VG-Wort Pixel

US-Außenminister Kerry hofft auf Verständigung mit Moskau im Syrien-Konflikt


US-Außenminister John Kerry hat Russland zur Zusammenarbeit für eine Lösung des Syrien-Konflikts aufgerufen. Ungeachtet aller Meinungsverschiedenheiten sei Russland ein "bedeutender Partner".

US-Außenminister John Kerry hat die Hoffnung geäußert, mit Russland zu einer Verständigung im Syrien-Konflikt zu kommen. "Ich denke, die ganze Welt profitiert davon, wenn mächtige Nationen mit einer langen gemeinsamen Geschichte die Fähigkeit haben, eine Verständigungsgrundlage zu finden", sagte Kerry am Dienstag zu Beginn eines Treffens mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. "Und ich hoffe, heute wird es uns gelingen, zusammenzufinden."

John Kerry will Putin treffen

Kerry wollte am Nachmittag auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen, um über Syrien zu sprechen. 

Russland und die USA verfolgen gegensätzliche Interessen in Syrien. Während Moskau an Machthaber Baschar al-Assad festhält, schließt Washington ebenso wie die syrischen Rebellen eine Zukunft Syriens mit Assad aus. Beide Staaten unterstützen aber einen im November bei einer internationalen Konferenz in Wien vereinbarten Friedensfahrplan für Syrien, nach dem sich die Rebellen und die syrische Führung zunächst gemeinsam an den Verhandlungstisch setzen sollen. Unklar ist noch, wer die genauen Teilnehmer auf Rebellenseite sein sollen.

Kerry sagte, die USA und Russland seien "in der Lage, effizient an spezifischen Problemen zu arbeiten". Lawrow äußerte seine Hoffnung auf einen "konstruktiven Dialog" und dass er und Kerry Putin gute Ergebnisse präsentieren könnten. Von den Moskauer Gesprächen dürfte auch abhängen, ob ein für Freitag in New York geplantes neues internationales Treffen zum Syrien-Konflikt stattfindet, das auf das Wiener Treffen aufbaut. US-Außenamtssprecher John Kirby hatte am Montag gesagt, er könne dies "nicht zu hundert Prozent" bestätigen, man könne aber davon ausgehen, dass es stattfinden werde.

Die USA und andere Staaten werfen Russland vor, mit seinen Ende September gestarteten Luftangriffen in Syrien vor allem auf den Schutz Assads vor Rebellenangriffen zu zielen und nicht - wie die US-geführte Militärallianz - in erster Linie die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) zu bekämpfen.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker