. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
16. Oktober 2009, 13:35 Uhr

UN-Menschenrechtsrat verurteilt Israel

Die meisten westlichen Staaten waren dagegen, Russland dafür: Der UN-Menschenrechtsrat in Genf hat Israel im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg mit knapper Mehrheit verurteilt. Die Resolution soll nun dem Weltsicherheitsrat vorgelegt werden - doch Konsequenzen muss Israel kaum fürchten.

Gaza, Gazastreifen, Gaza-Streifen, Gaza-Krieg, Menschenrechte

Bomben auf Gaza - bei dem von Israel begonnen Krieg kam es zu Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten© Abed Rahim Khatib/DPA

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat Israel wegen des Gaza-Kriegs verurteilt. Mit einer Mehrheit von 25 der 47 Mitglieder des Gremiums wurde eine von den Palästinensern, Ägypten, Nigeria, Tunesien und Pakistan eingereichte Resolution angenommen. Die meisten westlichen Staaten, darunter die der EU und die USA, lehnte sie ab oder enthielten sich. Russland stimmte dafür.

Die Verurteilung fußt auf dem sogenannten Goldstein-Report. Der Bericht der von dem südafrikanischen Richter Richard Goldstone geleiteten Untersuchungskommission wirft Israel Kriegsverbrechen und mangelnde Kooperation mit der Untersuchung der Vorgänge vor. Aber auch der im Gazastreifen herrschenden Hamas werden Menschenrechtsverletzungen vorgehalten.

Weltsicherheitsrat wird eingeschaltet

Der Report soll nun dem Weltsicherheitsrat vorgelegt werden. Mit der Überweisung an das mächtigste UN-Gremium wird die Möglichkeit eröffnet, Israelis und Palästinenser vor ein internationales Strafgericht zu stellen. Israel hatte sich in der Sondersitzung des Rates bis zuletzt dagegen gewehrt, dass seine Menschenrechtsverletzungen angeprangert, die der Hamas aber nicht erwähnt werden.

Die palästinensische Autonomiebehörde hatte erst am Donnerstag zusammen mit mehreren Staaten eine Einschaltung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verlangt. Ban solle prüfen, ob Israel und die Hamas den Vorwürfen nachgingen. In dem Goldstone-Bericht heißt es, der Weltsicherheitsrat solle binnen sechs Monaten entscheiden, ob beide Seiten zufriedenstellende Ermittlungen durchführen. Wenn nicht, soll das UN-Gremium den Internationalen Strafgerichtshof einschalten. Wegen des Veto-Rechts der USA ist eine solche Empfehlung allerdings unwahrscheinlich.

Bei der israelischen Offensive zur Jahreswende 2008/2009 waren mehr als 1400 Palästinenser getötet worden, unter ihnen viele Frauen und Kinder. Auf israelischer Seite kamen 13 Menschen ums Leben.

DPA/AP/AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Israels Soldaten im Gaza-Krieg "Wenn du unsicher bist - töte!"

Es sind erschütternde Berichte: Mehr als 50 israelische Soldaten haben ihr Schweigen gebrochen und werfen ihrer Führung vor, sie während des Gaza-Krieges zu Gewalt und Willkür gegenüber Zivilisten animiert zu haben. "Wenn du nicht sicher bist - töte!", habe der Befehl gelautet. Israels Militärführung bezeichnet die Aussagen als Verleumdung. mehr...

Gaza-Krieg Israelis benutzten Kind als Schutzschild

Als israelische Soldaten während des Gaza-Krieg in ein Stadtviertel von Gaza-Stadt einrücken wollten, wurden sie beschossen. Zum Schutz schickten die Soldaten einen palästinensischen Jungen als menschlichen Schutzschild voraus - eine massive Menschenrechtsverletzung, die die Vereinten Nationen Israel vorwerfen. Und es ist nicht die einzige. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe