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Hintergrund: Der Triumph von 1974

Die Bundesrepublik Deutschland war bereits 1974 Gastgeber einer Fußball-Weltmeisterschaft. Vom 13. Juni bis 7. Juli wurde der 10. Champion seit 1930 ermittelt. Mit der Elf von Bundestrainer Helmut Schön holte sich dabei zum vierten Mal der Gastgeber den Titel.

Deutschland nahm als erstes Team den neuen World Cup in Empfang, der den 1970 von Brasilien endgültig gewonnenen Jules-Rimet- Pokal ersetzte.

Gespielt wurde in neun Städten: Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart - bis auf Düsseldorf sind alle auch im nächsten Jahr wieder dabei. 16 Mannschaften - neben Titelverteidiger Brasilien und Gastgeber BR Deutschland auch Argentinien, Australien, Bulgarien, Chile, Haiti, Italien, Jugoslawien, Niederlande, Polen, Schottland, Schweden, Uruguay, Zaire sowie zum ersten und einzigen Mal die DDR - hatten sich für die WM qualifiziert.

Deutschland schlug die Niederlande

Nachdem der Weltverband FIFA das K.o.-System ab Viertelfinale gestrichen hatte, wurde der Titel nach einem neuen Modus ausgespielt. Nach der üblichen Vorrunde mit vier Gruppen folgte eine Finalrunde, in der acht Teilnehmer in zwei Gruppen die Endspielteilnehmer ermittelten. Die Gruppen-Zweiten spielten um Platz drei, den sich Polen mit einem 1:0 über Brasilien holte. Die Gruppensieger ermittelten am 7. Juli im Münchner Olympiastadion den Weltmeister: Deutschland schlug die Niederlande 2:1.

Insgesamt 1 774 022 Zuschauer verfolgten nach FIFA-Angaben die 38 Spiele, was einem Durchschnittsbesuch von 46 685 entspricht. 97 Tore wurden erzielt, mit sieben Treffern wurde der Pole Grzegorz Lato Torschützenkönig. Das wichtigste Tor erzielte Gerd Müller mit dem 2:1-Siegtreffer im Finale - der "Bomber der Nation" ist mit seinen insgesamt 14 Treffern bei den Titelkämpfen 1970 und 1974 noch immer erfolgreichster Torjäger aller Weltmeisterschaften.

DPA

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