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Autosalon Genf: Harmonie in Hybrid

Strenge CO₂-Vorgaben aus Brüssel zwingen die Autohersteller zu teurer Öko-Technik. Nie zuvor waren auf der Genfer Automesse so viele Hybridantriebe zu sehen, auch Volkswagen kündigt eine Strom-Armada an. In der Pole Position bei den bezahlbaren Hybriden bleiben jedoch die Japaner.

Von Michael Specht

Ein mildes Lächeln. Ein arrogantes Abwinken. Nett war das nicht, was sich die deutschen Autobosse in den vergangenen zehn Jahren gegenüber Herstellern von Hybridautos geleistet haben. Wieder und wieder redeten sie die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor schlecht. Zu teuer sei dieser Antrieb, zu schwer, zu aufwändig und überhaupt, das alles sei doch ökologische Augenwischerei. Ein Verlustgeschäft zudem. Keiner der Entwicklungschefs gab auch nur mit einer Silbe zu, dass Vordenker wie Toyota und Lexus eigentlich einen guten Job machen, dass sie doch sehr mutig seien, derart hohe Investitionen auf sich zu nehmen, ohne zu wissen, ob der eingeschlagene Weg wirklich der richtige sei.

Touareg und Cayenne teilen sich die Technik

Er scheint es zu sein. Der Hybridantrieb ist dabei, sich auch außerhalb von Japan und Amerika weiter zu etablieren, selbst wenn er in Relation zu den konventionellen Antrieben (Diesel- und Benzinmotoren) noch ein Nischendasein von wenigen Prozent führt. Die strengen CO₂-Vorgaben aus Brüssel zwingen die Hersteller jedoch mehr und mehr – besonders bei größeren Fahrzeugen – auf den Öko-Antrieb zu setzen. Nie zuvor gab es auf dem Genfer Automobilsalon so viele Hybridmodelle zu sehen, wie in diesem Frühjahr. Prominentester Vertreter ist VW. Die Wolfsburger zeigen die zweite Generation ihres Touareg. Der Edel-SUV ist nicht nur 200 Kilo leichter als der Vorgänger und fährt mit deutlich sparsameren Motoren, sondern er ist auch der erste Volkswagen mit Hybridantrieb überhaupt. Rund zwei Kilometer kann der Touareg rein elektrisch bis zu einem Tempo von 60 km/h fahren. Der V6-Benziner mit 333 PS arbeitet so effektiv mit einem 33-PS-Elektromotor zusammen, dass der knapp 2,5 Tonnen schwere Geländewagen den EU-Verbrauchszyklus mit nur 8,2 Litern pro 100 km übersteht. Auf den CO₂-Ausstoß umgerechnet sind dies 193 Gramm je Kilometer. Gleiches gilt für den Porsche Cayenne, ebenfalls in der zweiten Generation und wieder ein Gemeinschaftsprojekt mit VW. Beide kommen in den nächsten Monaten in den Handel. Der Cayenne S Hybrid startet bei 78.636 Euro, der Touareg bei 73.500 Euro.

BMW mit Fünfer-Hybrid

Zeitgleich schickt auch BMW zwei Hybride an den Start. Die Siebener-Limousine als "milden" Hybrid, bei dem der E-Motor lediglich bei der Beschleunigung (Boost-Effekt) hilft und im Schubbetrieb die Batterie lädt, und das Gelände-Coupé X6, dessen Full-Hybridtechnik noch aus dem Gemeinschaftsprojekt "Global Hybrid Alliance" stammt, das BMW einst mit DaimlerChrysler und General Motors eingegangen war. Zusammen wollte man so etwas wie den Super-Hybriden entwickeln. Einerseits, um der japanischen Vormacht Paroli bieten zu können, andererseits, um sich nicht länger vorwerfen lassen zu müssen, man befände sich in Sachen Hybridantrieb noch immer im Tiefschlaf.

Offiziell noch als Studie deklarieren die Bayern ihren Fünfer-Hybrid. Hier ist ein Sechszylinder-Twinturbo-Benziner (306 PS) mit einem 55 PS starken E-Motor kombiniert. Dazu kommen Achtgangautomatik und Start-Stopp-System sowie eine im Heck liegende Lithium-Ionen-Batterie. Der Fünfer-Hybrid ist, anders als sein Siebener-Bruder, als Vollhybrid ausgelegt, kann sich also morgens auch ein paar Kilometer rein elektrisch aus der Siedlung schleichen. Mit einer Serienversion rechnen Experten bereits nächstes Jahr. Damit wäre der Fünfer dann Deutschlands erste Vollhybrid-Limousine.

Plug-in-Hybrid von Mercedes

Konkurrent Daimler gebührt dafür die Ehre, zumindest den ersten deutschen Mild-Hybrid auf die Straße gebracht zu haben. Seit Sommer 2009 gibt es den S 400 Hybrid, der laut Mercedes bereits 20 Prozent Marktanteil innerhalb der Baureihe hat. Doch bei der milden Hybridform wollen es die Schwaben nicht belassen. Das Forschungsauto F 800 Style soll nicht nur zeigen, wie die nächste Generation der C-Klasse aussehen, sondern wie wenig eine Limousine dieser Größe auch verbrauchen kann. Den F 800 treibt entweder eine Brennstoffzelle an oder in ihm steckt ein Plug-in-Hybrid. Hier lässt sich die Lithium-Ionen-Batterie zu Hause an der Steckdose aufladen und spendet Saft für 30 Kilometer elektrisches Fahren. Danach setzt ein 300 PS starker Benziner ein. Mercedes verspricht einen EU-Verbrauch von 2,9 Litern pro 100 km oder 68 Gramm CO₂/km. In Serie gehen soll der Sparantrieb in der nächsten S-Klasse, die 2013 kommt.

Schon im nächsten Jahr wagt Mercedes beim Diesel-Hybrid den Schritt in die Serie. Für den E 300 BlueTec Hybrid, einem Mild-Hybrid aus einem 204-PS-Diesel und einem 27-PS-Elektromotor, wird ein Verbrauch von 4,5 Litern versprochen. Nicht schlecht, doch BMW nennt für seinen konventionellen 520d nur einen halben Liter mehr. Der kleine Fünfer-Diesel kommt im Sommer auf den Markt.

Peugeot setzt auf Diesel-Hybrid

Ebenfalls auf die Kombination von Dieselmotor und E-Maschine setzt Peugeot. Die Franzosen wollen damit 2011 in die Serienfertigung gehen und im 3008 Hybrid4 sowie im Sport-Coupé RCZ sogar eine bislang einzigartige Kombination anbieten. Statt, wie ursprünglich geplant, beide Motoren als Einheit vorn unter die Haube zu stecken, hieß es jetzt: Dieselmotor nach vorne, E-Motor nach hinten. Beide sind mechanisch nicht miteinander verbunden, trotzdem können alle vier Räder angetrieben werden. Ein Zweiliter-Diesel leistet 163 PS, der Elektromotor unterstützt den Vortrieb mit weiteren 37 PS. Das ganze System ist so effizient aufeinander abgestimmt, dass der Crossover 3008 lediglich 4,1 Litern pro 100 km verbrauchen und 109 Gramm CO₂ pro Kilometer ausstoßen soll. Für Gewicht und Größe des Autos wäre dies ein exzellenter Wert. Von der gleichen Technik profitiert auch die Hybrid-Studie "5 by Peugeot" (Verbrauch: 3,8 Liter), die in Genf ihr Debüt feiert und eindeutige Hinweise darauf geben soll, wie man sich den 2011 kommenden Nachfolger von 407 und 607 vorzustellen hat.

Dass Hybridtechnik nicht unbedingt bei 70.000 Euro starten muss, zeigen ¬– wieder einmal – die Japaner. Honda spricht sogar von einer "Demokratisierung des Hybrid-Antriebs" und nimmt neben dem Insight (ab 19.550 Euro) und dem Civic Hybrid ab Sommer einen weiteren Mild-Hybrid in seine Produktpalette auf: das Sportcoupé CR-Z. Versprochen werden 5.0 Liter und 117 Gramm CO₂. Toyotas Prius, immer noch automobiles Öko-Symbol, fährt in 3. Generation und bekommt nicht nur eine Plug-in-Version zur Seiten gestellt, sondern seine Technik hält auch Einzug in zwei weitere Modelle des Konzerns: Auris und Lexus CT 200h. Damit bietet Toyota erstmals zwei Vollhybride in der Golfklasse an. Der Marktstart für den Auris HSD (Hybrid Synergy Drive) ist für diesen Herbst vorgesehen, der optisch attraktivere Lexus soll Anfang 2011 kommen. Bei beiden steht beim Verbrauch ein drei vor dem Komma.

Audi A8 Hybrid erst 2011

Als einziger deutscher Premium-Hersteller fährt beim Thema Hybrid die Marke Audi ("Vorsprung durch Technik") etwas hinter her. In den derzeitigen Q7 passt die neue Touareg-Cayenne-Technik nicht hinein. Erster Hybrid-SUV wird erst 2011 der Q5 werden. Im selben Jahr präsentieren die Ingolstädter ihren Kunden den Öko-Antrieb dann endlich auch im A8. Das Flaggschiff der Marke soll mit seiner Lithium-Ionen-Batterie (1,5 kWh) rund zwei Kilometer und bis zu Tempo 80 emissionsfrei mit Strom fahren können. Sehr überzeugt scheint man allerdings von dieser Art, Sprit zu sparen nicht zu sein. "Wir machen das, weil der Kunde dies von einer Marke wie Audi erwartet", sagt Entwicklungschef Michael Dick, "wirtschaftlich ist dies nicht. Ein vergleichbarer Diesel wäre günstiger und sparsamer.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(