IRAK-KONFLIKT Wieder Luftangriff auf irakisches Radar

Kampfflugzeuge der US-amerikanischen und britischen Luftwaffe haben nach US-Militärangaben in Irak eine mobile Radarstellung angegriffen - als Reaktion auf »feindliche Handlungen« gegen die alliierten Flugzeuge.

Kampfflugzeuge der US-amerikanischen und britischen Luftwaffe haben nach US-Militärangaben in Irak in der südlichen Flugverbotszone eine mobile Radarstellung angegriffen. Man habe damit auf »feindliche Handlungen« gegen die gemeinsamen Luftstreitkräfte, die das Flugverbot überwachen, reagiert, hieß es weiter. Die Angriffe seien am Dienstagabend geflogen worden.

Unterdessen machen London und Washington im Irak-Konflikt weiter Druck. Trotz der Einigung der UN und der irakischen Regierung über eine Wiederaufnahme der Waffeninspektionen halten die USA und Großbritannien an ihrer Forderung nach einer verschärften Irak- Resolution des Weltsicherheitsrates fest. Wie US-Außenminister Colin Powell sagte, wolle die US-Regierung die Waffeninspekteure nicht ohne eine neue Resolution in den Irak zurückschicken. Diese Forderung stellte auch sein britischer Amtskollege Jack Straw. Im Fall einer sofortigen Rückkehr der Waffeninspekteure nach vier Jahren Pause drohten den Vereinten Nationen neue Täuschungsversuche des irakischen Staatschefs Saddam Hussein.

Zuvor hatten sich die UN und die Regierung in Bagdad grundsätzlich auf die Wiederaufnahme der Waffenkontrollen geeinigt. Wie UN-Chefinspektor Hans Blix sagte, stimmte Irak den Inspektionen in vollem Umfang auf der Grundlage bestehender UN-Resolutionen zu. Die USA und Großbritannien wollen im Sicherheitsrat eine neue Entschließung durchsetzen, in der Irak mit militärischer Gewalt für den Fall gedroht wird, dass die UN-Waffenkontrolleure bei ihrer Arbeit behindert werden.


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