VG-Wort Pixel

News von heute Frankreich rät von Reisen nach Spanien und Portugal ab

Menschen mit Mund-Nasen-Bedeckung stehen in Lissabon Schlange vor einem Corona-Impfzentrum auf dem Universitätsgelände
Menschen mit Mund-Nasen-Bedeckung stehen in Lissabon Schlange vor einem Corona-Impfzentrum auf dem Universitätsgelände
© Paulo Mumia / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.02 Uhr: Bekannter US-Anwalt Avenatti zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt

Der umstrittene US-Anwalt Michael Avenatti ist wegen eines Erpressungsversuchs gegen den Sportartikelhersteller Nike zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ein New Yorker Richter verhängte eine 30-monatige Gefängnisstrafe gegen den 50-Jährigen, der als Anwalt der Pornodarstellerin Stormy Daniels in ihrem Rechtsstreit mit dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump bekannt geworden war.

Avenatti war im Februar 2020 wegen eines Erpressungsversuchs gegen Nike und Betrugs an einem Mandanten schuldig gesprochen worden. Er hatte laut Anklage von dem Sportgiganten rund 20 Millionen Dollar gefordert und gedroht, ansonsten schädigende Informationen über Nike in einem Skandal um Hochschulbasketballspieler publik zu machen. Er hinterging dabei einen Mandaten, der Vorwürfe gegen Nike erhob, von Avenattis Vorgehen aber nichts wusste.

21.23 Uhr: Baum stürzt in Tschechien auf Auto – zwei Tote

Bei einem Unwetter sind in Tschechien zwei Menschen getötet worden, als ein Baum auf ihr Auto stürzte. Der Fahrer habe keine Chance gehabt, rechtzeitig zu reagieren, teilte die Polizei mit. Zwei Kinder, die auf der Rückbank saßen, wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Zu dem Unfall kam es in der Nähe der südböhmischen Stadt Pisek, knapp 90 Kilometer südlich von Prag. Bei den Toten handelte es sich nach Angaben der Polizei um Fremde, die angeboten hatten, die Kinder in dem Sturm nach Hause zu fahren. Die Eltern, die zu Fuß weitergingen, blieben unverletzt.

20.28 Uhr: Kleinflugzeug mit mehreren Insassen in Schweden verunglückt – mehrere Tote

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs sind in Schweden mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die schwedische Polizei mit. Die Maschine sei am Flughafen Örebro verunglückt, an Bord sollen neun Personen gewesen sein. Ob alle Insassen starben, blieb am Abend zunächst ebenso unklar wie die Unglücksursache. Der Flieger sei im Zusammenhang mit dem Startversuch verunglückt und habe Feuer gefangen, sagte eine Polizeisprecherin im schwedischen Radio. Örebro liegt knapp 200 Kilometer westlich von Stockholm.

Schwedischen Medienberichten zufolge soll es sich um einen Flieger zum Fallschirmspringen gehandelt haben. An Bord seien neben dem Piloten acht Fallschirmspringer gewesen, berichtete die Zeitung "Expressen". Erst vor rund zwei Jahren waren bei einem Absturz einer Maschine mit Fallschirmspringern in der nordschwedischen Universitätsstadt Umeå neun Menschen ums Leben gekommen.

20.22 Uhr: Biden: Afghanistan-Abzug bis Ende August abgeschlossen

Trotz des Vormarschs der Taliban werden die US-Truppen in Afghanistan nach Angaben von Präsident Joe Biden bis Ende kommenden Monats abziehen. Der Abzug werde am 31. August vollständig abgeschlossen sein, kündigte Biden im Weißen Haus an. Bis dahin dauere der Einsatz an. Die US-Truppen hatten bereits Ende vergangener Woche ihren wichtigsten Stützpunkt Bagram verlassen. Das Verteidigungsministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, der Abzug sei zu mehr als 90 Prozent abgeschlossen. Der Abschied der US-Soldaten bedeutet auch das Ende des Nato-Einsatzes in Afghanistan. Die Bundeswehr flog die letzten deutschen Soldaten bereits vergangene Woche aus. Der britische Premierminister Boris Johnson sagte am Donnerstag im Parlament in London, der Großteil der britischen Einheiten sei ebenfalls bereits abgezogen.

18.58 Uhr: Sportflugzeug bei Cuxhaven abgestürzt – zwei Tote

Beim Absturz eines Sportflugzeugs in Nordholz im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen) sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei bestätigte, stürzte die Maschine nach dem Start auf dem Sportflugplatz am Donnerstagvormittag ab. Das Flugzeug wurde zerstört. Es habe eine Rauchentwicklung gegeben, die Feuerwehr löschte den Brand. Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei eilten zum Einsatzort auf den zivilen Flugplatz, der in der Nähe eines Militärflughafens liegt. Die Ursache für den Absturz kurz nach dem Start war zunächst nicht bekannt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig sei in Kenntnis gesetzt worden und habe die Ermittlungen übernommen, sagte ein Polizeisprecher.

18.38 Uhr:  Bericht –Ganz Spanien könnte Corona-Risikogebiet werden

Wegen steigender Corona-Zahlen könnte einem Bericht zufolge künftig bald wieder ganz Spanien Risikogebiet werden. Die Bundesregierung wolle das gesamte Land wieder in dieser Kategorie einstufen, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben) unter Berufung auf Regierungskreise. Bislang sind nur einzelne Regionen Spaniens als Risikogebiet ausgewiesen.

Für Reiserückkehrer bringt die Einstufung als Risikogebiet zwar grundsätzlich eine Quarantänepflicht mit sich. Diese kann aber durch ein negatives Testergebnis, beziehungsweise einen Genesenen- oder Impfnachweis vermieden werden. Für Flugreisende gilt eine Testpflicht unabhängig von der Einstufung als Risikogebiet - also bereits jetzt auch für Flugreisende aus Spanien.

18.18 Uhr: Frankreich rät von Reisen nach Spanien und Portugal ab

Die französische Regierung rät wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus von Reisen nach Spanien und Portugal ab. "Diejenigen, die ihren Urlaub noch nicht gebucht haben, sollten Spanien und Portugal als Reiseziele meiden", sagte der französische Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, Clément Beaune, dem Fernsehsender France 2 am Donnerstag. Ein Reiseverbot gibt es vorerst aber nicht. "Das ist eine Empfehlung, auf der ich bestehe", fügte Beaune hinzu. "Es ist besser, in Frankreich zu bleiben oder in andere Länder zu fahren. Wir haben eine Situation, die besonders besorgniserregend ist."

17.36 Uhr: Demenzkranker Mann verhungert – Ehefrau und Sohn freigesprochen

Nach dem Hungertod eines demenzkranken Mannes sind dessen Ehefrau und Sohn vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Das Amtsgericht Würzburg habe keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür gesehen, dass der 51-Jährige über mehrere Wochen nicht ausreichend versorgt worden sei, teilte das Gericht mit. Der Vorwurf, dass der Mann gestorben sei, weil Ehefrau und Sohn zu spät den Rettungsdienst gerufen hätten, habe ebenfalls nicht nachgewiesen werden können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

17.18 Uhr: Erfahrener Bergwanderer stürzt in den Alpen in den Tod

Beim Bergwandern in den Berchtesgadener Alpen ist ein 71-jähriger Mann aus Sachsen tödlich verunglückt. Er habe mit seiner Frau Urlaub in Ramsau gemacht und sei alleine zum Hohen Gerstfeld an der Reiteralpe aufgebrochen, teilte die Polizei mit. Weil der Mann häufiger seinen Urlaub in der Gegend verbracht habe, sei er besonders ortskundig gewesen, hieß es vom Kreisverband Berchtesgadener Land des Bayerischen Roten Kreuzes. 

16.49 Uhr: Nun auch digitale Corona-Impfnachweise für Genesene in Apotheken

Digitale Corona-Impfnachweise sollen von diesem Freitag an in Apotheken auch für Genesene zu bekommen sein, die ergänzend eine Impfung bekommen haben. Dafür ist nun die notwendige technische Lösung umgesetzt worden, wie der Deutsche Apothekerverband in Berlin mitteilte. Über das System der Apotheken seien schon mehr als 20 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden, sagte der Vorsitzende Thomas Dittrich. Für Bürger, die eine Infektion durchgemacht und daher anschließend nur eine einzige Impfung erhalten haben, sei es technisch noch nicht möglich gewesen. "Jetzt geht es."

News von heute: Frankreich rät von Reisen nach Spanien und Portugal ab

16.38 Uhr: Lauterbach liebäugelt mit Posten des Gesundheitsministers

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach liebäugelt nach der Bundestagswahl mit dem Amt des Gesundheitsministers. Er finde die Aufgabe "nach wie vor sehr reizvoll", sagte der 58-Jährige dem "Spiegel". "Ich bin zudem recht zuversichtlich, dass mich diese Aufgabe nicht überfordern würde." Er hoffe, dass die SPD bei der Wahl so gut abschneide, dass sie das Gesundheitsministerium besetzen könne. Der Gesundheitspolitiker ist seit Beginn der Corona-Pandemie mit mahnenden Worten und Analysen verstärkt in Erscheinung getreten.

16.35 Uhr: Gesundheitsminister verteidigt Bayern-Regeln bei Zuschauer-Rückkehr

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat den Sonderweg des Freistaats bei der Zuschauer-Rückkehr in die Fußball-Stadien verteidigt. Zur neuen Saison dürfen die Vereine in Bayern ihre Stadien zu 35 Prozent auslasten. Maximal sind 20.000 Fans erlaubt – das betrifft ohnehin nur den FC Bayern. In anderen Teilen Deutschlands sind bis zu 50 Prozent Auslastung und maximal 25.000 Zuschauer in den Arenen erlaubt. Bayerns Entscheidung sei "ein abgewogener erster Schritt hin zu mehr Normalität, der aber weiterhin nur unter der Überschrift "Umsicht und Vorsicht" umgesetzt werden kann", sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur.

16.12 Uhr: Tesla stellt auf "Giga-Factory"-Baustelle bei Berlin illegale Tanks auf

Neuer Ärger um die "Giga-Factory"-Baustelle des US-Elektroautobauers Tesla im brandenburgischen Grünheide: Bei einer Überprüfung der Baustelle am Dienstag hat das Brandenburger Landesamt für Umwelt festgestellt, "dass mehrere Tanks vom Vorhabenträger errichtet wurden, obwohl es dafür keine Genehmigung gibt". Dies bestätigte ein Sprecher des Landesumweltamts auf Anfrage. Bereits am Montag sei das Umweltamt über die aufgestellten Tanks informiert worden.

Die Behörde bereitet aufgrund der unerlaubten Tanks nach eigenen Angaben ein Bußgeldverfahren vor. Eine Inbetriebnahme der Tanks sei unzulässig, erklärte das Umweltamt. Die Behörde prüfe außerdem, ob weitere Maßnahmen erforderlich seien. Zuvor hatte das Wirtschaftsportal "Business Insider" berichtet.

16.08 Uhr: Zwei Tote bei Absturz von Sportflugzeug in niedersächsischem Nordholz

Beim Absturz eines Sportflugzeugs auf einem Flugplatz im niedersächsischen Nordholz sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Cuxhaven mitteilte, stürzte die kleine Maschine kurz nach dem Start auf einem vom Sportfliegern genutzten Flugfeld in ein Maisfeld und ging in Flammen auf. Die beiden Insassen starben. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen die Ermittlungen zur Unglücksursache auf, die noch unklar war. Laut Polizei stand die Identität der beiden Insassen zunächst noch nicht zweifelsfrei fest. Der Absturz ereignete sich demnach am Donnerstagvormittag. Rettungskräfte rückten zum Großeinsatz aus.

16 Uhr: Maas verurteilt Schüsse auf Reporter als "Anschlag auf Demokratie"

Bundesaußenminister Heiko Maas hat den Mordanschlag auf den niederländischen Reporter Peter R. de Vries als Anschlag auf die Pressefreiheit und damit auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verurteilt. "Das ist ein schreckliches Ereignis", sagte er bei einem gemeinsamen Besuch mit dem französischen Außenminister Jean-Yves Le Drian in Luxemburg und im Saarland. Maas versicherte den Niederlanden die volle Solidarität Deutschlands. 

15.18 Uhr: Opel wird in Europa ab 2028 rein elektrisch

Opel wird in Europa ab 2028 vollständig auf Elektromobilität umgestellt. Das kündigte Geschäftsführer Michael Lohscheller bei einer Pressekonferenz an. Bis "Mitte des Jahrzehnts" soll es demnach eine batteriebetriebene Ausgabe des 70er-Jahre-Verkaufsschlagers Opel Manta geben.

15.10 Uhr: Japan schließt Zuschauer bei Olympia in Tokio aus

Nach der erneuten Verhängung des Corona-Notstands für Tokio haben die Olympia-Organisatoren den Ausschluss aller Zuschauer von den Wettbewerben in Japans Hauptstadt beschlossen. Dies gaben die japanischen Gastgeber nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee bekannt. "Wir hatten keine andere Wahl", sagte Organisationschefin Seiko Hashimoto.

Bis zuletzt hatten die Olympia-Macher noch an ihren Plänen festgehalten, bis zu 10.000 Fans aus dem Inland pro Wettkampf in den Arenen zuzulassen. Diese Hoffnung ist nun zerplatzt. In Tokio und in drei Nachbarpräfekturen werden bei den Spielen die Arenen leer bleiben. Ausländischen Zuschauern war bereits im März die Einreise untersagt worden.

14.50 Uhr: Ehefrau mit Zimtschnecke vergiftet: Mehr als sechs Jahre Haft

Weil er seine Ehefrau nach Überzeugung des Gerichts mit einer präparierten Zimtschnecke vergiften wollte, ist ein 39 Jahre alter Mann aus Erlangen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Außerdem muss er in eine Entziehungsanstalt. Die 19. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth sah in ihrem Urteil vom Donnerstag den Tatbestand des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung als erfüllt an. Außerdem flossen in die Strafe Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Der Mann hatte seiner Frau das vergiftete Gebäck mitgebracht, angeblich um sie vorübergehend außer Gefecht zu setzen. Ziel des Mannes sei es gewesen, länger als vorgesehen Zeit mit dem gemeinsamen Sohn verbringen zu können. Die Frau hatte davon gegessen und war schwer erkrankt. Später aß auch noch die Mutter der Frau von der Schnecke - sie musste sogar im Krankenhaus künstlich beatmet werden und schwebte in Lebensgefahr.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von neun Jahren verlangt. Die Verteidigung hatte eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung als ausreichend angesehen, weil eine Tötungsabsicht nicht gegeben gewesen sei.

14.35 Uhr: Keine volle Stadionauslastung beim EM-Finale im Wembley-Stadion

Die Zuschauerkapazität im Londoner Wembley-Stadion wird für das EM-Finale zwischen Italien und England am Sonntag nicht noch einmal erhöht. Die britische Regierung erteilte Spekulationen, beim Endspiel könnten möglicherweise sämtliche 90 000 Plätze in Wembley genutzt werden, eine Absage. "Es gibt keine Pläne, die Kapazität zu erhöhen", sagte eine Regierungssprecher am Donnerstag. "Nur dank der Impfkampagne können wir überhaupt diesen Pilotversuch starten und eine signifikante Anzahl von Zuschauern im Stadion haben - wie gestern Abend."

Das Halbfinale zwischen England und Dänemark (2:1 n.V.) hatten am Mittwoch 64.950 Zuschauer im Stadion erlebt. Durch den Sieg erreichten die Three Lions erstmals seit der WM 1966 ein Endspiel bei einem Turnier. Mit Blick darauf, dass in England am 19. Juli voraussichtlich sämtliche Corona-Beschränkungen aufgehoben werden, hatten einige Fans gehofft, dass für das EM-Finale schon vorher eine Ausnahme gelten könne. Der Sprecher betonte aber, dass sich an der Kapazität nichts ändern werde.

14.30 Uhr: Landgericht Leipzig hält Negativzinsen von Sparkasse für zulässig

Von einer Sparkasse erhobene Negativzinsen auf Girokonten sind unter Umständen zulässig: Die Sparkasse Vogtland darf für Neukunden und Bestandskunden, die das Kontomodell wechseln, ein sogenanntes Verwahrentgeld erheben, wie das Landgericht Leipzig am Donnerstag entschied (5 O 640/20). Es wies damit eine Klage der Verbraucherzentrale Sachsen gegen die Sparkasse weitestgehend ab. Die Verbraucherzentrale kündigte Berufung am Oberlandesgericht in Dresden an.

Nur in einem Punkt hatten die Verbraucherschützer Erfolg: Einzig für ein Kontomodell für Schüler, Azubis und Studenten, das mit kompletter Gebührenfreiheit bis 21 Jahre beworben werde, dürfe kein Verwahrentgelt erhoben werden, entschied das Gericht.  

Grundsätzlich kann die Sparkasse dem Urteil zufolge für die Verwahrung von Geldern bei Neuverträgen aber ein Entgeld als Sonderleistung verlangen - und zwar auch dann, wenn für ein Girokonto schon Kontoführungsgebühren erhoben werden.

14.25 Uhr: Autofahrer sticht im Streit auf Fußgänger ein

Mit einer Messerattacke hat der Streit zwischen einem Fußgänger und einem Autofahrer in Biberach ein blutiges Ende genommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Baden-Württemberg mitteilten, wurde dabei ein 23 Jahre alter Passant von seinem Rivalen so schwer verletzt, dass er in eine Klinik gebracht werden musste.

Die Männer seien aus zunächst unbekannten Gründen am Mittwochabend aneinander geraten. Ein 54 Jahre alter Mann sei aus seinem Wagen gestiegen, habe ein Messer gezogen und den Passanten schwer verletzt. Danach sei er mit seinem Auto geflüchtet. Die Polizei fahndete nach dem mutmaßlichen Messerstecher und stellte dessen Fahrzeug in einem Nachbarort sicher. Den Tatverdächtigen hätten die Beamten schnell ermitteln und festnehmen können.

14.10 Uhr: Südkorea registriert höchsten Tageswert bei Corona-Infektionen

Die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektion in Südkorea ist auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Am Mittwoch seien 1275 Fälle verzeichnet worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Gesamtzahl der Infektionen kletterte demnach auf mehr als 164.000. Die Schwelle von 1000 Fällen war bereits am Dienstag zum ersten Mal seit Ende Dezember wieder überschritten worden. Beamte des Gesundheitsministeriums sprachen daraufhin vom Beginn einer vierten Infektionswelle.

14.03 Uhr: Nun auch digitale Corona-Impfnachweise für Genesene in Apotheken

Digitale Corona-Impfnachweise sollen von diesem Freitag an in Apotheken auch für Genesene zu bekommen sein, die ergänzend eine Impfung bekommen haben. Dafür ist nun die notwendige technische Lösung umgesetzt worden, wie der Deutsche Apothekerverband in Berlin mitteilte. Über das System der Apotheken seien schon mehr als 20 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden, sagte der Vorsitzende Thomas Dittrich. Für Bürger, die eine Infektion durchgemacht und daher anschließend nur eine einzige Impfung erhalten haben, sei es technisch noch nicht möglich gewesen. "Jetzt geht es."

14 Uhr: Welternährungsprogramm warnt vor Hunger wegen gestiegener Preise

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen warnt wegen gestiegener Nahrungsmittelpreise vor einem Mangel an Essen für Millionen von Menschen. "Wir haben bereits Konflikte, Klima und Covid-19, die zusammenarbeiten, um mehr Menschen in Hunger und Elend zu treiben. Jetzt haben sich die Nahrungsmittelpreise dem tödlichen Trio angeschlossen", sagte der Chefökonom der Organisation, Arif Husain, in Rom.

Das WFP sieht in den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, durch die viele Menschen ihre Jobs und damit ihr Einkommen verloren, eine Gefahr. Außerdem wirkten sich Klimaphänomene wie La Niña und Konflikte zusätzlich zu den gestiegenen Preisen auf die Menschen und ihren Zugang zu Nahrungsmitteln aus.

13.50 Uhr: Studie: Mobile Luftfilter nur in wenigen Klassenräumen sinnvoll

Die Wirkung mobiler Luftfilter in Klassenräumen zum Schutz gegen das Coronavirus ist nach einer Studie der Universität Stuttgart begrenzt. Die Experten sprechen sich in ihrer Analyse im Auftrag der Stadt Stuttgart dagegen aus, solche Geräte für alle Schulen anzuschaffen. In der Studie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: "Basierend auf den Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt ist der flächendeckende Einsatz von Luftreinigungsgeräten nicht indiziert (angezeigt)." In einzelnen Klassenräumen, die zu kleine oder zu wenige Fenster haben, sollte aber der Einsatz mobiler Geräte oder der Einbau stationärer Filter geplant werden.

13.48 Uhr: Afrika im Griff der dritten Corona-Welle - knapp 1,2 Prozent geimpft

In Afrika sind bisher erst 1,19 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, obwohl sich der Kontinent aktuell im Griff einer dritten Infektionswelle befindet. "Das ist zu diesem Zeitpunkt der Pandemie viel zu wenig", rügte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union, der Africa CDC. Die Infektionswelle werde von der hochansteckenden Delta-Variante getrieben, die bisher in 15 afrikanischen Ländern nachgewiesen wurde. In den sieben Tagen bis zum 4. Juli hat der Kontinent laut der Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Matshidiso Moeti, die schlimmste Pandemiewoche seit Beginn der Pandemie erlebt.

13.40 Uhr: Mord an dreijähriger Tochter: Vater zu lebenslanger Haft verurteilt

Nach dem gewaltsamen Tod eines drei Jahre alten Mädchens in Berlin ist der angeklagte Vater zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Mann des Mordes schuldig. Der 32-Jährige hatte das Kind mit einem Messer attackiert und durch zwei Schnitte in den Hals tödlich verletzt. Laut Anklage habe er durch die Tat seine Ehefrau bestrafen wollen, die sich nach mehreren Gewaltvorfällen von ihm trennen wollte. Das Gericht stellte zudem eine besondere Schwere der Schuld fest. Mit einer solchen Feststellung ist eine Entlassung auf Bewährung nach 15 Jahren im Gefängnis so gut wie ausgeschlossen. 

13.34 Uhr: Sportflugzeug bei Cuxhaven abgestürzt – wahrscheinlich zwei Tote

Beim Absturz eines Sportflugzeugs in Nordholz bei Cuxhaven (Niedersachsen) sind vermutlich zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei bestätigte, prallte die Maschine nach dem Start auf dem Sportflugplatz in ein Waldstück und wurde zerstört. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich um zwei Tote, sagte ein Sprecher. Die Ursache für den Absturz kurz nach dem Start war zunächst unbekannt. Die Bundesstelle für Flugunfallforschung in Braunschweig sei in Kenntnis gesetzt worden.

13.14 Uhr: Bekennerschreiben für Mali-Anschlag gilt nach Prüfung als authentisch

Die Bundeswehr hält ein Bekennerschreiben der islamistischen Terrorgruppe JNIM zu dem Selbstmordanschlag auf deutsche Blauhelm-Soldaten in Mali für authentisch. Das habe eine Prüfung ergeben, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Bei dem mit einer Autobombe verübten Anschlag auf eine Patrouille der UN-Truppe Minusma waren zwölf deutsche und ein belgischer Blauhelm verletzt worden.

Der "Spiegel" hatte zuerst berichtet, dass sich die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Miliz JNIM zu der Tat bekannt und im Internet auch ein Foto des mutmaßlichen Angreifers verbreitet habe. Eine Unterorganisation von Al-Kaida hatte zuvor schon der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, als wahrscheinlichen Urheber der Tat bezeichnet.

13.07 Uhr: EZB gewährt sich mehr Flexibilität bei Inflation

Europas Währungshüter verschaffen sich beim Thema Inflation mehr Spielraum. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt künftig für den Euroraum eine jährliche Teuerungsrate von zwei Prozent an, wie die Notenbank mitteilte. Das ist zwar etwas höher als die bisher veranschlagten "unter, aber nahe zwei Prozent".

Zugleich jedoch wird die EZB bei ihrem Bestreben, mittelfristig Preisstabilität im Währungsraum der 19 Staaten sicherzustellen, künftig zumindest zeitweise "moderat über dem Zielwert" liegende Inflationsraten akzeptieren. Mit einem solchen "symmetrischen" Inflationsziel ist die Notenbank nicht mehr unmittelbar zum Reagieren gezwungen, sollten die Inflationsraten zeitweilig nach oben oder nach unten von dem prozentualen Ziel abweichen.

12.56 Uhr: Luxusurlaub in der Karibik: Untersuchungsbericht entlastet Johnson

Der britische Premierminister Boris Johnson ist in der Affäre um einen von einem befreundeten Unternehmer finanzierten Luxusurlaub in der Karibik mit einer folgenlosen Ermahnung davongekommen. Er habe den Verhaltenskodex für Abgeordnete nicht gebrochen, befand eine vom zuständigen Parlamentsausschuss beauftragte Kommissarin in einem Bericht. Sie kritisierte jedoch, dass Johnson die Finanzierung der Unterkunft auf der Karibikinsel Mustique nicht transparent genug dargelegt habe. Zumal Johnson in der vergangenen Legislaturperiode bereits zwei Mal von dem Ausschuss wegen einer zu laxen Haltung gegenüber den Regeln des Parlaments gerügt worden war.

12.50 Uhr: Bericht: Schwere Sicherheitsmängel bei IT-Systemen der Parteien

Ein zur Fraunhofer-Gesellschaft gehörendes Institut hat einem Bericht zufolge die Sicherheit der IT-Systeme deutscher Parteien geprüft und dabei schwere Mängel entdeckt. Es gebe "zahlreiche schwerwiegende Schwachstellen", berichtete die "Wirtschaftswoche" aus ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf einen Brief des Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft an die Parteispitzen. Darin heiße es: "E-Mails können abgefangen, Daten gestohlen, gelöscht oder verfälscht werden", und das teilweise wohl mit geringem Aufwand.

"Sogar die komplette Umleitung des Datenverkehrs zum Angreifenden ist denkbar", zitierte die Zeitung weiter aus dem Schreiben. Das ermögliche Desinformationskampagnen und versetze Angreifer in die Lage, einzelne Parteien oder das demokratische System in Deutschland dauerhaft zu beschädigen.

12.45 Uhr: Kellner räumt Fehler im Wahlkampf der Grünen ein

Der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, hat Mängel im bisherigen Wahlkampf der Grünen eingeräumt. "Es wurden Fehler gemacht, das ist offensichtlich", sagte Kellner dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Gerade in harten politischen Auseinandersetzungen gelte es "auch selbstkritisch zu sein, immer mal wieder innezuhalten und zu überprüfen, wo man steht". Zu den Plagiatsvorwürfen gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sagte Kellner: "Kritik ist stets legitim, auch hier." Trotzdem seien das "gemessen an den Herausforderungen unserer Zeit" Kleinigkeiten. Der Bundesgeschäftsführer verteidigte die heftige Reaktion der Grünen auf die Vorwürfe rund um Baerbocks Buch. "Wir wollten nach all den Anfeindungen der Wochen davor ein Stoppsignal setzen."

12.40 Uhr: Belarussische Behörden sperren weiteres regierungskritisches Nachrichtenportal

Die belarussischen Behörden haben den Zugang zu einem weiteren unabhängigen Online-Nachrichtenportal gesperrt. "Nascha Niwa" werde die Veröffentlichung illegaler Inhalte vorgeworfen, teilte das Informationsministerium mit. Seit den historischen Massenprotesten gegen die Regierung im vergangenen Jahr gehen die belarussischen Behörden massiv gegen Medien vor, die nicht vom Staat kontrolliert werden. 

In der Redaktion des regierungskritischen Portals habe es einen Polizeieinsatz gegeben, teilte die Menschenrechtsorganisation Wjasna unter Berufung auf Augenzeugen mit. Die Redaktion erklärte im Messengerdienst Telegram, sie könne mehrere Mitarbeiter nicht mehr erreichen, darunter auch Chefredakteur Jegor Martinowitsch. Nach Angaben seiner Frau Adarja Guschtyn auf Facebook wurde er verhaftet.

12.09 Uhr: Tschechien verschärft Einreiseregeln

In Tschechien treten an diesem Freitag verschärfte Einreiseregeln für Urlauber aus Deutschland in Kraft. Die Tourismusbranche des Landes befürchtet nun einen erneuten Einbruch bei den Besucherzahlen. "Jede derartige Barriere ist ein Hindernis für Urlauber", sagte der Präsident des tschechischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Vaclav Starek, der Deutschen Presse-Agentur. Deutschland sei für Tschechien das wichtigste Herkunftsland ausländischer Touristen. Schon jetzt liege die Bettenauslastung in den Hotels in Prag nur bei rund 11 Prozent.

Wer aus einem sogenannten grünen Land wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt, muss von nun an ein negatives Schnelltest-Ergebnis dabei haben, das nicht älter als 48 Stunden ist, oder ein PCR-Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist. Zudem ist vor der Einreise ein Online-Meldeformular auszufüllen. Von der Testpflicht ist ausgenommen, wer seit mindestens 14 Tagen vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist.

11.45 Uhr: Fast 4000 Menschen trotz Impfung an Corona erkrankt

In Deutschland sind seit Anfang Februar fast 4000 Menschen an Corona erkrankt, obwohl sie vollständig gegen das Virus geimpft sind. Die Zahl der Fälle wird im aktuellen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit 3.806 angegeben. Davon traten 3342 nach einer abgeschlossenen Impfung mit dem Präparat von Biontech/Pfizer) auf, 117 nach der Verabreichung von Moderna, 95 nach AstraZeneca und 74 nach Johnson & Johnson.

Das Robert-Koch-Institut sieht in den Zahlen keinen Grund zur Sorge. Die Zahl der Fälle bestätige "die hohe Wirksamkeit" der Impfstoffe, hieß es in dem Lagebericht. Die geschätzte Impfeffektivität liege für den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 4. Juli für die Altersgruppen der 18- bis 59-Jährigen bei etwa 92 Prozent, bei den Menschen über 60 Jahren bei 91 Prozent.

 

11.08 Uhr: 875-Millionen-Strafe für BMW und VW wegen Kartellbildung

Die EU-Kommission hat gegen die beiden deutschen Autobauer BMW und Volkswagen Wettbewerbsstrafen in Millionenhöhe verhängt. Wegen rechtswidriger Absprachen zu sogenannten Adblue-Tanks für eine bessere Abgasreinigung soll BMW knapp 375 Millionen zahlen, Volkswagen gut 500 Millionen, wie die Kommission mitteilte.

11.00 Uhr: RTL greift die "Tagesthemen" mit neuer News-Sendung an

Der Privatsender RTL greift die "Tagesthemen" mit einer neuen Nachrichtensendung um 22.15 Uhr an und lässt sie von den langjährigen ARD-Gesichtern Pinar Atalay und Jan Hofer moderieren. Das Format "RTL Direkt" soll am 16. August an den Start gehen, wie der Sender aus Köln am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte das Branchenportal "dwdl.de" berichtet. RTL hatte kürzlich eine Strategie für einen tiefgreifenden Umbau seines Programms vorgestellt. Der Sender will familienfreundlicher, positiver und newslastiger werden.

"Jeweils montags bis donnerstags um 22.15 Uhr bietet "RTL Direkt" in 20 Minuten mit Studiogästen sowie einem Reporterteam einen umfassenden Blick auf die Themen, die Deutschland bewegen. Ab Herbst ergänzt dann Pinar Atalay das Team und moderiert die Sendung im Wechsel mit Jan Hofer", heißt es in der Mitteilung. Die "Tagesthemen" sind von montags bis donnerstags zur selben Zeit auf Sendung.

10.45 Uhr: Blick von außen: Extremistische Tendenzen in Deutschland nehmen zu

Der Blick von außen auf Deutschland ist zunehmend von der Sorge um Rassismus geprägt. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von Goethe-Institut, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Deutschem Akademischem Austauschdienst (DAAD). "Populistische und extremistische Tendenzen nehmen in Deutschland zu – kein anderer Risikobereich wird im Ausland in so vielfältiger Weise thematisiert", heißt es in der Erhebung. Die Befragten beschrieben demnach, dass sie in den vergangenen Jahren während ihrer Aufenthalte in Deutschland "weniger Toleranz und Freundlichkeit" erlebten. "Sie haben verstärkt das Gefühl, nicht willkommen zu sein", heißt es.

10.30 Uhr: Juwelendiebstahl in Dresden: Vier weitere Tatverdächtige identifiziert

Im Zuge der Ermittlungen zum Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe in Dresden sind die vier seit März als mögliche Helfer gesuchten Verdächtigen eindeutig identifiziert. Es handele sich um zwei 28 und 35 Jahre alte Deutsche, einen 37 Jahre alten Polen und einen 24-Jährigen, der die deutsche und die polnische Staatsangehörigkeit hat, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Gegen die Männer wird wegen des Verdachts der Beihilfe zum schweren Bandendiebstahl ermittelt. Sie sollen den Tatort am Vortag des Coups ausgespäht und ihre Erkenntnisse dann an die mutmaßlichen Täter weitergegeben haben.

10.15 Uhr: Nach Anschlag bei Neapel im Mai 2020: Polizei nimmt Verdächtige fest

Die Polizei in Italien hat zwei Männer festgenommen, die im Mai 2020 einen Anschlag auf ein Arbeitsamt in Süditalien verübt haben sollen. Die beiden mutmaßlichen Attentäter sollen die Tat in der Stadt Avellino, rund 50 Kilometer östlich von Neapel, als Reaktion auf die Maßnahmen der Regierung gegen die Corona-Pandemie begangen haben, wie die Carabinieri in Neapel mitteilten. Den beiden wird vorgeworfen, eine Bombe gebaut und an der Tür der Einrichtung zur Explosion gebracht zu haben. Laut Polizei sollen sie Teil einer Protestbewegung gewesen sein.

10 Uhr: Polizei entdeckt Waffensammlung in Gitarrenkoffer von 44-jährigem Kölner

Gewehre im Gitarrenkoffer: In Köln ist der Polizei ein 44-jähriger Waffennarr auf einer nächtlichen Fahrradfahrt ins Netz gegangen. Wie sich herausstellte, war der Mann nicht nur mit Waffen auf dem Fahrrad unterwegs, sondern lagerte noch einige mehr davon zu Hause, wie die Polizei mitteilte. Demnach radelte der Mann unter anderem mit einem Einhandmesser und einem geladenen sogenannten Vorderlader durch die Stadt.

Bei seiner Kontrolle habe der 44-Jährige erzählt, noch mehr Waffen bei sich zu Hause zu haben. Bei ihm beschlagnahmten die Polizisten demnach einen Gitarrenkoffer mit drei Gewehren, zwei davon mit Zielfernrohr und Schalldämpfer. Zur Waffensammlung gehörten außerdem "diverse Pistolen, Revolver, Munitionsteile, Wurfmesser und Wurfsterne sowie mehrere Kampfmesser", hieß es im Polizeibericht.

9.26 Uhr: Über 36.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus im Jahr 2020

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 36.291 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. In 83 Prozent der Fälle führte die Covid-19-Erkrankung selbst zum Tod, wie aus heute veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden hervorging. In 17 Prozent der Fälle sei die Infektion mit dem Coronavirus neben einem anderen Leiden als Begleiterkrankung aufgetreten.

8.32 Uhr: Hamburg macht auch 16- und 17-Jährigen ein Impfangebot

In Hamburg sollen nun überraschend auch 16- und 17-Jährige ein Angebot für einen Termin im Corona-Impfzentrum bekommen. Das solle sofort gelten, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) dem "Hamburger Abendblatt". "Wir legen Wert darauf, dass die Eltern ihr Einverständnis erklären." Deswegen soll ein Erziehungsberechtigter zur Impfung mitkommen.

Leonhard verwies darauf, dass es sich bei dieser Altersgruppe um Jugendliche handele, "die anders als durchschnittliche Zwölfjährige viel mehr Kontakte haben und zum Teil auch eigenständig reisen". Sie seien auch mit Blick auf das Immunsystem sowie die Leber- und Nierenfunktion zum Abbau von Medikamenten weiter entwickelt. 

8.24 Uhr: 80-Jährige stirbt nach Bad in der Ostsee

Eine 80-Jährige ist in Mecklenburg-Vorpommern nach einem Bad in der Ostsee gestorben. Ein Rettungsschwimmer am Strand von Kloster auf der Insel Hiddensee hatte am Mittwochnachmittag einen leblosen Körper im Wasser entdeckt, wie die Polizei in Neubrandenburg mitteilte.

7.59 Uhr: Mehr Corona-Neuinfektionen und höhere Ansteckungsrate

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 970 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden etwas mehr Fälle gemeldet als in der Vorwoche. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 7.40 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 892 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,2 an (Vortag: 5,1; Vorwoche: 5,1).

7.44 Uhr: Impftempo lässt laut RKI etwas nach

Das Impftempo in Deutschland hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt etwas nachgelassen. So seien in der vergangenen Woche bis einschließlich Sonntag durchschnittlich 710.100 Dosen pro Tag verabreicht worden, heißt es im RKI-Situationsbericht vom Mittwochabend. In der Vorwoche seien es 800.500 Dosen pro Tag gewesen. In der Woche davor waren es im Schnitt mehr als 820.000 Dosen pro Tag.

7.41 Uhr: Schiffskollision vor den Philippinen: Ölkatastrophe befürchtet

Nach einer Schiffskollision vor der Küste der Philippinen befürchten die Behörden eine mögliche Ölkatastrophe. In der Bucht der Hauptstadt Manila seien in der Nacht das Frachtschiff MV Palawan Pearl mit dem unter zypriotischer Flagge fahrenden Baggerschiff BKM 104 zusammengestoßen, teilte die Küstenwache mit. Verletzte habe es nicht gegeben.

5.48 Uhr: Lehrerverband: Tests und Maskenpflicht in Schulen im Herbst weiter nötig

Der Deutsche Lehrerverband hält Tests und eine Maskenpflicht in den Schulen zumindest zu Beginn des neuen Schuljahres weiter für nötig. "Wir werden im Herbst noch Maßnahmen brauchen, die den Unterrichtsbetrieb absichern, teilweise auch einschränken", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Passauer Neuen Presse". "Wir benötigen eine Sicherheitsphase zu Schuljahresbeginn, um auf Reiserückkehrer und dadurch möglicherweise verstärkt eingeschleppte Infektionen zu reagieren, in der wir erneut auf regelmäßige Testungen und Maskenpflicht setzen müssen."

5.19 Uhr: Raketen auf US-Botschaft in Bagdad abgefeuert

Die US-Botschaft im Irak ist erneut Ziel eines Raketenangriffs geworden. Drei Geschosse seien am Morgen auf die diplomatische Vertretung in Bagdad abgefeuert worden, teilte die irakische Armee mit. Sie seien nahe der Botschaft in der stark abgesicherten Grünen Zone eingeschlagen. Erst am Montag hatte die US-Armee eine bewaffnete Drohne über der Botschaft in Bagdad abgeschossen.

5.04 Uhr: Türkischer Journalist Erk Acarer in Berlin angegriffen

Der regierungskritische türkische Journalist Erk Acarer, der in Berlin im Exil lebt, ist nach eigenen Angaben in seiner Wohnung angegriffen und verletzt worden. Die Täter hätten ihn mit Fäusten und Messern attackiert, schrieb Acarer am Mittwoch im Onlinedienst Twitter. Die Polizei bestätigte den Angriff auf den Journalisten, nannte aber keine weiteren Einzelheiten. 

4.31 Uhr: Nach Anschlag: Niederländischer Reporter weiter in Lebensgefahr

Nach einem Mordanschlag ist der Gesundheitszustand des niederländischen Reporters Peter R. de Vries nach wie vor äußerst kritisch. "Peter kämpft noch immer um sein Leben", sagte der Chef des TV-Senders RTL, Peter van der Vorst. "Wir beten alle um ein Wunder." Der Reporter arbeitete für den Sender. De Vries war am Dienstagabend mit schweren Kopfverletzungen in ein Amsterdamer Krankenhaus gebracht worden. Ein Mann hatte mehrere Schüsse auf ihn abgegeben. Das Justizministerium kündigte an, dass Sicherheitsmaßnahmen verschärft werden sollten, um den Rechtsstaat zu schützen. 

4.10 Uhr: Erneut ungewöhnlich großer Diamant in Botsuana entdeckt

Minenarbeiter haben in Botsuana erneut einen ungewöhnlich großen Diamanten entdeckt. Der weiße Edelstein wiege 1174 Karat und sei der drittgrößte Diamant der Welt, sagte der Geschäftsleiter der kanadischen Diamantenfirma Lucara, Naseem Lahri, in Botsuanas Hauptstadt Gaborone. Nach Lahris Angaben verdrängt der Edelstein damit einen Diamanten, den die botsuanische Diamantenfirma Debswana Anfang Juni als drittgrößten Diamanten der Welt ausgerufen hatte. 

4.03 Uhr: Umstrittenes Homosexuellen-Gesetz tritt in Ungarn in Kraft

In Ungarn soll heute das umstrittene Gesetz zur Beschränkung der Information über Homo- und Transsexualität in Kraft treten. Dieses untersagt unter anderem Bildungsprogramme oder Werbung von Großunternehmen, die sich mit Homo- und Transsexuellen solidarisch erklären. Auch Aufklärungsbücher dazu soll es nicht mehr geben. Offizielles Ziel ist der Schutz von Minderjährigen, Aktivisten sprechen von einem Schlag gegen die LGBTQ-Gemeinde.

3.37 Uhr: Olympia-Stadt Tokio vor erneutem Notstand

Während der Olympischen Spiele soll in Tokio erneut der Corona-Notstand herrschen. Angesichts wieder deutlich steigender Infektionszahlen sehe sich die Regierung zu diesem Schritt gezwungen, wie japanische Medien berichteten. Ministerpräsident Yoshihide Suga wollte seine Entscheidung noch am selben Tag bekanntgeben. Am Vortag hatte die Stadtverwaltung 920 neue Infektionsfälle gemeldet. Das ist der höchste Stand an Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden seit dem 13. Mai. Die Spiele sollen am 23. Juli eröffnet werden – möglicherweise aber ohne Zuschauer.

2.46 Uhr: AfD-Bundestagsabgeordneter Martin Hebner gestorben

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hebner ist tot. Der 61-Jährige starb am Mittwoch nach schwerer Krankheit, wie die Partei mitteilte. "Wir verlieren in ihm einen außergewöhnlich liebenswerten, zugleich bescheidenen und hoch engagierten Kollegen."

Der Politiker aus Bayern saß seit 2017 im Bundestag, wo er unter anderem Mitglied im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union war. 

2.41 Uhr: Mutmaßliche Präsidentenmörder in Haiti festgenommen

Nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse sind Tatverdächtige festgenommen worden. Die Polizei habe am Mittwochnachmittag mutmaßliche Attentäter des Staatschefs in der Nähe des Tatorts abgefangen, teilte ein Regierungssprecher auf Twitter mit. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht.

1.58 Uhr: Südafrikas Ex-Präsident Zuma tritt 15-monatige Haftstrafe an

Der zu einer Haftstrafe verurteilte südafrikanische Ex-Präsident Jacob Zuma hat seine 15-monatige Haftstrafe angetreten. Der 79-Jährige stellte sich am späten Mittwochabend kurz vor Ablauf einer Frist den Behörden, wie seine Stiftung mitteilte. Zuma habe sich entschieden, den Anweisungen der Justiz Folge zu leisten und sich in ein Gefängnis in seiner Heimatprovinz KwaZulu-Natal zu begeben.

0.35 Uhr: Containerbrand auf Schiff in Dubai

Mit einem lauten Knall ist ein Container an Bord eines Schiffes im Hafen von Dubai in Flammen aufgegangen. Der Brand konnte innerhalb kürzester Zeit unter Kontrolle gebracht werden, teilte das Pressebüro des Emirats in der Nacht auf Twitter mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Das Ausmaß des Schadens sei noch nicht ersichtlich, auch die Ursache für den Brand sei nicht bekannt.

0.27 Uhr: Hauseinsturz in Florida: Übergang von Rettungs- zu Bergungsaktion

Zwei Wochen nach dem teilweisen Einsturz eines Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida gehen die Behörden davon aus, wohl nur noch Leichen in den Trümmern zu finden. Man sei nun dabei, von einer Rettungs- zu einer Bergungsaktion überzugehen, kündigte die Bürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Mittwochabend an. Diese Entscheidung sei "extrem schwer" gewesen. "Wir alle haben Gott um ein Wunder gebeten", sagte sie.

Es seien in den vergangenen Stunden acht weitere Leichen gefunden worden, hieß es weiter. Damit steigt die offizielle Zahl der Toten auf 54. Dutzende Menschen werden aber noch vermisst. 

0.23 Uhr: Frau von ermordetem haitianischen Präsidenten wird in Florida behandelt

Nach dem tödlichen Attentat auf Haitis Präsidenten Jovenel Moïse ist dessen Frau Martine zur Behandlung in die USA geflogen worden. Sie sei am Mittwochnachmittag im Bundesstaat Florida eingetroffen und anschließend ins Krankenhaus Jackson Memorial in Miami eingeliefert worden, berichteten mehrere US-Medien. Martine Moïse war bei dem Anschlag auf ihren Mann verletzt und zunächst in einer örtlichen Klinik versorgt worden. 

mod / les / wue / fs DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker