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Die spektakulärsten Messehallen der IAA: Millionenspektakel

Auch wenn es längst wichtigere Märkte als den in Europa gibt, wird bei keiner Automesse mehr auf den Putz gehauen und posiert als auf der Frankfurter IAA. Die Aufwände der Hersteller sind schlicht gigantisch.

Mercedes am Vorabend der IAA 2013 in der Frankfurter Festhalle

Mercedes am Vorabend der IAA 2013 in der Frankfurter Festhalle

Auch wenn die Neuheiten auf der diesjährigen Internationalen Automobil Ausstellung mehr als überschaubar sind, so hat sich eines nicht geändert: nirgends sind Aufwände und Kosten höher für die Leistungsschau rund um den Frankfurter Messeturm. Schließlich geht es weniger um die Autofans an sich, als viel um eine perfekte Visitenkarte der weltweit operierenden Konzerne. Zudem sollen sich die europäische und insbesondere die deutsche Wirtschaft in strahlendem Glanz präsentieren. Längst haben China und die USA den europäischen Automarkt in die dritte Reihe verbannt. Da muss auf der 66. IAA knapp zwei Wochen lang eben etwas lauter auf die Pauke gehauen werden. Die großen Hersteller kostet das Frankfurter Possenspiel 20 bis 80 Millionen Euro.

Millionenspektakel
Mercedes am Vorabend der IAA 2013 in der Frankfurter Festhalle

Mercedes am Vorabend der IAA 2013 in der Frankfurter Festhalle

Den größten Aufwand betreiben alle zwei Jahre die deutschen Hersteller wie Daimler mit seinen Submarken Mercedes, Smart und AMG, die die ehrwürdige Frankfurter Festhalle zu einem Autotempel der besonderen Art umfunktionieren. BMW hat sich vor Jahren die neue Halle 11 gesichert und die Agora für Audi freigemacht, die hier seither mit zweistelligen Millionenbeträgen eine perfekte Markenwelt mit den vier Ringen kreieren. Auf 12.000 Quadratmetern sowie der 400 Meter langen Fahrbahn stehen der BMW 7er sowie der X1 im Mittelpunkt. Da kommt BMW-Marketingleiter Steven Althaus ins Schwärmen: "Authentische und unverwechselbare Marken, herausragende neue Fahrzeuge und begeisternde Innovationen werden wegweisend inszeniert. Damit schaffen wir ein einmaliges Besuchererlebnis auf der IAA 2015."

Doch es geht auch ein paar Nummern kleiner. Kia hat seine Europa-Zentrale Zaun an Zaun mit dem Frankfurter Messegelände und ist somit der einzige Hersteller mit einer eigenen Zugangstür. Der koreanische Hersteller hat seinen Stand mit der Nummer B03 in Halle 9 aufgebaut. Während Daimler oder Volkswagen drei bis sechs Wochen vorher mit dem Messebau beginnen, starten die Monteure im Kia-Auftrag erst am 4. September, elf Tage vor dem inoffiziellen Messebeginn. Rund um die 18 Kia-Fahrzeuge am Messestand sorgen 28 Hostessen für ein stimmiges Bild. Im Zentrum des Interesses: die beiden Neulinge Sportage und Optima sowie der überarbeitete Ceed. Höhepunkt des Messestands ist eine mächtige Videowand im Format 36 x 6 Meter, die aus 4.778.560 LEDs besteht und somit fast fünf Millionen unterschiedliche Farbnuancen widergeben kann. Jede dieser LED kann mit 16.777.000 unterschiedlichen Farbnuancen angespielt werden. Das wiederum bedeutet, dass es 80.169.901.120.000 (über 80 Billionen) farbliche Möglichkeiten gibt. Die IAA ist eben eine Show wie keine andere.

Der Volkswagenkonzern hat sich innerhalb von drei Wochen Aufbauzeit die Messehalle 3.0 zu Eigen gemacht. Auf exakt 8.893 Quadratmetern zeigen die verschiedenen Konzernmarke die automobile VW-Welt von heute - und morgen. Damit über 50 Fahrzeuge auf dem Stand präsentiert werden können, wurden 200 Kilometer Kabel verlegt und über 200 Tonnen Stahl verbaut. Gleißendes Licht von tausenden von Spots ist selbstverständlich, damit Tiguan, Passat und Golf im rechten Licht parken.

Mercedes zeigt in der Festhalle nach eigenen Aussagen nicht weniger als die Zukunft des Automobils. Dafür braucht der Messebau im Vorfeld der IAA mit seinen 150 Beschäftigen exakt 63 Tage. Mit 9.250 Quadratmetern Standfläche fahren die Stuttgarter noch größer auf als Volkswagen. So werden nach der Media Night am Montag, 14. September, mehr als 70 Fahrzeuge gezeigt. Erscheint der bauliche Aufwand mit mehr als 200 Tonnen bei VW schon gigantisch, verbaut Daimler eine Stahltonnage von 850 Tonnen und versucht die maximale Gebäudehöhe von 18 Metern mit 145 Metern Tragrohr und 2.025 Metern Lamellen perfekt auszunutzen. Die Bühneninszenierung soll von einem Live-Gedanken geprägt sein. Moderatoren stellen die wichtigsten Markenthemen vor und Livemusik sorgt für Unterhaltung. Perfekt in Szene gesetzt von 4.500 Leuchtmodulen und 235 km Kabel.

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Bei Konkurrent Audi haben die Messevorbereitungen ebenfalls 18 Monate vor dem Start der IAA begonnen. In der seit Mitte Juli beginnenden Bauphase sind rund 800 Personen, 40 Gabelstapler und Hebebühnen im Einsatz. Im Innern der eigens aufgebauten Halle gibt es 200 km Kabel, 700 Quadratmeter LED-Fläche und 640 Treppenstufen, die insgesamt 115 Höhenmeter überbrücken, um die 33 ausgestellten Fahrzeuge voneinander zu trennen. Messestars sind Audi A4 / A4 Avant und die Studie eines Elektro-Crossovers. Für Catering, Logistik und Stand sind jeweils 375 Personen im Einsatz. "Noch nie haben wir einen Messeauftritt thematisch so stringent entwickelt wie diesen. Noch nie konnten wir die Innovationen von Audi so detailliert erklären wie auf der IAA 2015. Und gleichzeitig werden wir unseren Besuchern mehr Erlebnis denn je bieten. Diese Verbindung ist einzigartig", sagt Luca de Meo, Marketingvorstand von Audi. Bereits 2011 und 2013 war Audi auf der IAA mit einem eigenen Marken-Gebäude vertreten.

Da geht es bei PSA und seinen zweieinhalb Marken Peugeot, Citroen und DS in Halle 8 schon etwas zurückhaltender zu. Im Fokus des 2.600 Quadratmeter großen Messestandes sind der Peugeot 308 Gti, verschiedene Mobilitätskonzepte und die Konzeptstudie Fractal. Citroen präsentiert gleich nebenan auf 2.000 Quadratmetern die Studie des Cactus M, neue Markentechnologien sowie das Motorengagement in der WTCC, während Partnermarke DS auf 800 Quadratmetern die Neulinge DS4 / DS4 Crossback sowie 60 Jahre Citroen DS in Szene setzt. Damit kann die Show dann endlich beginnen. Bis nach dem 27. September alles wieder in Kisten und Lastwagen verschwindet - bis in zwei Jahren die 67. IAA abgehalten wird.

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?