Leverkusen doch wieder nur "Vizekusen"

15. Januar 2010, 12:14 Uhr

Die Fußball-Bundesliga startet in die Rückrunde. Selten zuvor waren die Spitzenpositionen so eng umkämpft. stern.de analysiert die Lage der sechs Top-Teams und wagt eine Prognose für den weiteren Saisonverlauf. Von Klaus Bellstedt und Felix Haas

Spannung-Pur vor dem Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga. Mit Leverkusen steht ein Team an der Tabellenspitze, das dort die wenigsten erwartet hätten. Schalke und Bayern befinden sich in Lauerstellung und wollen Boden gut machen. Und was ist mit dem HSV, Dortmund und Bremen? Können die drei Teams noch in den Titelkampf eingreifen? stern.de analysiert bis zum Rückrundenstart am Freitag in drei Folgen die Lage der besten sechs Bundesliga-Teams.

Bayer Leverkusen

So lief die Vorbereitung: Erfolgstrainer Jupp Heynckes hat sein Team in Leverkusen auf die Rückrunde vorbereitet und verzichtete auf ein Trainingslager in Südeuropa. Das kann man jetzt so und so beurteilen: Einerseits waren die winterlichen Bedingungen in Deutschland mit Schneemassen und Dauerfrost für bestimmte Trainingsformen nicht wirklich ideal. Andererseits hatten die Spieler - im Gegensatz zur Mehrheit der anderen Bundesliga-Kollegen - nicht mit einem brutalen Klimawechsel zu kämpfen. Den Ernstfall für den Rückrunden-Auftakt am 16. Januar gegen den FSV Mainz konnte Bayer übrigens für sich entschieden. Beim niederländischen Tabellenführer Twente Enschede gewann der Bundesliga-Spitzenreiter durch Tore von Stefan Kießling und Eren Derdiyok.

Das läuft gut: Bayer hat zwar in der Winterpause nicht eingekauft, aber dennoch freut sich Jupp Heynckes über vier hochkarätige "Neue": Kapitän Simon Rolfes, der sich im Oktober am Knie operieren lassen musste, absolvierte die gesamte Rückrunden-Vorbereitung problemlos. Zurück ist auch der Brasilianer Renato Augusto, der in seiner Heimat eine Wadenblessur auskuriert hat. Angreifen will zudem Patrick Helmes. Der Stürmer konnte nach einem Kreuzbandriss bereits in der Hinrunde zwei Kurz-Einsätze absolvieren. Nicht zu vergessen Michael Kadlec. Der linke Verteidiger hat seine Langzeitverletzung ebenfalls überwunden und steht Gewehr bei Fuß. Alle vier sind bei fittem Zustand Kandidaten für die Startelf.

Das muss besser werden: Wer ungeschlagen die Hinrunde übersteht, die wenigsten Gegentreffer (13) aller Konkurrenten kassiert und auch im Offensivbereich mit 35 erzielten Toren den Ligabestwert hält, der muss sich nicht verbessern. Die Kunst besteht vielmehr darin, das Geleistete zu wiederholen.

Auftaktprogramm: FSV Mainz 05 (H) Hoffenheim (A) SC Freiburg (H)

Prognose: Dank Trainerfuchs Jupp Heynckes stürzt Leverkusen dieses Mal nicht in der Rückrunde ab. Auch der qualitativ hochwertige und ausgeglichene Kader spricht für eine Fortsetzung des Höhenfluges - zumal wichtige Spieler wie Rolfes und Helmes nun auch wieder mit an Bord sind. Zum ganz großen Wurf, sprich Meisterschaft, wird es aber wieder nicht reichen. Weil Bayern München in einem engen Meisterschaftsrennen ganz einfach über mehr Erfahrung verfügt. Aber Platz zwei ist ja auch nicht schlecht.

Von Klaus Bellstedt

Schalke 04

So lief die Vorbereitung: Schalke flüchtete vor dem Winter in Deutschland und flog für's Trainingslager ins spanische Chiclana de la Frontera. Dort holte Coach Felix Magath in gewohnhter Manier die Medizin-Bälle hervor und ließ seine Stars am Strand schufften. Die nötige Fitness sollten die Schalker-Spieler zum Rückrundenauftakt also haben. Neben kräftezehrenden Übungen stand für die Schalker aber vor allem die Integration von insgesamt sieben Neuzugängen auf dem Plan. Den Testspielen kam also eine wichtige Funktion zu. Gegen einen spanischen Fünftligisten Conil CF gewann man standesgemäß 14:0. Gegen Fortuna Düsseldorf gab es ein Torfestival, Endstand 5:5. In Hamburg setzte es gegen den FC St.Pauli die einzige Pleite der Vorbereitung. Am Ende hieß es 0:2.

Das läuft gut: Schalkes Trumpf in der Hinrunde war die geschlossene Mannschaftsleistung. Magath hat seiner Elf eingeimpft, dass man durch Fitness und Kampf die meisten Spiele gewinnt. Das hat die Truppe verinnerlicht. Zudem konnte Magath bringen, wen er wollte. Meistens überzeugten seine Spieler auf Anhieb. Ob die jungen Matip, Moritz, Kenia und Holtby, oder die erfahrenen Kuranyi, Bordon, Westermann und Rafinha - sie alle fanden unter Magath zu ihren Leistungsgrenzen.

Das muss besser werden: So verbissen sich die Königsblauen in die Zweikämpfe stürzen, so ungeschickt agieren sie im Offensivspiel. Muss die Magath-Elf das Spiel machen, hat sie Probleme. So entstanden Heimniederlagen gegen Freiburg und Wolfsburg. In der Rückrunde empfangen die Schalker von den Top-Clubs noch Bayern, Bremen und Dortmund in der heimischen Arena. Im Offensivspiel muss sich das Team also noch deutlich steigern, wenn es in Sachen Meisterschaft weiter angreifen will. Ein Risiko birgt auch der große Kader - Magath hat jetzt 30 Spieler beisammen. Zwar befindet sich kein Luxusproblem á la Luca Toni im Kader. Doch auch wenn junge Spieler, die extra im Winter verpflichtet wurden, nicht spielen, kann es Kleinkriege und Zerstückelung geben. Magath muss die Zügel noch fester im Griff halten, wenn er seine junge Mannschaft bei Laune halten möchte.

Auftaktprogramm: Schalke hat das vermeintlich leichteste Auftaktprogramm der Spitzenclubs.
Nürnberg (H) Bochum (A) Hoffenheim (H)

Prognose: Es warten viele Hindernisse auf die Königsblauen. Die junge Mannschaft wird Rückschläge erleiden und Träume werden Platzen. Doch mit Magath hat man die personifizierte Erfahrung und Konstanz auf der Trainerbank. Er wird es richten. Für den Titel reicht es zwar am Ende nicht, doch Schalke bekommt die Chance auf die Champions League - in der Qualifikation. Schalke landet auf Rang 3.

Von Felix Haas

Bayern München

So lief die Vorbereitung: Die Bayern reisten traditionell nach Dubai, um sich im Emirat bei Sommerwetter die nötige Fitness für die Rückrunde zu erarbeiten. Auch wenn Coach Louis van Gaal mit den Übungseinheiten sehr zufrieden war und von einer "hervorragenden Arbeit" in Dubai sprach, fällt die Bewertung des Trainingslagers unterm Strich mittelmäßig aus. Der Grund: Superstar Franck Ribéry konnte nicht mit der Mannschaft trainieren und so nach seiner langwierigen Verletzungspause immer noch nicht ins Team integriert werden. Das war van Gaals vorrangiges Ziel. Bei Ribéry zwickten dieses Mal übrigens die Zehen….

Das läuft gut: Auch ohne Ribéry und den Niederländer Arjen Robben spielten die Bayern zum Ende der Hinserie stark auf. Louis van Gaal fand seine beste Elf. Die Mechanismen griffen und das Münchener Kombinationsspiel wurde auch im Angriff schlagkräftig eingesetzt. Die Abwehr hat sich stabilisiert. Van Gaal baut auf van Buyten, Demichelis, Lahm und Badstuber. Diese sehr defensiv orientierte Abwehrvariante ist weiterhin ein Muss - vor allem wenn die Offensivkünstler Ribéry und Robben im Mittelfeld eingesetzt werden. Vorne hat sich das Sturmduo Olic/Gomez prächtig aufeinander eingestellt.

Das muss besser werden: Bei aller Euphorie über den gelungenen Jahresabschluss darf eines nicht vergessen werden: Die Bayern spielten ihre Siegesserie in der Bundesliga ausschließlich gegen Vereine aus der unteren Tabellenhälfte heraus. Gegen die Spitzenteams der Liga spielte das Team von van Gaal zu oft unentschieden (Leverkusen, Schalke, Bremen). In Hamburg verlor man sogar. Wenn die Münchener die Meisterschaft für sich entscheiden wollen, müssen die wichtigen Duelle mit den unmittelbaren Kontrahenten gewonnen werden. Und das wird schwer genug, denn das Team von van Gaal muss gegen Leverkusen, Schalke und Bremen jeweils auswärts antreten. Eine konkrete Problemzone auf dem Feld gibt es auch: Nach der Zwangsversetzung von Philipp Lahm auf die rechte Seite krankt es auf links im Grunde schon seit Saisonbeginn. Aber auch Lahm muss sich mächtig steigern.

Auftaktprogramm: Hoffenheim (H) Bremen (A) Mainz (H)

Prognose: Die Bayern werden nicht durchmarschieren zum Titelgewinn. Dafür warten auch in den anderen Wettbewerben zu harte Spiele. Dennoch: Louis van Gaals Linie wird von den Spielern nun akzeptiert. Der knochige Niederländer hat dazugelernt. Dazu kommt, dass der faule Apfel Luca Toni aus dem Kader entfernt wurde. Bayerns Kader ist der stärkste der Liga. Mit Robben und Ribéry verfügt der Rekordmeister zudem über zwei Spieler, die in den entscheidenden Spielen den Unterschied ausmachen. Am Ende werden die Bayern Meister - auch weil die Konkurrenz im Schlussspurt wieder mal die nötige Kontinuität vermissen lässt.

Von Felix Haas

Hamburger SV

So lief die Winterpause: Im 2.500 Kilometer entfernten Belek arbeitete die Rumpftrainingsgruppe von Bruno Labbadia unter exzellenten Bedingungen. Die Jungs um Kapitän David Jarolim brachten sogar einen Pokal mit nach Hause an die Elbe. Der HSV sicherte sich in einem legendären Elfmeterschießen gegen Besiktas Istanbul den ersten inoffiziellen Titel des Jahres 2010, den Tuttur-Cup. Die Vertragsverlängerung von Torwart und Führungsspieler Frank Rost hellte das Gemüt des Vorstandsvorsitzenden ebenfalls auf. Aber sonst hatte Bernd Hoffmann eher weniger zu lachen. Da war die Geschichte mit Zé Roberto, der nicht angereist war, sich drei Tage nicht meldete und schließlich am Telefon erklärte, er habe aus dringenden familiären Gründen in Brasilien bleiben müssen. Intern kam das gar nicht gut an - um es mal vorsichtig auszudrücken. Zé Roberto wurde zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verdonnert. Auch die Knöchelverletzung von Überflieger Eljero Elia, der in Belek deshalb meist nur individuell trainieren konnte, nervte die HSV-Verantwortlichen. Genauso wie die auf Eis liegenden Transferverhandlungen mit wichtigen Profis wie Paolo Guerrero oder Jerome Boateng. Warum der hoch veranlagte Abwehrmann Guy Demel für angeblich lediglich 2,2 Millionen Euro noch in der Winterpause zum englischen Premier-League-Club FC Sunderland transferiert wird, bleibt angesichts der Verletztenmisere Hoffmanns Geheimnis.

Das läuft gut: Nach seinem Haarriss im Sprunggelenk hat sich HSV-Star Eljero Elia Stück für Stück wieder an die Mannschaft herangekämpft. Möglich ist jetzt sogar ein Kurzeinsatz beim Rückrundenstart am Samstag gegen Freiburg. "Wir haben die Belastung jetzt täglich gesteigert und absolut richtig dosiert", freut sich Trainer Labbadia über den schnellen Heilungsverlauf, betont aber gleichzeitig: "Wir werden kein Risiko eingehen." Elia steht also bereit, andere Spieler aber auch. Tesche, Torun, Rincon, alles Akteure aus der zweiten Reihe, zogen in Belek vorbildlich mit und stehen gegen Freiburg wohl auch in der Starformation. Natürlich ist und bleibt die Verletztensituation beim HSV dramatisch, aber mit solchen lernwilligen und ehrgeizigen Akteuren in der Hinterhand bleibt das Risiko für den Coach überschaubar. Und möglicherweise tut sich ja noch was in Sachen Transfers. Nach Kicker-Informationen steht der HSV in konkreten Verhandlungen mit ZSKA Moskau wegen einer Ausleihe des international erfahrenen Stürmers Vagner Love. Derzeit ist Vagner Love noch an Palmeiras Sao Paulo ausgeliehen, will den Klub aber möglichst schnell verlassen. Das Leihgeschäft würde den HSV, der einen Ersatz für den verletzten Paolo Guerrero sucht, rund eine Million Euro kosten. In Moskau hat der 25-Jährige noch einen Vertrag bis 2014. Ohne Frage: Kommt Vagner Love, wäre er die große Lösung. Mit großer Perspektive über den Sommer hinaus.

Das muss besser werden: Boateng, Demel, Guerrero: Den HSV beschäftigen gerade zentrale Personalfragen, aber es fehlt nach wie vor ein zuständiger Sportdirektor. Bernd Hoffmann ist ein umtriebiger Vorstandsboss und ein gewiefter Geschäftsmann, der alle finanziellen Angelegenheiten mit den Profis selber bespricht. Das ehrt Hoffmann. Aber klar ist auch, dass die Rothosen - gerade im Hinblick auf die Planung für die kommende Saison - zusätzliche sportliche Kompetenz brauchen. Mehr Kompetenz für mehr Kontinuität, so könnte man es auch formulieren. In den vergangenen sechs Jahren verbrannten die Hamburger sechs Trainer mit sechs unterschiedlichen Spielsystemen. Bruno Labbadia ist auf einem guten Weg, mit einem Sportdirektor an seiner Seite ließe sich der Hamburger Weg im Zweifel noch erfolgreicher gestalten.

Auftaktprogramm: SC Freiburg (H) Borussia Dortmund (A) VfL Wolfsburg (H)

Prognose: Vieles wird davon abhängen, wie lange Hamburgs bester Spieler der Hinrunde, Zé Roberto, noch ausfallen wird und ob der Brasilianer die Form aus 2009 dann auch wieder sofort abrufen kann. Zweifel bleiben. In der Hinrunde hat sich die Mannschaft von Bruno Labbadia von einer Energieleistung zur nächsten aufgeschwungen. Das von Verletzungen gebeutelte Team spielte immer am Anschlag. Kaum vorstellbar, dass das noch einmal gelingt. Zumal mit Spielern im Kader, die zum Teil monatelang verletzt waren und die sich die nötige Wettkampfhärte erst wieder aneignen müssen. Am Ende reicht es für den geplagten HSV immerhin zu einem respektablen 6. Rang.

Von Klaus Bellstedt

Borussia Dortmund

Der BVB startete unterirdisch in die Saison und hat sich nach deutlicher Kritik vorsichtig und klammheimlich an die Spitzengruppe der Bundesliga herangekämpft. Vor allem Torjäger Barrios sorgte mit seinen Treffern dafür, dass Dortmund zum hundertjährigen Vereinsjubiläum auf eine starke Hinrunde zurückblicken durfte. In der Winterpause bereitete sich das Team von Jürgen Klopp im spanischen Marbella auf die Rückrunde vor. Die Testspielergebnisse ließen zu Wünschen übrig. Gegen Borussia Mönchengladbach und Energie Cottbus setzte es zwei Pleiten, gegen Ahlen spielte der BVB nur Unentschieden. Die Borussia sah während der Winter-Transferperiode bisher von Neuverpflichtungen ab.

Die entscheidende Frage ist, ob Dortmund den Aufschwung und die Konstanz mit ins neue Jahr retten kann. Hummels, Sahin, Subotic, Barrios - sie alle sind junge Spieler, die von Euphorie und Erfolg zusätzlich getragen werden dürften. Wichtig bei der Verteidigung der internationalen Ränge wird sein, dass die erfahrenen Spieler wie Kehl und Dede zu alter Stärke zurück finden. Dann steht Klopp eine ausgewogene Elf zur Verfügung.

Bisher hat es Klopp geschafft, sowohl die anfängliche Panik nach dem schwachen Start, als auch die große Euphorie nach Hinrundenende zu drosseln. Im nach Erfolgen lechzenden Dortmund ist das keine Selbstverständlichkeit. Damit die Mannschaft in der Rückrunde erfolgreich arbeiten kann, sollten die Stimmungsschwankungen im Umfeld weiter unterdrückt werden.

In der letzten Saison drehte die Borussia vor allem in der Rückrunde auf und wäre fast noch auf einem Europa-League-Platz gelandet. In Köln hat der BVB am Sonntag zunächst eine gute Gelegenheit, sich im neuen Jahr oben festzubeißen. Am 19.Spieltag steht dann das Duell mit Tabellennachbar Hamburg auf dem Programm. Auch für den BVB heißt es also: Frühzeitig aufstehen.

Prognose: Der BVB hat sich über das gesamte Jahr 2009 enorm stabilisiert. stern.de traut der Borussia zu, die Konstanz zu halten. Am Ende landet Dortmund auf Rang 5.

Von Felix Haas

Werder Bremen

Viel wurde geschrieben über die Rückkehr von Werder in die Spitzengruppe der Bundesliga. Trotz aller Lobeshymnen über das magische Dreieck Marin, Özil und Hunt überwinterte Werder nur auf Platz sechs. Von den zwischenzeitlich gereiften Meisterträumen ist die Elf von Thomas Schaaf zum Rückrundenauftakt somit ein ganzes Stück entfernt. In der Winterpause hat sich Werder in Dubai auf den Rückrunden-Start vorbereitet und nur ein Testspiel absolviert. Im Winter gab es bislang keine Neuverpflichtungen. Was also ist von Werder in der Rückrunde zu erwarten?

Die Mannschaft kann auf konstant hohem Niveau spielen. Vor allem wenn alle Top-Spieler wie Pizarro, Özil und Marin fit sind. In Bestbesetzung ist Werder eines der besten Teams der Liga. Fehlt allerdings ein wichtiger Baustein über einen längeren Zeitraum, könnten die Bremer ganz schnell wieder ins Hintertreffen geraten.

Das Zünglein an der Werder-Waage wird die Defensivarbeit sein. In der ersten Hälfte der Hinrunde funktionierte das Zusammenspiel der Hintermannschaft prächtig. Frings räumte vor der Abwehr auf, Mertesacker und Naldo brillierten mit ihrem Stellungsspiel und konnten so frühzeitig gegnerische Angriffe unterbinden. In den entscheidenden Spielen gegen Schalke und Hamburg trat dann allerdings wieder die Werder-typische Defensiv-Krankheit auf. Kein Biss in den Zweikämpfen und eine Viererkette auf Höhe der Mittellinie. So fängt man sich auch gegen weniger gute Teams tödliche Konter.

In den letzten Jahren ist Werder meist schlecht in die Rückrunde gestartet. Einen schlechten Start aber sollte die Mannschaft von Thomas Schaaf in diesem Jahr unbedingt vermeiden, um nicht frühzeitig den Kontakt zur Spitzengruppe vollends zu verlieren. Das Spiel in Frankfurt könnte somit schon richtungsweisend sein. Denn bereits am 19. Spieltag kommt der FC Bayern zu Besuch ins Westerstadion.

Prognose: Schafft Werder es, die Abwehrarbeit auf einem konstant hohen Niveau zu halten, könnte ein Champions-League-Platz rausspringen. stern.de glaubt allerdings nicht daran. Am Ende landet Werder auf Rang 4.

Von Felix Haas

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KOMMENTARE (7 von 7)
 
silver-quattro3.0 (15.01.2010, 13:59 Uhr)
@admins Vernebelung der Fakten
Würden Sie mir bitte einmal - juristisch fundiert - erklären, worin eine Beleidigungsrelevanz steckt, wenn ich sage: Udo Lattek ist ein Großer, Bellstedt hingegen nicht ?? Das können Sie drehen wie Sie wollen liebe Admin´s. Das riecht nach Willkür ! Und wenn Sie schon regelkonform handeln, müssten Sie Ihren eigenen Post löschen, denn in Ihrer Behauptung:( Zitat: Dass Ihr und unser Verständnis von "Beleidigung" nicht konform geht, haben wir ja bereits bei diversen Gelegenheiten feststellen können.....Zitatende ) liegt in der Tat eine Beleidigungsformel gegen mich. Damit implizieren Sie, ich würde häufig und gerne " beleidigen". Und da können Sie löschen soviel Sie wollen, wenn ich hier z.B. behaupte, Bellstedt hat keinen Fußballsachverstand so ist das meine subjektive Meinung, keinesfalls eine Beleidigung.
Administrator (15.01.2010, 13:48 Uhr)
@silver-quattro3.0
Dass Ihr und unser Verständnis von "Beleidigung" nicht konform geht, haben wir ja bereits bei diversen Gelegenheiten feststellen können. Es gilt nach wie vor: Wenn Sie sich sachlich ausdrücken, können Sie Ihre Meinung hier gern posten - schaffen Sie das nicht, löschen wir gemäß unserer Regeln.
joschitura (15.01.2010, 11:01 Uhr)
Zensur der Adminis
Ach liebe Leute, der stern ist da doch noch recht duldsam. Wer wirklich Zensur in Reinkultur erleben will, sollte mal versuchen bei "focus" was zu posten, was denen nicht in den Kram paßt.
PatZ. (15.01.2010, 10:56 Uhr)
Lev & Schalke
Habe ich was verpasst? Wo sind denn Schalke und Lev, aktuell Platz 1 und Platz 2?
Oder kommen die noch??
silver-quattro3.0 (15.01.2010, 10:39 Uhr)
@Adminis
Langsam treibt Ihr es mit den Löschungen ein wenig zu bunt.Kritische Auseinandersetzungen nicht nur mit dem Artikel, sondern auch mit deren Verfasser ist ein Anliegen der User. Was Ihr macht ist Zensur in Reinkultur.Ich kann keinerlei Beleidigung in den gelöschten Post´s erkennen, folglich sind diese auch nicht löschungswürdig! Ihr macht so lange bis kein User mehr schreibt, es werden ja ohnehin immer weniger. Wir User haben Eure permanente Einmischung langsam satt. Wo leben wir denn ? Ganz gewiß nicht in einem totalitärem Staat. Vieleicht darf ich einmal an die Meinungsfreiheit erinnern? Die von Euch geheiligte Pressefreiheit wird ja auch allenthalben vehement angezeigt. Ein wenig mehr coolness und Gelassenheit würde ich mir von Euch schon wünschen. Sympathisch ist das nicht, was Ihr da so treibt !!!!!!!!!
Logan5 (14.01.2010, 19:47 Uhr)
Bayern kann Meister werden
Luca Toni kam mit van Gaal nicht klar, ist aber ein guter. Erinnert ihr euch noch an seine erste Saison, er traf eigentlich immer zum 1:0, aber so ähnlich ging es auch einem Roy Makaay, plötzlich unbeliebt beim Trainer und tschüss. So ist das eben im Fußball.
Auf der linken Seite gibt es übrigens kein Problem dank Badstuber und auch Pranjic hat ja seine Form entdeckt und könnte auch Linksverteidiger spielen.
Für mich wird entscheidend sein, ob die Taktik beibehalten wird. Es ist eigentlich egal welche gespielt wird, aber die Mannschaft braucht immer einige Wochen, um gut darin zurecht zu kommen.
silver-quattro3.0 (14.01.2010, 18:17 Uhr)
Luca Toni einen faulen Apfel zu nennen........
ist nich nur eine Stilblüte des Artikelschreibers sondern eine eine Unverschämtheit. Aber mit dergleichen Frechheiten muß man sich beim Stern wohl langsam anfreunden. In unserem Verein ( Fc-Bayern )ist man UNISONO der Meinung daß Luca Toni einen tollen Job gemacht hat bis In das Stürmersyndrom erreicht hat. Jeder Stürmer erlebt irgendwann einmal eine Flaute. Deshalb jemanden als faulen Apfel abzuqualifizieren ist schlicht frech! Ich gebe diesem Post vieleicht fünf Minuten zu überleben, bevor die Forenpolizei mit dem Tip_Exlöscher darübergeht. Nur wer Stern-konform postet hat hier ein längeres überleben.
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