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1900: Zeittafel

1950

26. Januar: Indien erklärt die endgültige Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien.

15. Juni: Mit 220 gegen 152 Stimmen, vor allem aus den Reihen der SPD, beschließt der Bundestag den Beitritt zum Europarat.

25. Juni: Nordkoreanische Truppen überschreiten den 38. Breitengrad nach Südkorea, der nach dem Ende des Krieges als Begrenzung der Einflusssphären der USA und der Sowjetunion festgelegt worden ist. Ausbruch des Koreakrieges.

25 Juli: Walter Ulbricht wird auf der ersten Sitzung des neu gegründeten Zentralkomitees der SED in Ost-Berlin zum Generalsekretär gewählt.

1951

18. April: In Paris unterzeichnen die Außenminister von sechs Staaten das Abkommen über die Montanunion, die die Bildung einer »Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl« zum Ziel hat.

2. Mai: Der Ministerrat des Europarats beschließt, die Bundesrepublik zum Vollmitglied zu berufen.

9. Mai: Die Westmächte beschließen die Beendigung des Kriegszustandes mit Deutschland.

24. Oktober: US-Präsident Truman proklamiert das Ende des Kriegszustandes mit Deutschland.

1952

6. Mai: Bundespräsident Theodor Heuss erklärt die dritte Strophe des Deutschlandliedes zur Nationalhymne.

26. Mai: Unterzeichnung des Vertrages über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und des Generalvertrages: Damit erreicht die von Adenauer betriebene Politik der Westintegration ihren vorläufigen Höhepunkt.

30. Juni: Die Leistungen aus dem Marshall-Plan für Europa werden eingestellt.

12. Dezember: Zwölf afrikanische und asiatische Staaten erklären auf einer Konferenz in Kairo ihren Willen zu »blockfreier« Zusammenarbeit, um sich aus der Konfrontation der beiden Supermächte herauszuhalten.

1953

5. März: Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili, genannt Stalin, erliegt 74-jährig einem Gehirnschlag.

29. Mai: Im zweiten Anlauf gelingt es dem Neuseeländer Edmund Hillary und seinem nepalesischen Sherpa, den höchsten Berg der Welt, den 8849 Meter hohen Mount Everest, zu besteigen.

17. Juni: In zahlreichen Städten der DDR entzündet an der sich dramatisch verschlechternden Versorgungslage der Bevölkerung ein Aufstand gegen das SED-Regime. Er wird von der herbei gerufenen sowjetischen Armee blutig niedergeschlagen.

16. November: Der Interzonenpasszwang für das Gebiet der Bundesrepublik wird von den Alliierten aufgelöst. Eine Woche später zieht auch die DDR-Regierung nach.

1954

25. März: Die Sowjetunion erkennt die DDR als souveränen Staat an. Diplomatische Beziehungen werden zwar aufgenommen, aber die UdSSR behält sich das Recht vor, weiterhin Truppen in der DDR stationieren zu dürfen.

17. Mai: Der Oberste Gerichtshof der USA hebt die Rassentrennung in den Schulen auf.

2. Oktober: Auf der Pariser Konferenz der 14 Nato-Staaten wird Deutschland zu einem Beitritt zum westlichen Bündnis eingeladen. Die Bundesrepublik wird wiederbewaffnet.

23. Oktober: Mit ihrem Beitritt zur »Westeuropäischen Union« (WEU) ist die Westintegration der Bundesrepublik, aber auch die Spaltung Deutschlands vollzogen. Die drei Westmächte beschließen das Ende der Besatzung.

1955

25. Januar: Die Sowjetunion erklärt den Kriegszustand mit Deutschland für beendet.

5. Mai: Die Besatzungszeit in den drei ehemaligen Westzonen wird formell beendet. Zehn Jahre nach der deutschen Kapitulation enden damit die Formen der unmittelbaren Kontrolle durch die Siegermächte.

14. Mai: Als Reaktion auf die Aufnahme der BRD in die NATO am 9. Mai schaffen sich die sozialistischen Staaten ein gemeinsames militärisches Oberkommando, den »Warschauer Pakt«. Sitz des Bündnisse ist Moskau.

15. Mai: Das seit dem Weltkrieg in vier Besatzungszonen geteilte Österreich erhält mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages in Wien seine Souveränität.

4. Juli: Im Berner Wankdorfstadion wird die deutsche Fußballnationalmannschaft mit einem 3:2 Sieg gegen den hohen Favoriten Ungarn zum ersten Mal Weltmeister.

13. September: Adenauer erreicht in Moskau die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion sowie die Rückkehr deutscher Kriegsgefangener.

1956

25. Februar: In einer Rede vor dem XX. Parteitag der KPDSU bricht ihr Erster Sekretär, Nikita Chruschtschow, mit der stalinistischen Vergangenheit.

9. Juli: Unter heftigen Debatten im Land wird das Wehrpflichtgesetz vom Bundestag verabschiedet. Die allgemeine Wehrpflicht wird eingeführt.

17. August: Nach einem fünfjährigen Verfahren verbietet das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD).

24. Oktober: In der ungarischen Hauptstadt Budapest bricht nach Massenkundgebungen und Demonstrationen ein Volksaufstand aus. Verlangt werden unter anderem der Abzug der sowjetischen Truppen, die Abschaffung der Zensur, freie Wahlen und die Einführung eines Mehrparteiensystems. Nach zwei Wochen wird der Widerstand vom sowjetischen Militär gebrochen.

29. Oktober: Nach Verstaatlichung der Suezkanalgesellschaft durch Ägyptens Präsident Nasser beginnen Israel sowie England und Frankreich den »Suezkrieg« gegen Ägypten.

1957

1. Januar: Frankreich gibt offiziell das Saarland an Deutschland zurück. Die Bevölkerung hatte sich in einer Volksentscheidung zwei Jahre zuvor für die Rückkehr ausgesprochen.

25. März: In Rom werden von den Regierungschefs der sechs Mitgliedstaaten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atombehörde (EURATOM) gegründet. Die EWG als Erweiterung der Montanunion hat das Ziel, für alle Waren und Dienstleistungen einen gemeinsamen europäischen Markt zu schaffen.

4. Oktober: Erstmals gelingt es sowjetischen Wissenschaftlern, einen Flugkörper zu starten, den »Sputnik 1«, der außerhalb der Erdatmosphäre als künstlicher Satellit eine Kreisbahn um die Erde beschreibt.

1958

2. März: Einer britischen Südpolarexpedition unter der Leitung von Vivian Fuchs gelingt die erste Durchquerung der Antarktis.

27. November: Die Sowjetunion kündigt das Potsdamer-Abkommen, alle aus der Nachkriegszeit stammenden Vereinbarungen über Berlin.

10. Dezember: Auf Druck des Sowjetregimes gibt Literaturnobelpreisträger Boris Pasternak in einem in der Geschichte der Nobelpreise einzigartigem Vorgang seine Auszeichnung wieder zurück.

1959

1. Januar: Mit der Flucht von Fulgencio Batista, dem diktatorisch regierenden Präsidenten von Kuba, übernehmen die Rebellen unter der Leitung von Fidel Castro die Macht auf der Karibikinsel.

10. März: Blutiger Aufstand im seit 1951 von China besetzten Tibet: Nach der Unabhängigkeitserklärung am 19. März gelingt es der chinesischen Armee, den Aufstand niederzuschlagen. Der Dalai Lama flieht nach Indien.

1. Juli: Im zweiten Wahlgang wird der bisherige Landwirtschaftsminister Heinrich Lübke (CDU) zum neuen Bundespräsidenten gewählt.

15. November: Die SPD verabschiedet auf einem außerordentlichen Parteitag in Bad Godesberg ein neues Grundsatzprogramm, mit dem sie sich zu einer Volkspartei wandeln will.