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Bundeswehr in Syrien: Warum Krieg für Frieden nicht funktioniert

Mit bis zu 1200 Soldaten will die Bundeswehr der internationalen Koalition gegen den IS beitreten. 14 Jahre nach Beginn des Afghanistaneinsatzes scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Hat denn niemand aus den Fehlern gelernt?

Ein Kommentar von Erik Häußler

Bundeswehr-Tornado in Afghanistan

Auch in Afghanistan sollte der Terror bekämpft werden - heute steht das Land wieder am Abgrund.

Das Bundeskabinett hat den Einsatz der Bundeswehr in Syrien beschlossen. Die Zustimmung des Bundestages steht noch aus, dürfte aber reine Formsache sein. Schon in wenigen Wochen schickt Deutschland dann mehrere Aufklärungs-Tornados, Flugzeuge zur Luftbetankung und offenbar auch eine Fregatte in Richtung Syrien. Bis zu 1200 deutsche Soldaten sollen es sein. Ein Akt der Solidarität mit Frankreich. Das Signal: Europa steht nach den Anschlägen von Paris zusammen im Kampf gegen den Terror.

Nichts gelernt aus Afghanistan

Ziemlich genau 14 Jahre nachdem der Deutsche Bundestag den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr in Folge der Terroranschläge von 9/11 beschlossen hatte, schickt Deutschland wieder Truppen in eine instabile Region. Auch damals hatte man einem Verbündeten "uneingeschränkte Solidarität" im Kampf gegen den Terror zugesichert. Auch damals sollte es eigentlich kein Kampfeinsatz sein, vielmehr sollte das Land wieder aufgebaut werden. Krieg als Mittel zum Zweck: Frieden.


Allerdings: Nach 14 Jahren "Hilfe" steht Afghanistan am Abgrund. Die Taliban sind wieder auf dem Vormarsch, sie erobern bereits Gebiete zurück. 56 deutsche Soldaten sind bisher am Hindukusch gefallen, von den Opfern in der Bevölkerung ganz zu schweigen. Aus Fehlern wird man klug, so das Sprichwort. Die Politik hat aber ihre eigenen Regeln. Geschichte wiederholt sich, weil man immer neue Begründungen dafür findet, wieso es im Hier und Heute ganz anders sei als früher. Damals bat die USA um Unterstützung. Heute aber gehe es um den Erhalt der tiefen Freundschaft mit dem einstigen Erzrivalen Frankreich, schreiben Kommentatoren. Es gehe um den Zusammenhalt der EU. Und die Taliban seien schließlich nicht der IS.


Stimmt, alles richtig. In Syrien ist nämlich alles noch viel komplizierter. Nach 9/11 kämpften westliche Staaten unter Führung der USA gegen die Taliban. In Syrien kämpft der Westen für die syrischen Rebellen und die Kurden, aber gegen den IS und Assad. Assad wiederum gegen seine Bevölkerung, den IS und alle anderen, die seine Macht im zerfallenden Staat gefährden. Die Russen kämpfen für Assad, aber gegen die Rebellen und ab und zu auch gegen den IS. Die Kurden kämpfen für sich selbst, aber auch irgendwie für den Westen, und gegen die Islamisten. Welche Mächte wiederum welche Gruppen mit welchen Interessen im Hintergrund unterstützen, würde den Rahmen dieses Kommentars sprengen.

Die Fronten in Syrien sind völlig unklar

Bis sich in diesem Durcheinander die Anti-IS-Kräfte selbst gegenüberstehen, sei nur eine Frage der Zeit, hieß es lange. Vor wenigen Tagen hat die Türkei einen russischen Kampfjet vom Himmel geschossen. Schon bald steigen deutsche Tornados auf in eben diesen Himmel über Syrien. Nur zur Aufklärung, Betankung und Unterstützung der Anti-Terror-Koalition natürlich. Was nach einem solidarischen Minimalbeitrag klingt, könnte der aktuell größte Auslandeinsatz der deutschen Armee werden, einer der größten in der Geschichte der Bundesrepublik. In einem Konflikt, dessen Fronten völlig unklar sind.

Der Ruf aus Frankreich nach Unterstützung und Beistand im Kampf gegen die Terrormiliz war klar und deutlich. Hätte die Bundeskanzlerin diesen Ruf auf Merkel'sche Art ausgesessen oder mit einer bereits geplanten Ausweitung des Einsatzes in Mali kompensiert, wäre das dem Ende der EU-Solidargemeinschaft gleichgekommen. Nach der Uneinigkeit bei der Verteilung der Flüchtlinge in Europa und in der Griechenlandkrise wäre damit wohl auch die letzte Säule der europäischen Wertegemeinschaft eingeknickt. Diese bündnistaktische Erklärung leuchtet ein.

Nicht kopflos in den Krieg gegen die Schlächter

Und doch wäre etwas weniger Affekthandlung nach dem Terror wünschenswert. Zeigen, dass man aus den ersten Erfahrungen im Kampf gegen den Terrorismus gelernt hat. "Krieg gegen den Terror" funktioniert als Floskel, nicht aber in der Realität. Klar, die Kopf-Abschneider des IS haben selbst Pazifisten an die Grenzen ihrer Prinzipien gebracht, will man die Schlächter doch endlich verlieren sehen. Genau dieses Gefühl aber müsste alle aufschrecken. Es sind die ersten Schritte in die Falle der Terroristen, die genau solch einen Krieg zu ihrem Ziel erklärt haben.

Gäbe es ein Patentrezept gegen den IS, würde es hier stehen. Leider gibt es keines. Die Afghanistan-Erfahrungen aber haben gezeigt, dass die Bundeswehr kein Teil davon ist. Die Tornados werden trotzdem zu einer weiteren Runde im Karussell des Kampfes gegen den Terror starten. Nichts gelernt also. Alles auf Anfang.

Immerhin: Dieses Mal wird gleich von Beginn das Wort Krieg laut ausgesprochen und die Bevölkerung auf einen lange andauernden Einsatz vorbereitet. 14 Jahre in Afghanistan und Tausende Tote waren nötig für diese Erkenntnis.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(