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Die Morgenlage Er war einer der reichsten Deutschen: Lufthansa-Großaktionär Thiele gestorben

Der deutsche Unternehmer, Investor und Milliardär Heinz Hermann Thiele ist tot
Der deutsche Unternehmer, Investor und Milliardär Heinz Hermann Thiele ist tot
© AFP PHOTO /Knorr-Bremse AG / AFP
Golf-Profi Tiger Woods bei Verkehrsunfall verletzt +++ Corona-Inzidenz in Deutschland erneut leicht gesunken +++ Mehr als 70 Tote bei Kämpfen in mehreren Gefängnissen in Ecuador +++ Die Nachrichtenlage am Mittwochmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

durch seinen Widerstand gegen den Einstieg der Bundesregierung bei der Lufthansa in der Coronakrise machte er in Deutschland im vergangenen Jahr Schlagzeilen. Nun ist der Unternehmer und Milliardär Heinz Hermann Thiele gestorben. Der Patriarch des Knorr-Bremse-Konzerns und Lufthansa-Großaktionär starb nach Angaben des Unternehmens überraschend am Dienstag im Alter von 79 Jahren im Kreise seiner Familie in München. Thiele war einer der reichsten Menschen Deutschlands. Auf zuletzt gut 20 Milliarden Dollar schätzte die Nachrichtenagentur Bloomberg sein Vermögen. Er hatte Knorr-Bremse im Jahr 1985 übernommen und das Unternehmen von einem mittelständischen Betrieb zu einem weltweit erfolgreichen Konzern mit fast 30.000 Mitarbeitern umgewandelt. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Golf-Profi Tiger Woods bei Verkehrsunfall an Beinen verletzt

Golf-Superstar Tiger Woods ist bei einem schweren Autounfall in Los Angeles an den Beinen verletzt und im Krankenhaus direkt operiert worden. Das teilte sein Manager Mark Steinberg nach Angaben mehrerer US-Medien gestern mit. Der 15-malige Major-Sieger war nach Angaben der Polizei alleine in dem Fahrzeug unterwegs, als es sich aus bislang unbekannter Ursache gestern Morgen überschlug. US-Medien berichteten ohne konkrete Quellenangabe, dass die Verletzungen des 45-Jährigen nicht lebensbedrohlich seien. 

Münchner Unternehmer und Milliardär Thiele gestorben

Der deutsche Unternehmer, Investor und Milliardär Heinz Hermann Thiele ist tot. Der Patriarch des Knorr-Bremse-Konzerns und Lufthansa-Großaktionär verstarb am Dienstag im Alter von 79 Jahren im Kreise seiner Familie in München, wie Knorr-Bremse mitteilte. Thiele war bei diesem Unternehmen, das Bremssysteme unter anderem für Schienenfahrzeuge, Lkw und Busse herstellt, Mehrheitsgesellschafter und Ehrenvorsitzer der des Aufsichtsrats. 

Thiele war einer der reichsten Menschen Deutschlands. Er hatte Knorr-Bremse im Jahr 1985 übernommen und wandelte das Unternehmen im Laufe der Jahre von einem mittelständischen Betrieb zu einem weltweit erfolgreichen Konzern mit fast 30.000 Mitarbeitern um. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Thiele im vergangenen Jahr durch den Streit um das Rettungspaket für die Lufthansa in der Coronakrise bekannt. Der Lufthansa-Großaktionär wehrte sich zeitweise gegen den Einstieg der Bundesregierung bei der Airline. 

Corona-Inzidenz in Deutschland erneut leicht gesunken

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland ist erneut gesunken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Mittwoch bei 59,3, womit er am zweiten Tag in Folge zurückging. Am Dienstag hatte die Inzidenz 60,5 betragen, am Montag 61,0. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. 

Der Wert war während des derzeitigen Lockdowns über Wochen hinweg gesunken. Kürzlich stieg er dann aber drei Tage in Folge an, bevor er nun an zwei Tagen nacheinander wieder etwas zurückging. Die Zahl der innerhalb eines Tages verzeichneten Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab das RKI am Mittwoch mit 8007 an. Wie das Institut ferner unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 422 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden registriert. 

Corona-Umfrage: Ein Drittel gegen Einschnitte und Impfung

Gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten in der Pandemie und gegenüber einer Corona-Impfung gibt es einer Umfrage zufolge deutliche Vorbehalte. Ein Drittel der Bürger in Deutschland (33 Prozent) lehnt Eingriffe in die Freiheitsrechte zur Pandemie-Bekämpfung "eher" oder "voll und ganz" ab. Und 34 Prozent wollen sich nicht impfen lassen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Befragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Für die Erhebung hat das Norstat Institut Ende 2020 mehr als 1000 Erwachsene befragt. 

Mehr als 70 Tote bei Kämpfen in mehreren Gefängnissen in Ecuador

Blutiger Machtkampf hinter Gittern: Bei einer Reihe gewalttätiger Auseinandersetzungen in mehreren Gefängnissen sind in Ecuador mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 75 Häftlinge seien bei den Kämpfen in den Strafanstalten in Guayaquil, Cuenca und Latacunga getötet worden, teilten die Regierung des südamerikanischen Landes am Dienstag mit. Auslöser der Auseinandersetzung war offenbar ein internen Machtkampf innerhalb der Bande Los Choneros. Nach Angaben der Gefängnisverwaltung hatte ein Justizvollzugsbeamter zuletzt Schusswaffen in das Gefängnis von Guayaquil geschmuggelt. Innenminister Patricio Pazmiño sprach von einer konzertierten Aktion krimineller Organisationen. Präsident Lenín Moreno kündigte den Einsatz des Militärs an. 

Das wird heute wichtig:

Spahn stellt sich Befragung im Bundestag

Inmitten der Debatte um mögliche weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen stellt sich Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch (13.00 Uhr) im Bundestag den Fragen von Abgeordneten. Der CDU-Politiker steht aktuell wegen des schleppenden Starts der Corona-Impfungen und Verzögerungen bei Schnelltests als Angebot für alle Bürger in der Kritik. Weitere Themen im Parlament sind unter eine Debatte zur Afrika-Politik sowie eine Aktuelle Stunde auf Antrag der FDP zur Lage auf dem Wohnungsmarkt. 

Die Morgenlage: Er war einer der reichsten Deutschen: Lufthansa-Großaktionär Thiele gestorben

Staatshaushalt und Konjunktur – Bundesamt gibt Details bekannt

Die Corona-Krise reißt tiefe Löcher in den Staatshaushalt und trifft die deutsche Wirtschaft hart. Wie sich die Finanzen von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung 2020 entwickelt haben und wie Europas größte Volkswirtschaft durch den zweiten Lockdown zum Jahresende gekommen ist, gibt das Statistische Bundesamt an diesem Mittwoch (8.00 Uhr) im Detail bekannt.

Kabinett berät über Afghanistan-Einsatz

Das Bundeskabinett befasst sich am Mittwoch mit einer Verlängerung des Einsatzes deutscher Soldaten in Afghanistan. Unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) entscheidet die Ministerrunde über einen Mandatsentwurf, der eine Fortsetzung bis zum 31. Januar kommenden Jahres vorsieht. Die Obergrenze von 1300 deutschen Soldaten soll bestehen bleiben. Sie sind Teil der Nato-Ausbildungsmission "Resolute Support".

Erstes Urteil im Prozess um Staatsfolter in Syrien

Im Prozess wegen staatlicher Folter im Bürgerkriegsland Syrien vor dem Oberlandesgericht Koblenz wird an diesem Mittwoch (9.30 Uhr) das Urteil gegen einen der beiden Angeklagten erwartet. Der Syrer Eyad A. steht wegen mutmaßlicher Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht. Dem 44-Jährigen wird vorgeworfen, im Herbst 2011 als Agent des syrischen Geheimdienstes mindestens 30 Demonstranten in ein Foltergefängnis gebracht zu haben. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft ist es weltweit das erste solche Verfahren. 

Urteile im Prozess gegen mutmaßlichen Deutschland-Chef der IS

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Deutschland-Chef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Walaa, und drei Mitangeklagte verkündet das Oberlandesgericht Celle an diesem Mittwoch (9.15 Uhr) die Urteile. Dem Iraker und den anderen Angeklagten wird vorgeworfen, junge Menschen vor allem im Ruhrgebiet und in Niedersachsen islamistisch radikalisiert und in Kampfgebiete des IS geschickt zu haben. Die Männer stehen wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrormiliz seit September 2017 vor Gericht.

Mönchengladbach nur Außenseiter im Duell mit Manchester City

Erstmals seit 43 Jahren steht Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach in der europäischen Königsklasse wieder in einer K.o-Runde und trifft dort am Mittwoch auf den Titelfavoriten Manchester City (21.00/DAZN). Gladbachs Trainer Marco Rose, der mit seinem Team das Heimspiel in Budapest austragen muss, glaubt an eine Außenseiterchance seiner Mannschaft. „Die Jungs sollen das Spiel genießen, müssen aber auch maximal bereit sein, das zu zeigen, was sie können“, sagte der Coach. Die Gladbacher treffen zum dritten Mal nacheinander in der Champions League auf den derzeitigen Tabellenführer der Premier League und haben von den vorausgegangenen vier Spielen keines gewonnen.

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Ihre stern-Redaktion

rw / tis DPA AFP

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