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+++ Manchester-Ticker +++

News zum Anschlag: Bruder des Attentäters wusste von Anschlagsplänen

Polizei geht von Netzwerk um Attentäter aus +++ London beklagt Weitergabe von Erkenntnissen durch USA +++ Attentäter war bekannt +++ Polizei ruft Bürger zu Wachsamkeit auf +++ Höchste Terrorwarnstufe +++ Trauerbeflaggung in Deutschland +++ News zum Anschlag in Manchester.

Sicherheitskräfte überall: Nach dem Anschlag herrscht in Großbritannien höchste Terrorwarnstufe.

Sicherheitskräfte überall: Nach dem Anschlag herrscht in Großbritannien höchste Terrorwarnstufe.

Die Ereignisse nach dem Anschlag in Manchester im Ticker:

+++ 22.20 Uhr: Polizei nimmt in Manchester Frau fest +++

Zwei Tage nach dem Selbstmordanschlag in Manchester hat die britische Polizei eine Frau festgenommen. Die Verdächtige sei am Mittwochabend bei einer Razzia im Stadtviertel Blackley im Norden von Manchester festgenommen worden, erklärte die Polizei. Den Namen und das Alter der Frau nannte die Polizei zunächst nicht. Die Zahl der festgenommenen Verdächtigen erhöhte sich damit auf sechs.

+++ 22.11 Uhr: Auch Vater des Attentäters festgenommen +++

Neben dem Bruder des Manchester-Attentäters Salman Abedi ist nach Angaben libyscher Spezialkräfte auch dessen Vater in Libyen festgenommen worden. Der Mann sei vor seinem Haus in der libyschen Hauptstadt Tripolis festgenommen worden. Sprecher Ahmed Salem wollte zunächst keine weiteren Auskünfte geben, bevor die Ermittlungen nicht abgeschlossen seien.

+++ 20.50 Uhr: Bruder des Attentäters war in Anschlagspläne eingeweiht +++

Der Manchester-Attentäter war nach Aussage seines in Libyen festgenommenen Bruders Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Salman Abedis Bruder räumte nach einer Erklärung der libyschen Spezialkräfte zudem ein, mit den Einzelheiten des Anschlags vertraut gewesen zu sein.

Der Mann war am Dienstag in Libyen festgenommen worden, wie die Spezialkräfte weiter mitteilten. Er habe ausgesagt, während der Vorbereitungen in Großbritannien gewesen zu sein. Mitte April sei er ausgereist, danach aber mit seinem Bruder in ständigem Kontakt gewesen. Die Terrormiliz hatte nach dem Anschlag behauptet, der Täter sei ein "Soldat" des IS gewesen.

+++ 20.47 Uhr: Ariana Grande sagt Konzerte ab +++

Nach dem Anschlag bei ihrem Konzert in Manchester hat die US-Sängerin Ariana Grande mehrere Konzerte ihrer Tournee abgesagt. Wegen der tragischen Ereignisse werde die "Dangerous Woman Tour" ausgesetzt, teilte die O2-Arena in London auf ihrer Internetseite mit. Das gelte für alle Auftritte bis zum 5. Juni in Zürich, wurde das Management der Sängerin zitiert. Bis dahin wolle man die Situation neu bewerten.

+++ 19.26 Uhr: Bruder des Attentäters in Libyen festgenommen +++

In Libyen ist ein Bruder des Attentäters Salman Abedi festgenommen worden. Hachem Abedi sei bereits am Dienstag in der Wohnung der Familie in der libyschen Hauptstadt Tripolis festgenommen worden, sagte ein Verwandter, der namentlich nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP. Er wurde wie sein Bruder in Großbritannien geboren.

+++ 18.50 Uhr: Polizei nimmt fünften Mann fest +++

Ermittler haben einen weiteren Mann festgenommen. Die Festnahme habe sich in Wigan, einer Stadt westlich von Manchester, ereignet, teilte die Polizei mit. Weitere Details nannte die Polizeisprecherin auf Anfrage nicht. Damit steigt die Zahl der Festgenommenen in Verbindung mit der Attacke auf fünf. Ein 23-Jähriger war bereits am Dienstag festgenommen worden, drei weitere Männer am Mittwochvormittag.

+++ 16.14 Uhr: Polizei geht von Netzwerk aus +++

Die britische Polizei geht inzwischen eindeutig von einer Unterstützergruppe rund um den Attentäter aus. "Ich glaube, es ist ganz klar, dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen", sagte der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins.
Zuvor hatten bereits die britische Premierministerin Theresa May und Innenministerin Amber Rudd Andeutungen in diese Richtung gemacht - allerdings nicht in dieser Deutlichkeit.

+++ 15.40 Uhr: Chelsea sagt Siegesparade in London ab +++

Der FC Chelsea hat seine geplante Siegesparade zum Gewinn der englischen Fußballmeisterschaft abgesagt. Angesichts des tragischen Ereignisses sei es unangemessen, die Parade wie geplant am Sonntag in London zu veranstalten, teilte der Verein mit. Das gelte auch mit Blick auf die verschärfte Sicherheitslage. Man wolle nicht wichtige Sicherheitsressourcen binden durch ein weiteres Großereignis.

+++ 14.08 Uhr: Polizei hat alle Todesopfer identifiziert +++

Alle 22 Todesopfer sind nach Polizeiangaben identifiziert. Die Polizei in Manchester teilte mit, man sei nun sicher, die Identität aller Todesopfer zu kennen. Die Familien seien kontaktiert und würden von Fachleuten betreut. Die Untersuchungen der Leichname werde aber noch vier bis fünf Tage in Anspruch nehmen. Erst danach könnten alle Opfer offiziell namentlich genannt werden. Nach dem Anschlag von Montagabend sind bereits einige Namen von Todesopfern bekannt geworden. Das bisher jüngste bekannte Todesopfer ist ein achtjähriges Mädchen.

+++ 14.07 Uhr: Keine deutschen Opfer +++

Bei dem Terroranschlag sind nach den Erkenntnissen der Bundesregierung keine Deutschen verletzt oder getötet worden. Zwei Vertreter des Auswärtigen Amts seien unmittelbar nach der Tat am Montagabend in die nordenglische Stadt gereist, sagte ein Sprecher in Berlin. Man habe "hier und jetzt keinerlei Kenntnis" von Toten oder Verletzten aus Deutschland, es gebe auch keine Vermisstenmeldungen. Daher glaube er, "mit relativer Sicherheit Entwarnung geben zu können". Zu 100 Prozent ausschließen könne er es aber noch nicht.

+++ 12.52 Uhr: Paris-Attentäter sollen Anschlag in Großbritannien erwogen haben +++

Die Pariser Attentäter vom 13. November 2015 hatten nach Angaben des französischen Innenministers zeitweise auch erwogen, in Großbritannien zuzuschlagen. "Was man sagt ist, dass sie gezögert hatten, Frankreich zu treffen oder Großbritannien", sagte Gérard Collomb dem Sender BFMTV. Das Ziel der Terrormiliz Islamischer Staat habe zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig festgestanden. "In der Tat, das hätte in Großbritannien geschehen können."

Drei Terrorkommandos hatten am 13. November 2015 bei Anschlägen in Paris und dem Vorort Saint-Denis 130 Menschen ermordet. Es gab Verbindungen zwischen diesen Attentätern und den Islamisten, die im März 2016 in Brüssel zuschlugen und 32 Menschen töteten.

+++ 12.39 Uhr: Ein Festgenommener soll Abedis Bruder sein +++

Einer der nach dem Manchester-Anschlag Festgenommenen soll der Bruder des Attentäters Salman Abedi sein. Das meldet der Fernsehsender BBC ohne Angabe von Quellen. Die Polizei in Manchester bestätigte die Meldung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht. Seit dem Anschlag am Montagabend hat die Polizei insgesamt vier Männer festgenommen.

+++ 12.12 Uhr: Wachwechsel am Buckingham-Palast fällt aus +++

Nach der Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen in Großbritannien fällt der traditionelle Wachwechsel am Buckingham-Palast der Queen heute aus, wie das britische Verteidigungsministerium mitteilt. Die britische Nachrichtenagentur PA berichtet unter Berufung auf das Ministerium, die Zeremonie werde gestrichen, damit Polizisten, die normalerweise rund um den Wachwechsel tätig seien, anderweitig eingesetzt werden könnten. Der Wachwechsel in der britischen Hauptstadt ist eine große Touristenattraktion. Auch das britische Parlament bleibt heute aus Sicherheitsgründen für Besucher geschlossen.

+++ 11.45 Uhr: Drei weitere Festnahmen in Manchester +++

Die britische Polizei meldet die Festnahmen von drei weiteren Verdächtigen. Auch diese Festnahmen seien in einem südlichen Viertel der Stadt erfolgt, wo bereits am Vortag ein junger Mann festgenommen worden war, heißt es. Die Beamten hätten bei den Einsätzen Haftbefehle "im Rahmen der Ermittlungen zu dem schrecklichen Anschlag von Montagabend" vollstreckt, so die Polizei. Damit sind insgesamt vier Verdächtige in Gewahrsam. Welche Rolle sie bei der Bluttat gespielt haben könnten, ist noch offen.

+++ 11.28 Uhr: Arzt berichtet von etlichen Verletzungen durch Nägel +++

Die Bombe von Manchester war nach den Worten eines behandelnden Arztes offensichtlich auch mit Nägeln bestückt. "Die Bombe hatte wohl auch Nägel", sagte der Deutsche Stefan Schumacher, der als Neurologe in Manchester arbeitet, dem Südwestrundfunk. Dies habe sich bei der Behandlung der Terroropfer gezeigt: "Da waren auch etliche Verletzungen mit Nägeln an verschiedenen Körperteilen." Sein Hospital sei spezialisiert auf Schädel-Hirn-Verletzungen, "und das sind dann natürlich auch etliche".

11.04 Uhr: London beschwert sich über Weitergabe von Erkenntnissen durch die USA +++

Die britische Innenministerin Amber Rudd hat sich wegen der Weitergabe interner Erkenntnisse bei den zuständigen Stellen in den USA beschwert. Es sei "irritierend", dass Informationen über den Selbstmordattentäter Salman Abedi in US-Medien auftauchten, ehe sie in Großbritannien zur Veröffentlichung freigegeben wurden, so Rudd in der BBC. "Ich habe unseren Freunden gegenüber sehr klar gemacht, dass so etwas nicht mehr passieren darf."

Der Name des Attentäters war gestern zuerst in US-Medien aufgetaucht. Diese stützten ihre Angaben auf eine vertrauliche Unterrichtung, die britische Stellen ihren US-Kollegen in London gegeben hätten. Auf die Frage, ob US-Vertreter durch die offenkundige Weitergabe der Informationen die britischen Ermittlungen kompromittiert hätten, antwortet Rudd: "So weit würde ich nicht gehen." Nach ihrem Gespräch mit den US-Stellen könne sie nun aber sagen, "dass ihnen die Situation absolut klar ist und dass so etwas nicht mehr passieren sollte".

+++ 10.41 Uhr: Attentäter soll wahrscheinlich in Syrien gewesen sein +++

Salman Abedi ist nach Angaben des französischen Innenministers Gérard Collomb wahrscheinlich in Syrien gewesen. "Wir wissen heute nur das, was die britischen Ermittler uns mitgeteilt haben", sagte Collomb dem Sender BFMTV. Der Brite sei libyscher Herkunft, aber in Großbritannien aufgewachsen und habe sich plötzlich nach einer Reise nach Libyen und dann wahrscheinlich nach Syrien radikalisiert und entschieden, diesen Anschlag zu begehen.

+++ 10.02 Uhr: Noch 20 Verletzte in kritischem Zustand +++

Nach dem Terroranschlag sind 20 Verletzte weiterhin in einem kritischen Zustand. Insgesamt hätten die Rettungskräfte 64 Verletzte versorgt, berichtet Jon Rouse, der Chef der örtlichen Gesundheitsbehörden, dem Sender Sky News. Die Ärzte behandelten unter anderem schwere Verletzungen an Armen und Beinen. "Das sind schwer traumatisierende Verletzungen", sagte Rouse, einige Opfer würden sehr lange brauchen, bis sie wieder ein einigermaßen normales Leben führen könnten. Einige der Opfer seien in Krankenhäuser näher an ihren Wohnorten verlegt worden.

+++ 9.34 Uhr: Attentäter war britischem Geheimdienst bekannt +++

Der britischen Geheimdienst kannte den mutmaßlichen Selbstmordattentäter bereits vor dem Anschlag. "Er ist jemand, den sie gekannt haben", sagt Innenministerin Amber Rudd im Nachrichtensender Sky News. Salman Abedi habe bei dem Attentat auf Konzertbesucher am Montagabend "wahrscheinlich nicht alleine gehandelt", so Rudd, da die Ausführung des Anschlags anspruchsvoller gewesen sei als bei einigen Anschlägen zuvor. "Ich bin sicher, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen mehr Informationen über ihn bekommen werden."

Nach Medienberichten war der 22-jährige Abedi erst kurz vor dem Terroranschlag zu Besuch in Libyen. Dort soll ein Teil seiner Familie leben. Abedi ist in Großbritannien geboren und aufgewachsen.

+++ 9.33 Uhr: Eltern wollten Töchter abholen - und starben +++

Unter den Todesopfern des Anschlags sind mindestens zwei Polen, ein weiterer wurde verletzt, wie das teilte Außenministerium in Warschau unter Berufung auf britische Behörden mitteilte. Bei den Toten handelt es sich demnach um ein Elternpaar, das seine beiden Töchter von dem Konzert abholen wollte. Die Kinder seien in Sicherheit, hieß es. Eines der Mädchen ist den Angaben zufolge im Teenageralter, die Schwester bereits volljährig. Sie würden von britischen Behörden und dem polnischen Konsulat betreut.

Auch bei dem Verletzen handelt es sich laut der Mitteilung um einen Vater, dessen Familie das Konzert besucht habe. Der Mann sei im Krankenhaus behandelt worden. Weitere Angaben wollten die Behörden aus Rücksicht auf die Opfer nicht machen.

+++ 8.59 Uhr: Bundesweite Trauerbeflaggung wegen Anschlags von Manchester +++

Wegen des Anschlags von Manchester hängen die Flaggen vor den Bundesbehörden in Deutschland heute auf Halbmast. Bundesinnenminister Thomas de Maizière ordnete die bundesweite Trauerbeflaggung an, wie das Innenministerium mitteilte. Betroffen sind die obersten Bundesbehörden und ihrer Geschäftsbereiche sowie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht von Bundesbehörden unterstehen.

+++ 6.48 Uhr: Polizei in Manchester ruft zu erhöhter Wachsamkeit auf +++

Die örtliche Polizei ruft die Bürger von Manchester zu erhöhter Wachsamkeit auf. Verdächtige Beobachtungen sollten sofort gemeldet werden, schreibt Polizeichef Ian Pilling auf Twitter. Im Großraum Manchester sei die Polizeipräsenz erhöht, und dies werde vorerst so bleiben.

Die Erhöhung der Terrorwarnstufe in ganz Großbritannien auf das höchste Niveau helfe auch der Polizei in Manchester bei ihren "schnell voranschreitenden Ermittlungen", so Pilling. "Die Bürger haben eine ungeheure Stärke und Widerstandskraft unter Beweis gestellt - darauf sind wir auch in den nächsten, schwierigen Tagen angewiesen." Die Erhöhung der Terrorwarnstufe bedeutet, dass die Sicherheitsbehörden ein unmittelbar bevorstehendes Attentat für möglich halten.

+++ 23.08 Uhr: Weitere Einzelheiten zum Attentäter bekannt +++

Nach dem Selbstmordanschlag hat die Polizei den 22-jährigen Salman Abedi als Verdächtigen identifiziert. Örtliche Medien berichten, der Mann sei Brite libyscher Herkunft und 1994 in Manchester geboren; seine Eltern seien vor Libyens Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi nach Großbritannien geflohen. Abedi war demnach das dritte von vier Kindern. Bekannte beschrieben Abedi als zurückhaltend. "Das war ein sehr zurückhaltender junger Mann, er war mir gegenüber immer sehr respektvoll", sagte ein Libyer in Manchester dem "Guardian". Sein Bruder Ismael sei dagegen "kontaktfreudig" gewesen.
Dem Blatt zufolge besuchten die Brüder regelmäßig eine örtliche Moschee. Der Vater sei in der libyschen Gemeinde von Manchester äußerst bekannt gewesen, er halte sich derzeit aber in Tripolis auf.

+++ 23.05 Uhr: Höchste Terrorwarnstufe ausgerufen +++

Großbritannien hebt die Terrorwarnstufe im Land von "ernst" auf das höchste Niveau "kritisch" an. Das sagte Premierministerin Theresa May. Diese Hochstufung könnte bedeuten, dass eine neue Terrorattacke unmittelbar bevorsteht. Das Militär werde die bewaffnete Polizei unterstützen, wie May weiter sagte.

+++ 23.03 Uhr: Regierung: Terrorzelle hinter Attentat denkbar +++

Die britische Regierung hält es ausdrücklich für denkbar, dass der Attentäter von Manchester nicht allein handelte. Es sei möglich, dass eine größere Gruppe von Personen für den Bombenanschlag verantwortlich sei, sagte Premierministerin Theresa May nach einer weiteren Sitzung des Sicherheitskabinetts in London.

+++ 20.28 Uhr: Gedenkfeier in Manchester +++

Mehrere Tausend Menschen sind am Abend auf dem Albert Square im Zentrum von Manchester zu einer Gedenkfeier für die Opfer des Terroranschlags zusammengekommen. "Wir werden allen Terroristen trotzen", sagte Bürgermeister Eddy Newman in einer kurzen Ansprache vor dem Rathaus. Er lobte vor allem die Rettungsdienste und Sicherheitskräfte, die nach der Explosion bei einem Konzert der Popsängerin Ariana Grande am Vorabend schnell zur Hilfe geeilt waren.

An der Gedenkveranstaltung nahmen Politiker aller großen Parteien teil - darunter der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn, der Chef der Liberaldemokraten, Tim Farron, und die konservative Innenministerin Amber Rudd. Der Bürgermeister des Großraums Manchester, Andy Burnham, war auch dabei. Großbritanniens Premierministerin Theresa May hatte Manchester bereits am Nachmittag besucht, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

+++ 20.00 Uhr: Trauerbeflaggung in Deutschland +++

Nach dem Terroranschlag von Manchester überprüfen die Behörden in Deutschland die Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière nannte dabei im ZDF auch Berlin, wo in den kommenden Tagen der Evangelische Kirchentag und das DFB-Pokalfinale stattfinden.

Das Besondere an Manchester sei gewesen, dass sich der Anschlag nach Ende der Veranstaltung beim Rausgehen der Menschen ereignet habe, sagte der CDU-Politiker. "Das muss stärker in den Blick genommen werden." Zu besseren Sicherheitskonzepten gehörten "natürlich vor allem Kontrollen im Umfeld von Großveranstaltungen", sagte de Maizière der "Bild"-Zeitung. "Dafür sollten die Besucher Verständnis haben und Geduld aufbringen."

Nach dem "niederträchtigen" Terroranschlag von Manchester habe er für diesen Mittwoch Trauerbeflaggung in Deutschland angeordnet, sagte der Minister im ZDF. 

+++ 19.36 Uhr: ManU-Profis spielen mit Trauerflor +++

Angesichts des schweren Terroranschlags in der eigenen Stadt werden die Fußballprofis von Manchester United im Europa-League-Finale am Mittwoch (20.45 Uhr) in Stockholm gegen Ajax Amsterdam mit Trauerflor-Armbinden auflaufen. Das kündigte der Club an. Die europäische Fußball-Union UEFA habe diesem Vorhaben zugestimmt, teilte Man United mit. Vor dem Spiel soll es obendrein eine Schweigeminute geben.


+++ 19.24 Uhr: Take-That-Konzert in Liverpool abgesagt +++

Nach dem Terroranschlag hat die Popband Take That ein für Dienstagabend geplantes Konzert in der Nachbarstadt Liverpool abgesagt. "Aus Respekt vor den Opfern der schrecklichen Vorfälle in der Manchester Arena und ihren Familien haben wir uns entschieden, unsere Show in Liverpool zu verschieben", schreiben die Musiker beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Unsere Gedanken und Gebete sind mit Euch." 

+++ 17.41 Uhr: Behörden identifizieren Attentäter als Salman Abedi +++

Wie mehrere Medien berichten, haben die britischen Behörden den Selbstmordattentäter von Manchester als Salman Abedi identifiziert. Die Polizei bestätigte dies. Der Attentäter ist demnach 22 Jahre alt.

Weitere Angaben wollten die Ermittler zunächst nicht machen. Priorität habe weiter die Frage, "ob er allein gehandelt hat oder Teil eines Netzwerks war", sagte der Polizeipräsident von Manchester, Ian Hopkins.

Nach Angaben der Zeitung "Telegraph" wurde Abedi 1994 in Manchester geboren, als zweites von vier Kindern. Seine Eltern sollen Flüchtlinge aus Libyen sein.

+++ 17.29 Uhr: Schweigeminute im UN-Sicherheitsrat für Terroropfer von Manchester +++

Der UN-Sicherheitsrat gedenkt der Opfer des Terroranschlags mit einer Schweigeminute. Die Mitglieder des 15 Länder zählenden Gremiums erhoben sich gemeinsam im Saal vor einer Sitzung zum Syrien-Konflikt. "Wir sind zutiefst betrübt, von der sinnlosen Attacke auf Konzertbesucher in Manchester zu hören", teilt die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, mit. "Wir stehen an Seite unserer britischen Freunde, während sie sich von diesem feigen Terrorakt erholen." Italiens UN-Botschafter Sebastiano Cardi schrieb auf Twitter, er sei "untröstlich über den Verlust jungen Lebens, verursacht von terroristischer Brutalität". Die UN-Vertretungen Frankreichs und Schwedens zeigten sich ebenfalls solidarisch mit Großbritannien.

+++ 17.27 Uhr: Auch William, Kate und Harry bringen Trauer zum Ausdruck +++

Auch die Prinzen William und Harry bringen ihr Mitgefühl zum Ausdruck. In einer gemeinsamen Erklärung mit Williams Frau, der Herzogin Catherine, heißt es, man sei "schockiert und betrübt". Sie erinnern an die Hinterbliebenen: "Heute machen Hunderte Freunde, Eltern, Kinder und Partner eine unvorstellbare Trauer durch. Wir sind mit unseren Gedanken bei ihnen allen." Die drei Mitglieder des britischen Königshauses würdigten zugleich das Verhalten der Bürger von Manchester. Die Stärke, der Anstand und der Gemeinsinn, den diese gezeigt hätten, sei "ein Vorbild für die Welt". 

+++ 16.57 Uhr: Nach Terror von Manchester: Take-That-Konzert in Liverpool abgesagt +++

Die Popband Take That sagt ein für Dienstagabend geplantes Konzert in der Nachbarstadt Liverpool ab. "Aus Respekt vor den Opfern der schrecklichen Vorfälle in der Manchester Arena und ihren Familien haben wir uns entschieden, unsere Show in Liverpool zu verschieben", schreiben die Musiker auf Twitter. "Unsere Gedanken und Gebete sind mit Euch." Take That hatte sich 1990 in Manchester gegründet. In der nordenglischen Stadt waren laut Tourneeplan in den kommenden Tagen Auftritte in genau der Arena geplant, in der sich der Anschlag abgespielt hatte. Ob es zu diesen Konzerten kommt, ist noch unklar.


+++ 15.50 Uhr: Merkel: Verbundenheit mit Großbritannien auch nach EU-Austritt +++

Bundeskanzlerin Merkel sagt Großbritannien im Angesicht des Terrors eine weitere gute Zusammenarbeit auch nach einem EU-Austritt zu. "Selbstverständlich wollen wir mit Großbritannien auch künftig gut zusammenarbeiten", sagt Merkel. "Gerade an einem solchen Tag wie heute, an dem wir der Opfer von Manchester gedenken, wird uns das noch einmal deutlich, wie eng wir miteinander verbunden sind." Bei den anstehenden Verhandlungen über den Brexit gelte aber auch, "dass wir unsere Eigeninteressen auch vertreten müssen". Die Folgen für die Menschen sollten so gering wie möglich ausfallen.


+++ 15.30 Uhr: Polizeieinsätze und kontrollierte Explosion +++

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag gibt es in Manchester weitere Polizeieinsätze. Diese hätten in den Stadtteilen Whalley Range und Fallowfield stattgefunden, teilen die Beamten mit. Bei einem der Einsätze habe es auch eine "kontrollierte Explosion" gegeben.

+++ 15.20 Uhr: Theresa May trifft in Manchester ein +++

Die britische Premierministerin Theresa May trifft in Manchester ein. Sie will sich nach dem blutigen Bombenanschlag auf ein Popkonzert ein Bild von der Lage verschaffen. Gemeinsam mit der britischen Innenministerin Amber Rudd besucht May das Hauptquartier der Polizei in Manchester, wie die Fernsehsender BBC und Skynews berichten. Am Vormittag hatte das Sicherheitskabinett in London getagt. May hatte die Tat als besonders "abstoßend und abscheulich" gebrandmarkt, da wehrlose Kinder und Jugendliche das Ziel gewesen seien. 

+++ 14.39 Uhr: Achtjährige unter den Todesopfern von Manchester +++

Unter den 22 Todesopfern ist ein achtjähriges Mädchen. Das Kind komme aus Layland nordwestlich von Manchester, teilte die dortige Bezirksverwaltung mit. Den Rettungskräften zufolge waren unter den 59 Verletzten, die nach dem Anschlag ins Krankenhaus gebracht wurden, zwölf Kinder und Jugendliche noch keine 16 Jahre alt.

+++ 14.15 Uhr: Merkel und Seehofer sagen nach Anschlag Bierzeltauftritt ab +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer werden nicht wie ursprünglich geplant heute Abend gemeinsam in einem Münchner Bierzelt auftreten. Diese Entscheidung sei "im Angesicht der schrecklichen Ereignisse in Manchester und aus Respekt vor den Opfern" geboten, teilte die CSU mit. Den Entschluss zur Absage fassten Merkel und Seehofer demnach gemeinsam. Die Kanzlerin und der bayerische Ministerpräsident hatten nach dem heftig geführten Streit über die Flüchtlingspolitik bei dem Wahlkampfauftritt im Stadtteil Trudering Geschlossenheit demonstrieren wollen. Wie die CSU weiter mitteilt, soll ein Ersatztermin gesucht werden.

+++ 13.50 Uhr: IS reklamiert Anschlag für sich +++

Der sogenannte Islamische Staat bekennt sich zu dem Anschlag. Die Terrorgruppe veröffentlicht auf einem ihrer Kanäle in den sozialen Medien eine Erklärung, in der es heißt, "einer der Soldaten des Kalifats" habe die Bombe inmitten der Menschenmenge in Manchester platziert. In der Erklärung wird mit weiteren Anschlägen gedroht. Der IS bekennt sich immer wieder zu Anschlägen im Westen. Ob er tatsächlich hinter dem Attentat von Manchester steckt, ist noch unklar.

+++ 12.58 Uhr: 23-Jähriger nach Anschlag in Manchester festgenommen +++

Die britische Polizei nimmt im Zuge der Ermittlungen einen Mann fest. Wie die Polizei mitteilt, wurde der 23-Jährige in einem südlichen Viertel der Stadt in Gewahrsam genommen. Bisher hat sich niemand zu dem Angriff bekannt.

Eine weitere Festnahme im Einkaufszentrum Arndale habe mutmaßlich nichts mit dem Anschlag vom Montagabend zu tun, schreiben die Ermittler auf Twitter. 

+++ 12.30 Uhr: Einkaufszentrum in Manchester zwischenzeitlich evakuiert +++

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurde das Einkaufszentrum Arndale in Manchester zwischenzeitlich evakuiert. Nach etwa 30 Minuten wurde das Gebäude jedoch wieder eröffnet. Die Polizei hat den Zwischenfall bestätigt. Zeugen hatten einen lauten Knall geschildert; Menschen rannten aus dem Gebäude.

+++ 12.05 Uhr: May: "Kinder zu töten ist eine ganz neue Kategorie der Feigheit" +++

In einer Ansprache verurteilt Premierministerin Theresa May den Anschlag. "Das ist ist eine ganz neue Kategorie der Feigheit, Kinder zu töten, die ein Konzert besuchen", sagt sie. Der Attentäter wollte "das größtmögliche Blutbad" anrichten und habe mit "kaltem Kalkül" auf Kinder gezielt.

Den Vorfall nennt May offen einen Terroranschlag. Die Ermittler kennen die Identität des Attentäters, sagt May, will aber keine genauen Angaben machen und verweist auf die laufenden Ermittlungen. "Wir haben unserer Polizei alle möglichen Ressourcen zur Verfügung gestellt", sagt May. Das Bedrohungsszenario bleibe nach dem Anschlag in Manchester gleich. Ein Anschlag sei weiterhin sehr wahrscheinlich, so die Premierministerin.


+++ 11.50 Uhr: Schweigeminute in Italiens Schulen und beim Filmfest in Cannes +++

Die italienische Regierung setzt in allen Schulen des Landes eine Schweigeminute an. Um zwölf Uhr werde damit auch der jungen Opfer des Angriffs auf eine Konzerthalle gedacht, teilt das Schulministerium mit. Die Menschen seien Opfer von Gewalt geworden, "während sie Musik gehört haben, die eine Sprache des Friedens ist", so Schulministerin Valeria Fedeli in einer Mitteilung. Auf dem Gebäude der Regierung in Rom wurde zudem die Flagge des Vereinigten Königreichs auf halbmast gesetzt.

Auch das Filmfestival von Cannes will am Nachmittag auf dem roten Teppich der Opfer des Selbstmordanschlags von Manchester gedenken. Auf der Treppe vor dem Festivalpalast werde um 15 Uhr eine Schweigeminute abgehalten, sagt Festivaldirektor Thierry Frémaux in der südfranzösischen Stadt. "Wir müssen zeigen, dass wir uns das nicht gefallen lassen und dass das Leben weitergeht", sagt Frémaux. Ein für den Abend geplantes Feuerwerk sei abgesagt worden.

+++ 11.49 Uhr: Erdogan verurteilt Anschlag von Manchester - Türkei an Seite Englands +++

Auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verurteilt den Anschlag in Manchester. "Als Türkei teilen wir das Leid des englischen Staates und des englischen Volkes", sagt Erdogan in einer Ansprache in Istanbul. "Ich will hier auch anbringen, dass wir im Kampf gegen Terrororganisationen auf der Seite Englands stehen, so wie bei allen anderen Ländern auch." Die Türkei wird immer wieder zum Ziel schwerer Anschläge vor allem der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

+++ 11.34 Uhr: Popstars drücken ihr Entsetzen über Anschlag in Manchester aus +++

Via Twitter bringen Freunde und Kollegen der 23-jährigen Sängerin ihr Mitgefühl zum Ausdruck, darunter Nicki Minaj, Taylor Swift und Katy Perry. "Mein Herz tut weh für meine Schwester Ariana und alle Familien, die von diesem tragischen Ereignis in Großbritannien betroffen sind", schreibt US-Rapperin Nicki Minaj, die an Grandes Hits "Bang Bang" und "Side to Side" mitgewirkt hat. "Es tut mir so leid, das zu hören." Popsängerin Taylor Swift, die mit Grande befreundet ist, schreibt: "Meine Gedanken, Gebete und Tränen sind für alle, die von der Tragödie in Manchester heute Abend betroffen sind. Ich schicke Euch all meine Liebe." Auch Popstar Katy Perry, ebenfalls eine Freundin Grandes, teilt ihre Gefühle mit: "Mit gebrochenem Herzen für die Familien heute Abend. Mit gebrochenem Herzen für Ari. Mit gebrochenem Herzen für den Zustand dieser Welt."

Die US-Sängerin Sabrina Carpenter schreibt auf Twitter, sie selbst habe erst vor Kurzem ein Konzert in Manchester gegeben. "Verrückt... mir fehlen die Worte... Es tut mir so leid, es müsste ein sicherer Ort sein", schreibt Carpenter. "Ich denke an alle Betroffenen." Und auch US-Popsängerin Demi Lovato twitterte, es bringe sie zum Weinen, dass "unschuldige Konzertbesucher ihr Leben verloren haben". Grandes Manager Scooter Braun, der auch der Manager des kanadischen Popstars Justin Bieber ist, veröffentlicht auf Twitter eine längere Erklärung. "Wir trauern um das Leben von Kindern und geliebten Menschen, die durch diese feige Tat aus dem Leben gerissen wurden", heißt es darin. "Wir rufen dazu auf, die Opfer, ihre Familien und alle Betroffenen in Euren Herzen und Euren Gebeten zu halten."

Stars nach Anschlag von Manchester: "Wir müssen besser werden. Wir müssen uns lieben."


+++ 11.30 Uhr: Bürgermeister lädt zu Totengedenken in Manchester am Abend ein +++

Andy Burnham, Bürgermeister von Manchester, lädt alle Bürger zu einem Totengedenken auf dem zentralen Albert Square ein. Die Veranstaltung beginne um 18 Uhr Ortszeit, teilt er via Twitter mit. "Wir trauern heute, aber wir sind stark", schreibt der Labour-Politiker.

+++ 10.52 Uhr: Nach Anschlag in Manchester: Verstärkte Polizeipräsenz in London +++

Nach dem Anschlag im nordenglischen Manchester mit 22 Toten verstärkt auch die britische Hauptstadt London die Sicherheitsvorkehrungen. Zusätzliche Beamte seien nach dieser "absolut abscheulichen" Attacke im Dienst, teilte die Londoner Polizeichefin Cressida Dick mit. Ein Mann hatte nach einem Konzert des US-Popstars Ariana Grande einen Sprengsatz gezündet.

+++ 10.39 Uhr: Trump nennt Attentäter von Manchester "bösartige Verlierer" +++

US-Präsident Donald Trump bezeichnet die Urheber des Anschlags in Manchester als "bösartige Verlierer". In Manchester seien "so viele wunderbare, junge, unschuldige Menschen, lebendig und lebenslustig," getötet worden, sagt Trump bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Bethlehem. Er wolle die Täter nicht "Monster" nennen, "denn sie würden diese Bezeichnung mögen", sagt der US-Präsident.

+++ 10.29 Uhr: Palästinenserpräsident und Iran verurteilen Anschlag +++

Der Iran verurteilt den Anschlag in Manchester scharf und spricht den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. "Der Terrorismus entwickelt sich zu einem Krebs, der sich weltweit ausdehnt", sagt Außenamtssprecher Bahram Ghassemi. Daher müssen laut Ghassemi alle Länder eng, seriös und effektiv zusammenarbeiten um den Terrorismus zu besiegen. Auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilt die Attacke als "schrecklichen Terroranschlag". Er bedaure, dass es Dutzende unschuldiger Opfer gegeben habe, sagte Abbas bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Bethlehem. "Ich spreche der Premierministerin (Theresa May), den Angehörigen und dem britischen Volk mein Beileid aus", sagt Abbas.

+++ 10.20 Uhr: Netanjahu verurteilt Terroranschlag +++

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilt den tödlichen Anschlag scharf. "Der Terror ist eine weltweite Bedrohung und die aufgeklärten Staaten müssen ihn gemeinsam besiegen", sagt der Regierungschef nach Angaben seines Büros. "Ich spreche den Familien der Ermordeten mein Beileid aus und wünsche den Verletzten eine rasche Genesung." 

+++ 9.46 Uhr: Merkel reagiert mit "Trauer und Entsetzen" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich erschüttert über den Anschlag auf Konzertbesucher im nordenglischen Manchester. "Mit Trauer und Entsetzen verfolge ich die Berichte aus Manchester", sagt Merkel. "Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen". Sie bekundete den Opfern und ihren Angehörigen ihre Anteilnahme. "Dieser mutmaßliche terroristische Anschlag wird nur unsere Entschlossenheit stärken, weiter gemeinsam mit unseren britischen Freunden gegen diejenigen vorzugehen, die solche menschenverachtenden Taten planen und ausführen", fügt Merkel hinzu. Deutschland stehe an der Seite der Briten. 

+++ 9.13 Uhr: Polizei geht bei Bombenanschlag von Einzeltäter aus +++

Die Polizei geht nach dem Anschlag auf ein Popkonzert in Manchester davon aus, dass der Täter seine Bombe allein gezündet hat. Jetzt gelte es herauszufinden, ob er Teil eines Netzwerks war, sagt Ermittler Ian Hopkins. Der Attentäter, der eine selbstgebastelte Bombe bei sich trug, starb laut Polizei bei der Explosion. Hopkins ruft die Menschen dazu auf, bei dem Täter nicht über Einzelheiten zu spekulieren oder Namen ins Spiel zu bringen.

Anschlag in Manchester: Die Bilder des Schreckens
Ein verletzter Mann wird von Helfern vom Anschlagsort weggeführt

Ein verletzter Mann wird von Helfern vom Anschlagsort weggeführt

+++ 9.03 Uhr: #Manchestermissing - Online-Suche nach Vermissten +++

Unter dem Hashtag #Manchestermissing suchen Angehörige und Freunde nach dem Anschlag auf ein Popkonzert in Manchester im Internet nach Vermissten. Vor allem Fotos von Kindern und Jugendlichen wurden bis Dienstagmorgen bei Twitter gepostet. Die Sängerin Ariana Grande, die am Montagabend in der Manchester Arena aufgetreten war, gilt als Teenie-Star und hat in dieser Altersgruppe besonders viele Fans. Auch einige Stars teilen Vermisstenanzeigen, darunter die US-Sängerin Pink. Unter #RoomForManchester bieten unterdessen Twitter-Nutzer Betroffenen einen Platz in ihren Wohnungen an. Dutzende Kinder sollen unterdessen in nahegelegenen Hotels Unterschlupf gefunden haben.

+++ 9.01 Uhr: Fahnen in Downing Street auf halbmast +++

Die Flaggen am britischen Regierungssitz wehen auf halbmast. In der Londoner Downing Street seien die Flaggen im Gedenken an die Toten und Verletzen auf halbmast gesetzt worden, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

+++ 8.39 Uhr: Schulz bestürzt über Anschlag in Manchester +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz äußert sich bestürzt über den Anschlag. "Grauenhafte Nachrichten aus Manchester", schreibt der SPD-Vorsitzende bei Twitter. "Wissen noch nicht viel, aber das Leid ist unfassbar. Meine Gedanken sind bei Opfern und Angehörigen." Nach Polizeiangaben hatte ein Selbstmordattentäter am Montagabend bei einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester einen selbstgebauten Sprenngsatz gezündet.

+++ 8.21 Uhr: Stadtregierung Manchester: "Terroristen werden ihr Ziel nicht erreichen" +++

Die Bewohner der Stadt Manchester wollen Terroristen keinen Raum geben. Dies betont der Chef der Stadtregierung, Sir Richard Leese, nach der Explosion in der nordenglischen Stadt. "Manchester ist eine stolze, starke Stadt, und wir werden Terroristen nicht erlauben, ihr Ziel zu erreichen, Angst zu säen und uns zu spalten", teilt Leese mit. Es sei schwierig, sich eine schlimmere Nacht in der Geschichte der Stadt vorzustellen, sagt er dem Sender BBC Radio 4. "Als Stadt, als Gemeinschaft, werden wir weiter zusammenhalten und werden nicht erlauben, dass wir besiegt werden."

+++ 8.10 Uhr: Zahl der Toten erhöht sich auf 22 +++

Bei dem Anschlag in Manchester sind laut Polizeiangaben mindestens 22 Menschen getötet worden. 59 weitere seien verletzt worden, sagte Polizeichef Ian Hopkins. Unter den Todesopfern seien auch Kinder.

+++ 8.03 Uhr: Polizei bestätigt Anschlag +++ 

Die Ermittler bestätigen, dass es sich bei der Explosion beim Ariana-Grande-Konzert um einen Anschlag handelt. Offenbar hat ein Attentäter die Tat begangen, er starb noch in der Konzerthalle.

+++ 7.42 Uhr: May und Corbyn setzen Wahlkampf aus +++

Wegen der Explosion bei dem Konzert von Ariana Grande setzen Premierministerin Theresa May und Oppositionsführer Jeremy Corbyn ihren Wahlkampf aus. Die Vorsitzende der konservativen Tories und der Chef der Labour-Partei haben sich darauf geeinigt, die Kampagne für die vorgezogene Neuwahl am 8. Juni "bis auf Weiteres" zu unterbrechen, meldet die Nachrichtenagentur Press Association. 

+++ 6.44 Uhr: Solidarität aus Paris und Nizza nach Explosion in Manchester +++

Die Bürgermeister von Paris und Nizza, die in den vergangenen Jahren Tatort schwerer Terroranschläge waren, drücken nach der Explosion in Manchester ihr Mitgefühl aus. "Heute steht Paris an der Seite Manchesters", schreibt die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, auf Twitter. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien." Der Rathauschef von Nizza, Christian Estrosi, erklärt: "Solidarität mit den Einwohnern von #Manchester."

Stars nach Anschlag von Manchester: "Wir müssen besser werden. Wir müssen uns lieben."

+++ 6.22 Uhr: Bundesregierung spricht von "schrecklichen Nachrichten" +++

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, zeigt sich nach der Explosion in Manchester mit knapp 20 Toten bestürzt. "Schreckliche Nachrichten aus Manchester", schreibt Seibert bei Twitter. "In Gedanken bei den Toten, dem Leid der Verletzten + denen, die ihre Liebsten noch suchen."

+++ 5.54 Uhr: US-Behörden beobachten Situation in Manchester +++

Das US-Innenministerium beobachtet nach der Explosion mit mindestens 19 Toten im britischen Manchester die Situation. Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass auch für US-Ziele eine unmittelbare Gefahr ausgehe, heißt es in einer Stellungnahme des US-Innenministeriums. "Wir arbeiten mit unseren Kollegen im Ausland zusammen, um weitere Details zur Ursache der Explosion zusammenzutragen." Das Ministerium fordert US-Bürger in der Region auf, der Unglücksstelle fern zu bleiben. Kellyanne Conway, die Beraterin von US-Präsident Donald Trump, spricht den Hinterbliebenen ihre Anteilnahme aus. "Beileid, Hilfe und Gebete für Manchester", schreibt sie auf Twitter

+++ 5.41 Uhr: Justin Timberlake: "Wir müssen uns lieben" +++

Der amerikanische Popstar Justin Timberlake spricht nach der verheerenden Explosion am Rande eines Konzerts den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Auf Twitter erklärt er: "Meine Gedanken und Gebete sind mit allen, die von diesem schrecklichen Vorfall in Manchester betroffen sind. Wir müssen besser werden. Wir müssen UNS LIEBEN."

++ 5.24 Uhr: Theresa May gedenkt der Opfer +++

"Wir sind daran, alle Einzelheiten dessen, was von der Polizei als entsetzlicher Terroranschlag behandelt wird, herauszuarbeiten. All unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Familien von allen, die betroffen sind."

+++ 5.20 Uhr: Ariana Grande: Bin "am Boden zerstört" +++

Die US-Sängerin Ariana Grande zeigt sich nach der verheerenden Explosion am Rande ihres Konzerts in Manchester "am Boden zerstört". "Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte", twittert die 23-Jährige.

+++ 5.10 Uhr: Trudeau spricht nach Explosion in Manchester Mitgefühl aus +++

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat nach der verheerenden Explosion auf einem Popkonzert in Manchester den Angehörigen der Todesopfer sein Mitgefühl ausgesprochen. "Kanadier sind durch die Nachricht des schrecklichen Angriffs heute Abend in Manchester geschockt", schreibt Trudeau auf Twitter. "Bitte nehmt die Opfer & ihre Familien in eure Gedanken auf."

+++ 4.27 Uhr: Nach Explosion in Manchester: May will Krisensitzung abhalten +++

Die britische Premierministerin Theresa May wird am Dienstag eine Krisensitzung der Regierung abhalten. Sie drückt den Angehörigen der Explosionsopfer von Manchester ihr Mitgefühl aus. "Wir sind daran, alle Einzelheiten dessen, was von der Polizei als entsetzlicher Terroranschlag behandelt wird, herauszuarbeiten", erklärt sie. Die britische Nachrichtenagentur PA berichtet unter Berufung auf eine Quelle in der konservativen Partei, der Wahlkampf der Premierministerin werde ausgesetzt.

+++ 4.25 Uhr: Polizei in Manchester ruft zur Wachsamkeit auf +++

Die Menschen in Manchester sollen nach der Explosion wachsam bleiben und im Verdachtsfall die Anti-Terror-Hotline anrufen. Das sagt der Polizeichef des Großraums Manchester, Ian Hopkins, in der Nacht.

Augenzeugenberichte aus Manchester: Dumpfer Knall: Video zeigt Moment der Explosion

+++ 4.07 Uhr: Welle der Hilfsbereitschaft in Manchester +++

Nach der Explosion in Manchester helfen zahlreiche Privatpersonen den verstörten Konzertbesuchern. Anwohner bieten Schlafplätze an und Taxifahrer kostenlose Mitfahrgelegenheiten, wie der Nachrichtensender Sky News berichtet. Ein Hotel in der Nähe soll Dutzende Kinder aufgenommen haben. In der Multifunktionshalle hatte die US-Schauspielerin und Sängerin Ariana Grande ein Konzert gegeben. Vor allem Kinder und Jugendliche hatten das Popkonzert besucht. 

+++ 3.36 Uhr: Labour-Chef Corbyn bestürzt über Manchester-Explosion +++

Nach der verheerenden Explosion in Manchester zeigt sich der Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, auf Twitter bestürzt. "Furchtbarer Vorfall in Manchester. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und unseren großartigen Rettungsdiensten", schreibt er.

+++ 2.19 Uhr: BBC: Polizei schließt Terroranschlag nicht aus +++

Nach einem BBC-Bericht könnte es sich bei der Explosion zum Ende eines Konzerts in Manchester auch um einen Terroranschlag handeln. Experten zur Terrorbekämpfung hätten bereits Kontakt mit dem Innenministerium in London aufgenommen, berichtet der Sender. Auf Bildern sind Konzertbesucher mit Beinverletzungen zu sehen. Zeugen berichten von einem lauten Knall. Die Ursache dafür ist unklar. Auch Sprengstoffspezialisten waren im Einsatz.

jen/nik/wue / DPA / AFP