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Suchmaschine zum Schnäppchenpreis Mann kauft argentinische Google-Domain für weniger als drei Euro

Das Logo von Google an der Fassade des Hauptsitzes des Mutterkonzerns Alphabet
Eine Stunde soll Nicolás Kuroña den Domainnamen der Suchmaschine besessen haben
© Jeff Chiu / AP / DPA
Die zwei Stunden, in denen Google in Argentinien nicht aufrufbar war, nutze ein 30-Jähriger für einen irrwitzigen Spontankauf: Für weniger als umgerechnet drei Euro sicherte er sich den Domainnamen der Suchmaschine.

Als Google vergangene Woche in Argentinien zwei Stunden außer Betrieb war, witterte ein 30-jähriger Webdesigner seine große Chance. Für umgerechnet 2,39 Euro kaufte Nicolás Kuroña die argentinische Domain der Suchmaschine.

Suchmaschine zum Schnäppchenpreis

Medienberichten zufolge saß Kuroña am Mittwochabend an seinem Schreibtisch in den Außenbezirken von Buenos Aires, als er von den Problemen bei Google erfuhr. Als er "www.google.com.ar" in seinen Browser eingab, habe es nicht funktionieren wollen. Daraufhin habe er das "Network Information Center Argentinia" (NIC), die nationale Domainnamen-Registrierungsstelle, aufgerufen.

Die erste Überraschung: Die nationale Google-Domain sei dort zum Kauf angeboten worden. Die wohl noch größere Überraschung: Die Transaktion gelang. "Ich hätte nie gedacht, dass es mir erlaubt sein würde, sie zu kaufen", sagte Kuroña der "BBC". 270 argentinische Pesos – umgerechnet weniger als drei Euro – habe der 30-Jährige für die Domain der Suchmaschine gezahlt.

Nach dem Kauf habe Kuroña erneut Google in seinem Browser geöffnet – statt der Suchleiste seien dort tatsächlich seine persönlichen Daten erschienen. "Ich war wie eingefroren, als ich auf den Bildschirm starrte. Ich konnte nicht glauben, was gerade passiert war", so Kuroña weiter.

Er twitterte darüber, was ihm gelungen war und stellte klar, dass er den Kauf völlig legal abgeschlossen habe.

Domain hätte nicht zum Verkauf stehen dürfen

Für den Glücksgriff wurde er von vielen Nutzern als Held gefeiert – fast 80.000 haben seinen Tweet gelikt. Google bestätigte, dass die eigene Domain für kurze Zeit von einem Dritten übernommen wurde, äußerte sich aber nicht dazu, wie das überhaupt möglich gewesen war. An einer abgelaufenen Lizenz habe es nicht gelegen – die sollte erst im Juni 2021 enden.

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Das NIC hat Kuroña die Domainrechte offenbar allerdings schnell wieder entzogen: Der argentinischen Tageszeitung "Clarín" zufolge war er gerade einmal eine Stunde der Eigentümer. Gemeldet habe sich Google bei Kuroña nicht. Seine 270 Pesos habe der Webdesigner übrigens auch nicht wiederbekommen.

Quellen: "BBC"; "Clarín"; "The Guardian"

yks

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