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Die Morgenlage "Ich habe fast meine Tochter getötet!" – Kanye West bricht bei erstem Wahlkampfevent in Tränen aus

Morgenlage - Kanye West
US-Rapper Kanye West während der Veranstaltung in Charleston
© Richard Ellis / Picture Alliance
EU-Sondergipfel wird erneut verlängert +++ Saudi-Arabiens König Salman im Krankenhaus +++ Nach Krawallen in Frankfurt: Polizei und Stadt beraten über Maßnahmen +++ Die Nachrichtenlage am Montag.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

die 27 Staats- und Regierungschefs des EU-Sondergipfels zum Corona-Rettungsprogramm müssen nachsitzen: Die Staaten scheinen einem Kompromiss zwar nähergekommen zu sein, dennoch wurden die Gespräche am Morgen unterbrochen und sollen nun am Nachmittag weitergeführt werden. In den USA haben sich indes erneut mehr als 60.000 Menschen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert, wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität hervorging. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

EU-Sondergipfel wird erneut verlängert

Der EU-Sondergipfel zum Corona-Hilfspaket geht abermals in die Verlängerung. Die Gespräche wurden am frühen Morgen unterbrochen und sollen am Nachmittag um 14 Uhr aufgenommen werden. Dies teilte der Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mit. Damit läuft das Treffen der 27 Staats- und Regierungschefs bereits zwei Tage länger als geplant.

Wieder mehr 60.000 neue Coronavirus-Infektionen in den USA

In den USA hat die Zahl der verzeichneten Neuinfektionen mit dem Coronavirus am sechsten Tag in Folge bei mehr als 60.000 gelegen. Wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Sonntagabend (Ortszeit) hervorging, wurden binnen 24 Stunden weitere 63.872 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der Infektionen im Land nahm damit auf rund 3,762 Millionen zu.

Zudem wurden nach Angaben der Universität weitere 514 Todesfälle binnen eines Tages registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in den USA stieg damit auf 140.474.

Saudi-Arabiens König Salman im Krankenhaus

Der saudische König Salman ist in Riad ins Krankenhaus gebracht worden. Nach einer Mitteilung des Hofs seien bei ihm Untersuchungen wegen einer Gallenblasenentzündung notwendig geworden, berichtete die Staatsagentur SPA ohne weitere Angaben. Über den Gesundheitszustand des 84-Jährigen gibt es immer wieder Spekulationen. Kronprinz Mohammed bin Salman ist der faktische Herrscher Saudi-Arabiens und würde König Salman bei dessen Tod vermutlich auf den Thron folgen.

Bislang größte 3D-Karte des Universums veröffentlicht

Astrophysiker aus aller Welt haben die bislang größte dreidimensionale Karte des Universums veröffentlicht. Für die Mammutarbeit waren mehr als vier Millionen Galaxien und Quasare - also Kerne von Galaxien - analysiert worden, wie beteiligte Wissenschaftler erläuterten. Die Karte zeige die "bislang kompletteste Geschichte der Expansion des Universums", sagte Will Percival von der Universität im kanadischen Waterloo.

Die Karte ist das Produkt einer mehr als 20-jährigen Kooperation zwischen hunderten Forschern von rund 30 Einrichtungen. In jenem Teil, der sich auf einen Zeitraum vor nur rund 380.000 Jahren bezieht, sind die Streifen aus Materie und Leere zu sehen, welche die Struktur des Universums definieren.

Tränen und Chaos bei Kanye Wests erster Wahlkampfveranstaltung

Rap-Star Kanye West, der nach eigenen Angaben für das Amt des US-Präsidenten kandidieren will, hat seine erste Wahlkampfveranstaltung abgehalten. Sie verlief – wie schon seine vorherigen Ansagen zu seinen angeblichen Präsidentschaftsambitionen – chaotisch. West brach während des Auftritts am Sonntag im Bundesstaat South Carolina in Tränen aus, als er erzählte, dass sein Vater ihn habe abtreiben lassen wollen.

"Meine Mutter hat mein Leben gerettet", sagte der 43-Jährige. Er erzählte dann auch noch, dass er selbst bei seiner Frau Kim Kardashian auf eine Abtreibung gedrungen habe, als der Reality-TV-Star mit North – der ältesten Tochter des Paares – schwanger war. "Ich habe fast meine Tochter getötet! Ich habe fast meine Tochter getötet!" rief West aus.

Zu der Wahlveranstaltung des Rappers in Charleston waren nur geladene Gäste zugelassen. West trug eine kugelsichere Weste mit der Aufschrift "Sicherheit". Die Teilnehmer mussten sich laut US-Medienberichten in einer schriftlichen Erklärung dazu verpflichten, während der Veranstaltung Masken zu tragen und Abstand zu anderen Gästen zu halten.

Mars-Mission der Emirate nach zweimaliger Verschiebung gestartet

Nach zweimaligem Aufschub wegen schlechten Wetters ist die erste Mars-Mission der Vereinigten Arabischen Emirate gestartet. Eine japanische Rakete mit der Mars-Sonde "Al-Amal" ("Hoffnung") an Bord hob in der Nacht zum Montag um 23.58 Uhr MESZ vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima ab. Fast genau eine Stunde nach dem Start koppelte sich die Sonde dann erfolgreich von der Trägerrakete ab - was Applaus im japanischen Kontrollzentrum auslöste.  

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Nach Krawallen in Frankfurt: Polizei und Stadt beraten über Maßnahmen

Nach den Krawallen in der Nacht zum Sonntag treffen sich am Vormittag Vertreter der Stadt Frankfurt und der Polizei zu einer Sicherheitskonferenz. Frankfurts Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) hat nach eigenen Angaben unter anderem Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), den Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill, die Ordnungsbehörde und das Gesundheitsamt zu einem Gespräch in den Römer eingeladen.

Stutthof-Prozess: Verteidiger von früherem KZ-Wachmann soll plädieren 

Am voraussichtlich vorletzten Verhandlungstag im Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann des früheren KZ Stutthof soll am Vormittag dessen Anwalt sein Plädoyer halten. Dem 93-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vorgeworfen. Der Staatsanwalt hat eine Jugendstrafe von drei Jahren Haft gefordert. Der Angeklagte wird am Montag auch die Gelegenheit zu einem letzten Wort bekommen. 

Coronavirus: Frankreich führt Maskenpflicht im Handel ein

Seit Mitternacht gilt in Frankreich eine Maskenpflicht in öffentlichen geschlossenen Räumen. Dazu gehören unter anderem Geschäfte, Banken und Markthallen. Bei einer Missachtung droht ein Bußgeld von 135 Euro. Auch im öffentlichen Transport muss eine Maske getragen werden.

Brexit-Unterhändler läuten neue Gesprächsrunde in London ein

Die Unterhändler der EU und Großbritanniens, Michel Barnier und David Frost, läuten mit einem gemeinsamen Dinner eine neue Runde der Gespräche über ein Brexit-Anschlussabkommen ein. Von Dienstag bis Donnerstag soll wieder über Themen wie fairen Wettbewerb, Warenhandel, Fischerei und anderes gesprochen werden.

Jury zeichnet "Spiel des Jahres 2020" aus

Eine Jury zeichnet in Berlin wieder das "Spiel des Jahres" aus. Nominiert sind 2020 drei Titel: "My City" von Reiner Knizia, "Nova Luna" von Uwe Rosenberg und Corné van Moorsel und "Pictures" von Daniela und Christian Stöhr.

Weitere Nachrichten lesen Sie hier bei stern.de. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre stern-Redaktion

wue / mod DPA AFP

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