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Islamische Gemeinde: Salafisten predigen "pervertierte" Form des Islam

Seit den Anschlägen von Paris herrscht auch in Deutschland wieder die Angst vor Islamisten im Land. Eine islamische Gemeinde in Berlin verurteilt den Terror als unislamisch und fordert mehr Bildungsarbeit.

Von Erik Häußler

Abdullah Uwe Wagishauser und der Imam Said Arif Ahmad in der Khadija Moschee.

Abdullah Uwe Wagishauser (links), Bundesvorsitzende der Ahmadiyya Muslim Jamaat, und der Imam der Khadija Moschee, Said Arif Ahmad, in Berlin-Pankow distanzieren sich deutlich von Extremismus.

Einige der Terroristen in Paris waren offenbar Franzosen, sie lebten seit vielen Jahren dort, wurden in Frankreich sozialisiert. Seit der Terror erneut das Herz Europas getroffen hat, haben auch in Deutschland viele Menschen Angst vor Islamisten unter uns. Um solche Ängste abzubauen und den Dialog zwischen den Religionen zu fördern, hat die Berliner Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) Gemeinde in Pankow zum Gespräch geladen. Sie verurteilen die Attentate in Paris aufs Schärfste und sprechen von Barbarei.

Pariser Anschläge "sind konträr zum wahren Islam"

Die AMJ ist eine Ende des 19. Jahrhundert in Indien gegründete Reformströmung innerhalb des sunnitischen Islams. In Deutschland zählt die Gemeinde, die in Berlin-Pankow die einzige Moschee in den neuen Bundesländern betreibt, rund 40.000 Mitglieder. Davon inzwischen rund 3000 Flüchtlinge. Eine Besonderheit der Gemeinde ist das spirituelle Oberhaupt, der Kalif, der die Richtung der Lehre und des Glaubens bestimmt.

Das weltweite Oberhaupt der AMJ hatte sich nach den Anschlägen vor wenigen Tagen klar positioniert. Es handele sich um "unverzeihliche Anschläge", "abscheuliche Verbrechen". Er hoffe, dass die Täter zügig vor Gericht gestellt würden. Weiter sagte der in London lebende Kalif: "Alle Formen von Terrorismus und Extremismus sind völlig konträr zu den wahren Lehren des Islam."

Islam muss sich immer wieder für Terror rechtfertigen

Trotz dieser klaren Botschaften steht der Islam immer wieder in der Kritik. Eine Situation, die auch die Gemeinde in Berlin spürt. Sie möchte daher für einen Dialog sorgen, innerhalb der verschiedenen islamischen Strömungen, aber auch zwischen den Religionen. Dass die Stimmung angespannt ist, war auch im Pressegespräch zu spüren: verbissene Nachfragen der Journalisten, wieso gerade der Islam so gewaltbereit sei, der Versuch einer versöhnliche Antworten des Bundesvorsitzenden der AMJ, Abdullah Uwe Wagishauser. Der Terror sei ein Produkt der schwierigen Gemengelage im arabischen Raum, in der sich auch der Westen schuldig gemacht habe. Nachfrage der Journalisten, ob denn die Muslime selbst gar keine Schuld hätten an der Situation? Fragen, die Wagishauser offenbar kennt, die Antwort fällt kurz und ruppig aus: natürlich hätten auch Muslime eine Verantwortung.

In Deutschland wird seit einigen Jahren vor allem die Salafisten-Szene vom Verfassungsschutz beobachtet, die immer mehr Anhänger findet. Salafisten sind eine fundamentalistische Strömung innerhalb des sunnitischen Islam, vom Wahabismus geprägt. Diese Prediger behaupten, den Koran und die Worte und Lebensweise des Propheten besonders treu zu leben. Sie werben in Fußgängerzonen, verteilen den Koran, sprechen Flüchtlinge gezielt an. All das, um neue Anhänger ihrer radikalen Ideologie zu finden. Rund 7.500 Menschen seien laut Verfassungsschutz inzwischen in Deutschland dem Salafismus zuzurechnen. Gerade auf Jugendliche üben die Salafisten eine Faszination aus, die Szene wirbt aktiv im Internet und auf der Straße um sie.

"Salafisten locken mit Märchen"

Eine Entwicklung, die auch die AMJ mit Sorge beobachtet. Die Salafisten würden die Labilität der Jugendlichen, die auf der Suche nach Identität seien, für ihre Zwecke missbrauchen, sagt der Pressesprecher der Berliner AMJ-Gemeinde Muhammad Asif Sadiq. Die Ideologie der Salafisten, hätte aber nichts mit dem eigentlichen Islam zu tun. "Salafisten locken mit Märchen, das sind Rattenfänger", erklärt Sadiq und sieht Parallelen zur Vorgehensweise von Rechtsradikalen. Sie vermittelten ein Überlegenheitsgefühl, einen Herrschaftsanspruch, gegenüber anderen Muslimen. "Sie predigen einen Islam, der dem 'kleinen Einmaleins' gleich kommt. Wenn du das und das machst, kommst du in das Paradies", so Sadiq weiter. Das seien nichts weiter als Heilsversprechen, eine Verkürzung des Islam auf wenige Formeln, die es nicht gebe, eine "pervertierte" Lehre.

Die Berliner Gemeinde habe keine Probleme mit Jugendlichen, die sich von Salafisten angezogen fühlten. "Wir machen Bildungsarbeit von klein auf. Wir vermitteln schon früh, was der Islam bedeutet, dass er keine Gewalt kennt", sagt Sadiq. Einen Anspruch, den sicher die meisten islamischen Gemeinden in Deutschland haben, dennoch gleiten immer wieder Jugendliche in die radikale Szene ab. Einen Einwand, den Sadiq für seine Gemeinde nicht zulässt: "Das gilt für uns nicht. Wir sind eine grundlegend pazifistische Gemeinde. Wir vermitteln ein ausnahmsloses Gewaltverbot."

Einziges Mittel gegen Extremismus: Bildung

Eine theologische Entgegnung auf die Argumente dieser Radikalen sei erforderlich. Die Gemeinde fordert deshalb eine entschiedenere Bildungsarbeit von allen Seiten. In der Moschee, aber vor allem auch außerhalb. Ansatzpunkt dafür seien beispielsweise Universitäten. Dort würden an einigen Standorten mit Hilfe der AMJ inzwischen islamische Theologen ausgebildet. Aber auch frühkindliche Erziehung sei wichtig, so Sadiq. Er fordert eine Art Kindergartenpflicht für Migrantenkinder, damit diese schon früh die Sprache lernten. Denn Sprache sei immer noch das entscheidende Kriterium, Teil dieser Gesellschaft zu werden. Später wäre dann ein Islamunterricht an Schulen eine weitere Komponente dieser Bildungsarbeit.

Die Gemeinde ist dabei, diese Maßnahmen auf vielen Ebenen voranzutreiben. Im Kleinen im Rahmen ihrer Jugendarbeit oder bei der Betreuung von Flüchtlingen. Aber auch auf Bundesebene, in der Zusammenarbeit mit anderen islamischen Organisationen. Diese innerislamische Zusammenarbeit, die der Bundesvorsitzende Wagishauser als "beginnende islamische Ökumene" bezeichnet, sei ein wichtiger Schritt, um sich gemeinsam gegen Gewalt und Terrorismus zu positionieren.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(