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Obama vor G8-Gipfel Europa soll mehr Einsatz gegen Krise zeigen


Die USA haben Europa vor dem G8-Gipfel aufgerufen, entschlossener gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise vorzugehen. Zwar wolle man Europa keine Vorschriften machen, doch es müssten weitere Schritte unternommen werden.

Dabei gehe es um mehr Wachstum, die Errichtung einer Feuerwand gegen Spekulationen auf den Finanzmärkten sowie notwendige Reformen in EU-Krisenländern, sagte Regierungssprecher Jay Carney in Washington. Das G8-Treffen beginnt morgen in Camp David bei Washington.

Präsident Barack Obama wolle sich beim Treffen der größten Industrieländer und Russlands (G8), das an diesem Freitag in Camp David bei Washington beginnt, vor allem für mehr Wachstum und mehr Jobs einsetzen. "Sie müssen die Notwendigkeit von Wachstum in Europa ansprechen sowie die Notwendigkeit, den Menschen Arbeit zu geben, vor allem jungen Menschen in Europa", forderte Carney.

Erneut betonte Carney, dass Obama bereits seit Jahren mehr Unterstützung für Wachstum fordere. "Wir sagen seit einiger Zeit, dass Wachstum ein Faktor sein muss in Europa." Es gehe um einen "ausgeglichen Ansatz", der Sparen, aber auch Wirtschaftswachstum ins Auge fasse.

Steht die Freigabe von Ölreserven auf der Tagesordnung?

Die Europäer hatten bereits zuvor deutlich gemacht, dass sie sich in Camp David gegen US-Kritik an ihrem Management der Schuldenkrise wehren wollten. "Wir werden das in den richtigen politischen und wirtschaftlichen Kontext setzen", sagte ein Diplomat in Brüssel.

Carney wollte allerdings Berichte nicht eindeutig bestätigen, wonach die USA in Camp David einen Vorstoß zu einer breiter angelegten Freigabe von Ölreserven starten wollten. "Ich habe keinen Kommentar zu den strategischen Ölreserven", sagte er vor Journalisten. Allerdings fügte er hinzu: "Beim G8-Gipfel steht die Weltwirtschaft auf der Tagesordnung. Der globale Ölmarkt ist Teil der Weltwirtschaft."

Der um seine Wiederwahl kämpfende Obama könnte die europäischen Partner dazu auffordern, die Freigabe von Ölreserven zu unterstützen. Ziel sei es, die Preise zeitweilig zu drücken und dadurch Industrie und Wirtschaft zu helfen. Wie in Brüssel weiter bekannt wurde, ist ein solches Vorhaben im Kreis der größten Industriestaaten und Russlands umstritten. Während Großbritannien und Frankreich offen für den Vorstoß aus Washington seien, sehe Berlin das Vorhaben skeptisch.

nw/DPA DPA

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