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Presseschau zum Wahlsieg von François Hollande: Neue Zeiten brechen für Frankreich und Europa an

Die einen feiern ihn, die anderen prophezeien düstere Zeiten für Frankreich. Die Meinungen über den Sieger der Präsidentenwahl, François Hollande, sind geteilt.

Nach seinem Wahlsieg liegt die schwerste Aufgabe noch vor ihm: François Hollande will zahlreiche Reformen umsetzen und muss seine Kritiker überzeugen. Ein Querschnitt durch die Medien zeigt, dass die Autoren den zukünftigen Präsidenten Frankreichs mit gemischten Gefühlen begrüßen.

"El Mundo" (Spanien)

"Die Wahl bedeutet wohl eher eine Niederlage von Nicolas Sarkozy als einen Sieg von François Hollande. Der amtierende Präsident hatte sich mit seinem Personenkult, seinem Hang zum Luxus und seinen schlechten Freunden bei den Franzosen in Misskredit gebracht. Ihm fehlte die Größe eines De Gaulle oder Mitterrand und die Glaubwürdigkeit eines Chirac.

Mit dem Wahlsieg von Hollande beginnen neue Zeiten für Frankreich und wahrscheinlich auch für Europa. Ob diese besser oder schlechter sein werden, wird davon abhängen, ob der neue Präsident die selbst geschaffenen Erwartungen erfüllt und ob er in der Lage sein wird, sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu verständigen."

"Jyllands-Posten" (Dänemark)

"Es war nicht so sehr François Hollande, der gewonnen hat, sondern vielmehr Nicolas Sarkozy, der verlor. Aber das ist jetzt Geschichte. Die Frage lautet, wie Hollande seine neugewonnene Macht nutzen wird. Auch wenn offen bleibt, wie weit die Befugnisse des Präsidenten nach den Parlamentswahlen im kommenden Monat wirklich gehen werden. (...) Sollte er seine Wahlversprechen einlösen, wird Frankreich in einen wirtschaftlichen Morast einsinken, aus dem man sich nur noch ganz schwer wieder herausziehen kann."

"Trud" (Bulgarien)

"Hollandes erste Herausforderung in der internationalen Arena wird das Zustandekommen eines Einvernehmens mit Angela Merkel über den Ausgang aus der Krise in Europa sein. Denn sie hatte (Nicolas) Sarkozy unterstützt und möchte die fiskalischen Einschnitte nicht aufgeben. Hollande, der das wirtschaftliche Wachstum betont, wird sie bald sehen. Da er ein Pragmatiker ist, wird er vielleicht viel besser mit Merkel zurechtkommen, als es uns jetzt möglich erscheint."

"Dagens Nyheter" (Schweden)

"François Hollande hat einen historischen Wahlsieg errungen. (...) Das Ergebnis bedeutet einen Linksschwenk für ganz Europa, aber eben auch einen persönlichen Erfolg für Hollande. (...) Jetzt schlägt für ihn die Stunde der Wahrheit. Seine Anhänger werden sicher enttäuscht sein, aber Frankreichs neuer Präsident muss einen klaren Bescheid zum EU-Finanzpakt geben und verkünden, dass dessen Kern Bestand hat."

"Le Républicain Lorrain" (Frankreich)

"Eine Seite ist umgeschlagen. Eine neue öffnet sich, und angesichts der Schwierigkeiten, die den neuen Präsidenten erwarten, ist sie nicht von vornherein geschrieben. (...) Der sozialistische Kandidat hat über seine natürliche Wählerschaft hinaus auch die Stimmen jener gewonnen, die davon überzeugt sind, dass Sparpolitik allein keine Lösung ist, wenn sie nicht von Wachstum flankiert wird. (...) Der Sieg von François Hollande gibt den entscheidenden Anstoß für ein Umdenken in Europa. Die ersten Signale kamen gestern aus Berlin. Sie zeigen, dass die neue französische Präsidentschaft dabei ist, dem Umgang der EU mit der Krise neue Impulse zu geben."

"Neue Zürcher Zeitung" (Schweiz)

"Nicht zuletzt muss Hollande zeigen, dass er bei der Bewältigung der Euro-Krise konstruktiv mitarbeiten will und namentlich keinen unnötigen Streit mit Deutschland sucht. Im Wahlkampf hat er mit seinen Seitenhieben gegen Kanzlerin Merkel und seiner Forderung nach Neuverhandlungen des Fiskalpakts für Verunsicherung über den künftigen Kurs Frankreichs gesorgt. Diskussionen über die richtige Balance zwischen Sparmassnahmen und Wachstumsstimulierung sind unvermeidlich. Doch wäre es fatal, wenn Hollandes Triumph im restlichen Europa als Signal verstanden würde, dass man die Sanierung der Staatshaushalte auf die lange Bank schieben kann."

"The Times" (Großbritannien)

"Hollande predigt Wachstum statt Sparsamkeit und wird gleich bei seinem ersten Besuch in Berlin in der kommenden Woche damit beginnen. Hollande spielt mit dem Feuer. Besonders gefährlich ist seine Drohung, den Stabilitätspakt in Stücke zu reißen, der in diesem Jahr als Grundlage für die Rettung Griechenlands vereinbart wurde. Wer die Defizite durch erneute Ausgaben erhöht, statt zu sparen, nimmt in Kauf, dass steigende Kreditkosten direkte Auswirkungen auf den Lebensstandard haben. Merkel muss die neue politische Realität akzeptieren, Hollande muss die unveränderte wirtschaftliche Realität erkennen. Die EU-Regierungen müssen auch einsehen, dass der Abbau der Schulen zwar entscheidend, aber nicht genug ist: Es muss auch Wachstum gefördert werden."

"De Standaard" (Belgien)

"Die Siegesparty der Sozialisten fand zwar bei der Bastille statt, aber Hollande wird keine Revolution anzetteln: Auch seine Regierung kann sich dem europäischen Stabilitätspakt nicht entziehen, trotz seiner Pläne für zusätzliche Ausgaben. Wenn es dem neuen Präsidenten gelingt, eine gute Zusammenarbeit mit Berlin zustande zu bringen (...), kann sein Wahlsieg durchaus eine positive Wirkung für Europa haben. Das zu einseitige Mantra für Einsparungen muss ergänzt werden durch eine konkrete Agenda für Wachstum in Europa."

"De Morgen" (Belgien)

"Wir schauen nun auf seine erste Berlin-Reise, wo er mit einer eisernen Frau Merkel einen historischen Kompromiss finden muss. Wegen der Parlamentswahlen in Griechenland werden die Gespräche in einem stürmischen Klima stattfinden. In dem Moment, in dem sich Hollande zum Sieger ausrufen konnte, wurde bekannt, dass linke Radikale und regelrechte Neonazis die Wahlen (in Griechenland) gewonnen haben. Das Land ist nun völlig steuerlos, wodurch Europa noch viel tiefer in die Krise zu gleiten droht. Europa ist seit gestern wieder etwas roter. Aber zugleich werden die Gewitterwolken über dem Kontinent noch dunkler."

"Libération" (Frankreich)

"François Hollande muss jetzt dem Land Heilung bringen. Er muss die Gesellschaft erneuern und er muss die Ungleichheiten zwischen den Franzosen verringern, woher sie auch kommen. Um dies zu ermöglichen, muss er jedoch zuerst die Zukunft entwerfen. Er muss zeigen, dass Frankreich nicht nur aus Geschichte und einer glorreichen Vergangenheit besteht, sondern sich auch in die Zukunft versetzen und sich neu erfinden kann. Jetzt muss damit begonnen werden, dieses neue Blatt zu beschreiben, mit Entschlossenheit und Willenskraft, um das Vertrauensvotum nicht zu enttäuschen. Die Arbeit fängt gerade erst an und sie wird ab morgen hart sein. Doch heute können die Bürger glücklich sein und diesen schönen Monat Mai in tiefen Zügen genießen."

kave/DPA/AFP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(