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Flugzeug: Warum möbelt die Bundesregierung für zwei Millionen eine alte Lufthansa-Maschine auf?

Die Lufthansa-Boeing "Landshut" stand im Zentrum der Ereignisse zum Höhepunkt des "Deutschen Herbsts" vor 40 Jahren. Nun soll die Maschine für viel Geld ins Museum. Fragen und Antworten zum Thema.

Ja, sie ist es: Die "Landshut", die im Deutschen Herbst entführt wurde, auf einem Flugfeld im brasilianischen Fortalezza. Sie wird aufgearbeitet und kommt ins Museum.

Ja, sie ist es: Die "Landshut", die im Deutschen Herbst entführt wurde, auf einem Flugfeld im brasilianischen Fortalezza. Sie wird aufgearbeitet und kommt ins Museum.

Historikern und allen, die die dramatischen Ereignisse miterlebt haben, wird sich diese Frage gar nicht stellen. Doch der Deutsche Herbst von 1977 ist nun schon 40 Jahre her und damit selbst für viele Menschen im Erwachsenenalter nur noch ein historisches Ereignis oder ein Talkshow-Thema. Wenn nun also die längst ausrangierte Lufthansa-Boeing "Landshut" im Museum landen soll, stellt sich manchem doch die Frage: Warum sollte die Bundesregierung ein schrottreifes Flugzeug für viel Geld aufmöbeln und ausstellen? Fragen und Antworten zu einem der wichtigsten Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte:

Was ist die "Landshut"?

"Landshut" war der Name einer Boeing 737-200 der Lufthansa, die am 13. Oktober 1977 auf ihrem Flug von Palma de Mallorca nach Frankfurt/Main über dem französischen Luftraum von einem vierköpfigen Terror-Kommando der PLFP, der Volksfront zur Befreiung Palästinas, entführt wurde. An Bord waren 95 Personen, darunter fünf Besatzungsmitglieder und die vier Terroristen. Nach einem Irrflug über Rom, Larnaka, Beirut, Damaskus, Bagdad, Kuwait, Manama, Dubai und Aden, in dessen Verlauf der Kapitän der Maschine, Jürgen Schumann, vor den Augen der Passagiere erschossen wurde, landete die "Landshut" in Mogadischu, wo es einem Kommando der GSG 9 ("Grenzschutzgruppe 9") gelang, die Maschine zu stürmen und die Geiseln zu befreien. Drei Entführer wurden getötet, eine vierte überlebte schwer verletzt.

Welchem Ziel diente die "Landshut"-Entführung?

Ziel der Flugzeug-Entführung war es, die Köpfe der linksterroristischen "Rote Armee Fraktion" (RAF) aus der Gefangenschaft im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses in Stuttgart-Stammheim zu befreien. Nachdem die Nachricht von der Befreiung der Geiseln um die Welt gegangen war, begingen die inhaftierten Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Zellen Selbstmord; Irmgard Möller überlebte trotz vier selbst beigebrachter Messerstiche in der Herzgegend. Trotz höchster Sicherheitsbemühungen war des den Führern der sogenannten ersten Generation der RAF gelungen, Radios und Waffen in ihre Zellen zu schmuggeln sowie miteinander zu kommunizieren.

"Deutscher Herbst" 1977: Entführte Lufthansa-Maschine: Landet die "Landshut" im Museum?
Boeing 737 Landshut

Die ehemalige Boeing 737-200 der Lufthansa auf dem Flugzeugfriedhof in Fortaleza: Von 1970 bis 1985 war die Boeing 737 für die deutsche Airline im Einsatz, dann als "John Adams" für Presidential Airways in den USA. Sie wurde anschließend vom Passagier- zum Frachtflugzeug, flog nach Angaben der Fachseite "planespotters.net" für TAN Honduras, die französische L'Aéropostale, in Malaysia und Indonesien, bis sie 2002 an TAF Linhas Aereas im brasilianischen Fortaleza ging. 


Warum hat das Ereignis eine solche Bedeutung?

Mit der glücklichen Befreiung der Geiseln aus "Landshut" endete auch der sogenannte "Deutsche Herbst". 1977 erreichten die Aktivitäten der sogenannten zweiten Generation der RAF ihren Höhepunkt. Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seine Begleiter sowie Dresdner-Bank-Vorstandssprecher Jürgen Ponto wurden bei Attentaten ermordet; ein Anschlag auf das Gebäude der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe scheiterte. Mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer sollten insgesamt elf inhaftierte RAF-Terroristen befreit werden. Als die Bundesregierung nicht nachgab, wurde die "Landshut" entführt, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Doch die Geiseln konnten befreit werden. Der entführte Schleyer wurde von seinen Entführern daraufhin ermordet. Dennoch gilt die "Landshut" seither als Symbol für die Standhaftigkeit des Staates gegenüber Terroristen.

Zudem kann die "Landshut"-Entführung als ein frühes Beispiel internationaler Zusammenarbeit von Terroristen gesehen werden. Das palästinensische Kommando unterstützte mit der Aktion die Gesinnungsgenossen aus Deutschland – allerdings ohne Erfolg.

Was wurde aus der "Landshut"?

Die Boeing 737-200 wurde nach der Erstürmung durch die GSG 9 repariert und war bis 1985 noch im Liniendienst der Lufthansa. Dann wurde sie verkauft und anschließend von sechs weiteren Gesellschaften als Passagier- und Frachtflieger eingesetzt. 2008 legte die brasilianische Airline TAF Linhas Aéreas die Boeing mit der Seriennummer 20254 still. 38 Betriebsjahre und mehr als 60.000 Flüge hat die Maschine auf dem Buckel. Derzeit steht die flugunfähige Maschine auf einem abgesperrten Flugfeld in Fortaleza. Den Namen "Landshut" hat die Lufthansa noch mehrfach vergeben, auch derzeit ist eine Maschine dieses Namens im Einsatz.


Was soll nun mit der Maschine passieren?

Laut Informationen der "Bild"-Zeitung wurde die "Landshut" unter Federführung von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) zum Schrottwert von etwa 20.000 Euro bereits angekauft. Die Lufthansa hat nun den Auftrag, die Maschine zu demontieren und nach Deutschland transportieren zu lassen. Das soll geschätzt etwa zwei Millionen Euro kosten. Hier eingetroffen sollen, so der Bericht, Fachleute der Lufthansa die Maschine restaurieren. Finanziert werden soll die Restauration von der Dornier-Stiftung, in deren Luftfahrt-Museum in Friedrichshafen am Bodensee die "Landshut" letztlich ausgestellt werden soll.

Wie reagieren damals Betroffene auf die Aktion?

Gabriele von Lutzau, Stewardess in der "Landshut" und damals mutige Stütze der Geiseln, zur "Bild": "Ich bin glücklich, dass die 'Landshut' nach Hause kommt. Die Maschine hat Strapazen durchgemacht wie kaum ein anderes Flugzeug und dennoch durchgehalten. Wir verdanken Ihr unser Leben." Co-Pilot Jürgen Vietor spricht von einer "tollen Nachricht". Die "Landshut" sei ein Symbol des Deutschen Herbstes, sie gehöre nach Deutschland. Auch GSG-9-Chef Ulrich Wegener "erfüllt die Nachricht mit großer Freude". "Unsere 'Landshut'-Maschine" sei ein "Symbol für den Sieg des Rechtsstaates über arabische Terroristen."

Außenminister Gabriel begründet gegenüber der Zeitung die Rettungsaktion für die "Landshut": "Jeder aus meiner Generation erinnert sich an die dramatischen Tage im Deutschen Herbst im Oktober 1977, als die RAF die noch junge Bundesrepublik Deutschland buchstäblich in Atem hielt (...) All das hat Deutschland und besonders meine Generation ganz stark geprägt."

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dho mit Agenturen
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.