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News des Tages: Frau im Tiergarten ermordet - 18-Jähriger kommt vor Gericht

Kim Jong Un offenbar in China +++ Erfinder Madsen träumte laut Zeugen vom perfekten Verbrechen +++ Weltweiter Anitbiotika-Verbrauch enorm gestiegen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Berlin: Einsatzkräfte der Polizei und Kriminaltechniker im Tiergarten

Berlin: Einsatzkräfte der Polizei und Kriminaltechniker stehen nach dem Fund einer Frauenleiche im September 2017 an einem Weg im Tiergarten

DPA

Die Meldungen im Überblick:

  • Zeuge im Prozess: Erfinder Madsen träumte vom perfekten Verbrechen (17.04 Uhr) 
  • Russische Diplomaten sollen Nato-Vertretung verlassen (15.46 Uhr)
  • Brüssel fordert von Facebook in Datenskandal ultimativ Erklärung (12.11 Uhr)
  • Große Menge Sprengstoff in Bayern entdeckt - Mann weiter in Haft (11.39 Uhr)
  • Mysteriöser Besucher in Peking ist offenbar Kim Jong Un (2.44 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 19.44 Uhr: Betrunkene Elfjährige verursacht beinahe Unfall +++

Ein betrunkenes elfjähriges Mädchen ist dank der Reaktion eines Autofahrers in Schweinfurt einem Unfall entgangen. Das Kind war nach Angaben der Polizei mit einer zwölfjährigen Freundin auf einem Gehsteig in der Innenstadt unterwegs, als es wegen seiner Trunkenheit auf die Fahrbahn stürzte.

Der herannahende Autofahrer habe einem Sprecher zufolge am Montagabend gerade noch bremsen und ausweichen können. Polizisten stellten bei dem Kind einen Atemalkoholwert von 0,86 Promille fest. Es wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Beamten ermitteln nun, wer der Elfjährigen den Alkohol zum Trinken gegeben hat - ein 16-Jähriger soll ihr nach ersten Erkenntnissen Spirituosen verabreicht haben.

+++ 19.21 Uhr: Frau im Tiergarten ermordet - 18-Jähriger kommt vor Gericht +++ 

Für einen Mord an einer Kunsthistorikerin im Berliner Tiergarten steht ein 18-Jähriger ab Mittwoch (9.15 Uhr) vor Gericht.
Er soll die 60-jährige Frau im September auf ihrem Heimweg angegriffen, erwürgt und ausgeraubt haben.

Der Angeklagte, ein russischer Staatsangehöriger aus Tschetschenien ohne festen Wohnsitz in Deutschland, soll mit ihrem Handy und mindestens zwei Euro geflohen sein. Die Anklage lautet auf heimtückischen Mord aus Habgier und Verdeckungsabsicht.

Die Frau war am 5. September 2017 nach einem Treffen mit Freundinnen in einem Lokal allein zu Fuß Richtung Bahnhof Zoo aufgebrochen. Der 18-Jährige soll das Opfer unvermittelt angegriffen und in ein Gebüsch gezerrt haben. Die Leiche wurde drei Tage später von zwei Passanten entdeckt.

Aggressive Obdachlose, eine überlastete Justiz und ein Mordfall: Mehr zu der Situation im Berliner Tiergarten lesen Sie hier: 

+++ 18.57 Uhr: Polizei zieht Gaffer aus dem Verkehr +++

Nach einem schweren Lastwagenunfall auf der Autobahn 3 in Bayern ermittelt die Polizei gegen gut ein Dutzend Gaffer. Von der Gegenfahrbahn aus hatten bei Wörth an der Donau in der Nähe von Regensburg zahlreiche Autofahrer die Bergung eines schwer verletzten Lkw-Fahrers mit Handys gefilmt, wie die Polizei mitteilte.

Weil die Gaffer für ihre Aufnahmen sehr langsam an der Unfallstelle vorbeifuhren, bildete sich ein Rückstau von etwa zehn Kilometern. Die Beamten filmten die Neugierigen zum Beweis - sie müssen nun mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 100 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg rechnen.

+++ 18.09 Uhr: 600 Ferkel sterben auf Autobahn +++

Rund 600 Ferkel sind beim Unfall eines Viehtransporters auf der Autobahn 38 bei Arenshausen in Thüringen ums Leben gekommen. Der Lastwagen war beim Auffahren auf die Autobahn in Richtung Göttingen in einer Kurve umgekippt, wie die Polizei mitteilte. Nur 100 Ferkel überlebten den Unfall. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden von etwa 80.000 Euro. Laut Polizeiinspektion Göttingen dauerte die Bergung der Tierkadaver noch am Abend an. Die Unfallursache war zunächst offen.

+++ 18.02 Uhr: Zug stößt mit Auto zusammen: Ein Toter +++

Beim Zusammenstoß zwischen einem Regionalzug und einem Auto in Sachsen-Anhalt ist ein Mensch ums Leben gekommen. Zu dem Unfall kam es am Dienstagnachmittag an einem unbeschrankten Bahnübergang in Langeneichstädt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Im Auto habe ein Mensch gesessen, er wurde bei dem Zusammenstoß mit dem Zug getötet. Die genaue Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Nähere Angaben zum Todesopfer machte die Polizei zunächst nicht.

+++ 17.52 Uhr: Tödliche Polizeischüsse in Baton Rouge: keine Anklage +++

Die beiden Polizisten, die vor fast zwei Jahren den unbewaffneten Afro-Amerikaner Alton Sterling in Baton Rouge (Louisiana) erschossen hatten, müssen sich nicht vor Gericht verantworten. Die Polizisten hätten vor dem Schusswaffengebrauch mehrere Versuche mit nicht tödlichen Mitteln unternommen, um den 37-Jährigen festzunehmen, sagte der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Jeff Laundry, in Baton Rouge. Der Fall von Alton Sterling war einer der aufsehenerregendsten in den vergangenen Jahren, bei denen Schwarze in den USA von weißen Polizisten mit der Dienstwaffe getötet wurden, obwohl sie selbst unbewaffnet waren.

+++ 17.39 Uhr: Puigdemont aus Gefängnis: "Wir werden uns nie ergeben"

Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont hat im Gefängnis in Neumünster seine politische Entschlossenheit im Unabhängigkeitskampf unterstrichen. "Wir werden uns nie ergeben", zitierten die Anwälte Puigdemont, den sie im Gefängnis hatten sprechen können. Die Anwälte betonten, sie hätten den früheren Regionalpräsidenten Kataloniens in hervorragendem Gesundheitszustand angetroffen - sowohl körperlich als auch mit geistiger Tatkraft. Er sei guten Mutes und habe volles Vertrauen in das deutsche Rechtssystem.

+++ 17.34 Uhr: Türkische Behörden nehmen Deutsche fest +++

Die türkischen Behörden haben nach Medienberichten einen Deutschen bei einem versuchten Grenzübertritt nach Syrien festgenommen. Gegen den 28-Jährigen sei wegen mutmaßlicher Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der Kurdenmiliz YPG Haftbefehl erlassen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Ihm werde Unterstützung einer Terrororganisation vorgeworfen. Laut Anadolu habe der Deutsche gestanden, sich der YPG in Syrien anschließen zu wollen. Er habe zudem angegeben, vier Jahre bei der Bundeswehr gedient zu haben.

+++ 17.19 Uhr: Skulptur von nacktem Trump soll versteigert werden+++

Eine weitere lebensgroße Straßenkunst-Statue, die US-Präsident Donald Trump nackt zeigt, soll in den USA versteigert werden. Mehrere dieser Skulpturen waren 2016 während des Präsidentschaftswahlkampfs an öffentlichen Plätzen in verschiedenen Städten der USA aufgetaucht und dann rasch wieder von den Behörden entfernt worden.  Bei dem Werk, das nun am 2. Mai in Los Angeles versteigert werden soll, handele es sich um das letzte, das dabei nicht zerstört oder beschmiert worden war, teilte das Auktionshaus Julien's mit. Im Oktober 2016 war eine der relativ identischen Statuen für knapp 22.000 Dollar (rund 18.000 Euro) versteigert worden. Für die Auktion im Mai erhofft sich Julien's bis zu 30.000 Dollar.  Die Statue ist ein wenig schmeichelhaftes Abbild des US-Präsidenten mit dem Titel "The Emperor has no Balls" (übersetzt etwa: "Der Kaiser hat keine Eier"). Es zeigt Trump nackt, mit fülligem Bauch und unter der Gürtellinie zurechtgestutzt.

+++ 17.04 Uhr: Zeuge im Prozess: Erfinder Madsen träumte vom perfekten Verbrechen +++

Der wegen Mordes angeklagte dänische Erfinder hat nach Aussage eines Bekannten davon geträumt, das perfekte Verbrechen zu begehen. Er habe sich einen großen Polizeieinsatz zu Wasser, zu Land und in der Luft ausgemalt, berichtete der Navigator und Skipper von Madsens U-Boot "Nautilus" am Dienstag vor Gericht. Was für ein Verbrechen das sein sollte, habe Madsen nicht gesagt. Er selbst sei davon ausgegangen, dass es um Geld- oder Schmuckdiebstahl ging, sagte der Zeuge. 

Madsen wird vorgeworfen, die schwedische Journalistin Kim Wall an Bord seines U-Bootes grausam misshandelt und getötet zu haben. Er selbst beschreibt den Tod der 30-Jährigen als Unglück. Die Staatsanwaltschaft dagegen vermutet, dass Madsen von Gewalt und Tod sexuell erregt wird. Sie zeigte vor Gericht erneut mehrere Videos von Hinrichtungen, die auf Madsens Festplatten gefunden wurden.

+++ 17.04 Uhr: Coca-Cola senkt Zuckeranteil in britischen Limonaden +++

Der US-Getränkekonzern Coca-Cola hat den Zuckergehalt von zwei seiner Limonaden in Großbritannien verringert. Dies habe aber nichts mit der Zuckersteuer zu tun, die dort von April an fällig wird, sagte eine Sprecherin von Coca-Cola auf Anfrage am Dienstag in Berlin. Vielmehr habe das Unternehmen in Großbritannien "bereits viele Jahre vor der Ankündigung der Steuer beschlossen, den Zuckergehalt in Getränken zu reduzieren".

+++ 16.21 Uhr: Ferkel-Transporter kippt auf Autobahn bei Göttingen um - 600 Tiere verendet +++

Beim Unfall eines Schweine-Transporters auf einer Autobahn in Niedersachsen sind 600 Ferkel verendet. Der Lastwagen mit 700 Tieren an Bord kippte am Dienstag auf der Höhe Arenshausen nahe um, wie die Polizeiinspektion Göttingen mitteilte. Vorübergehend wurde die Autobahn beidseitig gesperrt, es bildeten sich kilometerlange Staus.

Am frühen Nachmittag konnte die Fahrtrichtung Halle wieder freigegeben. Auf der Unfallseite dauerte die Bergung der toten und der etwa einhundert überlebenden Ferkel an.

Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der Lkw-Fahrer zu schnell auf die Autobahn auf und geriet in der Kurve ins Kippen. 

+++ 15.46 Uhr: Nato weist sieben russische Diplomaten aus +++

Nach dem Gift-Attentat auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien reagiert die Nato mit einem drastischen Schritt: Den Diplomaten der russischen Vertretung bei der Nato wird die Akkreditierung entzogen. Das teilte das Militärbündnis nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" am Dienstag mit.

London macht für den Angriff verantwortlich, bei dem das in der Sowjetunion entwickelte militärische Nervengift Nowitschok eingesetzt worden sein soll. Russland weist den Vorwurf zurück und fordert gemeinsame Ermittlungen zu dem Vorfall.

+++ 14.26 Uhr: Aus Kühlwagen befreite Iraker lehnen Asyl in Deutschland ab +++

Die auf einem Rastplatz bei Schwerte in Nordrhein-Westfalen aus einem Lastwagen befreiten irakischen Flüchtlinge wollen kein Asyl in Deutschland. Ihr Ziel sei weiterhin Großbritannien, sagte eine Sprecherin der Ausländerbehörde. Wo sich die acht Iraker, darunter zwei Jugendliche und zwei Kinder, aufhielten, war unklar. Bundesweit seien jedoch alle Polizeistellen informiert, sagte die Sprecherin.  Die Flüchtlinge hatten bei fünf Grad im gekühlten Laderaum eines Lastwagens aus Litauen zwischen Kunststoffkisten mit Blumenkohl gesessen. 

+++ 14.15 Uhr: Nato kündigt Reaktion auf Salisbury-Anschlag an +++

Die Nato hat eine eigene Reaktion auf den Nervengiftanschlag im englischen Salisbury angekündigt. Das Militärbündnis setzte zu den geplanten Maßnahmen eine Pressekonferenz von Generalsekretär Jens Stoltenberg an. Sie solle um 15.30 Uhr im Hauptquartier in Brüssel stattfinden, hieß es. Zur Art der geplanten Gegenmaßnahmen gab es zunächst keine Angaben. Theoretisch könnte das Bündnis zum Beispiel dafür sorgen, dass Diplomaten aus der russischen Nato-Vertretung die Akkreditierung entzogen wird.

+++ 13.12 Uhr: Angeklagter gesteht Tötung eines Flüchtlings auf Amrum +++

Prozess gegen zwei Männer, die einen Iraker ermordet haben sollen

Schleswig-Holstein, Flensburg: Prozess gegen die beiden angeklagten Männer im Landgericht Flensburg

DPA

Mit dem Geständnis eines Angeklagten hat der Mordprozess um den Tod eines Flüchtlings auf der Nordseeinsel Amrum begonnen. Die zur Tatzeit 19 und 26 Jahre alten angeklagten Deutschen sollen den Iraker am 27. April vergangenen Jahres mit mehreren Messerstichen getötet und anschließend in den Dünen verscharrt haben. Sie sind des gemeinschaftlich begangenen Mordes angeklagt. Der jüngere der beiden Angeklagten gestand nun in Flensburg die gemeinschaftlichen Messerstiche. Seine Schwester soll eine sexuelle Beziehung mit dem Iraker gehabt haben. Die junge Frau war zu dem Zeitpunkt mit dem älteren Angeklagten liiert. Der damals 26-Jährige habe ihm gesagt, dass seine Schwester von dem späteren Opfer vergewaltigt worden sei, erklärte der Angeklagte. 

+++ 13 Uhr: Fahranfänger mit Tempo 200 auf Bundesstraße gestoppt +++

Einen Fahranfänger, der mit fast Tempo 200 auf einer Bundesstraße unterwegs war, hat die Polizei in Nordhessen gestoppt. Hinter dem Steuer saß ein 19-Jähriger, wie die Polizei in Kassel mitteilte. Er habe zuvor ausgerechnet eine Zivilstreife überholt - erlaubt sei dort nur Tempo 100. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und stoppten den mit insgesamt drei Menschen besetzten Wagen. Der Führerscheinneuling muss laut Polizei nach seiner rasanten Fahrt nun mit mindestens drei Monaten Fahrverbot und einem Bußgeld rechnen.  

+++ 12.11 Uhr: Brüssel fordert von Facebook in Datenskandal ultimativ Erklärung +++

Die EU-Kommission hat dem Facebook-Konzern eine zweiwöchige Frist gesetzt, um die Fragen zum Datenskandal zu beantworten. Justizkommissarin Vera Jourova richtete ein Schreiben an den Internetriesen mit der Aufforderung, die Rolle des Unternehmens Cambridge Analytica aufzuklären und die Frage zu beantworten, ob die persönlichen Daten europäischer Facebook-Nutzer betroffen waren. Cambridge Analytica soll die Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern illegal für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und dann gezielt eingesetzt haben. 

+++ 11.39 Uhr: Große Menge Sprengstoff gefunden - Verdächtiger in Haft +++

Nach dem Fund größerer Mengen an Sprengstoff und zur Herstellung von Sprengstoff geeigneter Chemikalien in Schweinfurt befindet sich ein Tatverdächtiger noch in Haft. Der 35-Jährige sollte dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, wie das bayerische Landeskriminalamt (LKA) in München mitteilte. Drei weitere Verdächtige - zwei Männer und eine Frau - seien wieder freigelassen worden. Das LKA prüfe nun, ob es Anhaltspunkte für eine geplante extremistische Tat gebe. Bei der Zwangsräumung einer Wohnung in einem auch als Obdachlosenunterkunft genutzten Gebäude waren in einem zur Wohnung gehörenden Kellerabteil zahlreiche Chemikalien gefunden worden. Durch die weiteren Ermittlungen konnte noch ein weiteres Versteck der gefährlichen Stoffe gefunden werden. Insgesamt entdeckten die Ermittler etwa ein Kilo selbst hergestellten Sprengstoffs und mehr als 30 Liter verschiedener Chemikalien. Wegen seiner Gefährlichkeit musste der Sprengstoff auf einem Feld kontrolliert gesprengt werden.

+++ 11.26 Uhr: 2500 Jahre alte Mumienreste gefunden +++

Forscher haben in Australien die Überreste einer Mumie in einem rund 2500 Jahre alten ägyptischen Sarg entdeckt. "In den Aufzeichnungen stand, dass der Sarg leer oder mit Schutt gefüllt ist", erklärte Jamie Fraser, Studienleiter und Kurator am Nicholson Museum der Universität Sydney. Daher sei der Holzsarg in den mehr als 150 Jahren, seitdem er im Museum untergebracht ist, nie untersucht worden. Erst im vergangenen Jahr öffneten die Wissenschaftler den aufwendig gestalteten Sarg. Die Überreste seien in schlechtem Zustand, vermutlich aufgrund von Grabräubern, die auf der Suche nach Juwelen und Amuletten waren, sagte Fraser.

+++ 11 Uhr: Gewinneinbruch bei H&M +++

Der schwedische Moderiese H&M hat zu Beginn seines neuen Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Im ersten Quartal von Dezember bis Februar ging der Nettogewinn auf 1,37 Milliarden Kronen (135 Millionen Euro) zurück, wie das Unternehmen in Stockholm mitteilte. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von 44 Prozent. Der Umsatz ging um 1,7 Prozent auf 46,2 Milliarden Kronen zurück. Grund dafür sind laut H&M schwächere Verkaufszahlen bei den Frühjahrskollektionen. Darauf habe auch der "außergewöhnlich kalte Winter" einen Einfluss gehabt, erklärte H&M-Chef Karl-Johan Persson. In Deutschland, dem wichtigsten Markt für das schwedische Unternehmen, gaben die Verkaufszahlen um sechs Prozent nach. 

+++ 10.10 Uhr: Ermittlungsverfahren gegen zwei Verdächtige nach Mord an Jüdin in Paris +++

Nach dem mutmaßlich antisemitisch motivierten Mord an einer 85-jährigen Jüdin in Paris hat die französische Justiz formelle Ermittlungsverfahren gegen zwei Verdächtige eingeleitet. Die beiden jungen wurden nach Angaben aus Justizkreisen wegen vorsätzlicher Tötung in Untersuchungshaft genommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau wegen ihres jüdischen Glaubens Opfer der Gewalttat wurde.

+++ 10.04 Uhr: Einkaufzentrum in Sibirien: 41 Kinder unter Opfern +++

Unter den 64 Todesopfern des Feuers in einem russischen Einkaufszentrum sind einem Medienbericht zufolge 41 Kinder. Die Namen von 41 Kindern stünden auf der Liste der Toten, zitierte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti einen Vertreter der regionalen Rettungsdienste. Zuvor war von mindestens neun getöteten Kindern bei dem Unglück in der sibirischen Stadt Kemerowo die Rede gewesen.

+++ 8.12 Uhr: Facebook entschuldigt sich in Zeitungsanzeige für Vertrauensbruch +++

Im Skandal um die unerlaubte Nutzung der Daten von Millionen Facebook-Nutzern hat sich Unternehmenschef Mark Zuckerberg in Zeitungsanzeigen bei den Nutzern in Deutschland entschuldigt. "Du hast vermutlich gehört, dass die Quiz-App eines Wissenschaftlers im Jahr 2014 unerlaubt die Facebook-Daten von Millionen von Menschen weitergegeben hat", hieß es in der ganzseitigen, von Zuckerberg unterzeichneten Anzeige, die unter anderem in der "Süddeutschen Zeitung" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" stand. "Das war ein Vertrauensbruch, und ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir damals nicht mehr dagegen getan haben." Facebook unternehme nun die notwendigen Schritte um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiere. Zuckerberg hatte sich am Sonntag bereits in mehreren britischen Zeitungen für den Datenskandal entschuldigt. 

+++ 5.42 Uhr: Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul angekommen +++

Trotz der Eskalation der Gewalt in Afghanistan hat Deutschland eine weitere Gruppe von abgelehnten afghanischen Asylbewerbern abgeschoben. Ein aus Leipzig-Halle kommendes Flugzeug sei in Kabul eingetroffen, bestätigte ein Vertreter einer mit den Abschiebungen befassten Organisation am Flughafen. Wie viele Passagiere an Bord waren, wurde nicht unmittelbar klar. Es war die elfte Sammelabschiebung seit Dezember 2016. Mit den vorherigen Flügen hatte Deutschland bereits 188 Männer nach Afghanistan zurückbringen lassen.

+++ 5.06 Uhr: Juristische Prüfung des Falls Puigdemont geht weiter +++

Der Fall des in Deutschland festgenommenen ehemaligen katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont beschäftigt weiterhin die Justiz in Schleswig-Holstein. Der 55-Jährige bleibt vorerst in Gewahrsam, wie das Amtsgericht Neumünster entschied. Ein richterlicher Beschluss über eine mögliche Auslieferung Puigdemonts an Spanien noch in dieser Woche gilt als wenig wahrscheinlich.

"Wir befinden uns jetzt erst im richtigen Auslieferungsverfahren", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Georg Güntge. "Jetzt wird geprüft, ob die Auslieferung zulässig ist." Puigdemont bleibt zunächst in der JVA Neumünster, in die er nach seiner Festnahme am Sonntag gebracht worden war. 

+++ 4.40 Uhr: Moskau berät über Gegenmaßnahmen nach Diplomaten-Ausweisung +++

Nach der Ausweisung russischer Diplomaten aus mehreren EU-Ländern und den USA sowie einer Reihe anderer Staaten will Moskau über Gegenmaßnahmen beraten. Das Außenministerium und andere Behörden bereiteten bereits Schritte vor, kündigte Kremlsprecher Dmitri Peskow an. Wann diese beschlossen werden, war zunächst nicht bekannt. Die endgültige Entscheidung werde Präsident Wladimir Putin treffen, hieß es. Es werde Maßnahmen gegen jedes einzelne Land geben, das russische Diplomaten ausweisen will, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Experten gehen davon aus, dass Russland mindestens ebenso viele Diplomaten ausweisen wird. 

+++ 4.34 Uhr: EU-Brief an Facebook: "Das Vertrauen ist jetzt geringer" +++

EU-Kommissarin Vera Jourová hat in einem Schreiben an die Geschäftsführung von Facebook vor negativen Auswirkungen durch Datenmissbrauch auf demokratische Wahlen gewarnt. Das soziale Netzwerk sei seit vielen Jahren eine Plattform für Politmarketing, schreibt Jourová in einem Brief an Geschäftsführerin Sheryl Sandberg, der der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel vorliegt. "Die jüngsten Nachrichten deuten jedoch darauf hin, dass ein Mangel an Transparenz und der Missbrauch persönlicher Daten auch negative Auswirkungen auf die Qualität dieser Debatte und sogar auf unseren Wahlprozess haben könnte." Die offiziellen Äußerungen des Konzerns und ihres Chefs Mark Zuckerberg hätten ihre Bedenken nicht ausräumen können, schreibt die EU-Justizkommissarin weiter. 

+++ 3.05 Uhr: Weltweiter Antibiotika-Verbrauch ist immens gestiegen +++

Der weltweite Antibiotikaverbrauch ist einer Hochrechnung zufolge in den vergangenen 15 Jahren um rund 65 Prozent gestiegen. Besonders in wirtschaftlich aufstrebenden Ländern sei die Zunahme "dramatisch", berichten Wissenschaftler um Eili Klein vom US-Forschungszentrum CDDEP (Center for Disease Dynamics, Economics & Policy). Die Forscher hatten auf Basis von Verkaufsdaten den Verbrauch von Antibiotika in 76 Ländern zwischen 2000 und 2015 untersucht und daraus auf weltweite Trends geschlossen. Der Gesamtkonsum stieg demnach von 21,1 Milliarden definierten Tagesdosen (DDD) im Jahr 2000 auf 34,8 Milliarden 15 Jahre später.

+++ 3.04 Uhr: Nach Brandkatastrophe - Sibirische Region setzt Flaggen auf Halbmast +++

Die Oblast Kemerowo trauert. Auf Anordnung von Gouverneur Aman Tulejew gilt in der sibirischen Region im Kusbass dreitägige Trauer - zum Gedenken an die Todesopfer des Großbrandes in dem Einkaufszentrum "Winterkirsche" vom Sonntag. Auch die Hafenstadt Wladiwostok im Fernen Osten Russlands verkündete aus Solidarität mit den Opfern eine dreitägige Trauer. Bei der Katastrophe starben insgesamt 64 Menschen, unter ihnen möglicherweise rund 40 Kinder, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf informierte Quellen berichtete. Das Feuer war im vierten Stock des Einkaufszentrums ausgebrochen. 

+++ 2.44 Uhr: Mysteriöser Besucher in Peking ist Kim Jong Un +++

Bei dem hochrangigen Besucher aus Nordkorea in Peking handelt es sich nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg tatsächlich um Machthaber Kim Jong Un. Bei ihren Informationen berief sich die Agentur auf drei Personen, die über den Besuch Bescheid wüssten. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor. Die Ankunft eines Sonderzuges mit einem hohen Gast aus Nordkorea in Peking am Montag hatte Spekulationen ausgelöst, der Machthaber könnte erstmals seit seinem Amtsantritt 2011 das Land verlassen haben und China besuchen. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind wegen Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramms angespannt.

+++ 0.49 Uhr: Auch Australien weist russische Diplomaten aus +++

Nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal weist nun auch Australien zwei russische Diplomaten aus. Sie hätten nunmehr sieben Tage Zeit, das Land zu verlassen, sagte Premierminister Malcolm Turnbull. "Der Angriff (auf Skripal und dessen Tochter) ist Teil eines Musters rücksichtslosen und bewussten Verhaltens des russischen Staates, das eine zunehmende Bedrohung für die internationale Sicherheit darstellt", heißt es in der Mitteilung Turnbulls.  

+++ 0.11 Uhr: Offenbar Razzia bei Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter +++

Im Zuge von Ermittlungen wegen Betrugsverdachts hat die Staatsanwaltschaft Hamburg Medienberichten zufolge eine Razzia gegen den Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, veranlasst. Mehrere Medien meldeten, Ermittler hätten Schulzes Privathaus in Hamburg sowie die BDK-Geschäftsstelle in Berlin durchsucht. Ziel sei es gewesen, weitere Beweismittel zu sichern, berichtete "Die Welt" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Hintergrund sind demnach im vergangenen Jahr bekanntgewordene Betrugsvorwürfe wegen angeblich zu Unrecht kassierter Bezüge. 

pg/wue / AFP / DPA