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Angst vor Coronavirus Mecklenburg-Vorpommern zieht nach: In 15 Bundesländern bleiben Schulen über Wochen dicht

Wegen des Coronavirus bleiben viele Schulen und Kitas geschlossen




Wegen der Ausbreitung des Coronavirus bleiben immer mehr Schulen und Kitas geschlossen. Viele Eltern fragen sich nun, was das bedeutet. In diesem Video erfahren Sie, was Sie jetzt zu Kita- und Schulschließungen wissen müssen.
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15 von 16 Bundesländer haben sich für flächendeckende Schulschließungen entschieden. Auch viele Kitas bleiben vorerst dicht. Sachsen will ab Montag wegen des Coronavirus die Schulpflicht aussetzen. Die aktuelle Entwicklung im Überblick.

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 nimmt zunehmend Einfluss auf den Alltag der Menschen in Deutschland. Großveranstaltungen werden reihenweise abgesagt. Am Donnerstagabend appellierte Bundeskanzlerin Angela Merkel zudem an die Bevölkerung, "wo immer es möglich ist, auf Sozialkontakte zu verzichten". 

+++ Coronavirus: Alle Informationen zur weltweiten Entwicklung lesen Sie in unserem Stern-Ticker +++

Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, haben sich Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, NRW, Schleswig-Holstein, Bremen, Bayern, das Saarland, Berlin und Niedersachsen bereits entschieden, Schulen und Kitas vorerst zu schließen. Sachsen will ab kommenden Montag die Schulpflicht aussetzen. Eine bundeseinheitliche Regelung bei Schulschließungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus gibt es nicht, da in Deutschland die Bundesländer selbst für ihre Schulen zuständig sind.

In diesem Artikel werden wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Thema Schul- und Kitaschließung aufgrund des Coronavirus auf dem Laufenden halten. 

+++ 11.57 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern sperrt Schulen und Kitas zu +++

Wegen der Coronavirus-Epidemie bleiben von Montag an auch in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts in Schwerin mit. Die Landesregierung in Schwerin folgt damit den Entscheidungen anderer Bundesländer. Bisher sollten lediglich die Schulen in Rostock und einem Landkreis geschlossen bleiben. Mecklenburg-Vorpommern ist damit das vorletzte Bundesland, das seine Schulen flächendeckend dicht macht.


 Meldungen vom Freitag, 13. März

+++ 18.06 Uhr: Hessen setzt ab Montag die Schulpflicht aus +++

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt ab Montag in den hessischen Schulen keine Unterrichtsverpflichtung mehr. Die Schulen blieben aber geöffnet, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am frühen Abend in Wiesbaden. Bereits während des Tages hatten sich die Beschlüsse der hessischen Landesregierung angedeutet.

+++ 16.27 Uhr: Schulschließungen in Brandenburg ab Mittwoch +++

Auch Brandenburg schließt ab der kommenden Woche wegen der Coronakrise alle Schulen und Kitas. Ab Mittwoch fänden vorerst bis zum Ende der Osterferien keine reguläre Betreuung und kein regulärer Unterricht statt, teilte die Landesregierung in Potsdam am Freitag mit. In den Kommunen soll jedoch eine Notbetreuung organisiert werden. In Einzelfällen gebe es bereits vor Mittwoch Schließungen, etwa aufgrund von Verdachtsfällen.

Für bestimmte Personengruppen seien Betretungsverbote zum Beispiel für Krankenhäuser, Pflegeheime und Schulen festgelegt worden, teilte die Landesregierung weiter mit. Außerdem wurde der Vorlesungsbeginn auf den 20. April verschoben. Damit teilten alle Bundesländer bis auf Hessen offiziell mit, alle oder einige Schulen und Kitas ab kommender Woche zu schließen.

+++ 15.53 Uhr: Auch Sachsen-Anhalts Schulen ab Montag zu +++

Auch die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat am Freitag entschieden, die Schulen ab Montag und bis zum Ende der Osterferien (13. April) zu schließen. Eine Notbetreuung in den Grundschulen, Horten und Kitas werde gesichert, heißt es in einer Pressemitteilung. "Es wird alles dafür getan, dass Schülerinnen und Schüler kein Nachteil durch diese Situation entsteht", wird Bildungsminister Marco Tullner zitiert. Und weiter: "Wir stellen sicher, dass mehrere Szenarien hinsichtlich der Abschlussarbeiten und Zentralabiturprüfungen umgesetzt werden können." Für alle Schüler werde es Möglichkeiten geben, die Abschlussprüfungen abzulegen.

+++ 15.47 Uhr: Studenten sollen Bafög trotz Uni-Schließung weiter bekommen +++

Studenten sollen ihr Bafög auch dann weiter bekommen, wenn wegen der Corona-Krise Hochschulen geschlossen werden. Ein entsprechender Erlass gilt auch dann, wenn die Einreisesperre in ein anderes Land den Gang zur Uni unmöglich macht, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Freitag in Berlin. Bafög-Empfänger sollten in der aktuellen Ausnahmesituation Klarheit und Planungssicherheit haben.

"Niemand soll sich wegen der Corona-Pandemie um seine Bafög-Förderung Sorgen machen müssen", sagte Karliczek weiter. Hierzulande haben einige Bundesländer den Beginn des Vorlesungsbetriebs verschoben, um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. Einige Staaten haben Einreisebeschränkungen verhängt. 

+++ 15.25 Uhr: In sächsischen Schulen ab Montag kein Unterricht mehr +++

In den sächsischen Schulen findet ab Montag kein Unterricht mehr statt. Zwar bleiben die Schulen geöffnet, die Schulpflicht wird jedoch aufgehoben, wie das sächsische Kultusministerium am Freitag mitteilte. Außerdem ordnete das Ministerium unterrichtsfreie Zeit an. Mit dem Zwischenschritt soll die komplette Schließung von Schulen und Kitas bis zum 17. April vorbereitet werden.    

So will das Ministerium den eigenen Angaben zufolge Eltern die Möglichkeit geben, sich auf eine Betreuung ihrer Kinder einstellen zu können. Im Laufe der kommenden Woche soll entschieden werden, ab wann Schulen und Kitas komplett geschlossen werden.

Für Eltern ohne alternatives Angebot werde die Betreuung für alle Kinder abgesichert, teilte das Ministerium mit. Dies soll die Versorgung der Bevölkerung, den öffentlichen Nahverkehr und die medizinische Versorgung garantieren.    

Das Ministerium erklärte, die Prüfungen an den allgemeinbildenden und den beruflichen Schulen seien nach derzeitigem Stand nicht in Gefahr. Das Abitur startet in Sachsen am 22. April. Jedoch müssen Klassenfahrten außerhalb von Sachsen bis zum Schuljahresende abgesagt werden, innerhalb des Bundeslands sollen ebenfalls vorerst alle Fahrten bis zu den Osterferien abgesagt werden.

+++ 15.10 Uhr: Hamburger Hochschulen stoppen Regelbetrieb +++

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus stellen die Hamburger Hochschulen am kommenden Montag den Regelbetrieb ein. Das beschloss der Senat am Freitag auf einer Sondersitzung, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss mitteilte. In Nordrhein-Westfalen wird der Start des Sommersemesters vorerst bis zum 19. April, dem Ende der Osterferien, verschoben, wie die Landesregierung mitteilte. Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen.

+++ 14.48 Uhr: Hamburg und Thüringen stellen Schulbetrieb ein +++

Auch in Thüringen und der Hansestadt Hamburg bleiben zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus von Montag (Hamburg) bzw. Dienstag (Thüringen) an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilten Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag mit. In Hamburg soll der Schulbetrieb und der Regelbetrieb in Kitas zunächst bis zum 29. März ausgesetzt werden. Zuvor hatten sich wegen der Infektionsgefahr bereits zehn andere Bundesländer zu Schulschließungen in der kommenden Woche entschieden.

Hamburgs Bildungsenator Ties Rabe erklärte, dass der Schulbetrieb zunächst für 14 Tage ausgesetzt werde. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass diese Maßnahme verlängert werden müsse. An den Schulen der Hansestadt lernen derzeit rund 260.000 Schülerinnen und Schüler. Laut Rabe soll ab kommenden Montag eine Notbetreuung aufrecht erhalten werden. Dies gelte für den Zeitraum von 8 bis 16 Uhr und alle Schüler unter 14 Jahren sowie sämtliche Kinder mit Behinderungen.

+++ 14.40 Uhr: Hessen plant flächendeckende Schulschließungen +++

Wegen des Coronavirus sollen auch in Hessen landesweit die Schulen geschlossen werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Wiesbaden am Freitag aus Regierungskreisen. Unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will das Kabinett im Laufe des Tages zu einer Sondersitzung zusammenkommen und ein Maßnahmenpaket beschließen. Mit Hessen haben nun schon zehn Länder flächendeckende Schulschließungen geplant.

+++ 14.13 Uhr: Baden-Württemberg sperrt Schulen und Kitas zu +++

Als neuntes Bundesland hat am Freitagnachmittag auch Baden-Württemberg angekündigt, wegen der Coronavirus-Pandemie von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien am 20. April zu schließen. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach einer Sondersitzung seines Kabinetts in Stuttgart mit.

+++ 14.02 Uhr: Schulschließungen auch in Rheinland-Pfalz +++

Auch in Rheinland-Pfalz bleiben die Schulen und Kindergärten ab Montag geschlossen. Dies soll zunächst bis zum Ende der Osterferien am 17. April gelten, wie das rheinland-pfälzische Bildungsministerium am Freitag mitteilte. Eine Notbetreuung werde vor Ort ermöglicht. Die ab Montag geplanten Prüfungen für das mündliche Abitur würden erst ab dem 23. März stattfinden. Zuvor hatten bereits mehrere andere Bundesländer angekündigt, ab Montag ihre Schulen und Kitas zu schließen. 

+++ 13.55 Uhr: Weimar schließt Schulen, Horts und Kitas +++

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, bleiben in der thüringischen Stadt Weimar und dem Kreis Weimarer Land ab dem kommenden Montag sämtliche Schulen, Horts und Kitas geschlossen. Das teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Die Regelung gelte zunächst bis einschließlich 19. April, hieß es aus dem Rathaus. 

Quelle:Stadt Weimar

+++ 13.35 Uhr: Medienbericht: Auch Hamburg will Schulen schließen +++

Auch in Hamburg sollen die Schulen ab Montag bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Das berichtet das "Hamburger Abendblatt" am Freitagmittag. Offiziell bestätigt ist dies allerdings noch nicht. Demnach will die Hansestadt am Freitagnachmittag in einer Pressekonferenz über die geplanten Maßnahmen informieren. Laut "Abendblatt" ist noch unklar, wie lange die Schulschließungen andauern werden. Ebenso sollen Vorkehrungen für Kitas und Hochschulen getroffen werden, heißt es in dem Bericht.

Quelle:"Hamburger Abendblatt"

+++ 13.20 Uhr: Auch NRW schließt ab Dienstag alle Schulen +++

In Nordrhein-Westfalen schließen wegen des Coronavirus in der kommenden Woche alle Schulen bis zu den Osterferien. Das hat das Kabinett am Freitag entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Landesregierung erfuhr. Damit ist Nordrhein-Westfalen das siebte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant. Wie Ministerpräsident Armin Laschet am Nachmittag in einer Pressekonferenz erklärte, bleiben sämtliche Schulen ab kommenden Montag (16. März) geschlossen. Die Betreuung der betroffenen Schüler soll am Montag und Dienstag gemeinsam mit den Lehrern und Eltern besprochen und organisiert werden.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands gibt es etwa 5500 Schulen mit insgesamt rund 2,5 Millionen Schülern. Die zweiwöchigen Osterferien in NRW beginnen am 6. April. Damit würden die Schulen etwa fünf Wochen geschlossen bleiben. Offen blieb zunächst die Betreuungsfrage für die Schülerinnen und Schüler. NRW ist mit rund 1260 bestätigten Erkrankungen (Stand Freitag morgen) das am stärksten vom Coronavirus betroffene Bundesland.

+++ 13.13 Uhr: Berliner Schulen schließen am Dienstag +++

Vom kommenden Dienstag an werden alle allgemeinbildenden Schulen in Berlin bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Das geht aus einem Schreiben der Senatsverwaltung für Bildung an die Berliner Schulleitungen vom Freitag hervor, das der dpa vorliegt. "Aus diesem Grund finden ab sofort auch keine Schülerfahrten, Exkursionen oder sonstige schulische Veranstaltungen statt", heißt es dort. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte am Vormittag mitgeteilt, dass die Berliner Schulen und Kitas von Montag an "stufenweise" den Betrieb einstellen. Begonnen werden soll mit den Oberstufenzentren.

+++ 12.51 Uhr: Schulschließungen: Bundeselternrat fordert Hilfen bei Betreuung +++

Der Bundeselternrat hat mit Blick auf die anstehenden Schulschließungen in Deutschland Unterstützung für die Eltern bei der Kinderbetreuung gefordert. "Hierbei muss eine Prioritätenliste erstellt werden, welche Berufsgruppen vorrangig Anspruch haben, um das öffentliche Leben und die Versorgung aufrechtzuerhalten", sagte der Vorsitzende des Elternrats, Stephan Wassmuth, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Rahmenbedingungen dafür müssten bundesweit gleich sein und Entscheider vor Ort müssten sich auf klare Handlungsanweisungen verlassen können. Der Staat stehe hier in der Pflicht. "Wir alle müssen in dieser schwierigen Phase unsere Einzelinteressen zum Wohle unserer Gesellschaft zurückstellen."

Der Bundeselternrat vertritt als Dachorganisation die Landeselternvertretungen in Deutschland und damit nach eigenen Angaben die Eltern von rund acht Millionen Kindern und Jugendlichen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen.

++ 12.44 Uhr: Hessen stellt Abiturientinnen und Abiturienten bis Ostern vom Unterricht frei +++

Wie das Hessische Kultusministerium auf seiner Homepage mitteilt, werden Abiturientinnen und Abiturienten des diesjährigen Prüfungsjahrgangs ab kommenden Montag bis zu den Osterferien vom Unterricht freigestellt. Die Prüfungstermine im Haupttermin seien davon unberührt, hieß es weiter.

+++ 12.31 Uhr: Landesregierung beschließt Schulschließungen in Rostock +++

In Mecklenburg-Vorpommern sind von Montag an wegen des Coronavirus Schulen und Kindergärten in Rostock und im Landkreis Ludwigslust-Parchim geschlossen. Dies verkündete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitag in Schwerin.

+++ 12 Uhr: GEW zu Schulschließungen: Situation macht uns Sorgen +++

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) betrachtet die flächendeckende Schließung von Schulen in mehreren Bundesländern mit Sorge. "Wir können nicht beurteilen, ob die Schulschließungen notwendig sind oder nicht. Wir vertrauen hier auf die Expertise der Fachleute aus den Gesundheitsbehörden", sagte GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Dennoch bereitet uns die Situation Sorgen." Die Schließungen seien eine große Belastung für die Familien. Auf der anderen Seite sei ein Ausgleich des entfallenen Unterrichts nur schwer möglich. "Die Schulen in Deutschland sind nicht flächendeckend darauf vorbereitet, Fernunterricht zu erteilen", sagte Hoffmann. 

Die GEW kritisiert unter anderem fehlende Möglichkeiten, Lerninhalte digital zu verbreiten und Kinder und Jugendliche auf diese Weise zu unterrichten. Das sei regional und von Schule zu Schule höchst unterschiedlich. "Flächendeckendes, digital gestütztes Lernen ist in Deutschland noch nicht möglich. Es fehlen die Mittel, die entsprechende Vorbereitung und Erfahrung vieler Lehrkräfte", sagte Hoffmann.

+++ 11.53 Uhr: Schleswig-Holstein schließt Schulen, Kitas und Hochschulen ab Montag +++

Auch Schleswig-Holstein hat sich am Freitagvormittag dazu entschieden, die Schulen landesweit ab Montag (16. März) und bis zum 19. April zu schließen. Von der Maßnahme sei der Unterricht an allen öffentlichen und privaten Schulen bis auf Weiteres betroffen, wie es unter anderem in einem Eintrag auf Facebook hieß. Demnach wird auch der Lehrbetrieb an den Hochschulen ausgesetzt. 

Für Kitakinder und jüngere Schüler bis zur Klasse sechs werde in bestimmten Fällen eine Notbetreuung gewährleistet, teilten das Gesundheits- und das Bildungsministerium mit. Dies gelte aber nur für Eltern, die in für die Versorgung und Sicherheit unverzichtbaren Berufen arbeiteten. Dazu zählten etwa Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, Polizei, Justiz oder Feuerwehr. Es gilt aber auch für Energieversorger oder Hersteller von Medizinmaterial.    

Die demnächst anstehenden Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein werden pauschal auf die ohnehin bereits eingeplanten regulären Nachholtermine nach den Osterferien verlegt. Die Regierung sei bestrebt, allen Schülern das Ablegen von Prüfungen zu ermöglichen.

+++ 11.25 Uhr: Auch Bremen verkündet Schul- und Kitaschließungen +++

Auch das Bundesland Bremen schließt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ab Montag alle Schulen und Kitas. Das teilte der Senat am Freitag in der Hansestadt nach einer Sondersitzung mit. "Der Senat sieht diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", hieß es. Wie lange Unterricht und Betreuung ausfallen sollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

+++ 10.37 Uhr: NRW will in Pressekonferenz über weitere Maßnahmen informieren +++

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) informiert an diesem Freitag um 14.30 Uhr in Düsseldorf über weitere Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus.

+++ 10.25 Uhr: Bayern betreut Eltern mit "systemkritischen Berufen" weiter +++

Als Folge der Coronavirus-Krise tritt in Bayern ein Notfallplan für die Betreuung bestimmter Kinder in Kraft. "Wir werden eine Betreuung sicherstellen für Eltern, die in systemkritischem Berufen tätig sind", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in München. Zuvor hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, dass ab Montag in Bayern alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen werden – bis zum Beginn der Osterferien am 6. April. Damit werden in Bayern faktisch bis zum 20. April die Bildungseinrichtungen geschlossen.

+++ 10.22 Uhr: Giffey verteidigt regionale Schulschließungen +++

Familienministerin Franziska Giffey hat die Praxis regionaler Schulschließungen in Deutschland verteidigt. "Natürlich hat die Gesundheit Priorität. Und da, wo es konkrete Krankheits- oder Verdachtsfälle gibt, sind temporäre Schließungen auch nötig. Das muss entsprechend der jeweiligen Lage vor Ort bewertet und entschieden werden", sagte die SPD-Politikerin der "Rhein-Neckar-Zeitung".   

"Man darf nicht ganz vergessen: Eine flächendeckende Schließung von Kitas und Schulen würde voraussichtlich zu einem Problem bei der Kinderbetreuung führen", sagte Giffey weiter. Das würde Eltern betreffen, die dann in Kliniken, in der Pflege oder Arztpraxen fehlen würden. "Häufig springen die Großeltern bei der Betreuung ein. Damit würden die Älteren gerade aber umso mehr gefährdet." 

+++ 10.03 Uhr: Berliner Schulen und Kitas schließen ab Montag schrittweise +++

Berlin will ab der nächsten Woche stufenweise seine Schulen und Kitas schließen. Die Schließungen sollen am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen, wie die Senatskanzlei am Freitagmorgen mitteilte. Außerdem soll der öffentliche Nahverkehr auf ein Mindestmaß reduziert werden; der Fokus soll auf dem Schienenverkehr liegen.

Vorerst sollen die Maßnahmen den Angaben zufolge bis Ende der Osterferien am 19. April laufen. Zu den einzelnen Punkten habe der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitagmorgen die Senatsmitglieder beauftragt, Konzepte und Zeitpläne zu entwickeln. Um 14.00 Uhr soll dazu eine Sondersitzung des Senats stattfinden.

+++ 9.54 Uhr: Schulen in ganz Niedersachsen schließen ab Montag +++

Niedersachsen schließt als nächstes Bundesland wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Sie bleiben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Montag an dicht. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung würden am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien beginnen.

+++ 9.08 Uhr: Hamburgs Schulbehörde will am Freitag Corona-Update geben +++

Hamburgs Schulbehörde will am Freitagvormittag über die aktuellen Planungen rund um die mögliche Schließung von Schulen wegen des Coronavirus informieren. Das Update sei für den frühen Vormittag geplant, sagte Behördensprecher Peter Albrecht der Deutschen Presse-Agentur. "Selbst, wenn Schulen geschlossen werden müssten, wird es in jedem Fall Betreuungsangebote geben", sagte Albrecht weiter. 

+++ 8.41 Uhr: Bayern schließt Schulen und Kitas bis nach Ostern +++

Bayern schließt wegen der Coronaviruspandemie bis nach Ostern alle Schulen und Kitas. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus Regierungskreisen in München. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will um 9.00 Uhr über die Maßnahmen der Landesregierung informieren. Auch im Saarland sollen ab Montag alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen bleiben.    

Der Ministerrat des Saarlands beschloss am Freitagmorgen offiziell, dass die Einrichtungen bis nach den Osterferien Ende April schließen. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hatte einen solchen Schritt bereits zuvor angekündigt. Weitere Informationen will die Landesregierung am Mittag bekanntgeben. 

+++ 8.07 Uhr: Virologe: Schließung von Schulen und Kindergärten "alternativlos" +++

Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland sollten nach Ansicht des Virologen Alexander Kekulé geschlossen bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Bundesweite Schließungen seien seiner Meinung nach "absolut alternativlos", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Jedes infizierte Kind würde statistisch gesehen zwei bis drei andere Kinder anstecken. Das würde eine "Infektionslawine" auslösen, die nur schwer zu stoppen sei.

+++ 6.35 Uhr: Saarland schließt Schulen und Kitas - Status des Abiturs noch unklar +++

Als erstes Bundesland hat das Saarland in der Nacht zu Freitag bekanntgegeben, dass wegen des Coronavirus landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien geschlossen werden. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Schulen und Kitas sollen ab kommendem Montag geschlossen bleiben. Am Freitag berät im Saarland die Ministerkonferenz über das weitere Vorgehen. Die Minister treffen sich in einer außerordentlichen Sitzung. Wie es um die Abiturprüfungen im Saarland steht, sei im Vorfeld der Sitzung noch nicht klar, teilte ein Sprecher am Freitag mit.

+++ 4.04 Uhr: Kinder bei Schulschließung millionenfach ohne Betreuung +++

Von ausfallender Kinderbetreuung bei bundesweiten Schulschließung wegen der Coronakrise wären Millionen Arbeitnehmerhaushalte betroffen. So gibt es 2,7 Millionen Minderjährige unter 18 Jahren, bei denen beide Elternteile Vollzeit arbeiten. 5,2 Millionen Kinder wachsen bei Eltern auf, bei denen ein Elternteil Vollzeit und ein Elternteil Teilzeit arbeitet. Das zeigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA), die die Linken im Bundestag ausgewertet haben und die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen. 

700.000 Kinder wachsen demnach bei Alleinerziehenden auf, die Vollzeit arbeiten, darunter 530.000 Mütter. 824.000 Kinder leben bei Alleinerziehenden, die Teilzeit arbeiten, darunter 800.000 Mütter. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts gibt es 2,8 Millionen Grundschüler. In Kindertageseinrichtungen und Horten werden 3,7 Millionen Kinder betreut.

mod / js DPA AFP

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