer Ausdruck der Demokratie ist, muss Rechnung getragen werden." Das schließe auch ein Nachdenken darüber nicht aus, welche Anzahl an Wahlkreisen angemessen sei. "Aber auch hier ist der Vorschlag mit der drastischen Reduzierung auf 250 Wahlkreise für die Union sicher nicht zustimmungsfähig", so Heveling.

FDP, Linke und Grüne hatten am Freitag einen gemeinsamen Gesetzentwurf vorgestellt. Danach soll es künftig nur noch 250 statt 299 Wahlkreise geben, was auch die Zahl der Direktmandate senken würde. Gleichzeitig möchten die Initiatoren die Normalzahl der Parlamentssitze von derzeit 598 auf 630 erhöhen. Die Kombination dieser beiden Maßnahmen soll die Wahrscheinlichkeit von Überhangmandaten reduzieren.

+++ 3.44 Uhr: Verband fordert Verstärkung für Lebensmittelkontrolle +++

Der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands hat eine höhere Zahl von Kontrolleuren in den Behörden gefordert. "Wir als Bundesverband plädieren natürlich für mehr Personal, um die amtliche Lebensmittelüberwachung effektiv und flächendeckend durchführen zu können", sagte Maik Maschke, stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes, der Deutschen Presse-Agentur. Die Kontrollzahlen seien zuletzt jedes Jahr gesunken. "Wir haben voriges Jahr knapp 42 Prozent aller registrierten Betriebe kontrollieren können", so Maschke. Für die Kontrolle sind die jeweils örtlichen Lebensmittelüberwachungsbehörden zuständig.

+++ 3.07 Uhr: Umstrittene Digitalwährung: Facebook verliert weitere Libra-Partner +++

Vor der Einführung seiner umstrittenen Digitalwährung Libra gehen Facebook weitere bekannte Partner von der Stange. Am Freitag gaben mit der Online-Handelsplattform Ebay, den Kreditkartenriesen Mastercard und Visa sowie dem Bezahldienst Stripe gleich vier große Teilnehmer ihren Ausstieg bekannt. Vor einer Woche hatte bereits Paypal seine Teilnahme an dem stark in die Kritik geratenen Projekt abgesagt.

US-Medien zufolge soll es Bedenken angesichts des massiven regulatorischen Widerstands geben. Facebook hatte bei der Vorstellung im Sommer gut zwei Dutzend namhafte Libra-Partner präsentiert. Doch kurz vor einem für Montag geplanten Treffen der mit der Verwaltung der Digitalwährung betrauten Libra Association, bei dem die weitere Zusammenarbeit vereinbart werden soll, lichten sich die Reihen.

+++ 2.43 Uhr: Japan wegen Taifun in höchster Alarmbereitschaft +++

Der außergewöhnlich starke Taifun "Hagibis" hat sich am Samstag weiter Japan genähert. Ausläufer des Wirbelsturms, der sich am Morgen (Ortszeit) über dem Pazifik auf das Inselreich zubewegte, überzogen den Osten und Westen des Landes bereits mit starken Regenfällen und Sturmböen. In einigen Gebieten im Osten kam es bereits zu ersten Stromausfällen.

Der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten nahe seines Zentrums von bis zu 216 Kilometern pro Stunde droht Tokio und andere Gebiete im Osten Japans mit den schlimmsten Regenfällen seit rund 60 Jahren zu überziehen. Die Behörden warnten, dass Häuser einstürzen könnten. In Tokios Nachbarprovinz Chiba, wo bereits im September ein starker Taifun gewütet und zu massiven Stromausfällen geführt hatte, könnte es zu weiteren Schäden kommen. "Hagibis" dürfte am Samstagabend (Ortszeit) auf Land treffen und am Sonntag Richtung Norden abziehen. 

+++ 2.37 Uhr: USA melden Beschuss eigener Truppen durch türkische Artillerie +++

Amerikanische Truppen sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums im syrischen Grenzgebiet zur Türkei unter Beschuss durch türkische Artillerie geraten. "Wenige hundert Meter" entfernt sei es zu einer Explosion gekommen, teilte das Pentagon mit. Demnach wurden zwar keine US-Soldaten verletzt.

Der Vorfall am Freitagabend (Ortszeit) nahe des Grenzorts Kobane habe sich aber in einer Gegend ereignet, "von der die Türken wissen, dass dort US-Streitkräfte präsent sind". Das türkische Verteidigungsministerium wies Vorwürfe zurück, dass auf Truppen der Amerikaner oder des Militärbündnisses gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geschossen worden sei.

+++ 2.29 Uhr: US-Präsident: Interims-Heimatschutzminister McAleenan tritt zurück +++

Der Interims-Heimatschutzminister der USA, Kevin McAleenan, tritt zurück. Dies teilte US-Präsident Donald Trump am Freitag (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Er werde kommende Woche einen Nachfolger benennen, schrieb Trump. Es gebe "viele wundervolle Kandidaten".

Trump dankte McAleenan, der mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wolle, für seine jahrelangen Dienste in der Regierung. McAleean werde nun in den "Privatsektor" wechseln. Der damalige Chef der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP war im April als Nachfolger von US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen nominiert worden. Trump lobte, McAleenan habe einen "herausragenden Job" gemacht und verwies auf den Rückgang illegaler Grenzübertritte in dieser Zeit. 

+++ 1.31 Uhr: Trump verkündet Teileinigung mit China im Handelskonflikt +++

In dem seit mehr als einem Jahr andauernden Handelskrieg mit China hat US-Präsident Donald Trump die Einigung auf ein Teilabkommen mit China verkündet. Diese "Phase eins" eines umfassenderen Abkommens beinhalte unter anderem die Themen Schutz geistigen Eigentums, Finanzdienstleistungen, Währungsfragen und Agrarprodukte, sagte Trump am Freitag bei einem Treffen mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten und Chefunterhändler Liu He im Weißen Haus. Die restlichen Streitpunkte sollten dann in einer zweiten und womöglich dritten Phase geklärt werden.

Die USA wollen nun auf die für Dienstag angekündigte Anhebung von Strafzöllen von 25 auf 30 Prozent für chinesische Importe im Wert von 250 Milliarden US-Dollar verzichten, wie Finanzminister Steven Mnuchin sagte. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte aber, es gebe noch keine Entscheidung über die geplanten zusätzlichen Strafzölle, die Trump für Mitte Dezember angekündigt hat. Dann sollen Strafzölle von 15 Prozent auf Konsumgüter aus China im Wert von rund 160 Milliarden US-Dollar in Kraft treten.

+++ 0.52 Uhr: Boeing-Chef Muilenburg gibt Verwaltungsratsvorsitz ab +++

Der US-Luftfahrtriese Boeing ordnet seine Führungsetage im Zuge der Krise um den nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Flugzeugtyp 737 Max neu. Dennis Muilenburg wird den Verwaltungsratsvorsitz abgeben, um sich als Vorstandschef in Vollzeit um die angestrebte Wiederzulassung der 737 Max, die Bedürfnisse der Kunden und die Verschärfung von Boeings Fokus auf Produkt- und Service-Sicherheit kümmern zu können. Das teilte der Konzern am Freitagabend (Ortszeit) in Chicago mit.

Den Verwaltungsrat des Flugzeugbauers soll künftig David L. Calhoun leiten - als nicht geschäftsführender Vorsitzender. Calhoun sprach Muilenburg im Namen des Gremiums Rückendeckung aus: "Der Rat hat vollen Vertrauen in Dennis als Vorstandschef." Muilenburg erklärte in der Mitteilung des Unternehmens, dass er die Entscheidung des Verwaltungsrats voll unterstütze. Das gesamte Team sei darauf fokussiert, die 737 Max wieder sicher in den Betrieb zu bringen.

+++ 0.21 Uhr: Literaturnobelpreisträgerin fordert Polen zu Entscheidung für Demokratie auf +++

Die Polen entscheiden bei der Parlamentswahl am Sonntag nach Ansicht von Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk zwischen "Demokratie und Autoritarismus". "Für mich sind diese Wahlen die wichtigsten seit 1989", sagte sie am Freitag dem polnischen Sender TVN24 aus Düsseldorf. Neben einem demokratischen Polen stehe eines zur Wahl, "das sich von Europa entfernt und demokratische Werte beiseite schiebt", sagte Tokarczuk. "Lasst uns richtig wählen."    

Die 57-Jährige, die am Freitag den Literaturnobelpreis für 2018 erhalten hatte, ist eine scharfe Kritikerin der regierenden nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), die in Umfragen deutlich vorne liegt.

+++ 0.06 Uhr: Klöckner nimmt Länder bei Lebensmittelkontrollen in die Pflicht  +++

Nach den jüngsten Lebensmittelskandalen und -Rückrufen nimmt Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) die Bundesländer für die Kontrollen in die Pflicht. "Ich lege Wert darauf, wenn die Länder stets ihre Zuständigkeit hier betonen, dass sie ihrer Verantwortung auch mit ausreichend Personal für diese Aufgabe gerecht werden", sagte Klöckner der "Bild"-Zeitung (Samstag). "Als Bund will ich wissen, wo die Schwachstellen vor Ort liegen. Die Länder müssen bereit sein, über stärkere Konzentration und Bündelung von Verantwortlichkeiten zu sprechen, um die Lebensmittelkontrolle zu optimieren." 

Laut "Bild" will Klöckner jetzt eine Runde mit allen Länder-Agrarministerien einberufen. "Ich verlange schnelle Aufklärung, damit solche Fälle, die die Gesundheit unserer Bürger gefährden, sich nicht wiederholen."

mik / fin / rw / DPA / AFP