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Kämpfe im Irak: Türkei prüft Militäreinsatz gegen Islamisten

Der Irak versinkt im Chaos: Die Terrorgruppe Isis ist bis auf gut 90 Kilometer an Bagdad herangerückt. Nach der Geiselnahme von 80 Türken erwägt Ankara das Militär im Nachbarland einzusetzen.

Die extremistische Gruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien hat am Donnerstag ihren Vormarsch fortgesetzt und weitere Gebiet im Norden und der Mitte des Irak erobert. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen kontrollierten sunnitische Isis-Kämpfer Teile der Kleinstadt Udhaim. Die Regierungstruppen hätten ihre Stellungen aufgegeben und sich Richtung Chalis zurückgezogen. Damit sind die Isis-Truppen nur noch 90 Kilometer von der Hauptstadt Bagdad entfernt, in der die Schiiten dominieren. "'Unser Ziel ist Bagdad. Dort wird es die Entscheidungsschlacht geben'", zitierte ein Stammesführer aus der von den Islamisten eingenommen Stadt Alam die Anweisung des Isis-Kommandeurs. In der Hauptstadt wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Angesichts des Vormarsches radikaler Islamisten berät das irakische Parlament heute über die Verhängung des Notstandes. Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat diesen Schritt eingefordert. Damit bekäme der umstrittene schiitische Regierungschef mehr Befugnisse, um in den Konflikt mit den radikalsunnitischen Aufständischen einzugreifen.

Zudem habe Bagdad Washington um Luftunterstützung bei der Bekämpfung der Extremisten gebeten, bestätigten US-Beamte dem Fernsehsender NBC News. Beim Sender CNN hieß es, die USA schätzten die Lage als äußerst akut ein und überlegten, welche zusätzliche Hilfe geleistet werden könnte.

Viele Sunniten fühlen sich benachteiligt durch die schiitisch dominierte Regierung. Schon nach dem Abzug der Amerikaner im Dezember 2011 hatte eine Welle der Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten den Irak erschüttert.

Türkei erwägt Militäreinsatz gegen Islamisten

Nach der Geiselnahme von 80 türkischen Staatsbürgern durch Islamisten im Irak prüft die Regierung in Ankara die rechtlichen Voraussetzungen für einen Militäreinsatz im Nachbarland. "Die Diskussion dreht sich unter anderem um die Frage, ob das bisherige Mandat ausreicht oder ob ein neues Mandat benötigt wird", sagte Justizminister Bekir Bozdag am Donnerstag. Derzeit arbeite die Regierung aber nicht an einem neuen Mandat. Das türkische Parlament hat die Regierung dazu ermächtigt, das Militär gegen kurdische Rebellen im irakischen Grenzgebiet einzusetzen. Dieses Mandat läuft im Oktober aus.

Die 80 Türken waren in den vergangenen Tagen von Kämpfern der Islamistengruppe Isil verschleppt worden. Bei einem Angriff auf das türkische Konsulat in Mossul wurden am Mittwoch 49 Menschen verschleppt, darunter der Konsul mit seiner Familie sowie Spezialeinsatzkräfte der Armee. Bereits am Dienstag hatten die Islamisten 31 türkische Lastwagenfahrer in der zweitgrößten irakischen Stadt entführt. Außenminister Ahmet Davutoglu drohte mit Vergeltung, sollte den Geiseln etwas zustoßen.

Die Türkei hat bei einer Sondersitzung des Nato-Rates ihre Verbündeten über die Lage nach der Entführung türkischer Bürger im Konsulat der irakischen Stadt Mossul informiert. Nato-Diplomaten sagten am Donnerstag, bei dem Nato-Treffen am Vorabend habe es keine Wünsche Ankaras nach Unterstützung durch die Nato gegeben. Die Nato-Mitglieder verfolgten die Lage "sehr gründlich und mit großer Besorgnis". Die etwa 30 Minuten dauernde Sitzung der Nato-Verbündeten sei auf Antrag der Türkei lediglich zur Information einberufen worden, hieß es. Die Türkei habe sich bei der Bitte um die Sondersitzung nicht auf Artikel 4 des Nato-Vertrages gestützt.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Eroberung Mossuls

Isis-Kämpfer hatten am Dienstag zunächst die nordirakische Millionenmetropole Mossul nahezu kampflos eingenommen. Im Verlauf des Mittwochs drangen die Isis-Truppen bis Samara vor, rund 130 Kilometer nördlich von Bagdad. Unterwegs wurden die Regionen Ninive, Anbar und Salah ad-Din erobert.

Der UN-Sicherheitsrat hat die Einnahme der irakischen Millionenmetropole Mossul durch radikale Islamisten verurteilt. Das Gremium forderte am Mittwoch zudem die sofortige Freilassung türkischer Geiseln im Irak. Die terroristischen Anschläge der Islamisten richteten sich gegen das irakische Volk, hieß es in einer Erklärung des Gremiums. Mit den Angriffen wollten die Extremisten das Land und die Region destabilisieren.

Widersprüchliche Angaben gab es zu Baidschi und Tikrit. Das Staatsfernsehen berichtete von der Rückeroberung der strategisch wichtigen Städte durch Regierungstruppen. In anderen Medien hatte es zuvor geheißen, die Orte seien von den Aufständischen besetzt worden. Am Donnerstag meldete das staatliche Fernsehen, die Armee habe wieder die volle Kontrolle über Tikrit. Auch die Nachrichtenseite "Al-Sumaria News" meldete unter Berufung auf die Polizei, die gesamte Stadt sei "nach gewalttätigen Auseinandersetzungen" wieder unter Kontrolle der Armee.

Irakische Armee flieht aus Ölstadt Kirkuk

Die irakische Armee hat nach Kurden-Angaben die Öl-Stadt Kirkuk im Norden des Landes aufgegeben. Kurdische Sicherheitskräfte hätten die Stadt unter ihre Kontrolle gebracht, teilte einer ihrer Sprecher am Donnerstag mit.

In Mossul flohen rund 500.000 Menschen vor den Extremisten. Sie hätten ihre Wohnhäuser aus Angst vor gewalttätigen Übergriffen verlassen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf mit. Durch Kämpfe habe es unter der Zivilbevölkerung "eine hohe Zahl von Opfern" gegeben.

Die Isis ist eine der radikalsten islamistischen Gruppen im Nahen Osten. Als "Islamischer Staat im Irak und Syrien" kämpft die Gruppe für einen sunnitischen Großstaat zwischen Mittelmeer und Euphrat.

Al-Maliki nannte Berichte über das Vordringen der Gruppe "Verschwörungen und Falschmeldungen". Die Armee sorge für eine Stabilisierung der Region. Al-Maliki regte zudem die Bildung einer neuen Brigade aus Soldaten und Zivilisten an, die die Terroristen zurückschlagen soll, wie die Nachrichtenseite "Al-Sumaria News" den Ministerpräsidenten zitierte. Auch die unabhängigen kurdischen Truppen im Norden des Landes, die "Peschmerga", forderte Al-Maliki auf, bei der Gegenwehr zu helfen.

stb/mka/DPA/Reuters / DPA / Reuters
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
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