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Konflikt um Atomprogramm: USA bestätigen Treffen mit Nordkorea "auf höchster Ebene"

Im Nordkorea-Konflikt war es ruhig geworden. Plötzlich aber plaudert Donald Trump über Kontakte auf höchster Ebene - offenbar war CIA-Chef Pompeo in Pjöngjang. Der US-Präsident plant ein Treffen mit Kim Jong Un.

Südkoreanische Soldaten patrouillieren an der Grenze zu Nordkorea

Südkoreanische Soldaten patrouillieren an der Grenze zu Nordkorea

DPA

In dem höchsten Kontakt zwischen den USA und Nordkorea seit fast zwei Jahrzehnten ist der CIA-Direktor und designierte US-Außenminister Mike Pompeo in Nordkorea mit Machthaber Kim Jong Un zusammengetroffen. Die geheim gehaltene Visite in Pjöngjang erfolgte über das Osterwochenende um den 1. April, um den geplanten Gipfel zwischen Donald Trump und Nordkoreas Machthaber vorzubereiten, wie "Washington Post" und "New York Times" berichten. Ein direktes Gespräch zwischen dem US-Präsidenten und Kim habe nach Angaben des Weißen Hauses allerdings nicht stattgefunden.

Gespräche ja, aber nicht mit Donald Trump

"Der Präsident hat gesagt, dass es Gespräche auf höchster Ebene gab und hinzugefügt, dass diese nicht mit ihm direkt stattgefunden haben", sagte Regierungssprecherin Sarah Sanders in Washington. Trump hatte kurz zuvor die Frage bejaht, ob er selbst mit Kim gesprochen habe. Besuche amerikanischer Regierungsvertreter in Pjöngjang sind angesichts der Spannungen zwischen beiden Ländern über Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm extrem selten. Zuletzt war die damalige US-Außenministerin Madeleine Albright vor 18 Jahren zu Besuch in der isolierten Diktatur.


Trump stellte bei einem Treffen mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe in seinem Luxusressort Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida Verhandlungen zwischen Nord- und Südkorea über eine Beendigung des Kriegszustands in Aussicht. Seoul und Pjöngjang hätten dabei seinen "Segen", sagte Trump. "Es gibt eine große Chance, ein Weltproblem zu lösen", sagte Trump mit Blick auf den Atom- und Raketenstreit Pjöngjangs mit dem Westen.

Handeln Nordkorea und Südkorea den Frieden aus?

Die Äußerungen Trumps könnten darauf hindeuten, dass Südkoreas Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei ihrem Gipfel am 27. April über ein Friedensabkommen zwischen beiden Ländern verhandeln könnten. Die Staaten befinden sich seit Ende der Kämpfe 1953 offiziell im Kriegszustand. Vertreter aus Nord- und Südkorea wollten am Mittwoch zusammenkommen, um das Gipfeltreffen zwischen Kim und Moon vorzubereiten.

Trump bekräftigte vor Journalisten in seinem Anwesen in Florida, er wolle Kim "Anfang Juni oder davor" treffen, "falls die Dinge gut laufen". Es sei aber auch möglich, "dass die Dinge nicht gut laufen und wir die Treffen nicht haben werden und einfach diesen harten Weg weitergehen, den wir eingeschlagen haben", schränkte Trump ein.

Offiziellen Angaben zufolge wurde noch keine Entscheidung zum Ort für den möglichen Gipfel getroffen. China, Nordkorea, Südkorea und Panmunjom in der demilitarisierten Zone zwischen beiden Koreas gelten aber als denkbar. Die Einladung zu dem Gipfel war Anfang März von Kim ausgegangen und von einem südkoreanischen Regierungsvertreter an Trump übermittelt worden.


nik/DPA