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Landtagswahlen in Baden-Württemberg Grün-Rot überholt Stefan Mappus


Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg ist der Ausgang völlig offen. Rot-Grün liegt nach einer neuen Umfrage erstmals knapp vorne. Die Grünen profitieren stark von der Atomdebatte.

In Baden-Württemberg kommt die CDU in der Sonntagsfrage der ARD-Vorwahlumfrage auf 39 Prozent der Stimmen. Die SPD erreicht 22 Prozent. Die Grünen liegen bei 24 Prozent. Die FDP schafft mit 5,5 Prozent knapp den Sprung in den Landtag, die Linke würde mit 4,5 Prozent dagegen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Nach diesen Zahlen liegt Rot-Grün mit 46 Prozent vor der amtierenden schwarz-gelben Landesregierung, die auf 44,5 Prozent kommt. Eine knappe Mehrheit der Baden-Württemberger von 50 Prozent ist für einen Regierungswechsel. 39 Prozent sind nach der Umfrage von Infratest dimap hingegen der Ansicht, dass CDU und FDP in Stuttgart weiter regieren sollten.

Wenn die Baden-Württemberger ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten und Stefan Mappus (CDU) gegen Grünen-Chef Winfried Kretschmann antreten würde, kämen beide Kandidaten auf 39 Prozent der Stimmen. Im Falle einer Direktwahl zwischen Mappus und Nils Schmid (SPD) würden sich 37 Prozent für den Amtsinhaber Mappus und 39 Prozent für SPD-Chef Schmid entscheiden.

Rot-Grün in Rheinland-Pfalz mit deutlichem Vorsprung

In Rheinland-Pfalz liefern sich die regierende SPD und die oppositionelle CDU ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Parteien erreichen 36 Prozent der Stimmen. Da die Grünen auf 13 Prozent kommen und FDP und Linke mit 5 beziehungsweise 4 Prozent um den Einzug in den Landtag bangen müssen, würde es für eine rot-grüne Koalition reichen.Könnten die Bürger in Rheinland-Pfalz ihren Ministerpräsidenten direkt wählen und zwischen Amtsinhaber Kurt Beck (SPD) sowie Julia Klöckner (CDU) entscheiden, käme Beck auf 49 Prozent der Stimmen. 33 Prozent würden sich für CDU-Landeschefin Julia Klöckner entscheiden.

Jörg Schönenborn, WDR-Chefredakteur Fernsehen und ARD-Wahlexperte, sagte, die Vorwahlumfragen aus dieser Woche stünden stark unter dem Eindruck der dramatischen Ereignisse in Japan und der gravierenden innenpolitischen Folgen. "Die Stimmung in beiden Ländern ist alles andere als gefestigt. Damit gilt für diese Umfragen einmal mehr: Sie sind keine Vorhersage für den Wahlausgang, sondern geben das Meinungsbild in den Tagen der Befragung wieder."

Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen vom 14. bis 17. März in beiden Ländern jeweils 1250 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Fehlertoleranz: 1,2 Punkte bei einem Anteilswert von 5 Prozent; 2,8 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent.

mai/DPA DPA

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