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US-Wahl 2016: Wütende Anti-Trump-Proteste in zahlreichen US-Städten

Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Gegen die Demokratin Hillary Clinton gewinnt der Republikaner deutlich. Alle Wahl-Nachrichten zur Wahl zum Nachlesen.

Trump Demonstranten

Unmut über den gewählten US-Präsidenten Donald Trump: Junge Demonstranten vor dem Weißen Haus in Washington

Alle Nachrichten zur Wahl von Donald Trump im stern-Newsticker:

+++ 22.19 Uhr: Oliver Stone: "Trump kann überraschen" +++

Der US-Filmregisseur Oliver Stone ("Platoon") sieht Donald Trump als einen "praktischen Menschen" an, der seine Kritiker noch überraschen könne. Der gewählte US-Präsident sei ein guter Verhandler, erklärte Stone am Mittwoch in São Paulo, wo er seinen Film "Snowden" vorstellte. Er habe sich stärker vor einer Präsidentschaft Hillary Clintons als vor einem Sieg Trumps bei der US-Wahl am Dienstag gefürchtet, sagte Stone nach einem Bericht der Zeitung "Folha de São Paulo". Clinton habe im Senat für Kriegshandlungen gestimmt und sei Russland gegenüber konfrontativ eingestellt, erklärte Stone. Trump habe dagegen bessere Voraussetzungen, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verhandeln. Auch der frühere US-Präsident Ronald Reagan (Amtszeit: 1981-1989) habe vor seiner Amtsübernahme Furcht erregt und sei dann sehr gut mit der Sowjetunion ausgekommen.

+++ 22.15 Uhr: CNN: Clinton gewinnt Minnesota, Trump Arizona +++

Hillary Clinton hat nach einer Prognose des Senders CNN bei der US-Präsidentenwahl den Bundesstaat Minnesota für sich entschieden. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin gewann den Staat im mittleren Westen nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen demnach mit 47 zu 45 Prozent. Nach Angaben des Senders entschied Donald Trump das Rennen in Arizona mit einem Vorsprung von gut vier Punkten für sich.

Damit kommt Trump in der Rechnung von CNN auf 290 Wahlmänner, Clinton liegt bei 228. Die Wahl war bereits in der Nacht zum Mittwoch entschieden, als Trump die Schwelle von 270 Wahlmännern überschritt und damit als Nachfolger Barack Obamas feststand. Laut CNN dauert die Auszählung nun noch in zwei der 50 Bundesstaaten an. Das Rennen in Michigan und New Hampshire waren nach wie vor zu eng, ein Ergebnis konnte noch nicht verkündet werden.

+++ 22.13 Uhr: "Zäsur für das demokratische Amerika" +++

Die "Kieler Nachrichten" kommentieren die Wahl Donald Trumps in ihrer morgigen Ausgabe: "Dieser 9. November ist eine Zäsur für das demokratische Amerika. Das Fatale: Donald Trumps Sieg dürfte den Demagogen in Europa als Vorbild dienen. Der überraschende Ausgang der Wahl zeigt aber auch, wie wenig wir auf dieser Seite des Atlantiks darüber wissen, wie Amerika wirklich wissen."

+++ 21.33 Uhr: Kuba kündigt am Tag nach der US-Wahl Militärmanöver an +++

Kuba hat nach dem Wahlsieg des Republikaners Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl zunächst keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht, dafür aber ein Militärmanöver angekündigt. Die "Verteidigungsübung" werde vom 16. bis zum 18. November abgehalten und habe das Ziel, Truppen und Bürger für "mögliche Aktionen des Feindes" zu trainieren, hieß es am Mittwoch auf der Titelseite der Parteizeitung "Granma". Das Manöver wird im ganzen Land stattfinden, Ausnahme ist die östliche Provinz Guantanamo, wo sich die gleichnamige US-Marinebasis mit dem umstrittenen Gefangenenlager befindet. Die Militärübungen sind nicht ungewöhnlich, seit 1980 fanden sie immer wieder statt, zuletzt 2013.

Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung lässt jedoch aufhorchen, weil sie nur wenige Stunden nach der US-Präsidentenwahl erfolgte. Trump hatte im Wahlkampf wiederholt Bedenken wegen der von US-Präsident Barack Obama vorangetriebenen Annäherung mit Kuba geäußert.

+++ 21.24 Uhr: Trump-Wahl lässt Waffenaktien abstürzen +++

Donald Trump ist ein ausgesprochener Freund der Waffen-Lobby, doch die größten Hersteller von Pistolen und Gewehren in den USA sind nach der Wahl des Republikaners zum US-Präsidenten an der Börse massiv unter Druck geraten. Die Aktien der beiden Waffenschmieden Smith & Wesson und Sturm, Ruger & Co. büßten am Mittwoch mehr als zwölf Prozent an Wert ein. Wie passt das zusammen?

Trumps Wahlsieg "eliminiert jegliche realistische Sorge vor schärferen Waffengesetzen", meinen die Experten vom Analysehaus Wedbush Equity Research. Daher würden sich Waffenliebhaber nun Zeit lassen mit neuen Einkäufen. Die Angst vor strikterer Regulierung durch Trumps Rivalin Hillary Clinton war in den letzten Monaten ein treuer Verkaufshelfer der Waffenindustrie gewesen.

+++ 20.30 Uhr: CBS: Viele Obama-Anhänger wählten Trump +++

Der US-Fernsehsender CBS berichtet, dass viele frühere Obama-Anhänger ihre Stimme bei dieser Wahl Donald Trump gegeben haben. "Ich habe dafür keine Erklärung", sagt Josh Earnest, der Pressesprecher des Weißen Hauses, zu dieser erstaunlichen Information.


+++ 19.41 Uhr: Obama empfängt Trump im Weißen Haus +++

US-Präsident Obama empfängt am Donnerstag seinen designierten Nachfolger Trump im Weißen Haus. Bei dem Treffen in Washington soll nicht nur eine reibungslose Amtsübergabe vorbereitet werden. Obama will auch darüber sprechen, wie das Land nach dem harten Wahlkampf wieder geeint werden kann. Obama kündigte am Mittwoch an, er werde alles für einen reibungslosen Übergang tun, so wie es sein Vorgänger George W. Bush vor acht Jahren für ihn getan habe. Trump hatte sich in der US-Präsidentschaftswahl gegen Obamas Parteifreundin Hillary Clinton durchgesetzt. Der rechtspopulistische Immobilienmilliardär ohne Politikerfahrung hatte einen äußerst aggressiven Wahlkampf geführt. Der Republikaner soll im Januar offiziell ins Amt eingeführt werden.

+++ 19.36 Uhr: Wütende Anti-Trump-Proteste in zahlreichen US-Städten +++

In mehreren US-Städten kam es zu spontanen Protesten. In manchen Fällen wurden laut Medienberichten Straßen blockiert, Müllhaufen in Brand gesetzt und US-Flaggen verbrannt. Die meisten Anti-Trump-Demonstrationen gab es an der Westküste, wo die große Mehrheit die Demokratin Hillary Clinton gewählt hatte. In Portland im Bundesstaat Oregon etwa marschierten laut örtlichen Medienberichten rund 200 Menschen durch die Straßen. Einige blockierten zeitweise die Spuren einer Autobahn.

+++ 19.11 Uhr: Paul Ryan will Mehrheitsführer im US-Repräsentantenhaus bleiben +++

Ungeachtet seiner Vorbehalte gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump will der Republikaner Paul Ryan Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus bleiben. Er freue sich schon auf die Zusammenarbeit mit Trump, sagte Ryan am Mittwoch in Washington. "Wir hatten großartige Gespräche darüber, wie wir bei dem Übergang zusammenarbeiten können", führte der Sprecher der Abgeordnetenkammer des Kongresses aus.

"Nach diesem schwierigen Wahlkampf" sei es "an der Zeit, die Wunden zu heilen und sich zu vereinen", fügte Ryan hinzu. Der Abgeordnete aus Wisconsin verwies auch auf den Triumph der Republikaner bei den Kongresswahlen: "Wir haben mehr Sitze gewonnen als alle erwartet hatten", sagte Ryan. "Und das haben wir zu einem Großteil Donald Trump zu verdanken."  

+++ 18.22 Uhr: Obama spricht zur Nation +++

Jetzt wendet sich Präsident Barack Obama mit einer Rede an die Nation: Ihm geht es nun um eine friedvolle Übergabe der Macht, die man in den nächsten Monaten vollziehen werde. Dabei spiele es keine Rolle, dass er und Trump unterschiedliche Überzeugungen hätten. Es gehe nun darum, das Land zu einen: "Wir sind alle in einem Team." Er hoffe, dass Trump den Spirit seiner Rede in der Wahlnacht beibehält.

Einen besonderen Dank spricht Obama an Clinton aus: "Ich bin stolz auf Hillary. Ihre Nominierung als Präsidentschaftskandidatin war eine historische Botschaft für alle unsere Töchter im Land, dass Frauen es schaffen können."

Obama betont, dass er seinem Nachfolger ein erfolgreicheres, besseres Land, als es bei seinem Amtsantritt vor acht Jahren gewesen sei. Er bedankt sich bei seinen Mitarbeitern und wendet sich an junge Wähler, die möglicherweise enttäuscht sein könnten: "Werdet nicht zynisch. Ich habe selbst Niederlagen erlebt."

+++ 17.55 Uhr: Hillary Clinton: "An einem besseren Amerika mitarbeiten" +++

"Unsere Verantwortung als Bürger liegt darin, an einem besseren Amerika mitzuarbeiten", sagt Clinton. Angesichts einer tief geteilten Gesellschaft sei es nun geboten, zusammenzustehen. Zum Ende ihrer emotionalen Rede betont sie: "Wenn wir zusammenstehen, liegen unsere besten Tage noch vor uns."

+++ 17.51 Uhr: Hillary Clinton wendet sich an die Jugend +++

"Niederlagen tun weh, aber hört nie auf, für das zu kämpfen, was ihr für richtig haltet", wendet sich Clinton an die jungen Amerikaner. Sie selbst habe harte Niederlagen erlitten, aber ihr Leben lang immer für ihre Überzeugungen gekämpft.

+++ 17.46 Uhr: Hillary Clintons Dank an die Obamas +++

Clinton dankt Barack und Michelle Obama für ihre "Führungskraft, die vielen Amerikanern so viel bedeutet hat".

+++ 17.44 Uhr: Hillary Clinton: "Es ist schmerzhaft und wird es für lange Zeit bleiben" +++

Hillary Clinton sagt, dass sie immer noch an Amerika glaube und es auch immer tun werde: "Wir müssen das Ergebnis akzeptieren und in die Zukunft blicken." Eines verhehlt sie aber nicht: "Es ist schmerzhaft, und wird es für lange Zeit bleiben."

Clinton dankt ihren Mitarbeiten für eine "kreative und energiegeladene Kampagne." Nun gehe es um eine friedliche Übergabe der Regierungsmacht."

Die sehr bewegte demokratische Präsidentschaftskandidatin betont: "Der amerikanische Traum ist groß genug für jeden."

+++ 17.38 Uhr: Hillary Clinton spricht zur Nation +++

Jetzt wird Hillary Clinton vom demokratische Kandidat um das Vizepräsidentenamt, Tim Kaine, auf die Bühne gebeten und wird von einem langen und warmen Applaus empfangen. "Ich hoffe, Trump wird ein erfolgreicher Präsident für alle Amerikaner", beginnt Clinton ihre Rede nach einer kurzen Gratulation an ihren Konkurrenten.

+++ 17.23 Uhr: Paul Ryan: "Trump hat Stimmen gehört, die sonst keiner gehört hat" +++

Paul Ryan, Sprecher im Abgeordnetenhaus, sagt in seiner Rede: "Donald Trump hat Stimmen gehört im Land, die sonst keiner gehört hat." Trump werde eine geeinte republikanische Regierung anführen und dafür die Unterstützung seiner Partei haben. Noch im Wahlkampf hatte Ryan scharfe Kritik an Trump geübt.

+++ 17.13 Uhr: Hillary Clintons Rede verzögert sich +++

Hillary Clinton lässt nun schon eine ganze Weile auf sich warten. Gleich soll die geschlagene Präsidentschaftskandidatin zu ihren Anhängern sprechen - eine Rede, die normalerweise gestern am Wahlabend stattgefunden hätte. Da hatte Clinton allerdings verzichtet. Amerikanische Journalisten erwarten einen "sehr emotionalen Moment", da Clinton von dem Wahlergebnis völlig unvorbereitet getroffen worden sein soll.

+++ 16.29 Uhr: Hillary Clintons Statement steht unmittelbar bevor +++

Für 16.30 Uhr ist die Ansprache von Hillary Clinton angekündigt. Die Unterlegene wird bald erwartet.

+++ 15.20 Uhr: Donald Trump passt sein Twitter-Profil an +++

Donald Trump hat sein Twitter-Profil nach seinem Sieg bei der Wahl aktualisiert. Sein Titelbild zeigt nun die Portraits von Trump und Michael Pence vor dem Weißen Haus.

+++ 15 Uhr: Hillary Clinton kündigt Statement an +++

Um 16.30 will Hillary Clinton einer Sprecherin zufolge sich ihren Fans und den Medien stellen und eine Ansprache halten.

+++ 14.11 Uhr: Kanadas Trudeau gratuliert Trump zum Wahlsieg +++

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat Donald Trump zu dessen überraschendem Wahlsieg gratuliert. "Kanada hat keinen engeren Freund, Partner und Verbündeten als die Vereinigten Staaten", teilte Trudeau mit. "Wir freuen uns darauf, in den kommenden Jahren mit dem designierten Präsidenten Trump, dessen Regierung und dem Kongress der Vereinigten Staaten bei Themen wie Handel, Investitionen und internationalem Frieden und Stabilität zusammenzuarbeiten." Die Beziehung zwischen den USA und Kanada bezeichnete Trudeau als ein "Vorbild für die Welt".

+++ 13.52 Uhr: Philippinen freuen sich auf Zusammenarbeit mit Trump-Regierung +++

Die Regierung auf den Philippinen freut sich auf eine Zusammenarbeit mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Präsident Rodrigo Duterte wünsche Trump Erfolg in den kommenden vier Amtsjahren und hoffe auf bessere Beziehungen zwischen den Philippinen und den USA auf der Basis von "gegenseitigem Respekt" sowie "einer gemeinsamen Bekenntnis zu demokratischen Idealen und Rechtsstaatlichkeit", sagte Regierungssprecher Martin Andanar. Duterte hatte die USA in den vergangenen Wochen wiederholt kritisiert und mehrfach angekündigt, das Land von seinem einst engsten Verbündeten "trennen" zu wollen.

+++ 13.36 Uhr: Obama lädt Trump zu Treffen am Donnerstag ein +++

US-Präsident Barack Obama hat seinen designierten Nachfolger Donald Trump zu einem Treffen am Donnerstag im Weißen Haus eingeladen. Dabei wolle er ihn über die Pläne informieren, die sein Team für den Übergang ausgearbeitet habe, teilte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, mit. Ein reibungsloser Übergang sei von vornherein eine der Topprioritäten Obamas im letzten Amtsjahr gewesen, "und ein Treffen mit dem designierten Präsidenten ist der nächste Schritt". Der Sprecher bestätigte, dass Obama Trump am Morgen telefonisch zum Sieg gratuliert habe.

+++ 13.18 Uhr: Irak hofft weiter auf US-Unterstützung im Kampf gegen den Terror +++

Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi hofft auch nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten weiter auf amerikanische Unterstützung im Kampf gegen die Terrormiliz IS. Der Irak nehme eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Terrorismus ein, schrieb Abadi in einer Nachricht an Trump, in der er ihm zum Wahlsieg gratulierte. "Wir hoffen, dass wir von der Welt und den Vereinigten Staaten weiter im Kampf gegen den Terror unterstützt werden", schrieb der irakische Regierungschef. Der Terror sei nicht nur eine Gefahr für sein Land, sondern für die ganze Welt. 

+++ 13.14 Uhr: Trump kann Atomabkommen laut Iran nicht annullieren +++

Nach Angaben der iranischen Staatsführung kann der künftige US-Präsident Donald Trump das Atomabkommen zwischen der Islamischen Republik und dem Westen nicht aufkündigen. "Das Atomabkommen ist de facto eine UN-Resolution und kann daher nicht durch Regierungen annulliert werden", sagte Präsident Hassan Ruhani. Auch sonst werde der Wahlsieg Trumps seiner Meinung nach keine Auswirkungen auf den Iran haben: Teheran pflege seit dem Atomdeal eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft und wolle diese - ungeachtet der neuen Regierung in Washington - genauso fortsetzen, erklärte Ruhani laut dem Präsidialamt.


+++ 12.57 Uhr: Trump twittert "Wir werden alle zusammenkommen" +++ 

Donald Trump hat in seinem ersten Tweet seit seiner Wahl zum US-Präsidenten erneut zur Einheit aufgerufen. "Wir werden alle zusammenkommen wie nie zuvor", schrieb er am Mittwochmorgen (Ortszeit). "So ein wunderbarer und wichtiger Abend! Der vergessene Mann und die vergessene Frau werden nie wieder vergessen werden." Trumps Twitterprofil trägt mittlerweile zudem den Zusatz "gewählter Präsident der Vereinigten Staaten". 


+++ 12.49 Uhr: Russland strebt Verbesserung der USA-Beziehungen an +++

Russland ist nach dem Wahlsieg von Donald Trump bereit zu einer Wiederannäherung an die USA. "Wir haben vor der Wahl die Äußerungen Trumps gehört, die darauf zielten, die Beziehungen zwischen Russland und den USA zu verbessern", sagte Präsident Wladimir Putin bei einer Veranstaltung mit Diplomaten in Moskau. "Wir wissen, dass es ein schwieriger Weg wird, aber wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten." Russland wünsche sich, seine Beziehungen zu den USA in allen Bereichen zu verbessern, fügte Putin hinzu. "Das ist im Interesse der russischen und der amerikanischen Bürger und wird das allgemeine Klima der internationalen Beziehungen positiv beeinflussen, in Anbetracht der besonderen Verantwortung Russlands und der USA für die Sicherung der weltweiten Stabilität und Sicherheit", ergänzte Putin. 

+++ 12.37 Uhr: Israelischer Minister - Idee von Palästinenserstaat am Ende +++

Israels rechts-religiöser Erziehungsminister sieht die Idee eines unabhängigen Palästinenserstaates mit Donald Trump als US-Präsident am Ende. "Die Ära eines palästinensischen Staates ist vorbei", teilte Naftali Bennett mit. "Trumps Sieg ist eine Gelegenheit für Israel, der Idee eines Palästinenserstaates inmitten des Landes eine Absage zu erteilen, weil er unserer Sicherheit und unserer gerechten Sache schaden würde", sagte der Vorsitzende der Siedlerpartei. "Ich bin sicher, dass die besondere Beziehung zwischen den USA und Israel weitergehen und sogar noch stärker werden wird."

Trump hatte im Wahlkampf erklärt, dass er als Präsident Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkennen werde. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat hat ihn nun an dieses Versprechen erinnert. "Ich bin überzeugt, dass Sie während Ihrer Amtszeit unsere Stadt stärken werden, indem Sie unsere Souveränität bekräftigen und die US-Botschaft nach Jerusalem verlegen", schrieb Barkat in einem Gratulationsbrief an Trump, den er über Twitter verbreitete. 

+++ 12.35 Uhr: Vatikan zu Trump-Wahl: Möge Gott ihn erleuchten +++

Der Vatikan hat Donald Trump zum Wahlsieg gratuliert und zu einer Arbeit für den Frieden aufgerufen. Die Wahl des amerikanischen Volkes sei zu respektieren, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin Radio Vatikan. Man werde die Regierung von Trump ins Gebet einschließen, damit "Gott ihn erleuchte" und ihn beim Dienst für das Volk aber auch für den Weltfrieden unterstütze. "Heute müssen alle zusammenarbeiten, um die Lage der Welt, die eine der Zerrissenheit und des tiefen Konflikts ist, zu überwinden." 

Er warnte auch vor voreiligen Rückschlüssen auf Trumps Politik. "Wir werden sehen, wie sich der Präsident bewegen wird. Normalerweise sagt man, dass es eine Sache ist, Kandidat zu sein, und die andere, Präsident zu sein - also eine Verantwortung zu haben", sagte Parolin auf die Frage, was der Vatikan von Trumps Einwanderungspolitik hält.

+++ 12.31 Uhr: Iran fordert Trump auf, Atom-Abkommen einzuhalten +++

Der Iran hat Donald Trump aufgefordert, sich an das internationale Atom-Abkommen zu halten. Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sagte bei einem Besuch in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, jeder US-Präsident müsse "die Realitäten der heutigen Welt verstehen". Das Wichtigste sei, dass der künftige Präsident die von seinem Land eingegangen bilateralen und internationalen Abkommen und Vereinbarungen "respektiert".

+++ 11.10 Uhr: Palästinenser hoffen auf Trumps Unterstützung für Zwei-Staaten-Lösung +++

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hofft, dass auch der künftige US-Präsident Donald Trump auf eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt hinarbeiten wird. "Die US-Regierung sollte verstehen, dass Stabilität und Frieden in der Region dadurch erreicht werden, dass eine gerechte Lösung für die palästinensische Sache gefunden wird", sagte Abbas' Sprecher Nabil Abu Rudeineh. Die Palästinenserführung werde mit jedem vom amerikanischen Volk gewählten Präsidenten zusammenarbeiten, so lange es zu permanentem Frieden auf Basis zweier Staaten in der Region führe. Die Palästinenser wollen einen eigenständigen Staat neben Israel mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Trump hatte im Wahlkampf erklärt, dass er als Präsident Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkennen werde. Die Palästinenser hatten die Ankündigung kritisiert.


+++ 10.59 Uhr: Türkei fordert von Trump Auslieferung Gülens +++

Die Türkei fordert von Trump die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen. "Ich appelliere von hier aus offen an den neuen Präsidenten, den auf dem Boden der Vereinigten Staaten von Amerika lebenden Fethullah Gülen, umgehend an unser Land auszuliefern", sagte Ministerpräsident Binali Yildirim in Ankara nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich.

+++ 10.38 Uhr: EU-Spitze will Trump dringend treffen +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wollen möglichst bald ein Gipfeltreffen mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump organisieren. In einem Glückwunschschreiben an den Republikaner luden sie diesen ein, dazu nach Europa zu kommen. "In diesen Tagen ist es wichtiger denn je, die transatlantischen Beziehungen zu stärken", schreiben sie mit Blick auf den Klimawandel, den Kampf gegen den Terror und die Flüchtlings- und Ukraine-Krise. Ein EU-USA-Gipfel würde es erlauben, die Weichen für das Verhältnis in den nächsten vier Jahre zu stellen.

+++ 10.16 Uhr: Nato will keinen Rückzug der USA +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump aufgerufen, das Engagement der Vereinigten Staaten im Bündnis nicht zu reduzieren. "US-Führung ist nach wie vor von großer Bedeutung", sagte Stoltenberg in einer Glückwunschbotschaft an den Republikaner. "Eine starke Nato ist gut für die Vereinigten Staaten und gut für Europa." Trump hatte sich in seinem Wahlkampf wiederholt kritisch zur Nato geäußert und unter anderem gefragt, warum immer die USA die Führungsrolle übernehmen müssten.

fin/tim / DPA / AFP