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Gipfeltreffen: Trumps Sprecherin rangelt mit nordkoreanischen Bodyguards - und erhält Lob von CNN

Der US-Sender CNN und das Weiße Haus sparen nicht mit Kritik aneinander. Doch nun gibt es lobende Worte – und zwar für Trumps neue Pressesprecherin Stephanie Grisham. Der Grund: ihr harter Einsatz gegen nordkoreanische Sicherheitsleute.

Stephanie Grisham schiebt einen Nordkoreanischen Sicherheitsmann beiseite.

Sie sind das erklärte Feindbild für US-Präsident Donald Trump: die großen US-Medien wie CNN, "New York Times" oder "Washington Post". Dementsprechend angespannt ist auch das Verhältnis zwischen dem Weißen Haus und den Reportern. Die ehemaligen Pressesprecher Sean Spicer und Sarah Sanders rasselten oft mit den Journalisten aneinander. Höhepunkt der Konfrontation: CNN-Mann Jim Acosta wurde zeitweilig die Akkreditierung entzogen, nachdem er Trump auf einer Pressekonferenz kritische Fragen gestellt hatte.

Lob von überraschender Seite

Nach dem Rücktritt von Sarah Sanders ist seit einigen Tagen Stephanie Grisham als Pressesprecherin des Weißen Hauses am Ruder. Für sie gab es direkt Lob - und zwar von überraschender Seite: Ausgerechnet Jim Acosta äußerte sich nun positiv über sie.

Der Grund: Mit körperlichem Einsatz hatte Grisham US-Reportern im Begleittross des Präsidenten am Samstag den Weg zum Auftakt des Treffens von Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un freigemacht, den nordkoreanische Sicherheitsleute versperren wollten. CNN-Korrespondent Jim Acosta sagte, Grisham habe sich bei ihrem Einsatz im geteilten Grenzort Panmunjom sogar Schrammen zugezogen.

Stephanie Grisham schiebt einen Nordkoreanischen Sicherheitsmann beiseite.

Stephanie Grisham schiebt Sicherheitsleute zur Seite

Auf Videos ist zu sehen, wie Grisham einen deutlich größeren nordkoreanischen Sicherheitsmann zur Seite drängt und den Reportern zuruft: "Geht, geht!" Acosta sagte in einer Schalte mit seinem Sender aus Seoul: "Dafür verdient Frau Grisham Anerkennung." Das gelte besonders, weil die Trump-Regierung sonst nicht damit glänze, sich für Reporter einzusetzen, die über das Weiße Haus berichten. 

Acosta hat selber ein schwieriges Verhältnis mit dem Weißen Haus: Trump ließ ihm nach einem Wortgefecht bei einer Pressekonferenz im November die Akkreditierung entziehen. CNN zog dagegen erfolgreich vor Gericht. Für Grisham - bislang Sprecherin von First Lady Melania Trump - war es die erste Auslandsreise als Sprecherin des Weißen Hauses. Ihre Vorgängerin Sarah Sanders war am Freitag auf eigenen Wunsch aus dem Amt geschieden. Trump wirft CNN und anderen kritisch über ihn berichtenden Medien vor, "Fake News" zu verbreiten.

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tis / mik / DPA