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News von heute Taliban-Sprecher: Afghanen dürfen nicht mehr zum Flughafen in Kabul

Afghanistan, Kabul: Familien gehen an Bord einer Boeing C-17 Globemaster III der US-Luftwaffe
Afghanistan, Kabul: Auf diesem vom US-Marinekorps zur Verfügung gestellten Bild gehen Familien an Bord einer Boeing C-17 Globemaster III der US-Luftwaffe während einer Evakuierung auf dem Hamid Karzai International Airport
© Sgt. Samuel Ruiz/U.S. Marine Corps via AP / DPA
Die News von Dienstag, 24. August, im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

17.42 Uhr: Ein Verletzter bei "Zwischenfall" mit Leoparden

Bei einem "Zwischenfall" mit einem Leoparden in Sachsen-Anhalt soll ein Menschen verletzt worden sein. Es bestehe aber keine Gefahr für die Bevölkerung, sagte der Sprecher des Burgenlandkreises der Deutschen Presse-Agentur. Genauere Angaben machte er zunächst nicht. Auch der genaue Ort und die Umstände der Verletzung blieben zunächst unklar.

17.27 Uhr: Sondersitzung des Bundesrats zur Hochwasser-Katastrophe am 10. September

Der Bundesrat kommt am 10. September zu einer Sondersitzung zusammen, um die Wiederaufbauhilfe für die Hochwasser-Katastrophe betroffenen Regionen auf den Weg zu bringen. Dies entschied der amtierende Bundesratspräsident, Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU), auf Antrag von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, wie die Länderkammer mitteilte. Ziel ist es demnach, das geplante Hilfspaket umgehend nach der Verabschiedung durch den Bundestag abschließend zu beraten. Der Bundestag berät am Mittwoch erstmals über die Wiederaufbauhilfe. 

17.19 Uhr: Laschet – Statt 50er-Inzidenz wird Hospitalisierung neuer Wert

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die von der Bundesregierung angekündigte Streichung der 50er-Inzidenz als Richtwert für Corona-Maßnahmen und eine stärkere Berücksichtigung der Krankenhausaufnahmen für die Lagebeurteilung begrüßt. "Und ich bin froh, dass der Bundesgesundheitsminister jetzt diesen Wert, der ja immer noch im Gesetz steht, und dann auch Konsequenzen hätte, dass dieses verändert wird", sagte Laschet nach einer Sitzung des nordrhein-westfälischen Landeskabinetts in Berlin. Die Koalition habe sich darauf verständigt. "Und der neue Wert wird die Hospitalisierung sein." Welcher Wert dann zu welchen Maßnahmen führe, werde die Bundesregierung jetzt vorschlagen.

17.13 Uhr: Kurz vor Wahl – Putin ordnet Einmal-Zahlung für russische Rentner an

Kurz vor der Parlamentswahl in Russland erhalten Rentner auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin einmalig umgerechnet rund 115 Euro (10.000 Rubel). Das Geld soll im September ausgezahlt werden, wie aus einem Dekret hevorgeht, das Putin unterschrieb. Die Abstimmung zur Staatsduma ist vom 17. bis zum 19. September angesetzt. In Russland ist Altersarmut weit verbreitet. Vor diesem Hintergrund kritisierten Oppositionelle das Geldgeschenk an die Rentner so kurz vor der Wahl als Versuch, Stimmen für die Kremlpartei Geeintes Russland zu kaufen. 

16.30 Uhr: Bundeswehr warnt vor IS-Selbstmordattentätern in Kabul

Die Bundeswehr sieht eine zunehmende Anschlagsgefahr durch IS-Terroristen in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Man habe Signale aus amerikanischen Quellen, aber auch eigene Erkenntnisse, dass zunehmend potenzielle Selbstmordattentäter der Terrororganisation Islamischer Staat "in die Stadt einsickern", sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn in Berlin. Man habe von den Amerikanern bereits in der vergangenen Woche Hinweise darauf bekommen. "Das nimmt jetzt zu." Die US-Regierung hatte am Sonntag erstmals öffentlich Sorgen vor einem IS-Anschlag am Flughafen oder in der Umgebung geäußert.

16.09 Uhr: Söder hat keine Kanzlerambitionen mehr

CSU-Chef Markus Söder hat keine weiteren Ambitionen auf eine Kanzlerkandidatur – weder aktuell noch in vier Jahren. "Ich habe einmal ein Angebot gemacht, ein zweites Mal bringt überhaupt nix", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Sender münchen.tv. Er konzentriere sich jetzt voll und ganz auf Bayern. Söder wies erneut den Vorwurf zurück, Laschet durch gezielte Sticheleien bewusst schwächen zu wollen. "Ich will, dass wir als CSU erfolgreich sind und Armin Laschet zum Kanzler machen können." Sobald er auch nur einen "Hauch" von eigenständigen CSU-Positionen äußere, werde er zum Kritiker gemacht. Die jüngste Debatte um einen Wechsel des Unionskanzlerkandidaten sei nur ein Hirngespinst.

16.08 Uhr: Taliban-Sprecher: Afghanen dürfen nicht mehr zum Flughafen Kabul

Sabihullah Mudschahid, Sprecher der militant-islamistischen Taliban, hat in einer Pressekonferenz gesagt, dass es den Afghanen nicht länger erlaubt sei, zum Flughafen in der Hauptstadt Kabul zu kommen. Das berichtete die britische BBC. Als Grund habe Mudschahid unter anderem die chaotische Situation vor Ort angeführt. Die Menschenmengen sollten sich nach Hause begeben, die Taliban würden ihre Sicherheit garantieren. 

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, forderte der Taliban-Sprecher die US-Streitkräfte desweiteren dazu auf, bei ihren Rettungseinsätzen keine weiteren afghanischen Fachkräfte außer Landes zu fliegen. "Wir fordern sie auf, dies zu stoppen", sagte  Mudschahid demnach. Er bezog sich damit auf afghanische Experten wie beispielsweise Ingenieure. Nur Ausländer dürften von den westlichen Einsatzkräften aus Kabul ausgeflogen werden. Mudschahid habe auch die Warnung der Islamisten wiederholt, dass nach dem 31. August keine Evakuierungsflüge aus Kabul mehr erfolgen dürften. Die Taliban hatten bereits zuvor vor "Konsequenzen" gewarnt, sollte der Einsatz des US-Militärs am Flughafen verlängert werden. 

15.47 Uhr: Darmstädter Uni – Allen Vergiftungsopfern geht es besser

Allen Opfern des mutmaßlichen Giftanschlags an der Technischen Universität (TU) in Darmstadt geht es inzwischen besser. "Große Erleichterung!", schrieb die Hochschule in einer entsprechenden Twitter-Mitteilung. Auch die letzten beiden Betroffenen könnten noch am selben Tag die Klinik verlassen.

Nach dem mutmaßlichen Anschlag hatten mindestens sieben Menschen am Montag Vergiftungserscheinungen aufgewiesen. Sechs von ihnen mussten mit Symptomen wie Unwohlsein und Verfärbungen in Kliniken gebracht worden. Ein 30 Jahre alter Studierender befand sich zunächst in einem kritischen Zustand, der sich laut Polizei aber stabilisierte. Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft, Robert Hartmann, hatte vorübergehend akute Lebensgefahr bestanden.

15.34 Uhr: Paralympics in Tokio offiziell eröffnet

Die Paralympischen Sommerspiele in Tokio sind offiziell eröffnet. Japans Kaiser Naruhito sprach am Abend (Ortszeit) im Rahmen der Eröffnungsfeier im Olympiastadion die traditionelle Begrüßungsformel. Wegen der hohen Corona-Ansteckungsraten waren kaum Zuschauer zur Feier zugelassen. Die wie die Olympischen Spiele wegen der Pandemie um ein Jahr verschobenen Wettkämpfe körperbehinderter Sportler dauern bis zum 5. September. An den Spielen nehmen rund 4400 Sportlerinnen und Sportler aus über 60 Ländern teil. Das deutsche Team umfasst 133 Athletinnen und Athleten; an ihrer Spitze trugen Rollstuhlbasketballerin Mareike Miller und Radfahrer Michael Teuber die Fahne ins Olympiastadion.

15.22 Uhr: Söder – Ende der 3G-Regelung abhängig von Lage in Krankenhäusern

Eine Abkehr von der geltenden 3G-Regel bei Corona-Auflagen ist nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder abhängig von der Lage in den Krankenhäusern. "Erst dann wenn es sehr ernst wird, eine Überlastung des Gesundheitssystems droht, wäre ein Wechsel zu 2G verhältnismäßig", sagte der CSU-Chef dem Fernsehsender münchen.tv. Zunächst gehe es im Sinne der Impfstrategie darum, die Menschen zu motivieren, nicht darum, sie auszuschließen.

Seit dieser Woche gilt bundesweit die sogenannte 3G-Regelung, welche ab einer Inzidenz von mehr als 35 in bestimmten Bereichen nur noch Freiheiten für Geimpfte, Getestete und Genesene ermöglicht.

14.34 Uhr: Gesundheitsminister Spahn macht Hoffnung auf vollere Fußball-Stadien

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den deutschen Fußball-Clubs Hoffnung auf wieder vollere Stadien gemacht. Man könne die Teilnehmerzahlen für Geimpfte und Genesene anders rechnen als Getestete, sagte der CDU-Politiker dem TV-Sender Bild. "Es können ohne Zweifel deutlich mehr Geimpfte und Genesene in einem Stadion - zumal unter freiem Himmel - dann auch als Zuschauer dabei sein, als es sonst möglich ist", erklärte der Minister.

Dies würde eine Abkehr von den Beschlüssen von Bund und Ländern bedeuten. Diese hatten am 10. August festgelegt, dass die Stadien bis zu 50 Prozent, aber nur maximal mit 25.000 Zuschauern gefüllt werden dürfen. In die Arenen dürfen nur Geimpfte, Genesene und Getestete (3-G-Regel).

Fredi Bobic, Geschäftsführer des Bundesligisten Hertha BSC, hatte zuletzt bereits gefordert, des es vor allem für Geimpfte und Genesene keine Beschränkungen geben solle. Die Debatte über die sogenannte 2-G-Regel beschäftigt die Bundesliga seit Wochen. In vielen Stadien haben zudem negativ getestete Personen Zutritt.

14.15 Uhr: Forsa-Umfrage: SPD erstmals seit Jahren vor Union

Gut einen Monat vor der Bundestagswahl ist die SPD erstmals seit Jahren in einer Sonntagsfrage wieder stärkste politische Kraft in Deutschland. Im Trendbarometer des Forsa-Instituts für RTL und n-tv kommen die Sozialdemokraten auf 23 Prozent, die Union erreicht 22 Prozent. Die SPD gewinnt im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte hinzu, die Unionsparteien büßen einen Punkt ein. In der Datenreihe des Instituts landen die Sozialdemokraten damit erstmals seit fast 15 Jahren auf einem höheren Wert als die Union.

Die jetzt für die Union ermittelten 22 Prozent sind laut Forsa der schlechteste Wert, den das 1984 gegründete Institut jemals für CDU und CSU berechnet hat. Die Grünen rutschen um einen Prozentpunkt auf 18 Prozent ab und liegen auf Rang 3. Die FDP kommt unverändert auf 12 Prozent, die AfD auf 10.

14.08 Uhr: Mehr als 10 000 Seehunde in Niedersachsens Wattenmeer gezählt

Weniger Touristen, optimales Wetter: Bei der Seehundzählung in diesem Sommer im niedersächsischen Wattenmeer ist das zweite Jahr infolge die 10.000er-Marke geknackt worden. Bei den 15 Flügen zwischen Juni und August wurden 10.277 Seehunde zwischen Ems und Elbe gezählt, wie das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) am Dienstag mitteilte. Im vergangenen Jahr waren es 10.382, davon über2600 Jungtiere. Der Nachwuchsbestand sei konstant hoch geblieben.

13.55 Uhr: Hamburg erlaubt Veranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene

Hamburg führt für Veranstalter und Gastronomen ein "2G-Optionsmodell" ein. Wie der Senat der Hansestadt beschloss, dürfen diese ihre Dienstleistungen dann freiwillig nur noch für Geimpfte und Genese anbieten und werden im Gegenzug von nicht mehr erforderlichen Coronaschutzauflagen befreit. Dadurch können sie etwa mehr Besucher einlassen oder eine freie Platzwahl ohne obligatorische Abstandsgebote anbieten.

Die Option richtet sich demnach unter anderem an Theater, Kinos, Musikklubs, Messebetreiber, Restaurants, Hotels, Schwimmbäder, und Fitnessstudios. Auch Veranstalter von Sportveranstaltungen mit Besuchern, Volksfesten oder Bildungskursen sollen sie nach eigener Abwägung anwenden können. In Innenräumen müssen sie aber vorerst weiterhin das Tragen medizinischer Masken vorschreiben. Der Senat kündigte scharfe Kontrollen an. Sollten Betreiber am Einlass nicht genau kontrollieren, drohen ihnen hohe Bußgelder.

Für Kinder und Jugendliche gelten Sonderregeln. Zunächst dürfen alle Unter-18-Jährigen an "2G-Veranstaltungen" auch ohne vollen Impfschutz teilnehmen. Für Zwölf- bis 18-Jährige, die seit kurzem laut offizieller Empfehlung ebenfalls immunisiert werden sollten, läuft diese Übergangszeit in sechs Wochen aus. Für Kinder unter zwölf Jahren, für die kein Impfstoff zugelassen ist, gilt sie weiter.

13.43 Uhr: Frankreichs Gesundheitsbehörde empfiehlt Corona-Drittimpfung für über 65-Jährige

Die französische Gesundheitsbehörde (HAS) hat eine Corona-Auffrischungsimpfung für alle Bürger ab 65 Jahren empfohlen. Auch Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Fettleibigkeit, die bei einer Infektion ein erhöhtes Risiko haben, schwer zu erkranken, sollten "nach einer Analyse der vorliegenden Daten" eine dritte Impfdosis erhalten, erklärte die Behörde.

Das Gesundheitsministerium hatte in der vergangenen Woche Auffrischungsimpfungen für alle Bewohner von Altenheimen, alle über 80-Jährigen, die zu Hause leben sowie für Hochrisikopatienten und Menschen mit unterdrücktem Immunsystem angekündigt. 

13.35 Uhr: USA fliegen binnen 24 Stunden mehr als 12.000 Menschen aus Kabul aus

Die Evakuierungsmission am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul gewinnt weiter an Tempo. Die USA flogen bei dem Einsatz erstmals innerhalb von 24 Stunden mehr als 12.000 Menschen aus Kabul aus. Zwischen dem frühen Montagmorgen und dem frühen Dienstagmorgen hätten 37 Flugzeuge des US-Militärs rund 12.700 Menschen außer Landes gebracht, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Im gleichen Zeitraum hätten außerdem 57 Maschinen internationaler Partner rund 8900 Menschen evakuiert. Seit dem Start der Evakuierungsmission Mitte August hätten die Vereinigten Staaten insgesamt rund 58.700 Menschen entweder selbst aus Afghanistan ausgeflogen oder deren Ausreise ermöglicht.

13.22 Uhr: Versuchter Goldschatz-Raub: Täter muss drei Jahre in Haft

Im Prozess um den versuchten Raub des Trierer Goldschatzes ist ein Täter vor dem Landgericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 28-Jährige hatte Anfang August gestanden, bei der Tat im Oktober 2019 vor dem Rheinischen Landesmuseum Trier Schmiere gestanden zu haben. Zwei Täter, die noch unbekannt sind, hätten versucht, den Schatz mit mehr als 2500 Münzen aus purem Gold zu stehlen. Es handelt sich um den weltweit größten Goldschatz der römischen Kaiserzeit.

13.17 Uhr: Bahn: Mittwoch wieder weitgehend normaler Zugverkehr

Für Fahrgäste der Deutschen Bahn (DB) soll es nach Ende des Streiks in der Nacht zu Mittwoch keine großen Einschränkungen mehr geben. "Die DB geht davon aus, dass am Mittwoch der Zugverkehr wieder weitgehend normal laufen wird", teilte das Unternehmen mit. Kundinnen und Kunden sollten sich dennoch vor Reisebeginn über die Website, die App oder telefonisch informieren, ob ihr Zug wie geplant fährt. Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer im Personenverkehr endet nach 48 Stunden am Mittwoch um 2.00 Uhr.

13.12 Uhr: Corona-Todesfälle in England und Wales auf höchstem Stand seit März

Die Zahl der wöchentlichen Corona-Todesfälle ist in England und Wales kürzlich auf den höchsten Stand seit März gestiegen. In der Woche bis zum 13. August starben 571 Menschen an oder mit Covid-19, wie aus Zahlen des nationalen Statistikamtes hervorgeht. Das entspricht dem höchsten Stand seit Mitte März, als innerhalb einer Woche 719 Corona-Tote gezählt wurden. Damals nahmen die Fallzahlen steil ab, nachdem die zweite Welle ihren Höhepunkt im Januar erreicht hatte.

In Großbritannien sind die Corona-Beschränkungen weitgehend aufgehoben. Zunächst gingen die Fallzahlen nach dem "Freedom Day" in England Mitte Juli überraschenderweise zurück, mittlerweile steigen sie jedoch wieder kontinuierlich an. Die Inzidenz liegt mit 327 (Stand: 18. August) weiterhin auf hohem Niveau. Die Kliniken stehen zwar dank der hohen Impfquote derzeit nicht vor der Überlastungsgrenze, doch die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle steigt ebenfalls wieder an. 

News von heute: Taliban-Sprecher: Afghanen dürfen nicht mehr zum Flughafen in Kabul

13.10 Uhr: Umwelthilfe findet antibiotikaresistente Keime auf Geflügelfleisch

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat bei Testkäufen in zwei deutschen Discount-Ketten in mehr als einem Viertel der getesteten Putenfleisch-Portionen antibiotikaresistente Keime entdeckt. In einer ganze Reihe von Proben seien sogar Keime gefunden worden, die gegen Reserve-Antibiotika resistent waren, sagte die DUH-Agrarexpertin Reinhild Benning in Berlin. Reserve-Antibiotika sollen eigentlich bei der Behandlung von Menschen als letztes Hilfsmittel im Kampf gegen Infektionen dienen, die durch multiresistente Bakterien ausgelöst werden.

Die DUH-Stichprobe ist nicht die ersten Untersuchung, die das Problem antibiotikaresistenter Keime in der Tierhaltung sichtbar macht. Auch andere Untersuchungen waren in der Vergangenheit bereits zu ähnlichen oder sogar schlechteren Ergebnissen gekommen. Nach einem aktuellen Bericht mehrerer europäischer Gesundheits- und Lebensmittelbehörden ist der umstrittene Medikamenteneinsatz in der Nutztierhaltung allerdings tendenziell rückläufig. 

12.12 Uhr: Apotheken stellen ab sofort Genesenen-Zertifikate aus

Corona-Genesene können ab sofort in vielen Apotheken ein digitales Zertifikat zu ihrer überstandenen Erkrankung bekommen. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) mit. Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, müssen dafür ein gültiges Ausweisdokument und einen positiven PCR-Test, der nicht länger als 180 Tage zurückliegen darf, in die Apotheke mitbringen.

Bislang habe es nur digitale Zertifikate für Geimpfte und für geimpfte Genesene gegeben, aber nicht für Menschen, die erst kürzlich infiziert gewesen seien und sich noch nicht impfen lassen könnten, teilte der Verband mit. Für die Bürgerinnen und Bürger ist das Angebot kostenlos.

12.10 Uhr: Maas: Es werden nicht alle Menschen vom Flughafen Kabul gerettet werden können

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) geht nicht davon aus, dass tatsächlich alle ausreiseberechtigten Afghanen in den nächsten Tagen vom Flughafen Kabul aus in Sicherheit gebracht werden können. "Wir werden in den verbleibenden Tagen dieser militärischen Evakuierungsaktion nicht alle aus Afghanistan rausbekommen können", sagte Maas am Dienstag auf Bild TV. "Das gebietet die Ehrlichkeit, das zu sagen."

Selbst wenn der internationale Einsatz am Kabuler Flughafen noch einige Tage über das bislang anvisierte Enddatum 31. August verlängert werden sollte, könnten nicht alle Menschen ausgeflogen werden, die dies wünschten, sagte Maas. Es müsse abgewogen werden, wie lange die Sicherheit der Kräfte vor Ort und der auszufliegenden Menschen gewährleistet werden könne. "Das ist eine sehr, sehr schwierige Abwägung", sagte er.

11.36 Uhr: Ex-NPD-Politiker nach Anschlag auf Notunterkunft zu Schadenersatz verurteilt

Fast sechs Jahre nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen hat das Potsdamer Landgericht den früheren NPD-Politiker Maik S. und zwei Mittäter zu einer Zahlung von Schadenersatz in Höhe von knapp 2,9 Millionen Euro verurteilt. Dies teilte eine Gerichtssprecherin mit. In dem Zivilprozess hatte die Ostdeutsche Kommunalversicherung die Kosten für den Wiederaufbau der Halle eingefordert.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die drei Männer in Strafprozessen für schuldig befunden worden waren, die Halle bedingt vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben. Da das Gebäude später neu errichtet wurde, stehe der Versicherung für die dafür aufgebrachten Kosten Schadenersatz zu.

11.24 Uhr: Lufthansa baut Streckennetz weiter auf - Mehr Flüge aus Frankfurt

Beim Wiederaufbau seines Streckennetzes setzt der Lufthansa-Konzern vor allem auf sein größtes Drehkreuz Frankfurt. Vom Main aus können im September 150 Ziele direkt angeflogen werden, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Das sind 30 Destinationen mehr als im Jahr 2019 vor der Corona-Krise, die den Luftverkehr zwischenzeitlich fast zum Erliegen gebracht hatte. Vor allem die stärker von Touristen gefragten Kurz- und Mittelstreckenziele schafften es zusätzlich auf den Frankfurter Flugplan.

Konzernweit - also unter Berücksichtigung sämtlicher Drehkreuze und weiterer Airlines wie Swiss, Austrian und Brussels Airlines - werden allerdings erst 88 Prozent des früheren Netzes abgedeckt. Das seien rund 280 Ziele weltweit. Man plane weiterhin, im September nahezu alle Flugziele wieder anzubieten, die auch 2019 buchbar waren, erläuterte ein Sprecher.

11.17 Uhr: Bundeswehr bringt 200 weitere Menschen aus Kabul

Mit einer Bundeswehr-Maschine sind abermals mehr als 200 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen worden. Der Militärtransporter des Typs A400M startete vom Flughafen der Hauptstadt Kabul ins Nachbarland Usbekistan, wie die Bundeswehr mitteilte. Von dort geht es dann weiter nach Deutschland.

Insgesamt hat die Bundeswehr inzwischen mehr als 3650 Bundesbürger, Afghanen und Bürger anderer Staaten aus Kabul evakuiert. Am Sonntag vergangener Woche hatten die militant-islamistischen Taliban die afghanische Hauptstadt erobert und wieder die Macht übernommen.

10.55 Uhr: Ortskräfte-Netzwerk wirft Regierung "unterlassene Hilfeleistung" vor

Das Patenschaftsnetzwerk für afghanische Ortskräfte der Bundeswehr hat der Bundesregierung "unterlassene Hilfeleistung" im Umgang mit ehemaligen Mitarbeitern in dem Krisenstaat vorgeworfen. Man sei über den Umgang mit diesen Menschen erbittert in einem Maße, "dass wir es nicht in Worte fassen können", sagte der Vorsitzende Marcus Grotian in Berlin. Die Schuld gab er vor allem dem Bundeskanzleramt. Dort hätte man die Möglichkeit gehabt, die unterschiedlichen Interessen der Ministerien zusammenzubringen, sagte er. Auf fünf Briefe des Netzwerks im Juni und Juli habe die Regierungszentrale nicht reagiert.

Das Netzwerk wirft der Bundesregierung vor, zu spät mit der Rückführung der Ortskräfte begonnen und sie durch bürokratische Hürden behindert zu haben. Nach seinen Angaben geht es insgesamt um 8000 Ortskräfte und Familienangehörige. Wie viele davon bereits nach Deutschland zurückgekehrt sind, ist unklar.

10.47 Uhr: 49,2 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. 49,2 Millionen Menschen oder 59,2 Prozent der Bevölkerung sind nun vollständig geimpft, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)  per Twitter mitteilte. Mindestens eine erste Impfung haben 53,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise 64,2 Prozent der Bevölkerung erhalten.

9.47 Uhr: Rekordzahl an Migranten überquert Ärmelkanal nach England

Die Zahl der Migranten, die in kleinen Booten an einem einzigen Tag über den Ärmelkanal gelangt ist, hat am Wochenende erneut einen Rekord erreicht. Mehr als 800 Menschen überquerten die gefährliche Meerenge am Samstag, wie das britische Innenministerium mitteilte.

Es ist bereits der fünfte Tagesrekord seit Jahresbeginn. Insgesamt erreichten mehr als 12.500 Menschen in diesem Jahr die englische Küste auf diesem Weg. Im gesamten Vorjahr wurden 8417 Menschen gezählt.

9.45 Uhr: Palästinensischer Jugendlicher von israelischer Armee im Westjordanland getötet

Bei gewaltsamen Zusammenstößen im von Israel besetzten Westjordanland ist ein 15-jähriger Palästinenser erschossen worden. Das palästinensische Gesundheitsministerium teilte mit, der 15-jährige Imad Chaled Saleh Haschasch sei nach einem Kopfschuss gestorben. 

Die israelische Armee teilte mit, sie habe bei einem nächtlichen Einsatz einen "Verdächtigen" in dem Flüchtlingslager Balata nahe der Stadt Nablus festnehmen wollen. Es sei "mit scharfer Munition von den Dächern auf Soldaten geschossen" worden. Die Soldaten hätten das Feuer erwidert. 

9.39 Uhr: 13-Jähriger bei Sturz durch Schuldach in Niedersachsen lebensgefährlich verletzt

Ein 13-Jähriger ist in Niedersachsen durch eine Lichtkuppel auf dem Dach einer Schule gestürzt und hat sich lebensgefährlich verletzt. Der Junge kletterte am Montagabend in der Gemeinde Rastede mit zwei Freunden auf das Dach des Gebäudes, wie die Polizei in Oldenburg mitteilte.

Demnach brach der Jugendliche nach ersten Erkenntnissen durch die Kuppel und stürzte mehrere Meter tief in ein Treppenhaus. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Etwa 30 Helfer von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei waren vor Ort.

9.38 Uhr: Großbrand in Reifenlager in Bochum sorgt für Verkehrsbehinderungen im Ruhrgebiet

Ein Großbrand in einem Reifenlager in Bochum hat am Montag für große Verkehrsbehinderungen im Ruhrgebiet gesorgt. Zwischenzeitlich wurde sowohl die Autobahn 40 komplett gesperrt als auch der Bahnverkehr zwischen Gelsenkirchen und Bochum eingestellt, wie die Bochumer Feuerwehr mitteilte. Demnach standen bei einer ortsansässigen Firma hunderte Reifen in Vollbrand.

Aus der Firma seien "große Rauchschwaden" in den Himmel gestiegen. Den Angaben zufolge brannte eine Fläche von 1600 Quadratmetern. Neben den Feuerwehren von Gelsenkirchen, Essen, Dortmund und Bochum seien auch das Technische Hilfswerk und das Landesamt für Umwelt alarmiert worden. Insgesamt waren rund 180 Kräfte im Einsatz.

9.11 Uhr: TU Darmstadt: Vergiftungen sind mutmaßlich Giftanschlag

Nach den Vergiftungserscheinungen bei mindestens sieben Menschen an der Technischen Universität Darmstadt spricht die Uni von einem mutmaßlichen Giftanschlag. "Wir sind erschüttert angesichts der offensichtlichen Straftat, die sich an unserer Universität ereignet hat", teilte die Präsidentin der Hochschule, Tanja Brühl, mit. Nach ersten Ermittlungen der Polizei seien die Betroffenen vermutlich Opfer eines Giftanschlags geworden. "Ich werde so schnell wie möglich mit ihnen persönlichen Kontakt aufnehmen, sofern es ihr Zustand erlaubt."

Am Montag waren nach Angaben der Polizei mehrere Menschen mit Vergiftungserscheinungen wie Unwohlsein und Verfärbungen in Kliniken gebracht worden. Um welchen Stoff es sich handelt, soll eine Laboranalyse zeigen. Auch weitere Lebensmittel und Getränke, die auf dem Campus Lichtwiese waren, werden untersucht. Die Polizei geht davon aus, dass mehrere Milch-Packungen und Wasserbehälter im Gebäude L201 auf dem Campus zwischen Freitag und Montag mit dem Stoff versetzt wurden.

8.54 Uhr: Union und SPD auch in neuer Umfrage gleichauf

Union und SPD liegen auch in einer neuen Umfrage gleichauf in der Wählergunst. Im wöchentlichen Meinungstrend des Instituts Insa für Bild TV verliert die CDU/CSU zwei Prozentpunkte und landet bei 23 Prozent. Die SPD gewinnt drei Prozentpunkte hinzu und ist mit 23 Prozent genauso stark wie die Union.

Die Grünen verlieren in der am Dienstag veröffentlichten Erhebung einen halben Punkt und kommen auf 17 Prozent. Die FDP erzielt 13 Prozent, die Linke sieben Prozent - jeweils ein Plus von einem halben Punkt. Die AfD hält mit elf Prozent ihren Wert aus der Vorwoche. Sonstige Parteien kommen zusammen auf sechs Prozent.

8.08 Uhr: Griechische Urlaubsinseln sind nun Corona-Hochrisikogebiete

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln nun als Hochrisikogebiet ein. Die Regelung gilt seit heute. Nach jüngsten Schätzungen des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind derzeit etwa 150.000 Pauschalurlauber aus Deutschland in Griechenland unterwegs. Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl an Individualreisenden. Das Land zählt zu den beliebtesten Zielen rund ums Mittelmeer.

Neben Kreta ist nun auch die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos Hochrisikogebiet. Die Inseln gelten auch wegen ihres intensiven Nachtlebens als Keim der Corona-Ausbreitung in Griechenland. Einreisende aus Hochrisikogebieten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.

8.06 Uhr: Deutscher Staatshaushalt im ersten Halbjahr 2021 tief im Minus

Der deutsche Staat hat auch im ersten Halbjahr 2021 in der Corona-Pandemie deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen in den ersten sechs Monaten bei 4,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Es war das zweithöchste Defizit in einer ersten Jahreshälfte seit der deutschen Vereinigung.

8.04 Uhr: Deutsche Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 1,6 Prozent

Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2021 etwas stärker gewachsen als zunächst berechnet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorquartal um 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Wiesbadener Behörde von einem Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen.

5.37 Uhr: Streik der Lokführer geht weiter und sorgt für zahlreiche Zugausfälle

Kunden der Deutschen Bahn müssen sich auch heute auf zahlreiche Verspätungen und Zugausfälle vorbereiten. Die Gewerkschaft GDL setzte ihren Streik bei der Deutschen Bahn fort. Ähnlich wie am ersten Tag des Streiks rechnet die Bahn nach eigenen Angaben damit, das Angebot im Fernverkehr mit etwa 30 Prozent aufrecht erhalten zu können, im Regionalverkehr im Durchschnitt etwa 40 Prozent. "Auch am zweiten Tag werden wir unser stabiles Grundangebot bieten", sagte eine DB-Sprecherin am Dienstagmorgen.

Reisende müssen sich wie am Montag auf zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Auch im Güterverkehr wird weiter gestreikt. Um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch soll der Arbeitskampf beendet werden. Die Bahn geht davon aus, dass sich der Verkehr im Laufe dieses Tages wieder normalisieren wird.

4.53 Uhr: Afghanische Frauenrechtlerin Ghafari in Deutschland angekommen

Die vor den radikalislamischen Taliban geflohene afghanische Frauenrechtlerin Sarifa Ghafari ist in Deutschland gelandet. Wie die nordrhein-westfälische Staatskanzlei in der Nacht im Online-Dienst Twitter mitteilte, traf die ehemalige Bürgermeisterin der afghanischen Stadt Maidan Schahr am Montagabend Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Die Staatskanzlei veröffentlichte ein Foto, auf dem Laschet und Ghafari beim Gespräch zu sehen waren. 

Ghafari sei gemeinsam mit ihrer Familie am Flughafen Köln-Bonn angekommen, erklärte die Staatskanzlei. Sie werde nun Schutz in Nordrhein-Westfalen finden. 

4.40 Uhr: RKI registriert 5747 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 58,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 58,0 – am Vortag hatte der Wert 56,4 betragen, vor einer Woche 37,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5747 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3912 Ansteckungen gelegen.

Daneben stieg auch die Zahl der Toten im Vergleich zur Vorwoche. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.877.612 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

News von heute: Taliban-Sprecher: Afghanen dürfen nicht mehr zum Flughafen in Kabul

2.25 Uhr: Israels Armee fliegt nach Brandballon-Attacken Luftangriffe im Gazastreifen

Als Reaktion auf Attacken mit Brandballons aus dem Gazastreifen hat Israel Luftangriffe in dem Palästinensergebiet geflogen. Die Angriffe seien in Gaza-Stadt, Chan Yunis und Dschabalia erfolgt, hieß es aus palästinensischen Sicherheitskreisen. Die Luftangriffe hätten einen materiellen Schaden verursacht, Tote habe es aber nicht gegeben. Mit der radikalislamischen Hamas verbündete Kämpfer hätten die israelischen Kampfjets beschossen.

Die israelische Armee teilte mit, sie habe eine Waffenfabrik der Hamas in Chan Yunis und den Eingang zu einem "Terrortunnel" in Dschabalia angegriffen. Zudem sei im Stadtviertel Schedschaija von Gaza-Stadt eine unterirdische Hamas-Einrichtung getroffen worden, die zum Abschuss von Raketen genutzt worden sei und in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern und einer Schule liege. Die Angriffe seien eine "Antwort auf die Brandballons der Hamas auf israelisches Gebiet" gewesen, erklärte die Armee weiter.

1.59 Uhr: Tunesiens Präsident verlängert umstrittene Parlaments-Suspendierung

Tunesiens Präsident Kaïs Saïed hat per Dekret die umstrittene Suspendierung des Parlaments verlängert. Die Aussetzung der parlamentarischen Arbeit sowie die Aufhebung der Immunität aller Abgeordneten blieben "bis auf weiteres" in Kraft, teilte die tunesische Präsidentschaft in der Nacht im Online-Dienst Twitter mit. Saïed hatte mit der Entmachtung der Regierung und der Suspendierung des Parlaments im Juli eine Verfassungskrise in Tunesien ausgelöst. Seine Kritiker warfen ihm einen Putsch vor.

1.41 Uhr: Medien: Größter Mann in den USA mit 38 Jahren gestorben

Der größte in den USA lebende Mann ist nach Angaben seiner Familie gestorben, wie US-Medien berichteten. Der aus der Ukraine stammende Igor Vovkovinskiy, mit einer Körpergröße von 2,35 Metern, wurde demnach 38 Jahre alt. Seine Mutter teilte auf Facebook mit, dass ihr Sohn am Freitag in einem Krankenhaus an einem Herzleiden gestorben sei. Vovkovinskiy war 1989 als Kind aus medizinischen Gründen nach Rochester (US-Staat Minnesota) gekommen. Er wurde wegen eines Tumors behandelt, der bei ihm zu einer starken Ausschüttung von Wachstumshormonen geführt hatte.

2010 war er vom Guinness-Buch der Rekorde zum größten lebenden Mann in den USA erklärt worden, wie die "New York Post" berichtete. Er machte Schlagzeilen, als er bei einer Veranstaltung von Ex-Präsident Barack Obama ein T-Shirt mit der Aufschrift "Größter Obama-Unterstützer der Welt" trug.

Den Titel als größter lebender Mensch der Welt hält der Türke Sultan Kösen inne. Nach Angaben von Guinness ist der Rekordhalter 2,51 Meter groß.

1.32 Uhr: Arbeitsagentur-Chef Scheele: Wir brauchen 400 000 Zuwanderer pro Jahr

Deutschland braucht aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, rund 400.000 Zuwanderer pro Jahr – und damit deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. "Aber mir geht es hier nicht um Asyl, sondern um gezielte Zuwanderung für die Lücken am Arbeitsmarkt", sagte Scheele der "Süddeutschen Zeitung". "Von der Pflege über Klimatechniker bis zu Logistikern und Akademikerinnen: Es werden überall Fachkräfte fehlen." Zu möglichen Widerständen gegen Migration sagte er: "Man kann sich hinstellen und sagen: Wir möchten keine Ausländer. Aber das funktioniert nicht."

"Fakt ist: Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus", sagte Scheele. Durch die demografische Entwicklung nehme die Zahl der potenziellen Arbeitskräfte im typischen Berufsalter bereits in diesem Jahr um fast 150.000 ab. "In den nächsten Jahren wird es viel dramatischer", sagte Scheele. "Deutschland kann das Problem nur lösen, indem es Ungelernte und Menschen mit wegfallenden Jobs qualifiziert, Arbeitnehmerinnen mit unfreiwilliger Teilzeit länger arbeiten lässt - und vor allem, indem es Zuwanderer ins Land holt", sagte Scheele. Das müsse die neue Bundesregierung alles anpacken.

1.26 Uhr: "Proud Boys"-Anführer zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt

Der bekannte Rechtsextremist Enrique Tarrio ist wegen des Verbrennens eines "Black-Lives-Matter"-Banners in den USA zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Washington verurteilte den Anführer der Gruppierung "Proud Boys" zudem zu einer Geldstrafe von 1000 Dollar (rund 850 Euro). Zusätzlich muss der 37-Jährige eine Entschädigung in Höhe von 347 Dollar an die Kirche zahlen, an der das "Black-Lives-Matter"-Banner befestigt gewesen war.

Tarrio war im Zusammenhang mit Protesten für den damaligen US-Präsidenten Donald Trump und gegen die Anti-Rassismus-Bewegung "Black Lives Matter" im vergangenen Jahr bekannt geworden. Bei einer Kundgebung zur Unterstützung Trumps am 12. Dezember riss er ein "Black-Lives-Matter"-Banner von einer von Schwarzen besuchten Kirche in Washington und zündete es an.

dho/kng/rw/fs DPA AFP

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