Bundesliga-Vorschau Spitzenclubs unter Druck


Krisen, Konflikte und Querelen: Nach den Pleiten am vergangenen Wochenende und den folgenden Turbulenzen steht vor allem bei den Top-Clubs der Fußball-Bundesliga am 5. Spieltag Frustbewältigung auf dem Plan.

Bayern München - Alemannia Aachen (Samstag, 15.30 Uhr)

Nach der Niederlage in Bielefeld steht der Rekordmeister gegen den selbstbewussten Aufsteiger aus Aachen unter Druck. Mit Torjäger Makaay, der sich auf sein 100. Bundesliga-Spiel freut, für Jungstar Podolski und einer besseren Einstellung soll der dritte Saisonsieg eingefahren werden. Vier der letzten acht Bundesliga-Heimspiele konnten die Bayern allerdings nicht gewinnen. Aachen kann wieder auf Fiel zurückgreifen, Krontiris und Klitzpera fehlen weiter. (Heimbilanz: 2-1-0, 11:2 Tore)

Hamburger SV - SV Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

Im 85. Nordderby zwischen den beiden Champions-League-Teilnehmern knistert es auf beiden Seiten nach einem schwachen Saisonstart. Der acht Pflichtspiele sieglose HSV, der zudem die letzten sechs Partien gegen Werder nicht gewinnen konnte, rangiert nur auf Rang 15 und Bremen hat zuletzt vier Spiele in Serie verloren. Zudem ist ungewiss, ob Klose und Mertesacker bei den Gästen auflaufen können. Der HSV präsentiert erstmals Neuzugang Sorin. (Heimbilanz: 18-16-8, 76:49 Tore)

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Nach einer turbulenten Woche und der zwischenzeitlichen Suspendierung von Asamoah benötigen die Schalker gegen die bislang sieglosen Niedersachsen dringend ein sportliches Erfolgserlebnis. Trotz des Fehlens von Krstajic, Larsen und Hamit Altintop droht Asamoah zunächst die Reservebank. Von den letzten acht Spielen gegen Schalke konnte Wolfsburg nur eines gewinnen. Die VfL-Stürmer Boakye und Klimowicz fehlen wegen Verletzungen. (Heimbilanz: 4-4-1, 14:8 Tore)

VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

Gegen die unbesiegten Hessen wollen die Stuttgarter ihren ersten Saison-Heimsieg einfahren. Trainer Veh setzt dabei auf die zuletzt in Bremen siegreiche VfB-Elf, so dass für Tomasson nur die Reservebank bleibt. Vor dem UEFA-Cup-Rückspiel in Kopenhagen kehren Amanatidis, der in den letzten beiden Spielen gegen die Schwaben jeweils traf, Spycher, Meier und Kyrgiakos ins Eintracht-Team zurück. Nach dem Aufstieg hat Frankfurt beide Spiele gegen den VfB nicht verloren. (Heimbilanz: 22-8-6, 84:45 Tore)

FSV Mainz 05 - Hertha BSC Berlin (Samstag, 15.30 Uhr)

In der Bundesliga warten die Mainzer noch immer auf den ersten Punkte-Dreier gegen Hertha. Selbst in zwölf Zweitliga-Spielen gelang den Rheinhessen vor über 13 Jahren nur ein Sieg gegen die Berliner, die mit einem weiteren Erfolg die Tabellenführung behaupten dürften. Trainer Götz muss aber auf Bastürk und Gilberto verzichten, Boateng und Ebert stehen parat. Mainz fehlt weiter Nationalspieler Friedrich. (Heimbilanz:.0-1-1, 2:5 Tore)

Hannover 96 - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

Nach dem ersten Sieg unter dem neuen Trainer Hecking schöpft der Tabellenvorletzte wieder Hoffnung. Doch gegen die Bayer-Elf gelang den Niedersachsen seit sieben Spielen kein Sieg, der letzte Heim- Erfolg über Leverkusen liegt sogar mehr als 18 Jahre zurück. Zudem plagen die 96er Personalsorgen: Zuraw fällt aus, Tarnat, Stajner, Fahrenhorst, Lala und Enke sind fraglich. Bei Leverkusen kehrt Kapitän Ramelow ins Team zurück. (Heimbilanz: 1-4-2, 14:13 Tore)

Energie Cottbus - 1. FC Nürnberg (Sonntag, 17.00 Uhr)

Spitzenspiel beim Aufsteiger: Die nach vier Spieltagen in der Spitzengruppe der Liga platzierten Teams können im Erfolgsfall sogar von der Tabellenführung träumen. In der Bundesliga gelang dem "Club" in vier Spielen aber nur ein Sieg gegen die Lausitzer, die seit der Auftakt-Niederlage in Mönchengladbach (0:2) unbesiegt sind. Trainer Sander vertraut der zuletzt gegen Mainz siegreichen Elf, bei den Nürnbergern kehrt Vittek nach Verletzung in den Kader zurück. (Heimbilanz: 2-0-0, 3:1 Tore)

VfL Bochum - Arminia Bielefeld (Sonntag, 17.00 Uhr)

In den letzten sechs Bundesliga-Spielen gelang der Arminia nur ein Erfolg gegen den Aufsteiger, der aber vor knapp vier Jahren gleich mit 3:0 in Bochum. Nach dem ersten Punktgewinn der Spielzeit in Nürnberg hofft der VfL nun auf den ersten Saisonsieg. In Schröder, Meichelbeck, Bechmann und Auer fehlen allerdings gleich vier Profis. Bei der Arminia kehrt Korzynietz ins Team zurück, dafür ergänzt Borges (Innenbandriss) die lange Verletztenliste. (Heimbilanz: 3-5-3, 11:14 Tore)

DPA DPA

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