Der iranische Außenminister soll wieder aus Islamabad abgereist sein. Trump schickt daher wohl auch keine US-Vertreter nach Pakistan. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Berichte: Trump schickt Witkoff nicht nach Pakistan
Im Ringen um ein Ende des Irankriegs hat US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner nach Pakistan zunächst abgesagt. Er habe seiner Delegation gesagt, sie sollten nicht fliegen, zitiert der US-Sender Fox News Trump. „Axios“-Reporter Barak Ravid schreibt auf der Plattform X ebenfalls, Trump habe ihn in einem Telefoninterview über die Absage der Reise informiert.
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Lennard Worobic
Irans Außenminister verlässt Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist pakistanischen Sicherheitskreisen zufolge wieder aus Islamabad abgereist. Araghtschi verließ die Stadt, ohne US-Vertreter zu treffen. Es war zunächst unklar, ob die Reise des US-Sondergesandten Steve Witkoff und des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, nach Pakistan dennoch wie geplant stattfindet. Das Weiße Haus hatte ihren Abflug am Freitag für Samstagmorgen (Ortszeit Washington) angekündigt. Bis zum frühen Mittag gab es keine offizielle Mitteilung dazu.
Im Rahmen der Gespräche zur Beilegung des Konflikts mit den USA war Aragthschi am Freitagabend nach Islamabad gereist, um sich mit Vertretern des Vermittlers Pakistan zu treffen. Araghtschi wollte pakistanischen Sicherheitskreisen zufolge mit den Vermittlern einen Gegenvorschlag in den Verhandlungen mit den USA besprechen. Die iranische Seite hatte dabei stets betont, sie habe bei dieser Reise nicht vor, Vertreter Washingtons zu sehen. Es gab Spekulationen darüber, ob es möglicherweise zu indirekten Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA kommen könnte, beide Seiten also Botschaften austauschen würden.
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Lennard Worobic
Der iranische Präsident Massud Peseschkian ruft die Bevölkerung angesichts massiver Versorgungsengpässe zum Stromsparen auf. Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagt Peseschkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden. „Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein – was spricht dagegen?“
Peseschkian begründet die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer „Belagerung“. Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.
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Finn Rütten
Libanon: Tote bei Angriffen der israelischen Armee
Im Libanon hat es trotz Waffenruhe libanesischen Angaben zufolge wieder einen tödlichen israelischen Angriff gegeben. Vier Menschen seien in einem Ort nahe der Grenze zu Israel getötet worden, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Demnach traf Israels Armee einen Lastwagen sowie ein Motorrad. Die Umstände des Vorfalls bleiben zunächst unklar. Auch über die Identität der Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Das israelische Militär äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall. Israels Armee hatte zuvor erneut Einwohner etlicher Orte im Süden des Nachbarlandes davor gewarnt, dorthin zurückzukehren.
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Finn Rütten
Iran hat USA Verhandlungsposition übermittelt
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hat Insidern zufolge dem Vermittler Pakistan in Islamabad die Forderungen der Teheraner Führung in den Verhandlungen mit den USA übermittelt. Dabei habe er auch iranische Vorbehalte gegen Forderungen der USA übermittelt, sagt ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters.
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Finn Rütten
Teheran: USA wollen "gesichtswahrend" aus dem Iran-Krieg heraus
Die USA versuchen nach Darstellung des iranischen Verteidigungsministeriums, mit neuen Gesprächen in Pakistan über ein mögliches Ende des Irankriegs "gesichtswahrend" aus dem Konflikt herauszukommen. "Unsere militärische Stärke ist heute eine dominierende Kraft, und der Feind sucht nach einer gesichtswahrenden Möglichkeit, dem Morast des Krieges zu entkommen, in dem er gefangen ist", zitiert die Nachrichtenagentur Isna einen Sprecher des Ministeriums.
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Finn Rütten
Iran: Haben immer noch viele Raketen
Der Iran verfügt nach Darstellung des Verteidigungsministeriums weiterhin über einen erheblichen Teil seiner Raketenkapazitäten, die im bisherigen Konfliktverlauf mit den USA und Israel nicht zum Einsatz kamen. Wie Ministeriumssprecher, General Resa Talaie-Nik, laut der Nachrichtenagentur Tasnim weiter sagt, setzt die heimische Rüstungsindustrie ihre Arbeit trotz der Schäden an einigen Produktionszentren sowohl sichtbar als auch unsichtbar fort. Die Produktionslinien seien über das Land verteilt. Demnach arbeiten rund 900 Unternehmen mit den Streitkräften und dem Verteidigungsministerium zusammen. Talaie-Nik gibt an, dass der Iran derzeit mehr als 1.000 Waffentypen, darunter Raketen, Drohnen und militärische Ausrüstungen, im Land herstelle. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist derzeit nicht möglich. Auch die Größe der tatsächlich noch einsatzfähigen Raketen- und Drohnenbestände ist ebenso unklar wie die aktuelle Produktionsrate in der Rüstungsindustrie.
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Finn Rütten
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in Pakistan Gespräche für eine Beilegung des Konflikts mit den USA aufgenommen. Laut Angaben des Staatssenders Irib traf sich Araghtschi in Islamabad mit dem pakistanischen Verteidigungsminister, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen spielt. Im weiteren Verlauf werden die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ebenfalls zu Gesprächen in Pakistan erwartet. Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghaei ist bislang jedoch kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant.
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Finn Rütten
Iran richtet Mann wegen angeblicher Spionage für Israel hin
Im Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad und Gewalt bei landesweiten Protesten hingerichtet worden. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim meldet, der Iraner Erfan Kiani sei am frühen Morgen gehängt worden, nachdem der Oberste Gerichtshof das Todesurteil bestätigt habe. Kiani wurde den Angaben zufolge vorgeworfen, als "angeheuerter Schläger des Mossad" in der zentraliranischen Stadt Isfahan öffentliches und privates Eigentum zerstört und in Brand gesetzt zu haben. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten in diesem Jahr. In den vergangenen Wochen wurden im Iran immer wieder Menschen unter ähnlichen Vorwürfen exekutiert.
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Finn Rütten
Iranische Seite widerspricht: Keine direkten Treffen mit USA geplant
Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs zeichnen sich schwierige diplomatische Gespräche in Pakistan ab. Das Weiße Haus kündigt eine Reise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen nach Islamabad an. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi traf bereits am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt ein. Sein Ministeriumssprecher Ismail Baghaei betont jedoch, es sei kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant - nur mit den Pakistanern werde gesprochen. Auch eine angebliche Bitte des Irans um ein persönliches Treffen, von der US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sprach, bezeichnet die Nachrichtenagentur Tasnim als falsch. Sie gilt als Sprachrohr der Revolutionsgarden, der iranischen Elitestreitmacht. Wegen der abweichenden Darstellungen beider Seiten ist letztlich nicht klar, ob die Konfliktparteien wirklich bloß Botschaften über pakistanische Vermittler austauschen oder vielleicht doch direkte Verhandlungen führen werden.
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Phil Göbel
Die US-Regierung will den wirtschaftlichen Druck auf den Iran mit weiteren Sanktionen erhöhen. Das US-Finanzministerium belegte die chinesische Ölraffinerie Hengli wegen ihrer umfassenden Geschäfte mit Teheran mit Sanktionen, wie es in einer Mitteilung des Ministeriums hieß.
„Unabhängige Raffinerien mit Sitz in China spielen weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der iranischen Ölwirtschaft, und Hengli ist einer der größten Abnehmer von Rohöl und anderen Erdölprodukten aus dem Iran“, teilte das Ministerium mit.
„Unabhängige Raffinerien mit Sitz in China spielen weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der iranischen Ölwirtschaft, und Hengli ist einer der größten Abnehmer von Rohöl und anderen Erdölprodukten aus dem Iran“, teilte das Ministerium mit.
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Eugen Epp
US-Gesandte fliegen Samstag nach Pakistan
Die US-Gesandten Witkoff und Kushner fliegen am Samstag nach Pakistan, um dort Gespräche zu einer möglichen Friedenslösung im Irankrieg zu führen. Wie die Sprecherin des Weißen Haus, Karoline Leavitt, im Sender Fox News sagt, sollen Witkoff und Kushner dort mit iranischen Unterhändlern zusammentreffen.
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Eugen Epp
Trump schickt Witkoff und Kushner nach Pakistan
US-Präsident Donald Trump schickt einem Medienbericht zufolge den Sonderbeauftragten Steven Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi nach Pakistan. Dies berichtet der Sender CNN unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter.
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Eugen Epp
Bundeskanzler Friedrich Merz stellt dem Iran unter der Bedingung einer „umfassenden Einigung“ mit den USA die Lockerung einiger Sanktionen in Aussicht. Bedingungen dafür seien die dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus, das Ende des iranischen Atomprogramms und die Sicherheit Israels, sagt Merz.
„Es muss jetzt eine schnelle, klare Verständigung für eine freie Schifffahrt in der Straße von Hormus geben“, sagt Merz. „Wir brauchen zweitens ein definitives Ende des iranischen Nuklearprogramms. Und schließlich drittens, Israel darf nicht mehr bedroht werden“, fügte er hinzu. "Aber da sind wir noch nicht“, räumt der Kanzler ein.
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Eugen Epp
Trotz der Verlängerung der Feuerpause für den Libanon setzen Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz ihre gegenseitigen Angriffe fort. Während bei israelischen Attacken im Libanon nach libanesischen Angaben mehrere Menschen getötet worden sind, feuert die pro-iranische Hisbollah ihrerseits Raketen auf den Norden Israels ab und ruft die libanesische Regierung auf, sich aus den Verhandlungen mit Israel über eine dauerhafte Friedenslösung zurückzuziehen.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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