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+++ Ticker +++

News des Tages: Tote 16-Jährige bei Hannover - Tatverdächtiger festgenommen

Audi-Chef Rupert Stadler in Untersuchungshaft +++ Drei Männer sterben bei Badeunfall +++ Mindestens drei Tote bei Erdbeben in Japan +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Mädchenleiche in Barsinghausen bei Hannover gefunden

Polizeibeamte sichern Spuren nach dem Fund einer toten 16-Jährigen in Barsinghausen bei Hannover

DPA

Die wichtigsten Nachrichten im stern-Ticker:

  • Studentin seit Donnerstag beim Trampen verschwunden (18.31 Uhr)
  • Audi-Chef Rupert Stadler vorläufig festgenommen (10.57 Uhr)
  • Drei Männer sterben nach Badeunfall (10.40 Uhr)
  • Niederlande: Lieferwagen fährt in Gruppe von Fußgängern (8.05 Uhr)
  • Bericht: Seehofers Masterplan Migration "bietet noch mehr Sprengstoff" (5.20 Uhr)

+++ 22.30 Uhr: Drei Schwulen-Aktivisten in Mexiko erschossen +++

Drei für die Rechte von Schwulen und Lesben eintretende Aktivisten sind im Süden Mexikos getötet worden. Sie bedauere den Tod der drei Männer in Taxco im Bundesstaat Guerrero, schrieb die Präsidentin des Anti-Diskriminierungs-Rats von Mexiko-Stadt, Jacqueline L'Hoist Tapia, auf Twitter. Die Männer wurden nach Angaben lokaler Medien mit Kopfschüssen hingerichtet, ihre Leichen am Sonntagmorgen neben einer Straße gefunden. Laut Berichten waren die Männer schwul und engagierten sich in ihrer Region für die Rechte der LGBT-Gemeinschaft.

+++ 22.02 Uhr: Lebenslange Haftstrafe für IS-Sympathisanten nach Doppelmord in Linz +++

Für den Doppelmord an einem älteren Ehepaar in Österreich soll ein 55 Jahre alter IS-Sympathisant lebenslang ins Gefängnis. Der Mann aus Tunesien hatte gestanden, das Paar im Juni 2017 in Linz getötet und anschließend ihr Haus in Brand gesteckt zu haben. Der Angeklagte, der seit mehr als 25 Jahren in Österreich lebt, stellte sich später selbst. Das Geschworenengericht verurteilte ihn wegen Mordes, Brandstiftung und Bedrohung eines Justizbeamten. Vom Vorwurf der IS-Mitgliedschaft wurde er freigesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 21.35 Uhr: Tatverdächtiger nach Gewalttod von 16-Jähriger festgenommen +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 16-Jährigen in Barsinghausen bei Hannover ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Der 24-Jährige habe die deutsche und dominikanische Staatsangehörigkeit und befinde sich in Polizeigewahrsam, teilte die Polizeidirektion Hannover mit. Ermittler überprüfen demnach nun, ob sich der Tatverdacht gegen den 24-Jährigen erhärtet. Die 16-Jährige war am Sonntag am frühen Nachmittag in der Nähe einer Grundschule entdeckt worden. Ob der Fundort auch der Tatort ist, wollten die Fahnder aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht sagen. Zuletzt sei die junge Frau in der Nacht zum Sonntag gegen 1 Uhr am Bahnhof der Kleinstadt gesehen worden.

+++ 19.29 Uhr: Berlin: Obdachlosenzeitung "Straßenfeger" vor dem Aus +++

Die Berliner Obdachlosenzeitung "Strassenfeger" steht vor dem Aus. "Wir sind vom Träger darüber informiert worden, dass die Zeitung eingestellt werden soll", sagte eine Sprecherin der
Sozialsenatsverwaltung. Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) über die Bestätigung berichtet. Nach Berichten von "Berliner Kurier" und "B.Z" sollen Auflagenschwund und finanzielle Engpässe die Gründe für das Ende der Obdachlosenzeitung sein, deren Auflage demnach aktuell bei etwa 10.000 bis 12.000 Exemplaren liegt. Der herausgebende Verein Strassenfeger äußerte sich zunächst nicht offiziell. In Berlin wird neben dem "Strassenfeger" auch die Zeitung "Motz" von Obdachlosen angeboten. Beide widmen sich Themen wie Armut und Wohnungsnot.

+++ 18.52 Uhr: Großbritannien: Fotografieren unter Frauenröcke künftig verboten +++

In Großbritannien soll künftig niemand mehr ohne Einverständnis unter Frauenröcke fotografieren dürfen. Die Regierung will ein entsprechendes Gesetz noch vor der Sommerpause Ende Juli im Parlament einbringen, sagte ein Sprecher von Premierministerin Theresa May in London. Am Freitag war im Unterhaus ein Gesetzvorschlag blockiert worden, der eine bis zu zweijährige Gefängnisstrafe für heimliche Fotos unter Röcke oder Kleider von Frauen vorsah. Eine einzelne Parlamentarierin hatte den Vorschlag eingebracht, daher konnte er durch Widerspruch eines Abgeordneten aufgehalten werden.

Die Premierministerin hatte sich im Kurzbotschaftendienst Twitter "enttäuscht" gezeigt. Das Fotografieren unter Röcke oder Kleider (auf englisch: "Upskirting") bezeichnete sie als Verletzung der Privatsphäre, die Opfer "erniedrigt und verstört" zurücklasse. Mays Sprecher sagte nun, die Regierung werde selbst einen Gesetzvorschlag dazu einbringen. Das Vorgehen macht es schwieriger, das Gesetz zu blockieren.

+++ 18.31 Uhr: Studentin beim Trampen verschwunden +++

Eine 28 Jahre alte Studentin ist beim Trampen von Sachsen nach Bayern verschwunden. Sie sei zum letzen Mal am vergangenen Donnerstag an einer Tankstelle in Schkeuditz bei Leipzig gesehen worden, teilte die Polizei am Montag mit. Dort habe sie nach einer Mitfahrgelegenheit nach Nürnberg gesucht, um von dort aus weiter in ihre Heimatstadt Amberg zu trampen. Die junge Frau habe die Tankstelle in einem Lkw mit einem bislang unbekannten Mann verlassen.

Diese 28-jährige Studentin wurde am vergangenen Donnerstag auf einer Tankstelle in Schkeuditz bei Leipzig zuletzt gesehen, als sie einen Lkw bestieg

Diese 28-jährige Studentin wurde am vergangenen Donnerstag auf einer Tankstelle in Schkeuditz bei Leipzig zuletzt gesehen, als sie einen Lkw bestieg

DPA

Vier Tage nach dem Verschwinden der 28-Jährigen sucht die Polizei in Leipzig nun öffentlich nach ihr. Gesucht werden auch Zeugen, die die junge Frau nach ihrem Aufenthalt in Schkeuditz gesehen haben oder die Angaben zu dem Lastwagen-Fahrer machen können. Weitere Details, etwa ob der Verdacht einer Straftat besteht, wollte die Polizei nicht

+++ 17.58 Uhr: Iran Zwei Männer wegen Mordes hingerichtet +++

Im Iran sind am Montag trotz scharfer Kritik von Menschenrechtlern zwei Männer gehängt worden. Das Todesurteil gegen Mohammed Resa Salas sei am frühen Morgen vollstreckt worden, meldete die justiznahe Nachrichtenagentur Misan Online. Der Angehörige der Sufi-Minderheit war im März zum Tode verurteilt worden. Ebenfalls hingerichtet wurde Mohammed Wefai, wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna meldete. Er wurde wegen des Todes eines Babys zum Tod durch den Strang verurteilt. Salas soll im Februar bei gewaltsamen Protesten tausender Derwische (Angehörige eines Sufi-Ordens) drei Sicherheitskräfte mit einem Bus überfahren haben. Außerdem wurden zwei Mitglieder der Basidsch-Miliz getötet. Die Derwische hatten gegen die Festnahme mehrerer Glaubensbrüder protestiert. Zudem kursierten Gerüchte über eine bevorstehende Festnahme eines Anführers.

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, erklärte in Berlin, sie habe "mit großer Bestürzung" von der Hinrichtung erfahren. Die Todesstrafe sei "eine grausame Art der Bestrafung, die die Bundesregierung unter allen Umständen ablehnt". Zudem verurteile sie die Diskriminierung von Minderheiten, dazu gehörten auch die Angehörigen sufistischer Gruppierungen wie der Gonabadi-Orden, zu dem Salas gehörte.

+++ 17.48 Uhr: Berlin: Kutschen dürfen weiter am Brandenburger fahren +++

Auf dem Tor die Siegesgöttin Victoria mit vier Pferden, davor die Kutschen: Die bei Touristen beliebten Pferdekutschen dürfen weiter vor dem Brandenburger Tor halten. Das Bezirksamt Mitte lege keine Beschwerde gegen eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts ein, sagte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) am Montag. Dies wäre wenig erfolgversprechend. Die Behörde hatte im Dezember das Befahren des Pariser Platzes an dem Wahrzeichen mit Pferdekutschen untersagt.

Es solle aber verstärkt kontrolliert werden, ob der Tierschutz eingehalten wird, teilte von Dassel der Deutschen Presse-Agentur mit. Anfang April hatte sich ein Fuhrunternehmen erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht gegen das Verbot des Bezirksamtes gewehrt. Ein Verbot würde die Sicherheit der Fußgänger nicht erhöhen, argumentierten die Richter. Aus der Unfallstatistik ergebe sich keine
besondere Gefahrenlage an dem Ort. 

+++ 17.04 Uhr: Indonesien: Ein Toter und Dutzende Vermisste nach Fährunglück +++

Bei einem Fährunglück auf der indonesischen Insel Sumatra ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Weitere 49 Menschen wurden nach dem Vorfall auf dem Tobasee im Norden der Insel noch vermisst, wie der Chef des örtlichen Katastrophenschutzes, Mahler Tamba, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dreißig Menschen konnten demnach gerettet werden.

Die Fähre mit 80 Menschen an Bord war laut Tamba bei einem Unwetter am Nachmittag zwei Kilometer nach ihrer Abfahrt am Hafen von Simanindo gekentert. Die Geretteten wurden ins Krankenhaus gebracht.

+++ 16.37 Uhr: Bildhauer Friedrich Werhmann ist tot +++

Im Alter von 90 Jahren ist der Düsseldorfer Bildhauer Friedrich Werthmann gestorben. Das teilte das Lehmbruck Museum in Duisburg mit, das mehrere seiner Werke besitzt. Werthmann starb bereits am 9. Juni. Der Künstler habe eine enge Verbindung zum Museum und zur Stadt Duisburg gepflegt. Eine seiner Skulpturen ist seit langem in der Innenstadt zu sehen: Die "Hommage à Mercator" heißt im Volksmund "Mercator-Kugel" und steht im Zentrum der Stadt. Plastiken von Werthmann stehen auch in den Zentren von Düsseldorf und Wuppertal. 

Der in Wuppertal-Barmen geborene Bildhauer hatte viele öffentliche Aufträge und arbeitete vor allem mit Edelstahl. Zu seinem 75. Geburtstag hatte ihm das Von der Heydt-Museum in Wuppertal eine Retrospektive in der Kunsthalle Barmen gewidmet.

+++ 15.55 Uhr: Hessen: Skorpion krabbelt aus Rattan-Sofa +++

Tierischer Schreck beim Möbelauspacken: Ein fünf Zentimeter großer schwarzbrauner Skorpion ist einer 53-jährigen Frau im hessischen Mörfelden-Walldorf aus ihrem neu gelieferten Rattansofa entgegen gekrochen. Die Frau reagierte schnell, stülpte kurzerhand ein Glasgefäß über den Skorpion und rief die Polizei, wie die Ordnungshüter mitteilten. So konnte der ungebetene Gast Tierrettern übergeben werden.

Nach erster Begutachtung dürfte der Skorpion aus Italien stammen und vergleichsweise harmlos sein. Experten zufolge wäre sein Stich mit einem Bienen- oder Wespenstich vergleichbar. Nach Auskunft des Sofaherstellers stammte das Material des Möbels zwar aus Südostasien, gefertigt werden die Rattansofas aber in Italien.

+++ 15.20 Uhr: Schwan sucht toten Partner und gerät unter Zug - Polizei setzt Gnadenschuss +++

Ein Schwan ist - wohl auf der Suche nach seinem toten Partner - nahe der Insel Rügen unter einen Eisenbahnzug geraten. Wie eine Sprecherin der Bundespolizei sagte, war der Vogel auf dem Rügendamm unterwegs, wo er von einem Zug erfasst und schwer verletzt wurde. Die Beamten hätten sich entschlossen, den Schwan am Sonntag mit einem Schuss von seinen Qualen zu erlösen.

Schon am Vortag war nahe der Unglücksstelle ein toter Schwan gefunden worden. Er lag auf dem Radweg des Rügendamms. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den beiden Tieren um ein Schwanenpaar handelte. Der Zweite habe wohl bis zum Unglück nach seinem Partner gesucht. Schwanenpaare bleiben sich in der Regel ein Leben lang treu.

+++ 15.11 Uhr: Freiburg: Schaffner gesteht Kindesmissbrauch vor Gericht +++

Ein Zugbegleiter soll in Regionalbahnen Jungen angesprochen und sie Zuhause schwer sexuell missbraucht haben. Der 48-Jährige habe gestanden, sagte ein Gerichtssprecher. Am Montag
begann vor dem Amtsgericht Freiburg der Prozess gegen den Schaffner, der sich an insgesamt sechs Kindern und Jugendlichen vergangen haben soll. Angeklagt sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als 220 Taten, die zwischen 2013 und 2017 geschehen sein sollen.

Der Beschuldigte hatte demnach seine 12 Jahre bis 17 Jahre alten Opfer in Regionalzügen angesprochen und zu sich nach Hause eingeladen. Dort soll er sie missbraucht haben. Die Jungen bekamen der Staatsanwaltschaft zufolge zwischen 10 Euro und 90 Euro. Außerdem ließ der Mann sich Schulden, die sie zwischenzeitlich bei ihm gemacht hatten, mit Sex bezahlen.

+++ 14.52 Uhr: Schwerte: Kind schickte Bombendrohungen an Schulen +++

Rund drei Wochen nach Bombendrohungen und tagelangem Unterrichtsausfall an drei Schulen in Schwerte hat die Polizei den mutmaßlichen Täter ermittelt - einen Jungen. "Er ist ein Schüler der betroffenen Schulen, aber noch ein Kind", sagte eine Polizeisprecherin. Zuvor hatte der WDR berichtet. Da der Schüler jünger als 14 Jahre alt sei, müsse er wegen fehlender Strafmündigkeit keine juristischen Konsequenzen befürchten. "Wir hatten den Jungen schon länger im Verdacht und seinen Computer sowie sein Handy beschlagnahmt. Am vergangenen Freitag hat er die Tat zugegeben", sagte die Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei sei es dem Schüler wohl nicht ernsthaft um eine Gelderpressung gegangen. "Anhand der Mails waren wir von Anfang an davon ausgegangen, dass es ihm wohl mehr um Aufmerksamkeit ging als um eine ernsthafte Drohung", sagte die Sprecherin.

+++ 14.37 Uhr: Über 100 mutmaßliche Mafia-Mitglieder in Italien festgenommen  +++

Die Polizei in Italien hat mehr als 100 mutmaßliche Mitglieder zweier Verbrechersyndikate gefasst, die in der südöstlichen Provinz Bari aktiv sind. Einige der 104 Verdächtigen seien in anderen Teilen Italiens festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Der neue Innenminister und Vize-Premier Matteo
Salvini von der rechtspopulistischen Lega lobte die Zerschlagung der kriminellen Organisation. "Der Kampf gegen die Mafia ist eine meiner Prioritäten", sagte Salvini in einer Stellungnahme.

+++ 14.16 Uhr: In Krankenhäusern fehlen rund 80.000 Pfleger +++

In den deutschen Krankenhäusern fehlen nach Berechnungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) rund 80.000 Krankenpfleger. Die drastische Unterbesetzung gehe sowohl zulasten der Patienten als auch des Personals, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler in Düsseldorf. 

+++ 14.11 Uhr: Leipzig: 29-Jähriger muss wegen Explosion in Mehrfamilienhaus lange in Haft +++

Wegen der Explosion in einem Leipziger Mehrfamilienhaus ist ein 29-Jähriger zu dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Leipzig sprach den Mann unter anderem wegen besonders schwerer Brandstiftung, schwerer Körperverletzung und versuchten Betrugs schuldig. Der Angeklagte hatte zugegeben, im vorigen Oktober seine Wohnung in einem Mietshaus mit Benzin angezündet zu haben. Er wollte bei der Hausratversicherung abkassieren. Es kam zu einer Explosion. Eine Hausbewohnerin rettete sich auf den Balkon, stürzte von dort aus dem vierten Stock in die Tiefe und wurde sehr schwer verletzt.

+++ 13.58 Uhr: Unglück beim Pinkpop-Festival: Polizei nimmt Fahrer fest +++

Nach dem tödlichen Unglück beim Musikfestival "Pinkpop" in den Niederlanden ist der mutmaßliche Verursacher festgenommen worden. Der 34 Jahre alte Niederländer habe sich selbst der Polizei gestellt, teilte die Staatsanwaltschaft in Landgraaf mit. Unklar war, ob es ein Unfall oder Absicht war.

Der weiße Kleinbus war am frühen Morgen gegen 4 Uhr in Landgraaf an der deutschen Grenze bei Aachen in eine Besuchergruppe gefahren, die das Festivalgelände verlassen hatte. Ein 35 Jahre alter Mann wurde getötet und zwei Männer sowie eine Frau schwer verletzt. Sie schwebten in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Alle Opfer sind Niederländer und stammen wie auch der mutmaßliche Fahrer aus der Nähe von Landgraaf. 

+++ 13.44 Uhr: Staufener Missbrauchsprozess: Hauptangeklagter gibt Drohungen zu +++

Im Hauptprozess um den jahrelangen Missbrauch eines Kindes bei Freiburg hat der Angeklagte Drohungen gegenüber der Mutter des Jungen eingeräumt. "Ich habe Druck ausgeübt", sagte der 39-Jährige vor dem Landgericht Freiburg. So habe er erreicht, dass die Mutter des heute neun Jahre alten Jungen den Verbrechen zugestimmt und sich selbst aktiv beteiligt habe. Er habe der Frau gedroht, sie zu verlassen und das Jugendamt zu informieren. Die heute 48-Jährige habe von allen Misshandlungen gewusst und sie unterstützt.

Der Frau und ihrem wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestraften Lebensgefährten wird vorgeworfen, den Jungen mehr als zwei Jahre lang im Darknet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen zu haben. Zudem sollen sie das in Staufen lebende Kind auch selbst mehrfach sexuell missbraucht haben (Az.: 6 KLs 160 Js 30250/17). Die Mutter hat sich noch nicht geäußert.

+++ 12.54 Uhr: Baden-Württemberg: Kirschdieb fällt Bäume für leichtere Ernte +++

Um sich die Ernte zu erleichtern, hat ein Kirschendieb im baden-württembergischen Weilheim an der Teck kurzerhand fünf Bäume umgesägt. Der unbekannte Täter habe vermutlich eine Motorsäge benutzt, teilte die Polizei in Reutlingen am Montag mit. Demnach schlug er zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen zu. Der Besitzer der Bäume geht laut Polizei davon aus, dass rund 50 Kilogramm Kirschen gestohlen wurden. Die Bäume waren demnach mehrere hundert Euro wert.

+++ 12.50 Uhr: Boris Becker laut Außenminister kein Diplomat der Zentralafrikanischen Republik +++

Tennis-Legende Boris Becker (50) kann sich nach den Worten des Außenministers der Zentralafrikanischen Republik nicht auf diplomatische Immunität berufen. Becker sei kein offizieller Diplomat des Landes, sagte Charles Armel Doubane der Zeitung "DieWelt". Beckers Anwälte hatten vergangene Woche Aufsehen erregt mit der Mitteilung, der Ex-Sportstar sei in dem Insolvenzverfahren in London gegen ihn nicht mehr zu belangen - wegen diplomatischer Immunität. Sie beriefen sich dabei auf einen ehrenamtlichen Posten, den Becker im April an der zentralafrikanischen Botschaft in Brüssel übernommen hatte. Doch das wies Doubane nun zurück.

+++ 12.32 Uhr: Niederlande verbieten Rocker-Club "Satudarah" +++

In den Niederlanden ist der Rockerclub "Satudarah" verboten worden. Die Vereinigung werde mit sofortiger Wirkung aufgelöst, urteilte ein Gericht in Den Haag. In Deutschland ist der ursprünglich aus den Niederlanden stammende Club bereits seit 2015 verboten.  Nach Ansicht des Gerichts bedroht "Satudarah" die öffentliche Ordnung. Das Gericht wirft Mitgliedern des Clubs unter anderem Gewalt, Drogenhandel, verbotenen Waffenbesitz und Erpressung vor. Ende 2017 war bereits der Rockerclub "Bandidos" verboten worden. Die niederländische Staatsanwaltschaft hat auch ein Verbotsverfahren gegen die "Hells Angels" eingeleitet.

+++ 12.29 Uhr: Mordprozess um Bluttat von Kandel kurz nach Start unterbrochen +++

Schleppender Auftakt im Mordprozess zur Bluttat von Kandel: Das nicht-öffentliche Verfahren um den tödlichen Messerangriff auf die 15 Jahre alte Mia aus dem südpfälzischen Ort ist kurz nach dem Auftakt unterbrochen worden. Der Verteidiger des Angeklagten Abdul D., Maximilian Endler, beantragte nach eigenen Angaben vor dem Landgericht Landau den Austausch des Dolmetschers.  Dieser habe unzureichend übersetzt, sagte Endler, obwohl er die afghanische Landessprache Dari selbst nicht spricht. Seinem Antrag sei stattgegeben worden. Der Prozess soll noch heute mit einem neuen Dolmetscher fortgesetzt werden.

+++ 11.06 Uhr: Gericht hält Australier mit Bahn-Chip in der Haut nicht für einen Schwarzfahrer +++

Happy-End für einen Australier, der sich den Chip seiner Bahnkarte unter die Haut hatte implantieren lassen: Nach seinem Einspruch gegen ein Gerichtsurteil wegen Schwarzfahrens ist er nun doch freigesprochen worden. Dies sei ein "äußerst ungewöhnlicher" Fall, sagte die zuständige Richterin dem australischen Sender ABC zufolge. Der 33-Jährigen hatte sich dem Bericht zufolge in einem medizinischen Eingriff den Chip seiner Abo-Karte für den öffentlichen Verkehr in Sydney unter die Haut setzen lassen. Er konnte damit Bahnfahren, ohne ein Ticket aus der Tasche kramen zu müssen. Bei einer Kontrolle legte der Mann deshalb kein Ticket vor und wurde trotz des Chips im März zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 140 Euro verurteilt. Außerdem müsse er die Gerichtskosten von rund 640 Euro tragen, urteilten die Richter zunächst. Nun wurde der Einspruch verhandelt. Das Ergebnis: Die Geldstrafe wird dem Mann erlassen, weil er kein Schwarzfahrer sei. Die Gerichtskosten muss er aber zahlen.

+++ 10.57 Uhr: Audi-Chef Rupert Stadler in Untersuchungshaft +++

In den Ermittlungen gegen den Autobauer Audi wegen des Dieselskandals hat die Staatsanwaltschaft Unternehmenschef Rupert Stadler in Untersuchungshaft genommen. Es bestehe Verdunkelungsgefahr, teilte die Staatsanwaltschaft München mit. Die Behörde wirft Stadler unter anderem Betrug im Zusammenhang mit dem Verkauf von Dieselfahrzeugen mit manipulierter Abgasreinigung vor.

+++ 10.40 Uhr: Drei Männer sterben nach Badeunfall +++

Bei einem Badeunfall in der Pfalz sind drei Erntehelfer ums Leben gekommen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Polizeipräsidium Rheinpfalz mit. Die drei Männer aus Polen hätten am Sonntagabend beim Schwimmen im Niederwiesenweiher in Böhl-Iggelheim Probleme bekommen und seien untergegangen. "Alle drei hatten Alkohol konsumiert", hieß es in der Mitteilung. Helfer von Polizei, DLRG, Feuerwehr und Rettungsdienst bargen die Drei aus dem Badesee.

Zunächst wurden die 22, 27 und 34 Jahre alten Männern in bereits kritischem Zustand per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht. Dort seien sie dann im Laufe der Nacht gestorben, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die genaue Ursache für den Badeunfall, der sich gegen 20.30 Uhr ereignet hatte, ist bislang nicht bekannt.

+++ 9.43 Uhr: Nach Asylstreit: Union sackt in Umfrage auf 30 Prozent +++

Der heftige Asylstreit kostet die Unionsparteien Zustimmung bei den Wählern. Im Vergleich zur Vorwoche haben CDU und CSU im RTL/n-tv-Trendbarometer zum Ende vergangener Woche vier Prozentpunkte verloren und liegen nun bei 30 Prozent - ihrem bislang niedrigsten Wert seit der Bundestagswahl im September (33 Prozent). Aber auch der Bündnispartner SPD nimmt demnach Schaden und büßte im Verlauf der Woche zwei Prozentpunkte ein. Um jeweils zwei Prozentpunkte zulegen konnten AfD und Grüne.

Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, würden sich der Umfrage zufolge 30 Prozent für die CDU/CSU entscheiden, 16 Prozent für die SPD, 10 Prozent für die FDP, 14 Prozent für die Grünen, 9 Prozent für die Linke sowie 15 Prozent für die AfD und 6 Prozent für eine der sonstigen Parteien. 26 Prozent der Wahlberechtigten - mehr als in den Vorwochen - seien unentschlossen oder würden gar nicht wählen, hieß es.

+++ 9.30 Uhr: Australischer Künstler nach mehreren Tagen unter der Erde wieder frei +++

Drei Tage lang war er lebendig begraben - nun haben Bulldozer einen australischen Aktionskünstler aus einem unterirdischen Container befreit. Über eine Leiter sei Mike Parr am Sonntag (Ortszeit) die letzten Schritte zu den mehr als 1000 Schaulustigen hinaufgeklettert und dann wortlos verschwunden, berichtete der TV-Sender ABC. 

Der 73-Jährige war für eine Kunstaktion am 14. Juni in den eigens dafür gebauten Container gestiegen, der in Hobart, der Hauptstadt des australischen Insel-Bundesstaats Tasmanien, unter einer Straße in den Boden versenkt wurde. Mit der Aktion wollte Parr an die nahezu komplette Auslöschung der Aboriginal-Urbevölkerung Tasmaniens nach Ankunft britischer und irischer Siedler im 19. Jahrhundert erinnern. 

+++ 9.25 Uhr: Nach Ende der Feuerpause: Tote bei Taliban-Angriffen in Afghanistan +++

In einer ersten Welle von Angriffen der radikalislamischen Taliban nach einer dreitägigen Feuerpause in Afghanistan sind mindestens sechs Sicherheitskräfte getötet worden. Der Chef des Provinzrats der schwer umkämpften nordwestafghanischen Provinz Fariab, Mohammed Tahir Rahmani, berichtete von nächtlichen Überfällen der Taliban in fünf Bezirken sowie der Provinzhauptstadt. Bei den Toten handele es sich um Polizisten. Weitere Angriffe - offenbar ohne Todesopfer - meldeten Behörden aus den Provinzen Kandahar und Helmand im Süden und Baghlan im Norden.

+++ 8.50 Uhr: Schwager des spanischen Königs Felipe VI. tritt Haft an +++

Der Schwager des spanischen Königs Felipe VI. hat seine Gefängnisstrafe wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder angetreten. Der Ehemann von Infantin Cristina betrat gegen 08.00 Uhr das Gefängnis von Brieva nördlich von Madrid, wie ein Strafvollzugssprecher sagte. Der Oberste Gerichtshof hatte am vergangenen Dienstag Iñaki Urdangaríns Berufung zurückgewiesen und ihn zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. 

+++ 8.15 Uhr: Israel Luftwaffe fliegt Angriffe auf Hamas-Ziele im Gazastreifen +++

Die israelische Armee hat wieder Luftangriffe im Gazastreifen geflogen. Die Kampfflugzeuge hätten neun "militärische Ziele" der radikalislamischen Hamas in dem Palästinensergebiet bombardiert, teilte die Armee mit. Angegriffen wurden demnach unter anderem zwei Militärgelände und eine Anlage zur Herstellung von Munition. Zu möglichen Opfern machte die israelische Armee keine Angaben.

Die Angriffe waren nach Armeeangaben eine Reaktion auf brennende Drachen und Ballons, mit denen Palästinenser aus dem Gazastreifen in den vergangenen Wochen zahlreiche Feuer in Israel entzündeten. Am Samstag hatte die Armee bereits zwei Palästinenser angeschossen, die Ballons als Brandsätze über die Grenze fliegen lassen wollten.

+++ 8.05 Uhr: Lieferwagen fährt in den Niederlanden in Gruppe von Fußgängern +++

In den Niederlanden ist ein Lieferwagen in eine Gruppe von Fußgängern gefahren und hat dabei einen Menschen getötet. Drei weitere Menschen wurden bei dem Vorfall beim Pinkpop-Festival in Landgraaf nahe der deutschen Grenze schwer verletzt, wie die niederländische Polizei mitteilte. Der Fahrer des Lieferwagens flüchtete und wird gesucht.

Der Lieferwagen hatte die Fußgänger den Angaben zufolge am frühen Montagmorgen auf einer Straße in der Nähe eines zum Festival gehörenden Campingplatzes überfahren. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Die Straße wurde von der Polizei für die Ermittlungen gesperrt. Zum Pinkpop-Festival, bei dem unter anderem Pearl Jam, die Foo Fighters und Bruno Mars spielten, kamen nach Angaben der Veranstalter am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils 67.000 Besucher.

+++ 7.10 Uhr: Mordprozess um Messerattacke von Kandel beginnt +++

Der mit Spannung erwartete Mordprozess um die Messerattacke auf eine 15-Jährige im pfälzischen Kandel beginnt vor dem Landgericht in Landau. Vor knapp einem halben Jahr hatte die Tat mitten in einem Drogeriemarkt bundesweites Entsetzen ausgelöst. Nun sitzt der vermutlich aus Afghanistan stammende Ex-Freund des Opfers auf der Anklagebank. 

Ihm wird vorgeworfen, Mia am 27. Dezember vergangenen Jahres erstochen zu haben. Die Ermittler glauben, dass er sie bestrafen wollte, weil sie sich von ihm getrennt hatte. Wenige Tage vor der Tat, am 15. Dezember, hatte Mia Anzeige gegen den Ex-Freund erstattet wegen Beleidigung, Nötigung, Bedrohung und Verletzung persönlicher Rechte. Zwei Tage später folgte eine Anzeige des Vaters. 

+++ 6.05 Uhr: Erdbeben in Guatemala - nur leichte Schäden gemeldet +++

Ein Erdbeben mittlerer Stärke hat Teile Guatemalas und den Südosten Mexikos erschüttert. Nach Angaben des Seismologischen Dienstes Mexikos ereignete es sich am Sonntagabend um 21.32 Ortszeit (04.32 MESZ am Montag) und erreichte eine Stärke von 5,8. Das Zentrum lag an der Pazifikküste Guatemalas rund 150 Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt. Die Zeitung "Prensa Libre" aus Guatemala-Stadt meldete leichte Sachschäden. In Mexiko wurden nach Angaben des nationalen Zivilschutzkoordinators Luis Felipe Puente zunächst keine Schäden bekannt.  

Die mittelamerikanische Pazifikregion wird häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht. Beim Ausbruch des Feuervulkans kamen in Guatemala Anfang des Monats mindestens 110 Menschen ums Leben.

+++ 5.20 Uhr: Bericht: Seehofers "Masterplan Migration" bietet noch mehr Sprengstoff +++

Der "Masterplan Migration" von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) enthält einem Medienbericht zufolge noch weitere Punkte, die zum Sprengstoff für die große Koalition werden könnten. Wie die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf Informationen aus CSU-Kreisen berichtete, sieht Seehofers Plan auch vor, Geldzahlungen an Flüchtlinge künftig massiv einzuschränken und nahezu komplett auf Sachleistungen umzustellen. Außerdem sei geplant, den Zeitraum, in dem Asylbewerber nur einen Grundbedarf erstattet bekommen, bevor sie Leistungen auf dem Niveau der Sozialhilfe erhalten, von 15 auf 36 Monate zu verlängern. In beiden Punkten sei mit Widerstand vom Koalitionspartner SPD zu rechnen.

Nach Informationen der "Augsburger Allgemeinen" will Seehofer überdies das wegen der Bremer Asylaffäre in die Schlagzeilen geratene Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), dessen Chefin Jutta Cordt er gerade entlassen hat, umbenennen.

+++ 5.10 Uhr: Mindestens drei Tote bei Erdbeben in Japan +++

Bei einem starken Erdbeben im Westen Japans sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 61 Menschen im Raum der Millionenstadt Osaka hätten Verletzungen erlitten, berichtete der japanische Fernsehsender NHK. Ein neun Jahre altes Mädchen starb, als eine Wand in einem Swimmingpool einstürzte. Die Meteorologische Behörde gab die Stärke des Bebens mit 6,1 an, zunächst war sie auf 5,9 geschätzt worden. Eine Warnung vor einem Tsunami wurde nicht ausgegeben. Berichte über Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken der Region gab es ebenfalls nicht, hieß es.

+++ 4.25 Uhr: Umfrage: Bürger in Bayern befürworten im Asylstreit Koalitionsbruch +++

Die CSU hat für ihre unnachgiebige Haltung im Asylstreit mit der CDU nach einer Meinungsumfrage die Rückendeckung der großen Mehrheit der Bürger in Bayern. Dort befürworten fast 71 der Menschen einen Bruch der großen Koalition im Bund, wenn sich die CSU nicht mit ihrer Forderung durchsetzen sollte, künftig jene Flüchtlinge an der Grenze abzuweisen, die bereits in einem anderen EU-Staat registriert worden sind. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" ergeben. Nur rund 24 Prozent sind demnach anderer Auffassung. Bundesweit liegt die Zustimmung zu einem Bruch der Koalition aus CDU/CSU und SPD der Umfrage zufolge immer noch bei rund 53 Prozent, rund 40 Prozent sind dagegen. 

+++ 3.15 Uhr: Syrische Staatsmedien: US-geführte Koalition fliegt Angriffe auf Armeestellung +++

Die US-geführte Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien hat Berichten der Staatsmedien zufolge tödliche Luftangriffe auf eine Stellung der Regierungstruppen geflogen. "Maschinen der amerikanischen Koalition haben eine unserer militärischen Stellungen in der Gegend von al-Hari südöstlich von Albu Kamal bombardiert", berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Armeekreise. Der Ort liegt in der östlichen Provinz Deir Essor. Mehrere Menschen seien bei dem Angriff getötet worden, berichtete Sana.

Sowohl die syrischen Regierungstruppen als auch die internationale Anti-IS-Koalition kämpfen im Osten Syriens gegen die letzten IS-Kämpfer. Zwar beschränkt sich der Auftrag der internationalen Militärkoalition auf den Kampf gegen die Dschihadisten, doch bombardierte sie in den vergangenen Jahren auch wiederholt syrische Regierungstruppen.

+++ 2.20 Uhr: Erdbeben erschüttert Japan +++

Ein starkes Erdbeben hat den Westen Japans erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte im Raum der Hafenstadt Osaka lagen zunächst nicht vor. Die Meteorologische Behörde gab die Stärke des Bebens vorläufig mit 5,9 an. Eine Warnung vor einem Tsunami wurde nicht ausgegeben.

Auch gab es keine Berichte über Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken der Region, hieß es. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde allerdings wie in solchen Fällen üblich vorübergehend gestoppt. Das Zentrum der Erschütterung am Morgen lag in einer Tiefe von rund zehn Kilometern im Norden der gleichnamigen Provinz Osaka.

Erst am Wochenende zuvor hatten zwei Beben geringerer Stärke die Tokioter Nachbarprovinzen Gumma und Chiba erschüttert. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

+++ 1.50 Uhr: Saarlands Ministerpräsident Hans sieht Existenz der Union gefährdet +++

Im eskalierenden Asylstreit hat der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) die CSU davor gewarnt, den Fortbestand der Union aufs Spiel zu setzen. Die Zuspitzung des Streits sei "für die Union als Ganzes existenzgefährdend", sagte Hans den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich kann daher nur an die CSU appellieren, keine vollendeten Tatsachen zu schaffen, sondern Vernunft walten zu lassen und die Tür zu einem gemeinsamen Unionskompromiss nicht vorschnell zuzuwerfen", sagte Hans.

+++ 1.10 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Verfolgungsjagd in Texas +++

Bei einer Verfolgungsjagd im Süden des US-Staates Texas sind am Sonntag mindestens fünf illegale Migranten ums Leben gekommen. Eine Grenzpatrouille hatte bei Big Wells, rund 160 Meilen südwestlich von San Antonio, einen voll besetzten SUV verfolgt. Später kamen auch Fahrzeuge des örtlichen Sheriffs hinzu. Der SUV sei dann bei hoher Geschwindigkeit sei von der Straße abgekommen und habe sich dann mehrfach überschlagen. Die 14 Insassen seien auf die Straße geschleudert worden. Vier Menschen waren nach Angaben von Sheriff Marion Boyd auf der Stelle tot, eine weitere Person starb wenig später im Krankenhaus an den schweren Verletzungen. Zwölf der 14 Insassen seien illegale Migranten gewesen, der Fahrer sei bereits wegen Menschenschmuggel vorbestraft.

+++ 0.25 Uhr: Bericht: Merkel plant Sondertreffen zu Migration mit EU-Staaten +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) plant nach einem Zeitungsbericht ein Sondertreffen zur Flüchtlingspolitik mit Italien, Österreich und weiteren Staaten im Vorfeld des EU-Gipfels Ende Juni. Dabei sollten neue umfangreiche Maßnahmen im Kampf gegen die illegale Zuwanderung beraten werden, berichtet die "Welt" unter Berufung auf hohe EU-Diplomaten. Konkret wird es dem Bericht zufolge darum gehen, das Mandat und damit die Aufgaben der EU-Grenzschutzbehörde Frontex deutlich zu erweitern und die Zusammenarbeit mit Drittstaaten zu stärken. Dabei werde derzeit vor allem an Tunesien gedacht. Außerdem werde es um neue konkrete Schritte gegen "das Weiterwinken von Migranten innerhalb der EU und damit auch den Grenzschutz im Schengen-Raum gehen", zitiert die Zeitung EU-Diplomatenkreise.

Als Termin sei das kommende Wochenende geplant. Das sei aber ebenso wenig endgültig beschlossen wie der genaue Teilnehmerkreis. Auch Griechenland, Bulgarien und einige Westbalkan-Länder kämen infrage.

+++ 0.10 Uhr: Konservativer Kandidat Duque gewinnt Präsidentenwahl in Kolumbien +++

Der konservative Kandidat Iván Duque hat die Präsidentenwahl in Kolumbien gewonnen. Er kam in der Stichwahl am Sonntag auf 55,56 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt nach der Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen mitteilte. Sein Konkurrent Gustavo Petro von der linken Bewegung Colombia Humana erhielt demnach 40,38 Prozent. 

Bei der Abstimmung ging es auch um die Zukunft des historischen Friedensabkommens mit der linken Guerillabewegung Farc. Duque will das Abkommen in wesentlichen Punkten ändern und könnte die Ex-Rebellen damit zurück in den Untergrund treiben. 

vit/tkr / DPA / AFP