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1. Dezember 2009, 18:54 Uhr

Von wegen "Küken"

Kristina Köhler ist als Familienministerin vereidigt. Sie ist der neue Jungstar im Kabinett Merkel und hat viel vor - auch persönlich. Ein Porträt. Von Sven Becker und Lutz Kinkel

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"Wann geh ich nach vorne?": Familienministerin Kristina Köhler, CDU© Michael Sohn/AP

Tusch! Applaus! Glückwünsche! Christdemokratin Kristina Köhler, 32, das "Küken des Kabinetts", ist als Bundesfamilienministerin vereidigt. Als sie den Eid im Bundestag schwört, verhaspelt sie sich anfangs leicht, dann wirkt sie souverän. Nur wenige Meter entfernt, ganz außen auf der Regierungsbank, sitzt der junge parlamentarische Staatsekretär im Innenministerium, Ole Schröder, 38. Er hat die Hände gefaltet und lächelt fein: Köhler ist seine Lebensgefährtin. Doch sie, ganz Profi, schenkt ihm nicht einen Blick. Dann nimmt auch Köhler Platz auf der Regierungsbank, ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen gratuliert als Erste.

Von der Leyen hatte Köhler schon am Montag das Ministerium übergeben. Denn die Arbeit wartet - und davon gibt es reichlich. Köhler muss den heiklen Streit ums Betreuungsgeld lösen, schon vor Amtsantritt sagte sie, es gäbe einen "schweren Zielkonflikt", welche Familien für ihre Kinder Barzahlungen und welche nur Gutscheine erhalten sollen. Außerdem hatte sie angekündigt, sich um die rechtliche Besserstellung homosexueller Partnerschaften zu kümmern. Der versprochene Ausbau von Krippenplätzen muss auch in Gang kommen - weiß der Himmel wie, angesichts der leeren Kassen bei Bund und Ländern. Und schließlich, Politik ist ja ein "Menschengeschäft", hat Köhler alle Hände voll mit ihrer Ministerwerdung zu tun. Das wenige, was bisher über sie bekannt ist, hat sich schon zu turmhohen Vorbehalten gegenüber ihrer Person festgebacken.

Konkurrenz für Jungstars Guttenberg und Rösler

Sie fährt privat Mini, sie mag die TV-Serie "Lindenstraße", sie hört gerne "Rosenstolz" und sie ist immer perfekt gestylt: eleganter Hosenanzug, Perle im Ohr, sorgsam frisierte, blonde Haare - allein aufgrund ihres Aussehens klebte ihr schnell der Spitzname "Merkels Mädchen" an. Und dieser Spitzname umreißt eines ihrer Imageprobleme: ein "Mädchen" als Ministerin?

Genau diese Frage ging, etwas höflicher formuliert, am Dienstagnachmittag an CSU-Chef Horst Seehofer. Er saß in der bayerischen Landesvertretung und wollte den Journalisten eigentlich den Steuerstreit der Koalition erklären. Aber dann hieß es: Sagen Sie mal, Herr Seehofer, haben Sie eigentlich ein Problem mit einer Familienministerin, die unverheiratet ist und keine Kinder hat? Der grauhaarige Bayer setzte ein muffiges Gesicht auf und sagte: "Nein." Keine Silbe mehr. Das reichte, um anzudeuten, dass er mit der Wahl Köhlers nicht allzu glücklich ist. Vermutlich deshalb, weil sie beim Betreuungsgeld, spöttisch auch "Herdprämie" genannt, nicht zu 100 Prozent die CSU-Linie fährt. Vermutlich auch deshalb, weil die CDU mit Köhler nun auch einen Jungstar im Kabinett hat, der CSU-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, 37, und FDP-Gesundheitsminister Philipp Rösler, 36, noch überstrahlen könnte. Und schließlich: eine junge, ledige, kinderlose Frau ist von der konservativen Idee der heiligen bürgerlichen Familie tatsächlich ein paar Kilometer entfernt.

Die Sache mit den Kindern

Doch gemach, gemach: Köhler bastelt nicht nur an ihrer politischen sondern auch an ihrer privaten Zukunft - die, eben weil sie Familienministerin ist, auch eine politische Note hat. Am 13. Februar 2010 will sie in ihrer Heimatstadt Wiesbaden ihren Lebensgefährten Ole Schröder, CDU, heiraten. Die Einladungen zum "schönsten Tag im Leben" waren laut "Bild" bereits verschickt, als Angela Merkel vergangene Woche bei Köhler durchklingelte, um ihr das neue Amt anzutragen. Zur Familienplanung hatte sich die Hessin auch schon geäußert. "Mindestens zwei Kinder" wolle sie, hatte Köhler der "Brigitte" gesteckt. Und wann will sie die bekommen?

Niemand weiß es, aber in ihrem Wiesbadener Umfeld wird schon freudig vorausgedacht, wie das wäre, wenn Köhler als Ministerin schwanger würde. "Wir müssten ihr als Mutter größere Spielräume einräumen", sagt Bernhard Lorenz, Fraktionschef der CDU im Rathaus der Landeshauptstadt und ein alter Freund Köhlers, zu stern.de. "Ansonsten könnten wir uns jede Sonntagsrede über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sparen." Das wäre in der Tat ein interessantes Novum in der Geschichte der Bundesrepublik - und ein PR-Coup der Regierung obendrein: eine junge, strahlend schöne Ministerin mit Baby auf dem Arm, die nicht nur von modernen Frauen redet, sondern dieses Bild öffentlich höchstselbst verkörpert. Die Schlagzeilen in den bunten Medien würden ihr gehören - und weniger dem AC/DC-Fan Guttenberg (zwei Kinder) oder dem in Vietnam geborenen Rösler (zwei Kinder).

"Web 2.0-Ministerin" - aber nicht doch

Während die persönlichen Lebenslinien der Kristina Köhler offen liegen, sind die politischen nicht so einfach zu erkennen. Alle Klischees, die schnell über sie verbreitet wurden - sie sei eine "Web 2.0-Ministerin" oder gar eine "Rechtsextreme", wie im Internet vielfach kolportiert wird - lösen sich bei näherer Betrachtung auf. Köhler hat zwar eine Homepage, eine Facebook-Seite und sie twittert ihren Tagesablauf, aber zwonullig ist ihr Engagement nicht - sie nutzt diese Medien zur klassischen Eigen-PR, der Dialog mit den Nutzern ist unterbelichtet. Auf abgeordnetenwatch.de verweist sie in einer Standardmail darauf, dass sie Fragen nicht öffentlich sondern nur persönlich beantworte. Das war's. Dialog ist schön, ein kontrollierter Dialog noch viel besser - das scheint ihre Devise zu sein.

Den abstrusen Vorwurf, eine "Rechtsextreme" zu sein, trug sich Köhler durch ihre politische Arbeit ein. Als Extremismusbeauftragte der Union wies sie immer wieder darauf hin, dass es nicht nur Rechts- sondern auch Linksextreme gebe, außerdem gefährliche Islamisten. Anlässlich der Krawalle am 1. Mai im Berliner Kreuzberg warnte sie vor "No-go-areas für Demokraten" und brachte damit linke Politiker gegen sich auf. Wie ein Mühlstein hängt ihr auch die Panorama-Sendung um den Hals, die ihre Zuarbeit im ausländerfeindlich getönten Wahlkampf Roland Kochs 2008 schildert. Köhler ging damals mit der These hausieren, es gäbe immer mehr "deutschfeindliche" Übergriffe von Ausländern - was sich statistisch aber nicht nachweisen ließ. Köhlers Verhandlungspartner aus Verbänden, die sich mit politischem Extremismus auseinandersetzen, lächeln heute darüber. Ja, sie sei zur "Zuspitzung" fähig, sagt einer, der sie seit Jahren kennt. Aber sie neige nicht zur Ideologisierung - sie sei vielmehr sachlich, analytisch und immer ein bisschen distanziert.

Köhler beim CSD

In der bereits prallvollen politischen Biografie Köhlers lassen sich denn auch jede Menge Beispiele finden, die darauf hinweisen, dass sie sich auf sehr eigenen Pfaden bewegt. Wie die Grünen auf stern.de-Anfrage bestätigten, mischt Köhler bei der "Pizza-Connection" mit, einem informellen Verbund von grünen und christdemokratischen Jungpolitikern, die schon mal das Zusammensein proben. Als Büroleiter hat die Abgeordnete Köhler Eike Letocha eingestellt - den Berliner Landesvorsitzenden der Lesben und Schwulen in der Union. Beim Christopher Street Day dieses Jahres in Frankfurt wurde Köhler gar auf dem Wagen der homosexuellen Christdemokraten gesichtet, wie der Schwulenblog queer.de stolz berichtet. Homosexuellen-Verbände haben ihr Engagement für gleichgeschlechtliche Partnerschaften längst wohlwollend registriert - und hoffen nun, dass sie auch das Adoptionsrecht für Homosexuelle entscheidend vorantreibt. Nicht zuletzt hat Köhler - zum Unmut ihrer Partei - für eine dringend notwendige Brückenfinanzierung des Neonazi-Aussteiger-Programms Exit gesorgt.

Mit den handelsüblichen politischen links-rechts-Schemata ist Köhler also nicht zu fassen. Sie gehört vielmehr zu einer jungen Politikergeneration, die nur einen Extremismus kennt: Ehrgeiz - und ansonsten pragmatisch handelt. Über die zentralen Fragen eines Politikerlebens sagte sie in einem Interview für das Buch "Angepasst und ausgebrannt" des Autoren Thomas Leif: "Wann geht man offensiv ran, wann telefoniert man rum, wann hält man besser die Klappe, wann geht man nach vorn, wann bleibt man stehen, wie sucht man sich Verbündete, wie stellt man sich dar. Das passt nicht in Algorithmen, dafür entwickelt man ein Feeling. Man muss natürlich eine gewisse soziale Intelligenz haben." Diese Passage zeigt, wie gut ihre Selbstkontrolle ausgeprägt ist - was in Hintergrundgesprächen mit Journalisten durchaus auch mal zu Unsicherheiten führen kann, wenn sie auf ein Thema nicht, wie es sonst ihre Art ist, perfekt vorbereitet ist. Hat sie dieses Backup, ist sie allerdings kaum zu schlagen: Sie verschaffte sich viel Respekt, als sie Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier, SPD, und Ex-Außenminister Joschka Fischer, Grüne, im BND-Ausschuss "grillte". Von Fischer, der sie herablassend als etwas begriffsstutzige "junge Kollegin" bezeichnete, ließ sich Köhler überhaupt nicht beeindrucken - sondern forderte ihn einfach auf, seine verschwurbelten Äußerungen eben noch mal zu erklären. Steinmeier verlor durch ihre beinharten Nachfragen die Contenance im Ausschuss und wurde laut.

Karriere ohne Koch

Im Interview für "Angepasst und ausgebrannt" schildert Köhler auch, wie sie überhaupt zur Politik kam. Der Vater ein Oberamtsanwalt, die Mutter macht in Immobilien - eigentlich sei sie in einem "unpolitischen" Haushalt aufgewachsen. Aber die deutsche Wiedervereinigung habe ihr Bewunderung für den damaligen Kanzler abgenötigt. "Während in meiner Klasse alle für Pferde schwärmten, habe ich für Helmut Kohl geschwärmt." Schon mit 14 Jahren trat sie in die CDU ein, und dann ging es im Turbotempo weiter: Junge Union, Stadtverordnete in Wiesbaden, Mitglied im hessischen CDU-Vorstand, Einzug in den Bundestag 2002, nun Ministerin.

Roland Koch übrigens, von dem sie sagt, in Hessen gehe ohne ihn gar nichts, kann nicht als ihr Mentor bezeichnet werden. Nach stern.de-Recherchen hat er sie weder explizit gefördert, noch ihr Steine in den Weg gelegt. Als der Hesse Franz-Josef Jung als Arbeitsministers zurücktrat und Ursula von der Leyen sein Amt übernahm, soll sich Koch zunächst dafür ausgesprochen haben, die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger nach Berlin zu spedieren. Aber Lautenschläger lehnte ab. Da Kanzlerin Angela Merkel unbedingt eine Frau wollte, fiel die Wahl schließlich auf Köhler, die zudem den unschlagbaren Vorteil besitzt, sich nach zwei Legislaturperioden im Bundestag schon bestens auf dem Berliner Parkett auszukennen.

Merkel hat auch mal kleiner angefangen

Nun ist Köhler, von der ehemalige Kollegen in der Jungen Union sagen, sie habe "immer was werden wollen", bereits mit 32 Jahren über die Ziellinie gelaufen. Sie als "Küken" oder "Mädchen" zu bezeichnen, hieße, sie sträflich zu unterschätzen. Angela Merkel war auch mal ein "Mädchen", "Kohls Mädchen" nämlich, und es ist allseits bekannt, wo die kinderlose, damals ledige Merkel anfing - als Ministerin für Jugend und Frauen.

Von Sven Becker und Lutz Kinkel
 
 
KOMMENTARE (10 von 22)
 
Administrator (03.12.2009, 14:01 Uhr)
@peterpan1001
Ihr Kommentar war off topic und wurde entsprechend gelöscht.
peterpan1001 (03.12.2009, 12:52 Uhr)
zensur
lieber stern
wo ist mein kommentar?
lasst doch die kommentare ganz weg, wenn immer 2/3 der beiträge gelöscht werden.
kaufe schon lange keinen stern oder spiegel mehr, das meiste ist gelogen, oder kommt erst dann, wenn das volk sturm läuft.
lauter hosenscheisser, die sich nix mehr trauen !!
Miguelo (03.12.2009, 07:46 Uhr)
Welche Partei...
... darf man eigentlich noch gefahrlos wählen. Das alle Politiker im weitesten Sinne korrupt sind, ist ja klar. Dass es ein Machtgehabe ist, wissen auch schon die kleinen. Aber welchen Kindergarten darf man denn nun die Rasseln in die Hand geben?!?!?! Wieder einmal manövrieren sich unsere Volksvertreter mit gelöster Handbremse ins Abseits. Es kommt alles so, wie in den schlimmste Zukunftsfilmen dargereicht: Die Welt geht aufgrund dieser Selbstdarsteller zu Grunde.
OneSizeFitsAll (02.12.2009, 22:14 Uhr)
Was ist nur schiefgelaufen........
.....bei einer 14 jährigen, die für Helmut Kohl schwärmt? Zu wenig Elternliebe? Keine Hobbies? Pershing statt Petting? Unvollständige Individuationsphase?Godverdomme. Wo sind die jungen kompetenten Damen und Herren, die nicht stromlinienförmig innerhalb einer Partei Karriere machen konnten und in Ämter gehievt werden, für die ein grosses Kaliber notwendig wäre? In der Wirtschaft?Im Urlaub? Jedenfalls nicht in der Bundesregierung. Amen. Mutti wird's schon (hin)richten.
Sternchen2020 (02.12.2009, 20:28 Uhr)
Parteien-Proporz
Es gibt Ministerien, in denen ist nun einmal Lebenserfahrung gefordert. Insofern ist das eine glatte Fehlbesetzung.

Früher nannte man das Familieneminsiterium nur "Gedönse" aber es war mit Heiner Geißer hochkarätig besetzt. Heute ist das Familienministerium tatsächlich nur noch ein Gedönse und wird von Newcomern geleitet, die ins Amt gepusht wurden.

Dieses Postengschiebe inklusive der Nummer mit dem Austausch von Ursula von der Leyen nehme ich zur Kenntnis (ungern), aber ich nehme es nicht Ernst.

Köhler hat seit Studienende nur im Bundestag gesessen, also in einem von der realen Welt abgeschlossenen ganz eigenen Kosmos. Was bitte schön soll das?
Bienban (02.12.2009, 18:33 Uhr)
Eine weitere Merkel-Null-Nummer
Als Normalbürger hat man mittlerweile die Schnauze voll von diesen überbezahlten gelackten Nichtskönnern namens Guttenberg, Rösler, Köhler, Aigner und Konsorten aus dem Versuchslabor Merkel. Wann merken die Menschen denn endlich, daß wir Berlusconi-Verhältnisse haben und uns selber immer mehr den Ausweg verbauen, indem wir solch schwarz-gelben Nichtsnutzen, Diener der Wirtschaft und Banken, die die Republik zugrunde richten nicht die rote Karte zeigen. Man muß sich auch keinen versoffenen "Wirtschafts"-Minister und Finanzminister mit einer 100.000 Mark-Spende im Rollstuhl gefallen lassen. Die Studenten haben schon mal angefangen halbherzig gegen die Fehlbesetzung Schavan zu protestieren. Der Bürger sollte sich nicht weiter hinter seiner Blöd-Zeitung verstecken und endlich mal den Hintern zum Protest hochbekommen!!!
laketahoe (02.12.2009, 18:18 Uhr)
@Frank_aus_Genf
Was sollte man ihrer Meinung nach noch "abwarten" ?

Wer in den letzten Jahren nicht in der Pendeluhr geschlafen hat, kennt Kristina Köhler. Und das, was man in den letzten Tagen an Eigenaussagen lesen und an peinlichen, gestellten Fotos sehen durfte, ergänzt das BIld aufs Allerschönste.

Kristina Köhler bohrt nicht nur mit hrer Alibi-Dissertation ganz dünne Bretter. Ist alles andere als brillant und / oder originell in ihren Gedanken....

Jung und ohne Kinder, daran störe ich mich keineswegs. Aber noch nie in der Wirtschaft was geleistet und das Geld auch verdient - dafür Berufspolitikerin, die mit den satten Diäten im Rücken in nur fünf Jahren und mit kräftiger Hilfe der Partei ihren Schaukeldoktor gemacht hat ....


Die Frau ist spießig und gefallsüchtig - platzt aber vor Selbstbewusstsein.

Das wird ihr auf lange Sicht gesehen keine großen Sympathien bei der Bevölkerung einbringen.

Die Denkarbeit im Ministerium machen aber ohnehin andere... also, weiter kein Problem, Frau Dr. Köhler vier Jahre als eine weitere Berufsdarstellerin mitzuziehen...
Benkku (02.12.2009, 18:11 Uhr)
Es ist peinlich.
Eindeutig deren mangelnde soziale Kompetenz erregt gewaltige Proteste. Einer Person, die aus einer Ecke der Bürokratie in die andere gehievt wird, wird nichts anderes zugetraut, als daß sie sich schon gewisse Fähigkeiten angeeignet hat, ihren eigenen Posten zu verwalten. Niemals wird sie es wagen, bis zum bitteren Ende gegen den Strom zu schwimmen. Das Alter des Fräuleins läßt eher auf Anpassungsbereitschaft schließen. Diese Lobhudelei des Sterns bezieht sich auch nur auf rein bürokratische Aspekte. Schlimmer hätte es nicht kommen dürfen.
auwei (02.12.2009, 18:07 Uhr)
Küken hin, Kohl her
...egal. Entscheidend ist: Welche Politik wird die forsche junge Dame machen? Wird sie überhaupt welche machen - oder sich, wie Frau v. d. Leyen, vornehmlich aus dem Ideentopf der Vorgängerin (bei Frau Köhler: der Vor-Vorgängerin) bedienen? Messen wir sie an ihren Ergebnissen - das aber gnadenlos. Davon abgesehen machen mich diese Köhlers, Koch-Mehrins usw. langsam müde: jung und irgendwie konservativ - oder auch nicht . Oder so. Das sind die, die in der Schule schon die größten Langweiler(innen) waren.
knilch_59 (02.12.2009, 17:49 Uhr)
Akademisiertes Weltbild
Wieder eine Berufspolitikerin, deren Lebenserfahrung aus wohlbehütetem Elternhaus, Schule, Studium und Berufspolitik besteht. Intelligent? Sicherlich. Gute Absichten? Vermutlich. "Volks"vertreterin? Sicherlich nicht!
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Ihr Ressort soll sich nicht schwerpunktmäßig um Adoptionsrechte für schwule oder lesbische Akademikerpärchen oder ebenso theoretisch fundierte wie praxisuntaugliche "Konzepte" bemühen, sondern um konkrete Lebenshilfe für die vielen Erziehenden (in der Regel jünger als sie), die mit beiden Beinen im Leben stehen. Die also genau das machen, was sie großräumig zu vermeiden gewusst hat.
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Wer erst 30 Bücher lesen muss, bevor er ein Kind erziehen kann, hat von Biologie keine Ahnung. Das Gemeine ist nämlich, dass Nachwuchs angeblich sogar völlig unakademisch, einfach so, gezeugt werden kann. Eine Vorgehensweise, die Leuten wie Frau von der Leyen oder Frau Köhler nicht nur fremd, sondern sogar abartig vorkommt.
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