Irankrieg treibt Inflationsrate in Deutschland nach oben. Die USA prüfen wohl, wie der Iran auf eine Siegeserklärung von Trump reagieren könnte. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Phil Göbel
Iran: Amerikaner gehören auf den Grund des Meeres
Die Führung des Irans hat angekündigt, seine Atom- und Raketenkapazitäten zu schützen und zugleich den USA gedroht. „Neunzig Millionen iranische Bürger im In- und Ausland betrachten alle Atom- und Raketenfähigkeiten als nationales Gut und werden sie wie ihre See-, Land- und Luftgrenzen verteidigen“, hieß es in einer Rede des obersten Führers Modschtaba Chamenei, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde.
Zugleich wurden erneute Drohungen gegen die Präsenz der US-Streitkräfte in der Region ausgesprochen. Zwei Monate nach dem „größten Militärangriff und der Aggression der Weltbullys“ in der Region sowie „nach dem beschämenden Scheitern Amerikas mit seinem Plan“ werde ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Straße von Hormus geschrieben, sagte Chamenei demnach weiter.
„Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – außer auf dem Grund seiner Gewässer.“
„Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – außer auf dem Grund seiner Gewässer.“
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Mirjam Bittner

Die Angst vor einer sich erneut zuspitzenden Situation im Nahen Osten drückt den Dax. Der deutsche Leitindex verliert ein Prozent auf 23.715 Punkte. „Hauptbelastungsfaktor bleibt der kräftig gestiegene Ölpreis“, sagt Timo Emden von Emden Research der Nachrichtenagentur Reuters.
Spekulationen auf ein Ende der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran haben den Preis für das Nordseeöl Brent um bis zu 7,1 Prozent auf 126,41 Dollar je Fass getrieben. Das ist der höchste Stand seit vier Jahren.
Spekulationen auf ein Ende der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran haben den Preis für das Nordseeöl Brent um bis zu 7,1 Prozent auf 126,41 Dollar je Fass getrieben. Das ist der höchste Stand seit vier Jahren.
Einem Bericht des Nachrichtenportals „Axios“ zufolge soll US-Präsident Donald Trump im Laufe des Tages von seinem Militär über neue Pläne für eine Reihe von Militärschlägen gegen den Iran unterrichtet werden, um den Verhandlungsdruck auf Teheran zu erhöhen. Das verstärkt die Sorgen vor weiteren Lieferengpässen angesichts der bereits eingeschränkten Exporte im Nahen Osten.
Zum Hintergrund: Der Iran blockiert den Großteil der internationalen Schifffahrt in der Straße von Hormus, einem der wichtigsten Nadelöhre für die weltweite Energieversorgung. Die USA hatten in diesem Monat ihrerseits damit begonnen, iranische Schiffe an der Weiterfahrt zu hindern.
Zum Hintergrund: Der Iran blockiert den Großteil der internationalen Schifffahrt in der Straße von Hormus, einem der wichtigsten Nadelöhre für die weltweite Energieversorgung. Die USA hatten in diesem Monat ihrerseits damit begonnen, iranische Schiffe an der Weiterfahrt zu hindern.
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Phil Göbel
Die deutschen Importpreise sind nach Beginn des Irankriegs so stark gestiegen wie seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine vor vier Jahren nicht mehr. Sie legten im März um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Einen stärkeren Anstieg gab es im März 2022 mit 5,4 Prozent. Auch diesmal steckt ein sprunghafter Anstieg der Energiepreise dahinter: Diese legten um 33,6 Prozent zum Vormonat zu. Das war der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe 1995.
Verglichen mit dem Vorjahresmonat zogen die Preise um 2,3 Prozent an, nachdem sie im Januar und Februar noch um jeweils 2,3 Prozent gefallen waren. Das war der kräftigste Anstieg seit Februar 2025.
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Mirjam Bittner

Angesichts der Seeblockade der USA droht der Kommandeur der iranischen Marine den US-Truppen in der Region. Der Iran habe die Straße von Hormus geschlossen, zitiert der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Marine-Chef Scharam Irani. „Sollten sie sich weiter nähern, werden wir unverzüglich operative Maßnahmen ergreifen“, sagt er über die US-Marine, die Schiffe derzeit daran hindert, iranische Häfen anzusteuern oder aus ihnen auszulaufen.
Das iranische Militär werde den Feind bald mit einer Waffe angreifen, „vor der er große Angst hat“, kündigt Irani an. Um welche Art von Waffe es sich dabei handeln soll, sagte er nicht. Derzeit gilt zwischen dem Iran und den USA eine Waffenruhe.
Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 42 Schiffe gestoppt. Dadurch seien dem Iran schätzungsweise mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus dem Ölexport entgangen, sagte der Kommandeur des zuständigen US-Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.
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Phil Göbel
USA prüfen Abbau ihrer Soldaten in Deutschland
Die USA prüfen nach Aussage von Donald Trump eine mögliche Reduzierung ihrer Truppen in Deutschland. Eine Entscheidung solle in Kürze getroffen werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Die Ankündigung folgt auf Trumps deutliche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, hatte Trump am Dienstag auf Truth Social mit Blick auf den CDU-Vorsitzenden geschrieben.
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump erklärt, dass die Verhandlungen mit dem Iran derzeit telefonisch geführt werden. Man verzichte auf zeitaufwendige persönliche Treffen, auch wenn er diese bevorzuge, sagt Trump im Weißen Haus. Es sei „lächerlich“ 18 Stunden zu fliegen, um am Ende absehbar unbefriedigende Ergebnisse zu erhalten.
Zwar habe es Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei aber noch nicht erreicht, sagt er. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte. Auf die Frage, ob dafür aus seiner Sicht zusätzlicher militärischer Druck nötig werden könnte, zeigt sich Trump unentschieden. „Ich weiß es nicht“, sagt er. Das hänge davon ab, wie weit der Iran in den Gesprächen gehe.
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Thomas Krause
Außenminister Johann Wadephul hat während des Besuches in Marokko mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefoniert. Beide seien sich einig gewesen, dass es eine schnelle Verhandlungslösung zur Beendigung des Iran-Kriegs brauche, heißt es im Anschluss aus Delegationskreisen des deutschen Außenministers. Derzeit sähen beide Minister eine Chance auf Bewegung, um eine bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus zu erreichen.
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Mirjam Bittner

Kreml: Trump und Putin sprechen in Telefonat über Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben nach Angaben des Kreml in einem Telefonat über den Irankrieg beraten. Die beiden Staatschefs hätten sich bei ihrem Gespräch vor allem auf den Krieg am Golf konzentriert, so Kreml-Berater Juri Uschakow vor Journalisten. Sie hätten „der Lage im Iran und am Persischen Golf besondere Aufmerksamkeit“ gewidmet.
Der Kremlchef halte Trumps Entscheidung „für richtig“, die Waffenruhe mit dem Iran zu verlängern. Dies gebe den Verhandlungen „eine Chance und dürfte insgesamt zur Stabilisierung der Lage beitragen“, sagt Uschakow.
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Mirjam Bittner

Nach den neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump hält der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dagegen. In einer Ansprache beschwört er den Zusammenhalt im Iran. Trump wolle mit medialen Hetzkampagnen, Behauptungen über interne Differenzen und wirtschaftlichem Druck den Iran zur Kapitulation nötigen, sagt Ghalibaf in einer im Staatssender Irib übertragenen Audiobotschaft.
Trump plane, „das Land von innen heraus zu schwächen“ und so einen Zusammenbruch des Systems zu erzwingen, so Ghalibaf weiter. Das iranische Volk werde „diese Verschwörung jedoch mit Einheit und Zusammenhalt zunichtemachen“.
Im Iran hatte es jedoch vor dem Krieg im Winter massive Aufstände gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik gegeben: Der Sicherheitsapparat ging damals brutal gegen die Proteste vor; Tausende Demonstranten wurden getötet.
Phil Göbel
Trump droht Iran
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran, zu einer Verhandlungslösung mit den USA zu kommen. Mit einem Post auf seiner Plattform Truth Social drohte er: „Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!“
Dazu postete der US-Präsident eine Fotomontage, die ihn im Hollywood-Stil im schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte, Sonnenbrille und umgehängtem Sturmgewehr zeigt. Dahinter sind Explosionen in einer kargen Berglandschaft zu sehen. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten: „NO MORE MR. NICE GUY“ (etwa: „Jetzt ist Schluss mit lustig“)
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Mirjam Bittner

Verteidigungs-, bzw. Kriegsminister Pete Hegseth wehrt sich auch deshalb so deutlich gegen die Demokraten, weil die ihn im Zuge des Irankriegs am liebsten des Amtes entheben würden. Sie werfen ihm unter anderem Kriegsverbrechen vor. Das Vorhaben hat allerdings wenig Aussicht auf Erfolg, weil die Republikaner sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit haben.
Mehr über Hegseth und seine Rolle im Irankrieg lesen Sie in diesem Text unserer stern-US-Korrespondentin Leonie Scheuble:
Mehr über Hegseth und seine Rolle im Irankrieg lesen Sie in diesem Text unserer stern-US-Korrespondentin Leonie Scheuble:
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Mirjam Bittner

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verteidigt den Krieg im Iran vor dem Kongress mit scharfen Worten. Er weist die Darstellung zurück, die US-Truppen steckten in dem unpopulären Konflikt in einer ausweglosen Situation fest.
„Sie nennen es einen Sumpf und liefern unseren Feinden damit Propagandamaterial? Schämen Sie sich für diese Aussage.“US-Verteidigungsminister Pete Hegseth
Den Demokraten wirft er im Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses vor, mit ihrer Kritik „rücksichtslos, schwach und defätistisch“ zu agieren.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth spricht vor dem Ausschuss für Streitkräfte des Repräsentantenhauses. Rod Lamkey Jr./FR172078 AP/AP/dpa
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Mirjam Bittner

Irankrieg kostete USA bislang 25 Milliarden Dollar, laut Pentagon
Der Irankrieg hat die Vereinigten Staaten nach Angaben eines hochrangigen Pentagon-Mitarbeiters bislang circa 25 Milliarden US-Dollar (knapp 21,4 Milliarden Euro) gekostet. Dies seien schätzungsweise alle Ausgaben, die seit Beginn der „Operation Epic Fury“ angefallen seien, so Jules W. Hurst III bei einer Anhörung des Repräsentantenhauses. Der größte Teil des Geldes sei für Munition ausgegeben worden.
Hurst kündigt auch an, dass das Pentagon über das Weiße Haus einen Nachtragshaushalt beantragen werde, „sobald uns eine vollständige Einschätzung der Kosten des Konflikts vorliegt“. Allein die erste Kriegswoche habe elf Milliarden Dollar gekostet, zitiert das Nachrichtenportal „Politico“ Hurst.
Derzeit herrscht zwischen den Kriegsparteien eine Waffenruhe, ein Ende des Krieges ist aber nicht in Sicht, nachdem die Gespräche zwischen Washington und Teheran ins Stocken geraten sind.
Hurst kündigt auch an, dass das Pentagon über das Weiße Haus einen Nachtragshaushalt beantragen werde, „sobald uns eine vollständige Einschätzung der Kosten des Konflikts vorliegt“. Allein die erste Kriegswoche habe elf Milliarden Dollar gekostet, zitiert das Nachrichtenportal „Politico“ Hurst.
Derzeit herrscht zwischen den Kriegsparteien eine Waffenruhe, ein Ende des Krieges ist aber nicht in Sicht, nachdem die Gespräche zwischen Washington und Teheran ins Stocken geraten sind.
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Mirjam Bittner

Irankrieg bremst erhofften Aufschwung in Deutschland
Steigende Energiepreise, wackelige Lieferketten, unsichere Exportmärkte: Die deutsche Wirtschaft bekommt die Folgen des Irankriegs mit voller Wucht zu spüren. Statt des erhofften Aufschwungs nach drei mageren Jahren erwarten Ökonomen für das erste Quartal bestenfalls ein Mini-Wachstum.
Eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) veröffentlicht das Statistische Bundesamt morgen um 10 Uhr. Die Bundesbank rechnet mit einem Mini-Wachstum, auch weil sich die Kriegsfolgen erst später in der deutschen Wirtschaft niederschlagen dürften.
Ökonomen haben ihre Konjunkturprognosen für 2026 reihenweise gesenkt.
Eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) veröffentlicht das Statistische Bundesamt morgen um 10 Uhr. Die Bundesbank rechnet mit einem Mini-Wachstum, auch weil sich die Kriegsfolgen erst später in der deutschen Wirtschaft niederschlagen dürften.
Ökonomen haben ihre Konjunkturprognosen für 2026 reihenweise gesenkt.
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Mirjam Bittner

US-Präsident Donald Trump denkt nach Angaben aus Regierungskreisen über eine monatelange Blockade iranischer Häfen nach. Wie ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses mitteilt, brachte Trump bei einem gestrigen Treffen mit Vertretern der Ölindustrie die Möglichkeit ins Spiel, die Blockade um „mehrere Monate“ zu verlängern.
Die Teilnehmer des Treffens, über das zuerst das US-Nachrichtenportal Axios berichtet hatte, berieten laut einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP über „die Maßnahmen, die Präsident Trump ergriffen hat, um die globalen Ölmärkte zu entlasten, und die Maßnahmen, die wir ergreifen könnten, um die derzeitige Blockade bei Bedarf mehrere Monate lang fortzusetzen und ihre Auswirkungen auf amerikanische Verbraucher zu minimieren“.
Trump treffe sich oft mit Vertretern der Ölindustrie, um deren „Feedback“ zur Situation auf den nationalen und internationalen Energiemärkten zu bekommen, erklärt der Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Trump treffe sich oft mit Vertretern der Ölindustrie, um deren „Feedback“ zur Situation auf den nationalen und internationalen Energiemärkten zu bekommen, erklärt der Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte.
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Martin Thiele
Israel hat offenbar zwei Hisbollah-Tunnel im Südlibanon gesprengt. Laut israelischen Streitkräften seien sie Teil eines Plans gewesen, nach Israel zu vorzudringen und dort ein Massaker anzurichten.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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