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Afghanistan-Einsatz: Beck denkt über mehr Soldaten nach

Um in Afghanistan für mehr Sicherheit und Stabilität zu sorgen, überlegen Kanzlerin Angela Merkel als auch Kurt Beck, weitere Soldaten an den Hindukusch zu schicken. Der SPD-Chef will zudem nicht ausschließen, den Afghanistan-Einsatz zu verlängern.

Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt auch SPD-Chef Kurt Beck die Entsendung weiterer Bundeswehr-Soldaten nach Afghanistan nicht aus. "Unser Ziel ist, dort die Zivilgesellschaft und die Regierung zu stabilisieren und afghanische Sicherheitskräfte - Polizei wie Militär - intensiver auszubilden, um sie in die Lage zu versetzen, mittelfristig selbst für Sicherheit zu sorgen", sagte er der "Bild am Sonntag". "Daher werden wir auch die Frage diskutieren, ob wir mehr Soldaten und Polizisten entsenden müssen." Mit Blick auf die Entsendung von bisher bis zu 60 deutschen Polizisten hatte Merkel bereits angekündigt, mit Experten darüber zu beraten, ob eine Verstärkung nötig ist.

Beck unterstützte Merkels Forderung nach einer Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes, ohne sich allerdings auf die einzelnen Mandate festzulegen. "Im Grundsatz gibt es keine unterschiedlichen Bewertungen. Die Tendenz der SPD, das deutsche Engagement in Afghanistan fortzuführen, ist ganz eindeutig und klar", sagte er. "Aber über die Ausgestaltung des Mandats müssen wir diskutieren. Und ich finde, bei so einer ernsten Entscheidung ist es gut, wenn man sie vorher gründlich diskutiert."

Der Parteivorsitzende äußerte die Hoffnung, dass die Mission nicht länger als zehn Jahre dauert: "Ziel ist es, dass die Menschen in Afghanistan selbst für Freiheit und Sicherheit sorgen können. Ich hoffe nicht, dass es länger als zehn Jahre dauert. Aber wir müssen den Einsatz jedes Jahr neu bewerten."

DPA / DPA