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Medien-Reaktionen: Die internationale Presse über Trumps "Chaos"-Strategie

Es gibt Kritik, Besorgnis, die Rede ist von einer "Zeitenwende". Die internationale Presse bewertet Donald Trumps Aussagen im Interview mit "Bild" und "Times". "Der Standard" aus Österreich bringt das "Chaos" wohl am konkretesten auf den Punkt.

Viele Reaktionen auf Donald Trumps Interview mit der "Bild"

"Statt lauthals zu protestieren, wäre ein Weckruf angebracht" - eine der vielen Reaktionen auf Donald Trumps Interview mit der "Bild"

Auch am Tag nach dem Interview in "Bild"-Zeitung und "Times" bewegen Donald Trumps Worte ganz Europa. Die Zeitungen haben jedes Wort analysiert und interpretiert. Je nach Land stehen in den Kommentaren der Journalisten entweder die Nato- oder Brexit-Aussagen im Zentrum. Einige widmen sich in Urteilen auch den internationale Beziehungen im Allgemeinen. Ein Überblick über die Aussagen der europäischen Presse:

Designierter US-Präsident: Das sind die wichtigsten Aussagen aus dem Trump-Interview



Die regierungsnahe Budapester Tageszeitung "Magyar Idök":

"Trump ist kein Politiker, sondern ein Investor, kein Diplomat, sondern ein Geldmann. (...) Mit seinem rauhen, rohen Stil reißt er die Hülle der politischen Höflichkeit von der Oberfläche der internationalen Beziehungen ab und zeigt damit auf den Kern der Sache. (...) Amerika ist groß und stark und war es rein technisch auch unter (dem scheidenden US-Präsidenten Barack) Obama, und auch unter Trump wird sich nichts ändern, außer der Betonung, dem Stil und der Geschwindigkeit. (...) Obama war ein guter Mensch und ein schlechter Präsident. Von Trump wissen wir vorerst nur so viel, dass seine Haut um Zentimeter dicker ist als die seines Vorgängers und dass er nächtens relativ gut schläft. Es könnte sich sogar noch erweisen, dass ihm gelingt, was er vorhat."

Die spanische Zeitung "El País" schreibt:

"Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht die Anzeichen verhärten, dass die Amtszeit Donald Trumps die transatlantischen Beziehungen auf eine harte Probe stellen wird. Nach den Breitseiten gegen Mexiko und China, die er als Handelsfeinde auserkoren und mit Strafzöllen bedroht hat, hat der nächste US-Präsident jetzt einen heftigen Angriff auf Europa und die Nato gestartet. (...) Er zeigt dabei eine besorgniserregende und gefährliche Unkenntnis der europäischen Realität und der Vorteile, die beide Seiten daraus zogen und ziehen, sich einen offenen, sicheren, freien und florierenden transatlantischen Raum zu teilen."

Die konservative "Lidove noviny" aus Tschechien schreibt zurKritik des designierten US-Präsidenten Donald Trump am Nato-Verteidigungsbündnis:

"Nach Ansicht Trumps ist die Nato überholt - veraltet, mit Mitgliedern, die nicht so viel beitragen, wie sie sollten, und nicht engagiert genug im Kampf gegen den Terrorismus. Es hört sich so an, als ob die USA Europa über Bord werfen wollten, aber es ist auch viel Wahres dran. Unter den europäischen Nato-Mitgliedern hält nur Frankreich den Terrorismus für eine kriegerische Bedrohung. Trump fordert nur, dass die Nato wie jede Institution einen Generationenwechsel durchmachen sollte. Das ergibt durchaus Sinn, denn die letzten Reformen nach dem Ende des Kalten Krieges liegen ein Vierteljahrhundert zurück. (...) Europa graust es, wenn ein US-Politiker sagt, dass er Merkel und Putin mit dem gleichen Vertrauen entgegentreten wird, um dann zu sehen, wie lange es hält. Doch so sieht die Welt eines Geschäftsmanns ohne ideologische Brille aus, der gewohnt ist, seine Pläne und Projekte laufend anzupassen. Europa wird lernen müssen, damit umzugehen."

Die niederländische Zeitung "De Telegraaf" kommentiert:

"Mit seiner Vorhersage, dass nach Großbritannien auch andere Staaten die EU verlassen werden und dass der Brexit den Briten keineswegs schaden wird, trifft Trump einen offenen Nerv. Und dann fügt er auch noch hinzu, dass es ihm wenig ausmacht, ob die EU zerstritten oder geeint ist. Man darf bezweifeln, dass der gewählte Präsident tiefgründig über seine Äußerungen nachgedacht hat. Doch die Reaktionen sagen viel darüber, wie in Brüssel mit dem Brexit gerungen wird. (...) Die Erweiterung der EU und der damit einhergehende Strom von Einwanderern in das Vereinigte Königreich waren ein bedeutender Grund für den Brexit. Darüber sollte in Brüssel diskutiert werden statt der Kritik an der EU mit der ewigen Wiederholung des hohlen Mantras "Die EU ist gut für euch" zu begegnen."

Die liberale schwedische Tageszeitung "Sydsvenskan" (Malmö) urteilt:

"Trump hat die Entscheidung der Briten, die (Europäische) Union zu verlassen, als ziemlich klug gelobt und vorausgesagt, dass mehr Länder dem Beispiel folgen werden. Der Unterschied zum scheidenden Präsidenten Barack Obama, der erklärt hat, dass er am liebsten gesehen hätte, dass die EU zusammenhält, ist deutlich. Dazu kommt, dass Trump Bundeskanzlerin Angela Merkels Entscheidung, große Verantwortung bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu übernehmen, einen katastrophalen Fehler nennt und behauptet, dass die EU vor allem ein Werkzeug für Deutschland ist. Sicherlich hat Trump gleichzeitig seine Bewunderung für Merkel ausgedrückt, die er die wichtigste europäische Regierungschefin nennt. Aber es herrscht kein Zweifel daran, dass der Machtwechsel im Weißen Haus politische Folgen für die EU haben wird. Die Frage ist nur, wie umfassend sie sein werden."

In der "Neuen Zürcher Zeitung" heißt es: 

"Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich zwar tief besorgt, betonte aber, er gehe davon aus, dass die USA auch künftig an einer Partnerschaft mit Europa interessiert seien. Doch Trumps Aussagen zeigen, dass der künftige US-Präsident eine Zeitenwende einleitet, weil er mit einem ganz neuen Weltbild über den Atlantik blickt. (...)

Selbst wenn Pragmatiker in der Regierung mäßigend auf Trump einwirken, ist möglich, dass der Exzentriker die im Rahmen der Nato eben nach Polen entsandten US-Truppen aus einer Laune heraus wieder abzieht. Ein Brüsseler Insider bezeichnet diese Unsicherheit geradezu als Einladung an Putin, an der Ostflanke der Nato die Grenzen des Erlaubten militärisch auszuloten. Europa kann sich nur noch sehr bedingt auf die USA verlassen. Die beste Antwort sei Europas Einigkeit, sagte der französische Außenminister Ayrault. Denkbar ist, dass sich die Europäer zu einer EU-Verteidigungsunion  überwinden. Doch ob sie dafür die Kraft aufbringen, ist angesichts des Zustands der EU fraglich."

Die katholische französische Zeitung "La Croix" bezeichnet das Auftreten des künftigen US-Präsidenten Donald Trump am Dienstag als "einen Elektroschock für Europa":

"Der Vorteil von Donald Trumps offener Sprache ist, dass sie die Mitgliedstaaten der Europäischen Union verpflichtet, eine klare Wahl zu treffen. Die Alternative ist sehr reinfach. Entweder geht einer nach dem anderen das Wohlwollen des Chefs der Vereinigten Staaten aushandeln. Oder sie schließen die Reihen, um in den internationalen Beziehungen gegenüber Washington, aber auch Peking oder Moskau Gewicht zu haben. Und somit eine gewisse Kontrolle über ihr Schicksal zu behalten. Die Haltung Deutschlands wird entscheidend sein. Im Augenblick ruft Angela Merkel die 27 dazu auf, "zusammenzuarbeiten". Nehmen wir sie beim Wort."

Die konservative französische Zeitung "Le Figaro" kommentiert:

"Die "Bedrohung Trump" für Europa ist nur das Spiegelbild unserer eigenen Machtlosigkeit. Statt lauthals zu protestieren, wäre ein Weckruf angebracht. Wir müssen unser Schicksal tatsächlich selbst in die Hand nehmen. Gemeinsam auf die großen Themen antworten, statt sich in Mikro-Reglementierungen zu verlieren: Migranten-Krise, Kontrolle der Grenzen, Sicherheit. Wenn Europa das Vertrauen seiner Völker wiedergefunden hat, und damit das Vertrauen in sich selbst, kann es mit Trump reden. Wird es der neue Präsidenten unwillentlich schaffen, die Europäer zur Einheit zu drängen? Leider ist (der in wenigen Monate aus dem Amt scheidende französische Staatschef) François Hollande schon woanders und Angela Merkel hat Wahlen vor sich. Die Chef-Trompeter sind heiser."

Zum bevorstehenden Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident schreibt "Der Standard":

"Es klingt paradox, aber den USA droht trotz Einparteienherrschaft die Unregierbarkeit. Denn ihr Präsident ist kein konservativer Politiker, sondern ein Reality-TV-Star, der sich an die Spitze eines zornigen Bürgeraufstands gestellt hat. Wohl könnte er das Regierungsgeschäft erlernen, aber er will es ganz offensichtlich nicht.Für diese einmalige Konstellation gibt es kein Handlungsrezept. (...) Noch ist es für europäische Politiker zu früh, vor Trump'schen Eskapaden zu warnen. Und auch nach dem 20. Jänner wird das Wort des Präsidenten mehr Unterhaltungs- als Informationswert haben. Umso genauer wird man sich die konkreten Entscheidungen in Washington anschauen müssen. Vielleicht fallen die tatsächlich so schrecklich aus wie befürchtet. Oder aber sie fallen nicht, weil das Chaos regiert - eine ebenso schreckliche Aussicht."

Zur Haltung von Donald Trump gegenüber Europa meint die Londoner "Financial Times":

"Westeuropa erfreute sich einer langen Phase des Friedens, weil die Stärke eines geeinten Europas für die USA Priorität hatte, während Russland mit dem Misstrauen behandelt wurde, das es weitgehend verdient. Warum Donald Trump diese strategische Position aufgegeben hat, ist nicht klar. Er könnte Europa als hoffnungslos im Niedergang befindlich und daher als Partner von geringem Wert ansehen. Vielleicht will er Russland stärker einbinden, damit sich das globale Gleichgewicht zu Ungunsten Chinas neigt. Vielleicht handelt er nur aus dem Bauch heraus. Was immer der Fall ist, es gibt zwei Gründe für die Annahme, dass Trumps Position zu Europa sich bald ändern könnte. Erstens sind mehrere wichtige Mitglieder seiner Administration - etwa der künftige Verteidigungsminister und der CIA-Chef - für eine harte Linie gegenüber Russland. Und zweitens wird Trump nächste Woche Präsident sein. Er wird dann wohl nicht mehr von der Seitenlinie rhetorische Rauchbomben gegen eine etablierte Ordnung abfeuern. Er wird mit der Realität konfrontiert. Dafür wird er Freunde brauchen. Und die USA haben keine besseren Freunde als die Europäer." 

feh / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(