2012 beginnt der Generationenwechsel bei den Videospielkonsolen. Den Anfang macht Sony mit seiner tragbaren Playstation Vita, die am 22. Februar auf den Markt kommen wird. Technisch scheint die Hardware ausgezeichnet zu sein. In Zeiten leistungsfähiger Smartphones stellt sich aber die Frage, ob es genügend Hardcore-Gamer auf der Welt gibt, die mindestens 250 Euro (plus Geld für Spiele) ausgeben, um unterwegs daddeln zu können. Es könnte sein, dass 2012 den Anfang vom Ende der tragbaren Konsolen markiert und die Playstation Vita und der schon länger erhältliche Nintendos 3DS die letzten ihrer Art sind.
Irgendwann in der zweiten Hälfte des Jahres wird Nintendo seine Wii U auf den Markt bringen, den Nachfolger der erfolgreichen, mehr als fünf Jahre alten Wii-Konsole. Nintendo verfolgt seinen eigenwilligen Weg weiter und stattet die Wii U mit einem Controller aus, der neben den üblichen Knöpfen auch einen 6,2 Zoll großen Touchscreen umfasst. Der zweite Bildschirm soll das Spielerlebnis auf dem großen Fernseher um zusätzliche Elemente wie zum Beispiel Karten erweitern. Die Wii U wurde 2011 vorgestellt, auf der Computerspielemesse E3 in Los Angeles im Juni dieses Jahres soll die endgültige Version gezeigt werden.
Neue Hardware von Sony und Microsoft wird höchstwahrscheinlich nicht in diesem Jahr in die Läden kommen, doch in der Gerüchteküche wird erwartet, dass zumindest einer der beiden Big Player einen ersten Blick auf seine Konsole der nächsten Generation erlauben wird. Die Zeit wäre reif: Microsofts Xbox 360 wurde im Dezember 2005 vorgestellt, Sonys Playstation 3 folgte knapp ein Jahr später. Über die Leistungsfähigkeit der Neulinge wird ebenso viel spekuliert wie über den möglichen Namen des Xbox-360-Nachfolgers. Niemand zweifelt allerdings daran, dass die Japaner ihr Produkt Playstation 4 nennen werden. Mögliche Zeitpunkte für die Präsentation einer neuen Superkonsole sind die E3-Messe oder die Tokio Game Show im September. Wenn es denn passiert.