USA prüfen wohl, wie der Iran auf eine Siegeserklärung von Trump reagieren könnte. Sprit in den USA so teuer wie seit 2022 nicht mehr. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Phil Göbel
Insider: USA untersuchen „einseitige Siegeserklärung“
US-Geheimdienste untersuchen Insidern zufolge, wie der Iran auf eine einseitige Siegeserklärung von Präsident Donald Trump in dem seit zwei Monaten andauernden Krieg reagieren würde. Die Analyse erfolge auf Bitte hochrangiger Regierungsvertreter, sagten zwei US-Beamte und eine weitere mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.
Ziel sei, die Folgen eines möglichen US-Rückzugs aus dem Konflikt zu verstehen. Einige Berater fürchten demnach, dass der Krieg bei den Kongresswahlen im Spätherbst zu schweren Verlusten für die Trumps Republikaner führen könnte.
Ziel sei, die Folgen eines möglichen US-Rückzugs aus dem Konflikt zu verstehen. Einige Berater fürchten demnach, dass der Krieg bei den Kongresswahlen im Spätherbst zu schweren Verlusten für die Trumps Republikaner führen könnte.
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Thomas Krause
Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA ist Daten des Automobilclubs AAA zufolge auf etwa 4,18 Dollar je Gallone gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit August 2022 erreicht. Das entspricht etwa 0,94 Euro je Liter. Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar haben die landesweiten durchschnittlichen Einzelhandelspreise für Benzin um rund 40 Prozent zugelegt. Der Benzinpreis gilt in den USA als politisch sensibler Marker für die Teuerung im Land. Im November finden Kongresswahlen statt.
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Rune Weichert
Der Iran verbietet nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars seit Beginn der Woche den Export von Stahl. Grund sind offenbar die Angriffe Ende März auf die beiden Stahlwerke Chusestan im Südwesten des Landes und Mobarek im Zentrum. Israel hatte vor Beginn der Waffenruhe Anfang April angegeben, seine Luftwaffe habe 70 Prozent der Produktionskapazitäten zerstört.
Fars berichtet unter Berufung auf eine Anweisung der Zollbehörden des Landes, dass die Ausfuhr von Stahl einschließlich Brammen, Blechen und Bändern verboten sei. Die Anweisung sei am 26. April in Kraft getreten. Iran hatte nach offiziellen Angaben von Ende März 2025 bis Ende Januar 2026 Stahl im Wert von 6,1 Milliarden Dollar exportiert. Das Material ist wichtig vor allem für die Herstellung von Waffen wie Raketen, Drohnen und Schiffe.
Korrektur: Bis Ende Januar 2026 wurde Stahl im Wert von 6,1 Milliarden Dollar exportiert (nicht Millionen)
Fars berichtet unter Berufung auf eine Anweisung der Zollbehörden des Landes, dass die Ausfuhr von Stahl einschließlich Brammen, Blechen und Bändern verboten sei. Die Anweisung sei am 26. April in Kraft getreten. Iran hatte nach offiziellen Angaben von Ende März 2025 bis Ende Januar 2026 Stahl im Wert von 6,1 Milliarden Dollar exportiert. Das Material ist wichtig vor allem für die Herstellung von Waffen wie Raketen, Drohnen und Schiffe.
Korrektur: Bis Ende Januar 2026 wurde Stahl im Wert von 6,1 Milliarden Dollar exportiert (nicht Millionen)
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump schreibt auf seiner Social-Media-Plattform, dass der Iran die USA zur Öffnung der Straße von Hormus dränge. „Der Iran hat uns soeben mitgeteilt, dass er sich in einem 'Zustand des Zusammenbruchs' befindet“, schreibt Trump, ohne eine Quelle zu nennen. „Sie wollen, dass wir die Straße von Hormus so schnell wie möglich öffnen, während sie versuchen, ihre Führungssituation zu klären“, fügt er hinzu. Das Weiße Haus reagiert nicht sofort auf die Anfrage nach einer Klärung zu dem Truth-Social-Beitrag. Ankündigungen von Trump waren in den vergangenen Wochen wiederholt folgenlos geblieben.
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Mirjam Bittner

Der kleine Golfstaat Bahrain hat Dutzenden Menschen die Staatsbürgerschaft entzogen wegen mutmaßlicher Unterstützung des Irans. Die 69 Betroffenen hätten die „feindlichen und abscheulichen Taten des Irans verherrlicht“ und ihre „Sympathie dafür“ ausgedrückt, teilt das bahrainische Innenministerium mit. Es handle sich um Menschen, die nicht aus Bahrain stammten und die mit „ausländischen Einheiten“ zusammengearbeitet hätten. Auch deren Angehörigen sei die Staatsbürgerschaft aberkannt worden.
Bahrain beheimatet unter anderem einen wichtigen US-Marinestützpunkt und geriet im Zuge des Iran-Kriegs unter Beschuss. Die Flugabwehr fing dort Hunderte iranische Drohnen und Raketen ab. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in Bahrain wie in den weiteren Golfstaaten stark eingeschränkt.
© Infografik: stern. Quellen: „Guardian“, Institute for the Study of War, „New York Times“, iranische Staatsmedien. Stand: 2. März
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Mirjam Bittner

Wenn Sie sich jetzt fragen: Wer ist Freund, wer ist Feind im Nahen Osten? Dann lege ich Ihnen diese Übersicht von meinem Kollegen Rune Weichert ans Herz:
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Mirjam Bittner

Der Krieg im Nahen Osten hat bekanntermaßen Folgen für die ganze Welt. Wegen der stockenden Bemühungen um Frieden, oder zumindest eine Waffenruhe, klettern auch die Ölpreise weiter nach oben.
Marktbeobachter sind deshalb ernüchtert. „Die Gespräche über einen ‚Frieden‘ wirken immer noch weitgehend oberflächlich, und es fehlen konkrete Beweise für eine Deeskalation“, schreibt Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova in einem Kommentar. „Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt eingeschränkt, und diese anhaltende Störung ist es, die die Risikoaufschläge für Öl hochhält.“
Marktbeobachter sind deshalb ernüchtert. „Die Gespräche über einen ‚Frieden‘ wirken immer noch weitgehend oberflächlich, und es fehlen konkrete Beweise für eine Deeskalation“, schreibt Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova in einem Kommentar. „Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt eingeschränkt, und diese anhaltende Störung ist es, die die Risikoaufschläge für Öl hochhält.“
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Mirjam Bittner

Die USA sind nach Darstellung des Iran nicht mehr in der Lage, ihre Politik anderen Ländern zu „diktieren“. Washington müsse akzeptieren, dass es seine „illegalen und irrationalen Forderungen aufzugeben“ habe, sagt der Sprecher des iranischen Verteidigungsministeriums, Reza Talaei-Nik, einem Bericht des staatlichen Fernsehens zufolge. Teheran hatte Washington zuvor einen Vorschlag zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus zukommen lassen.
US-Medienberichten zufolge will der Iran die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge aufheben, sofern auch die USA ihre Blockade der iranischen Häfen beenden. Erst danach soll über weitere Punkte wie das iranische Atomprogramm verhandelt werden.
US-Medienberichten zufolge will der Iran die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge aufheben, sofern auch die USA ihre Blockade der iranischen Häfen beenden. Erst danach soll über weitere Punkte wie das iranische Atomprogramm verhandelt werden.
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Mirjam Bittner

In dem Gespräch bei Fox News will sich US-Außenminister Rubio nicht dazu äußern, wie US-Präsident Trump reagieren wird, falls Teheran weiterhin nicht bereit ist, über sein umstrittenes Atomprogramm zu verhandeln.
In den stockenden Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts hatte der Iran zuletzt einen neuen Vorschlag unterbreitet. Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor – über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann aber erst im Anschluss verhandelt werden. Trump soll dem Vorstoß allerdings skeptisch gegenüberstehen.
In den stockenden Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts hatte der Iran zuletzt einen neuen Vorschlag unterbreitet. Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor – über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann aber erst im Anschluss verhandelt werden. Trump soll dem Vorstoß allerdings skeptisch gegenüberstehen.
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Alexandra Kraft

Rubio vergleicht Blockade von Hormus mit „wirtschaftlicher Atomwaffe“
US-Außenminister Marco Rubio vergleicht Irans Blockade der Straße von Hormus mit einer „wirtschaftlichen Atomwaffe“. Iran versuche, die Region zu dominieren, sagt Rubio in einem Interview des TV-Senders Fox News. Er führt die Blockade der Meerenge als Beleg dafür an, dass die Machthaber in Teheran keine Nuklearwaffen besitzen dürften.
„Die Straße von Hormus ist im Grunde eine wirtschaftliche Atomwaffe, die sie versuchen, gegen die Welt einzusetzen – und sie geben damit an.“US-Außenminister Marco Rubio im Sender Fox News
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Alexandra Kraft

Trump ist angeblich unzufrieden mit dem letzten Vorschlag des Iran für die Friedensverhandlungen. Das berichtet die „New York Times“ (NYT) unter Berufung auf Regierungskreise. Es sei unklar, womit er konkret nicht einverstanden sei. Aber Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt darauf bestanden, dass das Land keine Atomwaffen haben dürfe. Das iranische Angebot würde Gespräche darüber in die Zukunft verschieben. Außerdem schreibt die NYT, Trump könnte das Gefühl haben, wenn er den Vorschlag annimmt, wirke das nicht wie ein Sieg für ihn.
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Thomas Krause
Israel greift Ziele im Libanon an
Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon. Die israelische Armee teilt auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehr als 20 Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen. Zu den Zielen gehörten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah.
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Anna Aridzanjan

Putin: „Werden alles tun, was im iranischen Interesse liegt“
Kremlchef Wladimir Putin hat den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in St. Petersburg getroffen. Dabei hat der russische Machthaber dem Iran seine weitere Unterstützung zugesichert.
Putin habe vorige Woche eine Botschaft des obersten Führers Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, erhalten und könne nur bestätigen, dass Russland und der Iran ihre strategische Partnerschaft fortsetzten, sagte Putin der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Araghtschi sagte laut russischer Übersetzung, dass die Beziehungen zwischen Teheran und Moskau auf höchstem Niveau seien und weiter gefestigt würden. Er dankte Russland für die Unterstützung.
Putin wiederum äußerte die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Region. „Wir sehen, wie tapfer und heldenhaft das iranische Volk um seine Unabhängigkeit kämpft, um seine Souveränität“, sagte Putin. „Wir werden von unserer Seite alles tun, was in ihrem Interesse liegt und den Interessen aller Völker der Region entspricht, damit der Frieden so schnell wie möglich erreicht werden kann.“
Putin habe vorige Woche eine Botschaft des obersten Führers Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, erhalten und könne nur bestätigen, dass Russland und der Iran ihre strategische Partnerschaft fortsetzten, sagte Putin der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Araghtschi sagte laut russischer Übersetzung, dass die Beziehungen zwischen Teheran und Moskau auf höchstem Niveau seien und weiter gefestigt würden. Er dankte Russland für die Unterstützung.
Putin wiederum äußerte die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Region. „Wir sehen, wie tapfer und heldenhaft das iranische Volk um seine Unabhängigkeit kämpft, um seine Souveränität“, sagte Putin. „Wir werden von unserer Seite alles tun, was in ihrem Interesse liegt und den Interessen aller Völker der Region entspricht, damit der Frieden so schnell wie möglich erreicht werden kann.“
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Anna Aridzanjan

Die ins Stocken geratenen Verhandlungsbemühungen zwischen Washington und Teheran um ein Ende des Irankriegs bereiten den Menschen im Iran zunehmend Sorgen.
„Die Lage hier ist wirklich sehr, sehr kritisch“, sagte ein Bewohner Teherans mit Blick auf die Zukunft. „Entweder gibt es wieder Krieg, oder es gibt keinen Krieg und das Regime bleibt. Oder am allerschlimmsten: Krieg und Regime bleiben trotz allem.“
Der Mann wollte aus Furcht vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen der Sicherheitsbehörden der Islamischen Republik im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA nicht namentlich genannt werden.
„Die Lage hier ist wirklich sehr, sehr kritisch“, sagte ein Bewohner Teherans mit Blick auf die Zukunft. „Entweder gibt es wieder Krieg, oder es gibt keinen Krieg und das Regime bleibt. Oder am allerschlimmsten: Krieg und Regime bleiben trotz allem.“
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Anna Aridzanjan

Bundeskanzler Merz hat an einer Schule im Sauerland Schulkindern den Irankrieg erklärt – und ordentlich Kritik am Vorgehen der USA geübt: „Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus.“
Lesen Sie hier, was er noch zu sagen hatte:
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DPA · AFP · Reuters · SID
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