Vorwurf der Vetternwirtschaft
Söder: "Clan-Strukturen" bei der AfD

CSU-Chef Markus Söder kritisiert die Beschäftigungspraxis innerhalb der AfD. (Archivbild) Foto: Armin Weigel/dpa
CSU-Chef Markus Söder kritisiert die Beschäftigungspraxis innerhalb der AfD. (Archivbild) Foto
© Armin Weigel/dpa
Die AfD steht seit Tagen in der Kritik und muss sich Vorwürfen der Vetternwirtschaft stellen. Nun kommentiert CSU-Chef Söder die Lage.

In der Diskussion über die Anstellung von Familienangehörigen innerhalb der AfD hat CSU-Chef Markus Söder die Partei scharf kritisiert. "Die Beschäftigungsverhältnisse bei AfD-Abgeordneten muten mittlerweile wie Clan-Strukturen an", sagte er der "Mediengruppe Bayern" (Mittwoch). 

Die AfD radikalisiere sich immer weiter "nach rechts außen", statt sich zur Mitte zu bewegen, betonte er. Sein Rat laute: Die Partei müsse weiterhin vom Verfassungsschutz beobachtet werden. "Zweitens, kein hysterisch-moralisches Verbot zu fordern, denn das könnte der AfD einen Märtyrerstatus geben."

Die AfD steht in der Kritik, weil einige Abgeordnete Angehörige von anderen AfD-Abgeordneten als Mitarbeiter beschäftigen. Im Abgeordnetengesetz ist bereits festgelegt, dass Parlamentarier keine eigenen Verwandten, Partner oder Ex-Partner auf Kosten der Steuerzahler anstellen dürfen. Die Beschäftigung solcher Personen in anderen Abgeordnetenbüros ist nicht geregelt.

dpa