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+++ Liveticker zur WM-Eröffnung +++: São Paulo feiert farbenfrohen WM-Start

In wenigen Minuten steigt in São Paulo das Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien. Vor der Partie ging die Polizei hart gegen Demonstranten vor. Alle Infos im stern-Ticker.

+++ Brasilien läuft mit Luis Gustavo auf +++

Die Aufstellungen zur Partie sind nun da. Brasilien eröffnet das Heimturnier mit folgender Mannschaft: Júlio César; Alves, Thiago Silva, David Luiz, Marcelo; Luis Gustavo, Paulinho; Oscar, Hulk, Neymar; Fred.

Bundesliga-Start Luis Gustavo vom VfL Wolfsburg gehört also zur ersten Elf, Dante vom FC Bayern sitzt hingegen zunächst auf der Bank. Auch bei den Kroaten stehen zwei Wolfsburger auf dem Feld. Ivica Olić im Sturm und Ivan Perišić im Mittelfeld sind dabei, auch hier muss ein Bayer zuschauen: Mario Mandzukic ist wegen einer Roten Karte in der Qualifikation heute noch gesperrt. Hier die Aufstellung der Kroaten:

Pletikosa; Srna, Ćorluka, Lovren, Vrsaljko; Modrić, Rakitić, Perišić, Brozović; Olić, Jelavić.

+++ Pitbull und Jennifer Lopez feiern WM-Start +++

Der Ball rollt zwar erst in etwas über einer Stunde, aber São Paulo hat die WM mit einem bunten Spektakel bereits eingeläutet. Die Zeremonie vor etwa 62.000 Zuschauern, darunter auch Präsidentin Dilma Rousseff, ist im Corinthians-Stadion zu Ende gegangen. Vor dem Eröffnungsspiel sorgten mehr als 600 Künstler für ordentlich Stimmung. Ihre Kostüme symbolisierten unter anderem die brasilianische Natur. Symbolisch führte ein querschnittsgelähmter Mann in einem neuartigen Roboteranzug, der ihm zu Bewegung verhilft, den Anstoß aus. Anschließend heizten Pitbull, Jennifer Lopez und die brasilianische Sängerin und Schauspielerin Claudia Leitte den Fans ein. Wehrmutstropfen: Für die Zuschauer an den Fernsehbildschirmen klang der WM-Song "We are One" recht dumpf. Tonprobleme ausgerechnet vor dem Start des Turniers ...

+++ Eröffnungsfeier in São Paulo läuft +++

Um Punkt 20.14 Uhr, Ortszeit 15.14 Uhr ist die Eröffnungsfeier gestartet. Die Natur Brasiliens präsentieren Künstler in bunten Kostümen nun zunächst. Amazonas, Blumen und auch die indigenen Völker werden gewürdigt. Das Stadion ist noch nicht ganz gefüllt, aber vor der Arena warten noch viele Menschen auf Einlass. Währenddessen tanzen auf dem Feld die Bevölkerungsgruppen des Landes ihre Tänze, dazu erklingt Samba-Musik. Im Backstage-Bereich bereiten sich Sänger Pitbull, US-Star Jennifer Lopez und Claudia Leitte auf ihren Auftritt vor. Sie werden gleich die offizielle WM-Hymne "We are One" singen.

+++ Fans strömen ins Stadion von São Paulo +++

Die Straßen und U-Bahnen São Paulos sind voll, die Menschen strömen zum Stadion. Dort füllen sich die Ränge nun auch, natürlich überwiegend in den Farben gelb und grün. Bei der Eröffnungsfeier werden gleich über 60.000 Fans, acht Staatspräsidenten und Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon Platz nehmen. Nach den Protesten am Nachmittag herrscht nun Feierstimmung in der Metropole, die Menschen tanzen bereits ausgelassen. Die Nationalmannschaft ist ebenfalls auf dem Weg zur Arena, wird dabei von der Polizei eskortiert.

+++ Festnahmen bei Protesten in Rio de Janeiro +++

Nach den Protesten in São Paulo ist es nun auch in Rio de Janeiro zu Demonstrationen gekommen. Hunderte WM-Gegner beteiligen sich an einem Marsch im Zentrum der Stadt, etwa zehn Kilometer vom Fifa-Fanfest an der Copacabana entfernt. Die Polizei ist mit einem massiven Aufgebot vor Ort. Es gab bislang mindestens drei Festnahmen. An der Copacabana selbst herrscht aber ausgelassene Karnevalsstimmung. Tausende Fans aus vielen WM-Teilnehmerländern ziehen singend mit Fahnen und Nationaltrikots über die Strandpromenade.

+++ Randalierer errichten brennende Straßenbarrikaden +++

Eskalation vor der WM-Eröffnung: Maskierte Randalierer haben in der WM-Eröffnungsstadt São Paulo nur Stunden vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft brennende Straßenbarrikaden errichtet. Sie knickten Straßenschilder um, rissen Mülleimer aus den Halterungen und zündeten Müll auf der Straße an. Zudem bewarfen sie Polizisten mit Steinen. Die Sicherheitskräfte reagierten am Donnerstag mit Tränengasgranaten und Gummigeschossen. Die Polizei war mit vielen Einsatzkräften vor Ort. Präsidentin Dilma Rousseff hatte erst am Mittwoch betont, dass es gegenüber Randalierern keine Rücksichtnahme geben werde. Bei den Protesten soll es mehrere Verletzte gegeben haben, darunter eine CNN-Journalistin.

stern-Korrespondent Jan-Christoph Wiechmann ist beim Eröffnungsspiel vor Ort. Er berichtet, dass vor dem Stadion von den Protesten nichts zu merken ist: "Sehr gute Stimmung am Stadion. Fans in allen Verkleidungen. Die Häuser geschmückt. Plötzliche Euphorie."

+++ Polizei geht gegen Demonstranten vor +++

Wenige Stunden vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ist die Polizei in der Stadt São Paulo mit Blendgaranten und Gummigeschossen gegen WM-Gegner vorgegangen. Dutzende Demonstranten versammelten sich am Donnerstag bei einer U-Bahnstation und wollten mit einem Transparent mit der Aufschrift "Wenn wir keine Rechte haben, wird es keine Meisterschaft geben" zum Corinthians-Stadion marschieren. In der Arena finden am Abend die WM-Eröffnungsfeier und das Auftaktspiel Brasilien gegen Kroatien statt.

Wer wird Weltmeister?

+++ 22 Grad, kein Regen: Das Wetter spielt mit +++

Brasilien und Kroatien können heute mit optimalen Wetterbedingungen rechnen. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt nach Angaben von Meteorologen bei etwa fünf Prozent, und die Temperaturen werden zum Anpfiff so um die 22 Grad liegen.

+++ Brasiliens Fan-Meilen sind bereit +++

Die Fifa-Fanfest-Meilen in Brasilien sind startklar. In den meisten der zwölf WM-Spielorte werden heute zehntausende Menschen zum Public Viewing des Eröffnungsspiels erwartet. Die Fan-Meile in Rio bietet Platz für bis zu 20.000 Fans, die die WM-Partien auf einem 133 Quadratmeter großen Bildschirm verfolgen können. Vor dem Anpfiff treten Musikbands auf. Am Zuckerhut werden zur WM etwa 400.000 ausländische Touristen erwartet. In der Amazonas-Stadt Manaus, wo vier Gruppenspiele sttfinden werden, steht den Fußball-Fans ein Gelände direkt am Ufer des Rio Negro zur Verfügung. Zu den größten Fan-Meilen gehören die in Brasília und Fortaleza, die für 50.000 Fans ausgelegt sind. Nur an spielfreien WM-Tagen sollen die Tore geschlossen bleiben.

+++ Vorfreude an der Copacabana steigt +++

An Rios Copacabana herrscht bereits seit Tagen WM-Feststimmung. Restaurants, Kneipen und Straßen sind mit Fahnen und Girlanden in den brasilianischen Nationalfarben Gelb-Grün geschmückt. Tausende Fans aus allen Teilnehmerländern sind gestern bis tief in die Nacht in Nationaltrikots und Landesfahnen über die Strandpromenade gezogen. Einige übernachteten am Strand.

+++ Journalisten berichten von Festnahmen +++

Nach Angaben deutscher Journalisten ist es am Vorabend des Eröffnungsspiels zu mehreren Festnahmen gekommen. Demnach handelte es sich vor allem um Personen, die bereits im Rahmen des Confed-Cups 2013 gegen die Weltmeisterschaft protestiert hatten.

+++ Rousseff duldet keine Randale +++

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff Rousseff macht vor dem Start der Fußball-WM klar, dass die Sicherheitskräfte keine Toleranz im Falle möglicher Krawalle zeigen werden. "Wir sind ein demokratisches Land, und wir respektieren das Recht der Menschen zu demonstrieren", sagt sie. Doch es werde nicht die "geringste Rücksichtnahme" gegenüber Randalierern geben. Die Regierung werde auch "die Sicherheit aller Touristen garantieren".

+++ Flughafen-Streik bislang ohne Auswirkungen +++

Der Streik eines Teils des Bodenpersonals an den Flughäfen von Rio de Janeiro bleibt bislang ohne größere Auswirkungen. Am internationalen Flughafen Galeão sei es in der Nacht zum Donnerstag weder zu langen Schlangen noch größeren Wartezeiten gekommen, berichten örtliche Medien. Zu dem 24-stündigen Ausstand am WM-Eröffnungstag hatte die kleinere Gewerkschaft SIMARJ aus Protest gegen die festgefahrenen Tarifverhandlungen aufgerufen. An dem Streik seien allerdings nur etwa 20 Prozent der Mitarbeiter beteiligt, heißt es weiter. Betroffen ist auch der innerstädtische Airport Santos Dumont.

+++ DiCaprio bei WM-Auftakt dabei +++

Hollywood-Star DiCaprio wird sich einem Bericht der Zeitung "Folha de São Paulo" zufolge das Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien ansehen.

Der US-Schauspieler traf bereits gestern mit 21 Freunden in Rio de Janeiro ein und bezog auf einer Luxusyacht im Hafen Quartier. DiCaprio und seine Entourage logieren demnach auf der "Topaz", die Scheich Mansur bin Sajed al-Nahjan aus Abu Dhabi gehört, dem Besitzer des britischen Fußballklubs Manchester City.

+++ Kirchner hofft auf südamerikanischen Weltmeister +++

Argentiniens Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner will die traditionelle Fußballrivalität mit Brasilien beiseitelegen. Sie hoffe, dass die WM-Trophäe nach dem Turnier in Südamerika bleibe, twittert Kirchner und wendet sich direkt an Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff: "Im Namen aller Argentinier - wir haben keinen Zweifel, dass Brasilien 2014 ein tolles Fest werden wird". Es werde eine WM des Friedens, der Toleranz, der Diversität, des Dialogs und des Verständnisses werden, fügt sie hinzu.

+++ WM ohne Ex-Brasilien-Trainer Zagallo +++

Brasiliens ehemaliger Fußball-Nationaltrainer Mario Zagallo muss wegen starker Rückenschmerzen auf einen Besuch der WM-Eröffnung in São Paulo verzichten, wie sein Sohn Paulo bestätigt. Die Ärzte hatten die Reise verboten. Der 82-jährige habe trotz seiner gesundheitlichen Probleme gehofft, anzureisen, sagt Paulo Zagallo der Tageszeitung "Extra". "Aber es wurde verboten. Er hatte nachts wieder starke Schmerzen und konnte nicht schlafen. Er ärgert sich." Es sei fraglich, ob er überhaupt ein WM-Spiel live verfolgen könne.

+++ Papst wünscht eine WM als Fest der Solidarität unter den Völkern +++

Papst Franziskus wünscht sich die #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/liveticker/liveticker-fussball-wm-2014-alle-partien-der-weltmeisterschaft-live-2113777.html#/live-e731767;Fußball-WM in Brasilien# nicht nur als Sportereignis, sondern als ein Fest der Solidarität unter den Völkern. Es gehe darum, Grenzen der Sprachen, Kulturen und Nationen zu überwinden, hält Franziskus in einer Videobotschaft fest, die vom brasilianischen Radio Globo in der Nacht zum Donnerstag ausgestrahlt wurde. Mit großer Freude wende er sich an alle "lieben Fußballfans", so Franziskus. "Der Sport ist die Schule des Friedens, er bringt uns bei, den Frieden zu errichten."

Der selbst als Fußball-Fan bekannte Argentinier Jorge Mario Bergoglio verweist auf Werte wie Loyalität, Durchhaltevermögen, Freundschaft, das Teilen und die Solidarität. Vom Sport könne man drei Lektionen lernen: die Notwendigkeit des Trainings, das Fair-Play und den Respekt unter den Gegnern.

+++ Public Viewing im Campo Bahia +++

Erst trainieren, dann gemeinsam Fußball schauen: Auch im Campo Bahia steht das WM-Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Brasilien und Kroatien ganz oben auf dem Tagesprogramm der deutschen Nationalmannschaft. "Wir freuen uns alle, dass es losgeht", erklärte Teammanager Oliver Bierhoff. "Wir werden wie immer ein Public Viewing anbieten, das aber nicht verpflichtend machen."

Bevor um 17 Uhr Ortszeit der Anpfiff in Sao Paulo ertönt, wird Joachim Löw die Vorbereitung auf den eigenen WM-Auftakt am Montag in Salvador gegen Portugal vorantreiben. Nach der Übungseinheit am brasilianischen Vormittag wird der Bundestrainer in Santo André seine erste Pressekonferenz im WM-Quartier geben.

+++ Neymar: Werden uns zerreißen +++

Mit einem Sieg im Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Kroatien will Brasilien Kurs auf den sechsten Titel nehmen. "Es sind sieben Schritte. Wir müssen jetzt den ersten gehen. Stufen überspringen können wir nicht", sagte Trainer Luiz Felipe Scolari vor der ersten von sieben möglichen Begegnungen des favorisierten Gastgebers am Donnerstag (22.00 Uhr/ZDF und im Liveticker vom stern) in São Paulo.

Milliarden Fernsehzuschauer werden vor allem auf Brasiliens Stürmer Neymar schauen: Der 22-Jährige vom FC Barcelona soll der Superstar des Turniers werden. "Ich übernehme Verantwortung. Unsere Fans können sicher sein: 23 Krieger werden sich für die Seleção zerreißen und wollen den Titel holen" versprach er und setzt auf die Fans im fußballverrücktesten Land der Welt: "Das Publikum ist unser zwölfter Mann, unser wichtigster Mann."

mod/feh/DPA / DPA

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