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"Ist es auch die richtige Wandlung? Unbedingt! Nur das Fernsehen hat die Macht, den Druck auf die heuchlerische Radszene so stark zu erhöhen, dass auch ein Selbstreinigungsprozess einsetzt", jubelt die "Neue Zürcher Zeitung". Internationale Medien überschlagen sich nach dem Übertragungsstop von ARD und ZDF.
Wirbel im Doping-Sumpf: Bernhard Kohl hat im österreichischen Fernsehen offen über Doping-Handel gesprochen. Nun droht dem besten Bergfahrer der Tour de France 2008 nach dem neuen Anti-Doping-Gesetzes das Gefängnis. Außerdem hat Kronzeuge Patrik Sinkewitz schwere Vorwürfe gegen sein ehemaliges Team Quick-Step erhoben.
Patrik Sinkewitz steckt im Dopingsumpf und bei ARD und ZDF schauen Radsportfans auch in der ersten Reihe in die Röhre. Nicht alle Beteiligten handeln jedoch so konsequent wie die Öffentlich-Rechtlichen. Einige warten lieber auf die B-Probe.
ARD und ZDF schalten sich aus der Tour-de-France aus, das Radsport-Engagement von T-Mobile ist nach dem neuen Doping-Fall in Gefahr: Nach Bekanntwerden der positiven A-Probe von Patrik Sinkewitz wurde umgehend ein Exempel statuiert und der Radsport noch tiefer in die Krise gestürzt.
Tour-Spitzenreiter Michael Rasmussen ist aus der dänischen Nationalmannschaft verbannt worden. Er soll sich mehrfach vor Dopingkontrolleuren versteckt haben. Der Rabobank-Profi wittert Verschwörung. Patrik Sinkewitz hat unterdessen die Öffnung seiner B-Probe beantragt.
Man werde sich von Patrik Sinkewitz trennen, wenn sich der positive Befund bestätige, versichert Bob Stapleton, T-Mobile Teamchef. Doch nach Information des ARD-Magazins "Kontraste" soll der Rennstall bereits Ende Mai über Auffälligkeiten bei Sinkewitz' Dopingkontrollen informiert worden sein.
Wenn Radprofis dopen, riskieren sie ihren Job. Die Doktoren hingegen, die an den Manipulationen kräftig verdienten, müssen nichts fürchten. Sie nutzen rechtliche Schlupflöcher - und praktizieren munter weiter.
Grünes Licht für Andreas Klöden - kein schlechtes Gewissen bei Astana: Der durch die Freiburger Untersuchungs-Kommission belastete 33-jährige Radprofi erhält von seinem Team den Freifahrtschein für die am 4. Juli in Monaco startende Tour de France, obwohl er unter dringendem Doping-Verdacht steht.
Düstere Prognose von Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer: Nach den Doping-Vorwürfen gegen Tour-Etappensieger Stefan Schumacher sieht Holczer für den Radsport in Deutschland keine Zukunft mehr. Im Fernsehen warf er zudem dem Vater von Doping-Sünder Patrik Sinkewitz Erpressung vor.
Am Dienstagnachmittag verkündete die Telekom ihren Ausstieg aus dem Radsport. stern-Redakteur Christian Ewers hat das Team T-Mobile während der gesamten Saison begleitet. Ein persönlicher Rückblick.
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